jump to navigation

Und dieser Herr Juni 26, 2014, 19:27

Posted by Lila in Presseschau.
trackback

ist ein Arschloch. 

 

Kommentare

1. willow - Juni 26, 2014, 19:33

Daran habe ich seit Jahren keine Zweifel … 😦

2. Sieglinde Wuttke - Juni 26, 2014, 19:38

Arschloch ist für ihn noch geschmeichelt!

3. Georg B. Mrozek - Juni 26, 2014, 19:58

„Arschloch“ – BRAVO! Das darf man sagen, absolut und überhaupt! Dieser Schnösel …

4. heplev - Juni 26, 2014, 19:59

Dieses Arschloch ist kein Herr.

5. Noa - Juni 26, 2014, 20:04

Lila, ich fasse es nicht. Ich denke immer schlimmer kann es nicht werden, aber es kann…
Noa

6. wollecarlos - Juni 26, 2014, 20:15

:Ich kenne (mindestens!) noch eins….

7. Malte S. Sembten - Juni 26, 2014, 20:24

Yes, indeed.

8. Claudio Casula - Juni 26, 2014, 20:31

Frau Käßmann meint, die Alliierten hätten sich im Zweiten Weltkrieg genauso schuldig gemacht wie die Deutschen, und Herr Augstein meint eben, die Jagd nach Terroristen sei ebenso schlimm wie der Terrorismus selbst. Oder schlimmer. Wir reden ja hier nicht von Rechtsextremisten, die Ausländer töten, sondern von Arabern, die Juden ermorden. Und das ist natürlich nicht das gleiche. Also, für Augstein.

9. Lila - Juni 26, 2014, 20:40

Wohlgemerkt: der Spiegel titelt über Isis-Terroristen und benennt sie als gefährlich.

Jedoch: Terroristen, die Israelis bzw Juden ermorden, sind keine Terroristen, sondern Freiheitskämpfer. Vielleicht Extremisten. Vielleicht Militante. Oder gleich unschuldig.

Während bei Augstein das T-Wort nicht vorkommt. Es gibt Palästinenser. Hamas-Leute. Hardliner (auf beiden Seiten selbstverständlich). Aber Terroristen? Ma pitom.

10. urideg - Juni 26, 2014, 20:46

Liebe Lila,
Du neigst zu Untertreibungen.

Verwiesen sei auf diverse diesbezügliche Beiträge auf Publikative.org, in denen Augsteins pathologisch-bösartige Mischung zwischen antisemitischem Furor und antiisraelischer Demagogie immer wieder analysiert worden ist:

Augsteins Israelkritik: Eine Frage der Obsession:
http://www.publikative.org/2012/12/31/augsteins-israelkritik-eine-frage-der-obsession/

Jakob Augstein und die neue “Menschenrasse”
http://www.publikative.org/2013/01/29/augstein-und-die-entdeckung-einer-neuen-menschenrasse/

Die Unfähigkeit Antisemitismus zu begreifen
http://www.publikative.org/2013/01/10/deutschland-kein-antisemitismus-nirgendwo/

Was hat Augstein eigentlich geschrieben?
http://www.publikative.org/2013/01/04/was-hat-augstein-eigentlich-geschrieben/

Augstein, Pirker und die “Cui bono?”-Frage:
http://www.publikative.org/2012/09/24/deutsches-abc-augstein-birker-und-die-cui-bono-frage/

Und Wiglaf Droste hat über Augstein und Co. ein treffendes Gedicht verfasst:

„Ich höre sie jammern,
sie dürften als Deutsche
in Deutschland nichts gegen
Israel sagen.

Das dürfen sie aber,
es tun auch fast alle,
und können dann nicht mal
ein Echo vertragen.

Das Ärgste an allem
Germanengegreine
sind das etwa Gallen-?
Nein: Aug-Martensteine.“

11. urideg - Juni 26, 2014, 21:13
12. Hein - Juni 26, 2014, 21:26

Broder hat über Friedmann gesagt, und dies gilt auch für Augstein: „Er ist kein Arschloch, er ist ein Riesenarschloch!“

13. Adam Poznanski - Juni 26, 2014, 21:29

Nein – denn ein A…… erfüllt eine sehr wichtige Funktion. Hingegen ist dieser Herr gänzlich überflüssig.

14. levrak - Juni 26, 2014, 21:39

überflüssig und bereit für die Klospülung.

A.mOr.

15. charly - Juni 26, 2014, 21:41

Aber Lila,
nicht dass ich Dir in diesem Punkt wiedersprechen wollte,
aber im Gegensatz zu seinen sonstigen Ergüssen finde ich sein Fazit gar nicht so schlecht:
„Es ist Zeit zum Rückzug. Wer Israel und Palästina helfen will, sollte sich abwenden.“
Wenn er sich daran halten sollte – Danke!
Wenn Kerry sich daran hält, Moshe Yaalon würd ihm noch den Friedensnobelpreis zugestehen 🙂 .
Stell Dir vor Baroness Ashton würde sich um gaanz andere Dinge Sorgen machen als seither.

Der Vorschlag ist das Positivste, was ich je von dem Typ gelesen hab. Mal sehen, wie lange er es aushalten kann. 😉

16. Rika - Juni 26, 2014, 21:50

Ich stimme dir aus tiefstem Herzen und in voller Überzeugung zu. Bin zur Zeit nur sehr, sehr beschränkt internet-schreibfähig, hätte sonst schon eine gehörige Portion Senf zum Thema „deutsche Medien berichten über die Entführung israelischer Kinder / Jugendlicher“.

17. urideg - Juni 26, 2014, 21:51

@Hein: Na, ich glaub da irren Sie sich etwas, was die Protagonisten betrifft: „Sarrazin und Broder in London: „Einlassung mit Arschloch, Doppelarschloch und Superarschloch““

Auszüge aus dem Dialog zwischen Broder und einem offenkundig in London lebenden deutschen Studenten:
„Student zum Moderator: „Im Panel ist keine gemäßigte Position vertreten.“

Broder: „Ich vertrete eine gemäßigte Position. Es sind Sie, die keine gemäßigte Position vertreten.“

Student: „Ach ja?“

Broder: „Ja, Sie sind ein ungemäßigtes Arschloch!“

Student: „Sie bezeichnen mich also als Arschloch?“

Broder: „Ja, Du bist ein ungebildetes Riesenarschloch!!!“

– Unruhe im Publikum –
Broder: „Du mit deinen Positionen bist ein blöder Lümmel (Pause), du bist ein linker Penner!“
– Unruhe –
Student: „Würden Sie mir nochmal ins Gesicht sagen, dass ich ein Arschloch bin?“

Broder (wiederholt vier bis fünf mal): „Du bist ein ungemäßigtes doppeltes Riesenarschloch.“

Dann habe Broder den Studenten noch als Mitglied der Waffen SS und der Stasi bezeichnet.
Auf Nachfrage von Tagesspiegel.de schreibt uns Henryk M. Broder, dass die Darstellung „einigermaßen richtig, aber unvollständig“ sei.

http://www.tagesspiegel.de/politik/sarrazin-und-broder-in-london-einlassung-mit-arschloch-doppelarschloch-und-superarschloch/3846826.html

Eine Ergänzung scheint sich jedoch aufzudrängen: Das Simon-Wiesenthal-Zentrum hatte Augstein im Ranking der gefährlichsten Antisemiten des vergangenen Jahres auf Platz 9 gesetzt.
Nun, dabei dürfte es sich um eine Fehleinschätzung gehandelt haben. Im kommenden Jahr dürfte Augstein (diese bizarre Mischung zischen Augstein sen. und Walser) eine höhere Platzierung erreichen. Aber darauf wird er stolz sein…

18. caruso - Juni 26, 2014, 22:09

Unser aller Augstein ist nicht nur e i n Arschloch, sondern mindestens fünf Dutzend. Weltrekord?
lg
caruso

19. ? im Kopf - Juni 26, 2014, 22:18

So, jetzt hat die ganze Stammtischrunde mit der Faust auf den Tisch gehaut und alle sind sich einig. Jetzt fehlt nur noch der wertvolle Beitrag von Mike Hammer, und dieser Blog hat das Niveau von Aro1

20. G. - Juni 26, 2014, 22:19

Kompromisslos. Authentisch. Gradlinig. Ich liebe Broder.

21. urideg - Juni 26, 2014, 23:14
22. urideg - Juni 26, 2014, 23:18

„Narzisstisch, arrogant und ohne Empathie“, so titelt der Spiegel einen Abschnitt über einen bekannten britischen Schauspieler – welcher sich (spätestens) posthum als ein Ungeheuer gezeigt hat. All dies gilt auch für Augstein. Er ist eine populistisch-primitive, gefühlskalte, zynische antisemitische Dreckschleuder.

23. Jean - Juni 26, 2014, 23:59

Und ich habe immer gedacht, daß die links-liberale Geisteshaltung eines Augstein und die damit einhergehende Weltsicht gut zur Atmosphäre dieses Blogs paßt. Im Kibbuz wäre das israelische Kulturpendant zum Spiegel bestimmt mit Begeisterung gelesen worden. Und jetzt wundert man sich, daß dieses Schmierenblatt nicht die wertkonservative Kurve kriegt und für die Realität nur skurrile Deutungsmuster liefert …

24. jim55555 - Juni 27, 2014, 1:27

dieser Herr ist ein Arschloch

ja

25. urideg - Juni 27, 2014, 7:41

@ Fragezeichen :-): Zsuzsi schreibt auf ihrer Facebookseite: „Boker tov Israel, good morning world;yesterday demonstrations in the West Bank hundreds, maybe thousands shouting „more kidnapping of Jews“ again and again!!!“
Na, da gibt´s doch jemand der gerne „dabei“ gewesen wäre – aber da hätte er vielleicht doch Bedenken gehabt, dies „unmittelbar“ zu sagen…

26. Lila - Juni 27, 2014, 7:55

Ich weiß nicht, wer Zsuzsi ist, aber ich habe die Reportage gestern gesehen. Eine ältere Palästinenserin ist an Herzschlag gestorben, während israelische Soldaten das Nachbarhaus durchsuchten. Die Familie rief um Hilfe, israelische Sanitäter versuchten sie zu retten, aber es war zu spät.

Zum Dank behauptete die Familie nun, die Frau sei aus Schreck und Gram über die Gräueltaten der IDF gestorben.

Bei ihrer Beerdigung brüllte die trauernde Menge: mehr Juden entführen! mehr Juden entführen!

Noch eine Geschichte, die in deutschen Medien taktvoll verschwiegen wird.

27. urideg - Juni 27, 2014, 8:06

Zsuzsi S. stammt aus Budapest, sie hat in Wien studiert, lebt seit langem in Kefar Menachem, Hadarom. Ich „kenne“ sie über Facebook.

Zum „jungen“ Augstein: Er wird die Wissenschaft befruchten – ihm zu Ehren wird man in der Fachdiskussion über Antismeitismus den Begriff des „leidenschaftlichen Antisemitismus“ hinzufügen müssen.
Allein die Leidenschaft, mit welcher er betont, das er NIEMALS israelischen Boden betreten wird…

28. anti3anti - Juni 27, 2014, 9:55

Augstein ist ein Antisemit. Seine Gedanken werden von Haaretz inspiriert. Selbst Augsteins antisemitischen Anhänger loben die große liberale israelische Tageszeitung.

29. ? im Kopf - Juni 27, 2014, 10:28

Ist dann folgerichtig Shimon Stein, ehemaliger israelischer Botschafter in Deutschland, auch ein Arschloch?

Augstein reproduziert im Prinzip nur, was er in diesem Artikel schreibt.

http://www.juedische-allgemeine.de/article/print/id/19452

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/19452

30. willow - Juni 27, 2014, 10:45

@29. ? im Kopf

Se sollten sich noch mal den Augstein-Beitrag durchlesen …

31. Lila - Juni 27, 2014, 11:36

Jetzt weiß ich wenigstens, worauf sich das ? bezieht.

Daß der Unterton ein tip-tipale anders klingt, ist Dir aber schon aufgefallen…????

32. willow - Juni 27, 2014, 11:40

Wenn unbeding ein Arschloch gesucht wird ….

By Gideon Levy in Haaretz

The world is sick of Israel and its insanities
Israel is discovering that it’s no longer the center of attention as it always was before

What a cruel world: Three yeshiva students were kidnapped, and the world isn’t interested; three mothers are crying out, and the world doesn’t answer. It’s all because the entire world is against us; it’s anti-Semitic and hates Israel. The Anti-Defamation League is already preparing a report. But the truth is, that’s just the way things are: When you openly thumb your nose at the world for years on end, eventually, it thumbs its nose back.
The three mothers went all the way to Geneva. One of them went abroad for the first time in her life to go to the United Nations Human Rights Council. But the world, and the council, went on their merry ways. It’s the irony of fate: About two years ago, Israel officially suspended cooperation with that council; together with the Marshall Islands, Palau and the U.S., it opposed the council’s very establishment. But now, in its distress and the mothers’ distress, it has turned to the council, which is indeed hostile to Israel and spends more time on it than on any other country. Suddenly, Israel needs the world. It even needs the UN, which all of a sudden isn’t the worthless body Prime Minister David Ben-Gurion once termed it.
It takes considerable effrontery to demand that the world interests itself in the fate of three abducted Israelis, and considerable chutzpah to be disappointed by the fact that it has kept silent. Granted, Israel tried to move heaven and earth, and its ambassador/propagandist at the UN gave a moving speech in an effort to scrape up a few more public diplomacy points against Hamas. But once it was paying attention already, that bizarre world was more interested in the campaign of collective punishment imposed on thousands of West Bank residents after the kidnapping.
That’s the way things are with the world-that’s-entirely-against-us: It’s more interested in the half-century-old occupation; it’s more upset over the fate of three million Palestinians than the fate of three Israelis. The world has no lack of kidnapping victims, but none of them ever got the attention received by kidnapped soldier Gilad Shalit. With the three current kidnap victims, however, Israel no longer had a chance. Over the last two weeks, which I spent in Sweden, I didn’t run across a single mention of the abduction in the media. Not one.
That’s what rotten fruit looks like. The world has no reason be more interested in the fate of Naftali Fraenkel, Eyal Yifrah and Gilad Shaar than it is in the fate of their age mate Mohammed Dudin, a boy of 15 who was killed by live fire from Israeli soldiers in Dura last Friday.
It has no reason to be especially moved by the haunting words of Rachel Fraenkel, who related that her Naftali is a good boy who loves to play guitar and soccer, when Mohammed was also a good boy, who helped his father build their house during his school vacations and sold sweets to help support his family. Rachel wants to hug Naftali? Jihad, Mohammed’s bereaved father, also wants to hug his son. Incidentally, nobody brought him to Geneva. He remained alone with his mourning, at the wretched house whose construction hasn’t yet been finished, and perhaps never will be.
The world is a mess, as they say. In Iraq, Nigeria, Syria and even Ukraine, the situation is far crueler. Yet the complete lack of interest in the kidnapped Israelis doesn’t stem from that alone. It’s impossible to demand sympathy from the world when Israel ignores the world’s decisions; it’s impossible to demand action when Israel is perpetuating the occupation; and it’s impossible to demand solidarity with the fate of Israeli victims when that same victimized Israel continues to kill, wound and arrest innocents as a matter of routine.
Now Israel is discovering that it’s no longer the center of attention as it always was before, and that the fate of its kidnapping victims no longer stops the world in its tracks, not even in the United States. The world is sick of Israel and its insanities. Unfortunately, the world has also lost interest in what happens here. When Israel was a more just country, the world identified with its victims. It continued to do so even when Israel became less just. But now, when Israeli rejectionism is hitting new heights and its oppression of the Palestinians is returning to what it was during the very worst periods, the world has started getting tired of it all. Even the kidnapped Nigerian girls interest it more.

http://www.haaretz.com/opinion/.premium-1.601243

33. spreemaradona - Juni 27, 2014, 11:46

Ich versuche mal das Positive aus dem Artikel herauszulesen: Er will sich von Israel und „Palästina“ abwenden. Wäre nicht das Schlechteste…

34. caruso - Juni 27, 2014, 12:48

Ja, die IDF begeht Greueltaten (dafür sind sie ja weltweit bekannt) und die Hamas ist ein Haus der Liebe. Kotz…
lg
caruso

35. ? im Kopf - Juni 27, 2014, 12:58

gideon Levy macht einfach auf eines aufmerksam: warum soll man von der Welt Empathie verlangen, wenn man selber für die „Kollateralschäden“ der Suche, sowohl die 5 Toten, die Verletzten, als auch die wirtschaftlichen Verluste, die wirklich Unschuldige treffen, keinerlei Mitgefühl aufbringen kann?

36. levrak - Juni 27, 2014, 13:44

#35 – ? im Kopf

„… warum soll man von der Welt Empathie verlangen, wenn man selber für die “Kollateralschäden” der Suche, sowohl die 5 Toten, die Verletzten, als auch die wirtschaftlichen Verluste, die wirklich Unschuldige treffen, keinerlei Mitgefühl aufbringen kann?“

Niemand will geheuchelte Empathie „einer Welt“, die es nicht nachvollziehen kann, daß Eltern um das Wohl ihrer entführten Kinder bangen!
Keine geheuchelte Empathie von „einer Welt“, die es nicht nachvollziehen kann, daß man in Israel alle Hebel in Bewegung setzt, um die entführten Kinder aus den Klauen übelster Schurken zu befreien!

Die „Empathie“ für die Verbrecher/Entführer indes, und für jene die sie decken, scheint nicht geheuchelt.

 Man entdeckt und kultiviert das Herz für die Menschenfeindlichkeit und nennt es Menschenrechts-Verteidigung.

A.mOr.

37. Chajm - Juni 27, 2014, 14:37

@Lila: Ist der kurze Artikel so etwas wie ein verbaler Tiefpunkt? Mit Dreck nach denen werfen, denen man das vorwirft? Populismus statt sachlicher Auseinandersetzung? Bedauerlich, dass Du es jetzt mit diesem Handwerkszeug in den Ring gehst?

38. David - Juni 27, 2014, 15:15

@Chajm: Was heißt „verbaler Tiefpunkt“? Kann einem nicht mal die Galle überlaufen? So daß man sagt, was zu sagen ist?

Mir kommt schon die Galle hoch, wenn ich beim Scrollen nur den Namen lese, dann frage ich mich, „willst du wirklich schauen, worüber er schreibt?“ Heute morgen habe ich einen Fehler gemacht und dies getan.

Auch die FAZ reiht sich in die Reihe der Hetzblätter ein. Vor einiger Zeit, vielleicht zwei, drei Jahre her, schrieb Lorenz Jäger einen Artikel „Die Kinder von Kirijat Schmoneh“. Ich habe daraufhin die Zeitung abbestellt (ich war vielleicht 25 Jahre Abonnent), mit Brief natürlich an die Herausgeber. Und seither lese ich Lorenz Jäger nicht mehr.

Rößler von der FAZ ist auch so einer. Nicht zu lesen. Er hat diesen Job wohl nur, um seinem Antisemitismus (oft sehr unterschwellig) als „Fachmann vor Ort“ freien Lauf zu lassen.

Übrigens: Was hätte Augstein gesagt, wäre eines seiner Kinder entführt worden? Aber wahrscheinlich hat er keine.

39. levrak - Juni 27, 2014, 15:17

Chajm, auch Lila ist ein Mensch, dem die Hutschnur platzen kann.
Zu unrecht? Glaubst Du, wir werden mehr respektiert sein, wenn wir uns jede menschliche Regung verkneifen?
Klar meinst Du es gut.

A.mOr.
Šabat šalom.

40. levrak - Juni 27, 2014, 15:24

Oh, stimmt. Als „verbalen Tiefpunkt“ würde ich das auch nicht bezeichnen.
Eher: kurz, knapp, stimmt!

A.mOr.

41. Lila - Juni 27, 2014, 15:27

Nun, Chajim, dann setz DU Dich doch mal sachlich mit dem Zeugs auseinander, das der Augstein schreibt.

Ich meine, ich hätte in den letzten Jahren genügend sachliche Analysen mit Beweisen geliefert. Augstein ist mir das nicht wert. Verlorene Lebenszeit.

Aber wenn ich sage, der Mann ist ein Arschloch, dann habe ich Grund dafür. Sein Artikel ist pure, hetzerische Stimmungsmache gegen Israel.

42. Lila - Juni 27, 2014, 15:28

Und noch etwas – ich benutze höchst selten Kraftausdrücke. Ich hab von meinem Bruder noch ein paar schlimmere Wörter als Arschloch gelernt. Der totale Tiefpunkt ist also noch nicht erreicht!

43. G. - Juni 27, 2014, 15:32

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
„Wenn unbeding ein Arschloch gesucht wird ….

By Gideon Levy in Haaretz …“
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

Weiss nicht ob Gideon Levy für diesen Artikel der genannte Titel gebührt. Immerhin argumentiert er.

Von Amerikanern habe ich anderes zu hören bekommen. Ich kannte ja nur die kalte Asche des Antisemitismus hierzulande. Und dachte, das wär’s. Die heisse Flamme habe ich erst von einem Amerikaner ins schon ältere, staunende Gesicht (mit aufgerissenem Mund!) geblasen bekommen. Vergesse ich nie.

Da öffneten sich die Öfen, da wurde schlagartig Verständnis geschaffen für das, was einmal war. Kommt von hier. Ist mit den Schiffen mitgereist. Und brennt dort noch so heiß, wie eh und je, eben unschuldig an jeder erstickenden Shoa, nicht solchermassen verurteilt in jahrhundertelangem Gebrabbel und Gegrummel an seiner eigenen Erbärmlichkeit langsam zu vergehen. Nein, es brennt dort noch. Lodernd heiß und erstaunlich.

Bei derartiger Unterhaltung mit einem Amerikaner, da wird der Raum geknickt. Die Gesetzmässigkeit kontinuierlicher Zeitabfolge tritt zurück, der Tontaubenstand verblasst – schlagartig zugunsten des Dritten Reiches, Bergen-Belsen, Treblinka, die Versteigerung des Eigentums des Nachbarn, alles … wird greifbar, kommt näher, wird fühlbar. Gespenstisch realistisch. Real.

Und erst, wenn er geht, der Spiegel eigener Vergangenheit, wenn es lang schon aufgehört hat, dieses Gespräch, der Schweiss läuft Dir kalt den Nacken runter, es ist nicht real, Du bist es nicht, es war. Es war. Es ist vorbei. Lang vorbei. Kommst Du langsamwieder zu Dir. Zurück zu den Tauben.

Da war keine Argumentation. Blanker Hass. Furienhaft und auf das Schärfste ins gegenüberliegende Gesicht brüllend erbrochen. Gesund konnte das nie sein. Hätten wir je auf Psychohygiene geachtet, wäre es kaum soweit gekommen. Nicht um der Juden willen. Nicht um anderer Willen. Allein der eigenen Kinder wegen. Solcher Hass prägt alles. Selbst den liebevollsten Kuss. Undendlich schade.

Aber … ein Amerikaner ist kein Antisemit, profitabel erscheinende Staaten werden erobert um dort die Menschenrechte durchzusetzen und Demokratie zu etablieren und der Nazarener hat die Welt gerettet. Das schnelle Geld rechtfertigt weiterhin im Namen der nun aktuellen Wirtschaftsordnung alles und bald kommt Coca-Colas Weihnachtsmann wieder auf Erden. Friede, Gideon Levy. Du kannst nichts dafür.

44. G. - Juni 27, 2014, 15:39

… und um mich der sicherlich folgenden Klage als Beklagter solidarisch anzuschliessen: Im Gegensatz zu manchem linken Arschloch!

45. Chajm - Juni 27, 2014, 15:57

@Ja – das habe ich befürchtet, dass es noch schlimmer geht.
Ich würde nicht ernsthaft behaupten, Augstein hätte Recht. Aber nur weil er kein Recht hat, gibt es einem nicht das Recht, ihn derartig zu beschimpfen. Ich habe den Satz כל הכועס, כל מיני גיהנם שולטין בו im Kopf.

Aber ich beobachte, dass das gut ankommt und das ist auch eine Art Rechtfertigung.

46. Peter Sichrovsky - Juni 27, 2014, 16:06

‚Es gibt kein Argument gegen die Dummheit‘ sagte einst ein Philosoph, wozu also darüber aufregen….

47. ? im Kopf - Juni 27, 2014, 17:17

Daumen hoch, Chajm, du sprichst mir aus dem Herzen!

Abgesehen davon, dass der verwendete Ausspruch eine Ehrenbeleidigung ist, dass daneben sein Bild ohne Genehmigung verwendet wurd, und dass Lila somit, wenn Herr Augstein keinen Sinn für Humor hat, eine Klage aus besagten Gründen riskiert, spricht es auch gegen das geistige Niveau des Schimpfers, wenn er es nicht schafft, das Gleiche ohne Verwendung von Veralinjurien auszudrücken.

Und es steht natürlich auch im Widerspruch zur Politik der Blog-Autorin, die immer wieder behauptet, dass Kraftausdrücke sie stören…

48. Lila - Juni 27, 2014, 17:29

Chajm und die Dame mit den vielen Pseudonymen – es ist mir schlicht egal, was Ihr von mir denkt.

49. Lila - Juni 27, 2014, 17:36

Kein neuer Artikel, aber immer wieder aktuell: Matthias Küntzel über Augstein.

Wirklich erschreckend, was man alles von sich geben darf und sich nach wie vor als respektierter Journalist gebärden…

Der Schlüsselsatz:

36 Prozent der in Deutschland Befragten stimmten 2008 der Aussage: „Bei der Politik, die Israel macht, kann ich gut verstehen, dass man etwas gegen Juden hat“ zu. Augsteins Kommentare tragen dazu bei, diesen Prozentsatz zu erhöhen.

50. Chajm - Juni 27, 2014, 17:49

Das Ende der Freundlichkeit war aber schnell erreicht?

Wir »kennen« uns schon etwas länger – ich will nur sagen, dass ich zur Vorsicht aufrufe und zu einem Mindestrespekt, auch damit man den eigenen Standpunkt nicht untergräbt. Treibst Du das Blog an oder treibt es mittlerweile Dich an?

51. Lila - Juni 27, 2014, 18:03

Welche Freundlichkeit? Dein Beitrag Nr. 37 vielleicht?

Es mag Dir nicht aufgefallen sein, aber ich greife normalerweise nicht zu „Veralinjurien“, wie Deine Mitstreiterin sie nennt.

Wenn ich aber dazu greife, dann kannst Du davon ausgehen, daß eine Grenze überschritten ist.

Ich dokumentiere seit Jahr und Tag, wie deutsche Medien, besonders der SPon, Israel systematisch und konsequent negativ darstellen, wobei sie sich immer wieder übelster alter Denkmuster bedienen.

Augstein ist ein mächtiger Mann beim Spiegel.

Diese Kampagne gegen Israel ist kein Zufall.

Wirklich, ich weiß nicht, wie oft Du hier reinguckst, unsere Themen überschneiden sich nicht, und vielleicht ist es Dir nicht klar, wie viel Gülle ich im Laufe der Jahre analysiert habe und versucht zu entkräften.

Damit habe ich mir eine endlose Reihe höchst unangenehmer Trolle eingehandelt und Ärger ohne Ende. Mir vorzuwerfen, daß ich populistisch blogge, ist einfach nur dumm. Den Juden bin ich zu christlich oder zu säkular, den Christen zu pro-israelisch, den Konservativen zu links und den Linken zu links-kritisch. Den Araberhassern bin ich zu araberfreundlich, den Araberfreunden zu israelisch.

Die einen werfen mir vor, daß ich für den Abzug aus dem Gazastreifen war und nach wie vor finde, daß er richtig war. Ach, ich kann gar nicht aufzählen, wie viele Vorwürfe aller Arten schon gekommen sind. Das hat man eben davon, wenn man seine Meinung laut genug sagt.

Normalerweise, und das weiß auch unsere Ober-Heuchlerin genau, bremse ich die Kommentatoren, die sofort mit Kotzeimern, Antisemitismus-Vorwürfen und anderen kräftigen Worten gelaufen komme.

Wer mich kennt, kann aus obigem Eintrag nur einen Schluß ziehen: daß Augstein tatsächlich ein Arschloch ist. Sonst hätte ich es nicht gesagt.

Er orchestriert eine bösartige Kampagne gegen Israel, die jeden Tag bösartiger wird.

Ich wünschte, er würde mich verklagen! Ich wünschte, ich hätte mal die Gelegenheit, mit diesem Giganten der Meinungs-Presse die Klingen zu kreuzen.

Aber das sind nur Eure Wunschträume, daß ich einen Brief vom Rechtsanwalt kriege, weil ich in meinem Blog, SHOCK!, tatsächlich Augstein ein Arschloch genannt habe und ein paar hundert Leute das gelesen haben.

Ich bin so eine Amöbe, ich kann mir leisten, meine Meinung zu sagen.

Und das werde ich auch weiterhin tun.

52. wollecarlos - Juni 27, 2014, 18:03

Wenn man sagt, Augstein (also der Lebende) sei ein Arschloch, dann gibt man nicht irgendwelchen Emotionen seinen Lauf, sondern beschreibt einen Fakt!

Ein Arschloch sondert Unappetitliches ab, etwas, was stinkt, wie Gülle, etwas, das man -außer man befindet sich in noch in der analen Phase nach Freud- überwunden haben sollte, wenn man erwachsen wurde.

Gaaaaanz wissenschaftlich!

53. wollecarlos - Juni 27, 2014, 18:07

51. Lila – Juni 27, 2014, 18:03

„ich kann mir leisten, meine Meinung zu sagen.
Und das werde ich auch weiterhin tun.“

Ja, bitte !

54. urideg - Juni 27, 2014, 18:08

Augstein war „seinerzeit“ zu feige, sich mit Broder (seinem ehemaligen Kollegen vom Spiegel) zu einer Diskussion zu treffen.
Ich habe ausreichend Links / Beiträge genannt, in denen Augsteins platter, verlogen argumentierender Vulgär-Antisemitismus analysiert worden ist. Dies genügt.

55. urideg - Juni 27, 2014, 18:39

Und hier der neue Beitrag aus der Jüdischen Allgemeinen über das Berliner Symposium »Gebildeter Antisemitismus – eine Herausforderung für die Zivilgesellschaft«; ich hatte darauf kürzlich verwiesen.
Auch in diesem Beitrag wird die Kontinuität des antisemitischen Diskurses in der „Familie Walser“ beschrieben. Hierzu wurden hier bereits verschiedentlich Beschreibungen wiedergegeben.
Ein Auszug hieraus:
„… Ein halbes Jahrhundert später wird am Bodensee ein Mann geboren, der erst Wehrmachtssoldat, dann Schriftsteller wird. Er schätzt Treitschke »als Historiker«. Er fühlt sich von Auschwitz und den Juden in seinem Deutschsein und Nationalgefühl belästigt.
Jedenfalls wünscht er einem von ihnen den Tod. Zwischendurch zeugt er einen Sohn, der in Kolumnen schreibt, dass sich Berlin beugt, wenn Jerusalem anruft. Dieser Sohn hat eine Halbschwester, die als Redakteurin bei einer renommierten Tageszeitung arbeitet. Diese Zeitung leistet sich in jüngster Zeit gleich vier »antisemitisch deutbare Ausrutscher«. Für einen von ihnen ist diese Redakteurin direkt verantwortlich. Dass diese Kontinuitäten deutschen Denkens aber auch immer so verdammt kontinuierlich sein müssen.“

56. anti3anti - Juni 27, 2014, 18:55

Heute habe ich einen Beitrag von Uri Avnery erhalten. Ganz A***loch! Wer schreibt von wem ab?

57. urideg - Juni 27, 2014, 19:43

Nee, es hat wenig Sinn, Avnery und Augstein in einem Atemzug zu nennen. Das ist populistische Polemik. Wie Ihnen gewiss bekannt haben Avnery und Rudolf Augstein ein Jahr lang in Hannover die gleiche Schule und die gleiche Klasse besucht. Avnery war der einzige jüdische Schüler dieses Gymnasiums (so schreibt Avnery), seine Eltern verstanden sich bereits seinerzeit als Zionisten, erkannten die Gefahr – und flohen nach Palästina.

Jakob Augstein hingegen ist ein schlichter, populistischer Geist, der rinks und lechts immer wieder verwechselt, der von einem antisemitischen und antiisraelischen Furor angetrieben wird, welcher zweifelsohne gleichermaßen seiner Familiengeschichte wie auch der deutschen Geschichte „geschuldet“ ist. Augstein hat mehrfach betont, dass er (als Deutscher) niemals israelischen – sprich: jüdischen – Boden betreten wird; offenkundig fürchtet er als Antisemit eine Infizierung… Avnery hingegen, der früher viele interessante Dinge geschrieben hat und heute doch eher als Grantler und Rechthaber auftritt, hat immer wieder betont, dass er nur in einem Land leben möchte und kann: In Israel 😉

Da Sie als bekennender Linker gewiss gerne die taz lesen möchte ich Ihnen meinen geistigen Freund Deniz Yücel (Deniz for president!!!) empfehlen: Im Höhepunkt der ersten Augstein-Debatte hat er einen famosen Beitrag beigesteuert: „Mit fettarschiger Selbstzufriedenheit. Die Sache mit dem „kriddischen Dschornalismus“ oder warum fast alle deutschen Journalisten Jakob Augstein so inbrünstig verteidigen“ ist er betitelt – und so famos und freigeistig formuliert, dass ich glatt ein wenig neidisch werden könnte.

Und am Ende formuliert Deniz:
„… Und bei Augstein findet sich alles, was den zeitgenössischen Antisemitismus ausmacht: Von der manisch-obsessiven Beschäftigung mit Israel bis zu den einseitigen Schuldzuweisungen, die Israel als Weltbrandstifter erscheinen lassen; von einer Allmacht, die Israel (oder der „jüdischen Lobby“ in den USA) unterstellt wird, bis zu Phantasien darüber, an welchen Schweinerei Israel alles beteiligt ist; von Formulierungen, die eine Analogie zwischen der israelischen Politik und dem deutschen Nationalsozialismus assoziieren lassen, über die Behauptung, die Juden trügen selber Schuld am Antisemitismus bis zum Vorwurf, Israel würde Profit aus dem Holocaust schlagen – alles vorgetragen in der Selbstgewissheit, frei von antisemitischen Ressentiments zu sein, überzeugt von einem Menschenrecht auf Israelkritik und formuliert im Gestus desjenigen, der eine unbotmäßige Wahrheit ausspricht und dafür verfolgt wird.
Wer will, möge die Belege dafür an geeigneter Stelle nachlesen. Wer nicht, halte sich an Augsteins „Meinungmedium“, das in seiner aktuellen Ausgabe im von der Sarrazin-Debatte bekannten Bild-Stil titelt „Wie sehr darf man als Deutscher eigentlich Israel kritisieren?“ und dem man antworten möchte: Man darf. Von Montag bis Samstag. Aber warum sind sie eigentlich so geil darauf?
***
Besser: Das Simon-Wiesenthal-Center behält Jakob Augstein im Auge. Und wirft einen Blick auf einige seiner Verteidiger in den deutschen Medien.
.
http://www.taz.de/!109018/

Und wenn wir, trotz Aachen und seinen umliegenden Dörfern 😉 (Obacht: subtile Polemik!), und trotz des schlichten Augsteins, uns nun dennoch um Niveau bemühen, so möchte ich an zwei thematisch passende Beiträge erinnern (über grässliche Themen…):
http://www.hagalil.com/archiv/2012/04/11/grass-8/

http://www.hagalil.com/archiv/2011/08/14/gebhardt/

58. Jack - Juni 27, 2014, 19:51

Wenn das Thema nicht so ernst wär’:

Jacob und Lila.
Der typische Deutsche bzw. die typische Deutsche scheint wirklich überall gleich zu sein. Deutsche Toleranz, das’ auch ’n Schicksal.
Sieht man hier oder auch bei Gerhard, besser geht’s kaum.

Hey, stopp, ganz vergessen, es gibt Ausnahmen. Ich gehöre z.B. nicht dazu. Ein Beispiel: Ich hatte einst hier im Blog in einem Nebensatz Netanyahu auch als Arschloch bezeichnet. Aber das hatte ich geschrieben, weil ich sauer war. Nicht weil ich mich im Recht fühlte. Was für ein Unterschied. Das tat gut, aber das muß man auch verstehen. Deutsche Toleranz halt, nur anders. 🙂

59. Georg B. Mrozek - Juni 27, 2014, 20:04

„Den Juden bin ich zu christlich oder zu säkular, den Christen zu pro-israelisch, den Konservativen zu links und den Linken zu links-kritisch. Den Araberhassern bin ich zu araberfreundlich, den Araberfreunden zu israelisch.“

Und genau das macht dich und dein Blog zu einer einzigartigen Ausnahmeerscheinung der Menschlichkeit inmitten eines oft aufgebrachten Umgangs untereinander.

60. Underdog - Juni 28, 2014, 23:13

„Den Juden bin ich zu christlich oder zu säkular, den Christen zu pro-israelisch, den Konservativen zu links und den Linken zu links-kritisch. Den Araberhassern bin ich zu araberfreundlich, den Araberfreunden zu israelisch.”

Vielleicht verhält es sich gerade umgekehrt? Vielleicht sind dir die Juden zu wenig christen-freundlich, die Christen zu wenig pro-israelisch, die Konservativen zu rechts und die Linken zu wenig Links-kritisch? Und vor allem die deutschen Medien zu wenig pro-israelisch… Wahrscheinlich kommt es eben immer auf die Erwartungshaltung an… Ich erwarte von deutschen Medien nicht, dass sie besonders pro-israelisch sind. Für mich ist die Baseline der 2. Weltkrieg… Und im Vergleich dazu verhalten sich die Deutschen heute doch geradezu vorbildlich Israel-freundlich…

61. urideg - Juni 29, 2014, 3:08

@Jack: Herzlichen Dank! Ja, Gerhard Polt ist einfach großartig, gerade in dieser längeren Passage! Wirkliche Lebensweisheit und politische Weisheit. Und zugleich eine liebenswerte Aufforderung zur Besonnenheit – gerade bei Publizisten, die wegen ihres finanziellen Erbes einen gewissen Einfluss haben, der im frappierenden Gegensatz zu ihren intellektuellen Möglichkeiten stehen.
Insofern stimme ich Lisa zu: Er ist ein A., und dies ist noch vornehm formuliert, gut, es gesagt zu haben – ansonsten sollten wir versuchen, ihn emotional zu ignorieren.

Und wenn wir schon bei großen Kabarettisten sind: Helmut Schleich, gleichfalls unverkennbar Bayer, schafft es, in einem innerhalb kürzester Zeit politisch-menschliche Gruselgefühle auszulösen; insbesondere als Imitat von F.-J. Strauß:

62. willow - Juni 29, 2014, 10:02

„Für mich ist die Baseline der 2. Weltkrieg… Und im Vergleich dazu verhalten sich die Deutschen heute doch geradezu vorbildlich Israel-freundlich…“

Schon klar, solange „die Deutschen“ nicht selber Vernichtungslager betreiben, ist alles in Butter.

Da iss es auch nicht so wichtig, wenn Hass auf Juden (längst nich mehr nur die bösen Zionazis) von Tag zu Tag mehr „salonfähig“ wird … obwohl ja auch damals vor der physischen Vernichtung erstmal die Dämonisierung und Entmenschlichung kam. Aber davor kann man gut die Augen verschließen …

Iss ja auch wesentlich besser, wenn „die Deutschen“ sich nicht mehr selbst die Hände dreckig machen wollen, sondern lieber die Kräfte unterstützen, die Endlösung anstreben … 😦

63. Underdog - Juni 29, 2014, 10:25

@willow: Entschuldige, wenn ich dich mit meinem etwas misstrauischen Statement gegen „die Deutschen“ verletzt habe, aber es ist eben wirklich noch nicht so lange her.

Ich schätze „die deutsche“ Politik nicht so ein, dass sie aus Antisemitismus arabische Nationen oder die Palästinenser schicken, um Juden zu töten. Ich habe den Eindruck, dass die Initiative der Kriege und des Terrors gegen Israel von diesen arabischen Nationen selber kam und nicht von „den Deutschen“ eingeflüstert wurde.

Aber wenn du dazu nähere Informationen hast, dann lass es mich wissen. Es würde mich sehr interessieren.

64. P..Bereit - Juni 30, 2014, 9:33

Die Überschrift dieses Kommentarstranges lässt nicht viel erwarten, mithin werden die „Erwartungen“ dann doch maßgeblich übertroffen. Wenn der Geist aufhört zu funktionieren, fängt die Gosse an. Mehr ist das hier wirklich nicht. Man muss Augstein nicht mögen, aber man muss ihm auch nicht mit der eigenen oder der Fäkalsprache eines Broder begegnen, mit der Letzterer meint, sich immer wieder ins Gespräch (oder vor Gericht) bringen zu müssen.
Einige fühlen sich in diesem Metier aber augenscheinlich pudelwohl.
Wenn ich z.B. die „geistigen“ Ergüsse eines LEVRAK betrachte, die er hier und anderswo von sich gibt und deren Verwirrtheit einigermaßen deute, dann handelt es sich bei ihm m.E. nach, nicht um ein Arschloch, sondern um einen Faschisten, der Juden in Deutschland bewaffnen möchte, um sie vor Horden von Antisemiten zu schützen.
Mein Gott, wie irre kann man nur werden.

65. Lila - Juni 30, 2014, 10:01

Wer hier meint, mich abtadeln zu müssen! Gosse, Fäkalsprache! Warum nicht gleicht moralische Verkommenheit! 😀

Kommst Du Dir nicht selbst etwas dumm dabei vor, P.Bereit? Ein Drittel Deiner Beiträge besteht aus unsachlichen, oft recht üblen Sticheleien gegen andere Kommentatoren.

Es war aber, wenn auch im Zorn getroffene, richtige Entscheidung, mal ein vulgäres Wort zu benutzen (was ja nicht soo oft das Stilmittel meiner Wahl ist). Ich habe schon wer weiß wie oft die infamen Verzerrungen des SPon minutiös auseinandergenommen, aber damit nicht die Aufmerksamkeit bekommen wie mit dem einen kräftigen Wort. Sagt doch was aus, oder?

Und wenn ich die hetzerische Schlagzeile von heute zum Thema Israel sehe, dann finde ich das Wort Arschloch richtig gut gewählt. Augstein und sein Blatt betreiben unablässige Hetze gegen Israel. Egal was für ein Kalkül dahintersteht – es steht auch ein widerlicher Charakter dahinter. Wer seinen Einfluß in der Kultur- und Medienwelt dazu benutzt, Informationen einseitig darzustellen und unablässig ein Land zu diskreditieren, das es so schon schwer genug hat – der ist für mich der absolute menschliche Tiefpunkt.

Augstein-Fans – live with it.

66. wollecarlos - Juni 30, 2014, 10:18

Zum Statement von Lila schrieb ich schon am Juni 26, 2014, 20:15

„Ich kenne (mindestens!) noch eins….“

und ergänzte dann

„Wenn man sagt, Augstein (also der Lebende) sei ein Arschloch, dann gibt man nicht irgendwelchen Emotionen seinen Lauf, sondern beschreibt einen Fakt!

Ein Arschloch sondert Unappetitliches ab, etwas, was stinkt, wie Gülle, etwas, das man -außer man befindet sich in noch in der analen Phase nach Freud- überwunden haben sollte, wenn man erwachsen wurde.

Gaaaaanz wissenschaftlich!“

67. P. Bereit - Juni 30, 2014, 10:22

Ich komme mir nicht dumm vor, wenn ich meine Meinung zu diesem Beitrag äußere. Außerdem geht die Kritik nicht nur an dich. Es ist auch nicht wahr, dass 1/3 meiner Beiträge sich damit befasst unsachlich gegen andere zu sticheln. Wenn ich das gelegentlich tat oder tue, so ist das den Adressaten geschuldet, die meinen, ganz nach unten greifen zu müssen. Eine derartige Sudelei, hast du von mir noch nicht gehört.

Augstein hat es ja auch auf eine „Rangliste“ der Antisemiten geschafft. Den Platz kenne ich jetzt nicht. Auch so eine Aktion, mit der man sich nur lächerlich und den Begriff bedeutungslos macht.

Weder ist der SPIEGEL grundsätzlich schlecht, noch ist AUGSTEIN ein Arschloch. Er ist ein Journalist, der das Recht hat, seine Meinung zu sagen. Niemand muss ihm folgen. Wir leben in einer Demokratie und einem pluralistischen Staat. Ich hoffe, das bleibt so.

68. P. Bereit - Juni 30, 2014, 10:35

Was sage ich, Lila? Einige fühlen sich auf diesem Niveau pudelwohl. Sofort stehen sie in den Startlöchern. Endlich einmal dürfen sie mitreden. Wie war das mit dem 1/3?

69. Lila - Juni 30, 2014, 10:42

P.Bereit, Du kannst mir nicht erzählen, daß Du noch immer nicht kapiert hast, worum es mir geht.

Augstein selbst kann in seinen Meinungs-Kolumnen selbstverständlich seine einflußreiche Position nutzen, um seinen Ressentiments freien Lauf zu lassen. Ich will doch nicht, daß ihm das Maul gestopft wird oder er festgenommen wird. Ich nehme mir allerdings das Recht, mir ein Urteil über seinen Charakter zu bilden und das klar heraus zu sagen.

Als Journalist und Vertreter der Erbengemeinschaft Augstein seniors hat er unleugbar großen Einfluß beim Spiegel und damit auch der Online-Ausgabe. Es mag Zufall sein, räusper räusper, daß die konsequente Linie des SPon seit Jahr und Tag ist: Israel ist der Aggressor.

Ich gucke mir das seit Jahren an, der SPon ist ja nur ein Beispiel unter vielen, aber hat vielleicht die meisten Leser, den größen Einfluß. Und in anderen Medien liest man auch schon mal andere Artikel über Israel, nicht immer nur die „Israel greift an“, „Israel bezichtigt“, „Israel droht“-Rhetorik. Wenn man schon findet, eine Parkbank in Zfat und ein Tweet Netanyahus sind der Beachtung wert, dann könnte man ja mal die andere Seite Israels ebenso erwähnen – die täglich in Israel behandelten Palästinenser, Syrer und anderen Araber, die Innovationen in Technologie und Medizien, die schnelle Hilfe für Katastrophengebiete. Oder die vielen Kontroversen innerhalb Israels mal FAIR wiedergeben und nicht immer nur durch die „oh nein, Israel“-Brille.

Ist das so schwer zu verstehen?

Augstein und viele andere Journalisten haben es dahin gebracht, daß ich mit vielen Deutschen, auch meiner Familie, überhaupt nicht mehr sprechen kann. Weil die so vieles einfach nicht WISSEN. Anderes dagegen sehr gut wissen.

Wäre Israel so reich, sicher und einflußreich wie z.B. Deutschland, würde mich das wirklich nicht scheren.

Aber wir können schon morgen in die Lage kommen, internationale Hilfe zu brauchen.

Werden wir sie bekommen???????? Wer hat den Mut, sich zu so einem unpopulären, ja verhaßten Partner zu bekennen, wenn es drauf ankommt? Freundschaftlich zur Zurückhaltung mahnen, ja, das können Israels Bündnispartner. Egal ob es Katyushas im Norden, Grads im Süden oder Bombengürtel im Zentrum regnet oder die x-te Entführung israelischer Bürger uns entsetzt – unsere Freunde in der EU und erst recht die UNO mahnen erst mal zur Zurückhaltung. Stillhalten, Israel, nur stillhalten!

Aber wenn ISIS-Truppen sich Jordanien unter den Nagel reißen?

Und was, wenn in Deutschland eine Terrororganisation so stark würde, daß man ihre Präsenz und Aktivitäten so deutlich bemerkt wie wir die der Hamas, Tanzim, diverser Brigaden und Jihadisten?

Würdet Ihr so stillhalten, wie Politiker und Journalisten es von Israel verlangen?

Wenn es in Deinem Ort über Jahre hinweg „Kleinraketen“ regnete – wie fändest Du das? Würde es nicht einen Gegenangriff rechtfertigen? Besonders, wenn in der Vergangenheit über Jahre hinweg die Stillhalte-Strategie ausprobiert wurde, aber nicht erfolgreich war?

Woher kommt diese verdammte Selbstgerechtigkeit von Augstein und Konsorten????

70. wollecarlos - Juni 30, 2014, 10:48

„…Es ist auch nicht wahr, dass 1/3 meiner Beiträge sich damit befasst unsachlich gegen andere zu sticheln. Wenn ich das gelegentlich tat oder tue, so ist das den Adressaten geschuldet,…“

Diese „Argumentation“ kommt einem ja sehr bekannt vor, der Auslöser ist immer der andere, nicht jedoch der Beitrag, auf den der andere geantwortet hat!

So wie aktuell bei den Raketenanschlägen. Da sind die Israelis die Auslöser und nicht die vorangegangenen Terrorangriffe.

Eines allerding ist wahr:
nicht 1/3 der Beiträge sind unsachlich usw., sondern mehr als die Hälfte.

Aber Lila schreibt ganz richtig:

„Augstein-Fans – live with it.“

71. P. Bereit - Juni 30, 2014, 11:08

Kann schon sein, dass die Deutschen einiges NICHT wissen. Kann aber auch sein, dass viele Isralis die Deutschen nicht verstehen. Stell dir vor, deine Familie würde in den USA leben! Was würde sie dann wissen?!“

Über fehlenden Beistand, denke ich, muss sich Israel keine Sorgen machen. Da bestehen genügend Garantien von Verbündeten, einschließlich der BRD.

Ich sage es noch einmal. Ich habe durchaus Verständnis dafür, dass man unter Raketenbeschuss nicht leben kann und möchte und dass ein solcher Terror nicht hinnehmbar ist. Die Bekämpfung solch unmittelbaren Terrors ist legitim. Andererseits sieht man allerdings auch, wie die Spiralen der Gewalt und des Hasses von beiden Seiten immer wieder angeheizt werden.
Ich hatte kürzlich auf Breaking Silence hingewiesen. Hast du das Buch gelesen? Wenn ja, verstehe ich nicht, weshalb du immer noch davon ausgehst, dass ihr nur Opfer seid. Ich lehne jede Art von Terror ab, ich lehne aber auch ab, was in diesem Buch minutiös beschrieben wird.
Wer nicht AUCH DIESE Seite sieht und versteht, der wird nie in Frieden leben. DAS was Augstein sagt, ist gegen die Aussagen dieses Buches, harmlos bis nichtig.

72. wollecarlos - Juni 30, 2014, 11:16

Dieser P. Bereit bringt es noch zu hohen intellektuellen Ehren!
Schreibt er doch:

„Was sage ich, Lila? Einige fühlen sich auf diesem Niveau pudelwohl.“

Dieses Niveau -wie er meint- scheint ihm so gut zu gefallen und vor allen Dingen zu entsprechen, daß er sich seit langer, langer Zeit hier lustvoll tummelt.

Trotz freundlicher jedoch eindringlicher Aufforderung von einigen Mitbloggern, seine „Tätigkeit“ doch besser einzustellen.

Vielleicht ist sein Verhalten aber nur ausgelebter Masochismus?

Auch das hat mit „lustvoll“ zu tun, bedarf aber doch irgendwann einer betreuenden Behandlung.

73. Ludwig - Juni 30, 2014, 12:47

@P.Bereit & Lila – 64 ff.

Weia! Jetzt habt Ihr Euch – erwartungsgemäß – mal wieder in zwei Echokammern verwandelt, die anscheinend glauben einen Dialog führen zu können. Ich finde es inzwischen recht klar, dass Ihr zwei getrennte Monologe abhaltet, mit wenig Aussicht auf eine Synthese.

Setze ich mich hier mal auf meinen mehr oder weniger breiten, mitteleuropäischen Mainstreamarsch und lese Augstein mit der oberflächlichen Aufmerksamkeit eines durchschnittlichen Zeitungslesers, dann sagt er, was viele von „uns“ denken: Israels Herrschaft über die Palästinenser in Judäa und Samaria ist realpolitisch töricht, moralisch falsch und nicht im europäischen Interesse. Daher sollten „wir“ etwas wirksames dagegen tun.

Möglicherweise habe ich etwas andere Vorstellungen als Augstein, was die Priorisierung von moralischer gegenüber interessengeleiteter Außenpolitik betrifft, vielleicht finde ich seinen Kommentar ein wenig oberflächlich oder etwas einseitig. Aber letztlich unterscheiden wir uns nicht großartig.

Mir ist inzwischen klar, dass „Ihr“ die Dinge völlig anders seht. Unklar ist mir nur, wie wir uns gegenseitig erreichen wollen, wenn wir die Diskussion immer wieder entgleisen lassen.

Übrigens lässt sich das Niveau mühelos weiter verflachen. Anbei eine Meldung aus der Times of Israel, die letztlich nur besagt, dass auch Spanien und Italien die israelische Siedlungspolitik für völkerrechtswidrig und töricht halten:

http://www.timesofisrael.com/europe-losing-patience-over-settlements-says-envoy/

Die inzwischen weit über 200 Leser-Kommentare unter dem Artikel wirken auf mich, wie ein kollektiver Wutausbruch mit Tendenz zum Hass. Offensichtlich gibt es an vielerlei Stellen im Internet Leute, die etwas eigentümliche Vorstellungen von diskursiver Wahrheitsfindung oder Völkerverständigung haben.

PS @urideg – 10ff: Danke für die nuancierten Kommentare und die interessanten Links zu Augsteins Sprache. Ich etwas gelernt.

74. ? im Kopf - Juni 30, 2014, 14:36

„Israels Herrschaft über die Palästinenser in Judäa und Samaria ist realpolitisch töricht, moralisch falsch und nicht im europäischen Interesse.“

Israel hatte, realpolitisch, von 1967 bis heute die Absicht, die besetzten Gebiete zurückzugeben.

Da kam 1969 erst einmal das dreifache Nein von Khartum: keine Existenzberechtigung für Israel, keine Verhandlungen, kein Frieden.

Dann kam Camp David und Israel gab den Sinai ganz real und politisch an Ägypten zurück, im Rahmen eines Friedensvertrages, für den Ägypten von allen „arabischen Brüdern“ heftig beschimpft und boykottiert wurde.

Dann kamen und gingen alle möglichen weitere Friedensverhandlungen und Verträge, Madrid, Oslo, Camp David II, you name it… aber nichts konnte die arabisch-palästinensische Seite davon überzeugen, einen Friedensvertrag zu unterzeichnen und sich wirklich daran zu halten.

Und in dieser Situation sind wir bis heute… Die Palästinenser haben nie eine Gelegenheit verpasst, eine Gelegenheit zu verpassen.

Vielleicht ist das unser Glück – denn meiner Meinung nach wäre es gefährlicher, einen heuchlicherischen Friedensvertrag zu unterzeichnen und sich in falscher Sicherheit zu wiegen, als den Status quo ohne Friedensvertrag beizubehalten.

Die Mehrheit der Palästinenser sieht die Existenz Israels nach wie vor nicht als legitim an – wenn sie könnten, würden sie die Israelis ins Meer schmeissen…

Dann sind wir doch in einer Situation wie „Biedermann und die Brandstifter“, wo der brave Bürger Israel den Brandstiftern auch noch die Streichhölzer zur Verfügung stellt, um sein Haus anzuzünden.

Das ist wahrscheinlich der Hauptunterschied zwischen der Linken und Rechten in Israel: die Rechte findet, dass man mit einem Abzug von den Gebieten den Brandstiftern noch die Zündhölzer in die Hand drückt. Die Linke ist davon überzeugt, dass die Palästinenser keine Brandstifter sind und dass nach einem Abzug nichts passieren wird. Aber beide sind sich grundsätzlich einig, dass es keine gute Idee ist, den Brandstiftern Streichhölzer in die Hand zu geben…

Nach den ganz realen Ereignissen, die auf den einseitigen Abzug aus Gaza folgten, hat die Fraktion, die der Meinung sind, dass da Brandstifter am Werk sind, Aufwind bekommen. Ganz einfach weil nach dem Abzug ganz real Brände gestiftet bzw. jede Menge Raketen geschossen wurden.

Lila gehört auch zu diesen, die nach dem Gaza-Abzug zu ihrem eigenen Bedauern feststellen mussten, dass die Thesen der Linken wahrscheinlich nicht ganz der Realität entsprechen, und dass die vorsichtige Politik der Rechten vielleicht eher einer Realpolitik entspricht.

Insofern finde ich deine These, Ludwig, völlig falsch. Und die Idee, dass nur Israel Terror in oder von arabischen Ländern provoziert ist ebenfalls abwegig, was nach 9/11 und dem arabischen Frühling eigentlich offensichtlich ist.

75. CK - Juni 30, 2014, 15:40

Ich habe es bereits auf FB gesagt: „Würden alle Deutschen so denken wie Augstein, müsste man sofort und unmittelbar Antideutscher werden. Gottseidank denken nicht alle so.“

Augstein ist die Fratze des hässlichen Deutschen, der sich nie vom Judenknacks seiner Eltern und/oder Grosseltern befreien konnte. Seine Ressentiments gegen Israel i.Allg. und Bibi i.Bes. sind Legion.

Der alte Klassiker „Deutschland muss sterben, damit wir leben können“ wird von Tag zu Tag anscheinend wieder aktueller…

Mein Appel an alle aufrechten Deutschen: überlasst den Augsteins nicht die Meinungsmacht! Wehrt euch!

76. P.Bereit - Juni 30, 2014, 17:48

„die Fratze des hässlichen Deutschen“. (Zitat Ende)

Welch eine elende Wortschöpfung und welch eine Anmaßung, sie noch heute geradezu beliebig zu verwenden. Macht sich immer wieder gut, diese Bezeichnung, selbst nach 60 Jahren.

Ich habe von Augstein eine Menge an Kritik über Israel gelesen. Stimmt. Er übt viel Kritik. Vielleicht ein wenig zu viel und zu einseitig.Mag sein. Was ich jedoch von Augstein noch NIE gelesen habe, ist eine Schmähung von Juden, auf welche man das o.g. Zitat zurecht anwenden könnte. Da bin ich wieder bei meinem Vergleich. Ich denke, Augstein würde auch dann Kritik an Israel üben, wäre dieser Staat nicht von Juden, sondern von Indianern, Eskimos oder grünen Männchen gegründet worden. Die Behauptung, er würde dies WEGEN DER JUDEN tun, ist m.E. eine böswillige Unterstellung, die durch nichts gestützt wird. Ein Totschlagsargument. Wer Augstein oder anderen vorwirft, sie hätten eine Aversion gegen Juden und würden DESHALB so schreiben, wie sie schreiben,der möge den Beweis antreten.

77. P.Bereit - Juni 30, 2014, 18:06

Ich finde, in der Geriatrie, sollte man die Computer wegschließen. Dennoch wäre es interessant zu wissen, was so manch alter Hase, so vor 1945 getrieben hat, der sich heute weit aus dem Fenster lehnt und andere als Antisemiten beschimpft. Immer schön bei der HJ mitmarschiert und den Juden die Schaufenster beschmiert oder eingeschlagen? Wir wissen es nicht. Aber nach 1945 gab es ja in Deutschland ohnehin keine Täter mehr. Nur Opfer. Und Freunde der Juden.

78. wollecarlos - Juni 30, 2014, 18:26

@76. P.Bereit

Schön, daß man auch mal einen Kommentar von Ihnen liest, der diskutabel erscheint!

Nun kann Augstein ja wirklich schreiben (innerhalb der geltenden Regeln eines Rechtsstaates), was er will.

Stimmt es Sie aber nicht nachdenklich, daß er sich -wenn er seine Meinung über andere Völker und Staaten rausposaunt, vornehmlich Israel und die Juden nimmt?

Gibt es nicht tragischere Probleme auf der Welt?

Schon in der unmittelbaren geografischen Nähe von Israel hätte er Stoff genug, jahrelang seinen „Freitag“ zu füllen und der SPIEGEL könnte mindestens jeden Monat eine Sondernummer herausbringen.

Claudio Casula hat ja in einem früheren Beitrag an Sie mal Möglichkeiten aufgelistet….

Wenn man mit Lungenkrebs zur Klinik geht, wird das behandelnde Ärztekollegium nicht sagen: „Wir wollen erstmal die Warzen entfernen, dann die abstehenden Ohren korrigieren!“

Man wird Prioritäten setzen.

Und das kann dieser Millionär-ohne-eigenes-Zutun eben nicht.
Und er will es offensichtlich auch nicht.

Er will seine Obsessionen ausleben. Zu Lasten derer, an denen in jüngster, vornehmlich deutscher, Geschichte schon einmal Obsessionen ausgelebt wurden. Sie erinnern sich sicherlich.

Insofern stimmt schon die Zuordnung „“die Fratze des hässlichen Deutschen”

Eben ein Arschloch!
Aber ein reiches. Leider!

79. urideg - Juni 30, 2014, 19:16

Na, es langweilt schon etwas, sich mit Autisten zu unterhalten. Ich und andere haben ausreichend hierzu gesagt.
„Die Behauptung, er würde dies WEGEN DER JUDEN tun, ist m.E. eine böswillige Unterstellung, die durch nichts gestützt wird.“
Es wurden immer neue Analysen und dementsprechende Links, u.a. auch von mir, genannt. Und der Autist bzw. schwerste Narzisst – kapiert nichts…
Wenig überraschend…
Genug der Langeweile und des behandlungsbedürftigen Selbstdarstellungsdrangs.

80. P.Bereit - Juni 30, 2014, 19:37

Wo und wann hat er etwas GEGEN Juden geschrieben? Wo ist die Analyse?

Meinst du wirklich, dass DU die Welt belehren musst und festlegst, wann die anderen den Mund zu halten haben?

Du bist einer der schlimmsten Untersteller auf diesen Seiten.

81. Lila - Juni 30, 2014, 19:42

Ich mach hier zu – kann das gerade nicht ertragen.


Sorry comments are closed for this entry