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Ein neuer Tag… Oktober 22, 2013, 8:55

Posted by Lila in Persönliches.
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… ein neues Erdbeben. Ich hab nichts mitgekriegt. Y. meint, wir sind wohl zu weit weg vom See Genezareth und dem syrisch-afrikanischen Graben. Außerdem wohnen wir relativ weit oben  – keine Ahnung, ob das eine Rolle spielt. Na ja, 3,3 merkt man wohl nicht so.

Ich achte ja schon extra drauf, denn wenn es fünfmal innerhalb von einer Woche in Nordisrael bebt und ich merke gar nichts davon – na, da fühle ich mich doch ausgeschlossen. Aber das Wasserglas neben mir auf dem Tisch hat nicht gebebt, außer unter Leos Kampfgewicht, wenn er sich auf die gerade benötigten Bücher fläzt.

Kommentare»

1. willow - Oktober 22, 2013, 9:11

Neben meinem Computer hängt an einem Bändchen eine Keramik-Hamsa im Fenser … die klingelt bei jedem vorbeifahrenden Auto, was bei euch ja nich so das Problem ist 😉 – müßte als auch Erschütterungen durch Beben melden …z.B. wenn sich dein wohlgenährter Kater anschleicht 😀 )

2. Lila - Oktober 22, 2013, 9:21

Ach, mein Dicker, er ist ja zu süß, wenn er sich so selbstvergessen auf einen Stapel Literatur zu frühchristlicher Grabkunst ausstreckt 🙂 muß ich eigentlich ein Bild von machen.

Tja, nach fünf kleinen Erdbeben weiß man nun nicht, ob es sich ausgebebt hat oder ob es sich gerade erst warmbebt… die hundert Jahre seit dem letzten Großen Ereignis sind jedenfalls noch nicht ganz um. Aber fast.

3. P. Bereit - Oktober 22, 2013, 11:23

Ich hoffe, er geht raus, rüber zum Nachbarn, wenn er mal muss…..?

4. Lila - Oktober 22, 2013, 11:56

Wer? Der Kater?

5. P. Bereit - Oktober 22, 2013, 13:01

Ja, genau der. Oder war ein Verwandter gemeint? Ich hoffe nicht, dann hätte ich mich aber blamiert ……

6. Silke - Oktober 22, 2013, 14:30

Lila – Frage

ich fühle, daß der Jude, der für sein Leben fürchtet, „schon immer“ als (verachtenswerte) Witzfigur herhalten mußte. Ist da was dran? Gibt es Infos, ab wann das so Sitte war?

… und ist das vielleicht die Quelle des berühmten jüdischen Humors i.e. man beweist einfach, daß man es besser kann, als der Schlimmste der Witzischen?

Heute in bezug auf Israelis scheint mir das in der Form beliebt zu sein, daß Israelis der Hysterie, der Übertreibung und des mangelnden Muts (u.a. Obama) bezichtigt werden bzw. – höre Baumgarten – impliziert wird. Sehr beliebt ist mit dieser These im Deutschlandfunk z.B. Tom Segev, der diese Theorie in bezug auf die Vorphase des 6-Tage-Kriegs verbreitet … (als Ergebnis für Benny Morris liefert mir deren SuFu eine Besprechung von Ilan Pappe – hony soit …)

Gerade jetzt steht er mir wieder bevor unter dem Titel „Vom Trauma zum Sieg – Israel und der Jom Kippur Krieg“, volle 10:38 lang …
kein Transkript: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/10/20/dlf_20131020_0737_fba9d356.mp3

7. Lila - Oktober 22, 2013, 14:54

Ich weiß es nicht, aber ich glaube nicht, daß man antisemitische Witze und jüdischen Witz vergleichen kann – und israelischer Humor ist wieder was anderes.

Der jüdische Humor macht sich über sich selbst lustig, bekanntermaßen. Statt, wie andere Arten von Humor, gern über andere zu lachen („die Ostfriesen“, „die Blondinen“, „die Mantafahrer“…), lachen Juden erstmal über sich. Ich glaube nicht, daß beim ursprünglichen Erzählen dieser Witze jemand daran dachte, wie das wohl auf Nichtjuden wirkt, ob die das toll finden etc. Die Witze wurden auf jüdisch und auf jiddisch erzählt, ohne Kenntnis jüdischer Religionsgesetze und Sitten konnte man sowieso nicht drüber lachen, und es war Humor von Juden für Juden.

Ich glaube, in Deutschland war es Salcia Landman, die irgendwann in den 50ern oder 60ern ihre große Sammlung jüdischer Witze rausgab und damit vermutlich zum ersten Mal einem nichtjüdischen Publikum bekanntmachte. Allein schon die Anzahl der Erklärungen im Buch zeigt, wie hermetisch dieser Humor ursprünglich war und wie wenig er verständlich sein wollte für Außenstehende, zumindest zu großen Teilen.

Durch begabte jüdische Humoristen, die per Hollywood der Welt einen Geschmack davon gaben, wie sie durch ihre Augen aussieht (Lubitsch, Wilder… und sehr viele andere), gelangte der jüdische Witz dann in allgemeinverständlicher Form großen Ruhm. Aber dazu müssen seine Inhalte erstmal von „Bildungsinhalten“ befreit werden, nur die Form bleibt, wenn man hier mal die gute alte Trennung von Inhalt und Form, die es natürlich eigentlich gar nicht gibt, doch mal anführen darf.

Daß sich „wohlmeinende Kritiker“ der Juden darüber freuen, gewissermaßen frei Haus Munition geliefert zu bekommen und dann sagen können, „aber die Juden sagen doch selbst…“ – geschenkt.

Ich kenne die Sachen nicht, die Du da konsumierst, aber heutige israelische Historiker egal welcher Schule haben eher weniger Bezug zum klassischen selbstkritischen Stetl-Witz osteuropäischer Prägung noch konkurrieren sie mit Hollywood-Variationen jüdischen Humors.

Für die überwiegende Anzahl israelischer Akademiker ist die Welt der Diaspora sehr weit weg, das Jiddische, diese ganze untergegangene Kultur. Man kann hoffen, daß eine jüngere Generation sie wiederentdeckt, bevor sie spurlos verschwindet, aber ich glaube nicht, daß sie direkte Spuren im Werk von Morris, Segev oder Pappe hinterläßt.

Ich glaube nicht, daß da eine Verbindung ist.

Das Motiv des ängstlichen Juden, der sich vor Gespenstern fürchtet, ist in Europa bestimmt beliebt, denn damit kann man wunderbar beweisen, daß keinesfalls vom wertvollen Geschäftspartner Iran eine Gefahr ausgeht. Es ist bei manchen Europäern geradezu Axiom, daß es sich bei einer Warnung aus Israel NUR um grundlose Angstmacherei handeln kann.

Inwieweit israelische Historiker solche Motive benutzen, je nach politischer Prägung, weiß ich nicht und man kann es bestimmt nicht verallgemeinern.

Dafür brauchte ich schon ein konkretes Beispiel.

Ein beliebter Vorwurf lautet ja auch, die Israelis wären zu sorglos und selbstsicher und würden ihre Kräfte überschätzen.

Wer Gründe sucht, um Israel so richtig mies zu finden, der wird sie finden, ob bei Landmann, Lubitsch oder Morris.

Aber Zusammenhänge würde ich da auf den ersten Blick nicht sehen.

Übrigens interessant, daß die westliche Welt, die sich doch was darauf zugute tut, selbstkritisch und selbstreflexiv denken zu können (u.a. dank des Universalismus der westlichen Werte, die ein echter Westler auch auf sich selbst anwendet), in Bezug auf Israel oftmals einen blinden Fleck hat. Erst vergißt die westliche Welt, daß sie den unsentimentalen Blick auf sich selbst zu großen Teilen der jüdischen Kultur verdankt, die in die westliche eingeflossen ist. Dann vergißt sie, daß jüdische Warnungen sehr oft zu Recht ausgesprochen wurden. Und dann setzt sie sich über momentane Warnungen hinweg und erklärt die Juden bzw Israel zu Schwarzmalern.

Als ob man schwärzer malen könnte als jüdische Erfahrung erlebt hat.

Und dann können sie wieder alle schöne Geschäfte mit dem Iran machen, der mit deutscher Technologie Waffen baut, die Israel angreifen können – und gleichzeitig können sie lästern, daß die Juden ja nur Geld und Geschäfte im Kopf haben und aus Eigeninteresse Finanzkrisen anstiften.

Man kann schon von weniger Heuchelei heftige Bauchschmerzen bekommen.

8. P. Bereit - Oktober 22, 2013, 15:19

„Und dann können sie wieder alle schöne Geschäfte mit dem Iran machen, der mit deutscher Technologie Waffen baut, die Israel angreifen können“.
Das ist aber ein sehr interessantes und brandaktuelles Thema. Was sagen sie dazu, dass die USA Saudi-Arabien mit High-Tech Waffen beliefern? Ein Land, welches die aggressivste Form des Islamismus hervorgebracht hat, in dem die Menschenrechte mit Füßen getreten werden und in dem eine Frau nichts gilt? Ein Land, in welchem eine durch und durch korrupte Monarchie herrscht.
Ich habe bisher kein Wort seitens Israels gehört, das diese Zusammenarbeit in irgendeiner Weise kritisiert. Glaubt irgendjemand in Israel, in Saudi-Arabien könnten sich Freunde der Juden finden?
Wie kommt es, dass Israel lieber heute als morgen gegen den Iran losschlagen würde, von der Kooperation mit Saudi-Arabien, aber scheinbar keine Kenntnis nimmt?
Hier offenbart sich die Verlogenheit der westlichen Politik, einschließlich der, Israels.
Übrigens. Israel hat bis in die 80-er Jahre, Geschäfte mit dem Iran betrieben, und dies sogar im militärischen Bereich. Hierzu empfehle ich das Buch; GEHEIMAKTE MOSSAD.DIE SCHMUTZIGEN GESCHÄFTE DES ISRAELISCHEN GEHEIMDIENSTES.
(Bertelsmann 1994) Autor. Victor Ostrovsky.

9. P. Bereit - Oktober 22, 2013, 15:31

@Lila
Sollten meine Fragen und Argumente wieder vom SPAM-Filter verschluckt worden sein, oder gilt deine Zusage, auch ich könnte mich zu Wort melden, nicht mehr?

10. Lila - Oktober 22, 2013, 15:43

Du wirst erbarmungslos geknebelt, siehst Du ja.

Auch in Israel und den USA wird Politik eher nicht von Susanne-Gaschke-Typen betrieben… was ich dazu sage? Und die Geheimdienste erst. Lauter Lämmchen, überall, nur der Mossad wie die reißenden Wölfe. Ich kenne Ostrovskys Buch nicht. Hast Du den Gatekeepers-Film gesehen?

Eher heute als morgen losschlagen? Nein. Wäre dem so, dann hätten wir den Angriff bereits hinter uns.

11. Silke - Oktober 22, 2013, 15:48

Danke, aber vergleichen habe ich nicht gemeint

ich habe in etwa diese Reaktion gemeint:

Du glaubst, daß Du über mich lachen kannst, dann zeige ich Dir mal, wie gut ich das selber kann – (das schließt natürlich die lediglich innerkulturell verständliche Witze aus. )

wie z.B. in Du glaubst daß Du mal als … diffamieren kannst, dann zeige ich Dir mal, welche Karikatur von … ich abliefern kann. Viel Glück beim nächsten Versuch, ungefähr so „Anything you can do I can do better; I can do anything better than you.“

… und ja Salcia Landmann’s Witze wie auch ihr Jiddisch-Buch waren zu ihrer Zeit page turner.

Wenn sich das nächste Mal Tom Segev, Deutschlandfunk’s israelischer Lieblingshistoriker über den 6-Tage-Krieg ausmährt und es ein Transkript geben sollte, denke ich an Dich. Ich halte seine Häme in solchen Interviews nicht für einen Ausrutscher, sondern für das, was mehrheitsfähig hierzulande ist.

12. P. Bereit - Oktober 22, 2013, 15:56

Es würde schon reichen, die Lebensgeschichte des Victor Ostrovsky zu kennen. Das ist nicht irgendein Schreiberling aus dem Nirgendwo, der mit Verschwörungstheorien um sich wirft. Das ist einer, der sein Lebensziel darin sah, etwas für Israel zu tun, sich deshalb für den Mossad bewarb und dort lange Zeit diente. Ein Insider also, der sein Buch sogar überlebt hat, was verwundert, wenn man es gelesen hat.
Hier geht es auch nicht um den Mossad. Hier geht es um die Verlogenheit von Politik, welche die Bundesrepublik Deutschland ebenfalls praktiziert. Einerseits kriegen sich die etablierten Parteien kaum ein, in aufgeblähter Lobhudelei und andererseits zurückhaltender Kritik gegenüber Israel und kippen euch gleichzeitig Waffen quasi vor die Tür. Oder wie soll man das nennen, wenn man diesen saudi-arabischen Muselmanen deutsche Panzer liefert? Meinst du nicht, man könnte die auch gegen Israel verwenden? Offenbar ist das außerhalb jeder Vorstellung.

13. willow - Oktober 22, 2013, 16:11

Nun Lila, immerhin steckt der Mossad auch hinter den tödlichen Haifischattacke auf Touristen in Ägypten, das darfst du nicht so leitfertig abtun …

14. Silke - Oktober 22, 2013, 16:17

PS:
ich merke gerade, das klingt schon wieder nach Vergleichen. Im wirklichen Leben kenne ich dieses Verhalten aber als trotziges Aufrechterhalten der eigenen Würde.

15. Silke - Oktober 22, 2013, 16:31

wo habe ich nur heute morgen die Überschrift gelesen, wie peinlich es all den deutschen Elitenmitgliedern war, von denen Händeschüttelbilder mit Ghadafi auftauchten, als Ghadafi nicht mehr angesagt war.

… und bei der London School of Economics soll’s ne ganze Ghadafi-Sohn finanzierte Abteilung geben – auch da gab’s fürchterliche Verrenkungen, doch ich glaube zurückgegeben haben sie nüscht.

will sagen, ALLE dürfen „der Feind meines Feindes ist so lange es mir nützt, mein Freund“ und ALLE handeln danach zum Nutzen und Wohle der von ihnen zu regierenden Untertanen, wie sie es verstehen.

… und es gab nicht eine Periode in der Geschichte, in der Mächtige sich anders verhalten hätten.

Das Aufrechterhalten eines halbwegs mit den ansonsten gültigen Anstandsregeln erforderte dabei von allen zu allen Zeiten ganz fürchterliche Verrenkungen.

… doch natürlich sind wir heute so moralisch hochstehend fortentwickelt und entsagungswillig, daß wir nur zu gern auf warme Wohnungen und Mahlzeiten und fahrende Autos und die Miete bezahlende Industriejobs verzichten würden, wäre uns im Ausgleich dafür das Himmelreich oder wenigstens der Reinheitsstempel des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen (für letzteres sarc intended) gewiss.

16. A.mOr - Oktober 22, 2013, 17:00

P.Bereit
„…ein Land, welches die aggressivste Form des Islamismus hervorgebracht hat…“, wie putzig! 
Nicht zu verwechseln mit der Putz! Oder?
Mal ’ne Frage, spielen wir „Schule“: wo steht Mekka, wohin geht’s zur „Hadsch“? 😉

Interessant auch Dein Fragen, warum Israel da irgendetwas zu sagen sollte. Ist das nicht die Aufgabe der „Weltpolizei“ von der EU und USA? Ach, die verkaufen.
Nu, was soll Israel denn sagen?
„Moslem – voll blöd!“ ? 

Und dann noch „Verlooogenheit“!! 
Da hast Du schon die Lösung. 

Drei Lacher hintereinander, vielen Dank, wenn offenbar auch nicht mit Absicht? Oder ist’s doch der Jeck, der sich hier versteckt? 

Iran und Saudi-Arabien haben, hm, Kommunikationsschwierigkeiten. Aber stimmt, in Bezug auf Israel sind sie sich vollkommen einig. 
So ähnlich wie befeindete oder konkurrierende Hyänen rund um’s frisch erlegte Braten. Und ohne Chefin natürlich, das hat Islam/Allah nicht vorgesehen.
Aber so geht’s ihnen allen überallah, diesen „edlen Wilden“ in Schlips und Armani. 

P.Bereit, bin ich echt beruhigt, daß Du Dir Sorgen machst um „unsere“ Aggressivität, für die wir schließlich weltweit „German Angst“ auslösen und bekannt sind. 
Dann kann man gut verstehen, daß Saudis und Iraner und sonst die ganz dicken Militärwummen brauchen. Weiß man nie, was der „jüdische Teufel“ als nächstes plant! 😆
Guten Tag noch!

17. Silke - Oktober 22, 2013, 17:15

ich ändere meine Meinung zu P. Bereit – bisher hielt ich sein Selber-Gechat-Haben-Unter-Niveau-Sein der üblichen Hier-„Fragenden“ für sein hervorstechendstes Merkmal, doch jetzt merke ich, daß er das perfekte Sprachrohr für deutsche Medien ist.

Der von mir so geliebte Baumgarten entblödet sich nicht, in seinem Bericht s. Silke 6 die deutsche Öffentlichkeit davon zu unterrichten, daß im Iran die größte jüdische Gemeinde im … lebt und er hat natürlich auch einen jüdischen Zeugen dafür zu bieten, daß Israel den Iran ganz falsch sieht. Pflichtschuldigst vergessen tut er natürlich, wie sich die jüdische Minderheit zahlenmäßig über die Zeiten entwickelt hat.

Wozu auch, iss ja vollkommen uninteressant …
interessant sind ja nur die Übriggebliebenen, alle Weggegangenen müssen sich ja geirrt haben, denn sonst wären ja keine übrig geblieben … oder so ähnlich
http://en.wikipedia.org/wiki/Persian_Jews#Islamic_Republic_.281979.E2.80.93present.29

18. Silke - Oktober 22, 2013, 17:19

P. Bereit

Ein Insider also, der sein Buch sogar überlebt hat, was verwundert, wenn man es gelesen hat.

magst Du das mal a bisserl näher erläutern? Meines Wissens gehört es nicht zu Israel’s Gewohnheiten, Whistle Blower zu ermorden. Wer würde also nach Deiner Lesart für die Tat infrage kommen?

Nu aber mal raus mit der Sprache und nicht wieder in Schweigen und Leugnen sich hüllen …

PS:

würde es zu Israel’s Gewohnheiten gehören, Whistle Blower zu liquidieren, würde ich aufgrund Deiner Bemerkung annehmen, daß Ostro..’s Zeugs aufgeblasener Kokolores ist. Zu insinuieren, daß man sich per Publikation in Gefahr bringt, ist eines der beliebtesten und abgedroschensten Verkaufsförderungsargumente überhaupt, aber bei den P. Bereit’s dieser Welt zieht es offenbar nach wie vor uneingeschränkt.

19. A.mOr - Oktober 22, 2013, 17:27

Kleines noch, P.Bereit, Freinde der Juden in Saudi Arabien? Interessante Frage. Juden haben keinen Zutritt nach Saudi Arabien. Können wir also hoffen, daß die Feindschaft gegen Juden dort keinen Ausgang kriegt? 🙄

20. Silke - Oktober 22, 2013, 17:53

insgesamt glaube ich, daß sich das Liefern von state of the art Waffensystemen für Normalos aufregender anhört als es ist. Schließlich hat der jeweilige Lieferant (hoffentlich) das Monopol auf das Liefern von Ersatzteilen und kreativ dran rumschrauben lässt sich angeblich heute nicht mal mehr an nem VW Kleinwagen und noch hoffentlicher hält er, der Lieferant, sich ein Hintertürchen zur jeweiligen Elektronik offen.

Viel aufregender finde ich so Sachen wie daß es den syrischen Rebellen mit Hilfe von heat seeking leicht transportierbaren missiles gelungen sein soll, nen Regierungsflieger vom Himmel zu holen.

Sowas sind Waffen, die gehören einfach nicht in die Hände von Aufständischen (genausowenig wie Kalaschnikovs in die von Kindersoldaten) – vermutlich habe ich solche Infos von dieser Website

http://cjchivers.com/

21. ekkehard schroeder - Oktober 22, 2013, 18:15

wie geht das zitat das allgemein adorno zugeschrieben wird: es gibt kein richtiges im falschen leben.
und ansonsten war auschwitz keine besserungsanstalt. hat auch wer prominentes gesagt, wer weis ich nicht.
ansonsten ist realpolitik, vorallem ausenpolitik, oftmals prinzipienlos, opportunistisch und nimmt vorhandene barbarei oftmals als gottgegeben hin, wie zb der fall ghadafi gezeigt hat.
zudem sind die politischen akteure meist keine homogene masse, sondern eine gemengelage aus unterschiedlichsten akteuren die alle oftmals widersprüchliche interessen mit widerssprüchlichen ergebnissen haben.

und das israel zb. als teil des westlichen machtblocks im kalten krieg vieles an scheuslichkeiten mitgemacht hat ist weder neu noch überraschend.
man mag es israel vorwerfen, zumal sich manches später auch rächte da man geister rief die man bereut. man kann, vielmehr muss, israel zugutehalten das es sich angesichts der regelmäsigen existenziellen bedrohung sich nicht immer seine freunde aussuchen kann.

die „verlogenheit westlicher“ politik ist alles andere als exklusiv.
man mag vieleicht dem einem oder anderen despoten zugutehalten das er seine menschenfeindlichkeit offen ausspricht: aber machtmissbrauch usw sind auserhalb der westlichen welt mindestens(!) genauso verbreitet. und korrektive wie eine freie presse sind hiebei gar nicht erst vorgesehen. oder berichtete man zb aus abu ghuriab zu zeiten saddam husseins mit der selben selbstverständlichkeit wie unter der us-besatzung?
http://de.wikipedia.org/wiki/Abu-Ghuraib-Gef%C3%A4ngnis
insofern ist auch die tatsache das jemand ein kritisches buch über den mossad oder sonstwas schreibt ein teil des demokratischen spiels.

aber wie ist es mit den verschwörungstheorien: wenn man umgebracht wird waren es die illuminati, wenn man nicht umgebracht wird sind die illuminati so mächtig das sie es nicht brauchen.

22. Lila - Oktober 22, 2013, 18:30

Oder auch: wenn Soldaten vergewaltigen, sind sie verbrecherische Schweine. Wenn sie es nicht tun, sind sie rassistische Schweine.

http://www.jewsnews.co.il/2013/10/15/ex-israeli-soldier-denounced-on-us-campus-for-not-raping-palestinian-women/

23. P.Bereit - Oktober 22, 2013, 18:39

Zum Glück haben die Saudis auch keinen Zutritt nach Israel.Reiner Zufall wie ich meine.Dafür gingen die Bin Ladens in den USA ein und aus.Komische Busenfreunde hat Israel,findet ihr nicht auch? Da könnt ihr den ideologischen Leierkasten drehen, so lange ihr wollt.

24. Lila - Oktober 22, 2013, 18:43

Hast Du eine Quelle dafür, daß Saudis keinen Zutritt nach Israel haben? Ich weiß, daß die Saudis Israelis nicht reinlassen, aber umgekehrt? Ich weiß es wirklich nicht, also Quellen…?

http://www.timesofisrael.com/saudi-arabian-airlines-defends-no-israelis-rule/

Viele Staaten anerkennen den israelischen Paß nicht. Israelische Bürger dürfen nicht in Feindstaaten reisen. Wenn sie es doch tun, wie dieser Tennenbaum, kann das ins Auge gehen. Auch Lisa Goldman war ja in Beirut.

http://en.wikipedia.org/wiki/Israeli_passport

Aber wenn ein saudischer Staatsbürger einreisen wollte? Was würde passieren?

Hoder Derrakshan ist jedenfalls reingekommen.

25. Silke - Oktober 22, 2013, 19:13

mein Gedächtnis sagt sogar, daß EoZ? mal was hatte, daß sich irgendein saudisches Königshausmitglied sogar mal in Israel operieren ließ, weil er einer israelischen Spezialität bedürftig war.

ich finde es hochgradig witzisch, wenn die P. Bereits dieser Welt verlangen, daß Israel nicht nur diese Krone unangefochten trägt:

„During Operation Cast Lead, the Israeli Defense Forces did more to safeguard the rights of civilians in the combat zone than any other army in the history of warfare.“

http://www.idf.il/1283-17660-en/Dover.aspx

sondern auch in jeder auch nur denkbaren anderen Beziehung die Nr. 1 ist.

26. willow - Oktober 22, 2013, 19:16

Wozu braucht es in solchen Fällen Quellen …

PS: nur aus Interesse – hat das Pseudonym „P.Bereit“ irgendetwas mit dem regierenden Bürgermeister Berlins zu tun? So eine schenkelklatschende Geschmacklosigkeit?

27. Silke - Oktober 22, 2013, 19:16

Lila 24

könntest Du einen Wettpool aufmachen, in dem man einzahlen kann, ob P. Bereit dieses mal seine Behauptung belegen wird?

Der sich ansammelnde Topf ginge dann vorzugsweise an Dich, es sei denn, P. Bereit würde einmal, ein einziges Mal wider jede Wahrscheinlichkeit und Geschichte auf diesem Blog eine seiner Verleumdungen oops ich meine natürlich Behauptungen widerlegen.

28. Lila - Oktober 22, 2013, 19:20

Ach, das ist eine geniale Idee. Das Geld würde ich in Zahnbehandlungen anlegen, die ich mir im Moment nicht leisten kann…

Da hätte P.Bereit mal ein gutes Werk getan.

Aber natürlich nur, wenn er nichts belegt und mich das Geld kassieren läßt 🙂

29. wollecarlos - Oktober 22, 2013, 19:38

Kann man sich auch mit Naturalien an der Wette beteiligen?

30. Lila - Oktober 22, 2013, 19:45

Kommt ganz auf die Naturalien an.

31. Silke - Oktober 22, 2013, 20:04

Lila 28 – nu die Anzahl seiner Behauptungen, für die er bis jetzt trotz Aufforderung keine Belege geliefert hat, könnte schon ein nettes Sümmchen erbringen, vorausgesetzt ich bin nicht die einzige, die da mittlerweile eine gewisse Erwartungshaltung/Spannung aufgebaut hat.

Lila 30 – bei Naturalien wären mir Goldbarren am liebsten.

und der Reiz von dem Topf, den Töpfen wäre ja, daß er die Motivation hätte, wollte er kassieren, endlich mal zu liefern.

@willow
anti3anti hat schon mal Pebereiter angefragt und was Google daraufhin liefert, ist wirklich zum Abgewöhnen. Je länger ich den Knaben P. Bereit und Scherzkeksigkeit kenne, desto mehr glaube ich, daß anti3anti da nen Punkt hatte.

32. Lila - Oktober 22, 2013, 22:41

Ich brauch doch keine Goldzähne…

33. wollecarlos - Oktober 22, 2013, 22:46

Wie wäre es mit Olivenöl aus eigener Produktion?
Oder selbstgepflückten Mandeln?
Auch mit Schafwolle könnte ich dienen, garantiert umweltfreundllich geschoren!
Eier von freilaufenden Hühnern wären auch auf die Wettschale zu legen, natürlich gaaanz vorsichtig!

34. Silke - Oktober 22, 2013, 23:46

Gold ist das Beste für’s Gebiss, nicht zuletzt weil es sich, anders als all die hochgelobten neuen high-tech-Materialien einbeißt

Ich habe seit nahezu 40 Jahren Gold im Gegenwert eines Mittelklassewagens im Mund und bin fest entschlossen, sollte es einen meiner Schneidezähne erwischen, mir einen goldenen machen zu lassen, denn was falsch ist, sollte auch falsch aussehen.

35. P. Bereit - Oktober 23, 2013, 8:07

Aha. Und das nennt IHR nun sachlich oder argumentativ!
Sie sollten nicht agitieren, sondern zunächst aufmerksamer lesen. Meine Frage war nicht darauf gerichtet, ob Israel aggressiv ist oder nicht, sondern stellte in den Raum, weshalb Israel sich am Iran abarbeitet und andererseits, die Aufrüstung eines Staates wie Saudi-Arabien widerspruchslos hinnimmt. Zu diesem Aspekt haben sie keinerlei Hinweis geliefert. Das wäre allerdings angebracht, angesichts der Tatsache, dass ich hier noch kein gutes Wort zum Thema ARABER gelesen habe. Übrigens ein Thema, das auch die Deutschen bewegt, zumal sich hierzulande die Antisemiten nicht zuletzt aus einem Klientel generieren, das einen derartigen Migrationshintergrund besitzt.
Noch eines. Ehe sie sich über etwas lustig machen, sollten sie sich schon mit den Quellen befassen, die sie doch immer wieder fordern. Lesen sie das Buch von Ostrovsky. Vielleicht haben sie nach dieser Lektüre, ebenso wie ich und viele andere, Zweifel daran, dass Israel in Sachen Moral, an irgendeiner Stelle punkten kann. Allein die Gründungsgeschichte des Mossad ist ein Beweis dafür, dass Israel die Begriffe und Inhalte von Freund oder Feind, nie so genau nahm. Selbst die Zusammenarbeit mit Nazis und befreundeten Diensten, die Kriegsverbrecher und Judenmörder in Lohn und Brot hielten, stellte keine Hürde dar. Das sind selbstverständlich alles nur Behauptungen von P. Bereit. Sie haben natürlich insofern Recht, dass Israel in dieser Art von Politik, keine Ausnahme darstellt. Wenn es um Geld geht (und darum ging und geht es nahezu immer), dann kann man sich seine Freunde nicht aussuchen.

36. wollecarlos - Oktober 23, 2013, 8:53

„was falsch ist, sollte auch falsch aussehen“

Ist das schon Filosofie ?
Oder die „neue Ehrlichkeit“ ?

Jedenfalls nicht uninteressant, diese Einstellung.

37. P. Bereit - Oktober 23, 2013, 9:17

@Silke
So viel Gold. Du bist eine gute Anlage. Willst du mich heiraten?

38. Ludwig - Oktober 23, 2013, 12:20

Bisher habe ich drei kleinere Erdbeben erlebt, komischerweise alle im Bett. Zufall? Oder nimmt man es tagsüber nicht so schnell wahr, wenn der Boden wackelt? Jedenfalls war das eher harmlos, so als ob eine lange Lastwagenkolonne hinter einem etwas wackeligen Altbau vorbeifährt, also nur geringfügig stärker als die Kater-titscht-durchs-Zimmer-Variante ;).

Trotzdem bin ich froh, dass ich mich meistens in den völlig erdbebensicheren Teilen Deutschlands aufhalte. Die Vorstellung, dass einem quasi der Himmel auf den Kopf fallen könnte, ist wirklich nicht so toll.

Meine kleine Recherche zum Thema Erdbebensicherheit hat ergeben, dass man die jeweiligen Risiken nicht pauschal abschätzen kann. Alle möglichen Variablen spielen da mit rein: Frequenz, Richtung und Dauer der Erdstösse im Verhältnis zur Höhe und Konstruktion des Gebäudes, in dem man sich aufhält, seiner Eigenschwingung und der Konsistenz des Untergrundes …

Erfahrungen aus großen Beben in Städten zeigen wohl, dass ältere mittelhohe Stahlbetongebäude mit 5-10 Stockwerken, die größte Gefahr darstellen, weil sie wie ein Kartenhaus einstürzen können, wenn das Erdbeben die falsche Frequenz hat und beim Bau an der falschen Stelle gespart wurde.

Damit ist nichts über niedrige Wohnhäuser gesagt, oft werden die bei einem ähnlichen Beben viel weniger beschädigt.

39. avra - Oktober 23, 2013, 13:07

@silke:“Ich habe seit nahezu 40 Jahren Gold im Gegenwert eines Mittelklassewagens im Mund und bin fest entschlossen, sollte es einen meiner Schneidezähne erwischen, mir einen goldenen machen zu lassen, denn was falsch ist, sollte auch falsch aussehen.“

da liegst du voll im trend. madonna, rihanna, gangsta rapper, tragen goldzähne oder zumindest „grills“ im sichtbereich:

wer hat, der hat und will es auch zeigen, sonst hat er ja nix davon:

40. Silke - Oktober 23, 2013, 14:08

angesichts der Tatsache, dass ich hier noch kein gutes Wort zum Thema ARABER gelesen habe

wieder eine Behauptung, die mit Hilfe von SuFu leicht zu belegen wäre, doch unser Hochintellektül namens P.Bereit gibt sich mit so’m Simplekram natürlich nicht ab.

wo käme er denn da hin, das wäre ja beim Verleumden hinderlich

… warum nur kriege ich davon das Bild ins Hirn gebeamt, wie früher der deutsche Mann, auch der aus bester Familie, noch ungeniert an jeder Straßenecke so durfte, wie es heutzutage nicht mal mehr Hunden gestattet ist.

@ P. Bereit – wieso erst heiraten?

41. Silke - Oktober 23, 2013, 14:10

avra

ich bin einerseits begeistert, andererseits hoffe ich, daß es meine Schneidezähne noch lange ohne jede Zahnarzthilfe machen.

ich bin nämlich nicht bereit, um der Schönheit willen zu leiden 😉

42. Silke - Oktober 23, 2013, 14:12

@36

die Einstellung hab ich von meiner Oma und die hatte sie von ???

iss vermutlich protestantische Prägung

43. A.mOr - Oktober 23, 2013, 14:35

Silke an avra
ich bin nämlich nicht bereit, um der Schönheit willen zu leiden

Muß man anerkennen: guter Konter!
Mit allem Respekt. 🙂

44. P. Bereit - Oktober 23, 2013, 14:36

Wenigstens einen Zahn solltest du dir erhalten. Für Zahnschmerzen.

45. P. Bereit - Oktober 23, 2013, 14:40

@Silke
Lass mich teilhaben an deinem Wissen. Was durfte der deutsche Mann an jeder Straßenecke? Und. Bitte die Quelle!

46. A.mOr - Oktober 23, 2013, 14:44

Sehr geehrter Herr Lügenorgel,
Wetten kann man nur dann gewinnen oder verlieren, wenn man daran teilnimmt. 

Selbstverständlich kann ich verstehen und nachvollziehen, wenn Sie nicht an einer Wette teilnehmen mögen, bei der Sie sich keinen Gewinn erhoffen können.
Wenn also die Bedingung „beweisen Sie Ihre Behauptungen!“ Ihre Möglichkeiten zum Einsatz bei vorgeschlagener Wette übersteigt, vielleicht sollten wir neue Wette formulieren, den Einsatz dann auch nochmals verhandeln?

Wie wäre es mit: 
„Wer kann besser lügenorgeln“? 

Bin mal gespannt, ob Sie die Finte entdecken. Oder sind Sie Israeli?
Verzeihung, sollte ich es Ihnen zu leicht machen, so daß Sie in Ihrer Ehre sich gekränkt fühlen könnten. Das ist nicht die Absicht des Schreibers.

Nur, auch Anspruch regelt sich nach dem, was bislang geboten war. Es gibt Aufstiegsmöglichkeiten, auch beim Einsatz.
 Allerdings wüßte ich gerade außer Goldzahn keinen besseren als frisch geerntete Mandeln, die man jedoch auch goldzähnig nur in gesundem Maße genießen sollte.
Nu?

PS/Sie werden bemerkt haben, daß zumindest im Feld Wetteinsatz sich einige mit interessanten Vorschlägen hervortun. Was hätten Sie so zu verzollen? Lügenorgel? 

PPS/wir sind nicht besser als Sie. Ist es Ihnen sehr wichtig, das derart zu betonen? 

Natürlich, was den einen oder anderen betrifft, und was ist gut oder besser und wozu und wobei und für wen…
Aber das wäre wohl zu allgemein unverständlich? Fragen tun sich auf.

PPPS/und wer ist eigentlich Herr Lügenorgel? 🙄

47. Lila - Oktober 23, 2013, 14:44

Quelle, mein Lieber? Ich erinnere mich deutlich an mein Entsetzen, als ich zum ersten Mal Eckhard Kleßmanns Biographie über Caroline Schlegel-Schelling las, die ja Tochter des bekannten Orientalisten Michaelis in Göttingen war. Dort war es eine stadtbekannte Plage, daß betrunkene Studenten sich einen Spaß draus machten, auf Kommando (das Kommando hab ich leider vergessen) gegen Wände und in Eingangstore von Bürgerhäusern zu pissen.

Das gehörte gewissermaßen zu den Rechten der Studenten.

Dazu gibt es genügend Zeugnisse, mir fällt spontan nur dieses ein.

Ich nehme an, daß Silke das gemeint hat.

Und danke für den guten Wunsch mit den Zahnschmerzen…

48. P. Bereit - Oktober 23, 2013, 15:21

Das Pissen wurde in unseren Häusern weitgehend durch Graffiti ersetzt. Heute pisst man kaum noch in die Flure, man verschandelt sie und die Fassaden mit Farbe, was als Widerstand gegen die Gentrifizierung gilt. Nicht Schönheit ist gefragt, sondern Hinterhofschmuddel und Ghettoatmosphäre. Zumindest in den Großstädten ist das so. Und wenn wir eine klassizistische Hausfassade mit viel Aufwand und viel Geld rekonstruiert haben, kommt der sich selbst als links bezeichnende Pöbel mit Farbeimern und Farbeiern. Die sind aber nicht links, die sind einfach nur in einer Wohlstandsgesellschaft total verblödet. Aber das war ein Abschweifen vom Thema.
Ich lese regelmäßig die in Berlin erscheinende JÜDISCHE ZEITUNG.
Gegen den Stil, der in dieser Zeitung gepflegt wird, seid ihr hier ein erzreaktionärer, nationalistischer Verein, um es vorsichtig auszudrücken. Protagonisten wie S. würde man dort wohl in der Luft zerreißen. Ich empfehle euch dringend diese Lektüre. Dort schreibt nicht P. Bereit, dort schreiben eure Glaubensbrüder und Landsleute. Mit Sicherheit wieder die Falschen. Ich höre es schon.

49. Jakobo - Oktober 23, 2013, 15:44

„Meine Frage war nicht darauf gerichtet, ob Israel aggressiv ist oder nicht, sondern stellte in den Raum, weshalb Israel sich am Iran abarbeitet und andererseits, die Aufrüstung eines Staates wie Saudi-Arabien widerspruchslos hinnimmt. “

na weil saudiarabien und israel ein gemeinsames problem haben.
das ist bekannt und wird mal mehr mal weniger offen ausgesprochen.
uebrigens auch von saudi arabien. die hoffen mal mehr mal
weniger insgeheim auf einen angriff von usa und israel.

aber das ist doch alles schon seit ewigkeiten bekannt. sag mal,
ist das schon der 7. himmel deiner kritischen fragen?

uebrigens macht deutschland mit allen arabisch-muslimischen
laendern ganz gute geschaefte (das selbe gilt fuer russland)
und ist deshalb gerne zurueckhaltend (zb in sachen iran oder
syrien oder libien). das ist aber auch bekannt und nichts neues.

J

50. Jakobo - Oktober 23, 2013, 15:50

PS.: nichts von dem was du in post 8 schreibst ist wirklich etwas
neues. auch was die geschaefte mit dem iran betrifft, der iran
hatte damals sehr gute beziehungen zu israel.

ich verstehe nicht wo dein problem liegt.

aber deinen 7. man-bin-ich-kritisch-himmel lass ich dir gerne
wenns dich gluecklich macht 😉

51. P. Bereit - Oktober 23, 2013, 16:02

50.
Die Beziehungen zum Iran waren sehr gut. Das stimmt. Sie waren so gut, dass man Militärgeschäfte, z.B. Ersatzteile für Kampfflugzeuge, geheim über deutsche Häfen abwickelte. Noch immer ist nicht vollends geklärt, wie tief Uwe Barschel und andere Politiker in diese Geschäfte verwickelt waren. Der ehemalige Mossad-Agend Ostrovski behauptet in seinem Buch, (Titel bereits genannt) ein Mossad-Team habe ihn umgebracht. Er beschreibt die genaue Vorgehensweise, was sich übrigens mit dem deutschen Gutachten zu seiem Tod weitgehend deckt. Fazit. Wenn das so stimmen sollte, dann waren die Geschäfte sehr gut, nur niemand sollte davon Kenntnis erhalten.
Weshalb wohl nicht?

Vielen Dank übrigens für deine Großzügigkeit!

52. Jakobo - Oktober 23, 2013, 16:08

„wo habe ich nur heute morgen die Überschrift gelesen, wie peinlich es all den deutschen Elitenmitgliedern war, von denen Händeschüttelbilder mit Ghadafi auftauchten, als Ghadafi nicht mehr angesagt war.

… und bei der London School of Economics soll’s ne ganze Ghadafi-Sohn finanzierte Abteilung geben – auch da gab’s fürchterliche Verrenkungen, doch ich glaube zurückgegeben haben sie nüscht.“

Was?? Gadafi hat mit westlichen politikern haende geschuettelt?
dabei war er doch immer so moralisch und konsequent!!!
und jetzt hoere ich so etwas von ihm?!?!

bei dem kauf ich nichts mehr!

J

53. Jakobo - Oktober 23, 2013, 16:12

„Wenn das so stimmen sollte, dann waren die Geschäfte sehr gut, nur niemand sollte davon Kenntnis erhalten.
Weshalb wohl nicht?“

Du fragst „wenn das so stimmt“ und fragst dann rethorisch
„weshalb wohl nicht“.

sag du uns doch „weshalb nicht“ aber bitte nur „wenn das so stimmt“.

J

54. Jakobo - Oktober 23, 2013, 16:12

„Vielen Dank übrigens für deine Großzügigkeit!“

gerne, verdient.

J

55. Lila - Oktober 23, 2013, 16:15

Jakobo, zu 53. – lies den Satz noch mal. Das NICHT bestellt sich auf die Kenntnis – weshalb sollte niemand davon Kenntnis erhalten.

56. Jakobo - Oktober 23, 2013, 16:15

ah.. ps.:

barschel soll ja auch noch andere probleme gehabt haben.
da war irgendso eine affaire mit engholm aus die er trotz
ehrenwort nicht mehr gut rausgekommen ist.

also wenn das so stimmt koennte er sich auch selbst
umgebracht haben. waere teoretisch zumindest moeglich.

J

57. Jakobo - Oktober 23, 2013, 16:17

„lies den Satz noch mal. Das NICHT bestellt sich auf die Kenntnis – weshalb sollte niemand davon Kenntnis erhalten.“

tritt mich mal bitte ich weis gerade nicht was du meinst.

J

58. Silke - Oktober 23, 2013, 19:46

also Jakobo

wie kannst Du nur – wo doch der ehemalige Mossad-Mann, so tolle Dönnjes erzählt, daß unser P.Breit total verblüfft ist, daß der Mann noch??? am Leben ist.

aus Erfahrung lass es Dir gesagt sein, daß unser Breiter es strikt ablehnt, irgendeine seiner Behauptungen per SuFu-Einsatz zu belegen. Unter einem Kampf von Bücherregal gegen Bücherregal tut der’s nicht.

Der schmeißt die Stinker und dann schweigt er, außer natürlich, daß er uns Buchbesprechungen von ex-Mossad-Agenten liefert.

PS:
das mit der Jüdischen Allgemeinen ist hübsch, er robbt sich langsam ran – als nächster Schritt ist jetzt wohl langsam „einige meiner besten …“ und dann die Aachener Friedensinitiative und deren gesammelte Preisträger dran.

noch’n PS: die Männer meiner Generation haben niemals IN Flure gepischert. Die waren wohlerzogen.

Was Ostrovsky anlangt, ich glaube Benny Morris. Aber es gibt nix, was gewisse Menschen nicht bereit sind zu glauben, sobald man ihnen erzählt, ihnen würde ein exklusiver Blick durch’s Schlüsselloch gewährt …

59. willow - Oktober 23, 2013, 19:53

Irgendwie kommen wir nicht von den Mossad-Haien los … 😉

http://aro1.com/dem-mossad-deutsche-leichen-anhaengen/

60. P. Bereit - Oktober 23, 2013, 20:11

@Silke
Pffffffffffffffffffff. Das ist nun wirklich nicht mehr als ein Fliegenfurz. Das ist unter deinem Niveau. Ehrlich. Die Männer deiner Generation haben nicht in Flure gepüschert. Das mag stimmen. Sie sind aber gerne verreist und sei es nur mit dem Panzer Richtung Russland. Das waren die richtig Guten. So was findet man heute nicht mehr..

61. P. Bereit - Oktober 23, 2013, 20:16

59.

Mensch Willow, dieser verlinkte Blog ist wirklich ein schlagendes Argument. Respekt! Danke für DEN Hinweis.

62. Silke - Oktober 24, 2013, 0:41

@60

wie immer falsch P.Breit – die Männer meiner Generation waren die Söhne – mein Vater war übrigens zu Fuß in Rußland (wegen Renitenz dahin strafbeordert) und wie war’s bei Dir? Großvater oder Ur- oder Urur- schlürfte Austern in Paris?

Es ist schon sehr sehr seltsam, wie schwach entwickelt das Wissen/Gefühl von Youngstern für Zeitabläufe ist.

——–

für alle:

Zu meiner großen Freude habe ich einen ausreichend langen Auszug aus einer Benny Morris Besprechung von Ostrovsky dem Victor-ischen gefunden – besonders gefreut hat es mich zu erfahren, daß die Mossad-Leute zumindest bis zum Winter 1996 so zurückhaltend beim Memoirenschreiben waren, wie es sich für Profis gehört.

Enjoy! – wenn es nicht so perfekt zu P. Breit’s hier dokumentierter Weltsicht* passen würde, wär’s lustig.
http://www.jstor.org/discover/10.2307/2538192?uid=3737864&uid=2129&uid=2&uid=70&uid=4&sid=21102807522997

*) lt. Broder in nem Vorwort**)
Wenn Antisemitismus die Sonderbehandlung von Juden ist,
dann ist Antizionismus die Sonderbehandlung Israels.

(was immer ich sonst gegen ihn habe, wenn er bei dem Thema ist, hat er’s einfach drauf.)

**)http://www.amazon.de/Das-Israelpseudos-Pseudolinken-Anja-Worm/dp/3862591190/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1382567922&sr=8-1&keywords=michael+landmann+ca+ira

63. P. Bereit - Oktober 24, 2013, 8:04

Wäre es nicht schön, man könnte einmal vom Prinzip „ALLE blöde, außer Mutti“ abweichen? Man könnte sich gesittet unterhalten, unabhängig davon, wie unterschiedlich die Meinungen auch sein mögen. Hierzu würde gehören, die vorsätzlich freie Interpretation der Meinung der Anderen, nicht als das zu setzen, was der Andere gesagt haben soll.
Kurz zur Auster. Hierzu muss ich mich wiederholen. Macht aber nichts. Ich kann nicht verlangen, dass sich jemand an Dinge erinnert, an die er sich nicht erinnern will oder kann. Mein Urgroßvater als auch mein Vater, wussten vermutlich nicht einmal, wie eine Auster aussieht. Meinen Urgroßvater konnte ich nicht fragen, meinen Vater habe ich nicht danach gefragt. Vermutlich hätte er mich irritiert angesehen. Beide haben sich mit der Waffe in der Hand denjenigen angeschlossen, die ihr Land gegen diejenigen verteidigen mussten, die mit Panzern und Flugzeugen versuchten „einzureisen“. Bezahlt haben sie diesen Kampf mit ca. 20 Millionen Menschenleben. Während mein Großvater verschollen blieb, überlebte mein Vater. Er hatte, wie viele seiner Kameraden, wohl nur zwei wesentliche Makel, die ihn aus heutiger Sicht zum Opfer 2. Oder 3. Klasse machen. Er war weder mosaischen noch eines anderen Glaubens, aber Kommunist. Quellen? Meine Familiengeschichte. Ihr werdet nicht erwarten, dass ich sie hier weiter ausbreite.

64. P. Bereit - Oktober 24, 2013, 11:11

@58
Nachtrag: Richtig lesen, Schnucki! JÜDISCHE ZEITUNG, nicht JÜDISCHE ALLGEMEINE ZEITUNG.

65. Ludwig - Oktober 24, 2013, 13:44

Na, dieser Thread wird wohl als Sternstunde der Völkerverständigung in die Geschichte eingehen, da alle offenen Fragen, die es zwischen Deutschen und Juden, Israelis und Palästinensern sowie Moslems und der westlichen Welt gibt, sachlich, abschließend und einvernehmlich geklärt wurden. (Sarc-Off)

Bleibt nur noch offen, unter welchen Bedingungen es möglich ist, sich darauf zu einigen, dass man sich in bestimmten Punkten nicht einigen kann, nicht mal über einen Sachverhalt, schon gar nicht über seine Bewertung …

66. wollecarlos - Oktober 24, 2013, 14:04

Liebe Silke,
Sie schreiben zu Broder „…was immer ich sonst gegen ihn habe…“

Mich würde brennend interessieren, was Sie „sonst gegen ihn“ haben.

67. P. Bereit - Oktober 24, 2013, 14:54

Ich denke, Silke wird nichts gegen ihn haben. Es gibt nichts gegen Broder. Das ist ja das Schlimme.

68. Silke - Oktober 24, 2013, 15:22

@66
z.B. wenn er sich als Wirtschaftsexperte outet …

69. Silke - Oktober 24, 2013, 15:38

ich sehe den Beginn einer wundervollen Freundschaft zwischen Ludwig und P. Bereit und das ist zu viel für mich

besonders da ich die Gefahr sehe, daß meine Hochachtung für einige Leistung von Kommunisten von einem routinemäßigen Verleumder wie P. Bereit besudelt werden könnte

70. A.mOr - Oktober 24, 2013, 15:54

Höh? 😯
Gibt nichts gegen El Broder?
Entspann Dich, gibt schlimmeres!

71. A.mOr - Oktober 24, 2013, 15:58

vergessen: 😉 – 😆

72. avra - Oktober 24, 2013, 16:27

@ludwig 65:“Na, dieser Thread wird wohl als Sternstunde der Völkerverständigung in die Geschichte eingehen, da alle offenen Fragen, die es zwischen Deutschen und Juden, Israelis und Palästinensern sowie Moslems und der westlichen Welt gibt, sachlich, abschließend und einvernehmlich geklärt wurden. (Sarc-Off)“
ja, so erdbeben, vor allem in israel, können alles völlig durcheinanderbringen ; )
jüdische witze
mossad
saudi arabien
iran
gaddafi
palästina sowieso
nicht zu vergessen die goldzähne, väter u. großväter, die zu fuß oder mit panzern, ausflüge nach russland unternahmen
UND die frage, ob damals wie heute noch in/an die ecke „gepüschert“wird….usw…usf…
ein erdbeben eben…

73. wollecarlos - Oktober 24, 2013, 17:04

Hallo, Silke, ist das Alles ???

74. A.mOr - Oktober 24, 2013, 18:21

avra 😉
Gute Zusammenfassung, und das Beben hat mich Dank von Dir bescherter guter Laune über die Lachmuskulatur ebenfalls erreicht. Definitiv, besser als Wackelerde!

75. P.Bereit - Oktober 24, 2013, 19:55

Dann sollten wir uns doch alle darüber freuen, dass uns nicht langweilig geworden ist. Was wäre schon ein simples Beben,gegen die Meinungen hier. An die Beleidigungen von verbissenen Menschen, habe ich mich gewöhnt. Wir werden alle alt. Irgendwann.

76. Silke - Oktober 25, 2013, 19:06

und nu iss der ganze schöne Busstop thread weg – wie gut, daß ich Lila’s Ratschläge in vollem Mißtrauen gegen das Web alle lokal gesichert habe.

apropos Busstop


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