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Gespräch mit Secundus Juli 23, 2014, 14:48

Posted by Lila in Persönliches.
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Er ist noch nicht eingezogen, kennt natürlich viele, die dort sind. Auch unter den Gefallenen waren welche, die er kannte. Er sagt, „keiner freut sich über die Zivilisten, die dort sterben, aber wir haben keine Wahl“. Ich zog ihm die Namen der Kibbuz-Soldaten aus der Nase, die im Moment in Gaza sind. Ich hätte es mir denken können: es sind sämtliche Jungens aus Tertias alter Klasse. Klar, die Mädchen haben im Frühling den Wehrdienst (zwei Jahre) beendet, aber die Jungens sind alle im dritten Jahr, fast alle mit wichtigen Funktionen, ausgebildet oder Offiziere.

Gebete für alle, auch für die Unschuldigen auf der Seite der Palästinenser, die einen Albtraum erleben – aber bitte auch für meine Freundinnen, mit denen ich im Babyhaus gesessen und gestillt habe, und die jetzt für ihre Jungens fürchten. Nicht nur daß ihnen etwas zustößt – obwohl das natürlich die drängendste Angst  ist – aber auch, daß sie bei der Konfrontation mit unverhülltem, brennendem Haß, der ihnen dort begegnet, Schaden nehmen.

Sie sind im Kibbuz aufgewachsen, einer heilen Welt, und haben gelernt, daß die Menschen gut sind oder sein können, und daß man Konflikte mit Worten löst, nicht mit Gewalt. Daß man sich in andere hineinversetzen muß, um sie zu verstehen und um echte Lösungen zu finden. Im Gazastreifen gelten die umgekehrten Regeln. Das ist bitter.

Ein Teil dieser Jungen hat im Privatleben Tragödien erlebt – der eine hat einen krebskranken Vater, ein anderer hat als kleiner Junge beide Eltern verloren und ist bei seinen Großeltern aufgewachsen.

Hoffen wir, daß sie alle, alle gesund zurückkehren.

Kommentare»

1. lalibertine - Juli 23, 2014, 16:13

Ich drück Euch allen so die Daumen! Hoffentlich hab ihr es bald hinter Euch! Das gilt auch für die Menschen in Gaza. Aber Israel wurde von der verdammten Hamas keine Wahl gelassen. Dieser Drecksbande wünsche ich Tod und Teufel an den Hals und das Pack versteckt sich auch noch hinter Zivilisten! Wo sind denn die ganzen Berufsgutmenschen von den UN un den NGOs, die das eigentlich anprangern müssten?

2. Sonja - Juli 23, 2014, 18:13

Zig Kilometer bin ich von Israel entfernt, aber im Herzen ganz nah. Die letzten Tage und Wochen waren selbst für mich schwierig und leider ‚kenne‘ auch ich einen der gefallenen Soldaten. Zwar nur über eine ‚Ecke‘ hinweg, aber dennoch – sein Tod, wie auch der seiner Kameraden, macht mich zutiefst traurig. Hier in der Schweiz bete ich weiter für euch, eure Soldaten und ihre Familien – und schliesse deine Freundinnen aus dem Kibbuz mit ein. Möge der Hüter Israels alle bewahren und die Jungs heil heimbringen!


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