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Der Shabak veröffentlicht die Namen der Entführer Juni 26, 2014, 18:55

Posted by Lila in Presseschau.
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In der Spielpause kommt die Nachricht: der Shabak weiß schon seit vielen Tagen, wer die drei Jugendlichen entführt hat. Es sind zwei Hamas-Terroristen, die bereits mehrmals in israelischen Gefängnissen eingesessen haben.

Mehr Neuigkeiten gibt es im Moment nicht.

ETA: Hier ist die Meldung in Ynet, sie kam später als die Durchsage im Channel 1.

Ammar Muhammad Abu Eisha, 33, and Marwan al-Qawasmi, 29, from Hebron, two Palestinian terrorists who previously served time in Israeli prisons, are the two main suspects in the abduction of the three Israeli teens – Eyal Yifrach, Gil-Ad Shaer and Naftali Frenkel, it was cleared for publication on Thursday, two weeks after the teens had been taken.

Israeli security forces have been holding a manhunt for the two almost since the day that the teens went missing.

The Shin Bet suspect the two played a central role, and arrested others who are suspected of aiding the two. Palestinian media reported that the wives of the two were taken for questioning and investigated for hours.

Tja, der Shabak hat es, welch ein Skandal, nicht für nötig befunden, Herrn Augstein und seine Kollegen zu informieren, aber die Armee wußte und weiß wohl recht genau, wen sie jagt.

Aber so sind die Jungens?

Zwei Staaten Juni 26, 2014, 13:30

Posted by Lila in Presseschau.
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Bitte gebt mal eine spontane Antwort. Wenn Ihr auf Medien und Politiker hört – wer hat Eurer Meinung größere Probleme mit der Zweistaatenlösung, Israelis oder Palästinenser? Wen muß man überzeugen, wem muß man gut zureden, wessen Starrköpfigkeit überwinden, wenn man diese Lösung will?

Heute steht´s in Ynet (und ähnlich auch in der JPost):

Some 60 percent of Palestinians reject the idea of a two-state solution to the Israeli-Arab conflict, according to a new poll, and instead support a five-year plan to „work toward reclaiming all of historic Palestine, from the river to the sea.“

Es ist also nicht so, als stünden die Palästinenser wie ein Mann hinter der Idee, während die Mehrzahl der Israelis sich bockig verweigert. Mehr Israelis als Palästinenser befürworten eine solche Lösung.

The survey, commissioned by The Washington Institute, found that only 31 percent of Palestinians in the West Bank and 22 percent of those in Gaza supported a two-state solution.

Similarly, the survey found, only one third of Palestinians believe that the two-state solution „should be the end of the conflict,“ while almost two-thirds said „resistance should continue until all of historic Palestine is liberated.“

Only one third accepted that Palestinians may have to „give up some of our claims so that our people and our children can have a better life.“

Das ist nicht sehr viel. Zwei Drittel der Palästinenser würden lieber weiterkämpfen, bis „Palästina frei“ ist, nur ein Drittel ist zu Kompromissen bereit, nun, immerhin.

Doch Ynet weiß noch mehr:

Nonetheless, most Palestinians – and those in Gaza in particular – do not support a return to violence to achieve their goals, the survey found.

Ich halte das für glaubwürdig. Viele Palästinenser haben begriffen, daß Gewalt auf die Dauer nur schadet. Sie werden, wie ich es seit Jahren prophezeie, die politisch-diplomatische Schiene nutzen, die UNO, die EU, die Macht der ölreichen arabischen Staaten, um auf diese Weise ihr Palästina zu befreien.

Das ist viel wirksamer.

Warum die Medien und die Politiker aber immer noch so tun, als wäre es Israel, das sich der Zweistaatenlösung verweigert?  Hat vielleicht jemand ein Interesse daran, zu verschleiern, daß die israelische Bevölkerung viel friedenswilliger und kompromißbereiter ist als die palästinensische…?

 

 

Der Sommer-Albtraum beginnt Juni 25, 2014, 18:05

Posted by Lila in Land und Leute.
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Die Waldbrände. In Jerusalem und Ein Karem brennt es, die Bewohner sind evakuiert, ebenfalls die Mitarbeiter von Yad va Shem, das in der Gefahrenzone liegt. Gerade lese ich, daß in Ein Karem bereits Häuser Feuer gefangen haben. Die Hitzwelle mit den unberechenbaren Windrichtungen bietet dem Feuer ideale Bedingungen. Und es ist erst Ende Juni! Wie viele Monate sengender Hitze haben wir noch vor uns!

Leichtsinn und Brandstiftung sind jedes Jahr wieder der Grund für schreckliche Brände. Hoffen wir, daß mit Sonnenuntergang (der kurz bevorsteht) der Wind nachläßt und das Feuer eingedämmt werden kann.

Wessen Opfer? Juni 25, 2014, 14:19

Posted by Lila in Land und Leute.
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Ein kleines Mädchen im Gaazstreifen ist durch eine Rakete ums Leben gekommen, ihre Familie verletzt.

Wessen Opfer kann sie sein?

Mehr als zwanzig Raketen wurden in den letzten vierzehn Tagen auf Israels Süden abgefeuert. Mehr als 200 seit Anfang des Jahres. Israel hat, nachdem in den letzten Jahren eine Taktik des Abwartens nichts gebracht hat als mehr Raketen in schnellerer Abfolge, regelmäßig mit Luftwaffen-Schlägen geantwortet.

Wessen Opfer also kann das kleine Mädchen im Gazastreifen gewesen sein?

Es war eine im Gazastreifen abgefeuerte Rakete, die ihr Ziel nicht erreicht hat, sondern in Bet Lahia auf ein Haus gefallen ist. Es passiert immer wieder, daß Bewohner des Gazastreifens durch Waffenlabore in Wohnvierteln, Arbeitsunfälle oder nicht weit genug gefeuerte Raketen verletzt und auch getötet werden.

Wann wird dieser Wahnsinn endlich aufhören?

Drei Mütter Juni 24, 2014, 18:42

Posted by Lila in Presseschau, Uncategorized.
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Sie waren heute in Genf. Racheli Frenkel, Iris Yifrach und Bat Galim Shaer besuchten eine Sitzung des UNO-Menschenrechtsrats, und Racheli hielt dort eine eindringliche Rede.

three mothers

 

Wie sie es fertigbringen, zusammenhängend zu sprechen, zu funktionieren – es ist kaum vorstellbar, welche Kräfte es dazu braucht, und woher die drei Frauen sie nehmen.

Sie kamen zu dem ernüchternden Schluß: der Welt ist es egal.

abgeriegelte stadt

 

Der SPon jedenfalls bleibt, nicht überraschend, seiner Linie treu. Die Palästinenser sind die ewigen Opfer, das Kind auf dem Bild schafft es auf die Startseite – was die entführten drei israelischen Jugendlichen nie geschafft haben, ihre Mütter natürlich erst recht nicht. Die Ästhetik dieses Bilds ist eine Reverenz an die gesichtslose Masse der Soldaten bei Goya.

Daß in Hebron Waffenlager, Waffenwerkstätten und Geheimverstecke gefunden wurden – daß unermüdlich zu Entführungen aufgerufen wurde und wir alle längst gewarnt waren – daß die Palästinenser die Entführung bejubeln und mit Häme überschütten – geschenkt, für sowas hat Rania Salloums Artikel keinen Raum. Das ist der Tenor:

Kollektiv lässt Israels Premier ein ganzes Volk bestrafen. Er hat den Großeinsatz angeordnet, nachdem am 12. Juni drei israelische Teenager beim Trampen im Westjordanland verschwanden. Netanjahu bezichtigt die palästinensische Hamas, die Jungen entführt zu haben. Diese bestreitet den Vorwurf.

Mahmud Abbas, Präsident der Palästinenser, hat Jerusalem sein Mitgefühl ausgesprochen. Seine Sicherheitskräfte kooperieren bei der Suche. Damit zieht er sich den Ärger seiner Bürger zu. Denn die meisten Palästinenser sehen den Fall zynisch.

„Das ist doch alles eine Lüge. Es gibt keine Entführung, das ist alles nur israelische Politik“, sagt Schadi. Er glaubt, dass Netanjahu den Fall instrumentalisiert, um einen Keil zu treiben zwischen die Hamas und Abbas‘ Fatah, nachdem die sich zum Ärger der israelischen Regierung gerade zusammenrauften.

Der Artikel gibt die palästinensische Version nicht nur kritiklos wider, sie bebildert sie auch. Die Bilder, die wir in den Nachrichten sehen, von Soldaten, die in Brunnen und Kellerlöchern fischen, die vorbereitete Kammern für Geiseln finden – die kriegt Ihr nie zu sehen.

Der Welt ist es egal? Schlimmer noch. Die Welt ist erbittert gegen Israel, das es wagt, mit aller gebotenen Dringlichkeit nach den Entführten zu suchen. Ohne die Entführung, wenn man daran überhaupt mal erinnern darf, wäre die ganze Suche mit ihren allerdings schwerwiegenden Folgen nie geschehen.

Die Qual in Racheli Frenkels Stimme zeigt, warum Israel so handelt. Auch wenn Rania Salloum und ihre treuen Leser es nie verstehen oder glauben werden – nicht aus Schikane. Sondern aus bebender Angst um drei Jugendliche, von denen zwei noch nicht volljährig sind, und die in die Hände grausamer Feinde gefallen sind. Die Namen hallen in unserem Gedächtnis wider. In Eurem natürlich nicht, liebe SPon-Leser – die deutsche Selbstzensur in den Redaktionsstuben hat dafür gesorgt, daß Ihr sie nie gehört habt.

Was die FAZ vergißt Juni 24, 2014, 15:07

Posted by Lila in Presseschau.
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Hans-Christian Rössler gibt ein Stimmungsbild der Hamas. Darin kommen verschiedene Menschen zu Worte.

Die neue gemeinsame Regierung, die die rivalisierenden Palästinensergruppen Fatah und Hamas Anfang Juni bildeten, hatte die meisten Palästinenser zuversichtlich gestimmt. Besonders die Menschen in Gaza hofften darauf, dass ihre Isolation bald zu Ende sei. Aber dann wurden im Westjordanland drei jüdische Studenten entführt, und die israelische Armee begann mit ihrer Offensive gegen die Hamas. „Israel hat das alles erfunden, um die palästinensische Aussöhnung zu stoppen“, meint Tariq Lubbad.

Rössler erspart seinen Lesern den Hinweis, daß Netanyahu erklärt hat, aus ermittlungstaktischen Gründen noch keine Beweise auf den Tisch legen zu können – ob man ihm glaubt oder nicht, bleibt dann immerhin dem Leser überlassen. So scheint es, als ob Tariq Lubbad Israel demaskiert hätte.

„Abbas hat sich mit seinen Äußerungen selbst geschadet und sich den Zorn der Leute zugezogen“, sagt Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri und wirkt, als wäre er darüber nicht unzufrieden. Er ist der einzige Hamas-Vertreter, der sich in diesen Tagen öffentlich äußert. Die Anführer der Organisation geben sich ungewohnt schweigsam.

Der einzige?

Hamas leader Khaled Mashal addressed the kidnapping of three Israeli teens for the first time on Monday, saying that the Gaza-based organization had no information regarding the fate of the abducted teens.

Mashal did not confirm that Hamas was behind the kidnapping, adding that „if there will be a confirmation that a Palestinian group is behind the kidnapping – we should applaud and take off our hats to them.“

Khaled Mashal meint, den Entführern muß man gratulieren und den Hut vor ihnen ziehen. Seine Äußerungen hätten in Rösslers Artikel reingehört, meine ich – zur Abrundung. Besonders, da sie einen Tag eher in der Zeitung zu lesen waren. Aber dann wäre natürlich das Bild der Palästinenser als Opferlämmchen etwas getrübt worden. Das geht also leider nicht.

Ergänzung zum vorigen Eintrag – eine Liste Juni 23, 2014, 15:50

Posted by Lila in Presseschau.
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Dies sind einige der Terroristen, die Israel damals freigelassen hat, um Gilad Shalit zu befreien – direkt aus Wikipedia kopiert, samt Fußnoten und Belegen. Nehmt Euch die Zeit und überfliegt die Liste mal, und Ihr erkennt, wie maßlos die Forderungen der Hamas waren, und wie groß der Wunsch nach Gilads Befreiung.

Among the 1,027 prisoners released are about 280 prisoners serving life sentences for planning and perpetrating terror attacks[4]including:

  • Walid Abd al-Aziz Abd al-Hadi Anajas (36 life sentences) – took part in the execution of the Café Moment bombing (2002), the Hebrew University bombing (2002) and theRishon LeZion bombing (2002).[44]
  • Nasir Sami Abd al-Razzaq Ali al-Nasser Yataima (29 life sentences) – convicted of planning the Passover massacre (2002) in which 30 civilians were killed and 140 were wounded.[44]
  • Maedh Waal Taleb Abu Sharakh (19 life sentences), Majdi Muhammad Ahmed Amr (19 life sentences) and Fadi Muhammad Ibrahim al-Jaaba[44] (18 life sentences) – responsible for the attack on bus No. 37 in Haifa in 2002.
  • Tamimi Aref Ahmad Ahlam (16 life sentences) – Assisted in the execution of the Sbarro restaurant suicide bombing (2001).[44][45]
  • Abd al-Hadi Rafa Ghanim (16 life sentences) – the surviving perpetrator of the Tel Aviv Jerusalem bus 405 suicide attack in which Ghneim seized the steering wheel of a crowded Egged commuter bus line No. 405 and managed to pull the bus into a ravine in the area of Qiryat Ye’arim. 16 civilians were killed in the attack.[46]
  • Muhammad Waal Muhammad Douglas (15 life sentences) – took part in the execution of the Sbarro restaurant suicide bombing in Jerusalem (2001).[47]
  • Muhammad Taher Mahmud al-Qaram (15 life sentences) – directly involved in the planning and execution of a bus attack in Haifa in which 15 Israelis were killed.[17]
  • Ahmed Mustafa Saleh Hamed al-Najar (7 life sentences) – led a militant squad that killed 3 Israelis in shooting attacks.[44]
  • Yihia Ibrahim Hasan Al-Sinwar (4 life sentences) – took part in the kidnapping of Nachshon Wachsman who was later killed by Hamas during a failed rescue attempt by an IDF unit. Founder of the Hamas security apparatus in Gaza. His brother organized the abduction of Gilad Shalit in 2006.[46]
  • Abd-Al-Aziz Muhammad Amar (4 life sentences) – took part in the execution of the Café Hillel bombing (2003).[48]
  • Ibrahim Sulaim Mahmud Shammasina (3 life sentences) – took part in the killing of the boys Ronen Kramni and Lior Tuboul, the taxi driver Rafi Doron and the soldier Yehushua Friedberg.
  • Amir Sa’ud Salih Abu Sarhan (3 life sentences) – killed three Israelis with a knife in 1990.[17]
  • Mahmud Muhammad Ahmed Atwan (3 life sentences), Musa Daud Muhammad Akari (3 life sentences) and Majid Hassan Rajab Abu Qatish (3 life sentences) – militants that killed the Israeli policeman Nissim Toledano in 1992.[49]
  • Muhammad Yussuf Hassan al-Sharatha (3 life sentences) – head of the militant squad that kidnapped and killed the Israeli soldiers Ilan Saadon and Avi Sasportas during the first intifada.[46]
  • Abd al-Aziz Yussuf Mustafa Salehi (1 life sentence) – participant in the 2000 Ramallah lynching who was iconically photographed displaying his blood-stained hands to the Palestinian mob after having beaten an Israeli soldier to death.[44]
  • Bassam Ibrahim Abd al-Qader Abu Asneina (1 life sentence) and Riyadh Zakariya Khalil Asayla (1 life sentences) – Killed the yeshiva student Chaim Kerman.[47]
  • Fahed Sabri Barhan al-Shaludi (1 life sentence) – took part in the kidnapping and killing of the Israeli soldier Yaron Chen.[47]
  • Fuad Muhammad Abdulhadi Amrin (1 life sentence) – killed 15-year-old Israeli schoolgirl Helena Rapp in 1992.[50]
  • Jihad Muhammad Shaker Yaghmur (1 life sentence) – took part in the killing of Nachshon Waxman.[46]
  • Mona Jaud Awana (1 life sentence) – lured over the Internet the 16-year-old Israeli high school student Ofir Rahum, pretending to be a young American tourist, managed to drive him to a remote area in the outskirts of Ramallah where three Palestinian gunmen showed up and shot Rahum at close range.[45]
  • Muhammad Abdul-Rahman Muhammad Zakut (1 life sentence) – Tel Aviv construction worker who stabbed three Israelis, killing two, on the holiday of Purim, 21 March 1989.[51][52]
  • Tarek Ahmed Abd al-Karim Hasayin (1 life sentence) – carried out the shooting attack on Highway 6 in June 2003, in which the 7-year-old girl Noam Leibowitz was killed.[47]
  • Yussuf Dhib Hamed Abu Aadi (1 life sentence) – Convicted of stabbing Israeli soldier Nir Kahana in 2005.[53]
  • Sh’hadeh Muhammad Hussein Sana’a (1 life sentence) – participated in the King George Street bombing by leading the suicide bomber to his destination.[54]
  • Abdallah Nasser Mahmud Arar (1 life sentence) – Member of the Hamas cell responsible for kidnapping and killing Israeli businessman Sasson Nuriel in 2005.[55][56]
  • Ahmed Jibril Othman al-Takruri (1 life sentence) – Carried out firebomb attack on a bus in Jericho, in which a mother and her three children, and a soldier who tried to rescue them, were killed.
  • Alaa al-Din Radha al-Bazyan (1 life sentence) – Convicted of perpetrating sniper attacks and belonging to a terrorist group.[57]
  • Ali Muhammad Ali al-Qadhi (1 life sentence) – Member of a Hamas cell responsible for kidnapping and killing Israeli businessman Sasson Nuriel in 2005.[55][56]

Ebenfalls interessant, zumindest für mich: meine alten Einträge zum Thema.

Das Shalit-Dilemma I

Das Shalit-Dilemma II

Frei

Eine Geschichte mit einer Moral, oder auch nicht Juni 23, 2014, 15:37

Posted by Lila in Persönliches, Uncategorized.
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Ich verwette mein letztes geblümtes Sommerkleid darauf, daß Ihr auch diese Geschichte nicht in deutschen Medien lesen werdet, aber sie ist es wert, erzählt zu werden.

Es war einmal ein Mann, der hieß Ziad Awad. Er war Mitglied der Hamas und ermordete Palästinenser, die er der Kollaboration mit Israel verdächtigte. Darum wurde er festgenommen, angeklagt, verurteilt und saß in einem israelischen Gefängnis seine Haftstrafe von 27 Jahren ab.

Es war einmal ein anderer junger Mann, der hieß Gilad Shalit und war Soldat. Er wurde von Mitgliedern der Hamas überfallen, als er neben seinem Panzer in Südisrael schlief. Die Männer schleppten ihn durch einen Tunnel, den sie unter der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen extra zu diesem Zweck gebuddelt hatten, und hielten ihn fünf Jahre in einem fensterlosen Loch gefangen.

Es war einmal eine Frau, die hieß Lila, und obwohl sie wußte, wie gefährlich der Austausch von Gefangenen ist, und sie nicht wirklich innerlich überzeugt war, daß sie das Richtige tat, fand sie sich doch eines Tages morgens früh im Nachbardorf auf der Wiese wieder, eingeklemmt zwischen Hunderten anderer Israelis, um Gilads Eltern auf dem ersten Abschnitt ihres Protestmarschs durch Israel zu begleiten. Unterwegs kam die lange Menschenschlange an einem Auto vorbei, aus dem ein Vater mit seinen zwei kleinen Kindern ausgestiegen war. Das kleine Mädchen schrie aus Leibeskräften: Gilad – lebt- noch!, und Menschen wie Lila, die vorbeikamen, hörten das und dachten sich: ja, er lebt, und wir wollen ihn zurückholen, koste es, was es wolle.

Es war einmal ein Mann, der hieß Benyamin Netanyahu, und er regierte Israel wie einen Zweispänner, dessen Pferde in verschiedene Richtungen streben. Das eine Pferd strebt nach Durchsetzung von Netanyahus Grundsätzen, darunter der in einem Buch niedergelegte, mit Terroristen keine Geschäfte zu machen. Das andere Pferd strebt danach, die dringendsten Wünsche des Volks, das ihn gewählt hat, zu erfüllen, auch wenn es gegen seine Grundsätze verstößt. Der Mann Netanyahu stimmte einem Austausch zu, bei dem der Soldat Gilad aus seinem Loch geholt wurde, in ein kariertes Hemd gesteckt wurde und über Ägypten nach Israel gebracht wurde, wo man ihm eine Uniform anzog, bevor er Benyamin Netanyahu traf und grüßte.

Der Preis für diese Freilassung war die Freilassung von 1027 verurteilten Mördern und Terroristen aus israelischen Gefängnissen.  Einer dieser Freigelassenen war Ziad Awad.

Es war einmal ein Mann, der hieß Baruch Mizrahi. Er war hoher Offizier bei der israelischen Polizei, verheiratet und Vater von fünf Kindern. Zu Pessach fuhr er mit seiner Familie nach Kiriyat Arba.

Ziad Awad und sein Sohn warteten auf ein Auto mit Juden, denn, wie der Vater erklärte, Juden zu töten ist gottgefällig. Ein Moslem, der Juden tötet, kommt ins Paradies. Sie hatten den Angriff vorbereitet, schossen mit einem Kalashnikov-Gewehr auf ein Auto mit festlich gekleideten Juden, und flohen auf einem Motorrad zurück in ihr Dorf bei Hebron.

Hadas Mizrachi hörte ihren Mann nur noch rufen, daß sie von Terroristen beschossen werden, bevor er  zusammenbrach. Auch sie war getroffen, doch sie nahm ihrem Mann das Steuerrad aus der Hand, wies die Kinder an, die Gurte zu öffnen und sich auf den Boden des Wagens zu legen, und steuerte das Auto aus der Gefahrenzone, während ihr Mann neben ihr verblutete.

Heute verkündete Benyamin Netanyahu, daß der Mörder von Baruch Mizrahi gefunden und festgenommen ist. Ziad Awad sitzt wieder in einem israelischen Gefängnis. Gilad Shalit studiert und hat eine Freundin. Baruch Mizrachi ist tot, seine kleinen Kinder sind Waisen. Die Hamas hält drei junge Israelis lebend oder tot verborgen, ohne einen Preis zu nennen.

Und wenn sie ihn nennen – darf man Männer wie Ziad Awad freilassen?

Als ich mit den Shalits über den heißen Asphalt von Mitzpe Hila bis Kabri gelaufen bin, habe ich da den Tod Baruch Mizrahis billigend in Kauf genommen?

Welches ist die Moral meiner Geschichte?

Ein reizender Mensch Juni 22, 2014, 15:32

Posted by Lila in Presseschau.
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Ich gehe davon aus, daß Äußerungen wie die folgenden in Euren Medien nicht zu lesen sind – es sind ja wirklich keine großen Neuigkeiten, nur kleine Garstigkeiten.

Senior Hamas official Ismail al-Ashkar responded to Prime Minister Benjamin Netanyahu’s accusations that the movement is behind the kidnapping of the three teens in the West Bank. „The kidnapping is a great honor we can neither confirm nor deny,“ al-Ashkar said in an official statement to the Hamas weekly al-Risala.

He added: „The statements made by leaders of the occupation and their claims about the movement’s involvement in the incident do not interest us.“ Al-Ashkar further said that Israel is helpless in its efforts to search for the kidnapped teens.

Er fühlt sich geehrt durch den Verdacht, ein ekelhaftes Verbrechen begangen zu haben (er hat ja schon vor Jahren angekündigt, daß weitere Shalits folgen werden). Er läßt die Sache weiter im Unklaren, da er weder den Mumm hat, den Verdacht eindeutig von sich zu weisen noch sich dazu zu bekennen. Er verkündet, daß ihm die Aussagen der Besatzer sowieso egal sind (wieso äußert er sich dann?). Und zum Schluß konstatiert er genüßlich, daß Israel hilflos ist (woher er seine Informationen bezieht, ist unklar).

Ein sympathischer Mann? Ein ehrenwerter Mann fürwahr. Ehrenwert genug, um im Menschenrechtsrat der UNO eine Rede halten zu dürfen. Erst nach massiven Protesten Israels wurde diese Rede abgeblasen.

Friedenspartner? Friedenspartner.

Ins Kaninchenloch Juni 22, 2014, 12:59

Posted by Lila in Presseschau.
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Es ist viele Jahre her, die zweite Intifada war gerade ausgebrochen – da las ich in Haaretz einen pessimistischen Kommentar, daß wir jetzt wie Alice ins Kaninchenloch fallen. Seitdem sind wir so tief gefallen vom Optimismus der Oslo-Tage, die damals noch nicht zu Ende waren, daß wir eigentlich irgendwo in der Gegend von Neuseeland den Kopf aus dem Erdball stecken können.

Zwischendurch gab es immer wieder Phasen, in denen man Luft holen konnte, in dem der Fall gebremst schien oder beendet. Phasen, in denen man den Kopf in den Nacken legen konnte, nach oben gucken, wo stecknadelkopfgroß ein Lichtpunkt zeigte, wo die Reise mal ihren Anfang genommen hatte, wo man mal gestanden hatte und geglaubt, daß nun Friedensschluß um Friedensschluß folgen würde, ein einverständliche Räumung der umstrittenen Territorien und friedlicher Gebietstausch, außerdem wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit und… ja, wo man mal gestanden hatte und geglaubt, daß eine rationale Lösung möglich und erreichbar sei.

Aber im Moment habe ich wieder das bekannte beängstigende Gefühl hinter dem Sternum, das jeder der kennt, der unter Flug-Albträumen leidet. Das qualvolle Gefühl, geworfen zu werden, und der Wind saust einem um die Ohren, und man kann keine Wände mehr greifen oder fühlen.

Die Entführung der drei Jugendlichen war nicht der Startschuß – für mich begann der Boden unter den Füßen mit dem Schulterschluß der Fatach und Hamas zu rutschen. Es war klar, daß danach die Gespräche abgebrochen werden (Abu Mazen hatte den Termin mit Absicht so provokativ gewählt – hätte er nur zehn Tage gewartet, wären die Gespräche wenigstens zivil zu Ende gegangen), es war klar, daß danach wieder die in meinen Augen vollkommen mißratenen leeren Ankündigungen von ein paar hundert Wohneinheiten in Efrat oder Gilo kommen, die in den Augen der Welt die Gleichsetzung Siedlung=Terror und Terror=Siedlung besiegeln. Es war klar, daß es nicht gutgehen kann, wenn die Hamas solchermaßen Aufwind bekommt.

Zehn Tage dauert die Suche nun. Seit gestern sehen wir, wie Brunnenlöcher und Höhlen durchsucht werden – jeder weiß, was das bedeutet. Inzwischen sind mehrere Palästinenser dabei ums Leben gekommen, denn der Widerstand gegen die unter hohem Druck durchgeführte Durchsuchung wächst, und Jugendliche mit Steinen und Molotov-Cocktails stellen sich der Armee entgegen. Die Armee wiederum möchte die Jugendlichen so schnell wie möglich finden, so hohen Druck aufbauen wie möglich, um die Entführer zu einer kopflosen Reaktion zu veranlassen, und außerdem die Sache vor dem Beginn des Ramadan nächste Woche unter Dach und Fach bringen. Für die palästinensischen Zivilisten, die die Entführung vielleicht mit Knafe und Baklawa und wi-wi-wi-Jubel begrüßt haben, aber nichts weiter darüber wissen, ist der kausale Zusammenhang zwischen den massiven Eingriffen der israelischen Armee in ihr Leben und dieser Entführung längst nicht mehr sichtbar – wenn er es je war.

Dadurch gerät auch Abu Mazen, der widerwillige Helfer Israels, unter immer größeren Druck. Die Todesfälle – jeder einzelne wird untersucht werden müssen, es ist schrecklich, wenn die Armee Zivilisten erschießt, und so streng die Regeln für den Waffeneinsatz auch sind, es wird immer wieder Mißverständnisse geben, Situationen, die als gefählich eingeschätzt werden oder es wirklich sind, und junge Palästinenser, die vollkommen sinnlose Heldentaten mit dem Leben bezahlen.

An dieser Front also, den Palästinensern in den umstrittenen Gebieten von Judäa und Samaria gegenüber, ist die Spannung groß und sie kann sich jederzeit in einer Katastrophe entladen.

Dann kommt der ständige Beschuß aus dem Süden dazu. Die Raketen selbst sind, wenn es Qassams sind, nicht groß – Grads sehen schon eindrucksvoller aus. Aber sie terrorisieren die Bevölkerung, denn sie zerstören, bedrohen, verletzen und können auch töten. Gerade der Fakt, daß sie vollkommen wahl- und ziellos abgeschossen werden, ist für die Bewohner dort unerträglich. Sie ist schon ein paar Jahre tot, die alte Mutter unseres früheren Nachbarn Moshik, aber wie schrecklich ist es für die, die wie sie hilflos sind, alt, krank, oder Kinder – jede Bewegung wird danach berechnet, wie weit man es  zum Luftschutzraum hat. Ich glaube, das kann ich mir ebensowenig vorstellen wie meine deutschen Leser. Moshik ist überzeugt, daß seine Mutter unter besseren Bedingungen noch am Leben wäre – sie war so eine robuste, gesunde alte Dame, bis der Raketenterror ihr das Leben in ihrem friedlichen kleinen Kibbuz an der Grenze zum Gazastreifen zur Hölle machte.

Die Luftwaffe fliegt gezielte Angriffe auf Terrorziele – hier ein Waffenmagazin, dort eine Fabrik. Massive Schläge hat sie bisher unterlassen. Die bittere Realität ist, daß der Raketenbeschuß erst dann aufgehört hat, wenn solche massiveren Schläge erfolgten – unter empörten Kommentaren der Weltöffentlichkeit, die die „selbstgebastelten Feuerwerkskörper“ vorher tunlichst ignoriert hatte. Ich kann mir nicht vorstellen, noch einmal „Gegossenes Blei“ oder „Wolkensäule“ mitzumachen – samt dem Beschuß mit den schönen, blanken iranischen Raketen, die der Gaazstreifen seither erworben hat. Ein Albtraum.

Dann das Eindringen eines bewaffneten Terroristen in ein Dorf im Süden – immer wieder kommt das vor, oft hört man nichts davon. Der von heute früh wurde nicht von Armee oder Grenzpolizei gestellt, sondern von zivilen Freiwilligen. Die Armee hat auch an unserer Grenze die Posten ausgedünnt. Wir alle werden damit verletzlicher. Müssen uns darauf verlassen, daß Bürgerwehr auffängt, was die Armee nicht mehr leistet. Wir sind bis an unsere Grenzen belastet, die Armee ist ja keine unbegrenzte Ressource.

Den letzten Streich bildet dann der Vorfall in den Golanhöhen, wo heute früh ein 15jähriger von Geschossen aus Syrien getötet wurde. Sein Vater, der für die Armee Arbeiten am Grenzzaun ausführt (auf der israelischen Seite, wohlgemerkt), hatte den Jungen wohl heute zur Arbeit mitgenommen, denn wie Quarta hat er schon Sommerferien (die Grundschulen beenden heute das Schuljahr). Der Vater ist schwerverletzt, mehrere andere sind auch verletzt,  und der Junge tot. Noch weiß keiner, ob das Feuer absichtlich oder zufällig diese Gruppe traf, und wer gefeuert hat.

(Neue Informationen: der Junge war 13 Jahre alt und hieß Mohammed Karaka. Ein arabischer Junge also. Was für eine Tragödie.)

In Deutschland glauben viele Menschen naiverweise, daß Israel den Aufstand gegen Assad gestützt, geschürt, ja vielleicht sogar angestiftet hat. Dem ist nicht so. Israel hat sich von Anfang an rausgehalten, denn für uns gibt es dort nichts zu gewinnen. Und ein grausamer Feind wie Assad, den wir kennen, ist politisch einer unbekannten Größe vorzuziehen. Daß Syrien in absehbarer Zeit ein Nachbar vom Schlage Belgiens oder Dänemarks oder Polens wird, ist nicht zu erwarten. Darum hat Israel keine Partei ergriffen, sondern ohne Ansehen der Person Verletzten geholfen, und wenn auf uns geschossen wurde, zielgenau Warnschüsse gegeben oder den Vorfall einfach übergangen.

Trotz der strikt neutralen Haltung Israels werden wir in diesen Konflikt mit hineingezogen, so wie wir auch von den Machtkämpfen in Ägypten immer wieder betroffen werden, ob wir wollen oder nicht.

War es Ehud Barak, der gesagt hat, Israel sei eine Villa im Dschungel? Ja, eine Villa, in der es manchmal durchs Dach regnet, aber in der es sich trotzdem gut leben läßt, eine Villa, in der es demokratisch zugeht, eine Villa, die sich ein bißchen Luxus manchmal leisten kann. Aber der Dschungel um uns herum ist grausamer, als man sich vorstellen kann, und immer wieder versucht er, auch die Villa zu überwuchern. Wie kriege ich meine Metaphern jetzt wieder entmischt? Egal. Ich lebe gewissermaßen auf der Fensterbank dieser Villa, mit Blick in den Dschungel. Und ich habe wieder einmal das Gefühl, daß wir immer tiefer fallen, uns immer weiter vom Ziel entfernen, und daß eine weitere Runde in diesem endlosen, ermüdenden, nicht zu gewinnenden und erst nicht zu verlierenden Kampf eingeläutet wird.

Ich kann nur hoffen, daß ich mich irre, daß es gelingt, die Situation zu beruhigen, daß die Hamas im Gazastreifen, oh Ironie der Geschichte, die Raketen-Banden unter Kontrolle kriegt, daß die Entführten schnell gefunden werden, und daß der Vorfall an der syrischen Grenze ein Einzelfall bleibt.

Doch wie viele frische Gräber für junge Menschen – egal wo sie ausgehoben werden, hüben oder drüben, es ist schlimm.

Nachgereicht: Völkerverbrüderung in Rio Juni 20, 2014, 21:00

Posted by Lila in Land und Leute.
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Bei Aussie Dave finde ich die Aufnahmen des schönen Moments, in dem iranische Fußballfans einen israelischen Journalisten umarmen.

Man möchte einen group hug draus machen.

Der Streit um die Drei-Finger-Photos Juni 20, 2014, 9:07

Posted by Lila in Bloggen, Presseschau.
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Vor ein paar Tagen habe ich im Eintrag „Drei Finger“ Bilder gezeigt, die in Ynet und im Blog Israellycool veröffentlicht wurden. Sie zeigten offenen Triumph über die Entführung der drei Jugendlichen (von denen wir seit einer Woche keinerlei Lebenszeichen haben), in verschiedener Form: als Graphiken und Bilder von Erwachsenen und Kindern, die triumphierend drei Finger hochhalten.

Es stellte sich heraus, daß ein Teil der Bilder, die von Palästinensern schadenfroh auf Facebook gepostet wurden, gar nichts mit dem Entführungsfall zu tun hatten, sondern vor einem Jahr im Rahmen des Arab-Idol-Talentwettbewerbs aufgenommen und veröffentlicht wurden.

Ein Kommentator hat mich freundlicherweise darauf hingewiesen und ich habe sofort meine Erleichterung ausgedrückt – es ist ja immer ein bedrückendes Gefühl, wenn man sieht, wie Kinder für Propagandazwecke eingesetzt werden.

Doch Aussie Dave von Israellycool ist der Sache weiter nachgegangen und hat heute eine Klarstellung veröffentlicht: ALLE von ihm gezeigten Bilder stammen von Seiten, die mit der Entführung in Verbindung stehen. Das bedeutet: nicht etwas übereifrige Israel-Freunde haben unsachgemäßen und unredlichen Gebrauch von Kinderbildern gemacht, um harmlose palästinensische Kinder zu Plakatsäulen der Häme zu degradieren. Sondern es waren hämische, schadenfrohe Anti-Israel-Propagandisten, die Bilder von drei Finger hochhaltenden Kindern hochluden, wo sie sie nur finden konnten, um den Eindruck hervorzurufen, daß diese Triumphgeste weite Verbreitung hat.

Facebook hat inzwischen einen Teil dieser Propagandaseiten gelöscht.

Doch Aussie Dave hat noch mehr gefunden.

Selbst wenn ein Teil der vorher veröffentlichten Bilder nichts mit der Entführung zu tun hatte – diese hier haben es mit Sicherheit.

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Strammstehen und Parolen rufen lernen die Kinder ja schon in Schule und Sommerlager.

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Diese niedlichen kleinen Mädchen leben in den Niederlanden. Auf ihren Händen stehen die Namen der Entführten. Sie beweisen damit die Solidarität ihrer Eltern aus der Ferne.

Wer möchte, kann hier in den Kommentaren seinen Senf dazugeben. Ganz interessant: die arabischen Kommentaren drücken Beifall aus, die nicht-arabischen Kritik.

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Link zur Facebook-Seite

und von derselben Seite:

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Es ist, für Leser, die es nicht sofort erkennen, das Logo der Hamas, das auf ihrem Kopfschmuck prangt.

hamas log ii

Nota bene: weder Zweistaatenlösung noch friedliche Mittel zu seiner Erreichung sind Ziele der Hamas, wie das Logo in peinlicher Deutlichkeit erklärt.

Ja, ein Teil der Kinderbilder wurde zynisch mißbraucht, aber weder von mir noch von Aussie Dave, sondern von skrupellosen Anti-Israel-Hetzern. Und ja, die palästinensische Gesellschaft macht ihre Kinder zu Propaganda-Figuren, beutet ihre unschuldigen Gesichter aus, um die häßlichsten menschlichen Gefühle überhaupt, Schadenfreude, Triumph und Mitleidlosigkeit, zum Ausdruck zu bringen.

So sieht die Welt aus. Leider nicht schöner als gestern oder vorgestern.

Heute abend Juni 19, 2014, 21:38

Posted by Lila in Persönliches, Qassamticker (incl. Gradraketen).
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England spielt gegen Uruguay, ich gucke zu . Y. ist eingeschlafen. Quarta ist auf einem Geburtstag eingeladen, es war ihr letzter Schultag als Schülerin der Mittelstufe heute, und nach den Ferien wird sie nicht mehr mit denselben Kindern weiterlernen.

Die Katzen beschleichen sich – wir haben einen neuen Kater, im Gedenken an die geliebte Mini haben wir ihn Max genannt – er ist Siamese, ausgewachsen, und die Schwarzen akzeptieren ihn noch nicht – und ich achte darauf, daß sie sich nicht gegenseitig zerlegen.

Secundus guckt im Pub des Kibbuz Fußball. Primus ist mit seinen guten Freunden unterwegs.

Alles ist friedlich hier.

Über Ashkelon hat kipat barzel (die Eisenkuppel) eine Grad-Rakete abgefangen, früher am Abend fiel eine Rakete im Freien.

 

Unterdessen im Süden Juni 19, 2014, 19:35

Posted by Lila in Presseschau, Qassamticker (incl. Gradraketen).
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Die Raketen fallen weiter – fast täglich, mal Qassams, mal Grads. Es ist wieder das alte Spiel – außer uns selbst nimmt niemand sie richtig zur Kenntnis. Und auch in Israel gibt es genügend Leute, die es nicht kümmert, wie es den relativ armen Städten, Moshavim und Kibbuzim im Süden geht. Peripherie eben.

In einem der Schmuggel-Tunnels vom Gazastreifen (die ja auch, nur um das noch mal ins Gedächtnis zu rufen, für Entführungen gedacht sind und auch dafür genutzt wurden, bei Gilad Shalit) gab es eine Explosion – keine Ahnung, was da explodiert sind, aber fünf Hamas-Leute sind tot.

Wo soll das hinführen? Zu Amud Annan II? Oferet Yezuka II? Alles sehr bedrückend.

Nichts Neues Juni 19, 2014, 19:06

Posted by Lila in Land und Leute, Muzika israelit, Persönliches.
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von den drei Entführten, mein Herz ist schwer. Es gibt so viel Leid auf der Welt, keine Ahnung, wie Gott es aushält.

Gestern hat ein Kollege meines Mannes seinen Sohn begraben – einen jungen Menschen, der eine Hölle der Schmerzen hinter sich hatte, so starke Schmerzen, daß kein Mittel mehr half. Y. hat den Kollegen manchmal gefunden, wie er in einer Ecke stand und nur sein Gesicht an die Wand drückte vor Qual – wie wenig Brücken gibt es doch von Mensch zu Mensch, wir ahnen nicht, was andere durchmachen, Worte geben nur so wenig wieder, egal wie man sich bemüht. Die Welten von Schmerz, durch die andere gehen, durchdringen nur einen Teil unserer Membrane, vielleicht geht es nicht anders.

Wenn ich versuche, mich den Gefühlen anzunähern, die die Familien von Gil-Ad, Eyal und Naftali jetzt durchmachen, stoße ich an die Mauern meines Einfühlungsvermögens. Alle Krisen, die ich mit meinen Kindern durchgemacht habe (und es waren auch Grenzerfahrungen dabei), geben mir keinen Maßstab.

Ich denke an die Eltern von Verbrechensopfern, und alle Hüte der Welt reichen nicht aus, um eine Frau wie Sherri Mandell zu würdigen, die aus dem unaussprechlich bitteren Tode ihres kleinen Sohns keine Lehren des Hasses und Zorns und der Bitterkeit gezogen hat, sondern statt dessen zu seinem Gedenken, als sein Verdächtnis nur Gutes gestiftet hat.

Auch die Eltern der Drei bewundere ich über alle Worte. Daß sie noch lächeln, an andere denken, sich nicht abschotten, sich nicht zurückziehen von der Welt (wie es Aviva Shalit getan hat – jeder hat andere Wege, mit der Welt umzugehen), daß sie danken und um weitere Gebete bitten, daß sie die Welt an sich heranlassen und eine Art Alltag weiterführen — das sind Zeichen von großer innerer Stärke. Man sieht ihnen an, daß es auch der Glaube ist, der sie hält, aber es ist auch Charakter.

Was kann man tun? Die Bitten der Eltern würdigen, weiter beten, weiter hoffen, nicht gleichgültig werden, nicht vergessen, sondern die Jungen adoptieren, ihr Wohlergehen zu unserem Anliegen machen.

Ich hoffe, dieser Albtraum nimmt ein baldiges und gutes Ende, so weit es möglich ist.

Für Bilder der Aktivitäten von Zahal, mit Bildern, ist der Zahal-Blog eine gute Adresse. Ich guck immer drauf, weil ich hoffe, daß es Neuigkeiten gibt.

 

Vamos, Amos Juni 19, 2014, 14:27

Posted by Lila in Presseschau.
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Entschuldigt den blöden Kalauer, aber er mußte einfach sein 🙂

Ich hab´s schon irgendwo gehört und jetzt lese ich es bei Elder of Zion. Viele Ägypter scheuen die hohen Gebühren des qatarischen Sportsenders (dabei könnten Qataris es sich doch eigentlich leisten, ihren Zuschauern eine Runde WM zu spendieren, oder?), und gucken statt dessen lieber die Übertragungen des israelischen Fernsehens. Und zwar über den Satelliten Amos.

Auch die Libanesen gucken gern die israelischen WM-Berichterstattung, meinen aber, anti-islamische Stimmung gespürt zu haben, erzählt EoZ. Schade, daß Zuhair Bahloul nicht mehr Fußball überträgt, dann wären alle zufrieden.

Gipfel des Zynismus Juni 18, 2014, 21:29

Posted by Lila in Presseschau, Uncategorized.
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Mir reichen die Artikel im SPon und der Tagesschau, um wirklichen Weltekel zu empfinden.

spon stimmungsmache

Die Tagesschau identifiziert sich mit Mustafa Bargouti. Na ja, Julia Amalia Heyer halt.

tagesschau sippenhaft

Stimmumgsmache, kollektive Bestrafung. Als ob es keinen echten Anlaß gäbe, in Hebron und Ramallah nach den Jungen zu suchen, und nach weiteren Gruppen, die Gewalt gegen Israelis planen und vorbereiten. Die Orgie der wüsten anti-israelischen Unterstellungen, Verschwörungstheorien, Verdächtigungen tobt sich dann in den Kommentaren aus.

Einfach nur widerlich.

Selbstverständlich suchen Tausende Soldaten nach den drei Söhnen. In ganz Israel beten Menschen, ich habe heute eine Gruppe älterer Männer gesehen, die in einem Cafe zusammensaßen und beteten. Drusen und Beduinen besuchen die Familien der Entführten, um ihre Solidarität auszusprechen.

Vor dem Vortrag, den ich heute in einem Kibbuz gehalten habe,  versprach die Leiterin der Gruppe, daß sie sofort Bescheid gibt, wenn es etwas Neues gibt. Zwischendurch unterbrach sie meinen Vortrag, um den Kibbuzniks mitzuteilen, daß die SMS, die gerade an den ganzen Kibbuz gegangen ist, falsch ist – jemand verschickt falsche Nachrichten, daß die Jungen gefunden sind.

Das Land steht auf den Zehenspitzen, hält den Atem an. Alle reden davon.

In der Gruppe, vor der ich heute gesprochen habe, sind viele alte Jeckes – darunter Menschen, die als Kinder auf den letzten Drücker aus Deutschland geflohen sind. Sie haben mich gefragt, wie die Entführung in den deutschen Medien dargestellt wird. Ich habe ihnen die Wahrheit gesagt – nach pflichtschuldigem „natürlich tut man so was nicht, man setzt sich ja ins Unrecht, wenn man Teenager entführt…“ kommt wieder der Tenor: egal was einem Israeli zustößt, es wird schon keinen Verkehrten treffen.

Daß die Terror-Infrastruktur, die sich wie eine Eiterbeule wieder gefüllt hat, jetzt von der Armee angestochen wird, sieht für deutsche Journalisten wohl nach Willkür aus. Es sieht auf Bildern auch wirklich nicht gut aus. Aber in Deutschland seid Ihr ja auch nicht im Fadenkreuz der Terroristen. Da macht Ihr Euch lieber Gedanken über Syrien-Zurückkehrer, Salafisten und Jihadisten, die Euch gefährlich werden können.

Und wir machen uns diese Gedanken eben über die Terroristen, die seit Jahren einen Entführungsversuch nach dem anderen auf die Beine stellen. Daß es keine Wiederholung gibt – daß es sich einfach nicht lohnt – das ist eines der Motive für das Handeln der Armee. Diese Entführung hat eine rote Grenze deutlich, schmerzhaft und sehr weit überschritten. Das war nicht das erste Mal – aber es ist eine Kriegserklärung.

Es ist an der Zeit, daß die palästinensische Gesellschaft deutlich den Terroristen die rote Karte zeigt und eine grundlegende Abkehr von gewaltsamen Methoden stattfindet. Ohne diesen Wandel wird es keinen Frieden geben. Das Risiko ist für uns einfach zu groß. Egal wie klein es vom deutschen Fernsehschirm aus aussieht.

Während das stattfindet, fallen im Süden die Raketen – gerade wird gemeldet, daß ein Haus direkt getroffen wurde. Keine Verletzten, Shomer Yisrael war wieder zur Stelle.

Zu allem Überfluß höre ich draußen ununterbrochen Schüsse an der Grenze, in der Luft Hubschrauber. Vermutlich ist das eine Übung der Armee, die ja an der Grenze sitzt. Ich bin sofort nach draußen gelaufen, um besser zu hören, was los ist, und dann nach oben gegangen. Y. meinte, ja, er hat es natürlich auch gehört, aber was soll es schon sein? Ja, es ist eine Übung, sonst stünde ja was in der Zeitung, bei Rotter.net oder debka file.

Aber die Nerven liegen ein bißchen blank. Immerhin, ich habe die WM, die ich nachts gucke, wenn ich nicht schlafen kann.

Die Mitleidlosigkeit, die ich zu vielen deutschen Kommentaren lese, macht mein Herz bleischwer. Ich habe seit langem den Verdacht, daß die Unfähigkeit zu Empathie für allzu viele Deutsche bezeichnend ist. Ja, ich verallgemeinere – jault auf, greift mich an, erklärt mir, wie falsch ich liege. Geschenkt. Austeilen ist ja immer einfacher als einstecken. (Ja, natürlich, nicht alle – keine Ahnung, wie groß der Anteil der Gemütlosen ist.)

Zu Abu Mazens Worten: ich nehme ihm ab, daß er erschrocken ist über die israelische Reaktion. Sauer auf die Hamas oder eine Splittergruppe der Hamas, die hinter seinem Rücken plant und tut, was den Palästinensern schadet. Terror schadet den Palästinensern – ich predige das schon so lange, daß ich heiser bin. Abu Mazen sieht das in diesem Falle auch ein. Jedoch?

Seine Aussage hätte mich viel, viel mehr beeindruckt, wenn sie sofort mit Bekanntwerden der Entführung gekommen wären. So hat Abu Mazen ein paar Tage gewartet, wie sich die Sache entwickelt. Als ihm klarwurde, daß Israel jetzt wirklich, wirklich, wirklich sauer ist und die Gelegenheit nutzt, zukünftigen Terrorakten das Wasser abzugraben, und daß diese Situation Abu Mazens Position gefährdet – da hat er den Mund aufgemacht.

Ich anerkenne, daß er deutliche Worte gefunden hat, und es ist auch gut, daß Livni das anerkennt. Es ist eine Geste, mit der Abu Mazen sich nicht beliebt macht bei seinen Leuten, und ein Politiker braucht dazu Mut. Daß aus Netanyahus Umgebung nur ein müdes Abwinken kommt, finde ich ungeschickt.

Ermutigend finde ich die israelisch-arabischen Jugendlichen, die sich in sozialen Netzwerken für die Freilassung der Drei einsetzen. Das rührt mein Herz und freut mich. Jeder Beweis dafür, daß wir gemeinsamen menschlichen Boden unter den Füßen haben, ist wichtig. Vielleicht wichtiger als alles andere.

 

Eine zornige arabische Journalistin Juni 17, 2014, 23:36

Posted by Lila in Presseschau.
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macht sich Luft. Lucy Aharish sagt, Chanin Zoabi repräsentiert die israelischen Araber nicht, und der Araber auf der Straße ist gegen Gewalt und verurteilt Entführungen, Mord und Extremismus. Sie ist stinksauer, daß Zoabi so viel Medienecho bekommt und schimpft mit beeindruckender Eloquenz mit den Journalistinnen, die sie interviewen. Sie meint, Zoabi ist ein gefundenes Fressen für die israelischen Medien, und so wird der gute Name der Araber in Israel verzerrt und beschmutzt.

Ich hoffe, Aharish hat Recht. Und ich bin ihr auch dankbar dafür, daß sie so vehement auf den Tisch schlägt. Ich weiß nicht, was die Araber, die ich täglich sehe, in ihrem tiefsten Herzen denken und fühlen. Aber ich schätze, daß sie näher bei Lucy Aharish stehen als bei Chanin Zoabi. Man kann nur hoffen, daß Aharish irgendwann mal wie Shelly Yahomovitch, Yair Lapid, Micky Rosenthal, Nitzan Horovitz und Ofer Shelach den Weg vom Journalismus in die Politik findet.

Die moralische EU Juni 17, 2014, 23:17

Posted by Lila in Presseschau.
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The European Union itself issued a condemnation on Tuesday, calling for the immediate release of the teens and their safe return to their families.

Such acts can only undermine international efforts to encourage a resumption of peace negotiations,“ a statement read. „We are following developments closely and remain in constant contact with our Israeli and Palestinian counterparts.“

(Quelle Ynet). In anderen Worten: wäre es den Gesprächen förderlich, könnten die Jungens auch sterben. Die sog. Friedensverhandlungen haben sich als Wert so verselbständigt, daß sie den Wert menschlichen Lebens schlagen.

So liest sich die Meldung auf deutsch:

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton verurteilte die Entführung scharf und rief zu einer sofortigen Freilassung der drei Schüler auf. „Solche Taten können nur die internationalen Bemühungen um eine Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen untergraben„, sagte Ashton.

Israel? Excellent! Juni 17, 2014, 20:40

Posted by Lila in Land und Leute, Persönliches.
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so rief ein kräftiger iranischer Fußballfan begeistert, als sich ihm der israelische Journalist vorstellte, und küßte ihn auf beide Wangen. Ein anderer kam hinzu und rief: we are brothers! there is no problem between us!, und ein junges Paar lächelte in die Kamera: sie ist jüdisch, hat Familie in Israel. Israel! good! meinten sie alle.

In einer Welt des Wahnsinns, die manchmal über mir zusammenschlägt, war es richtig nett, normale Iraner zu sehen, die in Brasilien Fußball gucken und feiern und keine Berührungsängste haben (wie so viele iranische Sportler sie hatten, als sie sich weigerten, gegen israelische Sportler anzutreten).

Ich höre auch den iranischen Akzent gern. Vorgestern hatte ich ein nettes Erlebnis mit so einem Akzent. Ich habe ja immer so einen langen Heimweg – es dauert gute drei Stunden, bis ich von der Arbeit wieder zuhause bin. Vorgestern war es besonders nervig, weil ich eine Verbindung verpaßt hatte und in Nahariya  zwei Stunden auf den nächsten Bus warten mußte. Normalerweise macht mir das nichts aus, ich setze mich mit dem Laptop oder dem Kindle ins Aroma und trinke einen Kaffee und warte, aber vorgestern war mir so heiß und meine Tasche so schwer, daß ich mich nicht bis dahin schleppen wollte.

Kurz, ich stand entnervt, ermüdet und mit Kopfschmerzen an der Bushaltestelle und überlegte mir, wie ich jetzt die zwei Stunden totschlage. Da hielt ein altes, etwas schäbiges Taxi neben mir. Ich schüttelte den Kopf – ich hatte gerade noch das Geld für den Bus im Portemonnaie. Ein freundlicher alter Mann rief mir durchs Fenster zu, er nimmt mich auch so mit. Einen jungen Mann lud er auch ein. Ich lehnte mehrmals ab, aber er lächelte und meinte, kein Problem, er sieht mir an, daß ich reif für zuhause bin.

Und so kletterte ich ins Auto. Ich rief natürlich bei Tertia an, die mit einem Geldschein auf mich wartete, den der nette Mann gar nicht annehmen wollte.  Er erzählte mir, daß er längst Rentner ist und seine sieben Söhne immer sagen, er soll aufhören mit dem Taxi. Aber er sammelt gern Leute auf. Den ganzen Weg plauderten wir, das heißt, er erzählte mir Schwänke aus seinem Leben und ich hörte gern zu. Sein altes Taxi zuckelte in Schrittgeschwindigkeit die Hügel hoch, wer uns nicht überholen konnte, hupte, aber der alte Mann fuhr sehr sicher. Er fragte mich auch: na, wie fahre ich für mein Alter?, und ich lobte ihn – wenn alle so führen wie er, gäbe es keine Unfälle.

Er ist in Persien geboren und als junger Mann 1950 nach Israel eingewandert. Er erzählte mir seine Erinnerungen aus der Synagoge seiner Stadt, als er Kind war. An die Menschen in seinem Geburtsland hat er gute Erinnerungen. Er hat in den 50er Jahren in einem Kibbuz gearbeitet, aber nach seiner Heirat sich mit dem Taxi selbständig gemacht.

Er brachte mich bis nach Hause, und wir unterhielten uns noch ein bißchen, bis Tertia mit dem Geld kam.

Ich mag solche Zufallsbekanntschaften so gerne und höre alten Menschen gern zu. Durch meine ständige Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel habe ich solche Erlebnisse gar nicht so selten. So hat alles sein Gutes.