jump to navigation

Auch eine Art Vergnügen Mai 31, 2009, 18:00

Posted by Lila in Kibbutz, Kinder, Katzen.
comments closed

Die Mädchen gucken gern eine Koch-Sendung im Fernsehen, aber nur, weil sie sich vor dem Mann grausen, der die seltsamsten Rezepte mit seinen haarigen Pfoten anrichtet. Ich höre sie kichern und sagen, „würdest du das essen?“ „iiih, und dann tut er da noch Pinienkerne rein, das paßt ja gar nicht“, „guck mal, der leckt erst den Löffel ab und steckt ihn wieder in die Sauce“, „das kann nicht lecker sein“,…. und ich muß mitlachen.  Diese Mädchen, das haben sie von keinem Fremden. Ich würde ja selbst nichts anrühren, was dieser Kochkerl angefaßt hat.

Mehr Musik Mai 28, 2009, 14:38

Posted by Lila in Muzika israelit.
comments closed

von Secundus ausgewählt.

Ivri Lider, Zachiti le-ehov

Yehuda Poliker, Dvarim she-raziti lomar (Dinge, die ich sagen wollte)

Beri Sahkarof, Nitzotzot (Funken)

Harel Moyal, Simanim (Zeichen)

Bet ha-bubot, Sigapo

und von mir:

Leah Shabat, Tamid ychaku lcha (Werde immer auf dich warten)

Ich habe einen schönen Nachmittag hinter mir Mai 27, 2009, 23:16

Posted by Lila in Kibbutz, Kinder, Katzen.
comments closed

Mein Primus ist endlich wieder zuhause, bis Sonntag! Drei Wochen hatte ich ihn nicht hier. Er hat mir viel erzählt. Seine Geschwister haben ihn mit Jubel begrüßt. Dann habe ich mit Tertia fleißig Geschichte geübt, dabei kann ich ihr wenigstens helfen.

Meine Methode ist unkonventionell, hilft ihr aber sehr: wir basteln zusammen eine illustrierte PowerPointPräsentation des Themas, am liebsten mit Humor. Beim Zusammenstellen müssen wir knapp formulieren und schöne Bilder suchen und uns auch überlegen, was wo hingehört. Und am Ende stellt Tertia überrascht fest, daß sie jetzt tatsächlich alles versteht, was zum Thema in ihrem Geschichtsbuch und ihren Notizen steht. Und das ohne Pauken und ohne Schmerz. Und da sie die Präsentation ja gespeichert hat, kann sie ihr Gedächtnis ganz leicht auffrischen.

Wir haben ja im Lauf des Schuljahrs ein paar Themen so vertieft, und die hat sie toll im Gedächtnis behalten. Mein bebilderter Vergleich zum Thema Industrielle Revolution – ein Tag im Leben eines Schusters, ein Tag im Leben eines Arbeiters in einer Schuhfabrik – ist ihr so im Gedächtnis geblieben, daß sie ihn immer vor Augen hat, wenn jemand davon spricht.

Dann das Fußballspiel, das wir alle zusammen gucken wollen. Tertia machte sich als erste davon und verschwand mit einem Buch im Bett, Secundus wollte es dann doch mit seinen Kumpeln im Clubhaus sehen, Y. wankte todmüde in sein Bett, aber Primus und Quarta blieben wacker dabei. Primus trank Bier, Quarta Malzbier, und sie saßen auf der Couch, knackten Sonnenblumenkerne und fachsimpelten über Messi. Als Primus dann irgendwann in seine Wohnung ging, wollte Quarta ihn gar nicht gehen lassen. Er ist so ein netter großer Bruder, die Mädchen hängen sehr an ihm. (Zu Secundus´ zahlreichen Tugenden zählt Liebe zu seinen Schwestern leider nicht.)

Primus hat morgen übrigens Damenbesuch (sehr nette Dame, wir kennen sie schon lange). Beim Abschied nahm er mich in den Arm und meinte, danke für meine Tips bei der delikaten Behandlung dieser jungen Dame, und alle meine Tips haben sich wunderbar bewährt. Oh, und meine Salbe für die Wunde an seinem Fuß hat auch geholfen. Und zuhause ist es doch am besten.

Jetzt habe ich noch todesmutig einen Kakerlaken vor die Tür gesetzt (hoffentlich kommt der nicht aus lauter Dankbarkeit wieder) und gehe selbst schlafen. So könnte jeder Tag sein, friedlich und alle Entchen in Reichweite. Das würde Mama Ente gefallen.

Abikinder Mai 25, 2009, 18:41

Posted by Lila in Kibbutz, Kinder, Katzen, Muzika israelit.
comments closed

Mein Ältester (der heute neunzehn wird, mit dem ich nicht mal sprechen konnte, und sagt nichts zu dem Thema, sonst fange ich auf der Stelle an zu heulen!!!) hat sein Abi ja mit Nonchalance gemacht, und sein Bruder folgt ihm. Secundus ist jetzt in der 11 und Tertia in der 10, und da hier nur 12 Schuljahre sind, sammeln beide bereits Punkte fürs Abitur. Zentralabi wohlgememerkt.

Nun, Tertia spricht schon seit Wochen von den Vorbereitungsklausuren (die sie gut überstanden hat, eine sogar sehr gut) und hat sich auf die heutige echte Abiklausur in Mathe richtig gründlich vorbereitet. Y. und ich haben uns nur beeindruckt angeguckt, als sie mit gerunzelter Stirn zwischen Bergen von Büchern und Notizen verschwand. Ruhig jetzt, Eltern! Ja, ja, wir sagen ja nichts mehr.

Gestern abend unterhielt ich mich mit ein paar Kolleginnen. Am Zentrum für Hochbegabten-Erziehung arbeite ich ja witzigerweise mit lauter NaturwissenschaftlerInnen und Mathematikerinnen zusammen. (Die Mathematikerinnen sind Russinnen.) Eine der Mathematikerinnen unterrichtet auch an einer Schule in Haifa. Sie meinte, ach die Abiklausur morgen, wie viel Arbeit das jedes Jahr macht, so eine Abiklasse! Ja, ich meinte, meine Tertia schreibt ja morgen auch. Und sie fragte: hast du nicht auch einen Sohn in der 11? Die sind morgen auch dran.

Ach wirklich? Ich fragte ihn also beim Nachhausekommen: schreibst du morgen nicht eine Abiklausur in Mathe? Und sagte ganz wegwerfend, na und? Das ist doch nicht der Rede wert.

Wie können Kinder nur so unterschiedlich sein? Bei beiden ist es übrigens miserabel gelaufen. Tertia macht sich Vorwürfe, daß sie nicht den richtigen Stoff gelernt hat und überhaupt am falschen Ende angefangen hat. Secundus meint, die Lehrerin ist eine pustema und sie hat ihnen nie beigebracht, was in der Klausur drankam….

Ich warte mal auf die Noten, um Selbst- und Fremdeinschätzung zu überprüfen.

PS: Secundus schickt Musik.

Arkadi Duchin, Ein Zimmer für mich allein. (Video ist nicht, also einfach hören.)

Schade, Mai 24, 2009, 0:14

Posted by Lila in Presseschau.
comments closed

daß ich nichts zum Mord an Hariri geschrieben habe. Denn sonst könnte ich jetzt sagen: ich wußte es doch. Obwohl ich es natürlich nicht wußte, es hätte auch Syrien gewesen sein können und es ist sowieso noch nicht ganz raus.

Wetten wir, daß trotzdem die meisten Libanesen und vermutlich auch Europäer glauben, Israel hat den Mann auf dem Gewissen? Denn Nasrallah behauptet es. Ja, er hat ganze wunderbare Theorien dazu.

Israel wanted to avenge „its humiliating withdrawal“ from Southern Lebanon in 2000, Nasrallah said.

Ich wünschte, das würde größere Schlagzeilen machen, und Zeitungsleser würden endlich mal begreifen: wenn Feinde Israels wie Nasrallah lauthals Israel etwas in die Schuhe schieben wollen – dann besteht große Wahrscheinlichkeit, daß sie es selbst getan haben. Wenn ich hier mal so keck verallgemeinern darf.

Hier der Artikel im SPon:

Nach neuen Erkenntnissen waren es nicht Syrer, sondern Sondereinsatzkräfte der libanesischen Schiiten-Organisation Hisbollah („Partei Gottes“), die den Anschlag geplant und durchgeführt haben.
Tribunal-Chef Bellemare und seine Richter wollen diese Erkenntnisse, die ihnen seit etwa einem Monat bekannt sind, offensichtlich zurückhalten.

Und da stellt sich doch die Frage: warum? Nun, warten wir´s ab.

Ernst ist das Leben, heiter die Kunst Mai 23, 2009, 23:35

Posted by Lila in Kunst.
comments closed

Meine Unterrichtsreihe über Gefühle in der Kunst ist fast zu Ende. Jede Stunde stand unter dem Zeichen eines anderen Gefühls: romantische Liebe, Lust, Eifersucht und Rivalität, fromme Gefühle, Angst und Schrecken, Hysterie und Hypochondrie – jedesmal habe ich versucht, die einzelnen Aspekte zu zeigen. So ist ein grundlegender Unterschied, ob ein Kunstwerk ein Gefühl zeigt oder auslöst oder beides. Manche Gefühle sind tabu, manche werden gern allegorisch gezeigt oder in Narrative verpackt, manche sind hochdramatisch und andere sind kaum zu entschlüsseln.

Die vorletzte Stunde ist dem Glück gewidmet. Natürlich ist es viel, viel schwerer, Glück in der Kunst zu verorten als Angst. Ich suche so herum, seit Wochen schon, und habe eine ganze Sammlung von Bildern und auch Skulpturen, die Glück ausstrahlen. Bilder von lachenden Leuten – damit fange ich an. Lachende oder lächelnde Gesichter in der Kunst sind oft ein bißchen irre, oder beschwipst, oder zynisch, oder melancholisch.

Liebende, ja, die sehen schon glücklicher aus, aber oft auch ein bißchen wistful (und die Kunst bevorzugt sowieso mehr oder weniger dramatische unglückliche Liebende, ob Dido oder Ariadne oder Mr and Mrs Clark). Ruhige, stabile Ehepaare, mit oder ohne Kinderschar, strahlen zwar auch Glück aus, aber es ist mehr von der unaufregenden, stillvergnügten Art.  Auch Kinder sehen oft glücklich und vertrauensvoll aus, aber der Betrachter weiß, daß Kinder sehr unglücklich sein können und das Vertrauen der Kindheit schnell und unwiderruflich verlorengeht… weswegen das Glück auf gemalten Kindergesichtern ein bißchen wehmütig stimmt. Na, mich zumindest.

Interessanterweise fand ich die glücklichsten Gesichter bei Menschen, die Musik machen. Das hab ich nicht erwartet, und ich habe keine Ahnung, was ich mit dieser rein subjektiven Erkenntnis anfangen kann.  Die Musik legt einen Schimmer von Glück über die Gesichter, der ansteckender wirkt als alles andere. Nur die Bilder von arbeitenden Menschen (denkenden Männern, stickenden oder klöppelnden Frauen) haben einen ähnlich versunkenen, still glücklichen Ausdruck.  Aber die Musik scheint noch etwas hinzuzufügen.

Nächste Woche, wenn die letzte Stunde dran ist, zeige ich Selbstporträts, und wir werden versuchen zu erkennen, welche Gefühle sich darin jeweils spiegeln. Nachdem ich die ganzen Wochen über säuberlich getrennt und aufgeteilt habe, was gar nicht zu trennen ist, werden wir dann die heiteren, zweifelnden, verschwiegenenmelancholischen und stets vieldeutigen Selbstporträts ansehen, in denen sich alles wieder mischt.

Für die Ehe lernen mit Y. Mai 23, 2009, 22:47

Posted by Lila in Presseschau.
comments closed

Ich erzähle ihm begeistert von einer wunderbaren Broschüre für Bräutigame, über die sich wohl einige Menschen gar erschröcklich aufgeregt haben.

An instructional brochure handed out to grooms-to-be by the Jerusalem Religious Council has infuriated many men, who found it to be extremely chauvinistic.

The brochure was distributed to future grooms, both religious and secular, as part of a compulsory class on marriage given at the council’s offices.

While it seems that the brochure aims to encourage husbands to respect their wives and help them with the household chores, some of the recommendations included are rather questionable.

„Don’t let a day go by without complimenting your wife at least five times… say it even if it’s a lie. A woman who hasn’t been complimented is like a fish out of the water,“ the brochure reads.

The writers also recommend that the couple stays away from the women’s parents, because „mother-in-laws tend to meddle in a couple’s affairs and can ruin the relationship.“

Y. bedauert sofort, bei unserer Hochzeit vom Standesbeamten Königstein nicht solchermaßen instruiert worden zu sein. Wie viel Ärger hätte ihm das erspart! Jetzt weiß er auch, warum ich immer so mit den Kiemen schnappe, wenn das fünfte Kompliment des Tags mal ausbleibt.  Und daß er sich so gut mit meiner Mutter versteht (die er sogar Mama nennt), hat er nun endlich als potentielle Gefahr für unsere Ehe erkannt.

Doch dann wird es ihm zu verwirrend.

In another section, the leaflet argues that „the woman is like clay. The husband can shape and mold her as he pleases, because it’s in her nature to help the husband. All that’s needed is a kind word.“

But it later warns: The husband must not become „spineless“: „If she’s disrespectful you must not give in. You can get angry and stop talking to her until she realizes she was wrong.“

Y. findet diese Anweisung ungenau. Wie kann er seiner Fünf-Komplimente-Pflicht nachkommen, wenn er mich gerade durch Schweigen für eine Übertretung straft?  Denn bis ich mal einsehe, daß ich Unrecht habe, kann er lange schweigen.  Was sich da alles an (echten oder erlogenen…) Komplimenten ansammelt!

(Übrigens bin ich sehr scharf auf die Broschüre für Bräute. Bestimmt steht drin, wie man durch Freundlichkeit und wohldosierte Zuwendung den Mann manipuliert, ohne daß er es merkt, wie so schön in „My big fat Greek wedding“ beschrieben. Sobald ich sowas antreffe, gebe ich es hier weiter, versprochen. Meine Leser sollen doch nicht unbedarft die Ehe eingehen.)

Fluglärm Mai 22, 2009, 10:39

Posted by Lila in Land und Leute.
comments closed

In den letzten Tagen war pausenlos Fluglärm in der Luft. Wir leben nicht sehr weit von einem kleinen Flughafen mit Basis der Luftwaffe entfernt und sind es gewöhnt, daß morgens schon mal eine Hercules träge über den Kibbuz brummt – vermutlich die erste Flugstunde des Tags. Aber in den letzten Tagen war es sehr viel. Flugzeuge, Hubschrauber, alle möglichen verschiedenen.

Außerdem liefen oft Soldaten rum, in großen Gruppen.  Ein Bus spuckte auf der Straße unter dem Kibbuz, genau hinter meinem Haus, eine Gruppe junger Infanteristen aus. Ich kriegte a sofort den Drang, den Kindern Kuchen in die Hand zu drücken, aber man tut es dann doch nicht. Schade, ich hatte gerade drei Bleche Apfelkuchen, die hätte ich ihnen gern gegeben, warum nur hat Y. mich davon abgehalten? Sie sahen müde aus und trotteten mit Karten und Kompaß und riesigen Rucksäcken ab in Richtung Wald. Unsere relativ unbebaute Gegend ist für Orientierungs-Übungen ja sehr beliebt, aber diesmal waren auch Schußwechsel und Leuchtmunition im Einsatz. Wir haben extra vorher Briefe gekriegt, daß wir uns nicht erschrecken sollen. Aber wir erschrecken sowieso nicht, denn auch eine andere Basis ist hier in der Nähe, und wir hören manchmal ganz leise die Schießübungen.

Ich weiß nicht, ob das schon Teil der angekündigten großen Übung Ende des Monats ist, oder ob es Zufall war. Nasrallah jedefalls hat schon geklagt, daß Israel mit dieser großangelegeten Übung seinen Kriegswillen unter Beweis stellt. Ach, Onkel Hassan, Du bist gerade der Richtige, sich zu beschweren.  Dir und deinen iranischen Freunden haben wir doch zu verdanken, daß wir aus unserem Schläfchen erwacht sind. Wir dachten doch tatsächlich, als Olmert PM wurde, daß wir uns jetzt mal mit anderen Projekten beschäftigen könnten. Aber mit einem netten Nachbarn wie dir ist es wohl besser, ein bißchen wachsam zu sein. Keine Sorge, wir greifen nicht an, wenn wir nicht vorher über lange Zeit hinweg angegriffen werden.

Aber wenn das nächste Mal eine Gruppe in Uniform bei uns hinter dem Haus entlangtrappt, dann kriegen sie von mir was Süßes, auch wenn nicht St. Martin ist und alle sich für mich schämen.  Jawohl.

(Laut Medien ist die Übung der Luftwaffe vorbei,  eine Übung des Heimatschutzes steht bevor, und daß die Infanteristen hier rumlaufen, gehört wohl zu ihrer üblichen Ausbildung – sie übernachten hier auch oft, weil wir Platz genug haben für anspruchslose Gruppen….)

Wenn der Tag damit beginnt, Mai 21, 2009, 5:57

Posted by Lila in Persönliches.
comments closed

daß ich mir Buttermilch in den Kaffee kippe und mich wundere, daß sie gerinnt, weiß ich – Semesterende ist nah.

In die Ecke gestellt Mai 20, 2009, 20:51

Posted by Lila in Land und Leute, Presseschau.
comments closed

Und wieder eine Boykottiert-Israel-Geschichte. Diesmal nicht aus den Niederungen der Supermarktwelt, sondern aus einem Milieu, dem man vielleicht anderes zugetraut hätte.

In Edinburgh findet ein Film-Festival statt. Da würde eine junge israelische Regisseurin gern hinfahren. Sie hat aber kein Geld dafür. Deswegen will die israelische Botschaft einspringen und bietet der Festival-Leitung an, die Kosten für ihre Reise zu übernehmen. (Warum das überhaupt per Festival-Leitung gehen muß – keine Ahnung.) (Und warum Haaretz erwähnen muß, daß der Film mit Politik nichts am Hut ist, weiß ich ebenfalls nicht.) (Aber die vielen Klammern muß ich mir unbedingt wieder abgewöhnen!!!)

Als der Regisseur Ken Loach hörte, daß er bei einem Festival dieselbe Luft einatmen muß, die auch durch die Lungen einer jungen Israelin gezogen ist, platzte ihm der Kragen, und er rief die Festivalbesucher zum Boykott auf. Wo man israelische Filme sieht und israelische Regisseure willkommen heißt, da glaubt man am Ende noch, daß Israelis ganz normale Menschen mit Träumen, Plänen und Gefühlen sind, ja kreativ geradezu! Nein nein, das würde den Kampf des palästinensischen Volks zunichtemachen. Das erfinde ich? Das erfinde ich leider kein bißchen.

„The massacres and state terrorism in Gaza make this money unacceptable,“ the Times quoted Loach as saying. „With regret, I must urge all who might consider visiting the festival to show their support for the Palestinian nation and stay away.“

So also sieht aktive Unterstützung für die palästinensische Nation aus: eine junge israelische Regisseurin boykottieren. Die hat das ganze Massaker ja zu verantworten. Sie soll sich nur schämen!

Und was tut die Festivalleitung? Sagt sie etwa: lieber Herr Loach, was bitte hat das eine mit dem anderen zu tun? und läßt die junge Frau teilnehmen? Aber nein, so weit geht die künstlerische Freiheit denn doch nicht, daß Israeli-Sein mit inbegriffen ist.

In a statement, festival representatives said that Loach spoke „on behalf of the film community, [and] therefore we will be returning the funding issued by the Israeli Embassy,“ the Times reported.

Ja, und die Tali Shalom-Ezer (wie kann man bloß SHALOM heißen! wenn man doch so kriegslüstern ist!), die kann zuhause bleiben und sich den Mund wischen. Edinburgh bleibt Israeli-rein.

Selten hat ein europäischer Israel-Hasser so deutlich ausgesprochen, daß die De-Humanisierung und Dämonisierung und Exklusion Israels den Zwecken der Palästinenser dient, daß das ihre Instrumente sind. Und daß sich in unter Kulturschaffenden kein Protest gegen ein solches Vorgehen regt, ist erschreckend, zeigt aber nur, wie weit diese De-Humanisierung bereits gelungen ist. Ein kleiner Trost, daß jemand von der Festivalleitung Tali privat hilft, doch noch nach Edinburgh zu fliegen.

Und auf der Haaretz-Seite finden sich gleich noch Links zu ähnlichen Geschichten:

Related articles:

Holland supermarkets boycotted on rumors of Israel donations

Heavily Jewish Brooklyn food co-op mulls ban on Israel produce

Ich weiß kein anderes Land, daß so systematisch und in allen Gebieten boykottiert und kaltgestellt wird. Mit welcher Leichtigkeit das geht, und wie der Rest der Welt darüber wegsieht oder glaubt, wir haben es ja selbst nicht anders gewollt mit dieser Gegenwehr… das finde ich erschreckend. Israelische Wissenschaftler, Studenten, Filmemacher, Tennisspieler, Ärzte , Geschäftsleute, Musiker  – potentielle Zielscheibe von jedem Jeck, der seinem Unmut über den Nahen Osten mit Boykottrufen Luft machen will.

Wo bleibt der öffentliche Protest gegen Ken Loach und seine brutale Kaltstellung einer jungen Künstlerin, nur weil ihm ihre Staatsangehörigkeit nicht gefällt?

In den Kommentaren finde ich eine Hilfestellung für den Protest:

The best way to respond to this nonsense is to express disagreement with the businesses who provide major funding for the Edinburgh Film Festival, including NEC and Kodak. A complete list of sponsors is at the film festival`s website:
http://www.edfilmfest.org.uk/support-us/honour-board
Go to their websites, get their address, and write to their head of marketing, expressing disagreement with the film festival`s actions and surprise that such companies would want to be part of such censorship.

Der Maronimann Mai 20, 2009, 19:50

Posted by Lila in Presseschau.
comments closed

Erinnert sich noch jemand an den Maronimann bei der Kleinen Hexe, dem von den heißen Maronen immer ein Tropfen an der Nase hing? Er hatte keine Freude am Leben, bis die Kleine Hexe kam und ihm half.

Warum der mir gerade einfiel? Och, nur so, beim Zeitunglesen.

Die Schlagzeile lautet:  Neue Studie – Experten bestreiten Gefahr iranischer Atomraketen.

Okay, das war also alles nur falscher Alarm? Nein, nicht ganz. Die Iraner jedenfalls haben einen erfolgreichen Probe-Abschuß gemeldet.

Damit wären sowohl Israel und sogar das östliche Europa in Reichweite der Rakete vom Typ Sedschil-2. Prompt sagte der israelische Vize-Außenminister Danny Ajalon im Militärrundfunk, die Reichweite der iranischen Raketen „sollte die Europäer beunruhigen“.

Prompt! Immer diese Panikmache! Man weiß doch, daß die Israelis den Iran überhaupt nur vorschieben, um keinen Frieden mit den Palästinensern zu machen. (Über diese Berichte, die vollkommen verschweigen, daß die Palästinenser mehr Friedensangebote abgelehnt haben als ein sufgania Kalorien hat, kann ich mich auch ärgern…. wie oft sollen wir denen die Westbank eigentlich noch anbieten???  – doch dazu ein andermal.)

Man sollte geradezu meinen, Israel bezahlt Ahmedinijad dafür, diesen wunderschönen Vorwand zu liefern. Bestimmt gibt es auch Leute, die das glauben – dieselben Leute vermutlich, die auch glauben, daß die Israelis die Schweinegrippe auf die Welt losgelassen haben und Barschel und Möllemann aus dem Verkehr gezogen haben… wir haben ja sonst nichts zu tun, als deutsche Provinzpolitiker auf komplizierte Art und Weise ins Jenseits zu befördern.

Gut. Also die Iraner sind ungefährlich, Israel prompt panisch, und es besteht keine Gefahr für niemand, nirgendwo, niemals.

Nun, ganz so wunderbar gefahrlos  ist es auch wieder nicht.

Die Einrichtung eines Abwehrsystems in Polen und Tschechien sei deshalb nicht sinnvoll, so die Experten. Dafür haben sie noch ein weiteres, gewichtigeres Argument: Sollte Iran jemals eine Atomrakete auf Israel oder Europa abschießen, sei dem Land die Vernichtung durch einen nuklearen Gegenschlag sicher. „Eine unmittelbare Bedrohung Europas durch iranische Raketen“, so das Fazit der Experten, „ist deshalb nicht gegeben.“

Walla, verstanden? Die Europäer können über Israels prompte Warnung beruhigt spotten oder sie als Panikmache abtun, denn sie können sich verlassen, daß wir, falls wir angegriffen werden, wehren. Denn daß der Iran Europa zuerst angreift, ist ja wohl nicht wahrscheinlich. Nein, der Iran wird uns angreifen, wir (bzw das, was von uns noch übrig ist – ich denke, bei einem so eng aufeinanderhockenden Völkchen wird der Verlust an Zivilisten hoch sein) werden zurückschlagen, und in Polen und Tschechien können sie weiterhin ruhig schlafen. Oder bei den Abendnachrichten kopfschüttelnd sagen: diese Israelis, die wollten es ja nicht anders…

Die Schlagzeile sollte also heißen: Gefahr für EUROPA besteht nicht, denn Israel ist zuerst dran, und die werden dem Iran schon zeigen, wo der Mostel den Bart der Bartel den Most holt!

Und warum mir dabei der Maronimann einfällt? Weil ich keine Lust habe, die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Und weil weit und breit keine kleine Hexe zu sehen ist, die uns helfen könnte…

hexe07

(Übrigens habe ich die Maronimann-Metapher nur gewählt, weil ich die Illustration schöner fand als die Bilder vom Hl. Florian. Der fiel mir nämlich auch sofort ein. Verschon mein Haus, zünd andere an. Vielen Dank auch.)

Kleine Frage für Heimo Mai 19, 2009, 21:06

Posted by Lila in Bloggen.
comments closed

Was war das für ein Wort, das mir gestern ins Auge fiel?

קופיטוגו

Wenn Du das lesen kannst, kannst Du alles lesen….

Ach sooooo…. Mai 19, 2009, 9:34

Posted by Lila in Uncategorized.
comments closed

das ist natürlich was anderes.

Ein europäisches Projekt? Mai 18, 2009, 21:54

Posted by Lila in Presseschau.
comments closed

Bestimmt haben es die meisten schon gelesen: ein Artikel über den europäischen Aspekt des Holocaust im „Eines Tages“-Teil von SPon.

Mit Demjanjuk geraten nun auch die nichtdeutschen Täter stärker in den Fokus: ukrainische Gendarmen und lettische Hilfspolizisten, rumänische Soldaten oder ungarische Eisenbahner. Auch polnische Bauern, niederländische Katasterbeamte, französische Bürgermeister, norwegische Minister, italienische Soldaten – viele haben mitgemacht bei dem Jahrtausendverbrechen schlechthin, dem Holocaust. Auf über 200.000 schätzt der Historiker Dieter Pohl vom Institut für Zeitgeschichte die Zahl der Nichtdeutschen, die die „Mordaktionen vorbereiteten, durchführten und unterstützten“ – ungefähr genauso viele wie Deutsche.

Und oft standen sie den SS-Schergen und Wehrmachtsoldaten an Grausamkeit in nichts nach. Baltische Mordkommandos wüteten im deutschen Auftrag in Lettland, Litauen, Weißrussland und der Ukraine. Den deutschen Einsatzgruppen zwischen Warschau und Minsk fiel es gewöhnlich nicht schwer, die nichtjüdische Bevölkerung zu Pogromen anzustacheln.

Vor diesem Hintergrund stellt sich eine Frage, die der Berliner Historiker Götz Aly schon vor Jahren formuliert hat: Handelt es sich bei der „Endlösung der Judenfrage“ womöglich um ein „europäisches Projekt, das sich nicht allein aus den speziellen Voraussetzungen der deutschen Geschichte klären lässt“?

Einerseits „entlastet“ es natürlich die Generation unserer Großeltern, wenn auch andere mitgemacht haben – und diese noch dazu nicht einmal die verbalen Kniefälle leisten, als täte ihnen etwas leid. Und in Deutschland gibt es tatsächlich viele Leute, die aktiv zum Ausdruck bringen, was sie von diesem Teil ihres Erbe halten – ob es die Bürger sind, die sich für ein Denkmal für die ermordeten Juden in ihrer Stadt engagieren, oder Geschichtslehrer, die mit ihren Schülern Lokalgeschichte betreiben, oder die Zahnarztfrau, die Hebräisch gelernt hat, um die Inschriften auf dem jüdischen Friedhof zu lesen und die dort nun kompetente Führungen macht. Das möchte ich nicht unter den Teppich kehren, im Gegenteil.

Andererseits aber ist das Ausmaß des Vernichtungswillens deprimierend, und außer bei diesen engagierten Bürgern sieht man auf europäischer Ebene nicht wirklich eine Umkehr vom Haß, vom Judenhaß, der dazu geführt hat. Woher sollen wir die Sicherheit nehmen, daß die Welt nicht wieder dabeisteht und Platz macht für Mörder, vielleicht mit einer Mischung aus Grauen, Angst und Schadenfreude? Nein, es ist wohl verständlich, daß die Juden nach wie vor kein Zutrauen zu Europa haben.

Ein weiterer Artikel zum Thema in Haaretz:

Father Patrick Desbois was in Pope Benedict XVI’s entourage.

Desbois is a French Roman Catholic priest. His team has been investigating mass executions in the former Soviet Union during the Holocaust for more than six years. In 2004, he founded Yahad-In Unum, a Paris-based organization devoted to Christian-Jewish understanding.
To Desbois, there are two holocausts: a western one and an eastern one. The western holocaust was more organized, whereas the eastern one, „the one that happened away from Berlin,“ was chaotic, decentralized and undocumented.

„German officers wanted to appear efficient, so they documented one mass grave and declared the place judenfrei. In reality, the killings went on for years,“ he says. „The only way of documenting these [other] graves is asking the locals. Time’s running out, and we’re the only organization on the ground there.“

Most stories Desbois hears are from people who claim that the Germans forced them to take part in executions. „[Securing testimony from five participants in] a pogrom is a historic achievement,“ Desbois told Haaretz.

He notes how „we couldn’t have achieved this a few years ago. We didn’t have the skill.“ He says his team’s success reflects the ability to keep a poker face.

„If I react with shock, it’s all over,“ he explains. „Often I don’t react at all to what the witnesses say. I just give them an interested expression and ask very technical questions about where they stood, where the victims lay, the time of day. I keep them talking and it pours out.“

Desbois‘ full-time, nine-member team includes a cameraman who films the testimonies, while the others listen to stories of murder and human degradation.
Desbois says one of his most surprising discoveries is institutionalized sexual slavery. In several interviews, he found witnesses who said German soldiers would set up houses in ghettos where they raped Jewish women. The Germans and their accomplices usually executed the women near the end of the war.

This discovery challenged perceptions that ideologically-motivated Germans would not sexually exploit a member of what the Nazis termed an inferior race.

Ein Mann wie Desbois leistet heilige Arbeit, wie man auf Ivrit sagt (avodat kodesh). Es lohnt sich, den ganzen Artikel zu lesen, auch seine Bemerkungen zu Benedikt XVI. Menschen wie Desbois, die sich nicht scheuen, dem Grauen ins Gesicht zu sehen, um das Wissen darum nicht untergehen zu lassen, sollten wir nicht übersehen, wenn wir die katholische Kirche oder Europa ansehen. Es gibt sie auch.

Aber anscheinend sind die Desbois´ doch in der Minderheit.

A 2003 Pew survey of 15 EU countries showed that 59% of Europeans consider Israel the greatest threat to world peace. A poll taken in Germany the following year showed that 68% of Germans believe that Israel is pursuing a war of extermination against the Palestinians and 51% said that there is no difference in principle between Israel’s treatment of the Palestinians and German treatment of Jews during the Holocaust.

And it isn’t simply Israel that they hate. They don’t like Jews very much either. In an empirical study published in 2006, Professors Edward Kaplan and Charles Small of Yale University demonstrated a direct link between hatred for Jews and extreme anti-Israel positions. A recent poll bears out the fact that levels of hostility toward Israel rise with levels of anti-Semitism.

According to a 2008 Pew survey, anti-Semitic feelings in five EU countries – Spain, Britain, France, Germany and Poland – rose nearly 50% between 2005 and 2008. Whereas in 2005, some 21% of people polled acknowledged they harbor negative feelings toward Jews, by last year the proportion of self-proclaimed anti-Semites in these countries had risen to 30%. In Spain levels of anti-Semitism more than doubled, from 21% in 2005 to 46% in 2008.

Not surprisingly, increased hatred of Jews has been accompanied by increased violence against Jews. Just last week, for instance, three men assaulted Israel’s ambassador in Spain Rafi Shotz as he and his wife walked home from a soccer game. They followed after him and called out, „dirty Jew,“ „Jew bastard,“ and „Jew murderer.“ A crowd witnessed the assault, but no one rose to their defense.

Das Projekt mag seit Jahrzehnten abgebrochen worden sein, doch die ideologischen Fundamente, die das Projekt erst möglich machten, haben die Zeit anscheinend relativ intakt überstanden.


Wenn man außerdem bedenkt, daß 40% der Araber in Israel fest davon überzeugt sind, daß der Holocaust nichts weiter als ein Märchen ist, das die Juden ihnen auftischen, um ihnen das Land wegzuschnappen – das erschüttert dann auch optimistische Betrachter.  Leider ist organisierter, durch Propaganda befeuerter Judenhaß längst kein europäisches Projekt mehr.

Seh ich aus wie ein Tembel? Mai 18, 2009, 17:52

Posted by Lila in Bloggen, Persönliches.
comments closed

Sie haben noch nicht aktiviert den Schutz
Ihre Karte Betrug online.
Sie sollten jetzt:

Klicken hier

– Und aktiviert die Sicherheit Stunde
-Ihre Einkдufe ьber das Internet werden noch sicherer
-Sie kцnnen verhindern, dass die illegale Nutzung der Nummer Ihrer Karte on-line

Offenbar.

Japsen, nach Luft schnappen Mai 18, 2009, 6:19

Posted by Lila in Kibbutz, Kinder, Katzen.
comments closed

Egal wie fest ich es mir vornehme – ich kann seit gestern nicht auf die Klimaanlage verzichten.  Die Hitzewellen in den letzten Wochen haben wir mit Ventilator und offenen Fenstern überstanden, da gab es wenigstens noch eine kleine Seebrise, die wir auffangen konnten.  Gestern war es höllisch heiß, Y. hat 37 Grad gemessen. Und kein Windchen. Dafür Staub in der Luft, stickig und einfach nur widerlich.

Aber heute soll es noch schlimmer werden. Sharav auf Hochtouren. In Tiberias 41 Grad, uh, meine armen Freunde am See Genezareth. Bei uns wird es nicht ganz so heiß, aber angeblich heißer als gestern.

Die Nächte sind am schlimmsten. Wenn es nachts nicht abkühlt, wacht man morgens wie zerschlagen auf. Gegen drei Uhr waren Y., Quarta und ich wach und konnten nicht wieder einschlafen. Uns war einfach zu heiß. Wir haben uns eine Flasche Wasser geteilt und ich habe Optalgin genommen, gegen die Kopfschmerzen.

Für heute habe ich den Kindern eingechärft, pausenlos zu trinken und nicht in die Sonne zu gehen. Quarta muß nachmittags  im Pferdestall arbeiten, die armen Pferde!, aber da wird auch viel getrunken. Die Reitlehrerin ist sehr verantwortungsbewußt, Gott sei Dank. Ich rühr die Staubschicht im Haus nicht an, bis morgen wird die noch dicker, und Staubwischen lohnt sich erst wieder übermorgen, wenn der Sharav gebrochen ist. Ach, die Wiese dörrt aus, das letzte Grün auf den Feldern ist verschwunden, und der lange, lange Weg durch den erbarmungslosen Sommer beginnt.

Ein treuer Fan Mai 15, 2009, 16:00

Posted by Lila in Kibbutz, Kinder, Katzen.
comments closed

Ich weiß nicht mehr, ob ich es schon erzählt habe – vor einiger Zeit mußte Secundus für den Englischunterricht eine kurze Hausarbeit über eine interessante Persönlichkeit schreiben.  Primus hat vor zwei Jahren Napoleon gewählt, aber Secundus hat nicht mal gezögert – sein Lieblings-Fußballer muß es sein. Ich habe ihm geholfen, auf diversen Websites Material zu finden, und ein Buch über die WM in Deutschland fand sich auch noch im Haus.

Er hat daraus eine schöne Arbeit zusammengeschustert und war besonders stolz, als er ein Interview fand, in dem sein Held sich gegen Rassismus und Gewalt im Sport aussprach. Das hat mich gerührt, denn es ist nicht einfach, für eine deutsche Mannschaft zu sein. Nur noch ein anderer Junge auf der Schule hält immer zu Deutschland. Also habe ich mit ihm zusammen einen deutschen Brief mit einer Autogrammanfrage verfaßt. Secundus meinte, ich soll auch reinschreiben, daß er das Bild des Bewunderten über dem Bett hängen hat, seit Jahren schon. Ohne viel Hoffnung auf Antwort haben wir den Brief abgeschickt.

Heute kam die Antwort. Der Junge strahlt über das ganze Gesicht. Er hat eine Autogrammkarte bekommen. Shvaini, ata melech.

Rassisten und ihre Methoden Mai 15, 2009, 11:42

Posted by Lila in Land und Leute, Presseschau.
comments closed

Nach seinem Wahlerfolg hat Lieberman sich pikanterweise für seine Partei Ministerstellen ausgebeten, die mit Recht und Ordnung zu tun haben. So ist auch der Minister für Innere Sicherheit, also der Polizeiminister, Mitglied der Israel-Beiteinu-Partei.

Man weiß, was man von diesen Leuten zu erwarten hat! Blanken Rassismus. Denn bekanntlich glauben sie alle daran, daß Palästinenser eine Rasse sind, ebenso wie Juden, und daß Rassen gegeneinander kämpfen müssen und die höhere Rasse die mindere beherrschen muß – wie es ja in der israelischen Unabhängigkeitserklärung eindeutig dargelegt ist und auch unermüdlich von israelischen Politikern wiederholt wird. Auch die vielen Parkbänke mit der Aufschrift „Nicht für Minderrassige“ und die Diskriminierung in der höheren Bildung sind der beste Beweis dafür, daß Israel ein rassistischer Staat ist.

So weit, so gut. Was also hat sich der rassistische Polizeiminister jetzt auf die Fahnen geschrieben? Die Minderrassigen sollen in den Polizeidienst gezwungen werden.

Internal Security Minister Yitzhak Aharonovitch announced Thursday that he plans to allocate NIS 100 million ($24.2 million) for the manning of new police posts. „There will be a preference for minorities,“ the minister said.
The minister said he would look to fill 300 new posts with minority members, especially from the north. „I have a feeling that there are not enough of them among us,“ he said. „In the north there is a lot of unemployment and we can enlist at least 400 new officers.“
He added, „It is important to incorporate a population of minority members within the police force in order to strengthen it and move it forward, as well as decrease stress in sensitive areas.“

Das ist wohl eine besonders raffinierte Form der Unterdrückung.  Angehörige der unterdrückten Minderheit sollen in die Uniform des verhaßten Feinds gesteckt werden, um Angehörige ihrer eigenen Rasse zu unterdrücken. Da habt ihr Munition für die nächste Diskussion im Gesprächskreis „Soli mit Nahost“.

Default: Ich habe Lieberman nicht gewählt und hätte ihn auch nicht gewählt – seine Säkularität ist mir sympathisch, sein Pragmatismus erträglich, und alles andere höchst contre coeur. Aber nicht jeder Vorwurf wird dadurch richtiger, daß er pausenlos wiederholt wird.

Entschuldigung Mai 14, 2009, 23:20

Posted by Lila in Bloggen.
comments closed

für ein paar Löschungen, aber ich will doch nicht zu viel von der Arbeit quasseln. Früher habe ich das unbefangener gemacht, aber dann habe ich damit aufgehört, und das war richtig so. Es wäre mir auch unangenehm, wenn jemand irgendwo über mich bloggen würde. Und bei manchen Sachen kann man eben so viele Einzelheiten verändern wie man will – irgendjemand erkennt die Menschen dann doch.

Ja ja, das Bloggen….

Und ob meine Kinder mich nicht irgendwann mal im Rollstuhl Massada runterjagen, aus Rache für meine Quasseleien, das ist noch gar nicht raus!

Noemi Ragen zum Papstbesuch Mai 14, 2009, 21:37

Posted by Lila in Land und Leute, Presseschau.
comments closed

Lang und nicht leicht zu lesen, aber sehr lesenswert. Für alle, die nicht mehr wissen wollen oder nie wußten, wie es Christen im Heiligen Land geht.

What the Pope Taught the World

Naomi Ragen

The Pope’s recent visit to Bethlehem was one of the most blatant displays of capitulation to terrorism that has been seen in recent years.  How well I remember the way Christians were treated by Arafat’s henchmen, including Mahmoud Abbas his right hand man, during the Intifada.

The Christian community was decimated, and is now only twenty percent of the population, when it was once the majority.  Christian girls were kidnapped, raped, and forced to convert to Islam.  Christians were kicked out of their homes by gunmen, who used Christian neighborhoods to set up sniper nests from which they shot into Jewish homes in Jerusalem’s Gilo neighborhood, and passing cars on the road (Dr. Shmuel Gillis, on whom I patterned the hero of my book, The Covenant, was killed on his way home from treating cancer patients at Hadassah Hospital by such a sniper.)

And then there was the siege of the Church of the Nativity.  The priests and children held hostage by Arafat’s gunmen.  The church desecrated.  Priests holding up signs at the windows to Israeli soldiers „Please help us!“

The Pope, standing side by side with Abbas, chose to forget these things.
His words:
„Mr. President, the Holy See supports the right of your people to a sovereign Palestinian homeland in the land of your forefathers, secure and at peace with its neighbors, within internationally recognized borders.“

This is the voice of a religious leader, a moral force in the world?  For choosing to forget all that happened to Christians in one of Christianity’s holiest sites, he has chosen the way of appeasement, not peace.  Of cowardly acquiescence to evil, instead of forthright defense of the helpless.  He has nothing to teach us Jews.  Indeed, he has nothing to teach Catholics.  The only people who may learn from him are Muslim terrorists.  And the lesson is clear.  The leader of the Catholic world –once again– in the face of evil, has decided to side with the oppressors against the oppressed.

One would think a German Pope would have something wiser to impart.

Below, an excellent article by Aaron Klein at WorldNetDaily

Every blessing,
Naomi

______________________________

__________
Posted: May 13, 2009
2:34 pm Eastern
By Aaron Klein
© 2009 WorldNetDaily

During Pope Benedict XVI’s visit to Bethlehem today, the pontiff did not address rampant Muslim persecution of Christians and stood by as Palestinian leader Mahmoud Abbas lied about the real reason behind local Christians fleeing.

In a major address, the pontiff strongly supported a Palestinian state. Perhaps he does not realize recent history demonstrates such a state may lead to increased persecution and endangerment of Palestinian Christians.

„Mr. President, the Holy See supports the right of your people to a sovereign Palestinian homeland in the land of your forefathers, secure and at peace with its neighbors, within internationally recognized borders,“ Benedict said upon his arrival in Bethlehem, standing alongside Abbas.

In Bethlehem, where the Christian population has dropped from a majority to less than 20 percent, Benedict delivered a special message of solidarity to the 1.4 million Palestinians isolated in the Hamas-ruled Gaza Strip.

„My heart goes out to the pilgrims from war-torn Gaza: I ask you to bring back to your families and your communities my warm embrace, and my sorrow for the loss, the hardship and the suffering you have had to endure,“ the pope said in his address at an open-air Mass in Manger Square.

„Please be assured of my solidarity with you in the immense work of rebuilding which now lies ahead, and my prayers that the embargo will soon be lifted,“ he added.

By referencing the „war-torn Gaza“ and necessary „rebuilding,“ the pope was apparently fingering Israel’s recent 22-day confrontation with Hamas as the cause for „the suffering“ Gazans „had to endure.“

He said nothing, however, of the suffering of Gaza’s 3,000 Christians since Hamas took over that territory in 2007. Benedict might well have decried the many bombings, shootings and other Islamist attacks against Gazan Christian establishments, the brutal murder of the territory’s only Bible-store owner, or the regular intimidation and persecution of Christians there. His solidarity with Gazan Christians might have given them some much-needed strength.

Benedict, speaking from Bethlehem – the site of rampant Muslim persecution of Christians – did not once renounce the Islamic violence there, either.

Instead, the pope stood beside Abbas as the Palestinian leader deceptively pointed to a concrete separation barrier in Bethlehem and blamed that barrier, as well as Israeli „occupation,“ for the plight of Christians. „In this Holy Land, the occupation still continues building separation walls,“ Abbas said. „Instead of building the bridge that can link us, they are using the force of occupation to force Muslims and Christians to emigrate.“

It should be respectfully pointed out to the pope that Abbas was dangerously fabricating history. Actually, it was Abbas‘ own Fatah party that is causing Christians to flee.

First, about the „wall.“ Bethlehem is not surrounded by any wall. Israel built a fence, in 2002, in the area where northern Bethlehem interfaces with Jerusalem. A tiny segment of that barrier, facing a major Israeli roadway, is a concrete wall that Israel says is meant to prevent gunmen from shooting at Israeli motorists.

The fence was constructed after the outbreak of the Palestinian intifada, or terror war, launched after the late PLO leader Yasser Arafat turned down an Israeli offer of a Palestinian state, instead returning to the Middle East to liberate Palestine with violence. Scores of deadly suicide bombings and shooting attacks against Israelis were planned in Bethlehem and carried out by Bethlehem-area terrorists, including Abbas‘ Fatah organization.

At one point during the period of just 30 days in 2002, at least 14 shootings were perpetuated by Bethlehem cells of Fatah’s Al Aqsa Martyrs Brigades terrorists, killing two Israelis and wounding six.

Many times Muslim gunmen in the Bethlehem area reportedly took positions in civilian homes in the hilltops of Christian Beit Jala, which straddles Bethlehem. Beit Jala afforded the terrorists a clear firing line at southern sections of Jerusalem and at a major Israeli highway down below, drawing Israeli military raids and the eventual building of the security barrier there.

Is this barrier causing Bethlehem’s Christians to flee, as Abbas claimed today?

Simple demographic facts will answer this question. Israel built the barrier five years ago. But Bethlehem’s Christian population started to drastically decline in 1995, the very year Arafat’s Palestinian Authority took over the holy Christian city in line with the U.S.-backed Oslo Accords. Bethlehem consisted of upwards of 80 percent Christians when Israel was founded in 1948, but since Arafat got his hands on it, the city’s Christian population dove to its current 23 percent.

And that statistic is considered generous since it includes the satellite towns of Beit Sahour and Beit Jala.

Some estimates place Bethlehem’s actual Christian population as low as 12 percent, with hundreds of Christians leaving every year. As soon as he took over Bethlehem, Arafat unilaterally fired the city’s Christian politicians and replaced them with Muslim cronies. He appointed a Muslim governor, Muhammed Rashad A-Jabar and unilaterally disbanded Bethlehem’s city council, which had nine Christians and two Muslims, reducing the number of Christians councilors to a 50-50 split.

Arafat then converted a Greek Orthodox monastery next to the Church of Nativity, the believed birthplace of Jesus, into his official Bethlehem residence.

Suddenly, after the Palestinians gained the territory, reports of Christian intimidation by Muslims began to surface, reports the pope would do well to note since they may foreshadow what is to come under a Palestinian state. Christian leaders and residents in Bethlehem told me they face an atmosphere of regular hostility. They said Palestinian armed groups stir tension by holding militant demonstrations and marches in the streets. They spoke of instances in which Christian shopkeepers‘ stores were ransacked and Christian homes attacked.

In the past, they said, Palestinian gunmen fired at Israelis from Christian hilltop communities, drawing Israeli anti-terror raids to their towns. In 2002, dozens of terrorists holed up inside the Church of the Nativity for 39 days while fleeing a massive Israeli anti-terror operation. Israel surrounded the church area, but refused to storm the structure. Gunmen inside included wanted senior Hamas, Tanzim and Brigades terrorists reportedly involved in suicide bombings and shooting attacks. More than 200 nuns and priests were trapped in the church after Israeli hostage negotiators failed to secure their release.

Some Christian leaders said one of the most significant problems facing Christians in Bethlehem is the rampant confiscation of land by Muslim gangs.

„There are many cases where Christians have their land stolen by the [Muslim] mafia,“ said Samir Qumsiyeh, a Bethlehem Christian leader and owner of the Beit Sahour-based private Al-Mahd (Nativity) TV station.

„It is a regular phenomenon in Bethlehem. They go to a poor Christian person with a forged power of attorney document, then they say we have papers proving you’re living on our land. If you confront them, many times the Christian is beaten. You can’t do anything about it. The Christian loses, and he runs away,“ Qumsiyeh told me, speaking from his hilltop television station during an interview last year.

Qumsiyeh himself said he was targeted by Islamic gangs, his home firebombed after he returned from a trip abroad during which he gave public speeches outlining the plight of Bethlehem’s Christian population.

One Christian Bethlehem resident told me her friend recently fled Bethlehem after being accused by Muslims of selling property to Jews, a crime punishable by death in some Palestinian cities. A good deal of the intimidation, she added, comes from gunmen associated with PA President Mahmoud Abbas‘ Fatah organization.

A February Jerusalem Post article cited the case of Faud and Georgette Lama, Christian residents of Bethlehem who said their land was stolen by local Muslims, but that when they tried to do something about it, Faud was beaten by gunmen.

One religious novelty-store owner I met recently told me Muslim gangs regularly deface Christian property. „We are harassed, but you wouldn’t know the truth. No one says anything publicly about the Muslims. This is why Christians are running away.“

Meanwhile, Benedict’s call for a Palestinian state would bring complete PA control over more territory in which Christians reside. Thus, his call, if implemented, may well result in even more Christian deaths, persecution and intimidation.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 274 Followern an