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Drei Raketen auf Beer Sheva Juli 5, 2014, 19:03

Posted by Lila in Land und Leute, Presseschau.
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Ich warte auf Wort von Ruth. Ihre Töchter erleben immer wieder solche Angriffe auf ihre sichere, glückliche Welt.

Ja, niemandem ist was passiert, Iron Dome hat eine Rakete abgefangen (die hätte gefährlich werden können), die anderen fielen auf freiem Feld. Also keine Meldung. Oder? Was wäre ohne Iron Dome passiert? Und der Schreck, der Krach, das Gefühl, angegriffen worden zu sein – zählen die nicht?

Der Shabat ist ein friedlicher Tag, ein Tag, dessen Anfang und Ende feierlich begangen werden, ein Tag, der seine ganz eigenen Bräuche hat, die ihn deutlich von normalen Wochentagen scheiden. So einen Tag durch Alarm, durch Angriff auf harmlose, zivile, unbewaffnete Familien zu zerstören, ist jenseits des Erträglichen. Und hört mir auf mit „selbstgebastelten Feuerwerkskörpern“. Mit selbstgebauten Bomben werden jedes Jahr Tausende Menschen getötet. Ohne den Zivilschutz und die große Disziplin der Menschen im Süden Israels wären, chalila, die Opferzahlen viel höher. Klar, dann wäre auch der Blick der Welt öfter auf Sderot und Ofakim gefallen – aber die israelische Regierung geht eben NICHT zynisch mit der Bevölkerung um, so wie die Bandenführer im Gazastreifen, die sich nicht schämen, auch durch ihre eigenen Qassams getötete Menschen Israel zuzurechnen.

Bibis Angebot der De-Eskalation ist nicht angenommen worden. Raketen mit einer größeren Reichweite bedeuten – Eskalation, in Großbuchstaben.

Kein Wunder, daß Israelis wütend sind. Sauer, frustriert, zornig.

Kommentare»

1. beer7 - Juli 5, 2014, 19:59

Hallo Lila,
Wir im Schwimmbad. Die Grosse und ich warteten auf dem Rasen auf meinen Mann, als die Sirene losging. Wir rannten in den Schutzraum. Mein Mann war in der Dusche und blieb dort, anstatt nackt und voller Schaum in den Schutzraum zu rennen. Die Kleine war bei ihrem Freund. Die beiden sassen romantisch auf dem Dach des Hauses und warteten auf den Sonnenuntergang. Als die Sirene losging rannten sie die Treppe hinunter und im Garten um das Haus zum Eingang. Sie schafften es knapp in den Schutzraum. Wir haben den Stahlladen im Schutzraum geschlossen. Wenn es in der Nacht weitergeht, bringen wir die Kinder zu den Grosseltern im Norden.

2. Lila - Juli 5, 2014, 20:05

Ich hör gerade Nachrichten. Was hier losgeht, sieht ganz ganz übel aus. Im Süden, überall im Land, Wadi Ara, im Meshulash, in Jerusalem. Irgendwann fängts auch bei uns wieder an.

Ich denk an Euch und alle Eure Nachbarn.

3. beer7 - Juli 5, 2014, 20:33

Natuerlich wird Hisbollah nicht ewig stillhalten koennen, weil sonst sunnitische Islamisten womoeglich noch alle Lorbeeren einsammeln…

4. Noa - Juli 5, 2014, 22:24

Ach jeee, es ist so traurig. Ja, es erinnert mich an die Situation vor 2 Jahren kurz vor Amud Anan. Und wenn es jetzt schon wieder Raketen auf B.S. regnet. … mann mann… aber irgendwie habe ich das gefuehl, diese aufgeheizte Atmosphaere ist schlimmer als vor 2 Jahren. Oder meine ich das nur, weil es hier in Jerusalem so brutal zugeht?
An Ruth und Lila alles Gute und moege euch G-tt beschuetzen. passt bitte gut auf euch auf.
Ich bin zurzeit froh, dass ich bei der Arbeit nicht nach Pisgat zeev muss oder in den Osten, dass meine Klienten alle in Westjerusalem sind. die Bahn fuhr letzte Woche nicht mehr ueber Ramat Eshkol hinaus. und unsere arabischen Angestellten Metaplot konnten nicht zur Arbeit kommen.
Wo das noch enden soll?
Noa

5. Lila - Juli 5, 2014, 23:13

Ich sehe die Bedrohung durch den IS-Krieg auch immer näher kommen. Iran haben alle vergessen – die machen sich im Westen lieb Kind, wer weiß, was sie planen. Wann geht der Libanon über die Wupper, wann Jordanien? Wo steht Ägypten in zwei Jahren?

Die Palästinenser in Israel und in den Gebieten müssen sich entscheiden – mit der Zivilisation oder gegen sie. Neutral geht nicht mehr.

Wir sehen jetzt, wie sich das sortiert.

Ich glaube, so wie ich mich im Moment fühle, müssen sich Halligbewohner bei Sturmflut fühlen. Das Wasser rundherum steigt und steigt. Und man kann nur hoffen, daß man die Warft hoch genug gebaut hat.

6. Paul - Juli 6, 2014, 23:25

Gut ist, dass Ruth nichts passiert ist und auch sonst in Beer Sheva niemand verletzt wurde.

Diese Angst und diese Unsicherheit ist natürlich fürchterlich.
Dein Vergleich mit den Bewohnern auf der Hallig vor der Sturmflut beschreibt Deine Gefühle. Nur ihr seid noch viel schlimmer dran. Die Halligbewohner wissen was auf sie zukommt und sie haben entsprechende Vorkehrungen getroffen. Auch können ihnen die Meteorologen mit einiger Sicherheit vorhersagen wann was auf sie zu kommt.
Alles das ist bei Euch nicht oder nur eingeschränkt gegeben. Gut, ihr habt Euren Schutzraum. Aber ihr müsst auch mal raus. gegen.Vor einem durchgeknallten Terroristen kannst Du Dich kaum schützen.
Es wäre schlimm, wenn Eure Araber mit israelischen Pässen zu Palästinensern mutieren würden. Das wäre dann die Laus im Pelz. Welchen Schutz soll es da geben?

Liebe Lila, Du versuchst immer noch an das Gute im Menschen zu glauben. Gott erhalte Dir diese Einstellung. Ich habe sie in bestimmten Situationen nicht. Den Stein im Rücken des Mädchens z.B. beurteile ich ganz anders.

Ich bete für Euch alle. Was kann ich sonst tun?
„Das Gebet ersetzt keine Tat, aber es ist eine Tat die durch nichts zu ersetzen ist. (Dietrich Bonhoeffer)
„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist. (David Ben Gurion)

Gott schütze Dich und Deine Familie.
Gott schütze Israel.

Herzlich, Paul

7. die täglichen ‘Vorkommnisse’ – Samstag, 05.07.2014 | Honestly Concerned - Juli 9, 2014, 12:41

[…] im Kreis Eschkol. – 19.30 Uhr: Eine Rakete wird vom Abwehrsystem über Beer Sheva zerstört. Zwei weitere fielen in offenem Gelände. – Raketenalarm in den Kreisen Sha’ar HaNegev und Hof Aschkelon. – Die […]


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