jump to navigation

Wieder mal Dezember 7, 2019, 21:36

Posted by Lila in Qassamticker (incl. Gradraketen).
trackback

Raketenalarm am Shabat-Abend.

300 Schüler hatten lange eine schönen Abend der Bnei-Akiva-Jugendbewegung vorbereitet. Durch den Alarm, der die Kinder überraschte, wurde der Abend kaputtgemacht.

Kinder, Familien – Zivilisten waren wie immer Ziel der Terroristen, die diese Raketen regelmäßig abschießen. Das letzte Mal war vor einer Woche.

Der Shabat-Abend ist eine beliebte Zeit für solche Angriffe, weil nach dem ruhigen Shabat viele Leute draußen sind und den Abend genießen.

Werden die Medien davon Notiz nehmen? Nein. In Berlin findet die Konferenz des Palestinian Refugee Center statt. Auf der Seite der Organisation findet sich ein Logo:

Das Logo gehört zur Konferenz im April 2015, ebenfalls in Berlin.

Ich muß doch nicht erklären, was das Logo bedeutet, nicht wahr? Auf der Seite steht auch klipp und klar, daß nicht etwa 1967 rückgängig gemacht werden soll (die Besatzung! die Siedlungen! all diese vielbeklagten Friedenshindernisse, die es nicht gegeben hätte, wenn die Araber nicht mit ihren 3 Nein geantwortet hätten) – nein, es ist 1948, also die Gründung Israels, die zurückgerollt werden soll.

In Berlin wird über die Vernichtung Israels konferiert – in Sderot rennen Schulkinder in Schutzräume.

 

Kommentare»

1. Georg B. Mrozek - Dezember 8, 2019, 20:15

Wannseekonferenz 2.0

2. jürgen - Dezember 9, 2019, 11:51

https://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/grosses-treffen-der-israel-hasser-bei-konferenz-der-palaestinenser-in-europa

ziemlich brauchbarer Artikel ,,, es gibt wohl doch noch ordentlichen Journalismus

3. jim11111 - Dezember 10, 2019, 3:27

Denke, hinter diesen immer wieder stattfindenden Raketenangriffen, steckt uA das ultimative Kalkül, Israel zu provozieren, militärische Gegenschläge herauszufordern. Israels Vorgangsweise und die dabei entstehenden Schäden und das menschliche Leid unter der Bevölkerung des Gazastreifens, werden in der Folge international zu antiisraelischer Propaganda, zur Dämonisierung Israels eingesetzt. Wenn man die entsprechende Berichterstattung leider sehr vieler unserer Medien verfolgt und dekonstruiert, kann diese Vorgangsweise als überaus erfolgreich bezeichnet werden: Es wird zwar nicht unmittelbar antisemitisches Ressentiment transportiert, solches wird aber, in weiten Teilen der Bevölkerung, auch vor dem Hintergrund unserer jüngsten Geschichte latent vorhanden, durch diverse Formulierungen und Zuschreibungen stimuliert, die sich daraus ergebenden Debatten bilden das in weiten Bereichen auch ab.

Vergleichbares spielt sich aber, auch das muss gesagt sein, die palästinensische Seite betreffend auch ab. Zwar wesentlich seltener aber doch. Insbesondere die immer wieder anzutreffende Verknüpfung von Islam und Fanatismus und Gewalt ist hier augenfällig und übt entsprechend Einfluss auf den innerdeutschen Diskurs die Kriminalität und auch den Antisemitismus, um nur zwei Beispiele zu nennen, von Migranten betreffend, aus. Und in eben jenem Zusammenhang, möchte ich nun aber doch noch darauf hinweisen, dass der Versuch diese unseligen palästinensischen Konferenzen in Europa mit der Wannseekonferenz auf eine Ebene zu bringen, nicht nur geeignet ist, die gleichen antiislamischen Ressentiments zu bedienen, sondern darüber hinaus auch als das Bemühen gesehen werden kann, unsere eigene Geschichte, die shoah, zu relativieren.

Doch was ich eigentlich erzählen wollte, ist die Geschichte einer Freundin, die Mitte der neunziger Jahre nach Gijur und allem drum dran nach Israel geheiratet hat und alles war super und in Ordnung. Sie bekamen insgesamt drei Kinder im Laufe der Zeit und lebten in einigermaßen gesichertem Wohlstand in Jerusalem – bis die Intifada losbrach, das Leben auf den Kopf stellte und die bestehende Ordnung zerstörte. Es zeigten sich nämlich, von Anschlag zu Anschlag, womöglich auch befördert durch die Berichterstattung in den dortigen Medien, vor allem im Fernsehen, zunehmend Affekte, nicht nur bei den Eltern, insbesondere der Mutter, vor allem bei den Kindern und alle Bemühungen und auch psychologische Hilfe die Situation zu verbessern erwiesen sich mehr und mehr als insuffizient, bis hin zu Wachstumsstörungen bei einem der Kinder und der enormen Belastung für die Ehe.

Nun, diese unsere Freundin lebt nun mit ihren Kindern schon seit Jahren wieder hier bei uns in Europa, die Ehe ist damals zerbrochen und der Kontakt reduziert nunmehr auf mehrmalige Besuche im Jahr.

Warum ich das hier erzähle?

Nun, wir hören oder lesen immer wieder von diesen Raketenangriffen aus dem Gazastreifen, regelmäßig kommt es zum Disput auf Basis typisch deutschem Paternalismus, es wird be- und verurteilt auf Teufel komm raus und Schuld zugewiesen und keiner, besser, kaum einer denkt an die Menschen dort in dem beschossenen Gebiet, mit ihren Angstzustände, ihren Traumen, die Generationen oft ihr Leben lang begleiten.

4. Georg B. Mrozek - Dezember 10, 2019, 18:54

@jim11111 – Ja, ne, isꞌ klar, wer Wannseekonferenz sagt, begeht einen Nazivergleich, und wer so etwas macht, relativiert die Einmaligkeit des Holocaust. Wer zu sehr und detailliert über den Terror in Israel berichtet, ist Mitschuld an den psychologischen Folgen bei den Opfern, und Israel (oder die israel-liebenden Menschen in Europa – es wird nicht so klar, wen du hier eigentlich genau meinst) macht sowieso dasselbe mit den Palästinensern wie die Nazis mit den Juden, indem die Verknüpfung von Islam und Fanatismus zu sehr in den Vordergrund gestellt wird. Abgerundet wird dieses Terzett an Vorwürfen durch den rhetorisch geschickten Abschluss: denkt an die psychologischen Folgen (eures Tuns) bei den Opfern.

Habe ich das so einigermaßen richtig zusammengefasst?

5. G. - Dezember 10, 2019, 19:14

Mal wieder ein Disput, den ich andernorts des öfteren schon als schlechterdings kaum führbar erlebt.

Die Shoa wird also relativiert! Ausgerechnet. Es trifft doch immer den Falschen. 🙂 Wir leben in und sind Teil einer Gesellschaft, die jahrhundertelang verfestigten antijudaistischen Mustern folgend, seit Jahrzehnten einer antijudaistischen Resolution, Willensbekundung, Einstellung und Gruppierung nach der anderen folgt, während sie aus vollem Halse „Nie wieder“ brüllt und die Verantwortung nicht nur ablehnt sondern zur Keule im politischen Grabenkampf hat werden lassen.

Ebenso wie die völlig ungeregelte – oft muslimische – Massenmigration. Nichts als Schachbrettfiguren in eben diesem Grabenkampf. Die `Internationale‘.

Jemand schrieb, es ginge in anderem Diskurs manchem Betroffenen vorrangig um das Primat eigener Befindlichkeit, seiner „Emotionalität“, eher wenig sach- oder lösungsorientiert. Vielerorts mag dem so sein.

Was augenscheinliche Handicaps manch derzeitigen Einwanderers betrifft, so mag man diese beim Namen nennen! Die Xenophoben unter uns benötigen derartiges zur Verifizierung ihrer Einstellung mitnichten. Es bewirkt nichts. Es scheint eher um unterbleibenden Widerspruch, um unterbleibenden Diskurs zu gehen. In dieser Auffassung von Demokratie.

Und werden antijudaistische Muster zentrales Element einer Konferenz, ihre Realisierung deren Zweck und Ziel, so darf man sie durchaus mit der Wannsee-Konferenz vergleichen. Auf den Punkt gebracht. Anstelle von letztendlich zustimmendem Schweigen. Let’s agree to disagree.

Und was hat in diesem Zusammenhang die Posttraumatische Belastungsstörung von Kriegsteilnehmern argumentativ zu bedeuten? Dies Land ist immer noch davon gezeichnet. In dritter Generation. Weitergegeben an Kinder und Kindeskinder.

Eine Fallbeschreibung vom Gegner gefällig? O., silberner Offiziersrang, seinerzeit in aktiver Rolle im „zionistischen Kernland“ am „wirken“, hierzulande im weitesten Sinne Asylsuchender, lebte barbituratabhängig, immer noch politisch aktiv, wie die sprichwörtliche Axt im Walde. Ein Fleischwolf für primäre Bezugspersonen und gesamtes Umfeld. Seine Frau, sein Sohn riefen den Notarzt erst, als sie sicher sein konnten, das die seinerzeitige Barbituratüberversorgung seinen und ihren Frieden verursacht hatte. Gemeinsame Stunden. Geprägt für ein Leben. Krieg. Und das bedeutet in diesem Zusammenhang was?

Derweil scheinen wir in der Verarbeitung der Shoa, als Gesellschaft, nicht allzu weit gekommen. Mit Rücksicht auf Befindlichkeit der betroffenen Seite und unserer Nutzung zu eigenen politischen Zwecken vor dem Hintergrund weiterhin damit ermöglichter … Realisierung persistierender antijudaistischer Muster. Offensichtlich.

Wie ich im Gegenzug den blühenden Souvenirhandel liebe! Regaleweise Trödel zum Thema Auschwitz. Teller, Tassen, Christbaumschmuck und anderer Kitsch. Etwas in die Hand gebend als Bezug. Oder die „Judensau“. Man sollte Münzfernrohre fix darauf einrichten. Alles, wirklich alles, was zu einer persönlichen, individuellen Auseinandersetzung mit eben diesem Thema führt. Es kann nur besser werden.

Wir wurden nicht von arabischen Raketenangriffen oder „unterjochten arabischen Freiheitskämpfern“ zu unserer skandalös tendenziellen Berichterstattung seit Jahrzehnten verführt. Nein. Wir haben gesucht und gefunden, was unseren bestehenden Mustern entsprach. Barwert dankbar.

Danke für den Raum, @lila.

6. G. - Dezember 10, 2019, 22:15

Im wesentlichen kurz und korrekt zusammengefasst. Durchaus!

Dies apostrophierte Primat eigener, betroffener Befindlichkeit („Emotionalität“) in diesem Diskurs (Deborah Feldmann) gegenüber allem und jedem war, was mich augenblicklich ansprang. Paternalistisch? Sorry.

7. jim11111 - Dezember 11, 2019, 1:33

Entschuldigen Sie bitte, meine Herren, habe meinen Beitrag eben nochmals gelesen, er ist gut. Ehrlich gesagt, ich halte Ihre Analyse für projektiv, aber nicht für zutreffend,

Im Übrigen gebe ich gerne zu, lange nachgedacht zu haben darüber, diesen üblen Wannseevergleich überhaupt anzusprechen, nicht zuletzt da obige Reaktion vorhersehbar war.

Andererseits, Sie haben ja irgendwie auch recht – Israel wurde in der Vergangenheit und wird auch gegenwärtig von ganz bestimmten Charaktären mit den Nazis verglichen, immer wieder, und das ist nicht weniger als abstoßend. Warum soll da nicht auch ein Herr Mrozek daherkommen können, und das gleiche mit den Palästinensern machen dürfen, insbesondere da er ja Israel so sehr liebt, wenn Sie verstehen können, was ich meine, nun ja, …

Nebenbei, wenn wir schon davon reden, ich persönlich, ich liebe Israel nicht, warum auch. Israel ist sicher super und megacool auch, an verschiedenen Orten, wie Jerusalem oder etwa Tel Aviv, oder gar Rungholt mit seinen urlieben Klippschliefern. Genauso wie meinetwegen jetzt Norwegen, oder Frankreich, Italien, Usbekistan, Kuba oder auch die Vereinigten Staaten, für super und megacool gehalten werden können, von dem einen oder dem anderen, aber warum sollte man diese Staaten, warum sollte man vor allem jetzt Israel deshalb lieben? Etwa wegen der „israelischen Mentalität“? Geh bitte, das meinen Sie jetzt aber nicht ernst, oder?

A propos Jerusalem, hier hab ich was sehr liebenswertes für Sie – marokkanisch:

8. Georg B. Mrozek - Dezember 11, 2019, 8:17

Also, Jim, dann künftig keine Ihrer heißgeliebten Nazivergleiche mehr mit der AfD. Wenn schon konsequent, dann bitte in beide Richtungen.

Ansonsten bedanke ich mich für Ihre Antwort, sie erspart mir, weiter auf die Punkte in Ihrem Kommentar einzugehen, da die Antwort vollumfänglich für sich selber spricht. Es ist das gleiche Dilemma mit der vergewaltigten jungen Frau, der an dem Verbrechen eine Mitschuld gegeben wird, da sie im Minirock abends um 10 Uhr alleine durch den Park nach Hause ging. Wie soll sich ein Mann denn beherrschen können? Wenn Opfer zu Provokateuren werden und Täter zu Opfer, dann sehen Sie in den Spiegel des Umgangs der medialen Welt mit Israel. Wen kümmertꞌs, was Putin oder der chinesische Regierungschef macht, was in Pakistan oder in irgendeinem der konfusen afrikanischen Staaten geschieht? Aber wehe, wenn Israel nach einem Terroranschlag nicht augenblicklich die andere Wange hinhält und auch noch die Unverfrorenheit besitzt, sich mit aller Härte zur Wehr zu setzen, dann schreien die westlichen Medien hysterisch auf und bekommen geradezu Schnappatmung vor Empörung. Das ist Scheinheiligkeit oder wertneutral ausgedrückt: ein unterschiedlicher Standard.

Dass Sie Israel nicht lieben, hätten Sie gar nicht erwähnen brauchen, zu tief frisst da erkennbar etwas an ihrer Seele. Dass Sie aber über die Liebe Anderer zu Gericht sitzen – ja, nur Sie wissen ganz genau, wer was, wen und warum „ernsthaft“ zu lieben hat – ist eine schreckliche Anmaßung eines leidenden Menschen.

Es sind die Schlimmsten, die sich hinter Worten des Friedens verstecken und Krieg meinen. Die sich Freund nennen und dir bei nächster Gelegenheit das Messer in den Rücken stoßen. Lieber den offen hassenden Menschen, da weiß man wenigstens, woran man ist.

9. Hein - Dezember 11, 2019, 8:42

Die Rolle Deutschlands, die Rolle der EU, der Unwillen, die Fakten ernstzunehmende – das alles ist nur noch beschämend.

10. Achim - Dezember 12, 2019, 0:13

@ Hein — ja ja; aber D-EUtschland betreibt mehr, als eine nicht Fakten ernstzunehmende Politik. Es ist eine skrupellos deutsche, aber ähnlich auch französische oder britische ISRAEL-feindlich pro.-islamische DOPPELBODEN-Politik. Nur betrffs meines schönes HEIMAT-Landes e k e l t mich sie viel mehr an, als bspw. auch die russische antisemitische.
– Brauchen Sie dazu Fakten von mir ?

11. Achim - Dezember 12, 2019, 0:27

Hallo @jim11111 !
Sag mal bitte,
w e r „verknüpft“ denn hier w a s ?!
meiner Ansicht nach ist es der Islam und seine Akteure selber, der sie seit Jahrhunderten — lang alleine, mal zus, mit NSlern, mal mit diversen Linken wie dem KGB oder der 2. Soz. Internationalen tut :
>>
“ Insbesondere die immer wieder anzutreffende Verknüpfung von Islam und Fanatismus und Gewalt ist hier augenfällig und übt entsprechend Einfluss auf den innerdeutschen Diskurs die Kriminalität und auch den Antisemitismus, um nur zwei Beispiele zu nennen, von Migranten betreffend, aus. Und in eben jenem Zusammenhang, möchte ich nun aber doch noch darauf hinweisen, dass der Versuch diese unseligen palästinensischen Konferenzen in Europa mit der Wannseekonferenz auf eine Ebene zu bringen, nicht nur geeignet ist, die gleichen antiislamischen Ressentiments zu bedienen, sondern darüber hinaus auch als das Bemühen gesehen werden kann, unsere eigene Geschichte, die Shoah, zu relativieren.“
– – War es beispielsweise nicht der eher linke & besonders antirassistische Barak OBAMA plus vieler/ Demokraten in seiner Gefolgschaft international, der in (der) KAIRO(-Rede) besonders den HOLOCAUST „relativierte“?! Und damit ganz auf offensiver islamischer Seite lag ?!


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s