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Neues von Frau Schwalbe Februar 13, 2015, 11:31

Posted by Lila in Bloggen.
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Frau Schwalbe ist ’ne Schwätzerin,

sie schwatzt den ganzen Tag,

sie plaudert mit der Nachbarin,

so lang sie plaudern mag.

Das zwitschert, das zwatschert

Den lieben langen Tag!

.

Sie schwatzt von ihrem Manne viel,

von ihren Kinderlein,

und wenn sie niemand hören will

schwatzt sie für sich allein,

Das zwitschert, das zwatschert

und kann nicht stille sein!

.

Hat sie im Herbst Gesellschaft gar

auf jenem Dache dort,

so schwatzen die Frau Schwalben all’

erst recht in einem fort!

Das zwitschert, das zwatschert

und man versteht kein Wort!

.

Im Blog, da schwatzt´ sie jahrelang

erzählte pausenlos

doch dann bekam sie Arbeitsdrang

der Blog stand leer und bloß.

Kein Zwitschern, kein Zwatschern, 

ja was war da nur los?

.

Zum Bloggen hat sie keine Zeit,

statt dessen twittert sie,

das Twittern ist ne Kleinigkeit

und Trolle gibt´s fast nie.

Sie zwitschert, sie zwatschert, 

und twittert spät und früh. 

 

@LilaR

In der nächsten Zeit September 16, 2014, 15:35

Posted by Lila in Bloggen.
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wird das Bloggen weniger werden – das konnten meine geschätzten Leser ja schon in der letzten Woche merken. Ich habe mehrere Projekte im Ofen, die leider, leider höhere Priorität haben als mein Blog. Ist das nicht blöd? Andererseits: wie beruhigend, daß es noch andere Dinge als Bloggen gibt! Wenn ich Zeit habe, werde ich mir das Bloggen nicht versagen, aber es wird ziemlich dicht kommen in den nächsten Monaten.

Tooooov? Tov.

Wo wart Ihr September 11, 2014, 13:07

Posted by Lila in Bloggen, Persönliches.
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vor dreizehn Jahren?

Wenn bei mir der Hektik-Pegel sinkt, erzähle ich auch von mir.

Welcher Arsch und welche Zähne? September 8, 2014, 6:41

Posted by Lila in Bloggen, Deutschland.
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Gegen Ausländerhaß protestieren, sich gegen Haß und Ungerechtigkeit wehren, Partei ergreifen – da sind die Kölner auf den Beinen, und das ist ja auch gut so. Da singt man mit, wenn BAP fordert: Arsch huh, Zäng ussenander.

Aber wenn es um Juden geht, um Israel? Da bleibt der Arsch mi Sessel und die Zähne werden höchstens zum Gähnen, Essen oder Biertrinken geöffnet.

Seit Jahren kämpft Gerd Buurmann gegen die Haß-Plakatierung vor der Domplatte. Klagen bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Ordnungsamt halfen nichts – der ekelhafte Str0m anti-israelischer Haßparolen hört nicht auf.

(Bildquelle: Tapfer im Nirgendwo)

Wer jemals miterlebt hat, wie schnell und erbarmungslos deutsche Behörden gegen jede Ordnungswidrigkeit zur Stelle sind, der kann nur staunen, wenn er diesen Bericht liest.

§ 3 Absatz 3 der Kölner Stadtordnung ist eindeutig:

“Es ist nicht gestattet, die in § 1 bezeichneten Flächen, öffentlichen Anlagen und Einrichtungen sowie private Grundstücke einschließlich ihrer baulichen Anlagen, soweit diese von der Straße einsehbar sind, unbefugt zu beschreiben, zu bekleben, zu besprühen, zu beschmieren sowie zu bemalen oder dies zu veranlassen. Dieses Verbot gilt auch für das Anbringen von Werbung aller Art, wie z.B. Plakate, Suchanzeigen etc. (Wildplakatierung).”

Seit einigen Wochen plakatiert Walter Herrmann nun schon den Gehbereich vor dem Kölner Dom mit Plakaten. Er begnügt sich nicht mehr nur damit, seine Plakate hochzuhalten oder an einer eigens errichteten Mauer zu hängen. Er plakatiert mittlerweile sogar den Boden der Domplatte. Dies ist eindeutig durch die Kölner Stadtordnunguntersagt.

Ich informierte daher heute die Ordnungskräfte über den Bruch der Kölner Stadtordnung. Mir wurde mitgeteilt, das Plakatieren sei zwar grundsätzlich verboten, aber das Ordnungsamt der Stadt Köln toleriere diese besondere Wildplakatiererei.

Was würde passieren, wenn jemand dagegen an plakatiert? Er hätte natürlich sofort das Ordnungsamt auf dem Hals.

Ich verfolge den Kampf gegen diese Art der offenen Volksverhetzung schon lange, und mein Adrenalinspiegel geht automatisch in die Höhe, wenn ich lese, daß es offenbar unmöglich ist, sie zu stoppen. Die “normalen” Medien ignorieren das Phänomen natürlich, aber bei Tapfer im Nirgendwo ist die ganze Saga dokumentiert. Man kriegt die Wut beim Lesen.

Es ist ein Skandal sondergleichen, daß dieser Mensch unter Tolerierung der Behörden seine Aktivitäten fortführen darf und seine widerliche, offene Unterstützung einer Terror-Organisation wie Hamas täglich zur Schau stellen darf. Wildplakatierenderweise.

Je mehr Menschen davon wissen, je mehr Menschen sich dagegen wehren, desto besser. Ich finde, WDR, Kölner Stadtanzeiger und Konsorten könnten das Thema ruhig mal aufgreifen.

Also – Arsch hoch und Zähne auseinander gegen diese ästhetische, politische und moralische Umweltverschmutzung. Es wird Zeit, die Vorschriften konsequent anzuwenden, auch gegen einen Judenhasser.

Elder of Zion: das Wichtigste Juli 26, 2014, 11:43

Posted by Lila in Bloggen.
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Elder war so nett, seine wichtigsten Beiträge noch einmal zusammenzufassen. Wer sie gelesen und verstanden hat, weiß vermutlich mehr, als Tageszeitungs-Leser in einem ganzen Jahr über den Konflikt erfahren.

Das bisher Beste, Juli 26, 2014, 10:16

Posted by Lila in Bloggen, Presseschau.
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das ich bisher zu Protective Edge gelesen habe. Claudio auf Spirit of Entebbe.

 

Lesetipps Juli 23, 2014, 12:24

Posted by Lila in Bloggen, Presseschau.
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Ihr habt ja bestimmt sonst nichts zu tun…. aber ich möchte ein paar Texte, die ich gestern abend gelesen habe, weiterempfehlen. Wenn Ihr weiteren Lesestoff findet, könnt Ihr ihn in den Kommentaren hinzufügen. Ich schalte frei, wenn ich dazu komme – also bitte keine ungeduldigen Mails, falls es mal was dauert.

Interessant – ein Artikel in der Süddeutschen fragt, wo wohl die Waffen alle herkommen, die im Nahen Osten von Terroristen genutzt werden.

Ich hingegen frage mich schon länger, wo die ganzen zornigen jungen Männer herkommen (nicht nur im Nahen Osten), und wovon sie leben, wenn sie Steine oder Raketen werfen, schießen oder Allahu akbar schreien. Bisher habe ich nichts dazu gefunden.

Elder of Zion hat immer sehr gute Links – auch heute, ich hab sie noch nicht alle gelesen, aber guckt sie euch einfach mal an. Sehr viel Material, gut ausgewählte Ausschnitte. Auch seine Überlegungen zu den Opferzahlen sind lesenswert.

Über die Berichterstattung:

Melody Sucharewicz:

Israel entwickelt Raketen um seine Bevölkerung zu schützen – die Hamas hält nicht viel von Heimatschutz, schon gar nicht auf Kosten des Jihads. Sie zwingt ihre Bevölkerung daher, die Raketen zu schützen.

Ergo, in Israel wurde bisher ein Zivilist getötet – im Gazastreifen hunderte. Und das verleitet den einen oder anderen Schöngeist zu brilliant-unlogischen Schlußfolgerungen; zum Beispiel, dass Israel der Agressator in diesem Konflikt sei.

Nach dieser Logik sollte Israel besser die Raketen auf seine Städte niederprasseln lassen und möglichst viele seiner Zivilisten opfern, um den langersehnten Frieden zu erleben.

Über israelische humanitäre Hilfe für Gaza-Bewohner – ein Thema, das in deutschen Zeitungen nicht vorkommt:

The Tower und der Tagesspiegel.

Über die Kosten des Tunnel-Wahnsinns: The Tower stellt ein paar Links und Fakten zusammen.

While the Gaza Strip remains mired in poverty — the 2011 per capita income was $1,165 — Hamas is thought to have sunk more than $1 million into the excavation and maintenance of every tunnel.

Da macht das Steuerzahlen doch richtig Spaß, nicht wahr?

Und jetzt zu Deutschland.

Über die Demos, bei denen offen zutage tritt, was ich schon lange geahnt habe:

Alexander Kissler:

Warum sind die westlichen Gesellschaften so wenig abwehrbereit gegenüber dem alten Gift des Antisemitismus? Erstens reicht die besonders in Deutschland so stolz zelebrierte „Aufarbeitung“ doch nicht bis in jene Regionen von Hirn und Herz, wo die Keime des Bösen sprießen. Der schlimme Verdacht gegen die Juden als heimliche Herren der Welt, denen letztlich alles zuzutrauen sei, hält sich wacker. Zweitens gibt es keine Konzepte wider die in einer Migrationsgesellschaft eben ansteigenden antijüdischen Stereotype des Islam. Und drittens war man wohl auch auf dem linken Auge blind. Nicht erst die perverse Eskalation bei einer Demonstration der „Linken Jugend“ (NRW) in Essen, wo Antisemiten die Hamas feierten und „Adolf Hitler“ skandierten und im Medium angeblicher Friedensliebe Schmähkritik gegen Israel vorgetragen und schließlich ein Häuflein Gegendemonstranten durch die Straßen gejagt wurde, zeigt: Der Antisemitismus von links ist genauso unappetitlich und geistlos wie der Antisemitismus von rechts.

Gideon Böss über (Magen, schweig stille) Konstantin Wecker:

Konstantin Wecker ist ein Feinschmecker-Antifaschist. Er bekämpft nur den Faschismus und Antisemitismus, den man mit Hitlergruß, Drittem Reich und blond und blauäugig verbindet, mit dem Judenhass von Deutschen, deren Vorfahren aus der Türkei oder dem Westjordanland stammen, gibt er sich nicht ab. Das ist einfach nicht der Menschenhass, den er bekämpfen will. Er hat die falsche Hautfarbe und die falsche Religion.

Jasper von Altenbockum in der FAZ:

Auch in Deutschland flogen jetzt Steine auf Synagogen und antisemitische Parolen hinterher, die sich nicht mit der üblichen nahöstlichen Kriegslüsternheit entschuldigen lassen. Es ist offener Rassismus, und jeder Deutsche, der „integriert“ ist, weiß das und versteht, warum der israelische Botschafter sich an das Jahr 1938 erinnert fühlt. Dennoch ist es eine „Kultur“, über die gerne hinweggesehen wird, wenn wieder einmal leichtfertig vom Zauber einer multikulturellen Gesellschaft geschwärmt wird. Der Antisemitismus ist aber nur eine Seite der Barbarei, die anderen firmieren unter religiösem Fanatismus aller Art. Das gilt nicht nur für den Islam; es ist allerdings nicht zu übersehen, dass seine arabischen Spielarten besonders davon infiltriert sind.

Die Frankfurter Rundschau berichtet:

Ein Polizeisprecher sagte, in den Auflagen für pro-palästinensische Kundgebungen werde künftig verboten, zu Gewalt gegenüber Juden oder Israel aufzurufen.

Untersagt werden demnach auch Parolen wie das in den vergangenen Tagen skandierte „Jude, Jude, feiges Schwein“, „Tod Israel“ oder „Tod den Israelis“. Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte die Parolen geprüft, dann aber entschieden, dass diese nicht den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllten.

Wie beruhigend!

In der FR auch: der israelische Botschafter.

Seit März 2012 bin ich Botschafter des Staates Israel in Deutschland. Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich in diesem Land Zeuge solcher hasserfüllter, volksverhetzender und antisemitischer Erscheinungen in aller Öffentlichkeit werden würde, hätte ich es wohl nicht für möglich gehalten.

Siebzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind in den Straßen Berlins und in vielen anderen Städten in ganz Deutschland tatsächlich wieder Aufrufe zur Vernichtung des jüdischen Volkes zu hören. Und die Demonstranten flüstern nicht. Laut und deutlich und unüberhörbar verkünden sie ihre Parolen. Sie stehen auch nicht irgendwo abseits. Sie versammeln sich direkt vor der Gedächtniskirche in Berlin oder in der Innenstadt von Gelsenkirchen. Dort rufen und schreien sie – unter den Augen hilfloser oder teilnahmsloser Passanten.

Ja selbst die ZEIT, die sonst ja gern ihr unreflektiert Israel-feindliches Süppchen stocht oder simmert, zeigt sich gar peinlich berührt, führt Beispiele für aus dem Ruder gelaufene “Israel-Kritik” an und zitiert Experten:

“Es gibt so viel Gewalt in der Welt. Der blutige Krieg in Syrien, die Schreckensherrschaft von Isis, der Konflikt in der Ukraine. Auch hier sterben sehr viele unschuldige Zivilisten. Doch was treibt die Menschen auf die Straße: wenn Israel seine Bevölkerung gegen massenhafte Raketenangriffe der Hamas verteidigt. Ich will das Leid der Menschen in Gaza nicht relativieren. Ich bin auch für einen Waffenstillstand. Ich glaube aber, die Empörung hat damit zu tun, dass das Thema tiefer geht. Das sind oft auch tief verankerte Ressentiments gegen Juden, die da mitspielen. Und das finde ich erschreckend”, sagt Kindler. Antisemitismus-Forscher Benz stimmt ihm zu: Menschen, die antisemitische Ressentiments hegen, nähmen gern die Politik der israelischen Regierung zum Anlass, “um einmal seinem Herzen, seinen feindschaftlichen Gefühlen gegen den Juden so richtig Luft zu machen”, sagt Benz.

Wobei Benz schon mal dazu neigt, Antisemitismus kleinzureden. Nicht gerade ein Alarmist.

Und zum Schluß zurück zu Israel: die Gefallenen-Liste.

Und noch drei Links, wo man sich schnell Informationen holen kann, die in deutschen Medien nicht vorkommen, weil sie nicht ins Narrativ passen: Ynet Breaking News für Kurznachrichten, Times of Israel für längere Artikel, und wer Hebräisch versteht, der kann bei Mako die Channel-2-Nachrichten sehen und Artikel lesen. Google Translate hilft beim Übersetzen.

Eine Mail Juli 11, 2014, 6:59

Posted by Lila in Bloggen, Land und Leute.
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Meine Korrespondentin hat mir erlaubt, sie zu veröffentlichen.

Liebe Lila,

wir wohnen ja ganz in der Nähe unserer Tochter, Schwiegersohn und 4 kleinen Enkelkindern ( zwischen 1  – 6 Jahren) hier in Bet Shemesh.

Als vor 3 Tagen der erste mal zewa adom*  kam waren die die beiden Kleinen schon im Bettchen, das im Mamad** ist und die beiden Grossen in ihrem Schlafzimmer.
Das war nicht so einfach für sie und sie fürchteten sich.
Beim zweiten Mal gings dann schon “besser”, wenn man das so sagen kann. Es war auch in der Nacht.

Heute aber um 6 Uhr , da waren sie alle am essen. Sie konnten das gar nicht verstehen und haben zu ihrer Ima gesagt: aber es ist ja noch gar nicht Nacht!

Es ist für uns/ mich nicht so einfach, wenn man auch nur einige Minuten entfernt wohnt, ich kann nicht hinspringen und helfen… oder wenn man unterwegs ist, denkt man stets daran, wann der nächste Alarm kommt und wo man dann Schutz sucht, vor allem wenn man mit 4 Enkelkindern unterwegs ist….

Vorgestern Abend war ich alleine zu Hause, kam grad zur Dusche raus , als es losging. Mein Mann war im Bet Midrash und konnte ihn einfach nicht erreichen….

Nach (mir schien es so) langer Zeit endlich konnte ich ihn sprechen. Niemand hatte während dens Lernens etwas gehört und als die Männer eine Etage tiefer in die Shul*** für Maariv**** gingen ,sahen die Raketen fliegen….

Dann haben wir noch Kinder in Jerusalem. Sie hatten vor 2 Tagen auch Alarm am Abend und meine ( hochschangere) Schwiegertochter musste die beiden 3 und 4 – jährigen Kinder aus dem Schlaf reissen und in den Shelter springen.
Auch sie war alleine zu Hause. Sie hat es irgendwie geschafft. Wenn man muss, hat man irgendwie die Kraft dazu.

Die andern wohnen im Shomron in einem Yishuv seit letzter Woche. Sie wohnten vorher ganz nah bei Ramallah.

Ich denke oft an all unsere Soldaten , ihre Familie und all diejenigen die im Moment sehr exponiert sind und ich hoffe von ganzem Herzen, dass niemandem etwas zustossen soll und wir in Ruhe und Frieden leben dürfen.

Ich wünsche auch euch, dass ihr alle gesund bleibt.

Lieber Gruss

S.

 

* Alarm

** Luftschutzraum

*** Synagoge

**** Abendgebet

Startup nation Juli 10, 2014, 7:47

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Kleines Fundstück: eine Karte mit allen israelischen Startup-Unternehmen. Sehr interessant! Eine ganze Menge kreativer Ideen, von denen sich bestimmt nicht alle durchsetzen werden – aber viele eben doch. ILI-news verschickt Newsletter mit israelischen Innovationen, warum sie seit Mai keine mehr verschicken, weiß ich nicht. Aber da sind oft interessante Sachen dabei.

Gelesen Juli 1, 2014, 19:33

Posted by Lila in Bloggen, Presseschau.
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Ich gebe einfach mal ein paar Lese-Anregungen, ich kann gerade nicht klar denken und schreiben, und mir kommt es so vor, als hätten andere es viel besser gesagt, was ich hätte sagen wollen.

Deutsche Links:

Dieter Heck ärgert sich genau wie ich über die deutsche Berichterstattung. Ärgert ist übrigens ein schwaches Wort.

Ich erwarte nicht, dass Deutschland um die drei Jungs trauert, es wäre sowieso nicht ehrlich. Ich erwarte auch nicht, dass die Weltmeisterschaft deswegen unterbrochen wird. Das hat Deutschland im Jahre 1972 während der Olympiade in München und der Ermordung israelischer Sportler durch palästinensische Terroristen auch nicht getan. Ich erwarte auch nicht, dass die deutsche Öffentlichkeit endlich mal einen Unterschied macht zwischen Terroristen, die israelische Kinder und Zivilisten angreifen und töten und sich hinter ihren eigenen Zivilisten verstecken, und einem demokratischen Staat Israel, der sich gegen Terroristen zur Wehr setzen muss. Ich erwarte aber von den deutschen Medien eine objektive Berichterstattung. Und ich erwarte von meiner Regierung, dass sie terroristisches Handeln der Palästinenser nicht weiter mit meinen Steuergeldern finanziert.

Tapfer im Nirgendwo hat sich die Mühe gemacht, einige Aussagen aus arabischen Fernsehsendern zu verdeutschen. In meinem drafts folder schimmelt eine Sammlung vno MEMRI-Videos vor sich hin, die in atemberaubender Klarheit zeigen, WIE groß der Haß gegen Juden in der arabischen Welt ist. Ja, gegen Juden, nicht gegen Israel. Diese postmoderne antizionistsche Unterscheidung ist lächerlich. Yahud, Yahud, Yahud, so klingt es immer wieder.

Drei Kostproben:

„Juden sind Schweine und Affen! Gott sagt das!“ (Ein kleines Mädchen auf Iqra TV (Saudi-Arabien), 7. Mai 2002)

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben. Hahahahaha!“ (Wiam Wahhab, ehemaliger libanesischer Minister, auf Al-Jadid/New TV (Libanon) 4. Juli 2010)

„Immer wieder hat Gott Strafen über die Juden kommen lassen. Die letzte Strafe wurde von Hitler ausgeführt. Bei allem, was er ihnen angetan hat, und die Juden übertreiben bei der Beschreibung dieser Taten, hat Hitler die Juden nur an ihren gerechten Platz gesetzt. Es war die göttliche Strafe für sie!“ (Al-Jazeera TV (Katar) 30. Januar 2009)

MEMRI hat noch viel, viel mehr. Es lohnt sich, wenn man sich dort auf dem Laufenden hält – da merkt man erstmal, was den Medien (auch unseren) alles durch die Lappen geht. Auch bei uns wird nur ein Bruchteil dieser Dinge bekannt. Die Mühe, durch diesen Dreck zu waten, muß man sich schon mal machen, sonst kann man nicht behaupten, einschätzen zu können, wie Arabern Juden gegenüberstehen und wie viel Chancen auf Frieden bestehen.

Und noch ein guter Link: Heplev übersetzt den (wohl satirischen) Artikel eines schiitischen Flüchtlings aus Mossul, der zu folgendem Schluß kommt:

Wenn es etwas gibt, das wir durch die Vertreibung aus dem einzigen Haus, das wir kannte, gelernt haben, dann das, dass niemand das Recht auf ein Anspruchsdenken hat. Ansprüche sind eine Seuche, die einen Menschen nur zu immerwährender Enttäuschung und Verzweiflung verurteilen kann. Auch wenn es hart für uns ist, sind wir dankbar, dass wir wenigstens nicht von der UNO trainiert werden zu glauben wir hätten Anspruch auf irgendetwas, das niemand sonst je erhielt. Rückkehrrecht? Wann war das je Ergebnis irgendwelcher internationaler Vereinbarungen? Welche Art absurden „Rechts“ ist das? Niemand wird für MEIN Recht auf Rückkehr nach Mossul kämpfen.

Da liegt er richtig.

Englische Links:

Elder of Zion gibt sehr interessante Hintergrundinformationen zum Clan, dem beide Verdächtigen angehören, und zu ihren komplizierten Beziehungen zur Hamas. Er resümiert folgendermaßen:

Hamas cannot take gleeful credit for the many atrocities performed by the Qawasamehs and then claim ignorance when there are going to be consequences for their actions. If Hamas really wants a ceasefire, they need to denounce the clan. Otherwise, their distancing themselves now after celebrating and taking credit for the family’s many terror attacks over 20 years rings more than hollow.

Auf Israellycool erinnert ein Artikel an viele, viele Massaker von Arabern an Juden, die nichts mit Israel oder Besatzung zu tun hatten. Was viele Leute gar nicht wissen.

It’s not about Israel, or Palestine if you prefer, it never was. In 629 when Muhammad and his ruthless devotees vanquished the Jews of Khaybar it had little to do with the 1947United Nations partition plan. When Islamic leader Tamim and his tribal hordes massacred six thousand Jews in Fez, it was not inspired by the 1949 armistice line. The 1967 Israeli victory had nothing to do with the 1066 murder of 4000 Jews in Granada. The list is long and bloody and all before the star of David was raised over the Knesset. 1013 in Cordoba, 1517 in Tzfat and Hebron. More recently 1834 and 1838 in Tzfat, 1840 in Damascus, 1910 in Shiraz, 1921 in Jaffa, 1929 in Jerusalem and Hebron, 1934 in Thrace, 1938 in Tiberias, 1945 in Tripoli, 1947 in Aden and Jerusalem.

Diese Erinnerungen sind im jüdischen Volk präsent. Immer wieder dieselbe Lehre, die sie daraus ziehen: wenn einer “Tod den Juden” wünscht, dann sollte man davon ausgehen, daß er es ernst meint. Ich staune immer über die Leichtfertigkeit, mit der deutsche Kommentare, denen diese Erinnerungen nicht präsent sind, israelische Sorgen als Paranoia abtun. Nie gebranntes Kind scheut eben kein Feuer – besonders nicht Feuer, das andere brennt.

Elder of Zion zitiert ihn, aber der ganze Artikel ist lesenswert: Bret Stephens fragt eindringlich: wo sind die palästinensischen Mütter?

What about their killers? The Israeli government has identified two prime suspects, Amer Abu Aysha, 33, and Marwan Qawasmeh, 29, both of them Hamas activists. They are entitled to a presumption of innocence. Less innocent was the view offered by Mr. Abu Aysha’s mother.

“They’re throwing the guilt on him by accusing him of kidnapping,” she told Israel’s Channel 10 news. “If he did the kidnapping, I’ll be proud of him.”

It’s the same sentiment I heard expressed in 2005 in the Jabalya refugee camp near Gaza City by a woman named Umm Iyad. A week earlier, her son, Fadi Abu Qamar, had been killed in an attack on the Erez border crossing to Israel. She was dressed in mourning but her mood was joyful as she celebrated her son’s “martyrdom operation.” He was just 21.

Here’s my question: What kind of society produces such mothers? Whence the women who cheer on their boys to blow themselves up or murder the children of their neighbors?

Das frag ich mich die ganzen Jahre über auch. Hört mir auf mit Ausreden wie “aber die Besatzung, aber die Siedlungen”. Die Bewohner von Nordzypern sind ebenfalls besetzt und erziehen ihre Kinder trotzdem nicht dazu, sich in Eisdielen in die Luft zu jagen. Und vergessen wir auch nicht, daß Selbstmordattentate auch außerhalb von Israel fast ausschließlich von Arabern, und zwar moslemischen,  begangen werden – sie brauchen Israel nicht dafür. Irgendwas stimmt in einer Kultur nicht, die den Tod vergöttert und hysterisch von Heroismus faselt, während sie Wehrlose aufs Korn nimmt: harmlose Familien in einem Einkaufszentrum zu Tode quält, hilflose Schulmädchen entführt, Autobomben auf Marktplätzen hochgehen läßt. Feige Taten. Sinnlose Taten.

Und ohne Mütter-Mythologie zu treiben, die ich immer nervig finde, fragt man sich doch, wie stark eine Ideologie sein muß, die ausgerechnet eine Mutter dazu bringt, ihre Kinder so freudig in den mörderischen Tod zu treiben. Mütter sind keineswegs bessere Menschen als andere Menschen, take it from me, aber sie haben in ihre Kinder investiert, um es ganz evolutionsbiologisch zu sehen.

Diese ganze jahrelange Investition, die mit Schwangerschaftsmüdigkeit und Preßwehen anfängt und über Söckchen und Windeln, Schulbücher, Hilfe bei den Hausarbeiten bis Pubertäts-Kleinkrieg und Begleitungs ins Erwachsenwerden reicht… diese ganze unermüdliche, befriedigende, gern geleistete, nie endende Arbeit, dei sich Elternschaft nennt, und die sich nur lohnt, weil man an die Zukunft des nervigen Lämmchens denkt und sich daran freut und diese irrationale, lodernde Liebe zum Nachwuchs fühlt, die diesem so peinlich ist…………. wenn man dies alles auf die Waage legt, und auf der anderen Waagschale liegen zur Unkenntlichkeit zerfetzte “Feinde” (sprich: Eis essende jüdische Familien), und mitten drin die zur Unkenntlichkeit zerfetzte Leiche des eigenen Lämmchens – ist es das wert?????

Eine Gesellschaft, in der ein nicht kleiner Prozentsatz von Müttern ruft: JA! – ist die wirklich normal? Und was kann man tun, damit sie den Tod nicht mehr höher als das Leben einschätzt? Golda Meirs Worte sind immer noch gültig, und zwar nicht nur in Israel:

„Frieden wird es geben, wenn die Araber ihre Kinder mehr lieben, als sie uns hassen.“

Der Streit um die Drei-Finger-Photos Juni 20, 2014, 9:07

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Vor ein paar Tagen habe ich im Eintrag “Drei Finger” Bilder gezeigt, die in Ynet und im Blog Israellycool veröffentlicht wurden. Sie zeigten offenen Triumph über die Entführung der drei Jugendlichen (von denen wir seit einer Woche keinerlei Lebenszeichen haben), in verschiedener Form: als Graphiken und Bilder von Erwachsenen und Kindern, die triumphierend drei Finger hochhalten.

Es stellte sich heraus, daß ein Teil der Bilder, die von Palästinensern schadenfroh auf Facebook gepostet wurden, gar nichts mit dem Entführungsfall zu tun hatten, sondern vor einem Jahr im Rahmen des Arab-Idol-Talentwettbewerbs aufgenommen und veröffentlicht wurden.

Ein Kommentator hat mich freundlicherweise darauf hingewiesen und ich habe sofort meine Erleichterung ausgedrückt – es ist ja immer ein bedrückendes Gefühl, wenn man sieht, wie Kinder für Propagandazwecke eingesetzt werden.

Doch Aussie Dave von Israellycool ist der Sache weiter nachgegangen und hat heute eine Klarstellung veröffentlicht: ALLE von ihm gezeigten Bilder stammen von Seiten, die mit der Entführung in Verbindung stehen. Das bedeutet: nicht etwas übereifrige Israel-Freunde haben unsachgemäßen und unredlichen Gebrauch von Kinderbildern gemacht, um harmlose palästinensische Kinder zu Plakatsäulen der Häme zu degradieren. Sondern es waren hämische, schadenfrohe Anti-Israel-Propagandisten, die Bilder von drei Finger hochhaltenden Kindern hochluden, wo sie sie nur finden konnten, um den Eindruck hervorzurufen, daß diese Triumphgeste weite Verbreitung hat.

Facebook hat inzwischen einen Teil dieser Propagandaseiten gelöscht.

Doch Aussie Dave hat noch mehr gefunden.

Selbst wenn ein Teil der vorher veröffentlichten Bilder nichts mit der Entführung zu tun hatte – diese hier haben es mit Sicherheit.

propaganda1

Strammstehen und Parolen rufen lernen die Kinder ja schon in Schule und Sommerlager.

propaganda2

 

 

Diese niedlichen kleinen Mädchen leben in den Niederlanden. Auf ihren Händen stehen die Namen der Entführten. Sie beweisen damit die Solidarität ihrer Eltern aus der Ferne.

Wer möchte, kann hier in den Kommentaren seinen Senf dazugeben. Ganz interessant: die arabischen Kommentaren drücken Beifall aus, die nicht-arabischen Kritik.

propaganda3

Link zur Facebook-Seite

und von derselben Seite:

propaganda4

Es ist, für Leser, die es nicht sofort erkennen, das Logo der Hamas, das auf ihrem Kopfschmuck prangt.

hamas log ii

Nota bene: weder Zweistaatenlösung noch friedliche Mittel zu seiner Erreichung sind Ziele der Hamas, wie das Logo in peinlicher Deutlichkeit erklärt.

Ja, ein Teil der Kinderbilder wurde zynisch mißbraucht, aber weder von mir noch von Aussie Dave, sondern von skrupellosen Anti-Israel-Hetzern. Und ja, die palästinensische Gesellschaft macht ihre Kinder zu Propaganda-Figuren, beutet ihre unschuldigen Gesichter aus, um die häßlichsten menschlichen Gefühle überhaupt, Schadenfreude, Triumph und Mitleidlosigkeit, zum Ausdruck zu bringen.

So sieht die Welt aus. Leider nicht schöner als gestern oder vorgestern.

Breaking News April 19, 2014, 9:33

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Meine Mutter brachte mir als Geschenk einen Ziegelstein von einem Buch mit – es war nicht ihre Idee, sie mußte das riesige Ding mitschleppen und hat es, während sie hier war, selbst angefangen. (Wie gut war das, meine Mutter mal nicht ständig auf Achse zu sehen, sondern ganz entspannt im Garten, zwischen all dem Unkraut und den Schmetterlingen in der warmen Frühlingsluft! mit einem Buch in der Hand!)

Ich werde mir die Kindle-Version zulegen – dieses Gerät verwöhnt einen ganz schön, ich hab gar keine Geduld mehr für ziegelsteindicke Bücher, mit denen man sich im Bett nicht ordentlich einkuscheln kann, weil sie einem immer entgegenfallen.

Jedenfalls würde mich interessieren, ob jemand Frank Schätzings “Breaking News” kennt und was Ihr davon haltet. Meine Mutter meinte, der Stil ist ungenießbar und reißerisch, der Inhalt aber überraschend interessant. Sehr viel Geschichte des Nahen Ostens, auch aus der nächsten Vergangenheit, an die man sich noch erinnert.

Ich bin jedenfalls mal gespannt. Also, her mit Euren Kritiken.

Kleine Pause März 18, 2014, 17:40

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Ja, ja, ich bin ruhig, zumindest blogge ich weniger, aber ich habe einfach einen gigantischen Teller voll Arbeit vor mir, den ich langsam zerlegen und aufessen muß. Das kommt bei mir immer in Wellen, mal hab ich Zeit zum Häkeln und Fröhlichsein und widme Unkraut und Teekraut täglich eine Stunde – und mal sitze ich nachts bis drei, vier Uhr, lege mich nur kurz aufs Ohr (Wecken ist hier um halb sechs), und am Wochenende sind Y. und ich beide so kaputt, daß wir nichts mehr tun außer Ruhen.

Wir waren im Kibbuz zur Purim-Party, Y.s Verkleidung als wahnsinniges Rind war ein Riesen-Erfolg, und es hat Spaß gemacht, einfach mal wieder ein paar Stunden durchzutanzen. Viele Leute haben sich gefreut, uns zu sehen.

Jetzt bin ich aber wieder voll im Brassel. Vorhin dachte ich, ich leiste mir eine Pause, und habe eine Schüssel voll Mandarinen gepflückt. Die wachsen einem auf Primus´ kleiner Terrasse ja ins Gesicht. Ruckzuck war die Schüssel voll. Und oh wie lecker sind diese Mandarinen, es muß eine ganz besondere Sorte sein. Jetzt putze ich sie weg, eine kleine Pause, und danach widme ich mich wieder der Vorbereitung auf einen Vortrag. Dänische Maler des 19. Jahrhunderts – es sind Perlen dabei, die mir Herzklopfen machen vor Glück, und ich liebe meine Arbeit.

Daalsgard, Exner, Vermehren, Hammershøi – und dann ein paar Mandarinen. Ich hab´s schon ganz gut. Auch wenn ich zum Bloggen im Moment weniger komme.

Weiß jemand übrigens, wie man (ohne Gelierzucker, den es hier nicht gibt) aus den Mandarinen Gelee oder Marmelade machen kann? Ein 1:1-Rezept (genauso viel Zucker wie Frucht) ist mir zu süß. Bestimmt weiß jemand einen guten Tip.

 

Nichts zu sagen März 2, 2014, 6:02

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Wenn ich in den letzten Wochen stiller war als sonst, hat das ganz banale Gründe. Ich bin mit Arbeit zugeschüttet, habe andere Sorgen und weiß nicht mehr, was ich zu den abstrusen Dingen sagen soll, die sich in der Welt abspielen. Oder in den deutschen Medien. Ich ärgere mich wohl, wenn ein dümmlich verleumderischer Artikel über Christen in Israel im SPon erscheint, aber wie froh bin ich, wenn Claudio Casula die passende Antwort gibt. Jedoch die Kommentare zum Artikel zeigen, wie erfolgreich die Indoktrination gegen Israel ist. Es vergeht einfach kaum ein Tag ohne anti-israelischen Artikel in deutschen Medien. Das Lügenfest nach der Schulz-Rede war ja auch ein Beispiel.

Davon wird mir nur noch übel. Alle Beschwörungen der Freundschaft beim Merkel-Besuch können darüber nicht hinwegtäuschen. Und ich kann dazu manchmal einfach nichts mehr sagen. Der Anti-Israel-Reflex funktioniert bei manchen Leuten eben sicherer als andere Gehirnfunktionen. Sehr traurig.

Ich gehe diesen Dingen manchmal bewußt aus dem Weg. Ich weiß nicht, ob es irgendwann mal historische Gerechtigkeit für Israel geben wird, eine Richtigstellung, damit den Leuten klar wird, daß die meisten ihrer Glaubenssätze über Israel einfach nur falsch sind. Ich sehe es nicht am Horizont. Eher eine Verschlimmerung. Es ist normal, gegen Israel zu sein, so wie man gegen Tierversuche, gegen Kinderpornographie und gegen Kernenergie ist. Manchmal fällt mir dazu einfach nichts mehr ein.

Manchem mag auch aufgefallen sein, daß ich, seit die Kinder älter sind, weniger aus dem privaten Leben erzähle. Sie gehen ihre eigenen Wege, und ich fühle mich nicht befugt, davon zu erzählen. Aber in ein paar Stunden fährt Tertia zum letzten Mal den langen, langen Weg in ihre Basis südlich von Beer Sheva. Und am Dienstag ist auch ihre Zeit bei der Armee abgelaufen.

Ich kann nicht fassen, daß drei meiner Kinder die Armee damit hinter sich haben. Tertia wird auch keinen Reservedienst machen müssen. Die Jungens haben ebenfalls im Moment keinen Reservedienst, weil die Armee Geld spart – was mich für die Jungens freut, für die Armee aber eher besorgt macht. Jedenfalls haben alle drei eine interessante Armeezeit gehabt. Secundus mit Abstand die schwierigste, Tertia mit Abstand die interessanteste. Keiner von ihnen hat sich verpflichtet oder eine Armee-Karriere angestrebt, obwohl sie die Chance gehabt hätten. Damit ist Y. immer noch der hochrangigste Offizier der Familie (auch in der weiteren – seine beiden Onkel sind ebenfalls Major). Aber wir hatten nie Ehrgeiz in der Hinsicht und sind zufrieden, daß sie viel gelernt haben, sich bewährt haben und auch neue Freunde kennengelernt haben.

Jedenfalls bin ich froh, daß ich Tertia heute zum letzten Mal in Uniform mit der schweren Tasche losziehen sehe. So gut ihr das beige steht – zwei Jahre sind genug.

 

Gelobtes Land Februar 5, 2014, 19:39

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Das Thema taucht ja immer wieder hier auf: welche Bedeutung die göttliche Versprechung des Lands an die Juden heute hat (“das gelobte Land” – gelobt im Sinne von ausgelobt, versprochen, nicht im modernen Sinne). Eine interessante Stimme zum Thema habe ich heute bei Elder of Zion gefunden.

Ein jordanischer Scheich, Ahmad Adwan, erklärt, daß Allah den Juden das Heilige Land versprochen hat, und daß das Wort Palästina eine Lüge und Gotteslästerung ist (da es im Koran nicht vorkommt). Er bezieht sich dabei auf Sure 5, Vers 21,  und Sure 26, Vers 59 – vermutlich muß man den Koran auf arabisch lesen, um sie richtig zu verstehen. Aber Scheich Adwan kann das ja.

Und Wir gaben sie den Kindern Isrāʾīls zum Erbe.

Ganz interessant – auch der Koran anerkennt, daß die Juden ein Volk sind, Kinder Israels eben.

Der Scheich Adwan kommt dabei zu klaren Schlußfolgerungen:

“I say to those who distort their Lord’s book, the Koran: From where did you bring the name Palestine, you liars, you accursed, when Allah has already named it “The Holy Land” and bequeathed it to the Children of Israel until the Day of Judgment. There is no such thing as ‘Palestine’ in the Koran. Your demand for the Land of Israel is a falsehood and it constitutes an attack on the Koran, on the Jews and their land. Therefore you won’t succeed, and Allah will fail you and humiliate you, because Allah is the one who will protect them (i.e. the Jews).”

Adwan war zu Besuch in Israel – sehenswert der angefügte Film, leider nur auf Hebräisch, von seinem Besuch mit dem Rav von Zfat in dieser heiligen Stadt. Das hat Adwan über die Juden zu sagen:

He (Adwan) added: “(The Jews) are peaceful people who love peace, who are not hostile and are not aggressors, but if they are attacked, they defend themselves while causing as little damage to the attackers as possible. It is an honor for them that Allah has chosen them over the worlds – meaning over the people and the Jinns until the Day of Judgment. I made the reasons for Allah’s choice clear in my books and pamphlets. When Allah chose them, He didn’t do so out of politeness, and He wasn’t unjust other peoples, it is just that they (the Jews) deserved this.”

Nun, wenn man jüdische religiöse Argumente aus der Politik heraushalten möchte (und ich bin dafür, sie herauszuhalten, weil man über religiöse Überzeugungen nicht streiten soll oder kann – man kann die des anderen respektieren, muß sie aber nicht teilen), dann gilt das auch für islamische religiöse Argumente. Aber immerhin interessant, zu wie vielen verschiedenen Ergebnissen eine Koran-Lektüre führen kann.

Und ermutigend, daß es auch solche Stimmen gibt. Von jüdischer Seite aus war der Rav Fuhrman, zu dessen Tod ich im Blog über ihn geschrieben habe, so eine Stimme des Respekts für die andere Seite.

(Mehr zu Adwan und seiner Interpretation des Koran hier.)

Narrativ oder Wahrheit? Februar 5, 2014, 17:57

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Elder of Zion, der Unermüdliche, hat einen kurzen Videoclip zum Thema “Saeb Erekat und sein Narrativ” veröffentlicht.

Es sollte eigentlich so einfach sein, solche aus der Luft gegriffenen, mit großem Pathos vorgebrachte Lügen zu überprüfen und mit der Wirklichkeit zu konfrontieren. Erekats empört bebender Unterton, als er sagt, “you’re asking me to change my narrative” ist verräterisch. Wenn Erekat die Wahl hat zwischen Narrativ und Wahrheit, verzichtet er gern auf die Wahrheit, damit das Narrativ stimmt.

Ich habe im Laufe der Jahre ich-weiß-nicht-mehr-wie-viele solcher Narrativ-Lügen abgeklopft. Nicht so viele wie EoZ und andere fleißige Kleinarbeiter im Dienst der Wahrheit, aber es läppert sich doch was zusammen. Aber manchmal möchte ich mutlos werden bei der Anhäufung der Lügen, die einfach so geglaubt werden.

Narrative sind schöne Dinge in der Literatur, Kunst, im Film, in der persönlichen Erinnerung. Aber wenn  Phantasiekonstrukte in einem politischen Konflikt eingesetzt werden, als wären es echte Argumente, und außer ein paar Bloggern überprüft es keiner, schert es keinen – dann haben wir ein echtes Problem.

Eigentlich brauche ich eine extra Blog-Kategorie für diese seltsamen Narrative: Lug und Trug.

Einen starken Magen Januar 12, 2014, 0:11

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braucht man für die Lektüre von EoZ´s Zusammfassung der palästinensischen Reaktionen auf Sharons Tod. Schamloser Jubel, das Verteilen von Süßigkeiten und die Behauptung, Sharon hätte Arafat ermordet, kommen darin in tragenden Rollen vor.

Für einen Moment denke ich: und wenn wir jetzt den Palästinensern vorwerfen, sie hätten Sharon ermordet? mit einem gaaanz seltenen Gift….? das wir erst in zehn Jahren auf einem alten Taschentuch Sharons finden?

Lächerlich. Keiner würde es glauben. Weil aus Sharons medizinischem Zustand kein Geheimnis gemacht wurde. Arafat dagegen, mythenumwoben…

Ein weiteres.

Wer wird es übrigens mal übernehmen, deutschen Journalisten zu erklären, daß Sharons Besuch auf dem Tempelberg genehmigt war, daß er damals ein abgehalfterter und recht unwichtiger Oppositionspolitiker war, und daß Arafat, wie selbst Suha zugibt, die Intifada II schon längst vorher geplant hatte…? Es ist wohl hoffnungslos. Das ist wohl die eiserne Glaubensreserve deutscher Journalisten. Und wenn sie sonst an nichts mehr glauben, nicht Tod noch Teufel noch auch Homöopathie – an Sharon als Auslöser der Intifada, da glauben sie fest dran.

SPon:

Paradoxes und zynisches Kalkül war Teil seines Lebens: Den Aufstand hatte er als Oppositionspolitiker mit seinem 45-minütigen Besuch auf dem Haram al-Scharif, dem Tempelberg, selbst ausgelöst.

Tagesschau:

Die Palästinenser behalten Scharon als politischen Hardliner und Provokateur in Erinnerung: Sein Gang auf den Jerusalemer Tempelberg im Jahr 2000 gilt mit als Auslöser der zweiten Intifada – des palästinensischen Volksaufstandes.

n-tv:

Als besondere Provokation empfanden die Palästinenser einen Besuch des damaligen Oppositionspolitikers im September 2000 auf dem Muslimen wie Juden heiligen Tempelberg (Haram al-Scharif) in der Altstadt von Jerusalem. Die Unruhen mündeten in einen bewaffneten Aufstand der Palästinenser, der Intifada.

Vorsichtiger Gil Yaron, der es ja besser wissen sollte, in der ZEIT:

“Erobert jede Hügelspitze. Jeder Ort, an dem wir jetzt bauen, wird eines Tages uns gehören”, trieb er seine Anhänger an. Diese Gebietsansprüche brachte er auch im September 2000 zum Ausdruck, als er als Oppositionsführer demonstrativ den Tempelberg in Jerusalem besuchte, während Israelis und Palästinenser über eine Teilung der Stadt verhandelten. Kurz danach – manche glauben gar deswegen – brach die zweite Intifada aus.

Die taz:

Zu diesem Zeitpunkt wütete die Zweite Intifada, die Scharon selbst mit ausgelöst hatte, als er umgeben von hunderten Sicherheitsleuten den Tempelberg besuchte.

Die Süddeutsche (note bene das Wörtchen Vorwand):

Den Gipfel der Unpopularität erzielte Scharon am 28. September 2000, als er, geschützt von einer Armada von mehreren Hundert Polizisten und Grenzschutzbeamten, auf der Esplanade des Tempelbergs spazieren ging – auf jenem Ort, der Muslimen heilig ist, nicht Juden. Die provokante Visite zwischen Felsendom und Al-Aksa-Moschee, die den Palästinensern und Jassir Arafat einen Vorwand für ihre zweite Intifada lieferte, verhalf Scharon zum höchsten Regierungsamt.

Frankfurter Rundschau:

Als besondere Provokation empfanden die Palästinenser einen Besuch des damaligen Oppositionspolitikers im September 2000 auf dem Muslimen wie Juden heiligen Tempelberg (Haram al-Scharif) in der Alstadt von Jerusalem. Die Unruhen mündeten in einen bewaffneten Aufstand der Palästinenser (Zweite Intifada).

Ich weiß, sich zu informieren ist für Journalisten ja nur in den Fällen wichtig, in denen man nicht von vornherein schon weiß, was man zu berichten hat… aber ich trage nun mein Scherflein zur Volksaufklärung bei.

Dank an Claudio, der diesen Videoclip verlinkt hat:

Und ich habe neulich schon Suhas Interview gezeigt:

Sehr betreten November 1, 2013, 19:12

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Meine Lieben, ich entschuldige mich hiermit für den vielen Streß, die lästige Registration, die widerspenstigen WordPress-Einlog-Riten, all den anderen Kram.

Als ich leichtherzig und zufrieden auf die Option “privat” geklickt habe, die mich ja schon lange angelacht hat… da dachte ich nur daran, wie schön es doch sein muß, so ganz im kleinen Kreise zu bloggen. Ich dachte, wenn sich hier und da mal jemand findet, der mitlesen möchte, na, den schalte ich dann in aller Ruhe frei.

Mir war nicht klar, daß es mehr als vier, fünf Leute sein würden, die den ganzen Kram auf sich nehmen. Es ist mir wirklich unangenehm, daß Ihr Euch jetzt damit rumschlagen müßt. D.h., wenn Ihr das hier lesen könnt, habt Ihr es ja schon geschafft.

Ach ja, ich mit meinen spontanen Entschlüssen.

Ein Dialog Oktober 26, 2013, 20:39

Posted by Lila in Bloggen.
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Ich: Weißt du was, ich habe einfach kurzentschlossen den Blog auf privat gestellt, ich hab einfach keine Kraft mehr für all die Diskussionen, die sich in tausend Details verlieren und nie aufhören…

Er: Na und was bedeutet das, auf privat stellen?

Ich: Daß sich alle Kommentatoren anmelden müssen. Und daß ich eine Pause mache und viel weniger schreibe.

Er: Und was machst du mit der vielen freien Zeit, die du dann übrig hast?

Ich: Och, da telefonier ich mit meinen Freundinnen.

Er: :roll:

Wieder mal… Oktober 26, 2013, 11:28

Posted by Lila in Bloggen.
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… Zeit zum Down-Sizen :-)

 

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