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Pessachferien April 12, 2017, 19:17

Posted by Lila in Persönliches.
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Unser Örtchen ist sehr beliebt bei Urlaubern. Viele Familien hier haben „tzimmerim“, also B&B-Angebote – hübsche Holzhäuschen mit Blick aufs Meer oder elegante Villen, die man komplett mieten kann, oder Mini-Hotels mit ein paar Suiten oder Zimmern. Ich gucke mir manchmal spaßeshalber die vollmundigen Ankündigungen im Internet an, mit denen sowohl der Nachbar gegenüber (Boutique-Hotel) als auch der nebenan (Suite) ihre Angebote bewerben. Sie schwärmen von der paradiesischen Landschaft, und die ist ja wirklich sehr schön.

Zu Pessach ist also alles voll mit Kurzurlaubern, die meisten davon Israelis (Städter!), aber manchmal höre ich auch andere Sprachen. Sie gucken in die Gärten und manchmal stellen sie Fragen: wie viel wohl hier ein Haus kostet? Falls sie gedacht haben, hier in der „periferia“ gäbe es Schnäppchen, erleben sie eine Enttäuschung – die Preise haben auch hier enorm angezogen, ich weiß gar nicht, wie weit sie noch steigen wollen.

Abends wird überall gegrillt, man hört Musik, und unser Nachbar mit der Suite hat eine so üppige Beleuchtung für den Garten installiert, daß unsere Terasse im Flutlicht liegt und man nur noch blinzeln kann – sehr zu meinem Unmut, denn ich gebe für einen Blick auf Albireo das ganze doofe Flutlicht her, das sowieso kein Mensch im Garten braucht.

Die Boutique-Hotel-Betreiber von gegenüber schmeißen ihren Müll in unsere Mülltonne, wenn ihre eigene voll ist – wir haben es ihnen einmal gestattet, seitdem ist es ihr Gewohnheitsrecht, und ich überlege noch, wie ich es ihnen jetzt wieder verbieten kann. Ich erkenne daran, wie ausgebucht sie sind.

Wenn die Feiertage vorbei sind, dann wird es wieder stiller hier. An Wochenenden kommen zwar auch Besucher, und dann ziehen auch ganze Scharen von knapp-grellbunt gekleideten, behelmten, ernsthaften Muskelmännern und -frauen auf Fahrrädern hier vorbei, aber im Moment ist geradezu Rummel. Y. arbeitet normal, ich muß angestaute Berge abarbeiten, aber die Mädchen haben frei und rundherum ist Ausnahmestimmung. Bis Mimouna – dann ist alles vorbei.

Kommentare»

1. Hadassa - April 12, 2017, 21:22

Das hat mich jetzt herzhaft lachen lassen – Boutique-Hotels sind ja scheinbar der letzte Schrei und die Suite hat hoffentlich das obligatorische Jacuzzi? Wir machen uns am Wochenende auch auf in den Norden, aber da ich Zimmerim für grundsätzlich überbewertet und überteuert halte, habe ich uns in der Nazarether Altstadt eingebucht. Leider hatte ich Dösbaddel dabei nicht auf dem Schirm, dass es dort zu Ostern wohl recht „crowded“ wird, aber so ist es nun halt 🙂

LG,
Hadassa

2. Lila - April 12, 2017, 21:26

Aber ja, Jacuzzi mit Blick auf die Hügel und das Meer 🙂

Das sieht auf der Website alles so unglaublich gut aus!

3. Paul - April 13, 2017, 15:53

Liebe Lila,
in meinem Kalender steht am 12.4. folgender Spruch:

„Wer Licht macht,
kann die Sterne nicht sehen.
wer Lärm macht,
kann Gottes Atemzug
nicht hören.“
Stijn Streuwels)

Weil der Spruch zu Deiner Schilderung so gut passt, habe ich ihn hier aufgeschrieben. Eine gute Pessach,

wünscht Dir und Y.,
Paul

4. A.mOr - April 13, 2017, 22:29

Die Pessachferien dauern an. und ich wünsch Dir (und allen, die sie feiern und/oder begrüßen) auch schöne Osterfeiertage!


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