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Lesenswert Dezember 23, 2013, 10:57

Posted by Lila in Land und Leute.
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Israel Matzav verlinkt eine umfassende Kritik am europäischen und amerikanischen „Sicherheits“system an Flughäfen. Es ist in der Tat lächerlich (gegen die TSA gerichtet, aber für deutsche Kontrollen trifft dasselbe zu). Jeder, der weiß, wie es in Israel funktioniert, fühlt sich verarscht, wenn er in Deutschland die Schuhe ausziehen muß.  Die Blicke, die Israelis wechseln, wenn sie von gelangweilten, mittelalterlichen deutschen Beamten abgetastet werden….

Diese defensive, reaktive Methode habe ich schon öfter zerrissen, obwohl ich nicht vom Fach bin. Aber es reicht gesunder Menschenverstand, um zu begreifen, daß es Unfug ist, Flüssigkeiten für alle zu verbieten, weil einmal ein Terrorist Flüssigkeit benutzen wollte, um Sprengstoff herzustellen. Terroristen werden bestimmt denselben Fehler nicht noch einmal begehen, sondern nächstes Mal lieber im Flugzeug Mineralwasser bestellen und das benutzen. Oder direkt den eigenen Urin benutzen. Und wie bitte will die ewig nachhinkende Sicherheits-Administration das verhindern?

Doch der Fachmann sieht es genauso.

About 99.9 percent of travelers are just that: travelers. They want to get through security, buy a cup of coffee and some duty-free whiskey, then quietly drink and leech Wi-Fi from the airport McDonald’s. These people pose no threat to anyone, and there’s no point in even checking them. The very few terrorists that exist are like needles in a haystack. But the TSA’s approach is to checkevery single piece of hay, in case it might actually be a needle.

But if you only check luggage and you don’t check the person behind the luggage, how do you know he hasn’t camouflaged something into the luggage that you can’t find? Trust me: Hiding things is so easy to do, it isn’t even funny. That’s why the only luggage checks we do are to find things like aerosol cans, which might burst on their own. Otherwise, what we care about is intent.

The TSA treats each traveler the same because of some stupid idea that everything needs to be fair. Security needs to be done due to risk — and risk means that in Israel we don’t check luggage, we check people. And I’m not talking about racial profiling here; that’s a product of poor training. Regardless of race or creed, people with bombs strapped to their body behave in similar ways. The TSA claims that finding IEDs at the checkpoint is their number one goal. But it’s the people who mean us harm that we should look out for. Instead of checking intent, they check luggage.

So ist es. Diese träge Beamtenmentalität („wir befolgen hier unsere Vorschriften“) könnte Menschenleben kosten.

Kommentare»

1. Wolfram - Dezember 23, 2013, 18:45

Und der Film muß älter sein als ich… *seufz*

2. Ludwig - Dezember 25, 2013, 22:54

Ich habe nur ein paar erste Eindruecke vom Ben-Gurion-Flughafen. Vieles an der israelischen Methode zur Ein- und Ausreisekontrolle war fuer mich zunaechst ungewohnt, aber offensichtlich ist das Personal viel besser psychologisch geschult und die Leute kamen mir freundlicher, flexibler und klueger vor, als ich die Typen von der TSA in Erinnerung habe.

Die „Sportskanonen“, die bei der deutschen Polizei oft Objektschutz machen, waeren nochmal ein separates Thema.

Andererseits dauerte die Ausreise aus Israel fuer meinen Geschmack endlos lange und zwar nicht, wegen der Interviews, sondern wegen der Warteschlangen und weil anscheinend ein Abstrich jedes einzelnen Teils des Gepaecks chemisch analysiert werden musste.

Daher finde die Behauptung in dem verlinkten Artikel, man komme in Ben-Gurion in 25 Minuten von seinem Auto ans Gate, schon ein wenig gewagt.

Oder gibt es da einen geheimen Trick, um die Abfertigung zu beschleunigen?


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