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Und auch er kann nicht anders Dezember 24, 2013, 2:59

Posted by Lila in Presseschau, Uncategorized.
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Er muß lügen die Geschichte umschreiben.

In a Christmas message, Palestinian President Mahmoud Abbas referred to Jesus as a „Palestinian“ messenger of hope.

Genauer:

Abbas said Jesus was a „Palestinian messenger who would become a guiding light for millions.“

Als Erklärung kommt dazu:

Palestinian officials said Abbas used the term in a historic context, applying to all those in the Holy Land at the time, regardless of religion.

Kompletter Blödsinn, historischer Kontext my foot. Das Heilige Land hieß zu Jesu Zeiten noch Provinz Judäa (der Name Judäa ist überhaupt sehr viel älter als Palästina). Erst nach der Zerstörung Jerusalems durch die Römer und als Teil der Demütigung und Zerstreuung der Bewohner Judäas nach dem bar-Kochva-Aufstand änderten die Römer den Namen der Provinz in Syria-Palästina und den Namen der Stadt in Aelia Capitolina.

Circumcision was forbidden, Iudaea province was renamed Syria Palaestina and Jews (formally all circumcised men) were banned from entering the city on pain of death.

Aber was sind schon mehr als hundert Jahre auf oder ab?

Erinnert sich noch jemand, was nach den Römern kam? Wann kam der Islam ins Heilige Land (und konvertierte, wo vorher Juden und Christen gelebt hatten, die Menschen mit Gewalt)? Und wann die Araber?

Für einen promovierten Historiker redet Abu Mazen eine Menge Mist.

Abbas promovierte 1982 über die Geschichte des Zionismus, der Titel seiner Dissertation lautet: Связи между сионизмом и нацизмом (1933–1945 гг.), zu deutsch Die Zusammenhänge zwischen Zionismus und Nazismus 1933–1945. Im Vorwort eines 1984 erschienenen arabischen Buches, das auf seiner Dissertation beruht, stellt Abbas laut dem Middle East Media Research Institute in Abrede, dass derHolocaust zum Tode von sechs Millionen Juden geführt hat, und spricht stattdessen von „möglicherweise weniger als einer Million“.

Na ja. Vielleicht war seine Dissertation ja doch nicht der Suche nach der Wahrheit geschuldet, sondern der Suche nach einer überzeugenden Lüge?

Jesus als Palästinenser darzustellen ist jedenfalls ein Lieblings-Topos palästinensischer Politiker und Propagandisten. Auch deutsche Journalisten ziehen gern subtil Parallelen zwischen dem Weihnachts-Motiv und dem Leid der Palästinenser.

Es ist noch nicht lange her, da rollten israelische Panzer durch die engen Straßen von Beit Sahour und ließen die Wände der Häuser erzittern. Simon Awad und seine Familie erfuhren am eigenen Leib, dass der Nahostkonflikt auch vor den hohen Feiertagen keinen Halt macht. An Ostern vor elf Jahren stürmten israelische Soldaten die Treppe zum Haus der Familie Awad hinauf und hämmerten an die Tür. Es war die Zeit der zweiten Intifada. Wegen des Palästinenseraufstands herrschte seit Tagen Ausgangssperre. Die Soldaten zerrten Simon Awad im Schlafanzug aus dem Haus.

Das Wort Terror wird dann diskreterweise nicht erwähnt – man könnte ja sonst auf die Idee kommen, die Israelis hätten einen Grund gehabt für ihre Aktionen. Was war noch mal zu Ostern vor elf Jahren? Rössler scheint es nicht mehr zu wissen, aber ich werde es nie vergessen – das Massaker im Park-Hotel, zu Pessach. Der Terror jedenfalls macht vor jüdischen Feiertagen nicht Halt.

Doch zurück zu den derberen Versuchen, Jesus als Palästinenser zu verkleiden.

Alles ein bißchen dick aufgetragen, oder? In meinem Benimm-Buch würde stehen: man merkt die Absicht und ist verstimmt.

Und zum Abschluß die Antwort des israelischen Außenministeriums auf Abu Mazens seltsame Erklärung:

He should have read the Gospel before uttering such offensive nonsense, but we will forgive him because he doesn’t know what he’s doing.

Sehr elegant, Palmor. Ob Abu Mazen die Anspielung versteht?

Kommentare»

1. levrak - Dezember 24, 2013, 8:35

Sie genießen ihre offenbaren Lügen und genießen, das soviele von der Welt das provokative Spiel mitspielen. 
Sie zeigen uns ganz einfach den Stinkefinger, sie spotten über unsere „quasi Isolierung“, ein Spiel bei Christen seit 1096, und bei den Mohammedanern seit ihrem Mohammed. 

In Wahrheit sind sie stinksauer über ihre eigene Dämlichkeit und -nennen wir es doch- Degeneration! 
Bei ihnen und ihren Verbündeten tut sich nichts, sie stagnieren in geistiger Armut. Umso mehr wedeln sie mit vermeintlichen „Lorbeeren“.

Erbärmlich. Sie verdienen entsprechend spöttischen Witz zur Antwort, spotten können sie, den Witz verstehen sie nicht. 
Aber tief drinnen wissen sie um den erbärmlichen Zustand ihrer „Kulturen“, und sind stinksauer und schlagen zu wo sie können.

Es wäre so einfach für diese Leute sich zu verbessern. Aber sie schlagen die Köpfe (ihrer Kinder) gegen die Wände, die Wände ihrer eigenen Borniertheit.

(Oh, nicht zu vergessen, ganz so dämlich sind sie auch wieder nicht, immerhin stinkreich dank den Mitspielern ihrer Farce.)

A.mOr.

Und allen hier, denen Weihnachten ein Fest von feierlicher Bedeutung ist wünsche ich eine gute Zeit.

2. j5727 - Dezember 24, 2013, 9:24

Das wird er nicht, er liest nur eigene Propaganda…
Jesus oder vermutlich korrekter Jeshuah war ja auch schon mal Germane… Ist noch nicht soooo lange her.
Ich versuche jedenfalls wenigstens meinen eigenen Kindern zu erklären was real Sache ist: wenn es einen J. gab, dann war er weder Grieche noch Araber sondern, wie es ja auch im Text steht natürlich Jude.
FROHE WEIHNACHTEN

3. willow - Dezember 24, 2013, 12:56

Naja, nun ist es natürlich für Abbas & Co. auch sehr schwierig … 😉

Da feiern Millionen Menschen, daß ein zionistischen Paar gegen alle Widerstände -aber mit höchstem Segen- in der Stadt Davids, Bethlehem, einen jüdischen Sohn zur Welt brachte … und nirgendwo werden Palästina oder die Palästinenser erwähnt 😀

Ein Wunder, daß „so etwas“ überhaupt gefeiert werden darf!

4. Lila - Dezember 24, 2013, 13:06

Übrigens habe ich einen Leserkommentar in der FAZ hinterlassen, was ich sonst nicht mache. Sie hat ihn nicht veröffentlicht.

Der Hinweis auf palästinensischen Terror ist wohl unerwünscht.

5. levrak - Dezember 24, 2013, 18:18

Lila

kann mir kaum vorstellen, daß eine seriöse Zeitung einen Leserkommentar nicht abdruckt. Da ist doch was grottenfaul bei solcher Haltung einer Zeitung! (, oder auch nur ihrer online-Seite.)

Man veröffentlicht nicht, weil es inhaltlich nichts zur Sache tut (und nichtmal wenigstens unterhaltsam ist) oder auch schlicht einer Etiquette widerspricht. 
Kann mir wirklich keinen plausiblen Grund für die Ablehnung Deiner wertvollen Stimme vorstellen.

Ehrlich gesagt, ich finde diese Meldung von Dir schauderlich. 
Wir reden von der FAZ, nicht von irgendeinem Orchideen-Blog eines Fanatikers!
Oder?

A.mOr.

6. Lila - Dezember 24, 2013, 18:50

Uvda – Tatsache. Ich habe meinen Kommentar vor mehr als 12 Stunden gepostet, und er ist nicht erschienen, aber mehrere andere.

7. levrak - Dezember 24, 2013, 22:44

Hat man schonmal gehört, was?!
„Sie werden ernten was sie säen!“
Saubande!

A.mOr.

8. schum74 - Dezember 24, 2013, 23:36

Jesus, ein Palästinenser? Blödsinn!

Ich halte mich an Adolf Bartels (Lessing und die Juden, Leipzig 1934, S. 255):
„Jesus war Arier“.

So sieht es auch Friedrich Ettwein (Rasse und Religion, Stuttgart 1933, S. 27-28):
„Jesus war nordisch-vorderasiatisch“.

Ebenso Rudolf Dahms (Jesus und der nordische Mensch, Berlin 1934, S. 5):
„Jesus war kein Vollblutjude“.

Alle Drei können nicht irren.

Quelle:
Joseph Wulf, Presse und Funk im Dritten Reich – Eine Dokumentation, Rowohlt – rororo 815/816/817, 1966

9. schum74 - Dezember 24, 2013, 23:41

An Levrak (5)

A.mOr, jakiri, die FAZ ist eine Orchideen-Zeitung.

10. levrak - Dezember 25, 2013, 12:12

Schum, jakirati, unter diesen Umständen: schön wär’s!
Wobei ich bislang den Begriff „Orchideen-Fächer“ immer sehr positiv konnotierte.

Formulieren wir also um, paßt auf FAZ wie auf Judenhasser generale gleicher’massen‘:
„Masse statt Klasse“!

A.mOr.

PS/…und werd‘ das Gefühl nicht los, daß genau in dieser Formulierung die Methode dahinter angesprochen ist, der „jüdische Bock“ nur der „Klamauk“ für die Massen. Die Arabs raffen’s nicht.
Ist wohl nur zuviel „science fiction“ der Art George Orwell, oder so… 🙄

11. schum74 - Dezember 25, 2013, 22:00

Nichts gegen Orchideen. Diese Ssachlawim sind sehr – wie sagt man auf Deutsch? – évocateurs?

12. Lila - Dezember 25, 2013, 22:03

Ich versuche gerade, meinen ersten ssachlav am Leben zu erhalten. Gar nicht so einfach 😦 für jemand mit schwarzen Daumen.

13. Aristobulus - Dezember 26, 2013, 3:49

Also, wirkliche Orchideenzeitungen haben schillernde Farben und sind sexy. Hingegen die FAZ ist dunkelgrau-hellgrau, raschelt beim Auf- und Entblättern, und übrigens ist sie komplett unsexy, so.


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