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Dana erzählt aus ihrem Leben in Kibbuz Nir Am Juli 24, 2014, 0:15

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Neuneinhalb Minuten, die man sich nehmen sollte.

Quelle: Elder of Zion, wer sonst. Er hat auch andere sehr interessante Videos verlinkt. Und er hat Danas Video von Israellycool, wo man auch alte Aufnahmen von ihr sehen kann. Seit Jahren geht das so.

Wenn Ihr also das nächste Mal irgendwelchen Quark hört, daß diese Runde mit dem Mord an den drei Jugendlichen angefangen hat…. wißt Ihr es besser. Es hat mit der ersten Mörsergranate angefangen, die nach der Räumung des Gazastreifens gefallen ist. Oder mit dem ersten Geschoß überhaupt.

Tragödien Juli 16, 2014, 12:57

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entstehen so.

So sehen die Flyer aus, die Israel gestern über dem Gazastreifen abgeworfen hat.

The IDF dropped leaflets over Shuja’iyya, Zaytoun and Beit Lahia and called residents warning them to leave the area on Tuesday night and Wednesday morning.

„Despite the cease fire, Hamas and other terror organizations continued firing, so the IDF intends to strike terror targets and terrorists in the area with force from the air,“ the leaflets said. „Rockets fired at the state of Israel are launched from these areas. For your own safety, you are asked to leave your residences immediately and travel towards Gaza City by Wednesday, 16.07.14, at 8am.“

The leaflets went on to say: „The IDF has no desire to hurt you and your families. Evacuating the area is done in order to save your lives. You must not return to the area until further notice. Those who fail to comply with these instructions and evacuate immediately are risking their lives and the lives of his families.“

Neulich fragte auch jemand, wie sich so ein Telefonanruf anhört.

Auf Ivrit, weil der Angerufene Hebräisch kann. Fünf Minuten, um eine ganze Familie aus dem Haus zu retten, weil das Nachbarhaus beschossen wird – keine einfache Sache.

Die Hamas weist die Leute unterdessen an, sich nicht in Sicherheit zu bringen. Das Ultimatum ist seit Stunden abgelaufen – doch die Einwohner der betroffenen Stadtteile sind noch dort. Noch hat die Luftwaffe sie nicht unter Beschuß genommen – und pausenlos ist in Südisrael Alarm. In den Nachrichten heißt es, daß sehr viele Raketen aus der Gegend abgeschossen wurden, die evakuiert werden soll.

Bei Elder habe ich eine Visualisierung gefunden, die sich auch aktualisieren soll. Ich kann sie nicht übernehmen, also guckt sie Euch bei ihm an – die Karte zeigt weder unsere Gegend noch die Golanhöhen oder Eilat, die ja auch beschossen wurden – unsere Gegend aus dem Libanon, die Golanhöhen aus Syrien und Eilat aus dem Nord-Sinai. Aber die Aktivität aus dem Gazastreifen ist deutlich genug. Es reicht auch, sich Ynet breaking news anzugucken – vor lauter Alarmen bleibt kein Platz für andere Nachrichten. Oderbei Twitter den Under-attack-bot. Da wird einem klar, wie schnell diese Angriffe aufeinander folgen.

Ich kann nur froh sein, daß ich das Dilemma der Luftwaffe nicht lösen muß. Losschlagen, obwohl die Viertel noch voller Menschen sind? Oder abwarten und weitere Raketen auf die israelischen Zivilisten zulassen? Bisher wartet die Luftwaffe noch ab.

 

Guten Morgen, Juli 11, 2014, 6:07

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auch im Norden!

Haben wir schon gescherzt, daß ausgerechnet der Norden, aus dem 2006 die Menschen flüchteten, zum Zufluchtsort für den Rest des Landes wurde. Doch in der Nacht war Alarm in der Gegend von Haifa – eine Frau in Wadi Nisnas (arabisches Viertel) fiel beim Weg zum Luftschutzraum hin und verstarb. Unterdessen werden in Krankenhäusern in Haifa weiter kranke Palästinenser behandelt – und ich kenne die Israelis, die diesen Kranken helfen und sie und ihre Angehörigen versorgen. (Lest den Link – er wärmt das Herz.)

Zwei Raketen fiel in der Nähe von Ramallah – auf antike Terrassen, die gerade als UNESCO-Welterbe anerkannt worden waren.

Und dann fiel in Metulla eine Rakete aus dem Libanon. Sie fiel in freiem Gebiet. Nur ein Warnzeichen, daß auch wir Zielscheibe sind.

Gestern mehr als 200 Raketen, mehr als 30 Iron-Dome-Abschüsse. Die ganze Nacht über waren Angriffe, besonders auf den Süden. Die Armee sammelt sich vor dem Gazastreifen. Mehr und mehr Reservisten werden eingerufen.

Beer Sheva – die Bewohner des Hauses blieben dank Schutzraum unverletzt

Die Luftwaffe greift im Gazastreifen an und die Marine im Hafen. Die Hamas hat die Bewohner des Gaazstreifens angewiesen, die Warnungen der israelischen Armee zu ignorieren – vermutlich kontrollieren sie auch, daß diese Anweisungen angehalten werden. Im Gazastreifen steigen die Zahlen der Toten und Verletzten, während die Verantwortlichen in tiefen Bunkern sitzen – geschützt, während über ihren Köpfen die Zivilisten und Kinder sterben. Ich habe keine Worte für den Abscheu, den ich vor solchen „Führern“ verspüre.

Die Hamas veröffentlicht ein Droh-Video in miesem Hebräisch.

Sie scheinen nicht zu wissen, daß Juden ohne Sarg begraben, wie sie selbst, aber das lassen wir mal so durchgehen…

Ja, das sind die reizenden Menschen, deren Regierungsbeteiligung in Ramallah Eure Volksvertreter begrüßt haben. Das sind die Mittel, die sie für legitim halten. Die Tausende Raketen haben sie von den Spendengeldern gekauft, die auch aus Deutschland gekommen sind, und durch die Tunnel eingeschmuggelt, die in Deutschland von vielen Menschen für Notlösungen wegen der Blockade gehalten werden – wo sollen sie sonst Lebensmittel herbekommen? (Vielleicht über die Grenzübergänge, wo täglich LKWs reinkommen…?)

Im Fernsehen laufen Aufnahmen von gezielten Schüssen auf Häuser, bei denen die Wäsche auf dem Nachbardach unbeschädigt bleibt. Es sind trotzdem grauenhafte Bilder, denn das sind Häuser, in denen Menschen wohnen.  Ich wünschte so, sie hätten Bibis Angebot angenommen und NICHT weiter geschossen. Oh und ich wünschte, sie hätten das viele gute Geld, das in iranische und syrische Raketen geflossen ist, in Schulen und Krankenhäusern angelegt.

Als ich diesen Stoßseufzer laut tue, sagt Y. trocken: „sie haben das Geld doch im Krankenhaus angelegt. Unter dem Shifa-Krankenhaus war ein Hauptquartier der Hamas„.

Kurze Clips und Colonel Hathi Juli 10, 2014, 10:56

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Ynet hat ein paar Videofilmchen zum Beschuß der IDF im Gazastreifen und den Raketen auf Israel zusammengestellt – nichts, was man nicht auch im Fernsehen sehen könnte (bis auf den Versuch bewaffneter Terroristen, übers Meer nach Israel einzudringen – das fand ja in den deutschen Medien nicht statt, oder?). Doch ein Clip sticht heraus: die Elefanten in der Safari in Ramat Gan reagieren auf die Sirenen. Winifred und Colonel Hathi könnten es nicht besser machen.

Ich habe eine Youtube-Version gesucht und hier gefunden.

Nein, ich glaube nicht, daß die Elefanten wirklich verstehen, was vorgeht. Aber sie merken, daß etwas Bedrohliches vorgeht, einer trompetet einen Warnlaut, und sie versammeln sich um ihre Jungen. Da gerade ganz Israel dasselbe tut, ist es kein Wunder, daß dieser Clip sofort durch alle sozialen Netzwerke hier wandert. (Sagit Horowitz von der Safari ist eine bekannte Figur, weil sie auch öfter im Fernsehen auftritt und von den Tieren erzählt.)

In Zahlen Juli 8, 2014, 17:45

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Bei Elder of Zion gefunden und einfach übernommen:

June 27: 6 rockets, 2 intercepted
June 28: rockets, Sderot factory burned to ground
June 29: 4 rockets, 2 intercepted
June 30: 16 rockets
July 1: 5 rockets, several mortars, damage to vehicles and a major fire as a result, also mortars
July 2: 10 rockets, 9 mortars, 1 intercepted
July 3: 13 rockets, homes and a summer camp damaged
July 4: 25 rockets, several mortars, 3 intercepted
July 5: Over 20 rockets, including to Beersheva, several mortars, 3 intercepted, some damage and an injury
July 6: Over 25 rockets, some damage
July 7: Over 85 rockets, Hamas claimed to shoot 100 and Islamic Jihad claimed to shoot 60. 13 intercepted
July 8: At least 130 rockets, 7 intercepted, so far, some damage and injuries

So führt man eine Eskalation herbei.

Elder verlinkt auch die Wikipedia-Seite zum Thema. Da sieht man deutlich, daß das ganze Jahr über Raketen fielen – kein Monat ohne Rakete. Das kriegt Ihr nicht mit, auch bei mir nicht – ich verzeichne ja längst nicht jede Rakete, die die Menschen im Süden in Schrecken versetzt, aber sonst niemanden interessiert. Erst wenn es intensiv wird, werden wir alle aufmerksam.

Das muß einfach aufhören. Unser Ziel: null Raketen. Das ist ja wohl nicht zu viel verlangt, oder mit wie vielen würdet Ihr Euch zufriedengeben.

Was aber ist das Ziel der Hamas????

Unwirkliche Wirklichkeit Juli 8, 2014, 17:33

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Ich kann es nicht glauben. 40.000 Reservisten werden eingezogen – alle reden von einer Bodenoffensive, der absolute Albtraum. Die Raketen im Arsenal der Hamas, die sie jetzt auch einzusetzen droht, reichen bis Netanya. Netanya! Das ist nördlich von Tel Aviv. Da finde ich nicht mal eine aktuelle Karte zu.

Na ja, fast.

Im Fernsehen laufen Filmchen vom pikud-ha-oref, dem Zivilschutz (Heimatfront-Kommando).

Der gesamte Youtube-Kanal vom pikud ha-oref ist eindringlich trübsinnig.

Ich kann und will nicht glauben, daß wir wieder in diesem Film sind. Bibi hat der Hamas angeboten: Ruhe wird mit Ruhe beantwortet werden. Die Antwort der Hamas waren Raketen auf Beer Sheva. Man kann Bibi nicht vorwerfen, daß er blind und eilig in diese Lage gerast ist. Olmert ist schneller in den Libanonkrieg II eingestiegen als Bibi in diese neuerliche Auseinandersetzung. Aber ein Regierungschef hat keine Wahl, wenn seine Bürger (und potentiellen Wähler) Mineralwasserflaschen in die Schutzräume schleppen und Radios mit Batterien versorgen.

Zuk eytan heißt diese Runde, starker Fels. Ich weiß nicht, wer sich diese Namen ausdenkt. Früchte des Zorns, Schutzwall, gegossenes Blei, Wolkensäule, das klingt mehr wie Game of Thrones als meine Wirklichkeit.

Ich sitze wieder vor dem Fernseher und verfolge die Sondersendungen – die Namen der Städte im Süden werden sonst nie genannt, auf einmal drängen sich dort die Politiker und Journalisten und spielen „interview mich“. Die Raketen fallen auf Ashkelon, in Rishon werden die öffentlichen Schutzräume vorbereitet, die Luftwaffe fliegt Angriffe auf Gaza.

Was mache ich mit meinem Flugticket, wenn beide Söhne (oder auch nur einer) eingezogen werden? In einer Woche fliege ich. Ich will hier nicht weg.

Update: Alarm in Rechovot.

 

Nur so zwischendurch – Breaking news Juli 7, 2014, 20:18

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ynet

 

Ein Alarm nach dem anderen. Seit 2001 fallen im Süden Geschosse aller Arten. Wie halten die Leute das aus???

Neues aus dem Süden Juli 4, 2014, 8:35

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Wieder sind Raketen aus dem Gazastreifen im Süden gelandet. Doch Netanyahu hat die Armee angewiesen, erstmal nicht zu reagieren – in der Hoffnung, damit die Lage abzukühlen. Er hat angekündigt, daß Ruhe mit Ruhe beantwortet wird. 125 Raketen waren es im letzten Monat. 15 Sekunden haben die Bewohner der Städte, Dörfer und Kibbuzim in Reichweite der Raketen, um ihre Schutzräume aufzusuchen.

Netanyahu hat aber auch angekündigt, daß, wenn der Beschuß weitergeht, Israel sich energischer dagegen wehren wird.

Hoffen wir, daß seine Strategie aufgeht und die Palästinenser im Gazastreifen die Pause nutzen, um selbst den Beschuß einzustellen. Wie sich die Lage andernfalls weiterentwickelt, möchte ich nicht zu Ende denken.

Direkte Treffer Juli 3, 2014, 8:46

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in Sderot und Umgebung waren nur eine Frage der Zeit. Gestern nacht hat eine Rakete ein Gebäude getroffen, in dem eine Sommerfreizeit stattfindet. Zum Glück explodierte sie nicht. Und heute früh ein Wohnhaus, in dem eine Tagesmutter ihre eigenen und die von ihr betreuten kleinen Kinder gerade noch in den Schutzraum bringen konnte, bevor die Rakete in ihr Haus eindrang. Dreizehn Raketen über Nacht. Ich hoffe, die Eskalation kann noch gestoppt werden.

Bisher ist das Muster so: tagsüber leichte Angriffe auf den Süden Israels, über Nacht mehr, dann reagiert auch die Luftwaffe im Gazastreifen.

Bilder bei Ynet.

 

Und weitere acht Raketen Juli 2, 2014, 20:14

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Five rockets were launched from Gaza towards the Sdot Negev Regional Council and three were launched towards Ofakim – one was intercepted, the others fell in open areas. No injuries and no damages were reported.

Da wäre man ja ganz schön ausgelastet, wenn man die alle aufzählen würde!

Quelle: Ynet.

Raketen Juli 2, 2014, 19:20

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fallen unentwegt weiter.

Soeben:

Sirens were heard around Ashkelon where one rocket was shot down by Iron Dome and another fell in an open area.

Heute mittag:

Four mortar rounds were fired towards towns in the Eshkol Regional Council. No injuries or damages were reported.

Heute nachmittag:

Three mortar shells fired from Gaza landed in open areas in the Eshkol Regional Council on Wednesday afternoon. There were no reports of injuries or damage.

Letzte Nacht:

Two mortar shells exploded in open areas in the Eshkol Regional Council. There were no injuries and no damage was reported.

Das läppert sich ganz schön zusammen.

Die israelische Reaktion kann man wohl kaum als maßlos bezeichnen. Gezielte Luftschläge gegen raketenschießende Terrorzellen.

Heute abend Juni 19, 2014, 21:38

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England spielt gegen Uruguay, ich gucke zu . Y. ist eingeschlafen. Quarta ist auf einem Geburtstag eingeladen, es war ihr letzter Schultag als Schülerin der Mittelstufe heute, und nach den Ferien wird sie nicht mehr mit denselben Kindern weiterlernen.

Die Katzen beschleichen sich – wir haben einen neuen Kater, im Gedenken an die geliebte Mini haben wir ihn Max genannt – er ist Siamese, ausgewachsen, und die Schwarzen akzeptieren ihn noch nicht – und ich achte darauf, daß sie sich nicht gegenseitig zerlegen.

Secundus guckt im Pub des Kibbuz Fußball. Primus ist mit seinen guten Freunden unterwegs.

Alles ist friedlich hier.

Über Ashkelon hat kipat barzel (die Eisenkuppel) eine Grad-Rakete abgefangen, früher am Abend fiel eine Rakete im Freien.

 

Unterdessen im Süden Juni 19, 2014, 19:35

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Die Raketen fallen weiter – fast täglich, mal Qassams, mal Grads. Es ist wieder das alte Spiel – außer uns selbst nimmt niemand sie richtig zur Kenntnis. Und auch in Israel gibt es genügend Leute, die es nicht kümmert, wie es den relativ armen Städten, Moshavim und Kibbuzim im Süden geht. Peripherie eben.

In einem der Schmuggel-Tunnels vom Gazastreifen (die ja auch, nur um das noch mal ins Gedächtnis zu rufen, für Entführungen gedacht sind und auch dafür genutzt wurden, bei Gilad Shalit) gab es eine Explosion – keine Ahnung, was da explodiert sind, aber fünf Hamas-Leute sind tot.

Wo soll das hinführen? Zu Amud Annan II? Oferet Yezuka II? Alles sehr bedrückend.

Und so geht es weiter Januar 20, 2014, 22:12

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Heute: zwei Raketen auf Eilat. Heute früh: eine Rakete auf Shaar ha Negev. Auch am Shabat fiel dort eine Rakete.

Bisher wieder mal, tfu tfu tfu, riesiges Glück gehabt. Keiner ist zu Schaden gekommen.

Was sind das für Menschen, die wieder mit steigendem Tempo Raketen auf Wohngebiete von Zivilisten feuern, in der Hoffnung, daß jemand, irgendjemand, die Rakete abkriegt?

Eine Blog-Kategorie belebt sich Januar 19, 2014, 7:48

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Fällt es Euch auch auf? Die Qassam-und-Grad-Ticker-Kategorie wird wieder lebhafter. Das gefällt mir nicht.

In Shaar ha Negev war Alarm, die Rakete ist aber in unbewohntem Gebiet gefallen. Donnerstag die Raketen auf Ashkelon. Am Montag die Raketen in Anschluß an Sharons Beerdigung.

Was bedeutet das? Wie schon erwähnt – es bedeutet eine Eskalation. Aber was bedeutet das für die Menschen da unten (wo wir Freunde und Verwandte haben)?

Gitty könnte es einem erzählen. Gitty ist acht Jahre alt und lebt in Ashdod. Und sie ist verängstigt und traumatisiert. Wenn man liest, was sie und ihre Geschwister erlebt haben, möchte man fragen: ja warum ziehen die Eltern nicht einfach weg aus Ashdod? Ja, warum wohl?

Erstens, wo sollen sie hin? Wie heißt noch mal der Ort in Israel, der noch nie beschossen wurde und der auch nicht erreichbar ist für Raketen? Ach ja, stimmt ja, den gibt es nicht. Hinter unserem Haus ist ja auch die alte Einschlagstelle einer Rakete noch sichtbar, und jederzeit kann eine neue kommen (seit August sheket, tfu tfu tfu). Israelis sind überall und jederzeit Zielscheiben.

Zweitens, was soll aus Ashdod werden? Alle Leute in Ashdod haben Kinder. Sollen die nun alle wegziehen? Der ganze Süden entvölkert werden? Und dann? Soll ganz Israel sich auf einer Verkehrsinsel in der Mitte von Tel Aviv drängen und darauf warten, von guten Freunden per Hubschrauber aus dem Land gerettet zu werden? Ach ja, von welchen guten Freunden noch mal? und wohin genau?

Es geht nicht. Entweder es gibt Israel und wir haben ein Recht, hier zu leben, und dann sind Raketenangriffe inakzeptabel. Oder wir akzeptieren die Raketen, wehren uns nur mit Iron Dome und ziehen uns zurück.

Es ist klar, welche Haltung die richtige ist.

Yaalon hat bisher die Strategie des sofortigen Gegenschlags verfolgt. Mehr Erfolg als Barak mit Zuwarten im Aufhalten der Eskalation kann ich bisher nicht beobachten, aber das mag täuschen.

Der schleichende Anstieg der „Raketen ins Nichts“ jedenfalls, konsequent beschwiegen in internationalen Medien, bedeutet nichts Gutes. Und mir ist sehr unwohl dabei. Gittys wegen, und überhaupt.

Wenige Stunden später: und die israelische Reaktion bleibt nicht aus.

Harte Reaktionen Januar 9, 2014, 18:03

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Diesmal gibt es nicht die langsam ansteigende Kurve der Raketenangriffe aus dem Gazastreifen, bis die israelische Luftwaffe reagiert. Das war unter Barak, die havlaga, der Versuch, diese Angriffe zu beenden, ohne die Luftwaffe. Doch seit amud anan und noch mehr seit Yaalon Barak nachgefolgt ist, kommt der Luftschlag sofort nach dem Raketenangriff. (Drei Mörser heute früh.)

Ich bin ehrlich gesagt überfordert und ratlos, was nun das Richtige ist. Es ist ja immer dasselbe Muster. Als die Bewohner der Orte um den Gazastreifen herum Woche um Woche, Monat um Monat unter dem Beschuß litt und die Regierung und Armee erstmal nicht reagierten, wurde es ja auch nicht besser. Es wurde immer erst stiller, nachdem der Konflikt eskaliert war und Israel zu Waffengewalt gegriffen hatte. Das weiß ich. Aber ich finde es sehr bedrückend.

Ich hoffe, Yaalon hat den kühlen Kopf, den er braucht, um nicht in eine Eskalation gezogen zu werden, die außer Ruder läuft. Ich hoffe auch, die Aufklärung arbeitet gut, so daß keine Unschuldigen ums Leben kommen.

Aber das Beharren der Palästinenser, lieber Raketen zu bauen und abzuschießen statt im geräumten Gebiet nun endlich eine vernünftige Infrastruktur zu schaffen und eine selbständige Wirtschaft, läßt mich schwarzsehen in Bezug auf jede weitere Räumung.

Sie könnten genausogut auf jede Rakete schreiben: „das ist der Deal: ihr räumt, wir schießen“. Das ist der Effekt, den jede solche Rakete hat.

Fliegen keine Raketen – dann fliegen auch unsere Flugzeuge nicht.

Gerecht muß sein Dezember 23, 2013, 11:03

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Wenn eine Rakete im Süden landet, dann soll in den Golanhöhen wenigstens ein Mörsergeschoß landen. Sonst ist es ja unausgeglichen.

In beiden Fällen ist niemand zu Schaden gekommen. Aber unsere reizenden Nachbarn können es einfach nicht sein lassen.

Zum Dank Dezember 23, 2013, 9:59

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für die empfangene Hilfe bei der Bewältigung der Regenmassen schickt der Gazastreifen nicht nur dreiste Lügen. Sondern auch Raketen.

Ach ja, die Friedenspartner.

Und kurz Oktober 27, 2013, 18:36

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Heute nachmittag: Raketen in Eshkol gefallen, im Süden.  Israel Matzav macht sich Gedanken.

Auch für die Soldaten von kipat barzel ist es nicht einfach. Alles überflüssig wie ein Wald von Kröpfen, die Zivilbevölkerung  Südisraels ständig zu beschießen.

Über Nacht Oktober 9, 2013, 8:12

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fiel im Süden eine Rakete. Niemandem ist was passiert, sie ist irgendwo ins Feld gefallen, keiner achtet drauf, keiner nimmt Notiz. Normal eben, daß nachts Raketen fallen. Wenn man zufällig im Süden Israels wohnt.

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