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Ein Palaestinenser sagt seine Meinung November 27, 2012, 16:19

Posted by Lila in Bloggen, Uncategorized.
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und die sollte man einfach mal zur Kenntnis nehmen. Wo geht es den Palaestinensern am misrabelsten? Fragt wen Ihr wollt, die Antwort wird immer „in Israel“ heissen, ich verwette mein schoenstes Geschirrhandtuch dafuer und meinetwegen noch einen genialen Geschirrschwamm, den’s in Deutschland nicht gibt.

Wo werden Palaestinenser bei der Berufswahl und -ausuebung massiv eingeschraenkt ?

Wer hat 450.000 Palaestinenser vertrieben?

Wo haben die Palaestinenser keine Chance, dauerhaftes Aufenthaltsrecht zu erwerben?

Kleiner Tip: die Antwort lautet NICHT „Israel“.

Fazit:

Moral of the story: Israel naturalized over 1.5 million Palestinians. They enjoy full citizen rights and many of them would remain in Israel even if a Palestinian state is established. Palestinians in the Arab world on the other hand suffer from discernible and vile discrimination. If a non-Palestinian Arab speaks of the maltreatment of Palestinians by Israelis, tell them to STFU and demand rights for Palestinians in their countries before they complain about Israel. People living glass houses shouldn’t throw stones.

EDIT: Don’t downvote the truth.

Will das jemand in Deutschland hoeren? Nein. Warum sich mit Fakten verwirren lassen, wenn man doch schon felsenfeste Ueberzeugungen hat und genau weiss, wer alles Leid der Welt verursacht?

Gefunden hier.

Kommentare

1. Andreas Moser - November 27, 2012, 17:03

Wenn man die Lage der Palästinenser in den arabischen Staaten, im Westjordanland und in Gaza und die der Palästinenser in Israel vergleicht, wird kaum jemand bestreiten können, daß es den Palästinensern in Israel am Besten geht; http://andreasmoser.wordpress.com/2010/11/11/pogromnacht-palaestinenser/
Warum darüber nicht viele Leute wissen und/oder nachdenken, liegt meiner Meinung nach nicht nur an Vorurteilen und am natürlichen Hang zur Simplifizierung, sondern auch daran, daß man aus einem offenen, demokratischen Staat wie Israel natürlich mehr Nachrichten über auch die kleinste Benachteiligung der Palästinenser (die es ja zugegeben an der einen oder anderen Stelle gibt) erhält, während man aus Diktaturen mit Zensur natürlich weniger hört. Der andere Grund ist, daß der Unterschied zwischen Palästinensern und Arabern oder Haschemiten oder Alewiten oder Beduinen zu kompliziert ist. Kaum jemand kennt doch den Unterschied zwischen Sunniten und Schiiten, trotz 10 Jahren Bürgerkriegs im Irak. Aber andererseits kennt außerhalb christlich geprägter Länder wahrscheinlich auch niemand den Unterschied zwischen Katholiken und Protestanten, also sollte man nicht zu viel erwarten.

2. Silke - November 27, 2012, 17:16

OT
aus einer Buchbesprechung, die ich gerade höre:

Mal angenommen, was der Himmel und alle guten Geister verhindern mögen, ein IDF-Soldat oder eine Gruppe dreht durch. Würde irgend jemand irgendwann so um Verständnis für sie werben.

„Diese ganz extreme Situation, in der Soldaten sich befinden, wenn sie den Feind nicht erkennen können, wenn er die Zivilbevölkerung als Schutzschild nimmt und selbst Grausamkeiten begeht – dann haben wir eine spezielle Kriegsform, die mit Ideologie nur bedingt etwas zu tun hat.

Es gab diese Barbarisierung nicht nur an der Ostfront, sondern auch in Jugoslawien und zum Teil in Italien, wo es nicht um den Kampf gegen den Bolschewismus ging oder gegen das Slawentum – sondern wo einfach diese Form der Auseinandersetzung eskaliert ist und Massenverbrechen begünstigt hat.“

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/lesart/1924810/

3. Claudia Sperlich - November 27, 2012, 17:22

Hier, ich. Ich will es hören und werd es teilen.
Nicht daß es mich besonders wundert!

4. Claudia Sperlich - November 27, 2012, 17:22

Übrigens las ich vorhin beim flüchtigen Überfliegen zunächst „Gehirnschwamm“ und dachte, doch, den gibts auch in Deutschland.

5. Shagy - November 27, 2012, 18:35

Die Ard wirft der IDF und den Islamofaschisten vor, für Ihre Propaganda ähnliche Netzwerke zu benutzen.
http://www.tagesschau.de/ausland/nahost672.html

Damit wertet die ARD die Islamofaschisten derart auf das einem Übel wird.

Keine Überprüfung der Inhalte, kein gegenüberstellen von Aussagen,
einfach nur dämlich- da Frage ich mich wie solche Leute wie Seva
eigentlich rechachieren und wofür sie bezahlt werden?

6. anti3anti - November 27, 2012, 22:12

Antwort: Libanon!

7. Wolfram - November 28, 2012, 18:02

Andreas schreibt: Aber andererseits kennt außerhalb christlich geprägter Länder wahrscheinlich auch niemand den Unterschied zwischen Katholiken und Protestanten, also sollte man nicht zu viel erwarten.
Angesichts der hohen Zahl von Kirchenaustritten aus der evangelischen Kirche, die mit „wegen dem Papst“ begründet werden, wohlgemerkt in Deutschland, muß man leider sagen, daß der selbst im Mutterland der Reformation offenbar weitgehend nicht mehr bekannt ist.

Was anderes, arg am Rande des Topic: Die von mir bisher so hochgeschätzte ACAT bringt heuer die Geschichte von Mamoun (ich mußte den kompletten Namen erst mal mühsam herausfinden, Al-Dam oder Aldam), einem 13jährigen, der von einer israelischen Drohne getötet worden sein soll, und sein Vater Muhamed erblindet… interessanterweise gibts eigentlich sowohl in französischer als auch in deutscher Sprache jeweils nur einen Text, der auf x Webseiten wiedergegeben wird. Eine Stellungnahme von israelischer Seite habe ich nicht finden können.
Die Sache kommt mir spanisch vor, haben palästinensische Kinder Handys, mit denen sie ihre Mamas vor Luftangriffen warnen? Ich dachte, das Land ist so arm… Und Landwirtschaft mitten in Gaza-Stadt?

8. Rosa Grün - November 30, 2012, 17:50

Aufgewertet durch die UN, sagen sie nun unverblümt, was sie wollen: Die Beseitigung Israels:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/aus_unserer_sicht_ist_die_existenz_von_israel_illegal/
„Aus unserer Sicht ist die Existenz von Israel illegal“

9. Lila - November 30, 2012, 18:00

Wer hatte daran Zweifel? Die Kampagne zur Untergrabung von Israels Rechtmaessigkeit ist weit fortgeschritten. Nichts anderes wollten und wollen die Palaestinenser.

Die Europaeer erkennen es entweder nicht, oder es stoert sie nicht.

Allerdings finde ich Netanyahus Reaktion auch nicht gerade brilliant – to say the least. Er hat anscheinend nicht begriffen oder es ist ihm egal oder gerade Anreiz, dass es fuer die Siedlungspolitik ist, fuer die er diese Schlappe hinnehmen musste.

Aber es geht bei dieser Entscheidung um etwas ganz anderes, die Siedlungen sind ja von allen Seiten nur vorgeschoben. Es geht den Palaestinensern um die Einstaatenloesung, und sie haben unter dem Beifall der Welt gestern Oslo begraben.

Und ich finde das schade.

Dass sie diesen Vertrag, den sie ja schon vorher ignoriert haben, nun offen gebrochen haben, soll also nach Vorstellung der Europaeer uns mit dem Vertrauen erfuellen, einen weiteren Vertrag mit ihnen abzuschliessen….? Seltsame Logik.

Allerdings finde ich auch, unsere Regierung haette diesen rein symbolischen Schritt nicht so riesig dramatisch aufwerten sollen.

Und was Klagen in Haag angeht: das Schwert schneidet beidseitig. Die Palaestinenser sind nun ein Staat und muessen endlich anfangen, sich wie ein Staat zu benehmen. Und das bedeutet nicht nur Fordern und Klagen und Drohen, sondern ganz klare Kriterien, an die sie sich halten muessen.

Fuer uns jedenfalls ist Oslo jetzt endgueltig tot und begraben. Bitter fuer jeden, der sich wie ich noch an die Euphorie und Hoffnung jeder Tage erinnert. Aber es war ja lange schon eine leere Huelle.

10. Jakobo - November 30, 2012, 18:10

„Allerdings finde ich auch, unsere Regierung haette diesen rein symbolischen Schritt nicht so riesig dramatisch aufwerten sollen. “

Den eindruck habe ich auch. es wird sehr stark ueberbewertet und was in der realitaet passieren wird steht auf einem anderen blatt. die pa wird mehr verantwortung uebernehmen muessen und eine loesung wird es so oder so nur mit verhandlungen geben. und eine loesung wird es geben sobald beide seiten einen echten nutzen daraus ziehen koennen.

J

11. Lila - November 30, 2012, 18:53

Ich habe schon vor einem Jahr zu Y. gesagt, dass ich das ganz anders gehandhabt haette. Ich haette an Bibis Stelle Abu Mazen angerufen und ihn gefragt: willst du das wirklich machen? Okay, komm, wir kuendigen Oslo gemeinsam auf, uns passt es auch nicht mehr.

Und dann auf einer gemeinsamen Erklaerung bestehen, dass Oslo gecancelt ist.

Und dann FUER die palaestinensische Fantasie stimmen. Wenn es das ist, was die Palaestinenser vorziehen – es hat auch fuer uns Vorteile.

Und ab sofort die Palaestinenser wie einen Staat behandeln. Jeder Terrorangriff – der kommt ab jetzt von einer Regierung, nicht mehr von einer Terrorgruppe.

Sie werden natuerlich in der UNO ihre Rolle dazu gebrauchen, in jeder Form Israel zu untergraben. Da ist nicht viel verloren, die UNO hat sowieso eine automatische Mehrheit gegen Israel, was sind das auch fuer Staaten, die da stimmen?

Und von den Europaeern ueberrascht mich diese Abstimmung viel weniger, als mich ihre Unterstuetzung ueberrascht hat. Vielleicht ist konkrete Unterstuetzung wichtiger als eine symbolische Ablehnung?

Und vielleicht, oh ganz sicher, haben Bibi und Lieberman zu viel Wellen gemacht. Unsere Medien auch. Die erste Viertelstunde der Nachrichten ging gestern abend nur fuer diese traurige Farce drauf. Dabei gab es weiss Gott genuegend andere Neuigkeiten.

Tacheles haette Netanayhu schon ein bisschen mehr fuer Abu Mazen tun koennen. Klar, er ist nicht mal mehr rechtmaessig gewaehlt, das ist schon ein Witz. Er hat den Baustopp nicht genutzt, Bibis Einladungen nicht angenommen und die Absage an Olmert war eine ziemliche Ohrfeige.

Aber Bibi haette andere Regierungen loechern sollen, wie er loechern kann, und er KANN loechern!, dass sie vermitteln. Haette Abu Mazen keine Ruhe lassen koennen mit seinen Vorschlaegen. Er hat ja welche.

Wir sind es doch wirklich nicht, die die ganze Sache blockieren. Das haette Bibi viel deutlicher machen koennen.

Aber was in den Gebieten abgeht – wie viele Waffen dort gehortet werden – wie viele Terrorakte dort geplant werden – das verraet mein Sohn mir nicht. Wir lesen das im Internet.

Die stehen schon Gewehr bei Fuss gegen Israel.

12. Silke - November 30, 2012, 20:18

Lila

1. woher weißt Du, daß es keine Verhandlungen mit Abbas gab? Es gab über all die Jahre Gespräche mit der Hamas und da soll es mit Abbas keine geben? Schwer zu glauben.

2. Abbas lt. dradio enthusiastisches Lob für den Sieg der Hamas und daß nun ihre Einigkeit ein für allemal sicher sei, spricht dafür, daß er ein unbedingt zuverlässiger Vertragspartner sein wird (sarc off)

3. Und was die Siedlungspolitik anlangt, auch Rudolf Dreßler, der mir immer als großer Freund Israels „verkauft“ wurde, sagt nun auch, Israel muß und ohne daß Israel und wenn Israel nicht. Und warum soll er’s auch nicht sagen, er hat bestimmt massenweise beste Freunde in Israel, die ihm soufflieren mit, hätte/würde Israel/Bibi/Lieberman nur …

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1936476/

und keiner sagt was Konkretes, was die Palästinenser müssen. Einer der Waffenexperten, die sie im DLF interviewt haben, hat gesagt, daß sogar eine selbstgebastelte Qassam mehrere hundert Euro kosten dürfte. Keiner hat gefordert, daß die Palästinenser sicherstellen sollen, daß keins ihrer Gelder mehr in die Kanäle fließt.

Vermutlich eine gute Nachricht ist aber, daß das Militär lt. der geplanten neuen ägyptischen Verfassung deutlicher was zu sagen bekommt.

http://blogs.the-american-interest.com/wrm/2012/11/30/army-powers-enshrined-in-egypts-new-islamist-constitution/

sehr verwirrend dagegen, daß die Rebellen gestern in Damaskus‘ sich angeblich neutral verhaltenden Christenviertel gebombt haben sollen und gleichzeitig die USA bereiter ist, die Rebellen anzuerkennen.

http://blogs.the-american-interest.com/wrm/2012/11/30/as-fighting-rages-in-syria-us-prepares-to-recognize-opposition/

13. Jakobo - November 30, 2012, 20:38

„Und von den Europaeern ueberrascht mich diese Abstimmung viel weniger, als mich ihre Unterstuetzung ueberrascht hat. Vielleicht ist konkrete Unterstuetzung wichtiger als eine symbolische Ablehnung? “

ich glaube nicht dass es den europaeern um die palestinenser geht eher um die geschaefte mit den anderen arabischen-muslimischen laendern.

ich denke man haette zumindest nicht so panik machen sollen. es kam teilweise so rueber als ob israel die hosen runterlaesst wenn um einzelne stimen dagegen geworben wird.anfang des jahres war das irgendwann… oder letztes jahr? weis ncith mehr genau.

leider schafft es israel nicht bestimmte situationen klar darzustellen.aus welchem grund auch immer. das war ja erst letztens so als es nach einen bombenanschlag in tel aviv am abend dann der waffenstillstand ausgerufen wurde.

J

14. Lila - November 30, 2012, 22:18

Hier herrscht die Einschaetzung vor, gestuetzt auf Aussagen von Leuten, die in der Sache aktiv waren, dass die Europaeer das Gefuehl hatten, nach der Auseinandersetzung in Gaza und nach der wichtigen Aufwertung der Hamas muss Abu Mazen ein Knochen hingeworfen werden. Ausserdem haben sie mit Vergnuegen Bibi eins reingewuergt, der zwar wegen Iran etc viel fordert, aber sich auch mit Siedlungsbau etc viel rausnimmt. Er wurde als nicht kooperativ wahrgenommen, und Lieberman noch viel mehr. In der Tat haette er wesentlich demonstrativer und lauter auf Gespraeche draengen koennen.

Er haette durchaus noch mal Baraks alten Plan aufbuegeln lassen koennen und darauf draengen, dass darueber diskutiert wird. Plaene gibt es ja ueberhaupt zur Genuege – Clintons Plan, die Roadmap, den Vorschlag der arabischen Liga, Olmerts Vorschlaege, den Mifkad, die Genfer Inititative. Waehrend Bibis Zeit ist keiner dieser Plaene aktualisiert, diskutiert, ueberarbeitet worden. Bibi hatte mit seiner REde in Herzlia wohl das Gefuehl, er hat jetzt genug getan.

Selbst Liebermans Idee mit dem Gebietstausch (wobei man der Bevoelkerung mit doppelter Staatsangehoerigkeit oder einem Sonderstatus haette helfen koennen) haette ich lieber in Umlauf gesehen als das Gar Nichts.

Abu Mazen hat den Dialog verweigert, das weiss ich auch. Aber nach aussen hin hat es immer so gewirkt, als waere es Israel, das sich verweigert und demonstrativ baut und Abu Mazen oeffentlich demontiert.

Und dafuer hat Bibi jetzt die Quittung bekommen.

Ich bin ehrlich gesagt sehr sauer auf Zipi Livni, dass sie ihr verdammtes Ego vor vier Jahren nicht hintan gestellt hat. Sie haette in die Regierung einsteigen sollen. Als Aussenministerin.

Dann haetten wir diese Quittung nicht bekommen.

Lieberman waere ein ausgezeichneter Innenminister geworden und haette den Religioesen ein paar Zaehne gezogen bzw ein paar Pfruende genommen. Seine ganzen Versprechen von wegen zivilem Familienstandsrecht etc hat er ja nie umgesetzt.

Als Aussenminister ist er eine Katastrophe.

Und ich wusste das vorher. Was es nicht besser macht.

15. Jakobo - November 30, 2012, 23:25

„Hier herrscht die Einschaetzung vor, gestuetzt auf Aussagen von Leuten, die in der Sache aktiv waren, dass die Europaeer das Gefuehl hatten, nach der Auseinandersetzung in Gaza und nach der wichtigen Aufwertung der Hamas muss Abu Mazen ein Knochen hingeworfen werden.“

das ist ja eine sehr kurzfristige sichtweise. die linie in europa in bezug auf die palaestinenser und die arabischen laender ist ja schon aelter. vielleicht beziehst du dich auf etwas anderes?

„aber sich auch mit Siedlungsbau etc viel rausnimmt. “
puh.. kannst du dich erinnern im maerz glaub ich oder wann das war nachdem ueberall von unterstuetzung gegen den pa antrag schon fast gebettelt wurde und dann 2 wochen nach der abstimmung stand auf einmal in den zeitungen „israel baut wieder siedlungen“? ich dachte mir warum ist dieser mensch manchmal so dumm? sagen wir er haette wenigstens 1 monat mehr warten koennen und es waere schon anders angekommen.

Um die alten plaene zu aktualisieren.. was fuer moeglichkeiten koennte es geben? was fuer ansprechpartner? die pa bleiben ja zumindest nach aussen hin bei ihren maximalen forderungen und gehen auf keine offiziellen gespraeche ein und von aussen wird auch wenig druck auf sie ausgeuebt. ich weis nicht bis zu welchem punkt konkrete plaene da etwas aendern koennten. jede aenderung waere ja ein entgegenkommen ohne gegenleistung.

momentan dreht sich alles im kreis und das hat sehr viel damit zu
tun dass der druck nur einseitig auf israel ausgeuebt wird denke ich.

ich habe aber auch den eindurck dass wenn es weiter geht dann wird die loesung schneller gefunden werden als wir schauen koennen…

J

16. Lila - November 30, 2012, 23:32

Die Franzosen sind erst vor ein paar Tagen umgekippt. Die anderen europaeischen Laender daraufhin ebenfalls.

Ich halte den Einsatz des Siedlungsbaus als Sanktion fuer so ziemlich die kontraproduktivste Reaktion ueberhaupt. Ich verstehe ueberhaupt nicht, was das soll, nach der Unterstuetzung durch die USA nun etwas zu tun, was die USA explizit NICHT zu tun gebeten hat. So laecherlich der Streit um die paar Wohnungen ist, waehrend ein paar Kilometer weiter nordoestlich die Menschen zu Dutzenden sterben, ohne dass sich jemand empoert – es haette nicht sein muessen.

Es waere viel wirkungsvoller gewesen, erstmal gar nichts zu tun und zu sehen, wie es weitergeht.

17. Jakobo - November 30, 2012, 23:45

„Ich verstehe ueberhaupt nicht, was das soll, nach der Unterstuetzung durch die USA nun etwas zu tun, was die USA explizit NICHT zu tun gebeten hat. “
da stimme ich dir absolut zu ich dachte ich sehe nicht richtig als ich das gelesen hatte.

„Es waere viel wirkungsvoller gewesen, erstmal gar nichts zu tun und zu sehen, wie es weitergeht.“

wenn er wenigstens 1 monat mehr gewartet haette es waere schon ganz anders gewesen und anders angekommen denke ich. das aber unabhaengig von dem was du ueber die siedlungen denkst. weil
selbst wenn du bauen willst kannst du einen kluegeren zeitpunkt
waehlen.

im prinzip ist die loesung eigentlich schon offensichtlich denke ich aber die bedinngungen dafuer sind nicht da denke ich und deshalb
haengt man sich auf kleinigkeiten auf und die siedlungen sind ein
teil davon wenn du mich fragst.

J

18. Jakobo - November 30, 2012, 23:45

PS ich muss jetzt los bis moren abend dann🙂

19. Silke - Dezember 1, 2012, 0:49

ich habe mal einen sehr sehr langen Text von Peres gelesen über seine Beziehungen zu Arafat, wie man mit Arafat umgehen muß, um von ihm zu kriegen, was man haben möchte, daß man Arafat nur verstehen muß und dann … – soweit ich mich erinnere stammt der Text von nach Arafat’s Tod.

Peres kam aus dem Text ziemlich eitel zu mir rüber, doch das muß bei einem Politiker kein Fehler sein, doch daß er mich an das Schema von „wenn Frauen zu sehr lieben“ erinnerte fand ich bedenklich. Doch offenbar vollkommen unbeabsichtigt von Peres hat mich der Text überzeugt, daß nix zu machen ist und zwar zuallererst und nicht zuletzt aus dem Grund, daß auch Arafat’s Nachfolger ganz genau wissen, daß wenn sie aufhören, Israel zu gefährden, es Schluß sein wird mit den Photo-Ops vorm Weißen Haus, dem großen Bahnhof bei der UN usw. usf. Dann sind sie nur noch ferner liefen wie so viele andere auch.

Alan Posener hat Netanyahu mangelnde cojones vorgeworfen, weil er die Bodenoffensive nicht gemacht hat, jetzt zeigt Netanyahu cojones, bin mal gespannt, ob Posener jetzt was zu meckern hat.

Nach allen Kommentaren außer denen, die zu einseitig Gung Ho für mich sind, kann Israel machen was es will, schuld wird es sowieso immer sein. David Harnasch hat auf achgut ein sehr schönes, sehr wahrheitshaltiges Video dazu verlinkt. Jedenfalls in Bürofehden läuft es ganz genau so.

http://starke-meinungen.de/blog/2012/11/26/na-toll-netanyahu-na-super-obama-wie-man-der-hamas-einen-sieg-schenkt/

Fazit: daß man was zu meckern findet, wenn man sich Mühe gibt, ist normal. Wenn’s um Israel geht, braucht man sich nicht mal Mühe zu geben.

20. Ludwig - Dezember 2, 2012, 1:39

Lila,

ich finde die Strategie der Regierungskoalition recht klar, sie lautet: „Land statt Sicherheit“ Für die Fortführung des Siedlungsprojekts nutzt die israelische Regierung jede Gelegenheit um eine Chance zur Deeskalation zu verpassen, stattdessen zieht sie es vor die gemäßigten Kräfte auf Seiten der Palästinenser zu schwächen und die Interessen ihrer verbleibenden Verbündeten zu ignorieren.

Wie riskant diese Präferenz für die Siedlungspolitik ist, hat der Ausgang des Krieges gegen die Hamas gezeigt. Dort bekräftigten Amerika und Europa Israels Selbstverteidigungsrecht gefühlte drei Tage lang, um sich dann unisono gegen eine Bodenoffensive auszusprechen, während die Hamas-Raketen jetzt doppelt so viele Israelis erreichen können. Mit mehr politischem Kapital im Gepäck hätte die IDF gegenüber Gaza sicher mehr Spielraum.

21. willow - Dezember 2, 2012, 10:22

„nutzt die israelische Regierung jede Gelegenheit um eine Chance zur Deeskalation zu verpassen“

Warum wird eigentlich nie mal von der palästinensischen Seite verlangt, zu Deeskalieren … Zugeständnisse einzugehen … Kompromißangebote zu unterbreiten?

Btw. : Die Altion des Despoten von Fatahstan (er ist seit Jahren abgewählt) stellt einen drastischen Fall von Vertragsbruch dar – ich fürchte, das wird das Vertrauen der Israeli in die Vertragstreue der palästinensischen Seite nicht wirklich beflügeln …

22. Lila - Dezember 2, 2012, 10:26

Ich halte es ebenfalls fuer eine unglueckliche Entscheidung.

Mehr zu E1 hier: http://en.wikipedia.org/wiki/E1_Plan

Ich haette E 1 nicht umgesetzt, auch wenn natuerlich theoretisch auch eine bebaute Flaeche ausgetauscht werden kann. Das Bauen von Wohnungen schafft noch keine irreversiblen Fakten – nur der Tod von Menschen ist irreversibel, alles andere laesst sich regeln.

Aber sich gerade jetzt mit den USA anzulegen, das ist sogar fuer Netanyahus Regierung einfach nur dumm. Denn auch sie weiss, dass irgendwann der Tag schlaegt, an dem die Gebiete geraeumt werden muessen. Die Frage ist nur, wann und wie und unter welchen Abkommen. Warum also den Weg dahin erschweren?

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4314175,00.html

Jedoch ist es schon verblueffend, dass die internationale Buehne den Palaestinensern fuer eine offene Verletzung eines Abkommens zujubelt, waehrend ein bedenklicher Schritt Israels, der aber nicht gegen das Abkommen verstoesst, allgemeine Verdammung nach sich zieht. Disproportionalitaet in Reinform.

Waere ich nicht so abgehaertet in der Richtung, muesste es mich auch wundern, dass die Errichtung von Haeusern mehr Schlagzeilen der Empoerung macht als zB der Angriff auf den Jeep der IDF an der Grenze zu Gaza oder das Eindringen des Terroristen in ein Haus, mit der Absicht, die Familie dort den Fogels hinterherzuschicken. Diese Dinge werden ueberhaupt nicht erwaehnt, waehrend diese Haeuser ueberall in die Schlagzeilen kamen. Aber wundern kann ich mich nicht darueber, weil es eben auf der Linie der Medien liegt.

Bei Israel Matzav findet sich die folgende Einschaetzung von Alana Goodman: http://israelmatzav.blogspot.co.il/2012/12/whats-deal-breaker.html

How can the Israeli public be expected to agree to painful concessions if its leaders won’t even hold the Palestinians to account when past agreements are broken? The settlement construction is a way for Israel to show there are penalties for violating agreements while still staying within the boundaries of Oslo.

Aber auch Goodman ist nicht begeistert von dem Schritt.

Dass Lieberman auf dem Saban-Forum vorgestern trotzdem ein Bekenntnis zur Zweistaatenloesung ablegte, ist uebrigens ebenfalls medial untergegangen. Na ja, es kam auch etwas gewunden raus. Aber Netanyahu und Lieberman wissen es auch – eine Zweistaatenloesung waere besser als die momentane Lage.

Nachdem aber nun Oslo tot ist, rueckt eine Loesung in immer weitere Ferne. Und die Ente, dass der Siedlungsbau und nicht der Terror DAS Hindernis auf dem Weg ist, wirkt wesentlich glaubwuerdiger nach dieser Entscheidung.

Wie schiesst man sich selbst ins Bein? Ein Schnellkurs von Bibi und Ivet. Ich bin sicher, die Palaestinenser haben eine Flasche Sekt aufgemacht, als sie davon gehoert haben…

23. Lila - Dezember 2, 2012, 11:31

Nein, Willow, und die Tatsache, dass ganz Europa bis auf Tschechien es fuer richtig hielt, diesen laengst nicht mehr legitimen „Praesidenten“ als Repraesentanten der Palaestinenser ernstzunehmen, gibt uns natuerlich sehr zu denken.

Allerdings finde ich immer noch nicht, dass das Liebermans und Netanyhaus E1-Plaene rechtfertigt. Ich halte sie fuer kontraproduktiv, weil sie gewissermassen im Nachhinein die Klagen der Palaestinenser rechterfertigen, dass man mit Israel sowieso nicht reden kann.

Nicht als ob sie’s in den letzten Jahren versucht haetten.

Aber statt herauszustellen, wie viele Einladungen Abu Mazen ausgeschlagen hat, bauen sie eben lieber haessliche Karnickelstaelle in einer umstrittenen Gegend, trotz ausdruecklicher Bitten der USA, das nicht zu tun. und das, nachdem die USA Israel unterstuetzt haben. Und obwohl sowohl Bibi als auch Lieberman verbal durchaus zur Zweistaatenloesung stehen.

Ich kann’s nicht wirklich verstehen.

24. jakobo - Dezember 2, 2012, 13:09

„Ich halte sie fuer kontraproduktiv, weil sie gewissermassen im Nachhinein die Klagen der Palaestinenser rechterfertigen, dass man mit Israel sowieso nicht reden kann. “

aber das wird sowieso immer passieren egal ob gebaut wird oder nicht. das problem sind da nicht so die siedlungen. aber sie schaffen es nicht das entgegenkommen in der vergangenheit gut zu praesentieren und auch nicht die fehlende bereitschaft von der anderen seite gut anzuklagen.

„Gegend, trotz ausdruecklicher Bitten der USA, das nicht zu tun. und das, nachdem die USA Israel unterstuetzt haben.“
Das war nur 2 wochen nach der abstimmung. die usa sind dagestanden wie idioten und israel als ob ihnen alles egal waere. wie gesagt, nur 2 monate spaeter wenn sie es gemacht haetten es haette schon anders ausgeschaut. das war einfach sinnlos und dumm.

Was mich jetzt noch interessieren wuerde:
„Nachdem aber nun Oslo tot ist, rueckt eine Loesung in immer weitere Ferne.“
Warum wird die un abstimmung immer als das ende von oslo dargestellt? Nach allem was zwischen oslo und jetzt passiert ist, es gab viel schlimmeres als diese abstimmung. das auf der einen seite. aber gleichzeitig auch nach der abstimmung ein de facto staat wird es einfach nur nach verhandlungen geben das ist einfach die realitaet und an der hat sich auch nichts geaendert. Ich denke das
ganze wird sehr ueberbewertet.

J

25. Lila - Dezember 2, 2012, 15:45

Nun, das ist ein klarer Bruch des Paragraphs in den Oslo-Vertraegen, dass eine Loesung NUR in bilateralen Verhandlungen gesucht wird und nicht durch Einflussnahme von aussen.

Nach derselben Logik koennten die Deutschen versuchen, per UNO Koenigsberg oder das Elsass zurueckzubekommen. Wohlgemerkt ohne mit den Polen oder Franzosen zu verhandeln.

Wie es moeglich ist, dass ein Staat, der Angriffskriege gewonnen hat, trotzdem ohne Verhandlungen dafuer sanktioniert werden soll, dass er ueberlebt hat – und alle stimmen dafuer – und in den Zeitungen rund um den Globus wird gejubelt, als waere nun ein riesiger Sieg fuer die Menschheit errungen – das ist mir komplett unverstaendlich.

Klar, man kann argumentieren, dass Israel mit der einseitigen Raeumung des Gazastreifens ebenfalls gegen den Paragraphen verstossen hat. Allerdings in einem Schritt des Entgegenkommens.

Ich glaube auch nicht, dass der Schritt letztendlich so bedeutsam ist. Was die Klagen vor dem Internationalen Gerichtshof angeht – da koennten wir genauso klagen wie die Palaestinenser, schliesslich nehmen deren Angriffe auf unser Gebiet und unsere Zivilisten ueberhaupt kein Ende. Wenn sie jetzt ein Staat sind, muss das endgueltig aufhoeren.

Dass die Palaestinenser allerdings jedes Gespraech konsequent verweigern, haben weder Bibi noch Lieberman laut genug beklagt. Im Gegenteil: es war ihnen bequem.

Ich haette nicht geglaubt, dass ich das mal sage, denn Olmert ist mir aus vielen Gruenden suspekt, aber in dieser Sache stimme ich mit ihm ueberein.

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4314275,00.html

Jedoch:nauch er hat zugelassen, dass sein Angebot an Abu Mazen von der Welt uebersehen wurde, nachdem Abu Mazen es ausgeschlagen hatte.

Wie ist es moeglich, dass 99% der deutschen Kommentatoren davon keine Notiz nehmen?

Wir wissen alle, wie es moeglich ist. Selektive Berichterstattung ueber Jahre hinweg, und schwupps, schon sitzt Israel auf einem ganzen Stapel Angebote als unkooperativ verschrieen, waehrend die Palaestinenser, die nichts als Forderungen und Ablehnungen von Angeboten vorzuweisen haben, bei allen als friedenshungriger Underdog gelten.

Ich hab es sehenden Auges kommen sehen und finde, da haette Bibi sich schon ein bisschen mehr ins Zeug legen koennen. In den letzten drei Jahren habe ich ihn weder ueber die soziale Lage im Land, die kurz vor dem Siedepunkt steht, noch ueber die Palaestinenser reden hoeren. Er war monothematisch auf den Iran fixiert. Fair enough, aber wohin hat es gefuehrt?

Unsere beschaedigte Glaubwuerdigkeit kann auch dem Kampf gegen die iranische Atombombe nur schaden.

26. Ludwig - Dezember 2, 2012, 17:14

Lila – 25

Ich kann nur spekulieren, wie die israelische Rechte auf den Siedlungsbau reagiert, vermute aber, dass Likud Beiteinu so mehr Stimmen im rechten Lager gewinnen will.

Wenn sich die politische „Eskalationsspirale“ jetzt noch zwei Runden weiter dreht, kann sich Netanjahu als starker Staatsmann präsentieren, der standhaft einer latent antisemitischen Welt/Obama-Administration/EU trotzt, die alles verurteilt, gleichgültig was Israel tut und sich womöglich noch in den israelischen Wahlkampf einmischt.

Zumal sich der Likud entschieden hat viele Politiker seines Zentrumsflügels nicht wieder auf sichere Listenplätze zu nominieren und durch rechte Kandidaten zu ersetzen, denen David Wilder, der Sprecher der Siedler im Hebron, bei Arutz Sheva enthusiastisch bescheinigt gegen jede Art von israelischem Rückzug aus Teilen von „Eretz Yisrael“ also gegen die Zweistaatenloesung zu sein.

27. grenzgaenge - Dezember 2, 2012, 17:39

Nein, ich sage nichts mehr zum aktuellen Siedlungsprojekt. Erstens habe ich das schon in meinem Weblog getan und zweitens ist es nicht meine Herzensaufgabe, einen Menschen vom Sinn der Siedlungen zu überzeugen😉

28. Lila - Dezember 2, 2012, 17:57

Ludwig – wobei noch umstritten ist, wie viele Stimmen das wirklich bringen wird. Nicht alle sind begeistert davon. Obwohl natuerlich in der momentanen Lage die rechten Parteien sowieso einen Vorteil von sechs bis zehn Mandaten haben, je nachdem, welcher Hochrechnung man Glauben schenkt.

Grenzgaenger, ich habe prinzipiell nichts gegen die Freiheit von Menschen, dort zu wohnen, wo sie wollen, solange sie friedlich und gute Nachbarn sind. Das schliesst Araber in Israel ebenso ein wie Juden in Judaea. Ich gehoere weiss Got nicht zu denen, die automatisch Minderheiten vertreiben wollen, egal welcher Couleur. Ja, sogar Hollaender im Rheinland und Rheinlaender in Belgien haben ein Existenzrecht, obwohl wir damit natuerlich hart an die Grenzen des Vertretbaren gehen😀

Aber ich habe etwas dagegen, wenn zu politischen Zwecken Geld, das anderswo dringend fehlt, in reine Prestige-Projekte gesteckt wird. Netanyahus politische Imponierspielchen bezahlen wir erst mit unserem Steuergeld, dann damit, dass das Geld fuer Schulen und Strassen anderswo fehlt, und dann damit, dass die Armee dort Posten beziehen muss. Und dann natuerlich damit, dass wir die zunehmende politische Isolierung Israels am eigenen Leib spueren.

Ehrlich gesagt: beim Zustand des Budgets im Moment ueberfluessig wie ein Kropf.

Ganz abgesehen vom politschen Outfall. Das kostet alles Unsummen. Die wir nicht haben.

Guck Dir mal an, wie die Krankenhaeuser hier aussehen, die Einrichtungen fuer Behinderte, die Strassen. Obwohl Verkehrsminister Katz wirklich deutlich fuer Besserung gesorgt hat. aber wir haben nicht mal das Geld, Leitplanken so abzusichern, dass auch Motorradfahrer von ihnen geschuetzt statt verletzt werden.

Denn weiss Du, fuer wen all diese Wohnungen gedacht sind? Fuer junge Paare aus dem religioesen Sektor. Denen wird billiger Wohnraum von ihrer Lobby in der Knesset vorn und hinten verschafft. Saekulare Paare koennen gucken wo sie bleiben.

Falls ich mich irre und diese neuen neighborhoods allen offenstehen, nehme ich meine Worte zurueck. Aber ich habe den starken Verdacht, dass Siedlungspolitik und massive Unterstuetzung des religioesen Sektors mal wieder Hand in Hand gehen.

Aergerlich.

29. Yael - Dezember 2, 2012, 18:02

zu 28

danke Lila, ich finde das auch überflüssig wie einen Kropf.
Wobei ich keinen mehr habe.😉

30. Lila - Dezember 2, 2012, 18:06

Dann weiss ja niemand besser als Du, WIE ueberfluessig🙂

31. Yael - Dezember 2, 2012, 18:08

You made my day.😉

32. Lila - Dezember 2, 2012, 18:13

Und bitte sehr: Holocaust-Ueberlebende demonstrieren gegen die neuerliche Kuerzung ihrer Unterstuetzung.

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4314542,00.html

Es ist zum an-den-Kopf-fassen.

(Ich wuesste mal gern, wie viele Siedler es gaebe, wenn sie nicht bessere Infrastruktur haetten als wir hier, wenn sie weniger Subventionen kriegten, und wenn sie sich um ihre Sicherheit selbst kuemmern muessten. Denn auch mit Arbeit und zwar qualifizierter und harter Arbeit kommt man gerade mal so ueber die Runden in Israel. Es gibt bestimmt nicht wenige, die sich wegen der materiellen Vorteile fuer das Leben in einer Siedlung entschieden haben. Schwer zu schaetzen, wie viele jeweils. Aber so hart wie das Leben hier ist, ist schon eine kleine Erleichterung viel wert…)

33. jakobo - Dezember 2, 2012, 18:54

„Nun, das ist ein klarer Bruch des Paragraphs in den Oslo-Vertraegen, dass eine Loesung NUR in bilateralen Verhandlungen gesucht wird und nicht durch Einflussnahme von aussen. “

ja genau stimmt da war doch was… aber selbstmortatentate waren im vertrag bestimmt auch nicht vorgesehn. und raketenangriffe eher auch nicht. der punkt den du nennst waere eher wichtig gewesen, wenn man abbas dazu gebracht haette es oeffentlich einzugestehen, so wie du es oben auch irgendwo gemeint hast.

Aber so.. ich mein nach all dem was nach oslo von palaestinensischer seite passiert ist zu sagen jetzt ist der vertrag dahin, das klingt schon wie ein witz fuer mich.

Grenzgaenger: „Nein, ich sage nichts mehr zum aktuellen Siedlungsprojekt. “
mir ging es nicht um die siedlungen an sich, nur um den einen bestimmten zeitpunkt diese weiterzubauen.

J

Wolfram - Dezember 2, 2012, 20:39

Lila, ein Staat, der Angriffskriege gewonnen hat – ich glaube, du wolltest das Gegenteil sagen. Wenn einer einen Angriffskrieg gewinnt, dann der Angreifer, der Verteidiger kann sich erfolgreich verteidigen.
Einen Staat, der Angriffskriege gewinnt – den hatte man 1940, als die Deutschen Frankreich plattgemacht haben.
Israel dagegen ist dauernd in der Verteidigung.

(Außer man definiert „Angriffskrieg“ als einen Krieg, in dem einer den anderen angreift, aber das ist „unnütz geredet“, sagt der Rabbiner, denn es ist unnütz zu betonen, daß ein Rappe schwarz ist. Und Kriege, in denen keiner angreift, gibt es nicht.)

Ehrlich gesagt, was ich von der jetzigen Situation halten soll, weiß ich noch nicht. Ich halte es für extrem ungeschickt, wie sich die israelische Regierung verhalten hat, sowohl bei der UNO als auch im Land. Aber ich bin mir nicht sicher, ob nicht doch der Staats-Status der Palästinenserbehörde deutlich macht, daß die irgendwie dafür verantwortlich gemacht werden können und müssen, wenn aus ihrem Staatsgebiet andere Staaten angegriffen werden.

34. Jack - Dezember 2, 2012, 21:14

Ich würde mir gerne Richard als neuen Ministerpräsidenten Israels wünschen. Das sag ich ganz ehrlich. Da könnt Ihr noch so lachen.
Er ist mit großem Abstand der Beste in der letzten Zeit. Und mit wahrscheinlich noch mehr Potential für die Zukunft. http://blog.br.de/studio-tel-aviv/2012/12/02/wir-haben-europa-verloren-muessen-wir-deutschland-verlassen.html

Mit anderen Worten: Sucht und findet in Israels Politik jemanden wie ihn. Ein Menschenfänger, aber ein guter. Mehr davon.🙂

35. Ludwig - Dezember 2, 2012, 21:51

Apropos Siedlungen

Wir hatten neulich die Diskussion, inwieweit alle Siedlungen geräumt werden müssten, damit Palästina ein ethnisch homogener Staate werden kann. Ich habe dazu ein interessantes Interview mit Salah Abdel-Shafi dem Botschafter der PLO in Deutschland gefunden:

FRAGE: Die israelischen Siedlungen im Westjordanland sind ein großer Streitpunkt im Hinblick auf eine Friedenslösung zwischen Israel und den Palästinensern. Dabei gibt es solche, die nahe an der «Grünen Grenze» von 1967 liegen und solche, die sich tief im Inneren des Westjordanlands befinden. Wenn es eines Tages einen unabhängigen palästinensischen Staat geben sollte, wäre es möglich, dass dort auch eine jüdische Minderheit lebt. Kurzum: Könnten nicht manche der Siedlungen in einen zukünftigen palästinensischen Staat einbezogen werden und die jüdischen Bewohner dort weiter leben, wenn sie es denn wünschen?

ANTWORT: Zunächst: Die israelischen Siedlungen im Westjordanland sind illegal und völkerrechtswidrig. Grundlage für einen Frieden muss sein, dass die Souveränität des Staates Palästina sich über das gesamte Gebiet, das 1967 von Israel besetzt wurde, erstreckt. Das muss Israel anerkennen. Sobald Israel dazu bereit ist, sind wir bereit, über israelische Staatsbürger auf diesem Gebiet zu verhandeln. Die Möglichkeit, dass israelische Staatsbürger auch nach einem Friedensschluss in einem Staat Palästina leben, besteht unter zwei Voraussetzungen. Zum einen muss geprüft werden, ob das Land, auf dem eine Siedlung steht, von Israel annektiertes Privatland ist und zum anderen müssen die israelischen Staatsbürger den palästinensischen Gesetzen Folge leisten. Aber die Prämisse muss klar sein: Erst muss die palästinensische Souveränität anerkannt sein, dann sind wir offen und stehen dieser Option, dass Israelis in ihren Siedlungen wohnen bleiben, positiv gegenüber. Meine persönliche Meinung ist aber noch eine andere. Am idealsten wäre es doch, es gäbe einen gemeinsamen Staat, in dem Juden und Araber als gleichberechtigte Bürger miteinander leben könnten. Aber diese Lösung lehnen die Israelis ab.

Quelle: http://www.j-zeit.de/archiv/artikel.2682.html

Abdel-Shafi gehört sicher zum pragmatischen Teil der Palästinenser, dessen Positionen oft genug überhört werden.

Ich halte es für unrealistisch zu glauben, dass der militante Teil der jüdischen Siedler in Palästina leben könnte. Dazu gibt es zu viele ungelöste Landkonflikte und ein Teil des Siedlungsprojektes zielt schlicht und einfach auf territoriale Kontrolle und militärische Repression ab, mit einer langfristigen „Vision“ möglichst viele Palästinenser über den Jordan zu schicken. Würde die IDF abziehen und müssten diese Siedler ihre Waffen abgeben, sie wären wahrscheinlich nicht sicher. Andere Siedler könnten, wenn die Landkonflikte geklärt sind und es eine internationale Schutztruppe in Palästina gibt vermutlich so leben, wie Abdel-Shafi oder auch Salam Fayyad es andeuten.

Manche Siedlungsblöcke nahe der Grünen Linie sind „nur“ völkerrechtswidrige Immobilien-Spekulationsobjekte, die Israel ohne weiteres austauschen und dann annektieren kann, andere wie Ariel und Ma’aleh Adumim wurden wohl auch gebaut, um einen palästinensischen Staat innerhalb der bekannten Parameter unmöglich zu machen. Ich weiß nicht, ob jemals diskutiert wurde, diese Orte prinzipiell Palästina zuzuschlagen, sie aber ähnlich wie es bei Hongkong abgelaufen ist für eine Frist von beispielsweise 30 Jahren unter israelische oder internationale Verwaltung zu stellen. Damit wären Anreize für Kooperation geschaffen, Palästina könnte wirtschaftlich von den Siedlungen profitieren und weniger Siedler wären genötigt mit allen Mitteln gegen einen Friedensschluss zu kämpfen, um nicht Haus und Hof zu verlieren. Zudem bräuchte dann Israel nicht so stark zwischen Friedensprozess und potentiell bürgerkriegsähnlichen Entwicklungen in der israelischen Gesellschaft abzuwägen.

36. flx - Dezember 2, 2012, 22:10

„…אריאל זה 20 דקות מתל אביב באוטו ותכף יגלו שזה גם 50 שניות משכם בגראד“…

37. Lila - Dezember 2, 2012, 23:55

Wolfram, ich habe unzulaessig verkuerzt. Ich meine: ein Staat, der gegen ihn gefuehrte Angriffskriege gewonnen hat.

Klarer?

Ludwig, wenn ich sicherer sein koennte, dass solche Stimmen im palaestinensischen Diskurs die ueberwiegenden, meinungsbildenden und authentischen waere, koennte ich nachts ruhiger schlafen. Jedoch glaube ich nicht, dass dem so ist. Wer so denkt, macht normalerweise den Mund nicht auf – oder nur westlichen Journalisten gegenueber.

Die Phrase mit der Voelkerrechtswidrigkeit ist einfach nur eine Phrase – es sind Gebiete mit ungeklaertem rechtlichem Status, so wie sehr viele andere Gebiete auf der Welt, wo auch gebaut wird.

flx, ich weiss, wo Ariel ist, ich war schon da. Findest Du, dass der jetzige Zeitpunkt, aussen- wie innenpolitisch, der ideale Zeitpunkt ist, um den E1-Plan aus der Schublade zu holen? Nun, ich nicht. Ich finde, aussenpolitisch ist es ungeschickt, und innenpolitisch eine Ohrfeige fuer alle, denen soeben Sozialleistungen, Bildung oder anderes ersatzlos gestrichen wurde, weil kein Geld dafuer da ist.

Immer diese Imponiergesten. Das war nicht die intelligenteste Reaktion auf den Schachzug der Palaestinenser, das kann ich nicht glauben.

38. Jakobo - Dezember 3, 2012, 0:29

„ANTWORT: Zunächst: Die israelischen Siedlungen im Westjordanland sind illegal und völkerrechtswidrig. Grundlage für einen Frieden muss sein, dass die Souveränität des Staates Palästina sich über……..“

Das klingt nach allgemeinen diplomaten blabla. wenn es soweit ist erinnert sich niemand mehr daran.

J

39. Silke - Dezember 3, 2012, 1:46

Ihr redet immer nur über den Schachzug der Palästinenser. Doch was ist mit der sowohl von Iran als auch Ägypten begehrten Braut Hamas?

Wie weit unterstützen die USA Ägypten’s Umarmung von Hamas in der Hoffnung, die vom Rumschmusen mit dem Iran abzubringen?

Und warum lese ich nix über Saudi Arabien? Macht Katar vielleicht den Botschafter für die?

Beobachten wir vielleicht ein Good Cop, Bad Cop Dingens wo alle, wie von Zauberkünstlern gewünscht, auf die bösen israelischen Siedlungsbauer starren, während die eigentliche Musik ganz woanders spielt?

Ist es z.B. schlecht oder gut, daß das Militär in Ägypten seine Stellung (die, die den kalten Frieden sichert) zu behaupten scheint?

http://blogs.the-american-interest.com/wrm/2012/12/02/morsi-calls-referendum-egypts-liberals-helplessly-protest/

PS: Meine privaten Erfahrungen mit südlichen Verhandlungspartnern ist übrigens, daß Stinkefinger zeigen viel bessere Resultate bringt als lächelnde Verbindlichkeit.

(einmal waren wir 2 Mädels mit nem explodierten Käfer in ne Werkstatt irgendwo in der Öde rundum Mantua geschleppt worden. Der Eigentümer wollte uns festhalten außer wir löhnten an Ort und Stelle kräftig fürs Verschrotten des Wagens. Meine Freundin dolmetschte aufs Liebenswürdigste. An einem bestimmten Punkt schob er das Kinn vor und ich war wütend genug, um meins auch vorzuschieben. Danach wurde er zivil und rief uns ein Taxi zum Bahnhof und der ADAC regelte den Rest für mich.
Was ist wenn Israel derzeit nur mal das Kinn vorschiebt und Abbas sagt, bild Dir nur keine Schwachheiten ein. Du bist immer noch das Würstchen, das Du immer warst.)

PS: Wäre eine Hamas, die auf Ägypten’s Militär hört, nicht fast so gut wie Gaza als Ägypten’s Provinz?

40. Ludwig - Dezember 3, 2012, 1:48

Lila – 37

Nun, die „Phrasen“ von der Völkerrechtswidrigkeit der Siedlungspolitik sind politisch und rechtlich schon relevant. Sie stützen sich, soviel ich weiß, auf eine Interpretation der Genfer Konventionen, die von fast allen Regierungen dieser Erde geteilt wir, mit einer bekannten Ausnahme. Daher spekulieren die Palästinenser ja auf den Internationalen Strafgerichtshof.

41. Jack - Dezember 3, 2012, 4:07

Netanyahu ist so ein Hohlbirne, das kann echt nicht mehr wahr sein.
Oder anders gefragt: Wenn man wie Israel von einer Menge, ich sag mal, Idioten umgeben ist, sollte man sich dann auch wie ein Idiot benehmen? Okay, man muß sich auf eine gewisse Ebene begeben, um Idioten entgegnen zu können, gar keine Frage. Aber muß man sich deshalb dabei auch komplett entblöden? Die Antwort ist natürlich nein. Ganz und gar nicht. Nur Deppen tun das.

Echt, ich krieg die Krätze, wenn ich an die Hohlbirne Bibi denke. Ich frag mich langsam aber sicher, auf welcher Seite eigentlich die größten ‚Autisten‘ zu finden sind. Pfff, die können sich langsam die Hand geben. Wie ist das noch gleich, immer dieses Gejammer der Palästinenser, oder? Sieht so aus, als beruht das Gejammer auf Gegenseitigkeit.

Was sollen eigentlich diese Siedlungen? Ja, ist zwar eine rhetorische, aber dennoch eine Frage! Wer sind eigentlich diese Siedler? Und geht denen womöglich alles am Arsch vorbei, ähnlich dem Pendant der Fundamentalisten auf der anderen Seite? Soll ich mit Klischees kommen oder ist an diesen Vorurteilen tatsächlich doch mehr dran, als viele sich das eingestehen wollen?

Und überhaupt, mal ganz blöd gesagt, aber auch zum besseren Verständnis – wir hier in Hamburg haben auch Wohnungsknappheit. Aber deshalb geht der Senat nicht hoch nach Dänemark und baut da einfach mal Wohnungen und sagt ‚Das gehört jetzt uns, ihr Pisser‘.
Und bevor hier gleich einer dieser möglicherweise fundamentalistischen Pro-Siedler antanzt, so sei ihm gesagt, daß Hamburg-Altona einmal Dänemark gehörte. Und? Reicht doch jetzt, es funktioniert. Also, man muß es nicht übertreiben. Ja, toller Vergleich, und das mit voller Absicht.

Und noch eine andere Sache und zwar eine, auf die es endlich einmal viel mehr als bisher ankommen sollte. Während der Gaza-Auseinandersetzung gab’s auf dem gemeinsam von ARD und ZDF geführten Politsender Phoenix einen Bericht über eine Familie aus dem nördlichen Gazastreifen. Die packte ihren Eselskarren mit ihren Habseligkeiten, um vorsichtshalber Richtung Süden zu gehen, um einer eventuellen Bodenoffensive Israels einigermaßen entgehen zu können. Der Reporter frage den ärmlichen Familien-Vater ob er denn glaube, daß der Kampf der Hamas (oder wem auch immer) mit ihren Raketen auf Israel einen Sinn habe oder es nicht doch besser wäre, auf politischer Ebene eine Einigung zu finden, um dadurch endlich ein friedlicheres und materiell lebenswerteres Leben führen zu können. Der Familien-Vater druckste um eine Antwort herum – kein Wunder – denn sogleich kam ein Hamas-Spitzel daher und spackte herum. Und das war’s dann.
Wißt Ihr, genau darum geht’s. Den Leuten, Menschen wie diesen Vater zu unterstützen, sie nicht im Stich zu lassen. Menschen wie ihn und seine Familie, die einfach nur leben wollen, genau wie die Mehrzahl der Menschen auf israelischer Seite (denn Spacken gibt’s auch dort, die habe ich sogar selber und nicht zu wenig getroffen). Denn was der Familien-Vater sagen wollte, war mit ziemlicher Sicherheit, daß der andauernde Raketenbeschuß aus Gaza natürlich scheiße ist und nichts bringt, schon gar nichts für ihn und seine Familie, vom Frieden gar nicht zu reden. Aber er hatte Schiß, dies zu sagen, genauso wie ich an seiner Stelle ebenfalls Schiß hätte. Jedenfalls ging der Phoenix-Bericht damit weiter, daß man die Familie mit ihrem Eselskarren davon trotten sah. Dabei sagte die Reporter-Stimme im Off, wie schade es ist, den Familienvater darüber nicht weiter fragen zu können.
Genau das scheint leider, leider, leider das Problem zu sein, daß man nicht über das Potential der vorhandenen Vernünftigen debattiert und diese unterstützt, sondern sie viel zu schnell zu leicht vergißt. Eine Schande, was an Möglichkeiten immer wieder verloren geht.

Und noch was, etwas das Michael Wolffsohn jüngst in der Jüdischen Allgemeinen geschrieben hat,
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/14617
wo er sich u.a. über die antiisraelischen Medien in Deutschland bzgl. des jüngsten Gaza-Konflikts mokierte. Okay, jeder kann seine Meinung dazu haben. Ich hatte hier z.B. schon an anderer Stelle geschrieben, daß m.A. nach die deutschen Medien wider Erwarten ausgewogener waren als befürchtet.
Jedoch der Witz an der Sache von Michael ist die, daß er selber schon in deutschen Talkshows bzgl. Israel usw. aufgetreten ist und – ich kann nur sagen – er war meist so unterirdisch schlecht, lahm und alles andere als ein mitreißender Kämpfer für die Sache. Ich habe dann immer nur gedacht ‚Oh man‘.
Lieber Michael, nichts für ungut, aber laß Dir sagen, vielleicht solltest Du nicht so viel schreiben sondern mehr tun, wenn Du denn tatsächlich die Chance auf mehr hast. Du Pfeife.🙂

Wolfram - Dezember 3, 2012, 9:09

flx:
…אריאל זה 20 דקות מתל אביב באוטו ותכף יגלו שזה גם 50 שניות משכם בגראד

HÄ ?

42. Lila - Dezember 3, 2012, 9:23

Wolfram, hast Du denn Dein Hebraicum schon ganz vergessen? oder kein Google translate installiert…?

Ariel ist 20 Autominuten von Tel Aviv entfernt und bald wird man auch drauf kommen, dass es nur 50 Minuten mit dem Bus nach Schchem (Nablus – das biblische Sichem) ist…

Wolfram - Dezember 3, 2012, 10:03

Im Hebraicum hatten die Wörter alle Fliegenschiß. Ohne komm ich nicht weit.
Und google-translate hab ich wieder rausgeschmissen (und letzten Monat nach dem Crash bestimmt nicht wieder installiert), weil das mehr Murks als sonstwas produziert. Da hab ich ja die Übersetzung die halbe Zeit nicht mal verstanden, wenn ich das Original kannte.

Aber muß denn in einem deutschsprachigen Blog unbedingt hebräisch kommentiert werden? In meinen Blogs lasse ich auch nicht fremdsprachig kommentieren (mit einer Ausnahme, das war meine Mutter. :oops:)

43. flx - Dezember 3, 2012, 12:18

Lila, bist du gerade aus dem Bett gefallen? 50 schniyot mishchem begrad?😉

44. Yael - Dezember 3, 2012, 13:24

Ich erinnere auch gern mal daran, dass Arafat die Siedlungen nicht als illegal angesehen hat und sich sogar ihrem Ausbau per Vertrag zugestimmt hat.

45. Silke - Dezember 3, 2012, 14:19

Henryk M. Broder sagt auch was zu Sebastian Engelbrecht – irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, daß Engelbrecht in diesem thread durchaus auf verwandte Seelen mit ähnlicher Tendenz zur Vorhersagerei und Vergangenheitsignoriererei zählen dürfte, aber was weiß eine stolze Kaninchenbaubewohnerin wie ich schon von sowas:

Unser Bastl in Tel Aviv
Einer der dümmsten Artikel, die je über die Lage im Nahen Osten, also Israel und Palästina, geschrieben wurden, stammt aus der Feder des ARD-Hörfunkkorrepondenten in Tel Aviv, Sebastian Engelbrecht. Zum Ausklang des Jahres 2011 mährte er sich noch mal gründlich auf der Hometage von tagesschau.de aus. Kleine Kostprobe:

„Die israelische Regierung hat sich entschieden, in der Schockstarre zu verharren – trotz der Umwälzungen von Libyen über Ägypten bis nach Syrien. Aus der Regierungszentrale in Jerusalem kamen nicht die geringsten Versuche, den aufbegehrenden Völkern und Bewegungen auch nur im Ansatz Respekt oder gar Wertschätzung entgegenzubringen. In einer Art Angstreflex igelt sich die Regierung von Benjamin Netanjahu ein. Ihre Grundhaltung: Es war immer schlimm mit den Arabern, und es kann nur schlimmer werden. Netanjahu ist nicht im Stande, außenpolitisch zu gestalten, Brücken zu bauen, die Hand zu reichen, Bewegungen in Gang zu setzen. Er lässt stattdessen an der Grenze zu Ägypten Hochsicherheits-Grenzanlagen bauen – gegen Flüchtlinge aus Afrika und gegen alles andere, was da kommen könnte.“

Lassen Sie es damt nicht sein, lesen Sie das ganze Stück. Es lohnt sich. Würde Engelbrecht sich damit beschäftigen, das Wetter vorherzusagen oder auch nur die Chancen für einen Meteoriteneinschlag im Erdinger Moos zu berechnen, wäre er seinen Job längst los. Aber er berichtet ja nur aus dem Nahen Osten, was in der Praxis bedeutet, dass er morgens nach dem Aufstehen einen türkischen Kaffee („Kafe botz“) aufkocht und dann ganz lange und konzentriert den Kaffeesatz auf dem Boden der Tasse betrachtet, bevor er sich ans Schreiben macht. So wusste er Ende 2011, dass “sich sogar die islamistische Hamas auf Israel” zubewegt, wenn auch nicht in der Form von Raketen, und dass der “ehemalige Hardliner Chalid Maschaal, Chef des Politbüros, unüberhörbar deutlich dem bewaffneten Kampf gegen Israel abgeschworen” hat. Er wusste auch, dass “die Palästinenser im Begriff (sind), sich zu versöhnen” und dass sie “Anfang Mai in Gaza und im Westjordanland einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament wählen” wollen. Was man so alles aus einem Kaffeesatz herauslesen kann, wenn man sich nur ein wenig Mühe gibt.

Nun hat sich inzwischen in Syrien einiges getan, und auch die Dinge in Ägypten ist die wilde Wutz los, wenn auch nicht so, wie die Korrespondenten es vorhergesagt haben. Bewegung überall, nur Israel verharrt noch immer in einer Schockstarre, igelt sich ein, außerstande “Brücken zu bauen, die Hand zu reichen, Bewegungen in Gang zu setzen”. Derweil Sebastian Engelbrecht von der ARD Gewissheiten von sich gibt: “Sicher ist eins: Wer sich so halsstarrig der Dynamik seiner Umwelt entgegenstellt, wird fallen.”

Nein, sicher ist etwas anderes: Engelbrecht wird weiter Unsinn aus dem Nahen Osten verbreiten, weil er von dem Land, in das entsandt wurde, keine Ahnung hat. Er hockt in seinem vollklimatisierten Büro, lässt sich von einer Mitarbeiterin jede volle Stunde die hebräischen Nachrichten übersetzen und schreibt ab und zu einen Kommentar, der so präpotent ist wie der Auftritt eines Zehnjährigen im Superman-Kostüm. Unser Bastl in Tel Aviv, dem sich solche Lokalgrößen wie Chalid Maschaal. Chef des Politbüros der Hamas, exklusiv anvertrauen.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/unser_bastl_in_tel_aviv/#When:04:16:00Z

46. Silke - Dezember 3, 2012, 14:26

Die Bundeswehrexperten, die in der Türkei nach nem Standort für die Patriot-Raketen suchen, haben einen Ort auf der Liste, der genausogut zur Iran-Raketenabwehr wie zur Syrien-Raketenabwehr eignet.

Interessiert so Zeugs jemanden außer mir oder ist Netanyahu-Bashing so (selbst)befriedigend, daß dahinter alles andere verschwindet?

47. Arthur - Dezember 3, 2012, 16:46

Ich hatte verstanden: „Ariel ist 20 Minuten von Tel Aviv, daraus kann man auch ableiten, dass es 50 sekunden von Nablus mit einer Grad-Rakete ist“…

was mir etwas viel vorkommt, ich hätte eher geschätzt 10 Sekunden…

48. Silke - Dezember 3, 2012, 19:31

sogar David Remnick vom New Yorker findet, daß Lieberman sich entschieden besser machte als Olmert

http://www.newyorker.com/online/blogs/newsdesk/2012/12/hillary-is-running-a-dispatch-from-the-saban-forum.html

49. flx - Dezember 3, 2012, 19:59

Wolfram, das war nur ein Zitat, das gerade gut passte: „Ariel ist 20 Autominuten von Tel Aviv entfernt und bald wird man auch drauf kommen, dass es nur 20 Minuten von Shchem per Grad ist.“
Soll heißen, Lila, dass ich nicht finde, dass es der richtige Zeitpunkt für den E1-Plan ist. Es gibt überhaupt keinen richtigen Zeitpunkt für diese verdammten Siedlungen. Irgendwann kommt die Quittung. Für den Schutz und die Errichtung solcher Siedlungen wird die säkulare Mittelschicht ausgepresst. Kein Wunder, dass immer wieder Leute abhaun und dass man riesige Kampagnen starten muss, um Aliyah zu promoten. Wenn Netanjahu mal Politik machen würde, die die Mittelklasse entlastet und die keinen außenpolitischen Suizid (wie man gerade sehr schön sehen kann) bedeutet, würde ich auch um einiges optimistischer in die Zukunft schauen.

50. flx - Dezember 3, 2012, 20:02

Deswegen: Wählt Yair Lapid, den König!

Tut mir leid, das musste noch raus😉

51. Rika - Dezember 3, 2012, 22:24

Arthur (47), so habe ich es auch verstanden… meine Hebräischkenntnisse sind zwar etwas rudimentär, aber dafür reichen sie gerade noch, ausserdem habe ich vorsichtshalber im Wörterbuch nachgeschaut😉
So – mit den Sekunden (schni’yot) – macht der Satz ja auch erst Sinn… und ja, ich finde selbst 50 Sekunden sehr beängstigend, 10 dagegen hoffnungslos, wobei es vermutlich nur 10 sein würden…

52. Lila - Dezember 3, 2012, 22:33

flx, aus dem Bett gefallen? Spassvogel, ich steh morgens um fuenf auf, aber als ich Deinen Kommentar las, war ich mit einem Bein schon auf der Arbeit. Und ich so: haeh, wat hat denn Egged damit zu tun???

Also naechstes Mal bitte wieder auf Deutsch😀

Und was den Gipfel der Peinlichkeiten betrifft, den wir jetzt wohl mit Bibi endgueltig erreicht haben: es verlautet angeblich aus Jerusalem, dass der Plan noch nicht konkret ist. Nur eben mal so laut angedacht. Tja, am Ende wird dann doch aus der Bauerei nichts. Wie damals bei dem Biden-Ueberraschungsei.

Wenn das stimmt: so laut hat das Hornberger Schiessen schon lange nicht mehr geknallt.

Allerdings wundert es schon, wie die Leute auf die Barrikaden gehen. So grosse Empoerung habe ich ueber Terrorangriffe auf Israel nie gesehen. Die Ermordung der Familie Fogel ist unbemerkt voruebergegangen.

Der unilaterale Schritt der Palaestinenser ist mit Klatschen begruesst worden. Unilaterale Schritte unsererseits haben jedoch zu unterbleiben, sonst wird die Welt fuchsig.

Das Wort Siedlungen reicht, um die Leute zu hoechsten Hoehen der Empoerung aufzustacheln. Menschen sind komisch.

Das haette Bibi schon vorher in Betracht ziehen muessen. Man muss solchen Dingen nicht in die Hand spielen.

Wir sind die saekulare Mittelschicht, die ausgepresst wird. Und das tut weh. Wir rackern wie die Bloeden und kommen kaum ueber die Runden.

Ich habe die Rechnung ja schon mal aufgemacht: mein Mann hat fuenf Jahre Lebenszeit fuer den regulaeren Dienst hergegeben, dazu seine seelische Gesundheit riskiert, die koerpliche ebenfalls. Er hat bis zum Alter von 44 Jahren pro Jahr zwischen 30 und 90 Tagen Reservedienst geleistet. Er hat zum Abschied ein geschmackvolles Stueck Olivenholz mit einem silbernen Abzeichen drauf bekommen, putzt ganz ungemein. Burekas gab es auch.

Mein Schwager, ja, der hat zum Abschied vom Reservedienst einen Schluesselanhaenger bekommen! Viel cooler.

In anderen Familien kommen noch die Jahre hinzu, die auch die Frau gedient hat.

Soldaten in Israel bekommen nur ein mageres Taschengeld.

Das heisst, wir haben, wenn man die Dienstzeit der Kinder zusammenrechnet, insgesamt zehn Jahre lang der Armee einen Soldaten durchgefuettert. Die Armee zahlt nicht mal einen Zuschuss dafuer, dass die Kinder am Ende der Welt leben – weil unser Kaff so winzig ist, dass es im Gegensatz zu allen Nachbardoerfern nicht auf der Liste der „abgelegenen Orte“ aufgefuehrt ist. Das heisst, die Fahrten finanzieren wir teilsweise ebenfalls.

Die meisten Israelis denken da nicht mal drueber nach. Der Staat braucht die Bereitschaft zu dienen, also macht man’s halt. Dass in anderen Laendern Soldaten echtes Geld verdienen, ist den meisten gar nicht bewusst.

Entlassene Soldaten haben ein paar Rechte – wenn sie in bestimmten Industrien arbeiten, kriegen sie einen Zuschuss, manche Studiengaenge gewaehren etwas Nachlass. Aber im Grossen und Ganzen muessen sie sich durchbeissen. Wie auch entlassene Zivildienst-Leistende. Und das ist nicht einfach.

Wir ersparen dem Staat Geld, wir zahlen Steuern, wir arbeiten, wir verdienen wenig, die Kaufkraft unseres Gelds schwindet von Monat zu Monat, Benzin ist fast unerschwinglich und alle eingefuehrten Waren viel teurer als anderswo. Weil eben alles per Schiff oder Flugzeug reinkommt, wir haben ja keine offenen Grenzen. Nirgends ist ein Billy-Regal oder eine Tafel Kinderschokolade so teuer wie bei uns. Mit uns koennen sie’s ja machen, wir koennen nicht einfach, wie meine Mutter, gucken, ob im Nachbarland der Spargel nicht billiger ist.

Wir zahlen ueberall drauf. Wir tun’s, weil wir das Land moegen und weil es letztendlich alles richtig und wert ist. Aber wenn dann so ein Plan auf den Tisch kommt, der garantiert viel Geld kostet, waehrend die Holocaust-Ueberlebenden nicht mehr wissen, wie sie ihre Tabletten oder den Zahnarzt bezahlen sollen – dann bin ich nicht nur mit Blick auf die aussenpolitischen Ausschlaege stocksauer.

53. Silke - Dezember 3, 2012, 22:59

so weit mir bekannt, halten Ökonomen heutzutage eine Inflationsrate von unter 3 % für ideal – sie scheinen sich vor zu niedriger Inflation sogar mehr zu fürchten als vor zu hoher. Es gibt bestimmt ein paar europäische Staaten, die überglücklich wären, könnten sie mit solchen Inflationsraten prunken. Ich zweifle nicht dran, daß Lila’s Eindruck richtig ist, doch woher kommt die Diskrepanz? (Auch ich finde, daß mein Kassenzettel immer höher und höher ausfällt und ich kann auch Lebensmittel nennen, die erhebliche Preissprünge hingelegt haben, doch angeblich ist auch bei uns alles im grünen wünschenswerten Bereich.)

http://de.global-rates.com/wirtschaftsstatistiken/inflation/verbraucherpreisen/vpi/israel.aspx

54. flx - Dezember 4, 2012, 1:14

Rika, du hast vermutlich recht mit den 10 Sekunden, aber eigentlich ist es egal, ich denke, der Punkt ist, dass man sich eventuell irgendwann umschauen wird, wenn man so arrogant bleibt.

Lila, סליחה! ממש ממש מיצטער!😉
Naja, Hebräisch lässt sich hier ja sowieso nicht so gut schreiben wegen der Satzzeichen. Tut mir leid, dass du so früh raus musst. Ich hab schon Probleme mich in die Uni zu schleppen.

Ich bin mir wirklich aller Dinge bewusst, die du hier aufgezählt hast und du darfst mir glauben, dass mich ein Anschlag auf Israel genauso wütend macht, wie solche sinnfreien Schritte der Regierung. Siedlungen sind für mich persönlich eben eine Sache, die ich nicht gut finde. Es mag sein, dass es stimmt, dass die Siedlungen nicht den Frieden verhindern, aber was zählt, ist nun mal auch, was die Welt sagt. Wenn sogar mein größter Verbündeter sagt: „Mach das nicht!“, dann sollte ich mir vielleicht überlegen, ob man diesen Bund so strapazieren will.

Verstehe ich das richtig, dass er eventuell noch einen Rückzieher machen könnte? Dass Frankreich und GB ihre Botschafter abziehen wollen, ist ja schon relativ großer Druck auf Israel.

Ich weiß, dass genau ihr das seid, deswegen wundert mich auch deine Antipathie bezüglich Yair Lapid. Er spricht dir ja eigentlich aus der Seele. Ich habe seinen Auftritt am Ono College gesehen, also Rede und Fragerunde und was ich gehört habe, hat mir sehr gefallen. Wenigstens einer, der die Dinge beim Namen nennt, einer der realisiert, dass man sich schnell mit den Orthodoxen arrangieren muss, einer der merkt, dass die Mittelschicht schnell Hilfe braucht und ich nehm es ihm wirklich ab, dass er dafür kämpfen will.
Hat Bibi sowas schon mal gesagt? (keine rethorische Frage, ich weiß es wirklich nicht)

Was das Militär angeht, denke ich, dass die meisten sich sagen: „Wir wollen hier leben. Das ist unser Land. Wir sind eine der wenigen Generationen von Juden, die in ihrem eigenen Staat lebt und dafür dienen wir eben, auch wenn es zwei, drei, vier oder sechs magere Jahre werden.“ Soweit so gut, das ist eine gute Einstellung. Das Problem ist nur, dass das System von Leuten unterlaufen wird, die zwar vom Staat profitieren, aber nichts leisten wollen. Da kommt man sich als Soldat ab irgendeinem Punkt auch wie ein Freier vor…

Da sagst du was. Jedes Mal, wenn ich nach Israel komme, besteht die Hälfte des Gepäcks aus Milka, Kinderschokolade und alles möglich Leckere, das es sonst noch gibt. Als ich das letzte Mal da war, war eine Bat Mitzwa und ich sollte unbedingt bitte bitte bitte, die alten Überraschungseier mitbringen, weil es in Israel ja nur noch diese… anderen gibt. Ich glaube, die von El Al haben noch nie jemanden gesehen, der in seinem Rucksack an die 30 Überraschungseier hatte.

Ach und was die abgelegen Orte angeht. Habt ihr nicht der Armee geschrieben? Man muss dort zwar seinem Geld nachrennen, aber darauf würde ich nicht verzichten, denn wie du schon sagtest, Benzin ist teuer.

55. Lila - Dezember 4, 2012, 2:03

Yair Lapis Artikel in Ynet waren meist vernuenftig und ich haette jeden Satz von manchen unterschreiben koennen.

Seit ich in Israel bin, ist er praktisch staendig irgendwo praesent, genau wie es sein Vater war. Und ich glaube, jenseits meiner Abneigung gegen eitle Maenner und Frauen, habe ich einfach ein tiefes Misstrauen gegen Pseudo-Messias-Figuren. Wie sein Vater verspricht Yair unheimlich viel. Was er davon halten wird?

Ich habe die Mercaz-Partei aufsteigen und fallen sehen, David Levys Gesher, die sich angeblich um die schwaecheren Teile der Gesellschaft kuemmern wollte (also Leute, denen es deutlich schlechter geht als uns), Tommy Lapid und die Rentnerpartei und ich weiss nicht mehr wen alles. Amnon Lipkin-Shachak und Ami Ayalon und Dutzende von Leuten, die in die Politik einstiegen mit genau denselben Slogans wie Yair: neue Politik, eure Anliegen sind bei mir in guten Haenden, vertraut mir, ich kenne eure Probleme….

Von Kadima und Zippi-ich-mein-es-ernst-Livni, die jetzt aus reiner persoenlicher Eitelkeit eine neue Partei gruendet, weil sie niemals Nr. 2 sein moechte, mal ganz zu schweigen. Amram Mitzna? Ein feiner Mann, gewiss, der aber einfach dahin wechselt, wo er die besten Chancen auf einen Listenplatz zu sehen scheint. Dan Meridor und Beni Begin? Zwei kluge Leute, auf die ich seit Jahren ein Auge habe – beide untergegangen in einer Regierung, die leere Posten vergibt.

Die ganzen freien Waehlergruppen, die eine Zeitlang agitiert haben und dann teilweise in Parteien gegangen sind?

Vergiss es einfach.

Sie alle sind in beklemmend kurzer Zeit zu Stuehlchenwaermern in Kommittes geworden, wenn sie es in die Knesset geschafft haben.

Ausnahmen: Shelly hat sich als MK wahnsinnig ins Zeug gelegt. Ilan Gilon von Meretz hat ebenfalls viele soziale Gesetze durchgedrueckt. Moshe Kachlon hat sich die Hochachtung aller Israelis gesichert, als er energisch gegen die Preistreiberei der Mobil-Telefon-Gesellschaften anging. Es gibt immer ein paar Gerechte, die nekudati, in Einzelfaellen, Ungerechtigkeiten aus der Welt schaffen.

Aber sonst? Was hat uns Lieberman nicht alles versprochen – Zivilehe, Reformen in allen moeglichen Bereichen. Was hat er getan? Sich in peinlichem Englisch mit allen, die ihn verstehen konnten, ueberworfen.

Kurz, Yairs Posen sind in nichts von denen seiner Vorgaenger zu unterscheiden. Ich kann verstehen, dass er gewaehlt wird, und ich weiss von einigen Leuten, dass sie ihn waehlen wuerden. Aber ich selbst? Ich wuerde das Gefuehl haben, einem Celeb-Trend aufzusitzen. Yesh Atid – Yair Lapid. Genauso ein Eitelkeits-Etikett wie Livnis neue „Partei“. In etwa so vertraueneinfloessend wie Kaiser Konstantins Umbenennung von Byzantium in Konstantinopel. Bescheidenheit ist eine Zier…

Wo die Person der einzige Inhalt ist, bin ich misstrauisch. Egal wie gut das Programm sich liest – was wird davon umgesetzt?

Yair nimmt den Mund viel zu voll. Klar, er will gewaehlt werden. Aber dann? Dann wird er es machen wie sein Vater.

Das Gefuehl werde ich nun mal nicht los😦

Leider, ich wuenschte, ich koennte mir Hoffnungen auf Veraenderungen machen…

Es war uebrigens in meinen Augen eine Strunzdummheit von Livni, sich nicht mit Lapid zusammenzuraufen. Sie hat gegen Mofas eine Schlappe kassiert und haette die Konsequenzen daraus akzeptieren muessen. Waere m.E. besser gewesen. Doch was weiss ich? Vielleicht kriegt sie ja sogar die Kurve.

Oh, und wie hat Ehud Barak seine Leute in die Pfanne gehauen, die so treu mit ihm in seine neuerfundene Partei gewechselt sind? Ich sehe noch vor mir, wie die Journalisten mitleidig fragen, ob sie nicht Angst haben, dass Barak sie auf der Strecke laesst. Aber nein….

Jetzt bastelt Simchon an einer neuen Liste, Kibbuzniks und so. Wir sind schon angesprochen worden.

Alles heisse Luft.

56. Jakobo - Dezember 4, 2012, 2:09

„Es gibt bestimmt ein paar europäische Staaten, die überglücklich wären, könnten sie mit solchen Inflationsraten prunken. Ich zweifle nicht dran, daß Lila’s Eindruck richtig ist, doch woher kommt die Diskrepanz?“

ich denke diese inflationsraten sind nur teoretische werte und alles moeglich wird dabei rausgestrichen. ich kann mir zum beispiel nicht vorstellen dass benzinsteuern da mit einfliessen aber irgendjemand muss das beszahlen und das wird dann auf die transportkosten und auf die produkte aufgerechnet dannach wieder rausgerechnet und schwupps 3%

57. Jakobo - Dezember 4, 2012, 2:14

„Das Wort Siedlungen reicht, um die Leute zu hoechsten Hoehen der Empoerung aufzustacheln. Menschen sind komisch. “

Sag blos der oslovertrag waere damit gescheitert😉 Mittlerweile hast du mich ueberzeugt aber du hattest hilfe von ein paar europaeischen praesidenten.

J

58. Jack - Dezember 4, 2012, 2:56

Hallo, darf ich auch mal was sagen? Ihr seid nicht alleine hier. Echt, wenn das jeder so machen würde … wie ich jetzt.

(zu 52.) „Allerdings wundert es schon, wie die Leute auf die Barrikaden gehen. So grosse Empoerung habe ich ueber Terrorangriffe auf Israel nie gesehen. Die Ermordung der Familie Fogel ist unbemerkt voruebergegangen.
Der unilaterale Schritt der Palaestinenser ist mit Klatschen begruesst worden. Unilaterale Schritte unsererseits haben jedoch zu unterbleiben, sonst wird die Welt fuchsig.
Das Wort Siedlungen reicht, um die Leute zu hoechsten Hoehen der Empoerung aufzustacheln. Menschen sind komisch.“

Lila, so sehr ich ansonsten eigentlich Deiner Meinung bin, das Zitierte (für sich alleine) ist m.E. Blödsinn. Richtige Scheiße. Als hättest Du die Oberpeilung und alle anderen verklären die Dinge. Familie Fogler da hineinzuziehen halten ich nicht nur für ziemlich daneben, sondern auch für völlig abgefahren. Das kannst Du mit mir nicht machen, sonst komm ich Dir auch auf doof. Können wir gleich mal anfangen: Weißt Du wie viele bestialische Morde auf dieser Welt, sogenannte politisch motivierte Morde, rassistisch motivierte Morde jeden Tag, jede Woche, jeden Monat und jedes Jahre passieren? Ich weiß es nicht – aber es werden sicherlich nicht wenige sein. Hörst Du deshalb Empörung aus Deutschland? Und höre ich deshalb („so große Empörung“) aus Israel? Hörst Du sie? Und, siehst Du wie scheiße so ein Vergleich ist?
Aber ist es mir deshalb egal? Nein, ganz und gar nicht. Mach ich was dagegen? Nein. Ich verstecke mich wohl lieber in meinem friedlich-freien Wohlstand, tu weiter wie bisher und lebe mein Ding. Aber egal – egal ist es mir nicht.

Also Lila, red billte nicht wieder so einen Blödsinn, als wäre mir, als wäre den Leuten der schreckliche Mord an Familie Fogel oder der dauernde Terror gegen Israel unbemerkt vorübergegangen bzw. die Empörung darüber nicht so groß. Und werfe das auch nicht denjenigen Leuten vor, die von diesem Mord nie was gehört haben. Echt, so funktioniert das nicht, sonst schmiere ich Dir in Israel auf’s Brot will was ich will und laß Euch dann dastehen wie gefühlslose Eisschränke.

Und der unilaterale, also einseitige Schritt der Palästinenser ist nicht mit einhelligem Klatschen begrüßt worden. Auch hier, was schreibst Du da? Das ist doch überhaupt nicht wahr. Guck Dir doch die Abstimmung an. Da waren Ja-Stimmen, Nein-Stimmen und Enthaltungen. Und dass eine der gewichtigsten Stimmen, nämlich die Stimme der USA dagegen stimmte, was Du ja selber.

Das aktuelle Problem in Israel ist m.M. nach Netanyahu und seine Gang. Und das sicherlich noch größere Problem in den sogenannten Palästinensergebieten sind deren politische Führer.
Dass die Probleme zwischen Israel, den Palästinenser-Gebieten und den Nachbarstaaten sehr komplex, kompliziert und alles andere als einfach sind, das ist leider klar und mir soundso. Das ist ein riesiges komplexes Problem.
Aber dieses Problem wird immer größer, nämlich dann, wenn sich Menschen, ganze Länder isolieren, sich entfernen, immer schön und noch schlechter nach dem Motto ’Wer nicht für uns ist, ist gegen uns’. Und weißt Du, wann so was Gefahr läuft zu passieren?
Ich sag’s mal leicht ordinär, aber dafür in zumindest für mich verständlicher Sprache. Denn bei Dingen, die sehr komplex sind, sollte man zwischendurch immer wieder mal versuchen, die Komplexität in einfache Gedanken zu fassen, um nicht völlig den Überblick zu verlieren. Der Fehler den m.E. Netanyahu und seine Clique begehen, ist der, daß sie nicht mehr den Unterschied zwischen ’Fick Dich’ und ’Fickt Euch’ erkennen oder erkennen wollen. Solange du zu einem sagst „Fick Dich“ und der andere „Fick Dich doch selber“ zurück sagt, solange ist trotz aller Schwierigkeiten im Grunde noch alles einigermaßen unter Kontrolle. Wenn es aber damit beginnt, daß die Leute von außen anfangen sich abzuwenden und sagen „Wißt Ihr, echt, fickt Euch doch weiter wie Ihr wollt, aber ohne uns“ dann, ja dann bist du raus. Verstehst Ihr, du bist raus, weg!
Und wenn du Pech hast, dann schaffst du es nie, nie wieder zurück. Doch wenn du meinst ’Na und?’, dann gehe ich weiter mit ’Fick Dich’ durch’s Leben, dann irrst du dich mit ziemlicher Sicherheit gewaltig, wenn du tatsächlich glauben solltest, dass das auf Dauer funktionieren wird. Und ich rede nicht von den letzten gut 60 Jahren, sondern von den künftigen und noch viel mehr Jahren.

Ich mein die Palästinenser, die haben immer noch ihre arabischen Völker hinter sich, selbst wenn diese die Palästinenser oftmals wie Scheiße behandeln oder noch lieber als Mittel zum Zweck. Aber wenn Israels Regierung glaubt, jeden Freund bzw. potentiellen Freund anmachen bzw. ohne wirkliche Not, wie mit dieser erneuten Baugenehmigungs-Scheiße, vor den Kopf stoßen zu können, und das scheinbar ohne einen Anflug von wirklicher Selbstkritik, dann sehe ich eher düster für die Zukunft dieses wunderbaren Landes in exponierter Stellung.

So, alles gesagt. Mir doch egal🙂 Oder wie Du Lila sagst „Menschen sind komisch“. Ja, na und? Jeder macht sein Ding.🙂

59. flx - Dezember 4, 2012, 9:33

Du hast zweifellos schon einiges mehr erlebt als ich und ich kenne diese Desillusionierung von vielen Israelis, die in ihren jüngeren Jahren noch wirklich linke Kibbuzniks waren oder Leute aus der Stadt, die dachten sie könnten die Welt verändern und dass sie Frieden bekommen könnten. Heute sind sie alle pragmatischer. Sie finden die Siedlungen nicht gut, aber sie haben sich damit arrangiert. Es ist schwer in Israel diese Einstellung zu bewahren und bestimmt geht es mir irgendwann genauso, aber ich bin ungefähr im Alter deines zweiten Sohnes, also habe ich noch ein wenig Anspruch auf Träumereien😉 Was du beschrieben hast, bedeutet ja eigentlich, dass es egal ist, wen ich wähle und welches Programm er hat, weil sowieso nichts geändert wird. Mag sein, dass es so ist, aber dann bräuchte ich auch gar nicht erst zur Wahl gehen. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, sollte durch ein riesiges Wunder Bibi nicht mehr gewählt werden, denn Lapid oder Shelly, Livni oder was auch immer dort ausgebrütet wird, finde ich von dem was sie sagen, was sie machen wollen, immer noch tausend Mal besser als Bibi.

60. Lila - Dezember 4, 2012, 10:23

Ja, allerdings, ich bin ein typisches Beispiel der „grausam geweckten Linken“🙂

Wirklich, es hat Jahre des Terrors und der Gespraechsverweigerung und der blanken Luegen gebraucht, um mich dahin zu bringen , wo ich heute bin. Und ich wuerde trotzdem weder Bibi noch Lieberman waehlen.

Und natuerlich macht es schon einen Unterschied, wer welches Ministerium besetzt – ich habe ja Katz und Kachlon als Beispiele fuer Minister gegeben, die wirklich einen Einfluss hatten, den wir auch gespuert haben. Katz hat uns hier oben im Norden nach Jahrzehnten der Stagnation ein paar neue Strassen beschert, die vielen Pendlern taeglich kostbare Zeit sparen, und noch besser: endlich geht es mit der Infrastruktur fuer oeffentliche Verkehrsmittel vorwaerts. Busspuren und die geplante Metronit.

Amnon Rubinstein war ein exzellenter Bildungsminister, den man wirklich gespuert hat. Alles, was danach kam, war Murks – obwohl Yuli Tamir und Gideon Saar intelligente Leute sind, ist mehr ein Aktionismus unausgereifter Plaene zu spueren, die meist nach Sparprogramm riechen, aber rhetorisch aufgehuebscht werden. Ich bin da eher misstrauisch. Zu viele standardisierte Tests, zu viele Stunden- und Stellenkuerzungen.

Natuerlich muss man waehlen gehen, wenn man kann.

Aber wer letztendlich den Stein den Berg raufrollen kann, ist nicht unbedingt der geschniegelte Charmeur mit dem Wiedererkennungswert, sondern der unauffaellige, zuerst verlachte Mann mit chet und ayin, wie Kachlon.

Deswegen guck ich mir auch das Team an, nicht nur den Frontmann. Weder bei Zipkele noch beim Koenig Yair sehe ich vielversprechende Leute. Da kann ich sehr falsch liegen. Bei Shelly sieht es schon besser aus, die Liste macht einen ganz guten Eindruck, aber wer weiss, ob da Substanz hinter ist? Und aussenpolitisch bleibt sie so vage, dass einem angst und bange wird.

61. Yael - Dezember 4, 2012, 14:56

@LIla

hast du es so gemeint wie ich es verstanden habe?

Wenn Israel etwas macht, ist die Empörung immer extrem groß, wenn die Palästinenser etwas tun, wie Morde an Israelis, Raketen, etc. wird das wenige empörend aufgenommen. Und zwar sowohl in der Öffentlichkeit als auch im besonderen politisch weltweit.

62. Lila - Dezember 4, 2012, 15:36

Na klar. Frag mal den durchschnittlichen Zeitungsleser in Deutschland (oder sonst einem europaeischen Land…), was das groessere Friedenshindernis im Nahen Osten ist: Siedlungsbau oder Terror. Wie viele werden wissen, dass der Terror schon da war, als es noch keine Siedlungen, ja kein Israel gab, und dass die meisten“ Uebeltaten“ Israels, vor denen Europaeer sich sensibel schaudernd abwenden, in schlichter Notwehr gegen staendige Angriffe und Terror geschehen sind?

Wie ein denkender Mensch den Bau von einer paar Wohneinheiten auf einem bisher unbebauten Huegel schlimmer finden kann als den Mord unschuldiger Menschen, das weiss ich nicht. Wohnungen ist es egal, wer dort lebt. Wir lesen auch nie ueber Wohnungen, die die Tuerken auf Zypern bauen. Es gibt so viele umstrittene Gebiete auf der Welt – warum kaprizieren sich alle auf Israel?

Aber da Bibi das wusste und kuehl mit eingeplant hat, als er diesen Plan oeffentlich verkuendete, begeht er meines Erachtens einen Fehler, fuer den wir alle zahlen muessen. Er wusste, wie irrational die Welt selbst auf den Bau von Haeusern in Gegenden, die in Roadmap und Clinton-Plan zu Israel gehoeren, reagiert.

Er haette sich und uns das ersparen koennen.

Vor allem weil sich schon die naechste Wolke am Himmel zusammenbraut. Diesmal ist es eine chemische – in Syrien geht’s wohl bald los.

63. Yael - Dezember 4, 2012, 15:42

Danke Lila, ich wollte nur, dass Jack das auch genauso versteht.😉

Der angekündigte Siedlungsbau ist ein Fehler, keine Frage.

Von den chemischen Waffen ist Syrien habe ich auch gelesen. Die haben angeblich mit der Produktion des Nervengases Sarin begonnen. Ich mag mir nicht vorstellen, dass der Assad wirklich so weit geht.

64. Und da sind wir wieder « Letters from Rungholt - Dezember 4, 2012, 16:23

[…] Meinung zum neusten Bibi-Lieberman-Debakel habe ich in den Kommentaren zu diesem Eintrag niedergelegt, weil ich eigentlich gar keine Zeit zum Bloggen habe und mir vorgenommen hatte, den […]

65. Jack - Dezember 4, 2012, 17:56

Ach Yael auf 63.,
ich verstehe meist nur, was ich verstehen will. Aber wer kennt das nicht? Ich brauch mich da vor niemandem verstecken. Und Siedlungsbau und Terror kann ich schon unterscheiden.

Kennst Du ‚Der Loulou‘? Das ist eine Dreiecksgeschichte, deren Konflikt sich vor dem Hintergrund verschiedener sozialer Milieus abspielt. Und weißt Du, Bewegung und Körpersprache tragen den Film mehr als Dialoge. Es heißt oft ja oft Charakter, ob jemand Charakter hat und so weiter. Ich mein, das ist meist gar nicht so. Charaktere sind tatsächlich eher beliebig. Ich weiß oft gar nicht, was das sein sollte.
Aber wenn man versuchen möchte etwas zu verstehen, Menschen zu verstehen, versuchen möchte etwas zu vermitteln, künstlerisch zu vermitteln, dann ist es am besten und eindringlichsten, wenn Künstler keine Charaktere, sondern Personen spielen. Eine Figur, ein Charakter ist nichts als Fiktion. Eine Person dagegen ist Teil der Wirklichkeit.

So, meine Hausaufgabe an Dich oder Euch, wenn Ihr denn wollt: Denkt mal darüber nach, ob das was mit dem Thema hier im Blog zu tun hat. Oder fragt Euch mal, ob ein Politiker wie Netanyahu weiß, wovon ich gerade geredet habe. Oder ob er aus bestimmt bestimmenden Gründen das Wissen darüber schon lange hinter sich gelassen hat.

Aber bzw. oder wie ich oben schon geschrieben habe – ich verstehen meist nur, was ich verstehen will.

66. flx - Dezember 4, 2012, 18:45

Ich hatte schon in der Schule Probleme solch berauschende Prosa zu durchdringen…

67. Yael - Dezember 4, 2012, 18:45

„Und Siedlungsbau und Terror kann ich schon unterscheiden. “

Jack, das habe ich nun wirklich nie bezweifelt.😉

68. Jack - Dezember 4, 2012, 20:02

Hatte ich auch, flx.
Aber nicht aufgeben: As you live, you learn things.🙂

Mein Lieblignssatz! Kommt zwar nicht immer hin, aber braucht es auch nicht. Manchmal reicht schon.🙂


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