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Wo wart Ihr September 11, 2014, 13:07

Posted by Lila in Bloggen, Persönliches.
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vor dreizehn Jahren?

Wenn bei mir der Hektik-Pegel sinkt, erzähle ich auch von mir.

Kommentare»

1. Hein - September 11, 2014, 13:11

Ich war auf dem Weg zur Blutspende. Schaute bei meinem Sohn vorbei. Er saß vor dem Fernseher. Das zweite Flugzeug crashte gerade in den zweiten Turm. Dass das ein Angriff auf die zivilisierte Welt war, war klar. Bei der Blutspende gar es natürlich kein anderes Thema. Gefühl wie bei Ausbruch eines Krieges im eigenen Land.

2. monieka - September 11, 2014, 13:15

Das vergisst man wohl tatsächlich nie. In einem Geschäft für Puppenstubenartikel in München. Da sagte das dann jemand. Unvorstellbar. Zu Besuch bei meiner Schwester, wir saßen dann vor dem Fernseher. Das zweite Flugzeug war doch eine Wiederholung, nur aus einer anderen Perspektive, oder?

3. Martin - September 11, 2014, 13:21

Für ein Auftragsprojekt in Wolfsburg, etwas draussen in einem Industriegebiet in einem Gebäude eines Automobilherstellers.

4. Malte S. Sembten - September 11, 2014, 13:23

Ich kann mich nicht erinnern, wo ich war und was ich gerade gemacht habe, als Kennedy ermordet wurde (niemand weiß, wo ich da war). Allerdings weiß ich auch nicht mehr, wo ich war und was ich tat, als die Mauer fiel. Aber was ich am Tag des 11/9/11 wo tat, weiß ich noch genau. Da saß ich zu Hause am Schreibtisch und habe via Internet gesehen, was in NY geschah.

Angeblich sind ja von Seiten des IS und anderer islamischer Radikaler für heute massenhaft „Jubiläums-Anschläge“ geplant. Ich hoffe, die bleiben ebenso aus (bzw. werden früh verhindert) wie bisher jedes Jahr an diesem Tag.

5. Piet - September 11, 2014, 13:48

Ich war gerade ins Einkaufszentrum gekommen, wo sich vor wenigen Geschäften Menschentrauben gebildet hatten (die mit Fernsehapparaten nämlich), die größte vorm Schaufenster des HiFi-Ladens im Basement und im Laden selbst, wo es besonders gespenstisch war, surreal, weil eine ganze Fernsehwand die zigfach vervielfältigten Bilder zeigte.

Erst Ungläubigkeit, dann das Entsetzen in den Gesichtern der Menschen und diese ungewohnte Stille, die jedem signalisierte, dass etwas anders ist, das etwas passiert sein muss, in jähem Kontrast zum Leben draußen, kurz zuvor noch. Die wenigen lachenden, plaudernden Menschen, die noch nichts mitbekommen hatten und in ihrer Normalität nun wie Fremdkörper wirkten, bis auch sie von den Nachrichten erreicht wurden.

6. Barbara - September 11, 2014, 15:55

Ich saß im Auto, auf dem Weg zur Arbeit, als die erste Meldung kam. Zunächst dachte ich noch an Hubschrauber, die Touristen durch die Skyline fliegen.

Wir sind an diesem Tag nur noch vor dem TV Gerät gesessen.
Und nie, niemals kann ich die Bilder der Verzweifelten vergessen, die in den Tod sprangen.

7. Ingrid - September 11, 2014, 16:15

Ich war im Büro, als einer unserer Chefs hereinkam und meinte wir sollten unbedingt sofort ins Internet gehen und sehen was in NY passiert. Wir konnten es nicht glauben, was wir da zu sehen bekamen.

8. CK - September 11, 2014, 16:16

Ich bin beim Pauken von „Internes Rechnungswesen“ (Klausur paar Tage später) auf meinem Bett eingeschlafen und der damalige Freund meiner Schwester wollte mich nicht wecken. Ich wurde dann aber doch selber wach, ging in die Stube und meine Mutter erläuterte mir was passiert sei.

Klar war ich schockiert wie wohl jeder, aber nur einen einzigen Tag. Bereits tags darauf ging das Leben für mich normal weiter. Ich weiss sogar noch, dass ich dagegen war, dass die Champions-League-Spiele am Mittwochabend abgesagt wurden. Für mich war klar „Show must go on“, der Terrorismus darf uns nicht vom Leben abhalten.

Als Bin Laden dann viele Jahre später in Pakistan ausgeschaltet wurde, war ich kurze Zeit begeistert und hatte ein schönes Avatar mit der Freiheitsstatue die seinen abgetrennten Kopf statt der bekannten Fackel in der Hand hielt 😉

9. SB - September 11, 2014, 16:27

Auf der Arbeit in einem Großraumbüro in ‚Mainhattan‘. Mein Kollege hatte es mir auf seinem Computerbildschirm gezeigt. Die ganze Abteilung war versammelt. Ich konnte es nicht fassen. Ich dachte an meine Familie in den Staaten.

Als dann das zweite Flugzeug in den anderen Turm krachte, erkannte man die böse Absicht dahinter.

Unwillkürlich schaute ich raus zum Himmel und dachte darüber nach was ich tun würde, wenn hier…

10. Brigitte Kirste - September 11, 2014, 16:30

Grad von der Arbeit gekommen. Anruf mein Sohn: “ Mama, mach sofort den Fernseher an“. Was ich tat. Dann gemeinsam geschwiegen.

11. Shoshana - September 11, 2014, 17:09

Ich war allein an diesem Tag zu Hause. Mit meinem Neugeborenen im Arm. Ich sass stundenlang in Shock vor den Nachrichten, hörte immer wieder das gleiche, das ich nicht fassen konnte. Es war wie heiss-kalt, heiss-kalt… auf der einen Seite mein grösstes privates Glück und auf der anderen diese unglaubliche Tragödie im Leben so vieler Menschen.

12. Georg B. Mrozek - September 11, 2014, 17:31

Hatte den ersten Tag nach der Nachtschicht frei und wurde gegen 16 Uhr wach, schaltete wie immer den Fernseher ein und Frau Christiansen stammelte nur noch – und dann sah ich die Bilder in Endlosschleife. Bis heute zieht sich in mir alles zusammen, wenn ich nur, wie jetzt, daran denke. Es schnürt sich der Magen zu. Immer noch kann ich kaum einen Spielfilm ertragen, der dies thematisiert, selbst wenn es nur am Rande dort vorkommt.

Den Abend und fast die ganze Nacht hindurch redete ich am Telefon, später chattete ich. Wie mir ging es auch den anderen Bekannten und Freunden, niemand fand Schlaf in dieser Nacht. Bis dahin hätte ich nie gedacht, dass man ein Trauma durch weit entfernte Ereignisse erleiden kann. Aber man kann. Heftig sogar.

13. ekkehard schroeder - September 11, 2014, 17:38

Ich arbeitete zu dieser zeit in einem technikum. man hörte nebenbei im radio das unfassbare. aber der betrieb musste weiterlaufen und die schreckensmeldung wurde im werkstattlärm zur nebensache. zuhause lief dann auf jedem fernsehkanal nichts anderes.
mein weg zur arbeit ging damals an amerikanischen siedlungen vorbei. überall standen dann zivile polizeifahrzeuge mit blaulicht und blockierten die zufahrten. und von da ab wurden us-soldaten mit sturmgewehr und granatwerfer normal.

da damals ein schwerpunkt meiner arbeit die kritik der esoterik war hatte ich wahrscheinlich einen rationaleren zugang zu dem anschlag da mir das destruktive potential religiösen wahns bewusst war. andere waren schlicht überfordert. und sehr viele befassten sich mehr mit der bush-rethorik und bundesdeutschen notstandszenarien anstatt dies als faustschlag ins gesicht jedes emazipatorischen gesellschaftsmodell zu begreifen.
was so mancher von sich gab war ein grösseres trauma wie der anschlag.
und damals konnte man wenigstens noch einen artikel über die vorzüge amerikanischer popkultur versus deutscher wagnerischer hochkultur verfassen. so als denkanstoss was mit einem angriff auf die usa gemeint ist.

14. arabrabenna - September 11, 2014, 17:41

Ich sass gerade mit unseren Kindern beim Mittagessen. Wir hatten es uns angewöhnt, Freitags beim Essen einen Film anzusehen (ganz gegen meine Prinzipien:)) Dann liefen die Nachrichten ab und wir sahen das „. Flugzeug in den Tower rasen, konnten es nicht fassen und so lief der fernseher und lief und wiederholte die Bilder. Wir waren einfach so fassungslos!

15. Dante - September 11, 2014, 17:45

Bei mir zu hause, damals noch in Hannover. Ich nehme an, es geht um den Anschlag – den habe ich life im Fernsehen mitbekommen. Die allererste Meldung, bei der von einem Flugzeug im WTC die Rede war, hat mich noch an eine Kleinmaschine mit einem besonders unfähigen Piloten denken lassen.

16. Gabi - September 11, 2014, 17:47

Ich war auf Arbeit, „es“ kam im Radio und wir haben es alle im Großraumbüro nicht sofort realisiert. Dachten an einen Unfall, mussten zweimal hinhören, um das Unfassbare zu verstehen.

17. sabine - September 11, 2014, 19:19

Ich rührte in einer Bohnensuppe, als das Telefon ging und der Vater meiner Kinder, der in New York studierte, mich dringend bat, das Fernsehen anzustellen und seiner Mutter, die er nicht erreichen konnte zu sagen, dass er noch lebe.
Ich verabschiedete mich in diesem Moment mental für gefühlte zehn Stunden, realiter 30 Minuten, um
– das Fernsehen anzustellen und nicht zu verstehen, was ich da sah.
– per Telefon Fragen zu stellen, Antworten zu erhalten, die einzuordnen (was nicht gut gelang) und nebenbei das Schreien einer Frau auszuhalten, die mein Exmann zu beruhigen suchte, was auch nicht gelang, weil neben dem Schreien ununterbrochen Hubschrauberlärm zu hören war – das war, als das Flugzeug ins Pentagon krachte.
– die Mutter anzurufen, zu beruhigen versuchen, aber aus der Leitung zu fliegen und keine Verbindung mehr zu bekommen, nach NY sowieso nicht.
– meinem achtjährigen Sohn zu erklären versuchen, was eigentlich passiert sei, ohne es wirklich zu können, mit ihm zum Cello-Unterricht zu gehen, dort wiederum zu erklären, warum der Junge nicht spielen könne (da wusste noch niemand etwas, war verständnislos verständnisvoll, es war gegen vier Uhr nachmittags).

Unter einem Baum hinter dem Musikgymnasium sah ich einen Jungen verloren in sein Handy sprechen, Er war ganz blass und sah aus, als befände er sich in einer ähnlichen Vakuumblase wie ich, taub, nichts hören könnend, wortwörtlich. Mein einziger Kontakt zur Welt war die warme Hand meines völlig verwirrten Sohnes. Man kann das schlecht erklären.

18. Marlin - September 11, 2014, 19:45

Als fauler Student zu Hause und hatte durch Zufall CNN an. Da war gerade erst die kleine Maschine reingeflogen. Dann hab ich quasi live gesehen, wie die 1. große reinflog.. Beim Sportflugzeug dachte ich nur an einen Unfall, aber die anderen beiden.. und dann der Zusammensturz.

19. willow - September 11, 2014, 21:14

Ich war im Büro, arbeiten … dann erzählte eine Kollegin nach einem Telefonat etwas von einem Anschlag In New York. Nach der Arbeit habe ich einem Freund etwas vorbeigebracht, der Fernseher lief, ich sah das brennende Hochhaus und den Einschlag des 2. Passagierflugzeuges. Als ich nach Hause kam, meiner Frau davon erzählte und den Fernseher einschaltete sahen wir, wie das 1. Hochhaus zusammenstürzte.

20. heplev - September 11, 2014, 22:13

Ich kam von der Schule nach Hause und wollte die 14 Uhr-Nachriten sehen. Dort war überall live zu sehen, was in New York los war. Im ZDF hieß es, „ein kleines Flugzeug“ sei in einen Turm des WTC geflogen. Als ich das Loch sah, hielt ich diese Aussage für Schwachsinn.
Von dem Moment an klebte ich vor dem Bildschirm.
Das ZDF machte weiter. Hinter dem Korrespondenten flog der zweite Jet in den anderen Turm. Der Moderator in Mainz machte den Korrespondenten darauf aufmerksam. Dieser meinte, das sei bestimmt nicht so, es sei vielleicht ein kleines Presse-Flugzeug hinter dem Turm vorbeigeflogen. Der drehte sich nichtmal um, um nachzusehen!
Am Abend konnte ich nicht fassen, dass es noch Leute gab, die davon nichts mitbekommen hatten. Meine Vermieter z.B. Himmel, wie konnte das sein?

21. heplev - September 11, 2014, 22:14

Marlin, was für eine „kleine Maschine“ soll denn da wo reingeflogen sein????

22. Ludwig - September 11, 2014, 22:42

Ich saß am Schreibtisch als ein Kollege reinstürmte: „Macht mal den Fernseher an, da ist ein Flugzeug ins World Trade Center geflogen.“

Während des Nachmittags wuchs unsere Fassungslosigkeit. Gegen Abend standen wir vor mehreren Monitoren und sahen verschiedene Nachrichtenprogramme zugleich. Als wir den zweiten Turm fallen sahen, wusste ich, dass Amerika in den Krieg ziehen würde und fragte mich gegen wen.

Dann habe ich gegoogelt, wo in Manhattan eigentlich das Büro meines meines Cousins war. Zum Glück woanders. Später habe ich erfahren, dass er auch mal im WTC gearbeitet hat.

23. Paul - September 11, 2014, 23:03

Mit meiner Frau kam ich von einem Arztbesuch nach hause. War leicht verärgert, weil wir dort länger warten mussten und ich die Bill Cosby Show, die damals jeden Tag am frühen Nachmittag wiederholt wurde, nicht mehr rechtzeitig einschalten konnte. Ich stürzte zum Fernseher und schaltete ihn ein. Dort sah ich wie ein Flugzeug in einen Wolkenkratzer flog und schimpfte darüber, dass Bill Cosby ausfällt und statt dessen so ein bescheuerter Science-Fiction-Film gezeigt wird. Ich wollte schon abschalten, aber die gezeigte Situation hielt mich ab. Gezeigt wurden Bilder mit einer Kamera aus dem Fenster oder vom Balkon aus aufgenommen und ich hörte entsetzte Schreie: Ich glaue, „Oh God“ merfach hintereinander voller Schrecken ausgerufen. Es dauerte noch eine gefühlte Ewigkeit, bis ich realisierte, dass dies kein Film, sondern die Wirklichkeit war. Dann flog auch schon das zweite Flugzeug in den Turm. Bin heute noch der Meinung, dass ich diesen zweiten Einschlag life gesehen habe.
Der Schock war enorm. Das Entsetzen groß. Wie ernst die Lage war wurde mir aber erst bewusst, als über den Sender kam, dass der amerikanische Präsident mit dem Flugzeug an einen unbekannten sicheren Ort geflogen wurde. Ich glaube er befand sich zu dieser Zeit gerade auf dem Heimflug von einem Termin.
Diese Nachricht erzeugte bei mir ein tiefes Angstgefühl. Etwa in dem Sinne: Was passiert jetzt noch alles?

24. Verena - September 11, 2014, 23:03

In Salzburg bei meinem damaligen Freund (lange lange her…:-)…)
Aber am nächsten Tag musste ich in den Flieger nach Barcelona – meine alte Heimat… – steigen – das war ein klein wenig ein seltsames Gefühl.

25. chutzpi - September 12, 2014, 9:12

Ich war Lehrerin an der juedischen Schule, kam ins Lehrerzimmer, um etwas zu kopieren und fand dort voellig verstoerte Kollegen vor, die irgend etwas von einem Flugzeug faselten, das in ein Gebaeude gerast sein sollte. Auf dem Heimweg dann auf allen Fernsehschirmen eines Geschaefts in Endlosschleife die Einschlaege der Flugzeuge ins WTC – ich dachte noch, diesen Film wuerde ich sicher nicht ansehen gehen – und dann realisierte ich,d ass es Wirklichkeit war. Heim wie im Traum, am Abend fand kein Tanzen statt, am naechsten Tag blieb unsere Schule aus Angst vor weiteren Anschlaegen geschlossen… danach mussten wir die Situation mit den Kindern nachbearbeiten, auffangen. Einige hatten Verwandte in New York, ich hatte eine Freundin dort, die ich auch lange nicht erreichen konnte… Es ist alles noch sehr praesent, auch heute, 13 Jahre spaeter.

26. Krischan - September 12, 2014, 10:42

Als Student mit einem Kommilitonen bei mir im Wohnheimzimmer, wir haben an einem Projekt gearbeitet und per ICQ mit anderen Studis gechattet. Auf einmal per ICQ die Meldung „Macht mal den Fernseher an“. Naja, und dann Fernsehen geschaut – spätestens als der zweite Einschlag kam, den wir in Echtzeit sozusagen sahen, war klar, das ist kein Unfall. Und ich hatte ein wenig Unverständnis über die hämischen Reaktionen einiger Freunde, so nach dem Motto „die habens ja verdient“. Leider sind damals auch so ähnliche Gedanken in meinem Kopf rumgespukt. Dafür schäme ich mich heute ziemlich. Letztlich war 9/11 der Auslöser, mich komplett von meinen „linken“ Idealen zu trennen und auf dem Boden der Tatsachen anzukommen.

27. LN - September 12, 2014, 11:16

Im Landschulheim auf Sylt, die klassische Reise für Viertklässler aus Hamburg. Die anderen Kinder im Zimmer stritten sich wegen irgendwelchem Blödsinn, als unsere Klassenlehrerin hereinkam, sie war blaß und sichtlich schockiert. Sie war die einzige, die über den Fernseher in ihrem Zimmer Zugang zu den Nachrichten hatte. Wir durften mitkommen und uns die Bilder ansehen. Danach hat sich niemand mehr gestritten.

28. chr - September 12, 2014, 11:53

Ich studierte gerade in Jerusalem und war den Tag im Sommerulpan kurz vor der Abschlussprüfung eingespannt. Gedankenversunken und müde stieg ich in den Bus und hörte, dass der Busfahrer die Nachrichten im Radio laut gedreht hatte. Ich setzte mich ganz hinten hin, um das nicht so richtig mitzubekommen. Aber, die Fetzten, die ich hörte, wollte ich nicht so richtig wahrhaben. Es ging grad um ein Flugzeug, was ins Pentacon geflogen sein soll… Die Stimmung um mich rum war etwas aufgeregt, so wie kurz nach einem der vielen Anschläge, die es zur Zeit der zweiten Intifada fast täglich gab.Die Busfahrt über guckte ich völlig in Gedanken ans Sprachlabor raus, stieg an der Tachana Merkasit aus und lief nach Hause. Ich wohnte damals in Nachlaot. In unserer kleinen Gasse gabs es einen älteren Nachbarn, der mit seinem Fernseher, der fast immer lief, die enge Gegend dauer beschallte. Ich guckte im Vorbeigehen auf den Bildschirm und sah die Bilder der brennenden Twintowers. Er und seine Freunde saßen völlig aufgeregt drum herum und ich dachte noch „Na,heuten gucken die ja schon am frühen nachmittag so einen Scheiß!“ Drehe mich weg und ziehe aus unserem Briefkasten eine Karte von Freunden, die gerade in New York weilen. Als ich oben in der Wohnung angekommen bin, schaltete auch ich sofort das Radio an und hörte mal zu und erschrak gewaltig über meine Naivität und vor allem über die Tatsache, dass man so in einer Blase leben kann. Dann klingelte auch schon das Telefon und es gab Treffen, Krisensitzungen, Überlegungen, was nun zu tun sei. Abends trafen wir uns mit anderen Studenten, die im arabischen Teil Jerusalems wohnten und guckten da Fernsehen und hörten die Freudenschüsse knallen und sahen wie da gefeiert wurde und wie Bonbons verteilt wurden.

29. janina2212 - September 12, 2014, 12:15

Ganztägiges Seminar, kein Kontakt zur Außenwelt und dann irgendwann raus und erstmal rauskriegen, wie es Freunden & Verwandten geht, während man ungläubig auf den Fernseher starrt.

30. Verena - September 12, 2014, 13:31

Was damals wirklich geschehen ist, wissen wir jedoch scheinbar bis heute nicht! Viele ungeklärte Ungereimtheiten auch 13 Jahre später, wie z.B. diese obskure Geschichte mit den fast intakten Pässen…

31. Krischan - September 12, 2014, 14:09

@30 Liebe Verena,
klar wissen wir, was passiert ist – islamische Terroristen haben zwei Flugzeuge ins WTC gesteuert. Ein weiteres ins Pentagon. Und noch ein weiteres wurde von den Passagieren zum Absturz gebracht, bevor es ins Kapitol gesteuer ist.
Das sind Fakten. Keine Märchen. Alles andere ist Spökenkiekerei und Verschwörungstheorie.

32. Jürgen - September 12, 2014, 15:25

im Krankenhaus, in der Ambulanz. Zwischen zwei Patienten Kaffeepause, ins Chefsekretariat. Dort Info. Von da ab Radio gehört.
Ich gehöre wohl zu den wenigen Menschen, die es nie im Fernsehen gesehen haben, weil ich seit 20 Jahren keinen Fernseher mehr besitze (kostet zu viel Zeit, in der Zeitung kann ich den teil der Nachrichten auslassen, die mich nicht interessieren (den Sportteil kriegt meine Frau ;-))

33. Verena - September 12, 2014, 16:10

@ Krischan
Mein Vertrauen in „Fakten“ ist leider nicht (mehr) so hoch. Man betrachte alleine das aktuelle Theater rund um Ukraine, MH17 etc., die offensichtliche Zensur der Lesermeinungen, die Gleichschaltung fast der gesamten Presse… Und punkto 9/11 gibt es zu viele kluge Leute, die die medial gestreuten Fakten kritisch hinterfragen. Das soll aber mitnichten heißen, dass ich irgendeine Form islamischen Terrors verniedlichen will.

34. Michael - September 12, 2014, 16:38

Es war der elfte Tag meines Wehrdienstes. Morgens dachten wir noch wir hätten ein paar Wochen im-Schlamm-kriechen und Scheibenschießen voraus – abends erklärte uns der Hauptmann wir stünden kurz vor dem V-Fall, es sei zweithöchste Alarmstufe, er garantiere nur noch daß wir die Grundausbildung bei ihm fertig machen würden. Die Möglichkeit anschließend scharf in den dritten Weltkrieg zu müssen sei durchaus realistisch. In diesen Tagen hatte ich einige ernsthafte Gespräche die mir sehr in Erinnerung blieben. Zum Glück kam es etwas anders.

35. AnnA - September 12, 2014, 19:34

…in Gedanken bei all den Menschen in den beiden Türmen, in denen ich einige Zeit zuvor noch selbst gewesen bin – im tief erschütterten Bewusstsein, dass sich die Welt an diesem Tag für immer veränderte.

36. Claudio Casula - September 12, 2014, 20:35

In der Redaktion. Auf dem Bildschirm sah man die Türme brennen und besonders ein Kollege war sichtlich erschüttert: „Oh Mann. Jetzt werden die Amerikaner sich rächen.“

37. nussknacker56 - September 12, 2014, 22:08

Ich war in meinem Büro, eine Freundin kam herein und erzählte von dem Flugzeug. Erst verstand ich gar nicht was sie meinte, die WTC-Gebäude waren für mich nichts Besonderes, sie dagegen war schon mal auf einem der Türme. Zunächst schien es noch ein Unfall zu sein.

Kurze Zeit später wurde deutlich, was für ein grauenhaftes Verbrechen sich ereignet hat. Unfassbar und unvergesslich, die Bilder der brennenden Türme, die Eingeschlossenen, die fallenden Menschen. Ein absoluter Albtraum ist wahr geworden. Für mich war das ein Anschlag auf uns alle und gegen alle Werte und Errungenschaften einer zivilen Gesellschaft.

38. Marlin - September 12, 2014, 22:14

Ich habe es nur so im Kopf, dass zuerst ein Sportflugzeug reinflog. Kann aber auch sein, dass es im Text von CNN rollte und dann das zweite in den anderen Turm flog und in anderen Filmen sah man dann noch die 1. Passagiermaschine? Es ist echt schon lange her, aber so hatte ich es abgespeichert.

39. nussknacker56 - September 12, 2014, 22:35

#30
Verena, wenn sogenannte „kluge Leute“ Fakten angeblich „kritisch“ hinterfragen, sollten besser alle Warnlampen auf rot gehen.

http://pseudowissenschaft.marcus-haas.de/verschwoerungen/9-11

40. Barbara - September 13, 2014, 12:52

Ich war bei meinen Eltern zuhause. Nachmittags rief einer meiner Brüder von seiner Arbeitsstelle aus an und sagte, im Radio hätten sie gesagt, ein Flugzeug sei ins World Trade Center geflogen. Wir haben den Fernseher eingeschaltet und dachten zu dem Zeitpunkt noch an einen Unfall, konnten dann aber live mit ansehen, wie das zweite Flugzeug in den anderen Turm flog. Natürlich haben wir uns die Köpfe zerbrochen, wer wohl so verrückt sein kann.

41. aurorula a. - September 13, 2014, 18:16

Mit der Grippe auf dem Sofa bei meinen Eltern. Meine Mutter hatte die Nachrichten im Radio (in der Küche) gehört und mich mit ihrem Erschrecken drüber geweckt. Wir haben dann zusammen fassungslos vor dem Fernseher geklebt.
.
.
.
Ein paar Jahre später habe ich das (provisorische) Denkmal für die im Anschlag auf die Türme umgekommenen geknipst:

Trotz allem Schrecken und dem spontanen Mitgefühl direkt bei den Fernsehbildern war dieser Moment der in dem der Anschlag aufs World Trade Center für mich auch begreiflich das letzte der halbunwirklichen ‚Fernseh-Realität‘ verloren hat.

42. Verena - September 13, 2014, 20:07

@39
Mich wundert, dass gerade hier, wo wir alle wissen, was Medien hinsichtlich Israel so anstellen ob Verschweigen, Verzerren oder Entstellen etc. plötzlich ein Urvertrauen ausbricht.

Ich bin kein Anhaenger von Verschwörungstheorien, aber Physik und Naturgesetze wirft man nicht so leicht um. Ich lasse es bei den banalen Begriffen Aliminium und Stahl und halte es mit dem ersten Poster des nachstehenden Mini-Artikels und denke weiterhin, dass wir nichts wissen:

http://derstandard.at/1315006075489/The-Bush-Regime-engineered-9-11-Zweifel-an-Einsturzursache-von-WTC-7-loesen-Tumulte-aus

43. ekkehard schroeder - September 14, 2014, 8:17

es geht hier weniger um urvetrauen vielmehr:
einer demokratischen regierung wird das zugetraut, was man offenbar religiös wahnsinnigen nicht zutraut und diese nebenbei entlastet. man verzeit es den usa halt einfach nicht das sie einst sich vom könig lossagten.
und die angebliche vorankündigung gab es auch bei den anschlag von madrit. aber das ist von mäsigen interesse: spanien hat wunschgemäß seine truppen aus dem irak abgezogen. und historisch hatte sich dort generalität und klerus ja auch lange genug geträubt abzutreten.
und es ist das übliche gesellschaftverständniss was auch in den protokollen von zion usw bereits zum ausdruck kommt: gesellschaft wird nicht als etwas widersprüchliches, pluralistisches mit einer vielzahl handelnder subjekte begriffen sondern als eine monolitische ansammlung an gefügsamen objekten.

es ist nicht nur einfach falsch, sondern ein angriff auf die moderne und emanzipation.

und das ganze vorgetragen von leuten die weder ein lineal auf eine karte legen können und die simpelsten tatsachen der werkstoffkunde, brandlehre usw missachten.
die vielzahl der mythen(von theorien will ich nicht sprechen) spricht für sich: das ergebniss steht fest. und der weg dorthin wird schlichtweg bestenfalls geraten.

44. willow - September 14, 2014, 9:50

Urvertrauen ist das falsche Wort … aber was in Nordkorea gehen würde und in Rußland ging, halte ich in den USA nach wie vor für unmöglich: wenn es nicht die Terroristen waren, dann hätten tausende Menschen Teil einer Verschwörung sein müssen, das kann nicht funktionieren. Davon abgesehen – wer jemals eine Dokumentation über die Sprengung eines größeren Gebäudes gesehen hat kann einschätzen, welcher Aufwand dahinter steckt … wobei selbst dann die Frage bliebe: wo
zu die Flugzeuge 🙂

45. willow - September 14, 2014, 9:54
46. aurorula a. - September 14, 2014, 11:43

Stahlbeton ist auch nicht das was allgemein drüber gedacht wird: hier in München sind seit zwei Wochen die Gleise für die S1 und eine Straße gesperrt, weil ein Schwertransport gegen einen Eisenbahnbrückenpfeiler gefahren ist (kein Personenschaden, LKW Schrott aber Ladung nicht). Jetzt warten alle darauf daß jeden Moment die Brücke einstürzt noch bevor sie abgerissen und neugebaut werden kann. Abstützen geht wohl nicht.
Es war (zumindest auf den Fotos) nicht mal ein wirklich sichtbarer Schaden an der Brücke (der LKW allerdings…) – und sie klappt jeden Moment zusammen. So funktioniert Physik.

Das World Trade Center dagegen wurde ziemlich schwer beschädigt, bevor es zusammengestürzt ist. Wundert eigentlich selbst mich als Laien daß das nicht sofort war.

47. bobyleff - September 14, 2014, 18:45

Vor 13 Jahren:
interessante Frage – obwohl ich spät dran bin und hier nicht auf die Diskussion bis heute eingehen kann….

10.Sept. 2001
Eröffnung des Jüdischen Museums Berlin (!!) für Fachleute, abends Kollegentreffen;
11.9. am frühen Morgen in der Reichstagskuppel mit Bill – der israelischer Freund traute sich nicht allein;
anschließend: Magdeburg allein: Ausstellung Otto d.Grosse –
anschließend: Bahnfahrt (mit Verspätung, Umleitung wegen eines Selbstmörders) –
ohne Internet usw.; einige Bahnreisende machten vage, mir unverständliche Andeutungen….
Abends auf den HBF Frankfurt: riesiger TV Bildschirm
mit den Berichten aus NY T- total geschockt! Für Kollegen aus USA
wurden die Flüge blockiert.
Vorher und nachher war ich häufig in NY, (z.B. 1997 mit meiner 18jährigen Tochter zum Lunch auf dem einen WTC Turm, mit Freunden in kleinem Boot um Statue of Liberty mit bestem Blick auf WTC).
Ich habe viele Freunde in NYC , auch alte Emigranten. Z.B. Gaby (geb. 1914 in Wiesbaden wo ich wohne): sie war als Freiwillige im Leo-Baeck-Institute, es wurde am 11.9. evakuiert und alle mussten zu Fuß fliehen…..Sie hatte monatelang mit dem Schock zu tun, wurde aber im April 100: http://www.lbi.org/2014/07/gaby-glueckselig-stammtisch-hostess-celebrates-century-of-bliss/

48. nussknacker56 - September 14, 2014, 22:24

@42

Verena, der von Ihnen angeführte Poster plappert was von „akademisch gebildeten Leuten“, die die „offizielle Theorie“ anzweifeln. Das ist natürlich enorm beeindruckend und tröstet darüber hinweg, dass in seinem ganzen Beitrag nicht ein(!) einziges Argument zu finden ist. Da hilft es auch nicht, wenn er am Schluss anfügt, er sei EDV-Techniker und habe „Softwareengineering studiert“. Das ist ebenfalls kein Argument, passt aber zu seinem Versuch, mit ach-so-klugem Bekanntenkreis, angeblicher Bildung und Pseudowissen Eindruck zu schinden.

Grenzdebile fangen gerne als erstes mit ihrer Bildung an, Antisemiten erzählen von jüdischen Freunden und Verschwörungsneurotiker prunken mit ihren Fachkenntnissen.

Man sollte meinen, Bildung sei ein Zeichen von Intelligenz. Dem ist nicht so, Dummheit ist leider auf alle Bevölkerungsschichten gerecht verteilt. Leute mit Bildung können bestenfalls geschickter darüber hinwegtäuschen.

49. bonn99 - September 14, 2014, 22:34

Meine Frau rief mich von unterwegs an. Schau mal ins Internet, da ist was ganz furchtbares in Amerika passiert. Das Netz war aber so überlastet, dass ich mich ins Auto gesetzt habe, und über das Radio hörte was passierte.

50. wollecarlos - September 15, 2014, 21:39

@42 verena
Sie linken u.a. „…Einer schrie: „Gebäude Nummer sieben wurde von keinem Flugzeug getroffen. Warum ist es eingestürzt? Wacht auf!“

Es ist Ihr gutes Recht, zu glauben, was EINER gesehen zu haben glaubt. Aber schrieben Sie nicht „… Ich lasse es bei den banalen Begriffen Aliminium und Stahl …“ und kommen damit auf beweisbare physikalische Tatsachen zurück ?

51. wollecarlos - September 15, 2014, 21:44

willow schreibt in #44 ganz richtig

„…wenn es nicht die Terroristen waren, dann hätten tausende Menschen Teil einer Verschwörung sein müssen, das kann nicht funktionieren.“

Schon mal was von diesem Menschen gehört, der Tausende geheimer Schriftstücke der USA veröffentlichte?

Machen Sie sich mal wirklich schlau, zu Ihrem und anderer Menschen Nutzen.

52. Krischan - September 16, 2014, 12:33

@51
Lieber wollecarlos, diese Schriftstücke sind keine Verschwörung, sondern erstmal als geheim klassifiziert – so wie das nun mal bei Regierungen, Unternehmen, aber auch (größeren) Vereinen etc. üblich ist. Diese „Schriftstücke“ decken eine verdammt große Bandbreite ab, und wahrlich nicht nur ein einziges Thema. Und natürlich sind hier eine Menge Leute involviert. Nur: Ungesetzlich, vorsätzlich kriminell, ja perfide ist davon nichts. Es mag unmoralisch sein, andere Regierungen abzuhören, verboten ist es nicht.
Das Veröffentlichen von Geheim-Dokumenten kann man wohl kaum mit einer Verschwörungstheorie vergleichen.


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