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Majadra Februar 16, 2014, 17:08

Posted by Lila in Israelisches Essen.
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Vorhin habe ich wieder mal Majadra gemacht und mich daran erinnert, daß ich doch von Zeit zu Zeit israelisches Essen vorstellen wollte. Obwohl sich im Internet so viele Feinschmecker herumtreiben, daß ich mich mit meiner einfachen Kost etwas geniere.

Majadra habe ich zum ersten Mal bei einer Freundin gegessen, vor vielen Jahren, und sie hat mir auch erklärt, wie man das macht. Ganz einfach nämlich.

Majadra besteht aus drei Bestandteilen, die getrennt gekocht werden: Reis, Linsen und Zwiebeln.

Den Reis koche ich, mal mit Safran, mal ohne, die Linsen ohne alles. Salz kommt erst später dran, damit die Linsen nicht hart werden. Ich nehme normalerweise braune Linsen, obwohl ich lieber die kleinen roten mag – aber alle außer mir mögen die etwas größeren braunen gern.

Die Zwiebeln brate ich in Olivenöl an und würze sie mit Baharat (little goes a long way), Kurkuma und Zimt. Und natürlich Salz. Ja, Zimt klingt komisch, aber er schmeckt wirklich gut mit den Zwiebeln.

Reis und Linsen werden vermischt, die Zwiebeln häuft man sich nach Belieben drauf. Wenn man natürlich jemanden am Tisch hat, der NUR Reis oder NUR Linsen möchte, serviert man am besten alles getrennt, und jeder wählt, was er gern haben möchte. Dann kann man auch mit den Proportionen spielen.

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Das Bild ist schon was älter, der Reis war damals weiß (heute ist er Safran-Kurkuma-gelb).

Es ist ein gutes Winter-Essen, und angeblich ist es auch sehr gesund, wohl wegen der Reis-und-Linsen-Kombination. Man kann mit den Gewürzen sehr weit gehen oder eher dezent bleiben. Ich mag sehr gern Hülsenfrüchte und freue mich immer, wenn ich ein Rezept mit Linsen oder Kichererbsen finde. Weil die Zwiebeln ein bißchen Saft ziehen, ist das Gericht auch nicht trocken – im Internet steht, daß manche Leute dazu Joghurt servieren, das machen wir aber nicht, weil außer mir niemand im Haus Joghurt mag.

Guten Appetit. Bei uns ist das ein Gericht, das sehr schnell verschwindet.

Kommentare»

1. Andrea - Februar 16, 2014, 17:20

Danke! Hört sich sehr gut an. 🙂

2. Rika - Februar 16, 2014, 19:09

Mmmhhhhhhhhhmmmm! Lecker!
Werde ich demnächst nachmachen!
Das ist nicht zufällig das berühmte „Linsengericht“? zwinker, zwinker!

3. grenzgaenge - Februar 16, 2014, 19:21

Lecker 😉

4. Piet - Februar 16, 2014, 19:30

Weiste, Gourmet-Küche ist schön anzusehen (und vielleicht etwas für besondere Momente), aber Alltagsessen ist eben dies: Erprobt und gut nachzukochen. Daher, danke für’s teilen! 🙂

5. Naomi - Februar 17, 2014, 10:12

Oh, LIla –

das hört sich lecker an und das sieht auch sehr lecker aus. Also werde ich das heute ebenfalls zum Mittagessen machen, mit braunen Linsen.
Und es passt zudem fantastisch gut in die ayurvedische Küche, nach der ich mich zurzeit rein essensmäßig richte. Das einzige, was ich wohl anders mache: ich werde die Zwiebeln in Ghee anbraten ( das ist indische geklärte Butter).
Danke für das Rezept … 🙂

6. Hadassa - Februar 17, 2014, 10:45

Na dann schreibe ich mir mal Baharat auf den Einkaufszettel. Ich habe mich nämlich immer gefragt, wo dieser besondere Geschmack in vielen arabischen Gerichten herkommt. Danke für dieses einfache Rezept – das ist ganz nach meinem Geschmack: Weniger als 10 Zutaten und schnell fertig 🙂

7. Lila - Februar 17, 2014, 12:58

Das Baharat habe ich für mein Maqlouba-Experiment gekauft. Bilder und Erfahrungsbericht folgen 🙂

8. c. - Februar 17, 2014, 13:19

erinnert mich an ein rezept eines britischen freundes, der allerdings noch eine knoblauchzehe pro portion verwendet und das ganze dann mit tomaten- und gurkenstücken bestreut.

9. P. Bereit - Februar 17, 2014, 13:43

Ganz ohne Fleisch? Kann man das modifizieren?

10. P. Bereit - Februar 18, 2014, 8:37

Habe das gestern mal ausprobiert und zusätzlich gedünsteten roten und gelben Paprika und abschließend geschnittenen Zwiebellauch hinzugefügt. Dann sieht das Ganze nicht so wüstenfarbig, sondern bunt aus. Ansonsten schmeckt das wirklich lecker, wenn man hinreichend Baharat hinzufügt.

11. madeleine - Februar 18, 2014, 12:02

Wie heisst es doch so treffend, Liebe geht durch den Magen….
(zumindest kann)
😉

12. kaltmamsell - Februar 18, 2014, 15:27

Wundervoll! Wir hatten letzthin Mejadra nach Ottolenghi/Tamimi, und da waren die Unmengen Zwiebeln gemehlt und knusprig gebraten – so oder so, insgesamt köstlich.

13. Lila - Februar 18, 2014, 18:30

Oho, mir scheint, Ottolenghis Bücher werde ich mir mal zulegen müssen. Ist es nicht verrückt, daß er in Israel praktisch unbekannt ist? Ich schnappe seine Tips in deutschen Blogs auf…

14. willow - Februar 18, 2014, 21:20

War ja ein bißchen skeptisch, aber dieses Ottolenghi/Tamimi – Kochbuch ist seeeehr nett.

Btw.: Stelle dein Licht nicht so unter den Scheffel – dein Shakshouka ist unerreicht 🙂

15. Lila - Februar 18, 2014, 21:41

Ja, Shakshouka ist ja auch sooo schwierig!

Ich kann eben nur idiotensicheres Essen.

16. grenzgaenge - Februar 21, 2014, 12:31

Ja, liebe Lila, Deine Kochkünste sind unübertroffen 🙂

Das hier gibt es auch noch …


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