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Waffenruhe? August 26, 2014, 21:44

Posted by Lila in Presseschau.
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Seit dem Nachmittag habe ich Posten vorm Fernseher bezogen und mir Ansichten zum Waffenstillstand angehört (hatte die Augen auf dem Schal, den ich gerade häkle). Ein bißchen Zeitungen gelesen habe ich auch. Die Einschätzungen sind unterschiedlich. Sehr viele Israelis, auch in der Regierung, sind unzufrieden. Sie hätten lieber eine Bodenoffensive II gesehen, mit dem Ziel, die Hamas zu zerschlagen, abzusetzen, den Gazastreifen wieder zu übernehmen.

Meine eigene Meinung ist unmaßgeblich und noch nicht abgeschlossen. So wie das Urteil über Libanon II erst jetzt möglich ist, nachdem sich gezeigt hat, daß die Hisbollah jedes Interesse an einer weiteren Runde mit Israel auf Jahre hinaus verloren hat (wer uns beschießt, das sind palästinensische Splittergruppen), so wird es uns auch mit Zuk Eytan gehen. Libanon II hat Ruhe an der Nordgrenze gebracht, und wenn nach 14 langen Jahren des stetigen Beschusses auf den Süden jetzt ähnliche Ruhe dort einkehrt, dann war Zuk Eytan ein Erfolg.

Die „Zugeständnisse“ Israels sind keine, denn humanitäre Hilfe über die Grenze hat Israel ohnehin schon die ganze Zeit geleistet.

Die Bedingungen für den Waffenstillstand lagen schon seit Wochen auf dem Tisch. Wer sich dagegen gesträubt hat, sie anzunehmen, war Khaled Mashaal, der Hamas-Strippenzieher, der im fernen Qatar anordnet, daß Gaza weiteren israelischen Beschuß aushalten muß. Der meist sehr gut informierte Ehud Yaari jedenfalls erklärte detailgenau, wo der Riß zwischen Hamas-Qatar und Hamas-Gaza verläuft, und daß ein weiterer Riß Hamas-Gaza und einfache Leute-Gaza trennt. Die einfachen Leute hatten schon lange die Nase voll, Hamas-Gaza hätte ebenfalls schon vor einiger Zeit gern einem Waffenstillstand zugestimmt, doch Hamas-Qatar drang auf eine Fortführung. Und das, laut Yaari, auf Druck der Qataris.

Hamas-Gaza hat sich gegen Hamas-Qatar durchgesetzt. Die albernen Versuche, jetzt Siegestaumel zu inszenieren, können nicht beeindrucken – in den Trümmern stehen traumatisierte Menschen, während hysterische Politiker ins Mikrophon was von entessar und jihad kreischen. Dazu ballern sie besinnungslos in die Luft. Falls jemand dadurch ums Leben kommt – kein Problem, wird Israel auf die Rechnung gesetzt. (Angeblich schon zwei Tote bei den Siegesfeiern…)

 

Selbst wenn es ein Sieg wäre, wäre er zu teuer erkauft – und es ist keiner, sondern, wie ich hoffe, der Nagel im Sarg der Hamas. Sie hat keine Freunde mehr, keine Unterstützer. Die Ägypter kommen der Hamas kein bißchen entgegen (Grenzübergang Rafah soll geöffnet werden…) und aus der arabischen Welt schlägt ihnen ebenfalls wenig Sympathie entgegen. Iran, Türkei, Qatar – keine guten Bundesgenossen, fürchte ich. Der Westen, auch Israel, möchte Abu Mazen gestärkt sehen, und die Alleinregierung der Hamas im Gazastreifen könnte bald schon Geschichte sein. Sie hat Schlüsselfiguren und Infrastruktur eingebüßt, und sie wird der Bevölkerung nur schwer klarmachen können, daß der Bruch von elf (!) Waffenruhen wirklich zu ihrem Besten war.

Die Frage bleibt natürlich, selbst wenn die Hamas ihren Rückhalt verliert und ihre Macht – wer tritt an ihre Stelle? In der islamischen Welt gibt es viele Strömungen, und was im Moment aufsteigt, sieht aus wie die Hamas auf Steroiden. Starken Steroiden. Ich kann die Zukunft des Gazastreifens nicht optimistisch sehen.

Außerdem fragen sich alle: was passiert, wenn die nächste Rakete aus dem Gazastreifen kommt? Egal, ob von der Hamas oder einer unautorisierten Splittergruppe abgeschossen – was tun wir? Und was ist mit den Tunneln?

In den Verhandlungen nächsten Monat wird es hart auf hart gehen. Abu Mazen beabsichtigt, als good cop seine Rolle so gut zu spielen, daß internationale Daumenschrauben an Israel gelegt werden. Er möchte eine Räumung der umstrittenen Gebiete – zurück auf die Waffenstillstandslinien von 1949. Das wird nach dem schlagenden Beweis an allen Fronten, was mit Gebieten passiert, die Israel räumt, nicht mehr geschehen. Nicht in unserer Generation, so gern viele Israelis diesen Mühlstein um den Hals auch los wären. Aber wir sind in den letzten Monaten zuverlässig aus allen Gebieten beschossen worden, die wir geräumt haben, aus dem Sinai, dem Südlibanon, dem Gazastreifen und als Zugabe auch noch aus den Golanhöhen – und was von dort gekommen wäre, wenn dieser kleine Teil der Golanhöhen nicht in israelischer Hand wäre, mag man sich kaum ausmalen.

Den Nagel im Sarg dieser Ambitionen war wohl der Beschuß auf Lod und die Schließung des Flughafens. Keiner kann Israel zumuten, seinen einzigen Ein- und Ausgang zur Welt auf Gedeih und Verderb seinen bitteren Feinden auszuliefern. Das heißt – versuchen werden sie es natürlich wieder, die Schweden, Russen, Franzosen und andere Helden, die selbst keine Sekunde bereit wären, jahrzehntelangen Beschuß auszuhalten, wie ihn die Bewohner des Hula-Tals oder des Negevs ausgehalten haben.

Da wird Abu Mazen (der ja selbst nicht allzuviel Rückhalt hat) einsehen müssen, daß er sich verkalkuliert hat. Der Bund mit der Hamas war ein schwerer Fehler, und ich weiß nicht, wie einem solchen Fuchs wie Abu Mazen so ein Fehler unterlaufen konnte. Wer weiß, was für Druckmittel im April eingesetzt wurden. Und ich vermute, daß die Menschen neulich mit den Säcken auf dem Kopf, die vor Moscheen kniend erschossen wurden, zur Fatach gehörten. Viel böses Blut ist zwischen Hamas und Fatach, und die Fatach wird die Hamas nicht retten.

Die Siegesrede jedenfalls kulminierte in dem Ruf: unser Weg ist der Jihad! Ob sowas bei Euch gesendet wird, weiß ich nicht, aber wir haben es live gesehen und waren nicht überrascht. Die Hamas und ein Teil der palästinensischen Bevölkerung ist nach wie vor auf dem Weg des Jihad. Von Frieden war keine Rede, von gütlichem Abkommen. Keine Zukunftsperspektive. Auch Abu Mazen hat keine zu bieten, außer der Durchsetzung der seit Jahrzehnten wiederholten Maximalforderungen, hinter denen sich die Absicht verbirgt, den jüdischen Staat zu ersetzen.

Netanyahu jedenfalls hat seine Linie durchgesetzt, auch wenn er im Moment höchst unpopulär ist und über einige Entscheidungen noch lange diskutiert werden wird. Er hat auf die Luftwaffe gesetzt und nach dem Bruch des letzten Waffenstillstands den Druck deutlich erhöht. Das war selbst für Laien wie mich erkennbar. Die Armee hat noch aggressiver Ziele angegriffen, die als Kommandozentralen, Abschußgebiete oder Symbole der Macht der Hamas dienten, darunter auch Hochhäuser mit Einkaufszentren. Außerdem wurden schwerere Bomben eingesetzt, die mehr Schaden anrichten, auch in der Umgebung, und die tief in den Boden eindringen. Und es wurden gezielt Kommandeure der Hamas angegriffen. (Die Einschätzung hier lautet, daß Deif wahrscheinlich entweder tot oder schwer verletzt ist, und daß wir vielleicht nie die Wahrheit erfahren werden – ohne Informanten bloßzustellen, kann auch die Armee nicht mehr dazu sagen.)

Diese drei Elemente: die erhöhte Aggressivität, die schwereren Waffen und die gezielten Tötungen, haben letztendlich die Hamas im Gazastreifen davon überzeugt, daß die Bevölkerung das nicht länger aushalten kann und eine Waffenruhe dringend notwendig ist. Das ist die Einschätzung der Armee, naturgemäß, und das ist auch Netanyahus Kalkül gewesen. Die Hamas hätte eine Bodenoffensive II begrüßt und hat Israel geradezu eingeladen. Das hätte sehr hohe Verlustzahlen bedeutet – der Weg hätte durch ein Netz von Sprengfallen geführt. Die Hamas hat Gaza sorgfältig präpariert.

(Gestern war ich im Kibbuz und traf dort eine frühere Nachbarin, deren Enkel mit Secundus befreundet ist – er war dort, er ist bei der Einheit Yahalom, und das wenige, was mir die Oma erzählen konnte, hat mir gereicht – der Kampf gegen die Tunnel kann auch geführt werden, ohne Hunderte von Soldaten in Kankras Höhle zu schicken.)

Wie viele zivile Opfer der Einsatz der Luftwaffe wirklich gefordert hat, wird noch untersucht werden müssen. Jedes zivile Opfer ist eines zuviel, und wäre die Hamas keine Terror-Organisation, täte es mir auch um die nicht-zivilen Opfer leid. Aber leider hat der Kampf gegen den Terror einen schrecklichen Preis, den auch Unbeteiligte zahlen.

Ob es manchem im Gazastreifen, der sich an die Zeiten vor der Hamas erinnert, nicht leidtut, sie an die Macht gebracht zu haben? Sie dürfen es nicht sagen, nicht mal denken. Auch das tut mir leid. Wir können an all diesen Dingen nicht viel ändern. Vierzehn Jahre Beschuß – und keiner weiß, ob und wann es das wirklich gewesen ist. Und komplett sinnlos. Wie viele schöne, lebensverschönernde und lebenswichtige Dinge hätte man produzieren können, statt alle Ressourcen in Waffenbau, Tunnelbau, Propaganda zu investieren. Ein Jammer.

Also, wie es auf die Dauer weitergehen wird im Gazastreifen und mit dem Gazastreifen, weiß keiner. Wird daraus wieder ein attraktives Ziel für Touristen, mit Hotels am Strand und Fischrestaurants und Gewächshäusern voller Nelken und Erdbeeren? Oder wird ein Vorposten der Hölle daraus, schlimmer als heute, wo IS und unendlich viele Terror-Splittergruppen sich Machtkämpfe liefern und die Bevölkerung als Geiseln halten?

Jeder weiß, was ich den Bauern, Geschäftsleuten, Hausfrauen, Schulkindern und Fischern dort wünsche. Ich wünsche ihnen aber auch die Weisheit, selbst Schritte zu tun, um sich aus den Klauen der Terroristen zu befreien – physisch, aber auch mental.

Und wir? Unser Aktionsradius ist beschränkt. Vielleicht werden die vielen obsessiven Israel-Kritiker irgendwann mal einsehen, daß Israels Feinde eben keine friedliebenden, harmlosen, gutherzigen Gesellen mit etwas hitzigem Temperament sind, sondern verblendete, manipulative, gewaltverherrlichende Anhänger eines Todeskults, in deren Lexikon weder Kompromiss noch Selbstzweifel existieren. Sie haben einen Langzeit-Plan. Vielleicht tun uns die barbarischen Taten und Worte der IS-Terroristen ja den Gefallen, die fest geschlossenen Augen des europäischen Friedensträumers einen Spalt weit zu öffnen. Mit manchen Leuten ist nicht in Frieden zu leben, egal wie gern man möchte. Über Jahre hinweg hat Barak den Beschuß aus Gaza ignoriert, hat es geholfen? Nein.

Unser Kriegsziel war weder Tod noch Verderben der Feinde noch irgendeine Eroberung oder Bezwingung. Unser einziges Kriegsziel war: Ruhe und Frieden für die Bewohner der Gegend, die von Raketen aus dem Gazastreifen erreichbar ist. Ist das ein zu hohes Ziel?

Das wird sich zeigen.

(Sehr lesenswert – Ulrich Sahm bei Heplev, der immer ausgezeichnete Quellen bringt.)

Kommentare»

1. Botschaft International - August 26, 2014, 22:03

Jeder Ansatz ist ein Ansatz. (שלום) Jeder Mensch hat seine Würde. Und wenn die heutigen „Ankündigungen“ etwas bringen, dann השם ברוך !

2. Verena - August 27, 2014, 4:20

Danke für diese Analyse, vor allem den Teil Hamas-Gaza und Hamas-Qatar fand ich besonders interessant. Alles, was ich mir bislang auf Times of Israel anlesen konnte, klingt dennoch nicht zum Vorteil für Israel bislang. Ich frage mich auch, vor welcher innenpolitischen Zerreissprobe das Land in Kürze steht, denn die Kommentare der Leser sind voller Enttaeuschung und Wut. Sollte die Flucht aus den Süden anhalten und auch noch die Siedler aus dem WJL raus müssen… In manchen Kommentaren wird eine Annäherung Israels an Russland und China hervorgehoben, Indien ist Israel sichtlich wohl geneigt…, wie sind andere Allianzen als die bisherigen einzuschätzen?

3. Verena - August 27, 2014, 4:28

Und noch was, vielleicht nicht ganz zum Topic passend, aber es ist mir die letzten Wochen aufgefallen beim Lesen der Leserkommentare in TOI, Ynetnews etc. – und ich notiere das nun nicht als Zensurfreak, sondern 1) weil mir in den letzten 5 Monaten aufgefallen, wie stark Postings in der deutschsprachigen Presse inzwischen zensuriert werden (siehe Die Zeit, die es nicht mal versteckt, bei Der Standard weiß ich es mit Sicherheit): warum lässt die israelische Presse Postings zu, in denen offen Ermordung aller Palis oder „nuke them“ stehen bleibt? Das schadet nur in dieser Lage. Hab mir schon ein paar Mal gedacht, ob ich die nicht einfach anschreibe… 2) Sehr oft werden Dinge preisgegeben, die man besser gar nicht veröffentlicht, Strategien oder Möglichkeiten neuer Methoden wie das hier: http://www.timesofisrael.com/using-seismic-vibrations-israeli-firm-aims-to-detect-gaza-tunnels/
Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Israel oft zu ehrlich ist. Vielleicht täusche ich mich auch.

4. utzligutzli - August 27, 2014, 7:35

Ist dieser Ehud Yaari eigentlich irgendwie verwandt mit dem verstorbenen Meir Yaari, dem langjährigen Vorsitzenden von Mapam?

Was Qatar betrifft, da werde ich nicht ganz schlau daraus. Warum unterstützen die Hamas? In 8 Jahren soll dort die Fußball-WM stattfinden. Gastgeber der Fußball-WM und auch einer Terrorführung zu sein, passt das zusammen? Was sagt die FIFA?

5. sabine - August 27, 2014, 8:14

Ich denke, DEN europäischen Friedensträumer gibt es so nicht mehr, dazu sind die rasanten Entwicklungen der letzten Monate zu einschneidend gewesen und (wenn nicht verdrängt) ist die wachsende Angst vor Gewalttaten auch hier präsent. Nach einer derart langen als friedvoll wahrgenommenen Zeit (selbst Jugoslawien ist in dem Sinne weit weg) ist es für den normalen Menschen einfach schwierig sich umzugewöhnen. Bis die Politik (explizit die deutsche) es schafft, nicht nur wieder den eigenen Nabel zu beschauen, wird es wohl, fürchte ich, hier vorher blutig werden.

Gedanken über eine israelische Annäherung an China und Indien, die es wirtschaftlich schon gibt, sind in dem äußerst lesenswerten Buch von Dan Senor und Saul Singer „Start-up Nation Israel“ zu finden – interessant wohl aber eher für den Nicht-Israeli.

Wie Gaza und die Hamas tickt: ich lese grad (endlich) das Buch The Smarter Bomb über Frauen und Kinder als Selbstmordattentäter von Anat Berko. Soweit ich mich erinnern kann, kam die Empfehlung von Lila (nochmal danke, es ist quälend zu lesen und meine Umgebung fragt mich, warum ich mir das antue, aber die Augen sollten auf sein).
Schade, dass es das Buch nur auf englisch gibt. Mehr, um die eigene Haltung zum Konflikt zu überprüfen und nötigenfalls zu korrigieren, bräuchte es dann beinahe nicht.

6. Lila - August 27, 2014, 8:57

Was die Yaaris angeht: soweit ich weiß, keine Verwandtschaft. Yaar heißt Wald auf Hebräisch, und vermutlich haben sehr viele jüdische Familien, deren Namen auf -wald oder -baum endeten, den Namen Yaari gewählt. So wie die meisten Caspi, Zehavi, Paz etc Silber- oder Gold-Nachnamen hatten. Yaari gibt es recht häufig.

Ich bemühe mich, die drei wichtigsten „Kommentatoren zu jüdischen Angelegenheiten“ im israelischen Fernsehen regelmäßig zu hören. Oded Granot, Channel 1, sehr zurückhaltend, Ehud Yaari, Channel 2, detailversessen (er kann von jedem arabischen Politiker bis auf die Regionalebene runter Familienstammbaum und Schullaufbahn bis zum Kindergarten runterbeten :-D), Channel 10, Zvika Yeheskeli, jünger und mit viel Empathie für den Standpunkt der anderen Seite.

Mir fehlt immer noch Yoram Bin Nur, von dem Yeheskeli nach eigenen Angaben viel gelernt hat, und der die arabische Gesellschaft am besten schildern konnte. Er ist ja auch mal undercover gegangen, ging als Araber durch und konnte so auch einen höchst unbequemen Blick auf die Haltung mancher Israelis werfen.

Arabische Korrespondenten gibt es auch, und der bekannteste, Suliman al Shafi, wurde vor ein paar Jahren gefeuert, weil er einen Brief von Gilad Shalit an seine Eltern zurückhielt, bis er ihn in seinem Buch veröffentlichen konnte. Kein schöner Zug, und er ist seitdem vom Bildschirm verschwunden. Ich mochte seine Übertragungen aus dem Gazastreifen aber gern – noch aus den Zeiten, als dort junge Frauen aufreizend gekleidet rumlaufen konnten und Theater-Festivals westlicher Autoren stattfanden.

Je mehr die palästinensische Gesellschaft sich re-islamisiert hat, je deutlicher wurde, daß es nicht um einen Territorialkonflikt geht, der mit territorialen Kompromissen lösbar ist, desto schwieriger wurde es, uns die inneren Befindlichkeiten der anderen Seite zu erklären. Die Mentalitäten sind einfach zu weit auseinander gedriftet.

Es ist einfach unvorstellbar für uns, was in Menschen vorgeht, die ihre junge Generation als Kanonenfutter erziehen… und die in einem Atemzug sich selbst als Opfer eines brutalen Massakers stilisieren UND ihren Sieg über den Feind bejubeln.

Entweder – oder, Leute.

Eine kluge Freundin, die ich im Sommer traf, sagte etwas sehr Richtiges: wenn die internationale Berichterstattung über die arabische Welt diese Mentalität deutlicher machen würde, dann würde vielleicht auch das Verständnis für Israel wachsen. Vielleicht.

7. beer7 - August 27, 2014, 14:52

Lila,
hast Du den Artikel von Matti Friedman zur verzerrten Berichterstattung ueber Israel gesehen? http://www.tabletmag.com/jewish-news-and-politics/183033/israel-insider-guide
Auf meinem Blog habe ich eine Uebersetzung ins Deutsche veroeffentlicht (und hoffe, dass ich in keine urheberrechtlichen Schwierigkeiten gerate).

8. Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev - August 31, 2014, 9:37

[…] Gaza-Krieg: – Lila hat eine erste Bewertung zur Waffenruhe geschrieben. – Die Stimmung in Israel, was den Waffenstillstand […]


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