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Welcher Arsch und welche Zähne? September 8, 2014, 6:41

Posted by Lila in Bloggen, Deutschland.
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Gegen Ausländerhaß protestieren, sich gegen Haß und Ungerechtigkeit wehren, Partei ergreifen – da sind die Kölner auf den Beinen, und das ist ja auch gut so. Da singt man mit, wenn BAP fordert: Arsch huh, Zäng ussenander.

Aber wenn es um Juden geht, um Israel? Da bleibt der Arsch mi Sessel und die Zähne werden höchstens zum Gähnen, Essen oder Biertrinken geöffnet.

Seit Jahren kämpft Gerd Buurmann gegen die Haß-Plakatierung vor der Domplatte. Klagen bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Ordnungsamt halfen nichts – der ekelhafte Str0m anti-israelischer Haßparolen hört nicht auf.

(Bildquelle: Tapfer im Nirgendwo)

Wer jemals miterlebt hat, wie schnell und erbarmungslos deutsche Behörden gegen jede Ordnungswidrigkeit zur Stelle sind, der kann nur staunen, wenn er diesen Bericht liest.

§ 3 Absatz 3 der Kölner Stadtordnung ist eindeutig:

“Es ist nicht gestattet, die in § 1 bezeichneten Flächen, öffentlichen Anlagen und Einrichtungen sowie private Grundstücke einschließlich ihrer baulichen Anlagen, soweit diese von der Straße einsehbar sind, unbefugt zu beschreiben, zu bekleben, zu besprühen, zu beschmieren sowie zu bemalen oder dies zu veranlassen. Dieses Verbot gilt auch für das Anbringen von Werbung aller Art, wie z.B. Plakate, Suchanzeigen etc. (Wildplakatierung).”

Seit einigen Wochen plakatiert Walter Herrmann nun schon den Gehbereich vor dem Kölner Dom mit Plakaten. Er begnügt sich nicht mehr nur damit, seine Plakate hochzuhalten oder an einer eigens errichteten Mauer zu hängen. Er plakatiert mittlerweile sogar den Boden der Domplatte. Dies ist eindeutig durch die Kölner Stadtordnunguntersagt.

Ich informierte daher heute die Ordnungskräfte über den Bruch der Kölner Stadtordnung. Mir wurde mitgeteilt, das Plakatieren sei zwar grundsätzlich verboten, aber das Ordnungsamt der Stadt Köln toleriere diese besondere Wildplakatiererei.

Was würde passieren, wenn jemand dagegen an plakatiert? Er hätte natürlich sofort das Ordnungsamt auf dem Hals.

Ich verfolge den Kampf gegen diese Art der offenen Volksverhetzung schon lange, und mein Adrenalinspiegel geht automatisch in die Höhe, wenn ich lese, daß es offenbar unmöglich ist, sie zu stoppen. Die „normalen“ Medien ignorieren das Phänomen natürlich, aber bei Tapfer im Nirgendwo ist die ganze Saga dokumentiert. Man kriegt die Wut beim Lesen.

Es ist ein Skandal sondergleichen, daß dieser Mensch unter Tolerierung der Behörden seine Aktivitäten fortführen darf und seine widerliche, offene Unterstützung einer Terror-Organisation wie Hamas täglich zur Schau stellen darf. Wildplakatierenderweise.

Je mehr Menschen davon wissen, je mehr Menschen sich dagegen wehren, desto besser. Ich finde, WDR, Kölner Stadtanzeiger und Konsorten könnten das Thema ruhig mal aufgreifen.

Also – Arsch hoch und Zähne auseinander gegen diese ästhetische, politische und moralische Umweltverschmutzung. Es wird Zeit, die Vorschriften konsequent anzuwenden, auch gegen einen Judenhasser.

Kommentare»

1. P. Bereit - September 8, 2014, 9:47

Mein Gott, womit befasst ihr euch in Israel? Lächerlich. Walter Herrmann, ist einer von vielen geistig Verwirrten und Asozialen, die an der Domplatte ihr Unwesen treiben. Den begreift niemand als geistige Anregung. In Berlin, steht eine Dame seit Jahren mit Plakaten und ihrem Fahrrad an der Gedächtniskirche und beschimpft alle Männer mit Obszönitäten.

2. Malte S. Sembten - September 8, 2014, 10:57

Die Kölner Staatsanwaltschaft und die Kölner Stadtverwaltung sympathisieren mit der „Installation“, daran besteht wohl kaum noch ein Zweifel (man beachte dazu auch die Kölner Erlebnisse, die Tuvia Tenenbom in seinem Buch „I Sleep in Hitler’s Room“ schildert, jedenfalls in der amerikanischen Ausgabe; dt.: „Allein unter Deutschen“). Und die Kölner, die bunten, die toleranten, die zivil couragierten (ihrem Selbstverständnis zufolge) – die werden wahrscheinlich bald voll Stolz auf ihre „richtige“ Gesinnung und ihren humorvollen, bodenständigen Lokalpatriotismus proklamieren: „Kein Kölsch für Juden!“

3. P.Bereit - September 8, 2014, 20:53

Liebe Lila, du bist also wieder auf dem alten Trip. Alles löschen, was dir nicht in den Kram passt. Selbst banalste Sachen. Primitiv.

4. nussknacker56 - September 8, 2014, 22:50

Das kalte Grausen packt einem, wenn man diesen Streifen aus dem Jahr 2001 heute nochmal anschaut. Arsch huh, Zäng ussenander?

Aber nur, wenn‘s nicht wehtut und das eigene beschränkte kleine Weltbild nicht darunter leidet. Und schon gar nicht, wenn am Ende die Auseinandersetzung mit der eigenen Klientel gesucht werden müsste.

Das Schweigen dieser pseudoprogressiven Bauchpinsler zu den antisemitischen Ausschreitungen der letzten Monate schreit einem durch Mark und Bein. Heute weiß ich nur eines, auf sie ist kein Verlass – nicht in der Gegenwart und ich fürchte, auch nicht in der Zukunft.

Nur in der Vergangenheit wären sie ganz toll solidarisch gewesen mit den Opfern des Faschismus. Für den Erhalt ihrer so penetranten wie unerträglichen Selbstgerechtigkeit ist es zwingend, dass sie diese wohlfeilen Bekundungen, die nichts als dem eigenen Ego schmeicheln, nie auch nur annähernd beweisen mussten.

5. ekkehard schroeder - September 8, 2014, 22:51

die wuppertaler können doch gerade so ein paar junge motivierte herren für die kölner ordnungspolizei entbehren.
die können dann hamas-like kölsch bier verbieten, kölner dom schliesen, bap bis auf obskure paschtunische trommel die musik verbieten, die sünder an aschermittwoch steinigen (bei der gelegenheit altes archiv entsorgen)und einen verwirten mann glücklich machen und ein paar ausenseiter am rande der kriminalität (amtsanmahsung, nötigung) integriert.

und tom gerhardts hausmeister krause hat noch mehr gründe die (sitten)polizei zu rufen und kann seinen dackel in den dschihad zu schicken.

6. wollecarlos - September 9, 2014, 10:15

Abseits juristischer Gedanken:

Es handelt sich um öffentliches Gelände. Dort kann Jeder spazierengehen.

Also sollten sich mal ein paar Menschen, die ihre diesbezüglichen Bürgerrechte wahrnehmen wollen finden, und heftig miteinander über das Wetter diskutierend, dabei nicht bemerken, daß sie ausgerechnet über die Plakatchen dieses Geistesverwirrten hinwegspazieren…..

7. janina2212 - September 12, 2014, 16:17

…exakt den Gedankengang hatte ich gestern Abend als ich aus Versehen beinah mitten auf eines der am Boden liegenden Exponate trat. Allerdings hätte ich mir eher einen Edding gewünscht, um ein riesiges „JA“ auf das stehende Plakat mit der Frage, ob Israel noch zu retten wäre, zu krakeln.


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