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Wieder da Dezember 31, 2012, 14:51

Posted by Lila in Bloggen, Persönliches, Uncategorized.
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Die Woche ging so schnell rum, ich hab es kaum gemerkt, dass ich weg war. Ausser an der Menge Mails natuerlich, die mich nach einer Woche fast ohne Internet erwartet haben. (Die Verbindung war so unzuverlaessig, dass ich erst am letzten Tag den Dreh raushatte, in welcher Ecke und Etage ich sitzen musste, um ins Internet zu kommen…. war aber nicht schlimm, ein paar Tage ohne haben mir ganz gut getan….)

Das Wiedersehen mit allen, auch Primus. Der Aachener Weihnachtsmarkt. Der sentimentale Ausflug an die Staetten unserer Kindheit mit meinem Bruder – nur wir zwei, bis ans Grab unserer Oma. (Unser Vater hat ja sein Grab in der Ostsee.) Eine Bescherung mit diesmal tatsaechlich deutlich weniger Geschenken – wie gut, dass wir es nach so vielen Ankuendigungen endlich geschafft haben. Ein paar Besuche. Ein paarmal im Schweinsgalopp durch ein paar Geschaefte, einkaufen, was es „in Israel nicht gibt“. Und dann schon zurueck, mit Primus und Quarta. Im Flugzeug, natuerlich in der Klo-Schlange, wurde ich angesprochen, ob ich nicht die Rungholt-Dame sei. (Und kleine Panik: WAAAS, da lesen wirklich Leute mit? Oh nein!!! Sagt mir, dass das nicht wahr ist!)

Am Flughafen warteten Y., Secundus und Tertia. Ich hatte sie alle zusammen, meine Viere, wie schoen war das. Secundus‘ Geburtstag musste schnell nachgefeiert werden mit Kinobesuch und Restaurant, also sind wir auf dem Heimweg erst beim Hobbit und dann beim Pinguin eingekehrt – beides enttaeuschend. (Der Hobbit hatte aber wesentlich mehr Pluspunkte als der Pinguin – das war das letzte Mal, dass wir uns dieses Restaurant angetan haben.)

Und dann eine kurze Nacht, in der mein Schiffchen voll war und alle Betten besetzt waren und alle Kinder zuhause waren. Sonntag frueh dann waren meine zwei Soldaten schon wieder weg. Und ich musste arbeiten. Und ueberhaupt.

Ich sitz im Lehrerzimmer, um mich herum Leute, die Salat und Kekse knurpsen. Wenn ich nur gefragt wuerde, haette ich schon manche Idee zur Optimierung des Menschen, aber das dringlichste Anliegen waere eine bessere Schallisolation des Kau-Apparats. Oder Ohrenlider.

Ich mag Routine. Aus dem Gleis springen ist schoen, wieder das Gleis unter den Raedern zu spueren ist auch schoen.

Wie man Regen macht Dezember 21, 2012, 0:56

Posted by Lila in Persönliches.
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Gestern nacht habe ich in einer Mail eine Israel-Reisende, die gerade beim Kofferpacken war, beruhigt – nein, es regnet gar nicht, hoechstens ein paar Troepfchen. Bestimmt wird es eine fruehlingshafte Woche. Sprach’s und ging in den Garten, den Himmel bestaunen. Da waren die Wolken schon dick und grau, und die Troepfchen wurden Tropfen, und ueber dem Libanon blitzte es noch viel mehr als vorher.

Seitdem hat es ununterbrochen geregnet, ach was geregnet – geschuettet. In Eilon, ganz in der Naehe, sind heute 120 mm Regen gefallen. Doch es regnet nicht nur. Der Wind ist so kraeftig, dass er das Wasser durch alle Ritzen dieses alten Hauses draengt. Mehrere Fenster sind nicht ganz dicht, das wussten wir schon, aber wir haben noch nie vorher das Wasser in wilden Baechen die Wand runterkommen gesehen. Neben Tertias Tuer ist ein dicker Riss in der Wand, wo sich der neue Anbau mit dem alten Gebaeude wohl eher schlecht als recht zusammenrauft. Aus diesem Riss lief heute das Wasser, dass es nur so plaetscherte und ich dreimal wischen gehen musste.

Leo war in Panik und versteckte sich unter der Decke, die ueber die alte Couch auf dem Balkon gehoert. Eine Zeitlang blieb er da wohl trocken, aber Wind, Donner und allgemeines wildes Rauschen verstoerten ihn vollkommen. Mit Pupillen in Suppenteller-Format und wild gestraeubtem Pelz sass er dort und zitterte. Ich musste ihn gegen seinen Willen retten. Er war so durcheinander, dass er unbedingt wieder raus wollte. Erst als wir ihm eine Decke ueber die Wohnzimmercouch legten, unter die er kriechen konnte, beruhigte er sich langsam. Dabei war er nicht mal sehr nass.

Das Ende der Welt jedenfalls faengt in meinem Kraeutergarten schon mal an. Nachdem die Katzim uns Basilikum und Salbei, die sonst so Unverwuestlichen, kaputtgebuddelt und -gekackt hatten, man muss es so unumwunden sagen, hatten wir gerade bei unserem Stamm-Gartencenter in Kfar Yasif neue Pflaenzchen gekauft. Och, meinte der Gartenmann, so’n bisschen Regen macht denen nichts aus, die koennt ihr unbesorgt einpflanzen. Gesagt, getan. Jetzt schwimmen sie im Wasser. Der ganze Garten steht voll Wasser. Unter der Erde ist ja Fels, da sickert nichts ein, das muss jetzt erstmal den Weg den Berg hinab finden, katapper katapper.

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Vor Secundus‘ kleiner Terrassentuer werden die Mandarinchen schon richtig orange.

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Der Garten verwandelt sich in Pamperlacke. Ein kleines Vordach ist zusammengebrochen – war nicht schad drum.

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Wer klopfet, dem wird auch aufgetan – dieses Fenster hat dem wuesten Ansturm nicht standhalten koennen. Unter dem Fensterrahmen floss es munter direkt ins Arbeitszimmer.

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Schlammbaeche.

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In den Kraeuterbeeten links ist das Wasser in den Stunden, die seit dem Bild vergangen sind, handbreithoch gestiegen.

Der See Genezareth hat angeblich wieder gut Wasser. Natuerlich hilft ihm auch, dass inzwischen die Entsalzung von Meerwasser ordentlich angelaufen ist.

An diesen Tag werde ich mich mit Freuden erinnern, wenn es wieder so trocken und duerr ist, dass die Erde rissig und knochentrocken wird, und dass ich die Buesche waessern kann, so viel ich will – sie wollen nicht gruen bleiben. Ein Solanum hatten wir schon verloren gegeben. Es scheint zu spueren, was echter Regen ist und was nur ein schnoeder Gartenschlauch bzw das Gemuese-Waschwasser, das ich immer dem Garten spende. Nach dem ersten Regen ist er wieder auferstanden und blueht.

Alles blueht und gruent und plaetschert. Auch das Fenster zu unseren Haeupten hat eine feuchte Ecke. Y. schuettelt den Kopf, wenn er die stummen Zeugen von Pfuscharbeit sieht. Ich hoffe, dass meine Kraeuterchen ueberleben. Und morgen will ich den Gaaton angucken.

Ist mal wieder still hier, Dezember 18, 2012, 23:15

Posted by Lila in Persönliches.
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ich weiss, aber mir kommt immer das Leben irgendwie so bloed zwischen die Bloggerei, weiss auch nicht wieso.

Viel bloggen kann ich entweder zu Krisenzeiten, wenn ich den Schlaf einfach durchs Schreiben ersetze, oder wenn ich krank bin, oder wenn ich zu Krisenzeiten krank bin. Dann geht’s irgendwie am besten.

Obwohl ich jeden Tag sehe, wie immer mehr Tuerchen am Adventskalender aufgehen, ueberrascht es mich wieder mal komplett, dass wir tatsaechlich schon am Shabat losfliegen nach Deutschland. Ich war lange nicht mehr zu Weihnachten in Deutschland und bin ganz aufgeregt. Frei habe ich natuerlich nicht, es ist alles ein ziemliches Gemurkse mit Arbeit und allem, und ich muss vorher noch so viel erledigen…

Aber sonst ist alles, soweit moeglich, ganz in Ordnung. In Hebron wird wieder weniger randaliert – es waren ein paar ganz heftige Tage. Ich habe was dazu geschrieben, hab den Beitrag aber nicht veroeffentlicht – wie viel besorgte-Mama-Prosa kann die Welt vertragen, wenn so viele wichtigere Dinge auf dem Spiel stehen?

Mir blutet das Herz fuer Syrien, fuer die unschuldigen Opfer, die von beiden Seiten angegriffen, terrorisiert, ermordet und als Schutzschild benutzt werden. Ich finde es so empoerend und weiss doch nicht, was man tun sollte oder kann. Die Opferzahlen steigen, ich habe keine Worte dafuer.

Erst recht nicht fuer solche Albtraeume wie den Amoklauf an der Sandy-Hook-Schule. Das Gehirn verweigert die Aufnahme solcher Informationen. Die Vorstellung, welche Aengste und welch grausamen Tod diese Kinder haben erleiden muessen – das ist mehr, als man ueberhaupt erfassen kann. Wie koennen die Ueberlebenden weiterleben, die Angehoerigen? Man fasst es nicht.

Ich erlege mir eine Nachrichtensperre auf – aber ich habe meine ganz eigene Definition davon. Ich gucke immer auf die Schlagzeilen in Ynet, und damit lebe ich ganz gut. Zu jeder Tages- und Nachtzeit, das hilft.

Die Naechte sind uebrigens wunderschoen und klar. Nach wie vor wird hier Strom gespart, nach ein Uhr nachts geht die Strassenbeleuchtung aus. Obwohl die Nachbarn ein paar Funzeln ums Haus herum haben, bleiben die gnaedig durch die alten Baeume und Buesche verdeckt. Ich stehe fast jede Nacht mindestens einmal entzueckt im Garten und kann mich nicht an der ausgestirnten Nacht sattsehen. (Es sind die Katzen, die mich wecken – einmal nachgegeben, wenn ich eine kuehle Pfote im Gesicht gefuehlt habe, und schwupps, schon habe ich jede Nacht drei erwartungsvolle Kunden fuer naechtliche Fuetterungen und das Tuerschwellen-Entscheidungs-Spiel.)

Die Arbeit macht Spass, das Semester laeuft, ich liebe die mittleren Stunden im Mittelalter-Kurs – die illuminierten Handschriften, die ich so gern mag. Der Wiener Dioskurides und das Buch von Lindisfarne sind meine Lieblinge, aber auch die Ada-Schule mag ich. Oh, und das Rabula-Evangeliar. Sie sind alle praechtig, und die armen Studenten koennen gar nicht schnell genug lernen, immer kommt neuer Stoff. Dabei habe ich das Material inzwischen ausgeduennt, weil ich den Stoff selbst immer besser im Zusammenhang sehe und auswaehlen kann, was wirklich wichtig ist. Inzwischen sehen die Studenten auch eine Art Zusammenhang – sie bemerken sehr wohl, dass bestimmte Motive immer wiederkehren, und dadurch spinnt sich (hoffentlich) doch eine Art Narrativ in ihrem Kopf.

Zwischendurch gebe ich immer wieder private Vortraege, wo man mich ruft, da komme ich. Gestern habe ich eine Vortragsreihe ueber Byzanz angefangen – die Veranstalter waren skeptisch, als ich mit der Idee ankam, waere nicht ein anderes Thema interessanter fuer das Publikum? Ich bin froh, dass ich bei Byzanz geblieben bin. Es wurde dann naemlich doch ganz interessant, und ohne Byzanz kann man eigentlich ganz viele Sachen nicht richtig verstehen. Auch die Renaissance in Italien hat dem Komposthaufen der Geschichte, in dem auch Byzanz irgendwann vermodert ist, ueber die Gotik und dann ueber Venedig eine ordentliche Portion davon mitbekommen. Und ich seh’s einfach gern, die gluehenden, starrenden Augen mancher Heiligen, die elegant laechelnden Damen mit den schlanken Fingern und den prachtvollen Juwelen, und die wie theologische Traktate ausgeschmueckten Kirchen.

Die Vorbereitung war  hart, weil ich ja immer „wegnehmend“ arbeite. Wie man bei der Bildhauerei zwischen hinzufuegenden Techniken (Ton, Gips) und wegnehmendem Techniken (Meisseln in Stein oder Holzschnitzerei) unterscheidet, so gibt es auch bei meiner Arbeit zwei Methoden. Meine ist die arbeitsintensivere. Ich stopf erstmal ALLES, was zum Thema gehoert und was ich, wenn ich Zeit und Raum genug haette, wuerde erwaehnen wollen, in  mein Konzept und arbeite es aus… dann speichere ich es als Themensammlung ab. Und dann nehme ich ruchlos fast alles wieder raus. Aber wie ich immer sage, man kann nicht nur einen Loeffel voll Suppe kochen, sondern einen ganzen Topf voll, und man kann auch einen Vortrag oder einen Kurs nicht klein planen. Erst wenn ich ganz Byzanz vor mir bluehen und vergehen sehe, dann kann ich waehlen, welche Kirche, welches Elfenbein-Diptychon, welche Handschrift und welches Mosaik ich zeigen moechte.

Aber ich mag meine Arbeit sehr gern und staendig schwirren mir die Themen im Kopf herum und entwickeln sich und stossen zusammen und dann gibt’s Funken und Knall und sie entfernen sich wieder voneinander. Na ja, so eine Art mentaler screen saver. Nur dass am Ende doch was dabei rauskommt an Ideen. Und meist kann ich die Ideen auch ganz gut verwerten. Gut fuer mich. Nicht gut im Sinne von akademischer Verwertung. Ich bin keiner der akademischen Metzger, die jedes quiekende Ferkel vom Schnaeuzchen bis zum Ringelschwaenzchen nutzbringend verwursten und unters Volk bringen koennen.

Na, genug von der Arbeit.

Ich moechte mir ein bisschen Klamotten kaufen fuer Deutschland – ich laufe hier in Israel ja immer mit langen Roecken rum, die ich in Laeden fuer religioese Juedinnen kaufe, und damit falle ich hier ueberhaupt nicht auf. Diese konservativ-fromm wirkende Kleidung geht in Israel einfach als Stil durch, das kennt man hier. Ich glaube, fuer Deutschland muss ich mich anders anziehen – die deutschen Frauen tragen doch sehr viel Hosen im Winter, oder erinnere ich mich falsch? Meine Mutter findet es schrecklich, wenn ich mich anziehe wie eine Gutsfrau, die zu oft Herr der Ringe geguckt hat, aber ich bin ganz froh drum, dass mein ehrwuerdiges Alter mich von dem Zwang befreit, auszusehen wie andere auch. Ich bin bereit, ins Fach „durchgedrehte Alte“ zu wechseln, aber ich will meiner Mutter auch nicht peinlich sein. Also, fuer Tips, was „man“ im Moment so traegt in Deutschland, wenn man keinen Anstoss erregen will, und wenn man das Format einer wuerdevoll dahinsegelnden Fregatte hat, bin ich jederzeit dankbar.

Tja, so geht’s wieder alles durcheinander, das Schlimme mit dem Banalen. Und ich habe noch gar nichts zu den Vorwehen der Wahlen zur Knesset gesagt – eine qualvollere Austreibungsphase kann man sich kaum ausmalen. Und am Ende werden wir dieselben Leute, plus minus Zachi Hanegbi, in der Knesset sitzen haben. Die Dramen, an denen sich die politischen Kommentatoren ergoetzen, ermueden mich. Wenn Politiker mir jahrelang erklaeren, dass sie aus reiner Treue zu ihren Grundsaetzen immer schon in der Plattfuss-Partei waren, und dann kurzentschlossen in die Huehneraugen-Partei wechseln, wenn es bei den Plattfuessen karrieremaessig doch nicht so fluppt – dann helfen keine Gesundheitsschuhe mehr, es ist ein Trauerspiel des Opportunismus. Ein andermal vielleicht mehr dazu.

Und jetzt gute Nacht. Morgen ist noch so ein doofer Alles-auf-einmal-Tag.

Habt Ihr eigentlich schon Weihnachtsgeschenke? Ich nicht….

Frage an meine Leser aus Berlin Dezember 9, 2012, 14:43

Posted by Lila in Persönliches, Rat und Tat.
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Wie viel muss man fuer ein durchschnittliches Abendessen in einem netten, nicht fancy und nicht schaebigen Restaurant in Berlin pro Person rechnen? Wir wollen den Studenten ungefaehre Anhaltspunkte geben.

Die guten Tips von vor zwei Jahren, oh, fast drei Jahren!, sind nicht vergessen. Die sind alle noch in der Liste. Ueber Updates aller Arten freuen wir uns. Diesmal sind die Studenten juenger und vermutlich haben sie weniger Geld zur Verfuegung als die Lehrer in der Weiterbildung, mit denen wir 2010 gefahren sind.

Danke!!!

 

PS: Beim Lesen der vielen guten Tips von damals kriege ich das Beduerfnis, meine Leser mal so richtig zu knuddeln! Das passiert mir hoechst selten!! Rette sich wer kann!!!

Nicht vergessen Dezember 8, 2012, 12:47

Posted by Lila in Kinder, Persönliches, Uncategorized.
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Glueckliche Abende so wie gestern. Draussen rauscht der Regen, seit zwei Tagen fast ununterbrochen, die Katzen kommen empoert und gekraenkt von ihren Ausfluegen wieder und schuetteln die Regenperlen vom Pelz. Auf dem Tisch brennen Kerzen – die Pyramide und der Adventskranz. Quarta lernt die Weihnachtsmaus auswendig, Tertia mit ihrem messerscharfen Gedaechtnis souffliert ihr.

Die Drei luemmeln sich auf Couch und Sessel, gucken alte Folgen von „Friends“, die hier en bloc ausgestrahlt werden, und kichern entzueckt, auch Secundus. Um zehn Uhr haben sie auf einmal Nachthunger, und ich stelle mich tatsaechlich noch mal in die Kueche und mache ihnen was im Wok, das moegen sie so gerne. Danach wollen sie Eis-Schokolade, kriegen sie auch.

Als die Maedchen ins Bett gehen, liegt Secundus noch auf der Couch und sieht Bundesliga. Quarta guckt auf die Tabelle der Bundesliga-Spiele und lacht sich kaputt, wie Moenchengladbach auf Hebraeisch aussieht – als haette jemand einfach mal wild auf die Tasten gehauen, MNSCHNGLDBCH. Ich wiederum lache, als ich die Liste der englischen Liga sehe und mir vorstelle, wie ein Israeli, der sein Englisch vergessen hat, Niyukassl aus dem Hebraeischen konstruiert. Secundus ist froh, als er uns los ist.

Bestimmt schlaeft er wieder auf der Couch ein. Mir soll’s recht sein. Er erzaehlt, er lacht, er ist vergnuegt, er hat Berge von Waesche mitgebracht. Er hat schwierige Erlebnisse – viele der Autounfaelle, zu denen er gerufen wird, enden mit Toten, sehr oft mit toten Kindern. Palaestinensische Kinder, von denen viele nicht angeschnallt waren. Das ist bitter fuer die Rettungskraefte, und sehr traurig zu hoeren. Aber es ist gut, dass er erzaehlt, und dass er, soweit ich es beurteilen kann, eine Balance haelt zwischen Empathie fuer die Menschen, die er behandelt, und professionellem Abstand.

Naechste Woche faengt sein Kurs an, eine Weiterbildung. Dann ist er erstmal in Rishon, aus den Gebieten weg. Danach in den Golanhoehen, genau da, wo sein grosser Bruder war (und wo regelmaessig Geschosse aus Syrien fallen). Aber nur noch eine Woche Hebron. Fast, fast, fast bin ich erleichtert – ohne boesen Blick natuerlich, tfu tfu tfu.

Bald ist Chanukka-Abend da… Dezember 7, 2012, 17:27

Posted by Lila in Land und Leute, Persönliches.
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(Hier gefunden, gleich meinem Mann gezeigt)

Leseempfehlung Dezember 7, 2012, 9:22

Posted by Lila in Bloggen, Presseschau.
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Ein grundlegender Text von Richard Landes zum Thema Anti-Judaismus, Anti-Semitismus, Anti-Zionismus und dem ganzen Stimmungsbild, das dazugehoert. Dabei betont er besonders das Konzept der „moralischen Schadenfreude“, das Israel gegenueber oft zum Vorschein kommt.

Tatsaechlich habe ich dieses Suchen nach moralischer Ueberlegenheit in Gespraechen, sowohl hier im Blog als auch „live“, oft bestaetigt gefunden – das selbstgefaellige Laecheln, wenn man Israel der Unmenschlichkeit „ueberfuehren“ kann, und die obsessive Suche nach Beweisen fuer diese Unmenschlichkeit. Landes greift zu drastischen Metaphern, die in einem Vortrag vermutlich staerkere Wirkung haben als bei einem geschriebenen Text, wo sich die Metaphern irgendwann ins Gehege kommen und, zumindest in meinem Kopf, unstimmige Bilder erzeugen. Aber in der Sache ist seine Analyse, meiner Erfahrung nach, korrekt.

Take the case of Muhammad al Durah, the nuclear bomb of Jihadi cognitive warfare, the first blood libel of the 21st century, the first spread by an identified Jew, the first post-modern blood libel. Europeans loved this story: “This picture erases, replaces the image of the boy in the ghetto.” From a moral point of view, it’s hard to imagine a more deranged statement. Only when one realizes that al Durah was Europe’s get-out-of-Holocaust-guilt-free card does such “logic” make sense.

Hence let me introduce the term Moral Schadenfreude: it is the core of the anti-Judaism I discussed above. It designates the thrill (frisson) that accompanies the ability to accuse Israel, to knock it off its moral pedestal, to announce (as one of my friends did repeatedly in the years after al Durah) “this time Israel’s lost the moral high ground.” Somehow there is a great pleasure that accompanies inflicting moral pain on the Jews. Somehow one gets great pleasure from being able to say, “You Jews, two thousand years you suffered persecution and no sooner do you get power, but you turn around and do it to the poor Palestinians. You’re just as bad as everyone else (off the pedestal), you’re as bad or worse than the Nazis (sadistic version).”

Und wenn man Israel sonst nichts vorwerfen kann, dann wirft man ihnen eben vor, dass sie Wohnungen auf umstrittenem Gebiet bauen – als ob je ein Hahn danach gekraeht haette, in welchem Teil Zyperns Tuerken siedeln, wobei sie die einheimische Bevoelkerung vertreiben. Arme Zyprioten, wenn es mal einen Artikel darueber gibt, wird selbst das Wort „Siedler“ in Anfuehrungszeichen gesetzt, denn man weiss doch: so richtige Siedler gibt’s eben nur in einer Ecke der Welt.

Bei Wikipedia allerdings fehlen die Gaensefuesschen, und da liest man:

Estimates state that 36,000 (about 1/3) Turkish Cypriots emigrated in the period 1975-1995, with the consequence that within Northern Cyprus the native Turkish Cypriots have been outnumbered by settlers from Turkey.

In 2010, the International Crisis Group estimated that the total population of Northern Cyprus was 300,000, perhaps half of which were either born in Turkey or are children of such settlers.[74] One source claims that the population in the north has reached 500,000,[75] split between 50% Turkish Cypriots and 50% Turkish settlers or Cypriot-born children of such settlers.

Donnerwetter. Wann habt Ihr das letzte Mal davon gehoert, dass in Nordzypern gesiedelt wird? Und dort ist der Fall, im Gegensatz zu den von Israel besetzten Gebieten, rechtlich vollkommen klar.

(Ich darf daran erinnern, dass Israel die Gebiete den Jordaniern abgenommen hat, die sie nicht zurueckwollten. Es ist ja nicht so, als haette es dort vorher einen Staat Palaestina gegeben, den man nur wiederherstellen muesste. Und es ist ja auch nicht so, als haette Israel die Verhandlungen verweigert – ich weise wieder mal auf die Beschluesse von Khartoum hin, die in Deutschland ziemlich unbekannt zu sein scheinen. Die anti-israelische Lesart kennen alle – aber die andere sollte man sich schon mal zu Gemuete fuehren, auch wenn man, wie ich, die Besatzung gern friedlich beendet saehe. Aber so einfach ist es eben nicht.)

Kurz, es wird mit der Lupe nach Aktivitaeten Israels gesucht, die man als moralisch verwerflich deklarieren kann, selbst Defensivmassnahmen wie ein Zaun zur Terrorabwehr und Checkpoints zur Kontrolle. Wenn man dann positive Dinge erwaehnt, kommt als Antwort nur knapp, „das ist selbstverstaendlich“. Dem Gazastreifen medizinische Hilfe und Lebensmittel schicken, waehrend in Israel noch die Raketen fallen? Selbstverstaendlich. Den Gazastreifen umsonst mit Strom versorgen? Selbstverstaendlich. Israelische Sanitaeter wie meine Soehne retten taeglich palaestinensische Menschenleben? Selbstverstaendlich. Nicht der Rede wert.

Israel muss einfach, damit diese Art Israel-Kritiker ihre Ruhe hat, moralisch im Minus bleiben. Da werden Terroristen als Zivilisten gezaehlt, damit man ihren Tod bedauern kann, und Aggressionen gegen Israel heruntergespielt, damit man Israels Gegenwehr als unverhaeltnismaessig verurteilen kann. Und immer, immer wird moralisch argumentiert.

Wohlgemerkt nur Israel gegenueber – wo waeren die Palaestinenser, wenn man sie nach denselben strikten Massstaeben beurteilte? Aber wenn man Israel als die Staerkeren, Ueberlegenen, eigentlich nicht Bedrohten, als die Paranoiden und Agressiven castet, dann handelt die andere Seite eben nur aus Verzweiflung und ist damit moralisch entlastet. Und jeder weiss doch, dass verzweifelte Menschen nun mal Schulbusse in die Luft sprengen und Babies im Schlaf erstechen – das ist doch ueberall so, nicht wahr? So bleibt die Bilanz immer schoen unausgeglichen.

Der Holocaust-Komplex muss wirklich sehr tief sitzen, wenn Landes Recht hat und dieses Beduerfnis nach moralischer Argumentation wirklich eine Reaktion auf die jahrhundertalte, brutale Repression der Juden in Europa darstellt, von deren beschaemender, quaelender Erinnerung man sich befreien will, indem man nachtraeglich die Juden de-humanisiert.

Sehr deprimierende Lektuere fuer einen Freitag-Morgen.

Ein Schelm… Dezember 6, 2012, 19:48

Posted by Lila in Presseschau.
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… wer sich was dabei denkt.

Die Tagesschau feiert sich selbst. Sechzig Jahre sind ja auch sehr huebsch – wer in Deutschland aufgewachsen ist, hat vermutlich wie ich Erinnerungen an die Kindheit und das seltsame Ritual des Vaters, der partout jeden Abend dieses langweilige Zeug hoeren will.

Jedes Jahrzehnt ist durch ein Filmchen repraesentiert, sehr, sehr interessant.“Vier kleine Negermaedchen“ wuerden heute auch nicht mehr vorkommen.

Der Nahe Osten kommt immerhalb in vier der sechs Clips vor, dabei zweimal an erster Stelle. Faellt schon irgendwie auf… kein Wunder, dass deutsche Zuschauer und Zeitungsleser nichts mehr davon hoeren wollen. Immer diese Unruhestifter da unten 🙂

Anstand und Wahrheitsliebe Dezember 6, 2012, 19:03

Posted by Lila in Presseschau.
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Zwei Geschichten (fuer beide lohnt es sich, Google Translate zu installieren oder zu benutzen). Die eine ist widerlich, die andere eher komisch.

1.

Die Palestine Times behauptet, dass Soldatinnen der Karakal-Einheit sich am Grenzzaun zu Gaza entbloessen, um die Maenner dort zu provozieren und zu verfuehren. Die Phantasiewelt dieser Ekeltypen ist wirklich unfassbar. Das haetten sie wohl gern – nachdem eine Diplomarbeit ausgerechnet in Jerusalem zu dem Schluss gekommen ist, dass israelische Soldaten so rassistisch sind, keine arabischen Frauen zu vergewaltigen, auch wenn sie koennten, waere das ja geradezu eine Ehrenrettung.

Elder of Zion, bei dem ich dieses Stuecklein Dreck und Heimtuecke gefunden habe, fuegt einen kleinen Film zu den Karakal-Soldatinnen an.

Einfach nur ekelerregend, wie immer wieder sexuelle Vorwuerfe in den Konflikt gemischt werden. Mal sind es von Israel auf den Markt geworfene Kaugummis, die Gazaner geil machen soll, waehrend ebenfalls von Israel lancierte Guertelschnallen die Frauen im Gazastreifen unfruchtbar macht. Beweise: keine, aber man braucht auch keine, um so eine Luege in allen internationalen Medien loszulassen. Ich frag mich nur, wann SPon auf die Geschichte aufspringt.

2.

Im Sudan ist, ihr werdet es nicht glauben, ein Falke entdeckt worden. Nicht etwa ein normaler, harmloser Falke, der sich einfach die Welt von oben angucken wollte, immer auf der Suche nach einem leckeren Haeppchen – sondern ein tueckischer, gefaehrlicher Spion, der von wem????? ihr ahnt es schon, vom Mossad, abgerichtet und mit einer Mini-Kamera versehen wurde. Satelliten sind ja so ungenau und unzuverlaessig, man kriegt ja anders leider keine Luftbilder, als Falken zu dressieren und auf die Reise zu schicken.

Beweis: an der Kralle des Tiers fand sich ein Ring aus Metall, der mit den Inschriften „Hebraeische Universitaet Jerusalem“ und „Amt fuer Naturschutz“ versehen war.

Oh wie gruselig. Jetzt muessen sie nur noch den Albatros mit Kipa finden, der die Waffenfabrik bombardiert hat.

mossad albatros

Ja, das sind so die Geschichten, die einfach so in die Welt gesetzt werden. Und bestimmt finden sich irgendwo Leute, fuer die israelische Soldatinnen verworfene Flittchen sind und israelische Naturschuetzer und -forscher willige Instrumente des Mossad. Denn merke: Israel ist alles, alles, alles zuzutrauen.

Gemeinsame Werte, gemeinsame Ziele Dezember 4, 2012, 18:17

Posted by Lila in Presseschau.
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Der freundliche, offenherzige Herr ist Abbas Zaki von der Fatach. Ja, genau, von DER Fatah, der gemaessigten, die der SPD so gut gefaellt.

Die Generalsekretärin der SPD, Andrea Nahles und der stellvertretende Vorsitzende der Kommission für Internationale Beziehungen der Fatah, Dr. Husam Zomlot, haben sich heute im Willy-Brandt-Haus getroffen.

Beide Parteien bekräftigten ihre gemeinsamen Werte, ihr gemeinsames Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung und ihre Überzeugung, dass nur auf politischem und gewaltfreiem Weg dieses Ziel im Einklang mit dem internationalen Recht verwirklicht werden kann.

Das Interview ist vom September 2011, es kann also keiner sagen, dass es nicht aktuell ist – oder dass man es nicht kannte.

Israel sagt schon seit Jahrzehnten, dass es nicht reicht, englischsprachige Lippenbekenntnisse zur Kenntnis zu nehmen. Auf Arabisch klingt es dann ganz, ganz anders.

Fragt sich manchmal jemand, warum solche Perlen nur im Internet kreisen, von den Medien aber mit Schweigen uebergangen werden? Auch bei uns ist das kein Thema.

Quelle

Und da sind wir wieder Dezember 4, 2012, 16:22

Posted by Lila in Persönliches.
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Die naechste haessliche Wolke braut sich schon am Horizont zusammen. Nicht als ob ich was gegen Wolken haette – die fetten, feuchten, fransigen Regenwolken, die den ganzen Tag vom Meer her ueber unser Haus ziehen, die finde ich wunderbar, und meinetwegen koennen sie weiterrollen bis zu meinem Geburtstag (Ende April).

Aber ich lese  mit grossem Unbehagen, dass die USA ein Eingreifen in Syrien planen. Oh ja, es ist richtig, dass dort endlich etwas geschehen muss, das Morden muss aufhoeren. Die Nachrichten von dort sind todtraurig und grausam, bis weit ueber den Rand des Unertraeglichen. Dass keine 50 km von mir entfernt unschuldige Zivilisten, darunter Schulkinder, gefoltert und ermordet werden, verfolgt mich, und ich denke dauernd daran. Ich entnehme deutschen Leserkommentatoren, dass zumindest ein Teil des deutschen Lesepublikums ueberzeugt ist, nur Greuelmaerchen untergeschoben zu bekommen, aber nach allem, was man ueber Assad den Aelteren und den Juengeren weiss, kommt mir nichts daran maerchenhaft vor.

Dass die Rebellen, in einer Kultur der Gewalt aufgewachsen, nun selbst mit Brutalitaet kaempfen, kann niemanden ueberraschen. Eine Tragoedie, was in unserem Nachbarland abgeht. So gesehen ist es an der Zeit, dass jemand eingreift. In Libyen hat es viel weniger lange gedauert – ein Schelm, wer da ueber Gruende nachdenkt. Libyen faellt ins Chaos, und keiner guckt mehr hin.

Aber so sehr ich mich meiner egoistischen Sorgen auch schaem, so unbehaglich wird mir beim Gedanken an die chemischen Waffen, die Assad schon auf uns gerichtet hat. Er hat ja schon oft genug gedroht, dass er bei einem amerikanischen Angriff erstmal auf uns feuert, was er hat. Und ich nehme an, er hat einen Sammeltrieb – so wirkt er zumindest.

Wir haben keine Gasmasken mehr. Mein Mann hat geschworen, schon nach den Angriffen von Saddam Hussein, als bei uns im Schlafzimmer das Fensterglas schepperte und die leichtsinnige Jugend auf dem Huegel sass, um das Feuerwerk anzugucken, dass ihn keiner mehr veraeppelt (er hat einen drastischeren Ausdruck benutzt). Ich habe damals wie alle anderen Frauen die Fenster mit Tesakrepp abgedichtet, Wasser und Konserven gehortet und brav Baby Primus in sein durchsichtiges Zelt gesteckt – wo er haette ersticken koennen, wie sich nachher herausstellte.

Bei den Wellen von ABC-Angriffs-Sorgen, die seither regelmaessig durchs Land rollen, haben wir uns verweigert. Y. hat unsere Ausruestung zurueckgegeben und die Annahme von neuen Masken verweigert. Er sagt, er zieht vor, schnell zu sterben als langsam, und dass man bei einem direkten Angriff auch durch Gasmasken nicht geschuetzt ist, weil Sarin und andere Nervengifte den ganzen Koerper angreifen, nicht nur durch die Atemwege.

Sehr beruhigend.

Ich habe die Woche der Aengste um Secundus und Tertia und die Trauer um die sinnlos gestorbenen Menschen noch nicht verkraftet, die Sorge um den eventuellen Beginn einer neuen Terrorwelle, dann die toerichte  unilaterale Aufkuendigung der Osloer Vertraege durch die Palaestinenser und Israels m.E. nicht weniger toerichte unilaterale Antwort (das eine begleitet von Jubel und standing ovations, das andere von Pfeifkonzerten und internationaler Empoerung) – und schon kommt die naechste Sorge.

(Meine Meinung zum neusten Bibi-Lieberman-Debakel habe ich in den Kommentaren zu diesem Eintrag niedergelegt, weil ich eigentlich gar keine Zeit zum Bloggen habe und mir vorgenommen hatte, den Mund zu halten, aber….)

Die Einen meinen, wir haben Grund zur Sorge, die anderen belaecheln das. Mein Mann gehoert zu den letzteren, er haelt einen Angriff fuer sehr unwahrscheinlich. Niemand von uns hat die Moeglichkeit, selbst zu ueberpruefen, was nun stimmt, und was uns bevorsteht. Ich kann nur meine Lenden guerten und abwarten. Aber vom dauernden Guerten der Lenden ist der Guertel schon ziemlich abgewetzt.

Ehrlich, wie lebt es sich in Sicherheit? Wie wuerde mein ziemlich verhaermtes Gesicht aussehen, wenn ich es im milden Klima und der relativen Sorglosigkeit meiner alten Heimat gen 50. Geburtstag geschleppt haette? Spinne ich, dass ich trotzdem an dem Land haenge und den Menschen und es immer noch fuer wert halte? Die Diskrepanz zwischen der Idylle meines Alltags- und Familienlebens und dem unteriridschen Grollen, das uns staendig begleitet, ist schwer zu beschreiben. Es lebe die Verdraengung – das Wechselgeld krieg ich in Form von Sorgenfalten und schlaflosen Naechten heraus.

Mutterliebe Dezember 2, 2012, 20:03

Posted by Lila in Land und Leute.
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A yidishe Mame – und a shahidische Mame. Es geht doch nichts ueber Mutterliebe, wie das Sprichwort sagt…

(Immer wenn ich a yidishe Mame hoere, denke ich daran, wie meine Schwiegermutter und ihre Geschwister das Lied ueber dem frischen Grab ihrer Mutter gesungen haben – das war eine yidishe Mame, wie sie im Buche steht….)

(Und der Fairness halber erwaehne ich noch das Selbstverstaendliche – dass die shahidischen Muetter hoffentlich nicht die Mehrzahl sind, und sich bestimmt die meisten arabische Muetter ueber ihre Kinder werfen, wenn sie in Gefahr sind.)

Quelle

Alles Definitionssache Dezember 2, 2012, 16:29

Posted by Lila in Presseschau.
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Elder of Zion unterzieht sich der lobenswerten Aufgabe, ein paar der im Gazastreifen von Israel getoeteten Zivilisten einem breiteren Publikum vorzustellen.

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Ich begnuege mich nur mit ein paar Bildern, aber wer mehr ueber die harmlosen Buerger lesen moechte, deren Tod so viele Zeitungsleser in aller Welt empoert hat, der muss das bei Elder tun. Denn ich erwarte nicht, dass die Zivilisten-Zahlen, die man so naiv vom PCHR uebernommen hat, nun von den Medien ueberprueft oder korrigiert werden. Wozu auch? Das Ergebnis koennte ja unerwuenschte Folgen haben: zum Beispiel die Erkenntnis, dass nicht jeder, der vom PCHR Zivilist genannt wird, auch tatsaechlich einer ist.