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Was ist nur in Deutschland los? Februar 4, 2014, 0:05

Posted by Lila in Deutschland.
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Überall knirscht es im Gebälk. Auf nichts und niemand ist mehr Verlaß. Stiftung Warentest irrt – ADAC schummelt – jetzt noch die schrappige Alice Schwarzer – als nächstes wird jemand nachweisen, daß Miele-Waschmaschinen rosten! Da brechen Weltbilder zusammen.

(Und dabei krieg ich doch nur einen kleinen Teil  mit…)

Kommentare»

1. Paul - Februar 4, 2014, 0:40

Da kannst Du mal sehen, was wir hier für Probleme haben. 🙂
Ich sage nur: Wer solche Probleme hat, dem geht es gut.
Herzlich, Paul

2. Rolf Graf - Februar 4, 2014, 1:19

Deutschland ist leider nicht mehr das treue, Ordentliche, Pünktliche. Verlässliche . Darunter leide nicht nur Ich.

Mit Israel nicht zu vergleichen mit dem Kriegsdrohungen und täglichen Arabischen Raketenangriffen. Doch alles wiederholt sich. Bei Hitler hatten sich auch viele zurückgelehnt und in Sicherheit gefühlt da man ja kein Jude war, Aber der Islam (Nazi) wird auch uns Westeuropäer die Buden Abfackeln. Ganz sicher leider!

Aber bis dahin Plagen wir uns mit solchen News wie oben beschrieben . Der Mensch wird leider nicht besser er schlimmer als ein Tier.

3. Sophist X - Februar 4, 2014, 1:35

Keine Sorge, die Presse hat alles im Griff. Zum Beispiel:

„ADAC laufen die Mitglieder davon“: Alarm auf FOCUS Online. Bisher fünfzehntausend, Tatsache. Bei 19 Mio Mitgliedern sind das 0,08 Prozent.
Also im Bereich des thermischen Rauschens, wie wir Techniker sagen.
Kein Grund, die Sache nicht ordentlich aufzublasen, so wie der ADAC zuvor die Teilnehmerzahlen bei den Autowahlen…

EInfache Menschen wie unsereiner nehmen das als Hinweis, dass all dieses Theater die Mehrheit ganz entfernt achtern tangiert…

4. Paul - Februar 4, 2014, 6:57

Liebe Lila!
„Und dabei krieg ich doch nur einen kleinen Teil mit…“

Sei froh, der Rest ist nicht besser:
Sicherlich hast Du das nicht mitbekommen.
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/sexismus-debatte-friedrichshain-kreuzberg-will-sexistische-werbung-verbieten,10809148,26033580.html
Hast Du was versäumt?

Wenn’s nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen.

Herzlich, Paul

5. P. Bereit - Februar 4, 2014, 9:28

In Deutschland hat sich vieles verändert. Auch zum Nachteil. Und dennoch bin ich immer wieder froh, wenn ich aus dem Ausland hierher zurückkehre. Nicht weil ich Deutschland als den Mittelpunkt der Welt und als vollkommen ansehe, sondern weil ich bemerke, um wieviel besser hier einiges läuft. Es herrscht durchaus noch Zuverlässigkeit, Ordnung und Pünktlichkeit. Trotz der Tatsache, dass es in manchen Stadtgebieten der Großstädte, eher aussieht wie auf Hinterhöfen der 3. Welt.
Frau Schwarzer ist nun wirklich kein Problem, eher eine Karikatur, die sich durch ihren offenbar genetisch bedingten Männerfrust, seit Jahrzehnten mehr oder weniger lächerlich macht. Bei MIELE handelt es sich um überteuerte Industrieprodukte, deren Bestandteile längst nicht mehr aus Deutschland kommen, was der reiche deutsche Markendödel aber nicht sehen will. Meine Küche weist ausschließlich diese Marke auf, weil ich auch so ein Dödel war. Alle Geräte, außer Kühlschrank, mussten bereits nach kurzer Zeit repariert werden. Der Gebläsemotor des E-Herdes wurde bereits zweimal ausgetauscht. Herkunft: China.
So schlimme Probleme haben wir in Deutschland.

6. Lila - Februar 4, 2014, 9:30

Also auf geschmacklose Werbung, die mir nackte Männer und Frauen aufdrängt, kann ich gern verzichten. Schlimmer noch finde ich ehrlich gesagt einen Großteil der Musik-Clips, die meine Tochter und ihre Freundinnen konsumieren. Auf das Frauenbild (und auch das Männerbild, aber Jungens scheinen da resistenter), das da vermittelt wird, könnte ich ebenfalls verzichten.

Daß es manchmal schwierig zu verstehen ist, warum nun gerade auf dies reagiert wird, auf das und jenes aber nicht, ist wahr. Aber ich finde, wenn ein Outfit nicht für die Fahrt in der U-Bahn taugt, dann brauch ich ihn auch nicht riesig plakatiert zu sehen.

Aber ich meinte natürlich, wie konnte ich ihn vergessen!, die moralische Instanz Nr. 1, Theo Sommer! Ach, wie fallen Helden!

Woran soll ich mich nun orientieren?

(Nichts gegen menschliche Schwächen, haben wir alle. Aber sucht´s Euch aus: entweder sündigen und die Klappe halten. Oder sich als der heilige Johannes oder heilige Johanna der Großstädte inszenieren – aber dann bitte auch selbst danach leben.)

7. willow - Februar 4, 2014, 9:31

Ach Paul, den Atikel im Tagesspiegel zum Thema fand ich weitaus lustiger … wobei: gab es nicht vor einiger Zeit in Deutschland einen heftigen Aufschrei, als die zionistischen Fundamentalisten angeblich (!) ein Verbot von Werbung mit wenig bekleideten Frauen durchsetzten? 😉

„Ich bin für Vielfalt. Ich bin dagegen, dass man Hausfrauen verbietet. Es ist auch schwer zu kontrollieren, das hat man bei der Prohibition in den USA gesehen. Da entsteht in Kreuzberg ein Untergrund, wo Frauen in Kellerlokalen heimlich heterosexuell sind, mit Rolf Eden Eierlikör trinken und heimlich Staub wischen. Tagsüber tun sie so, als seien sie ganz normale Kreuzberger Kifferinnen. Andererseits wären diese illegalen Hetero-Hausfrauen-Kneipen natürlich ein weiteres Kreuzberger Touristenziel.“

http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/kreuzberg-blog/multi-und-kultur/verbot-von-sexistischer-werbung-wie-bei-den-taliban/9419772.html

8. willow - Februar 4, 2014, 9:36

“ Das Bezirksamt soll Werbeplakate verhindern, auf denen die Gleichwertigkeit der Geschlechter infrage gestellt wird, männliches Dominanzgebaren, zum Beispiel im Baumarkt oder beim Kauf eines BMW, nicht kritisch dargestellt wird, auf denen Körper „unangemessen dargestellt“ sind und – obwohl das nicht direkt etwas mit Sexismus zu tun hat – Ausbeutung aller Art nicht kritisch reflektiert wird.

In der Begründung heißt es, dass in Zukunft Werbung nur noch legal sein darf, wenn sie den politischen „Idealen eines emanzipierten, bewussten und nachhaltigen Lebens“ entspricht. Dass Werbung auf politische Ideen verpflichtet wird – so was gibt es bisher höchstens in Nordkorea. Die Formulierung „unangemessene Darstellung von Körpern“ dagegen könnten sie aus dem Programm der Taliban übernommen haben.

Was mich gewundert hat: Es sollen auf den Kreuzberger Plakatwänden auch keine Bilder von Hausfrauen mehr erlaubt sein. Die Körper von Hausfrauen sind in der Werbung ja meist angemessen bekleidet. Aber dadurch, heißt es auf der Homepage des Bezirksamtes, würden Heranwachsende mit „Rollenklischees konfrontiert werden“. Wenn Mädchen und Frauen Bilder von heterosexuellen Hausfrauen sehen, dann habe dies zur Folge, dass sie „sich selbst nicht außerhalb dieses Rahmens vorstellen können“.“

9. ekkehard schroeder - Februar 4, 2014, 20:42

das Autotests nicht objektiv sind hat man schon vermutet, das Stiftung Warentest schon aufgrund der großen Produktpalette überfordert ist ebenfalls. Bei Schwarzer fand ich es schlimmer als sie den Euthanasie-Ideologen Peter Singer bewarb.

Ansonsten sehe ich vieles was die „Linke“ in Berliner Alternativvierteln produziert kritisch. Kreist doch deren Politik oftmals mehr um die eigene alternativ-spiessige Identität. Lange Zeit war der lärmende Rollkoffer der Touristen die Invasion. Man wurde aktiv als Mc. Donald eine Filiale eröffnen wollte was die Frage nach plumpen Antiamerikanismus aufwirft. Die als nativ empfundenen Dönerläden usw hatten wahrscheinlich mehr Lebensmittelrechtsverstösse wie Mc. Donalds. Und tarifliche Facharbeiterstellen sind dort bestimmt auch nicht die Regel.

Vielmehr passt so eine Symbolpolitik, die wahrscheinlich schon an der verfassungsmäßigen Meinungsfreiheit scheitert, in die Zeit.
Vieles ist vor dem Hintergrund zu sehen das eine Ideologie der diskursiven Subjektivität umgeht für welche vor allem das Hamas/Hisbollah-Groupy Butler steht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Judith_Butler
http://jungle-world.com/artikel/2012/36/46215.html (Jungle-world, kein Objekt nirgends, wer schmökern will findet auf der HP mehr)
http://rosaundkarl.blogsport.de/aufruf/redebeitrag-sozialistischer-feminismus/ (letztes Beispiel der Verbreitung)

Laut dieser Ideologie ist nichts wirklich objektiv/Real, sondern diskursiv/sprachlich festgelegt. Da kommt man auch auf die Idee das zb Menschenrechte diskursiv vom weisen Mann festgelegt sind und in anderen Kulturkreisen neu interpretiert werden müssen. Mit ekelhaften Folgen.

So ist die Realität und ihre Veränderung nicht wichtig, sondern wie darüber gesprochen wird. Zb das der Tod nicht verhindert wird, sondern das getrauert wird.

Es wundert nicht das Werbeverbote ect durchaus Konsensfähig sind. Die Frage ist was passiert wenn zb geschiedene Frauen mit ihren Kindern Sozialwohnungen und mehr wie Hartz 4 haben wollen. Von einer Stadt die sexy sein soll und deren Einwohner oftmals arm sind . Dann wird die haushaltspolitische Vernunft einsetzen. Aber dank dem diskursiven Ansatz kann man sich als progressiv bezeichnen. Auch wenn nicht mehr die Frage nach der Verfügbarkeit über gesellschaftlichen Reichtum stellt.


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