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Frechheit August 27, 2014, 17:10

Posted by Lila in Presseschau.
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golanhoehen

Manchmal möchte selbst ein friedfertiger Mensch wie ich einfach nur reinschlagen. Reicht es nicht, daß der SPon sich mit Rania Salloum ein williges Propaganda-Instrument der Hamas an Bord geholt hat, die in ihren Artikeln so kontextlos klagt und barmt, daß sie vermutlich von der Hamas dafür mit einem Orden geehrt wird?

Sind die wirklich so blöd in der Redaktion?

Aus Syrien kommender Beschuß hat einen israelischen Offizier verwundet. DARAUFHIN hat die Armee zurückgeschossen.

Wirklich, der SPon ist unter aller Kritik. Absolut unter aller Kritik. Schade, daß er so viel gelesen wird, daß ich ihn nicht ignorieren kann – wenn ich mir überlege, daß so viele Menschen glauben, was dort geschrieben wird, dann wird mir bange.

Sie sind anscheinend einfach nicht imstande, irgendeine Nachricht, in der Israel vorkommt, anders zu formulieren als im Raster „Israel DROHT“, „Israel GREIFT AN“, kurz: „Israel ist TÄTER und alle andern OPFER“. Daß man im Artikel die richtige Reihenfolge erzählt, macht keinen Unterschied. Der Überschriftenknecht weiß, wie man es abzuheften hat: im dicken Ordner „israelische Aggressionen“. So daß der Leser schon beim Überfliegen weiß, wer da unten mal wieder Unruhe stiftet.

Wie gefährlich es für uns sein kann, daß Kuneitra jetzt in den Händen radikaler Islamisten ist, scheint nicht zu kümmern.

Kommentare»

1. Malte S. Sembten - August 27, 2014, 17:33

Liebe Lila,

derzeit kommentiere ich hier nur sehr selten, aber ich lese noch immer viel mit und teile etliches bei Facebook – das hier z.B.

Ja, leider gilt der Spiegel noch immer als Flaggschiff der deutschsprachigen Qualitätspresse. Auch ich habe viele, viele Jahre lang alles geglaubt, was das Blatt über Israel geschrieben hat, damals häufig aus der „Edelfeder“ des Erich Follath. Bis zu dem Zeitpunkt, als Scharon den Gaza-Streifen hat räumen lassen. Als dann 1.) die Hamas nicht so reagierte wie vom Spiegel stets versprochen und 2.) der Spiegel ungeachtet dessen an seiner Haltung gegenüber Israel nichts änderte, habe ich mich von Spiegel und SPON abgewandt, jedenfalls was Israel betrifft. Den Print-Spiegel lese ich seither gar nicht mehr.

2. charlotte - August 27, 2014, 17:50

nur wenig später (wenn ich mich nicht irre), hieß es dann in einem artikel („Waffenstillstand in Gaza: Lauter Verlierer“):

„Eine Entführung hatte den Krieg ausgelöst: Am 12. Juni waren drei israelische Teenager im Westjordanland gekidnappt worden. Israel machte die Hamas dafür verantwortlich und ließ Hunderte ihrer Mitglieder verhaften. Daraufhin feuerte diese Raketen, Israel antwortete mit Bomben. Bis heute ist nicht sicher belegt, ob die Hamas mit den Morden etwas zu tun hatte. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Verbrechen von fanatisierten Einzeltätern begangen wurde.“

völlig ignorierend, dass a) der raketenbeschuss nicht erst da anfing und b) in den letzten wochen ganz andere erkenntnisse zur entführung sogar die deutschen medien erreicht hatten. zum schreien (und manchmal auch schlicht zum heulen).

3. Veronika - August 27, 2014, 17:57

Hallo Lila,

habe erst kürzlich „zufällig“ Ihre Seite entdeckt und informiere mich seitdem gerne hier. Folgender Link gehört zu einer Seite hier in Deutschland, auf der man besser informiert wird als bei Spiegel Online und Konsorten:

http://www.pi-news.net/

Alles Gute Ihnen und Ihrer Familie
Veronika

4. נועה אסמן - August 27, 2014, 18:50

Ich schnappe nach Luft, Lila, habe ich mal 1 Tage nicht in den Spiegel reingeschaut, weil ich dachte, jetzt haben die nix mehr zu hetzen ueber uns, wo doch Waffenruhe ist – da lese ich bei dir nun das. Ich kann einfach nicht mehr. Sind die einfach NUR bescheuert?

5. Lila - August 27, 2014, 19:14

Ja, ich dachte auch, jetzt ist es aber wirklich bald gut.

Daß heute ein kleines Mädchen im Auto der Mutter von Steinen mittelschwer verletzt wurde, die von wütenden Palästinensern geschleudert wurden – geschenkt, keine Meldung wert, sind ja Siedler, also ohnehin unwertes Leben.

Daß beim Siegesjubel Menschen getötet und verletzt wurden – Kinder mit Gewehren in die Luft ballerten – aggressive Haßreden gehalten wurden – keine Meldung wert.

Alles, was einen Makel auf der weißen Weste der Palästinenser bedeuten würde, wird einfach nicht erzählt. Das ist ein unheimlich wirksames Patent. Nach einer Weile glaubt keiner mehr, daß die Palästinenser überhaupt irgendwas Böses tun können, ohne von Israel brutal dazu gezwungen worden zu sein.

Werden solche Reden im deutschen Fernsehen gezeigt?

Oder Einzelheiten über die Tunnel?

Die mörderische Entschlossenheit der Palästinenser im Gazastreifen wird in deutschen Medien systematisch runtergespielt.

Da wundert einen nichts mehr.

Selbst die GEfährlichkeit von Al Qaida wird runtergespielt, Hauptsache, Israel steht als Aggressor da.

6. ekkehard schroeder - August 27, 2014, 20:51
7. Biba - August 27, 2014, 21:50

„Wie gefährlich es für uns sein kann, daß Kuneitra jetzt in den Händen radikaler Islamisten ist, scheint nicht zu kümmern.“

Leider realisieren in Europa nicht sehr viele Menschen nicht was das bedeutet. Es ist niederschmetternd

8. Claudio Casula - August 27, 2014, 21:52

Na klar, Lila – und selbst der Islamische Staat wird noch punkten können, wenn er sich erst mal gegen die „israelische Besatzung“ ausspricht. Don´t hold your breath.

9. wollecarlos - August 27, 2014, 22:43

Jaja,
da regt man (Lila) sich über die so fürchterlich objektiven und neutralen „Berichte“ in SPON, SZ usw. auf. Aber hier, in ihrem eigenen Blog, gibt sie einem netten Israelverleumder seit vielen Monaten Raum…..

10. Lila - August 27, 2014, 23:15

Du findest ihn nett? Das ist mir neu 🙂

Silke war keine Israel-Verleumderin, und mit ihr hast Du Dich auch endlos beharkt.

Ich gebe sehr vielen Meinungen in den Kommentaren Raum. Und wenn Du keinen Unterschied der Größenordnung siehst zwischen einem SPon-Artikel auf der ersten Seite und den Meinungen, die hier in diesem Blog in den Kommentarspalten veröffentlicht werden…. dann bedanke ich mich für das Kompliment.

Überdies bleibt hier keine Israel-Verleumdung unwidersprochen.

11. Yerachmiel - August 28, 2014, 6:57

Germany, the nation that perpetrated the holocaust is not expected to be particularly jew-friendly or pro-Israel, for that matter.

12. P. Bereit - August 28, 2014, 12:21

Ich unterbreite einigen von euch einen Vorschlag:
Wir verhalten uns künftig wie vernunftbegabte Menschen, die eine ordentliche Kinderstube kannten und über einen brauchbaren Bildungsstand verfügen. Wir unterlassen jede Form von Beleidung und Diffamierung und konzentrieren uns auf den Austausch von Meinungen und Ansichten. Wir achten die Meinung des Anderen, soweit sie nicht grundsätzliche Normen des menschlichen Zusammenlebens verletzt.
Diesen Vorschlag unterbreite ich u.a. und insbesondere, einem gewissen WOLLECARLOS, der hier noch nie einen substanziellen Beitrag abgeliefert hat, wohl aber nahezu lückenlos, zu Diffamierungen Andersdenkender greift.
Die Anerkennung einer solchen Netiquette, könnte dem Eindruck entgegen wirken, dass hier ausschließlich Propaganda betrieben und jeder Andersdenkende wie ein Keim bekämpft wird.
Lasst uns nach Ideen suchen, die mehr sind, als nur Hass, Gewalt und Ausgrenzung.

13. P. Bereit - August 28, 2014, 12:22

Beleidung soll natürlich Beleidigung heißen. Sorry

14. Machmut El Schalomi - August 28, 2014, 14:35

Neulich bei SPON:
„Trotz Waffenruhe erwidert Israel das Feuer“
Das bedarf keines Kommentares…

15. P. Bereit - August 28, 2014, 15:27

Ich kenne Rania nicht persönlich, nur einige Artikel von ihr. Sie als Sprachrohr der HAMAS zu bezeichnen, halte ich für vermessen. Journalisten sollten selbstverständlich Objektivität wahren, was nicht ausschließt, dass auch sie eine persönliche Meinung zu einem Betrachtungsgegenstand besitzen. So wird es dieser Rania auch gehen. Überdies existieren in Deutschland eine Reihe von Persönlichkeiten, weitaus bekannter und einflussreicher als eine Rania, denen es nicht an Selbstbewusstsein mangelt, die Interessen Israels lautstark zu vertreten.
Ich habe einen Kollegen, dessen Vater ist Palästinenser. Obwohl der Kollege schon lange in Deutschland lebt und arbeitet, hat er ein anderes Verhältnis zum Geschehen in Gaza, als manch anderer. Und er hat gute Gründe dafür. Dort leben Verwandte und Freunde von ihm, von denen er z.T. nicht weiß, ob sie noch leben.
Wer die Zerstörungen in Gaza sieht und noch ein Herz in der Brust hat, der kann nicht anders, als mit diesen Menschen Mitleid zu hegen. Völlig unbesehen der Tatsache, wer mit diesem Konflikt angefangen hat. Ich verspüre keinen Funken Sympathie für die HAMAS und deren Vertreter. Die es sich in Katar gut gehen und ihr Volk, auf Basis einer barbarischen Ideologie, verrecken lassen. Keine Frage. Ich sehe auch die Sinnlosigkeit, sich die jetzige Waffenruhe, als Sieg anzurechnen. Aber an Sinn, mangelt es auf beiden Seiten.
Ich sehe aber auch, die Unverhältnismäßigkeit der kriegerischen Auseinandersetzung, was allein die Zahl der Toten und das Ausmaß der Zerstörungen beweist. Klar, Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung. Doch dieses im Völkerrecht beschriebene Recht, bezieht sich auf das Verhältnis zwischen Staaten und nicht auf das, zwischen einem Staat und einer Minderheit. Eine Minderheit, deren Überleben nahezu ausschließlich durch internationale Hilfsleistungen gesichert wird. Vor allem aus Europa und insbesondere aus Deutschland. Seit Jahrzehnten. WIR, die europäischen Steuerzahler, werden für die materiellen Schäden aufkommen müssen. Deshalb sollte hier niemand so tun, als ginge uns das nichts an und uns würde das Verständnis fehlen.
Hat sich eigentlich schon mal jemand die Frage gestellt, ob die Palästinenser eigentlich auch ein Recht auf Selbstverteidigung besitzen? Ob sie ein Recht darauf besitzen, sich aus einem Gefängnis, wie es GAZA zweifellos ist, und von einer Besatzung zu befreien? Und wenn ja, welche Mittel dürften sie hierfür einsetzen? Könnten sie sich ihrem Feind, den Israelis, in einer offenen Feldschlacht gegenüberstellen oder sind sie nicht gezwungen, sich zu verschanzen, zu verstecken, zwischen Gebäuden zu agieren? Wie gesagt, mir geht jeder Sinn für kriegerisches Treiben ab, aber rein objektiv darf man sich diese Fragen ganz bestimmt einmal stellen.

16. wollecarlos - August 28, 2014, 16:38

Lila !

„Unterschied der Größenordnung“…

Hängt die Wahrheit von der Größenordnung ab, oder ist sie ein Wert an sich ?

Ich bleibe bei meiner Meinung, daß Sie „schizophren“ argumentieren, dem SPON insbesonders und anderen Publikationen im allgemeinen nehmen Sie übel, was Sie in Ihrem eigenen Blog nicht nur dulden, sondern offensichtlich auch goutieren.

Vor vielen Jahren, haben wir als Pfadfinder gesungen:

„Heiß oder kalt
Ja oder Nein.
Niemals dürfen wir lauwarm sein! “

Und da ist was sehr Wichtiges drin.

Vielleicht liegt die schwindende Zustimmung zu Netanjahus Beliebheit auch darin, daß er „lauwarm“ ist.

Vielleicht liegt die schwindende Zustimmung zu Israels Politik auch darin, daß sie „lauwarm“ ist.

17. willow - August 28, 2014, 16:59

Ich verstehe nicht, warum sich einige dieses Blog seit Jahren antun, obwohl hier doch nur „Propaganda betrieben“ wird …

Btw. – mein Mossad-Scheck ist diesen Monat überfällig, wie sieht das bei Euch aus!? 😉

18. Malte S. Sembten - August 28, 2014, 19:55

»(…) Dieser Tage hat ein früherer Nahostkorrespondent der US-Nachrichtenagentur „Associated Press“, Matti Friedman, einen beeindruckenden Artikel über die verzerrte Israel-Berichterstattung verfasst. Er sprach nicht für Deutschland, wo das Verhältnis zu Israel noch ein ganz anderes ist, sondern für Amerika. Doch auch dort werde jeder Fehler in der israelischen Gesellschaft „aggressiv berichtet“. Als der damalige Ministerpräsident Ehud Olmert 2009 den Palästinensern ein wichtiges Friedensangebot unterbreitet habe, sei das nicht berichtet worden, „obwohl das die größte Geschichte des Jahres hätte werden müssen“. Das Narrativ der verantwortlichen AP-Redakteure sei gewesen, „dass die Palästinenser moderat waren und die Israelis widerspenstig und zunehmend extrem. Über das Olmert-Angebot zu berichten – oder zu tief in die Hamas-Thematik einzusteigen – hätte dieses Narrativ als Nonsense entlarvt.“ Die Journalisten hätten den Fakt also mehr als anderthalb Jahre ignoriert.

Nochmals: Friedman berichtete für eine Nachrichtenagentur. Für ein Medienunternehmen also, das Zeitungen, Radio und Fernsehen Rohfakten liefern soll. Meldungen, keine Meinungen. Trotzdem würden viele jener Medienleute, die entscheiden, was die Menschen aus dem Nahen Osten zu lesen und zu sehen bekommen, ihre Rolle nicht als beschreibend, sondern als politisch verstehen, schreibt Friedman. „Berichterstattung ist eine Waffe, die diese Leute je nach Laune ihrer Lieblingsseite überlassen.“ (…)

Aus:
„Wie ich auf einen Hamas-Versteher hereinfiel“
Von Petra Sorge, 28. August 2014
( http://www.cicero.de/berliner-republik/entschuldigung-wie-ich-auf-einen-journalisten-hereinfiel-der-hamas-hinrichtungen )

19. Lila - August 28, 2014, 20:23

Malte, erinnerst Du Dich noch daran, wie deutsche Leser meinten, ich hätte Olmerts Angebot erfunden, weil sich in den deutschen Medien keine Spur davon finden ließ????? 😀

Ihr werdet systematisch verdummt – mariniert und abgehangen, damit Ihr nur ja nicht erkennt, daß Israel als Teil des Westens derselben tödlichen Ideologie des Hasses gegenübersteht wie Ihr alle (incl. aufgeklärte und moderate Moslems). Hisbollah, IS, Hamas, al Nusra, al Qaida, Boko Haram – so verschieden sie im Einzelnen sind, so ähneln sie sich doch.

Wenn im Westen so getan wird, als wäre das Feigenblatt „heldenhafte Kämpfer gegen israelische Besatzung“ eine automatische Rechtfertigung von Terror und Gewalt, kann ich nur den Kopf schütteln. Wer Amerikaner oder Europäer massakriert, ist ein Terrorist. Wer Israelis massakriert, ist „Militant“.

Diese Blindheit wird auf Euch selbst zurückfallen.

20. wollecarlos - August 28, 2014, 20:53

„Diese Blindheit wird auf Euch selbst zurückfallen.“

Tolle Erkenntnis, und darum darf man sowas nicht noch dulden, ja, vielleicht sogar -im Namen der Meinungsfreiheit aus aufklärerischen Zeiten- unterstützen!

Wiederholung:

„Heiß oder kalt
Ja oder Nein.
Niemals dürfen wir lauwarm sein! ”

21. wollecarlos - August 28, 2014, 22:16

10. Lila – August 27, 2014, 23:15
„Überdies bleibt hier keine Israel-Verleumdung unwidersprochen.“

15. P. Bereit – August 28, 2014, 15:27
„… die Frage gestellt, ob die Palästinenser eigentlich auch ein Recht auf Selbstverteidigung besitzen? Ob sie ein Recht darauf besitzen, sich aus einem Gefängnis, wie es GAZA zweifellos ist, und von einer Besatzung zu befreien?“!

Na, dann warte ich mal ab………………….

22. Lila - August 28, 2014, 22:35

Statt hier ständig andere Kommentatoren oder mich zu kritisieren, kannst Du ja sachlich darauf antworten.

Wieso Gaza „zweifellos“ ein Gefängnis ist, frage ich mich schon seit längerem………. ich erinnere mich noch gut an die Zeiten, als es überhaupt keine Beschränkungen gab und jeder Selbstmordterrorist frei nach Israel einreisen konnte…

P.Bereit weiß anscheinend nicht, daß es gute Gründe gab und gibt, vor Terroristen die Türen zu verschließen. Er ist bestimmt auch für Freizügigkeit im Umgang mit IS-trainierten Bombenlegern, die in absehbarer Zeit nach Deutschland zurückkehren wollen. Denn es verstößt ja gegen die Menschenrechte, Terroristen daran hindern zu wollen, Terror zu machen…

Merke: ohne Terror gäbe es nichts von den vielen Dingen, die Palästinafreunde so eloquent bejammern. Weder Schutzzaun noch Grenzkontrollen noch Blockade. Ja ohne Gewalt gäbe es sogar die Besatzung nicht, die vielbeklagte.

Und P.Bereit scheint zu vergessen, daß auch Ägypten eine Grenze zum Gazastreifen hat. Nur mal so kurz erwähnt.

Und auch, daß Israelis ebenfalls nicht einfach so über die Grenzen können. Ich lebe 4km von einer Grenze entfernt, die für mich komplett unüberwindlich ist. Syrien ist nicht betretbar, Jordanien und Ägypten schon länger nicht empfehlenswert.

Auch Israel kann sich wie ein Gefängnis anfühlen. Wenn wir die Raketen-Abschußrampen auf Ben Gurion freigeben (sprich: P.Bereits Wunschtraum erfüllen und die umstrittenen Gebiete räumen), dann haben wir den Schlüssel zum fast einzigen Ein- und Ausgang endgültig weggeworfen.

Aber das ist Israel ja alles selbst schuld. Denn merke: Israel ist aktiv und aggressiv, die Palästinenser und die arabischen Nachbarn sind passiv und friedfertig. IMMER.

23. Paul - August 29, 2014, 0:56

Zu #15

Lieber P.Bereit,
wie kommen Sie denn auf diesen Gedanken?
>Ich sehe aber auch, die Unverhältnismäßigkeit der kriegerischen Auseinandersetzung, was allein die Zahl der Toten und das Ausmaß der Zerstörungen beweist.<

Wie kann das Ausmaß der Zerstörung und die Zahl der Toten eine Unverhältnismäßigkeit beschreiben?

Gilt das immer und in jedem Fall?
Wenn ich die Zahl der Raketen vergleiche, würde ich zu einem anderen Ergebnis kommen.
Auf Israel wurden seit dem Rückzug auf Gaza ca. 12000 Raketen abgeschossen. Das ist Unverhältnismäßig.

Dass diese Raketen nicht mehr Schaden angerichtet haben, sagt etwas über die militärische Ausrüstung der Palästinenser und über die Effektivität der Verteidigungsmaßnahmen Israels.

Die große Zahl der Toten auf Seiten der Palästinenser sagt etwas über die Schutzmaßnahmen der Palästinenser für die Bevölkerung..

Israelis haben z.B. den besonders gefährdeten grenznahen Kibutz weitgehend verlassen und sich in nicht von Raketen bedrohte Bereiche Israels begeben.
Ohne die ausgefeilten Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung in Israel hätte es mehr Tote gegeben

Im Gazastreifen gibt es ausweislich der UNO-Dokumentation Gebiete die nicht von Raketen getroffen wurden. Die Einwohner Gazas durften dort nicht hin, sondern mussten in Schulen, die als Waffenlager oder als Deckung für Raketenrampen benutzt wurden, ausharren. In den sicheren Gebieten Gazas wurden keine Flüchtlingslager eingerichtet. Es hätte genügend Organisationenen gegeben, die solche eingerichtet hätten.
Das wurde nicht organisiert, weil dadurch die Hamas ihre Deckung verloren hätte.

Lieber P.Bereit, Ihre Behauptung hat keine sachliche Grundlage.

Herzlich, Paul

24. Paul - August 29, 2014, 1:13

Zu #15

Lieber P.Bereit!
Sie schreiben:
>Klar, Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung. Doch dieses im Völkerrecht beschriebene Recht, bezieht sich auf das Verhältnis zwischen Staaten und nicht auf das, zwischen einem Staat und einer Minderheit.<

Das ist ja mal eine eigenwillige Rechtsauffassung.
Gibt es dafür irgendwelche Belege? Oder haben Sie sich das selbst ausgedacht?

Wenn also eine Minderheit, ca. 2 Millionen Einwohner des Gaza-Streifens, den Staat Israel der ca. 8 Millionen Einwohner hat, davon gehören auch noch ca. 2 Millionen zu dieser Minderheit, angreift, dann hat dieser Staat nicht das Recht sich zu verteidigen?
Meinen Sie das wirklich? Oder habe ich Sie falsch verstanden?

Was sollen Sie im Falle eines Angriffs machen?

Herzlich, Paul

25. Paul - August 29, 2014, 1:47

Zu 15 P.Bereit

Da gebe ich Ihnen Recht, werter P.Bereit:
>Wer die Zerstörungen in Gaza sieht und noch ein Herz in der Brust hat, der kann nicht anders, als mit diesen Menschen Mitleid zu hegen. Völlig unbesehen der Tatsache, wer mit diesem Konflikt angefangen hat.Aber an Sinn, mangelt es auf beiden Seiten.<

Nein, das stimmt nicht. Es ist bequeme Drückebergerei immer Beiden die Schuld zu geben. Man muss sich dann nicht entscheiden. Dringend empfehle ich Ihnen sich doch mal die Charta der Hamas durchzulesen.

Auch der gegenwärtige Waffenstillstand ist nach der Charta eine Hudna, die lediglich dazu dient und das ist auch ihr einziger Sinn, wieder neue Kräfte zu sammeln.
Auch der Waffenstillstand 2012 hatte nur diesen Sinn. Raketen mit längerer Reichweite und Tunnel sind ein eindrucksvoller Beweis für diese Annahme.
Erst als sie sich stark genug fühlten stießen sie martialische Drohungen gegenüber Israel aus, die sie auch in die Tat umsetzen wollten.
Ihre eigene militärische Stärke haben sie grob überschätzt und die Widerstanskraft und den Widerstanswillen Israels genauso unterschätzt.

Das Ergebnis sehen wir ca. 2000Tote und enorme Zerstörungen sowie ein großer wirtschaftlicher Schaden. Da muss sich doch jeder fragen: War es das wert? Die Antwort der Palästinenser ist: JA.

Herzlich, Paul

26. Paul - August 29, 2014, 2:15

Zu #15
(Wegen der Übersichtlichkeit habe ich das so getrennt.)

>Hat sich eigentlich schon mal jemand die Frage gestellt, ob die Palästinenser eigentlich auch ein Recht auf Selbstverteidigung besitzen? Ob sie ein Recht darauf besitzen, sich aus einem Gefängnis, wie es GAZA zweifellos ist, und von einer Besatzung zu befreien?<

Gaza ist kein Gefängnis, sondern wird von einer autonomen Regierung verwaltet. Es bemüht sich sogar bei der UNO um eine Anerkennung als Staat. Wegen des permanentetn Kriegszustands mit Israel gibt es bestimmte Einschränkungen. Dieser Zustand könnte durch die Palästinensischen Autonomieregierung beendet werden.
Raketen auf Israel sind nicht das geeignete Mittel. Eine Friedensvertrag könnte dies bewirken. Leider verbietet die Charta der islamistischen Hamas einen Friedensvertrag mit Ungläubigen, zu denen nach dem Verständnis aller Rechtsschulen des Islam auch die Juden gehören.

Herzlich, Paul

27. P. Bereit - August 29, 2014, 8:49

Niemand in Deutschland, einige zugewanderte hirnrissigen Araber und durchgedrehte Deutsche ausgenommen, hegt Sympathie für die HAMAS oder anderweitige militante Selbstdarstellungen von Palästinensern, wie man sie jetzt im Gaza-Streifen beobachten kann. Das ist angesichts der aktuellen Zerstörungen und Opfer, einfach nur lächerlich und furchtbar zugleich. Es löst hier lediglich Abscheu aus.
Sieht man dem gegenüber jedoch die über 2000 palästinensischen Toten und weiß, dass nur die wenigsten davon Hamas-Kämpfer gewesen sein dürften, dann kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Diese Bilanz ist furchtbar. Und es ist nicht die erste ihrer Art. Punkt. Dass die Hamas und andere militante Organisationen, aufgrund ihres Verhaltens, die ursächliche Schuld daran tragen, stimmt zweifellos. Es befreit Israel aber nicht von dem Vorwurf, komplett ideenlos zu sein, was die Lösung des Konflikts anbelangt. Kein Land wird sich je damit schmücken können, in unregelmäßigen Abständen, tausende Angehörige einer auf dem eigenen Territorium lebenden Minderheit, umzubringen. Das wird auch Israel nicht gelingen. Stellen wir uns nur vor, die Spanier hätten Bombenangriffe gegen das Baskenland geflogen, nur weil die es darauf anlegten, in der Unabhängigkeit eines eigenen Staats zu leben und, um dies zu erreichen, zu terroristischen Mitteln griffen? Auch hier wäre es leicht gefallen zu begründen, die Basken hätten ja die Ursachen gesetzt. Verziehen hätte man den Spaniern eine solche Reaktion niemals.
Wäre es der Hamas geglückt, 2000 Israelis umzubringen (und ich bin überzeugt, die würden nicht davor zurückschrecken), wären sofort und weltweit, die Erinnerungen an den Holocaust wachgerufen worden. Jetzt, wo es um Palästinenser geht, verbittet sich Israel jede Empathie mit diesen Menschen. Mehr noch. Da wo sie entsteht und artikuliert wird, können nur Antisemiten und Antizionisten am Werke sein. Sollen wir uns dafür schämen, Mitleid für Menschen zu empfinden, die alles verloren haben? Solche Verhaltensweisen werden wir uns von niemandem einreden lassen. Die Sympathie für Israel würde unendlich wachsen, wenn den dort Herrschenden, mehr einfallen würde, als einer archaischen Ursache, archaische Reaktionen entgegen zu setzen. Vielleicht sollte Israel die Gesellschaftswissenschaften fördern und nicht nur die Armee.
Mein durchaus vorhandenes Verständnis, für die besondere Situation, in der sich Israel seit 1948 befindet, ändert nichts daran, dass ich das Vorgehen in Gaza, nicht als Heldentat betrachte.

28. P. Bereit - August 29, 2014, 9:21

Es sei mir noch ein Hinweis zum „deutschen Liedgut“ gestattet. Manch einer kann allein aufgrund seines Alters, nicht mehr bei den Pfadfindern gewesen sein und verwechselt, aufgrund eben diesen Alters, deren Lieder offenbar mit denen der Pimpfe und HJ. Während die „Fahne voran flatterte“, wurden nicht nur Juden in die KZ´s getrieben. Also. Nochmal ins Liederbuch schauen und das Herausgabedatum ergründen.

Ein schönes und friedliches Wochenende!

29. willow - August 29, 2014, 9:21

Tja, viele in Deutschland haben der Hamas die Daumen gedrückt und ärgern sich jetzt gemeinsam mit ihren Freunden darüber, daß nur so wenige Juden – Pardon: Israelis – getötet wurden … 😦

30. P. Bereit - August 29, 2014, 9:47

Willow

„Tja, viele in Deutschland haben der Hamas die Daumen gedrückt ….“

Diesen Unfug meinen sie nicht ernst? Oder irre ich mich?

31. Lila - August 29, 2014, 10:08

Sag mal, P.Bereit, lebst Du in Neuseeland? Erinnerst Du Dich wirklich nicht an die Demonstrationen GEGEN Israel? Pro-israelische Demos gab es auch, aber die waren doch wohl wesentlich schwächer.

Ich möchte diverse Seiten nicht verlinken, aber googel doch einfach mal pro-Palästina Demonstrationen.

Ich weiß nicht, ob es Umfragen gab – für Links bin ich dankbar.

Aber ich glaube nicht, daß eine pro-israelische Mehrheit dabei rauskäme. Im besten Falle ein „Hamas ist zwar Scheiße, aber die Israelis haben es sich selbst zuzuschreiben“.

Und wer so denkt, der unterstützt Hamas eben doch.

32. janina2212 - August 29, 2014, 10:47

Ich hätte ja nicht gedacht, daß ich mit P. Bereit mal einer Meinung sein würde (27), aber dieses Zitat… „Niemand in Deutschland, einige zugewanderte hirnrissigen Araber und durchgedrehte Deutsche ausgenommen, hegt Sympathie für die HAMAS oder anderweitige militante Selbstdarstellungen von Palästinensern, wie man sie jetzt im Gaza-Streifen beobachten kann“ – ich halte Andrea Nahles, die ja die besondere Nähe der SPD zur Hamas nochmal öffentlich erklärt hat, tatsächlich für ziemlich durchgedreht. 🙂

33. P. Bereit - August 29, 2014, 10:51

Ich würde gerne in Neuseeland leben, allein wegen des Wetters.
Ich habe die Pro-palästinensischen Demos nicht übersehen. Na und? Waren da Massen auf der Straße, die in irgendeinem signifikanten Verhältnis zur Einwohnerzahl Deutschlands standen?
Wenn sich so wenige Pro-israelische Demonstranten auf der Straße fanden, dann ist das eine Überlegung wert. Möglicherweise fehlt tatsächlich weitgehend die Zustimmung dafür, was in Gaza angerichtet wurde. Mit Sicherheit wird jedoch nicht heraus kommen, dass die, die nicht auf der Straße waren, der Hamas die Daumen drückten. Eine solche Schlussfolgerung wäre ähnlich dumm, wie die Annahme, dass all jene, die ich nicht im Kaufhaus antreffe, arm sind.

34. wollecarlos - August 29, 2014, 12:59

unserem Knallchargen #28 sei -mal wieder- Aufklärung gegeben.

Das Lied „Heiß das Blut…“ von Wesenberg, aus dem der Refrain stammt, ist erst 1951 vertont worden und gehört zum Liedgut der CVJM/YMCA .

Es ist eben -wie immer- nur dummes Zeug, was er absondert!

35. wollecarlos - August 29, 2014, 13:25

@ Lila, ich wiederhole meine Frage (16. wollecarlos – August 28, 2014, 16:38)

“Unterschied der Größenordnung”…

Hängt die Wahrheit von der Größenordnung ab, oder ist sie ein Wert an sich ?

Bitte nicht kneifen …

(Warum haben Sie zweimal den Löschschalter bedient, als ich Sie -in Bezug auf diesen Bereit- zitiert habe? War Ihnen Ihre damalige Aussage peinlich?)

36. P. Bereit - August 29, 2014, 14:47

Heiß das Blut – die Fahne hoch, die Reihen fest geschlossen. Ram-Tam-Tam!

37. wollecarlos - August 29, 2014, 15:53

Ach, Sie Knallcharge Nummer 36….

… Sie können’s ja nicht besser, dabei wäre es doch so einfach gewesen, mal den Dr. Guhgel zu befragen. Aber Ihnen ist ja der Dr. Goebbels offensichtlich lieber.

Damit Sie nicht völlig dumm bleiben, hier mal der ganze Text:

________________________________________________________
1. Heiß das Blut das die Adern durchrauscht. / Kalt der Wind der das Fahnentuch bauscht.
Heiß oder Kalt! Ja oder Nein! / Niemals dürfen wir lauwarm sein!
Heiß oder Kalt! Ja oder Nein! / Niemals dürfen wir lauwarm sein!

2. Fest den Blick in das Dunkel gespannt, / frei das Herz und die Not ist gebannt.
Heiß oder Kalt! Ja oder Nein! / Schlagt dem Teufel die Türen ein!
Heiß oder Kalt! Ja oder Nein! / Schlagt dem Teufel die Türen ein!

3. Halber Wille ist ganzer Verzicht, / halbe Menschen gefallen Gott nicht.
Heiß oder Kalt! Ja oder Nein! / Sieger sollen bei Christus sein!
Heiß oder Kalt! Ja oder Nein! / Sieger sollen bei Christus sein!
_______________________________________________________

Insbesondere die Dritte Strophe würde wohl zu Ihrem Ramtamtam passen und besonders gerne von der Hitler-Jugend gesungen werden!

Aber dieses kleine Beispiel beweist mal wieder, wir Sie sich den Blick auf die Welt zurechtlegen, oder sollte ich besser sagen „zurechtlügen“ ?

38. LN - August 29, 2014, 16:11

Den „Niemand in Deutschland…“-Blödsinn kann ich so nun auch wirklich nicht stehen lassen. Ich studiere an der Humboldt-Universität, die ja schon historisch bedingt ein linker Verein ist. Dort haben nicht wenige meiner Kommilitonen der Hamas die Daumen gedrückt, und durchgedreht sind die nicht. Sie schreiben normalerweise vernünftige Hausarbeiten, kritisieren vereinzelt (in nicht auf Israel bezogenen Fällen) radikalen Islamismus wie den des IS, aber wenn es um die Hamas geht, sieht das anders aus. Da wird mir dann erzählt, dass die ja keine andere Wahl hätten, als Zivilisten als Schutzschilde zu verwenden und dass diese Methoden im Kampf gegen den Besatzer (…) schon zu rechtfertigen seien. Ich komme teilweise ob der Widersprüche aus dem Staunen nicht heraus.

39. willow - August 29, 2014, 16:31

“Tja, viele in Deutschland haben der Hamas die Daumen gedrückt ….”

Diesen Unfug meinen sie nicht ernst? Oder irre ich mich?

Nun, warum sollte ich das nicht ernst meinen? Im Vorfeld äußerten sich etliche Journalisten aber auch ganz normale Israelhasser äußerst optimistisch, was die tausenden Hamas-Raketen und die von ihnen in Israel angerichteten Zerstörungen angeht. Die Wirksamkeit von IronDome und den israelischen Zivilschutzmaßnahmen wirkte da natürlich deprimierend und zog Forderungen nach besseren Waffen für die Hamas nach sich … aber sie haben schon recht, die nichtmigrantischen Hamas-Solidarität gibt es nur, weil es gegen Israel geht – ansonsten wäre Hamas so „beliebt“ wie BokoHaram oder IS

40. ekkehard schroeder - August 29, 2014, 19:41

@ 38
es ist schon ekelhaft mit den sogenannten linken. vielfach denke ich haben die nur einen kulturellen begriff von links: richtige zeitschriften lesen, klamotten tragen usw.
aber keine ahnung davon was aufklärung, universale menschheit, wissenschaftliche kritik usw ist.
wenn mir ganz ökologisch-vegan korrekt was vom unwerten menschlichen leben erzählt wird, die leute abfall fressen in zeiten von hartz VI als rebelion definieren (containern), die jüdische weltverschwörung diskutiert wird weil der autor bunte haare hat, man was von kulturellen eigenheiten der arabischen welt erzählt um damit dann zu erklären wieso man zum csd rennt (butler, v. braun und co) usw dann verachte ich diese leute einfach nur noch.

41. ekkehard schroeder - August 29, 2014, 19:46

neulich hbae ich auch im morgenfernsehen gehört das die aschton von der eu gefordert hat das man nicht einfach alles beim alten lassen kann und man müsste die blockade bla bla bla
das es nicht so bleiben kann, richtig. aber wieso richtet man keine forderung erstmal an die palästinänsische seite mal ein wenig sagen wir mal netter zu sein, oder so.

42. Claudio Casula - August 29, 2014, 21:10

Mir will sich P.Bereits Argumentation einfach nicht erschließen. Etwa 1000 Terroristen der Hamas und des Islamischen Dschihad sind nicht nicht „die wenigsten“ unter 2000 Gaza-Toten, und die zivilen Opfer gehen, ihrer Methoden wegen, ebenfalls aufs Konto der Dschihadisten. Dass man gegen die Terroristen vorgehen und dabei zivile Opfer in Kauf nehmen muss, ist schlimm genug und sicher nichts, was in Israel als „Heldentat“ betrachtet würde. Aber es gibt eben keine Alternative dazu, schon kaum eine politische, jedenfalls derzeit und in absehbarer Zukunft nicht.

Der Vergleich mit dem Baskenland ist absurd, zum einen, weil sich Basken und Spanier entschieden stärker voneinander unterscheiden als Palästinenser von anderen Arabern, vor allem aber, weil der Gazastreifen eben nicht „Teil des eigenen Landes“ ist. Er ist seit fast einem Jahrzehnt geräumt und die Grenzen sind nur deshalb nicht offen, weil die palästinensischen Terroristen seit damals das Territorium als Ausgangspunkt für ihren ewigen (!) Krieg gegen Israel zu nutzen entschlossen sind. Period.

In Israel werden – so weit ich weiß – die Gesellschaftswissenschaften nicht weniger gefördert als die Armee, aber der Punkt ist: Es liegt eben NICHT an Israel, wenn es zu keiner Lösung kommt. Mit sich selbst kann der Staat keinen Frieden schließen. Und so lange auf der anderen Seite des Zauns Gruppen herrschen, denen der Krieg lieber ist als eine friedliche Lösung, gibt es nur die Wahl zwischen schlecht und noch schlechter. Es wird wirklich Zeit, dass man das in Europa mal begreift. Hier sind zwei Kontrahenten eben NICHT „auf Augenhöhe“, Mann.

Die Bilanz könnte übrigens furchtbarer sein. Um es mal deutlich auszudrücken: Um die 1000 Toten der Hamas und des Islamischen Dschihad ist es nicht schade, und selbst wenn wir außer Acht lassen, dass drei Viertel der Gaza-Bevölkerung Hamas gewählt haben (von der neuesten, vielleicht eher fragwürdigen Umfrage gar nicht zu reden) und daher auch nicht alle Zivilisten ganz arme Schweine sind, sind 1000 Zivilisten ein, mit Verlaub, Furz im Winde im Vergleich zu dem, was generell in der Region abgeht.

(Einschub: Mein Mitleid mit den Palästinensern hält sich seit geraumer Zeit aus guten Gründen in Grenzen. Einschub Ende.)

Und die Verhältnisse in der Region zeigen, warum es den arabisch-israelischen Konflikt gibt, nicht umgekehrt. Wie blind muss man denn sein, um das nicht zu erkennen?

43. Marlin - August 29, 2014, 22:11

Vielen Dank, Herr Casula.

44. Verena - August 29, 2014, 23:29

(Zum Einschub: mir geht es genauso…, aber das mit Freunden, Bekannten anzusprechen, die eher links oder grün, vergiss es… Nicht einmal Fakten wirken, dermaßen emotionalisiert wird Partei ergriffen…).

Außen – also hier in Europa – kann sich nur etwas ändern, wenn die Leute die richtige Nahrung via Medien bekommen. Die Masse liest eher nicht die Bücher, die hier empfohlen werden oder die wir uns gegenseitig empfehlen.

45. Paul - August 30, 2014, 1:06

Zu #27 P.Bereit
und
#42 Claudio

Lieber Claudio,
Du hast mir das Wort aus dem Mund genommen, das wollte ich dem P.Bereit auch schreiben.

Lieber P.Bereit,
bist Du wirklich der Meinung, dass Spanien nicht ähnlich reagiert hätte wie Israel, wenn die Basken in den letzten 10 Jahren ca. 12000 Raketen auf Spanien geschossen hätten?

Ist Dir wirklich nicht klar, dass die Toten von der Hamas gezielt für Propagandazwecke missbraucht wurden und werden?
Weißt Du nicht, dass auch die Zahl der Toten nicht wirklich gesichert ist, weil die Angaben durch das Gesundheitsministerium von Gaza herausgegeben wurden und propagandistisch bearbeitet sein könnten?
Es gibt auch Untersuchungen, die einige Ungereimtheiten in den Meldungen festgestellt.

Genau so gut könntest Du behaupten, dass es überhaupt keine Hamaskämpfer gegeben hat. In der Berichterstattung, außer in dem TV Bericht des indischen Fernsehteams, sind sie überhaupt nicht vorgekommen. Nicht ein Bild eines Hamaskämpfers wurde veröffentlicht. Nur die gestellten Hasspropagandavideos gibt es.

Kann es weiter sein, dass die Hamskämpfer sich in den tief liegenden Tunnel aufgehalten haben, während die Zivilbevölkerung Schutzschild sein musste? Kann es weiter sein, dass auch deshalb relativ wenige Hamaskämpfer getötet wurden?

Noch etwas.
Von Deinem Verständnis für die besondere Situation in der sich Israel seit 1948 befindet, habe ich bisher nichts gemerkt.
Halt, stimmt nich. Ich habe doch gemerkt, dass Du von Israel immer Einsicht verlangst. Es solle doch bitte nicht auf ein archaisches Handeln archaisch reagieren.
Habe Dein besonderes Verständnis dahingehend verstanden, dass Israel gesellschaftswissenschaftlich darauf reagieren sollte? Meinst Du damit, sie sollten 40 000 Sozialarbeiter nach Gaza schicken, wenn wieder Raketen auf Israel niedergehen?

Herzlich, Paul

46. Georg B. Mrozek - August 30, 2014, 8:35

„sie sollten 40 000 Sozialarbeiter nach Gaza schicken, wenn wieder Raketen auf Israel niedergehen“

@ Paul, ja, das wär doch mal ’ne Aktion! Jedem Pali-Demagogen sein Sozialpädagogen und statt ’ner Geschützlafette eine nette Psychorette.

Ernsthaft, dass ihr auf den Troll immer noch eingeht, ihn täglich füttert und Männchen vor ihm macht, finde ich schon erstaunlich. Nix für ungut.

Aber ich sehe wie Verena und Paul ebenfalls den Schlüssel des Verständnisses in Europa bei den Medien. Auch bei Israels vergleichsweise schlechter, da viel zu sachlicher „Propaganda“. Es ist kein Kampf gegen das palästinensische Volk, das ist klar, es ist ein Kampf gegen einen radikalen Islam in seinem kompromisslosen wahnhaften Vernichtungswillen, und das kommt viel zu schwach von offizieller Seite rüber. Das ist sogar im deutschen TV visuell derzeit belegbar: bei allen Bildern der Jubelfeiern wurden von geschätzten 20 Fahnen eine palästinensische aber 19 grüne Flaggen der Hamas geschwenkt. Ich glaube, angesichts der IS-Fahne nehmen diese frappierende Ähnlichkeit mehr Menschen wahr als wir meinen. Hoffentlich.

47. j5727 - August 30, 2014, 9:03

Mal abwarten, was die Qualitätspresse schreiben wird, wenn die bedauernswerten Blauhelmsoldaten ihres „Heidentum“ wegen die „Segnungen des Islamismus“ am eigenen Leib erfahren werden…. (was ich nicht hoffen will, aber fürchte…)

48. Ima - August 30, 2014, 10:38

Zitat von Georg B. Mrozek –
„Aber ich sehe wie Verena und Paul ebenfalls den Schlüssel des Verständnisses in Europa bei den Medien.“

Da bin ich pessimistischer. Nach meiner Meinung liegen die Wurzeln des Antisemitismus wesentlich tiefer.
Ich finde es bis heute immer noch erstaunlich, dass nach der Nazizeit, nach der Zerstörung des europäischen Judentums, der Ermordung von über 6 Millionen Juden, der Antisemitismus weiterhin unverändert besteht.

Auf deutschen Straßen hasserfüllte Parolen gebrüllt werden dürfen, ohne jegliche Konsequenzen
http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/gaza-demo-mainzer-staatsanwaltschaft-stellt-ermittlungen-wegen-volksverhetzung-ein_14514139.htm

Mittlerweilen bin ich der Meinung, dass der Antisemitismus, der Judenhass europäisches Kulturgut ist!!!

49. Verena - August 30, 2014, 18:43

Ich bin nicht Mitglied vom Gesichtsbuch, aber ich habe das hier entdeckt:

https://www.facebook.com/pages/Middle-east-now-EuropeUS-next/1454050148188520?sk=timeline&ref=page_internal

Ob der Parallele Hamas/IS vielleicht einen genaueren Blick wert.

50. urideg - August 30, 2014, 21:58

Nur eins: Wenn Veronika (Nr. 3) hier einen Link zu PI legt, dies als tolle Infoquelle empfiehlt, dann wunder ich mich schon, dass niemand widerspricht: PI ist eine rechtsradikale, rechtspopulistische Website, die den Antisemitismus aus taktischen Gründen gegen den einen „Antiislamismus“ ersetzt. Die vermeintliche „Israelfreundschaft“ ist ein taktisches Spielchen.

51. urideg - August 30, 2014, 22:00
52. Georg B. Mrozek - August 31, 2014, 0:27

PI als rechtsradikal zu vergleichen ist m.E. definitiv falsch. Über Jahre hinweg habe ich die Diffamierungskampagne gegen PI beiläufig (also nicht ausführlich) verfolgt. Es waren Journalisten und Blogger wie Niggemeier, die gegen PI ursprünglich, unsäglich und unwahr gezielt Hetze betrieben hatten. Sie versuchten sogar, den Provider dazu zu bewegen, PI zu kündigen usw. – ganz fiese Mittel und Methoden, gegen jemanden vorzugehen, den man in der politischen Auseinandersetzung nichts anhaben konnte. In den linken Kreisen steht heute fest, PI sei rechts. Dabei haben die Wenigsten sich mit Stefan Herre und PI selber befasst.

Ohne Zweifel ist der Umgangston in den Kommentaren (und PI ist eigentlich auch mehr ein Forum als ein Blog) unmöglich. Es ist dort wie in einer Stehkneipe am Rande eines Industriegebietes, tief traurig, Kneipengespräche unter aller Kanone – aber so spricht das Volk, so kommunizieren Nichtakademiker. Wer sich nur in seinen heiligen Hallen möglichst gelungener Eloquenz aufhält, bekommt bei PI leicht einen Kulturschock. Mit Rechts-Sein hat dies aber erst mal nichts zu tun.

PI ist definitiv auch gegen den Islam eingestellt. Das ist absolut erlaubt. Es dürfen Protestanten auch gegen Katholiken eingestellt sein oder umgekehrt, man darf sogar Juden nicht mögen – all das hat ebenfalls nichts mit rechts zu tun. PI verbreitet dabei keine Unwahrheiten gegen den Islam, belegt alle Behauptungen, berichtet über Ereignisse, die von den üblichen Medien gerne unter der Decke des Verschweigens gehalten werden. PI stachelt niemanden auf, wenn dort unbequeme Wahrheiten thematisiert werden. PI schreibt über Dinge, die eben politically incorrect sind, steht offensichtlich dabei zwischen allen Stühlen.

Ich habe den Wikipedia-Eintrag über PI vorhin gelesen und halte ihn für hysterisch. Außer Vermutungen, Einschätzungen und Behauptungen finden sich keine Fakten, die ein Rechts-Sein belegen würden. Es ist so ähnlich wie mit der „AfD“: Auch ihr wird immer wieder in oft unseriöser Art und Weise und sogar nicht selten in einem manipulativen Vorgehen mittels raffinierter Kombination aus Bild und Ton ein Rechts-Sein vorgeworfen ohne dass dafür echte verifizierbare Belege herangezogen werden. Stimmungsmache, nennt sich so etwas auch.

Ich selber bin links – habe also absolut nichts mit PI oder der AfD an der Mütze, doch reagiere sehr sensibel, wenn versucht wird, unliebsame „Feinde“ mit einem Vorgehen loszuwerden, das mehr an Stasi-Methoden erinnert als an eine demokratische Auseinandersetzung. Man muss andere Meinungen als die eigne tolerieren können, ebenfalls Provokationen, wenn diese sich gegen einen selbst, statt gegen andere richten, ohne diese anderen Stimmen gleich eine aufs Maul geben zu wollen; das ist Demokratie. Nur ins selbe Horn zu stoßen, ist Fan-Gesang, dazu bedarf es keiner Selbstdisziplin und keiner Diskussion, erst recht keiner Demokratie, da es lediglich Gleichklang bedeutet.

Genau ein solcher Gleichklang ertönt seit Jahren in den Medien. Es ist höchste Zeit, dass die Medienlandschaft wieder bunter wird, ja, auch auf die Gefahr hin, rechte und linke Ausreißer am Rande dulden zu müssen. So etwas schärft die Sinne und macht eher stark als verführerisch schwach.

Sorry, falls ich jemandem mit meiner Meinung auf die Füße getreten haben sollte, Ich wollte gar nicht diskutieren, ich wollte nur auch mal, ein einziges Mal Günter Grass sein: Was gesagt werden muss oder so 😉

53. wollecarlos - August 31, 2014, 10:13

Danke, Georg Mrozek!

Sie schrieben das WORT ZUM SONNTAG.

54. Naomi - August 31, 2014, 10:27

Zu Nr. 50
@ Urideg –

das sehe ich ganz genau so.

PI ist ein rechtspopulistischer Blog, der nur scheinbar pro-israelisch auftritt, um dahinter seinen Muslimhass zu verstecken.
Das ist alles!.
Im Zweifelsfall wird PI den jüdischen Staat wie eine heiße Kartoffel fallenlassen.

Deshalb sollte jeder einen Riesenbogen um diesen fanatischen Blog machen.

55. Naomi - August 31, 2014, 10:56

Nr. 50

Noch ein Nachtrag zu meinem Text an Urideg …

Damit es nicht zu Missverständnissen kommt:
PI soll meines Erachtens NICHT deshalb gemieden werden, weil der Blog (scheinbar) pro-israelisch auftritt.

PI muss deshalb von JEDEM gemieden werden, weil es ein Blog voller Hetze und Rassismus ist.

56. wollecarlos - August 31, 2014, 18:44

Naomi, ich denke, daß #52 Mrozek Recht hat mit seiner Aussage:

„Es ist höchste Zeit, dass die Medienlandschaft wieder bunter wird, ja, auch auf die Gefahr hin, rechte und linke Ausreißer am Rande dulden zu müssen. So etwas schärft die Sinne und macht eher stark als verführerisch schwach.“

PI ist nun nicht gerade mein Lieblingsinformationsmedium, mir gefällt aber schon alleine der Titel :“pilitically incorrect“.

Denn vom Gegenteil, dem korrekten Mainstream, haben wir ja -weiß Gott- genug in der bundesrepublikanischen Landschaft.

Und daß Sie der Meinung sind, diese Webseite vertritt „Hetze und Rassismus“, sei Ihnen unbenommen. Auch ich habe manchmal Magengrimmen.

Da aber diese Tatbestände justiziabel sind, müsste die Staatanwälte Untersuchungen einleiten und der Verfassungsschutz tätig werden.

Und was ist? Fehlanzeige. Mindest bist jetzt.

57. Lila - August 31, 2014, 18:47

Bitte keine Diskussionen über andere Blogs! Der eine liest sie, der andere nicht. Ich möchte nicht, daß in anderen Blogs in den Kommentarspalten über Rungholt debattiert wird (ich kann es nicht vermeiden), darum möchte ich das auch hier nicht.

58. P. Bereit - September 1, 2014, 9:39

Eines muss man C. Casula lassen. Er ist konsequent. Konsequent in seiner menschenverachtenden Haltung, die, zumindest unter seriösen Journalisten, ihresgleichen sucht. Wo andere, zumindest formell, den Wert des Menschen als Gattungswesen anmerken, stehen bei C.C. lediglich Zynismus und Verachtung für all jene, die nicht seinen Denkmustern entsprechen. So findet man in nahezu all seinen Texten, Sätze wie, „daher auch nicht alle Zivilisten ganz arme Schweine sind, sind 1000 Zivilisten ein, mit Verlaub, Furz im Winde.“
Weitab des Geschehens sitzend und sich den Wohlstandsbauch reibend, hat C.C. diesen Furz der Geschichte weggeatmet und erklärt nunmehr der unwissenden Masse, mit seinem nasal angelegten analytischen Verstand, die Bedeutungslosigkeit von Leben.
Natürlich hat er Recht, wenn er auf Dinge verweist, „die generell in der Region abgehen“. Da gehen ebenfalls Menschen vor die Hunde. Richtig. Aber nicht weil die elendig verrecken, würde sich einer wie C.C. aus dem Fenster lehnen, sondern nur deshalb, weil die Mörder die Interessen des Westens massiv bedrohen. Was interessieren C.C. beispielsweise geköpfte Syrer oder Iraker, sind sie doch Brüder im Blute und im Geiste derer, deren Leben für ihn lediglich Miasmen der Geschichte sind.
Damit wir uns richtig oder (wie immer gewollt) falsch verstehen.
Ich bin kein Pazifist und erkenne an, dass Situationen existieren, auf die als Ultima Ratio nur mit Waffengewalt reagiert werden kann. Israel wird von mir und anderen nicht dafür kritisiert, dass es sich mit Waffen gegen eine Bedrohung zur Wehr setzt. Es wird dafür kritisiert, dass es sich seit 1948 nahezu ausschließlich der Waffen bedient und keine andere Idee zu bieten hat. Diese Ideenlosigkeit ist es, die Israel mit der Hamas, auf dieselbe archaische Stufe stellt. Wer Krieg und den Tod von Menschen, quasi als normal und unausweichlich betrachtet, der muss sich fragen lassen, ob er nicht längst wieder einer Ideologie anhängt, die, beginnend ab 1933, die Welt ins Chaos stürzte. Darüber sollte nicht nur C.C. nachdenken. Anstatt die Bibel nur als Grundbuch zu betrachten, sollte man deren Text tunlichst einmal nach Stellen absuchen, wo der allmächtige Gott einen guten Tag hatte und vielleicht etwas zum Humanismus sagte. Auch die Palästinenser sollten ihren Gott befragen und das Buch der Bücher dringend nach solchen Textstellen untersuchen und sie verinnerlichen.
Vielleicht aber, ist diese Ideenlosigkeit auch das eigentliche Ziel Israels, denn Jeder Krieg rückt die Gründung eines palästinensischen Staates in unerreichbare Fernen. Gott sei Dank könnte man meinen, denn nur Irre können noch daran glauben, dass Israel einen solchen unabhängigen Staat will oder irgendwann zulassen wird.
Zurück zum Furz im Winde. „Die Bilanz könnte übrigens furchtbarer sein. Um es mal deutlich auszudrücken“, merkt C.C. abschließend an. Da hat er auch wieder Recht, um es mal deutlich zu sagen. Wer als Maßstab, lediglich den Holocaust als eine Art Singularität besitzt, für den sind Opfer, die unterhalb von 6 Millionen angesiedelt sind, lediglich ein Hauch des Nichts.
So wie ich mir nie hätte träumen lassen, dass sich in Russland Rechtsradikale formieren, die Politik und Ideologie des Staates Israel kritisierende Juden als „selbsthassend“ diffamiert werden, so kann ich noch immer nicht glauben, dass nahezu faschistoide Lebensauffassungen, dem Ansehen der Juden oder Israels in irgendeiner Weise dienlich sein könnten. Ich mag mich irren.

59. P. Bereit - September 1, 2014, 9:42

56.
“Es ist höchste Zeit, dass die Medienlandschaft wieder bunter wird, ja, auch auf die Gefahr hin, rechte und linke Ausreißer am Rande dulden zu müssen. So etwas schärft die Sinne und macht eher stark als verführerisch schwach.”

Diesen durchaus richtigen Satz, haben sie nicht verstanden, sonst hätten SIE ihn nicht unterstützend zitiert.

60. Lila - September 1, 2014, 10:08

P.Bereit, Israel Ideenlosigkeit vorzuwerfen zeugt von Ignoranz. Israel hat einen um den anderen Plan vorgelegt, der eine gute Alternative zum Waffengang gebildet hätte – doch die Palästinenser haben einen um den anderen ABGELEHNT.

Auch diesmal hat Netanyahu ein ums andere Mal gewarnt. Es war die Hamas, die die Eskalation wollte – übrigens auch aus machtpolitischen Gründen der Fatach gegenüber, etwas, das westlichen Beobachtern vollkommen entgeht, die alle Palästinenser in einen Topf werfen.

Israel hat eben KEIN Interesse an Krieg, Zerstörung und Tod, auch nicht für die Gegner. Israel wären wohlhabende, zufriedene Nachbarn, die in stabilen Verhältnissen leben und ihre Zeit der Entwicklung von Kultur, Technologie und Fortschritt leben, unendlich lieber als Steinzeit-Islamisten, egal ob im Gazastreifen, im Libanon oder in Syrien.

Die Palästinenser lehnen JEDES Angebot ab, das weniger als ihre Maximalforderung beinhaltet. Die Israelis nicht.

Wieso bestehst Du darauf, obwohl Du seit Jahren hier mitliest und mitgekriegt haben solltest, daß Deine Vorurteile jeder Basis entbehren, Israel nach wie vor durch die „Genau wie die Hamas-„Brille zu betrachten?

Und ich glaube, Du hast CC überhaupt nicht verstanden und seine Ausdrucksweise in den falschen Hals gekriegt.

Es sind nicht Casual und ich, denen der Tod Tausender durch die Hände aller möglichen Fanatiker am Allerwertesten vorbeigehen.

Wo sind sie, die empörten Demonstranten, wenn Islamisten Menschen köpfen, wie vor ein paar Tagen im Sinai?

No Jews, no news, das ist der Zynismus der internationalen Empörung. Wenn Palästinenser durch nicht-israelische Waffen sterben – erst recht wenn andere sterben – dann reicht das nicht, um den deutschen Michel auf die Straße zu treiben.

Ereiferst Du Dich auf Pro-Palästina-Seiten über Unrecht und Folter, die Palästinensern von anderen Palästinensern angetan werden? Das würde mich überraschen.

Auch Du sparst Dir Deine hochmoralische Empörung für israel auf.

Broder nennt sowas „Bewährungshelfer der Juden“.

Egal wie viele Menschen weltweit sterben – nur wenn sie von israelischen Kugeln, wohlgemerkt in Selbstverteidigung und als Reaktion gefeuert, getroffen wurde, werden die P.Bereits aktiv.

Ich werfe mit Worten wie faschistisch nicht so leichtsinnig rum wie Du, aber zynisch finde ich das. Menschenverachtend auch.

61. SB - September 1, 2014, 10:21

@ P. Bereit

Wieso schlagen Sie nicht Hamas vor, auf Diplomatie, statt Mord und Totschlag zu setzen?

62. P. Bereit - September 1, 2014, 10:24

Du täuscht dich. Wie nahezu immer. Die P. Bereits sehen durchaus, was im Namen Allahs angerichtet wird und du kannst mir glauben, nichts hasse ich so, wie diese Ideologie, denn eine Religion ist das für mich nicht.
Ich sehe aber auch, WER diese Brut ins Leben gerufen hat und zu welchem Zweck. Wenn ich mich hier auf das Verhältnis Israel-Palästinenser beschränke, so liegt das an der Ausrichtung deines Blogs, nicht an meiner Einseitigkeit.

63. wollecarlos - September 1, 2014, 11:19

An Nummer 59
Können Sie Ihre Auffassung begründen?
Wenigstens etwas….
ein ganz klein bisschen…

Oder war das ein „Furz“ IHRES Hirns ?
(Ich gehe zuvorkommend davon aus, daß Sie eins haben)

64. P. Bereit - September 1, 2014, 14:26

61.

Würde ich gerne machen. Habe leider keinen direkten Ansprechpartner. Sie?

65. willow - September 1, 2014, 15:56

Nun bon ich aber gespannt – wer mag wohl den Islam ins Leben gerufen haben? 😉

66. willow - September 1, 2014, 16:54

Btw. – P.Bereit : dafür, daß sie derart harte Worte für Claudio finden, halten sie sich ziemlich an seine Anleitung zum Umgang mit dem Nahostkonflikt 😀

http://spiritofentebbe.wordpress.com/2012/06/25/so-wird-man-nahostkorrespondent/


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