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Davids Freitagsbild: Nachlaot Shabbat Mai 30, 2008, 12:14

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Ein Stadtteil Jerusalems, der weniger Touristen anzieht, da er sich einfach nicht leicht von außen erschließt. Nachlaot liegt zwischen Agripas und Betzalel. Von außen sieht man oft nur verdreckte Eingänge und Hinterhöfe mit Mülltonnen.  In Nachlaot treffen Gegensätze aufeinander: Neben baufälligen,  heruntergekommenen Löchern wird gerade ein elegantes, schlankes historischen Haus hinreißend renoviert. Einige Plätze sehen aus, wie aus ein ost-europäische Stetl, über dem sich dann in orientalischer Bauweise Balkon und Erker marokkanischer und yemenitischer Häuser in die Höhe strecken.

Es ist absehbar, das sich hier gewaltig viel ändern wird, denn der Stadtteil ist ein echtes Juwel. Das war er früher auch schon einmal. Ende des 19. Jahrhunderts  entstand dieser neue Stadtteil und versprach seinen
Bewohnern Zuflucht vor der überfüllten Enge der Altstadt. Nachlaot ist so der sechste Stadtteil in der ‚Neustadt‘ geworden, als sich Jerusalem Richtung Westen ausdehnte.

In den 20er Jahren kamen kurdische, griechische und syrische Familien und Nachlaot füllte sich mit mehr und mehr Flüchtlingen und wurde schließlich fast zu einem Slum. Die heute berühmte Familie Banai ließ sich hier nieder, deren Nachkommen als Musiker und Schauspieler und Künstler bekannt wurden.

1967 änderte sich die Situation schlagartig, als neue Nachbarschaften gebaut wurden. In den 80ern drohte Nachlaot sogar, zu einer verlassenen Gegend zu werden. Seit 1991 wurde wieder viel renoviert, da der Stadtteil viele junge Leute und Neu-Einwanderer anzieht, die heute den Charakter von Nachlaot prägen.

Freitagsbild Mai 23, 2008, 18:59

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Hof Habonim Shabbat

Irgendwann muss es ja kommen, das Photo vom Sonnenuntergang am Meer. Ich weiss, mehr Kitsch geht kaum. Aber nachdem das Mittelmeer so nah ist, entgeht man diesem Anblick auch schlecht. Zudem ist es auch nicht irgendein Sonnenuntergang an irgendeinem Strand an der 273 km langen Küste Israels. Das Bild ist am Hof Habonim (חוף הבונים) aufgenommen, einem Naturschutzgebiet zwischen Cesarea und Haifa.

Hier gibt es keine verdreckten Strände und Dauerurlauber in Zelten, sondern feinsten Sand, unterbrochen von spitzen, wettergemachten Steinskulpturen und sagenhafter Natur. Zum Baden eignet sich die Gegend eher nur beschränkt, denn die Küste ist im Allgemeinen recht rauh ist und ohne natürlichen Buchten oder künstliche Wellenbrecher stellt sich selten eine ruhige Brandung ein. Wer die Mühe nicht scheut, in den Naturpark zu fahren, wird dafür mit verborgenen Buchten, verlassenen, feinen Sandstränden und mit in Israel einzigartigen Gesteinsformationen belohnt. Das Bild ist schon etwas älter und mit einer inzwischen ältlichen Kamera gemacht. Eine längere Bilderserie gibt es es hier. (Bild: David)

Freitagsbilder Mai 16, 2008, 13:02

Posted by Lila in Freitagsbild.
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Leider bin ich mit der Kamera nicht sehr geschickt, darum habe ich Davids Angebot freudig angenommen, seine Bilder freitags hier reinzustellen. Er kann nämlich photographieren, und seine Bilder zeigen schöne Ecken Israels. Er schreibt auch immer einen kurzen Text dazu, und ich hoffe, meine Leser freuen sich, wenn sie auch mal was vom Land sehen sehen.

Also, der erste Beitrag von David:

Zichron Yaacov Shabbat

Binyamin Pool: Der alte Wasserturm in Zichron Ya’acov, einer
Kleinstadt in den südlichen Hügeln des Carmel. Gebaut 1891 war dieser
Wasserturm der erste seiner Art in der Region und galt als sehr
fortschrittlich, da zuvor Wasser von den Brunnen in Fässern in den
kleinen Ort transportiert werden musste, dessen rund 100 Bewohner 1882
aus Rumänien einwanderten. Der Wasserspeicher ist heute nicht mehr in
Betrieb, aber ein Anziehungspunkt für Touristen, da er genau in der
Rehov Hameyasdim liegt, die heute eine Fussgängerzone ist. Der Name
„Binyamin Pool“ (בריכת בנימין) ist eine Widmung an Baron Edmond de
Rothschild, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den Ort
investierte, Land kaufte und die ersten gemauerten Gebäude errichten
liess. (Bild: David Wolski Levi, http://rand10.net).

An dieser Stelle gibt es ab jetzt jeden Freitag ein Photo aus Israel
mit einer kleinen Story, um noch Blicke auf andere Dinge ausser
Nahost-Konflikt und weltbewegender Politik in diesem kleinen,
facettenreichen Land zu werfen.

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