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Feine Mädchen Juli 15, 2013, 6:44

Posted by Lila in Land und Leute.
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Bei Elder of Zion gefunden:

<p><a href=“http://vimeo.com/70244108″>Christian Arabs say: We are Israelis and deserve to serve Israel proudly</a> from <a href=“http://vimeo.com/user10995457″>Triumphant over darkness</a> on <a href=“https://vimeo.com“>Vimeo</a&gt;.</p>

Ich wünsche ihnen eine positive und erfüllte Zeit bei der Armee, in der sie viel lernen und Anerkennung ernten.

Wer mehr über Gush Chalav und die Maroniten, die dort leben, erfahren will, kann das hier tun.  Es ist ein Irrtum, die gesamte nichtjüdische Minderheit Israels in einen Sack zu stecken und zu entscheiden, was sie brauchen, wollen, anstreben, tun müssen. Nicht nur Drusen, Beduinen und Tscherkessen denken anders als Ahmed Tibi oder Chanin Zouabi. Auch unter den Christen gibt es viele Gruppen, jede mit ihrer eigenen Identität und dem Recht, eine eigene Position zum Staat Israel zu finden. Maroniten, Melkiten oder Griechisch-Orthodoxe – es sieht jedesmal anders aus.

Gush Chalav ist nicht weit weg von hier, man muß einfach nur die 899 Richtung Mattat und Sasa weiterfahren. Ich hätte Lust, mal anzuhalten, wenn wir dort vorbeikommen, und mir das Dorf und die Kirche anzugucken. (Und als Mittelding zwischen Langhaus- und Zentralbau, wie ich dem Bild nach urteile, wäre sie sogar ein interessantes Vergleichsobjekt für meine Stunden über Kirchenbau…)

 

 

Kommentare»

1. Piet - Juli 15, 2013, 8:09

Ach guck, über „Arabische Christen für den Wehrdienst“ hatte Israelnetz vor ein paar Tagen auch geschrieben. Ich hatte mir den Artikel extra aufbewahrt, weil ich es so bemerkenswert fand.

2. Wolfram - Juli 15, 2013, 11:38

Hut ab. Und alle guten Wünsche für die Mädchen und ihre Kameraden.

3. avra - Juli 15, 2013, 19:07

leider denken nicht alle so positiv wie du darüber, lila.
miriam woelke etwa, schreibt dazu auf ihrem blog u.a.:
„Persönlich muss ich sagen, dass ich lieber mehr jüdische Soldaten in der Armee sehe als all die Nichtjuden, die sich dort heutzutage herumtreiben.“
http://lebeninjerusalem.wordpress.com/2013/07/14/the-yarmulke-kipa-and-the-helmet-the-story-of-the-first-ultra-orthodox-army-unit/

und haredim die sich für den militärdienst entscheiden, müssen befürchten von den eigenen leuten attackiert u. beschimpft zu werden:
„Agmon told the committee members that soldiers suffered from being beaten, spat on, excluded from prayer gatherings, having their children expelled from schools, being the subject of hateful graffiti, and having their car tires slashed. He said that the IDF had established a call center where people could report such attacks and had already received more than 89 complaints from Bnei Brak, Jerusalem, Beit Shemesh, Modiin Ilit, and other ultra-Orthodox towns.“

http://www.timesofisrael.com/idf-officer-compares-attackers-of-haredi-soldiers-to-nazis/

weiters:
http://www.timesofisrael.com/in-ultra-orthodox-neighborhoods-anti-idf-posters-recall-nazi-propaganda/

auch recht deutlich diese meinung:
“As long as there are knit kippot,” Cohen continued, “the throne is not whole. That’s Amalek. When will the throne be whole? When there is no knit kipa.”

http://www.timesofisrael.com/shas-leader-says-modern-orthodox-not-jewish/

bennetts reaktion darauf und da bin ich seiner meinung:
„For those who don’t know, Amalek is an expression referring to someone who must be wiped off the face of the earth. No less. At this very moment, thousands of knit-kipa wearers are standing guard from the Syrian border to the Egyptian, from brigade commanders down to the lowliest soldiers, and are spitting blood to defend even the honorable rabbi,” he wrote.

4. Aristobulus - Juli 15, 2013, 19:38

Ja, die weiß gut, wo’s langgeht 😉

– Lila, wann ist diese Kirche denn errichtet worden?

5. Lila - Juli 15, 2013, 20:56

Ja, Miriam meint mit diesen Nichtjuden zB meine Söhne (und natürlich Töchter, aber Soldatinnen sind für streng religiöse Juden ja sowieso Flittchen). Ich habe ja von meiner Begegnung mit einer streng religiösen Jüdin aus einem Nachbarort erzählt, die ich ausgerechnet an der Hochschule traf (wo sie eine Weiterbildung macht, obwohl sie das säkulare Erziehungssystem verabscheut), und die sagte: meine Söhne bewahre ich vor der Armee, diesem Dreckshaufen voll Nichtjuden und Mädchen.

Kann man nichts machen. Nur verzeihen.

6. Lila - Juli 15, 2013, 20:58

Die Kirche ist modern und ein eklektisches Mischmasch. Der Architekt hat praktisch einmal in den Traditions-Beutel gegriffen und ein paar Elemente rausgezogen. Das muß ich einfach in natura sehen 🙂

Aber ich rede mir den Mund fusselig, damit die Studenten kapieren, daß sie nicht umsonst Architekturgeschichte lernen. Wenn ich ihnen zeigen kann, daß in den 1990er Jahren in Gush Chalav eine Kirche entstanden ist, die bewußt und eklektisch Traditionen zitiert, dann glauben sie mir vielleicht doch.

7. Aristobulus - Juli 15, 2013, 22:19

Lila (6), neuromanisch? Neuschwanstein mit Klippschliefern? 😉

Miriam Woelke sieht manches rabbinischer als die Rabbiner, lässt sich aber nicht zu Hassausbrüchen verleiten-. Sie war selbst nicht in der Armee, so weit ich weiß.

8. Lila - Juli 15, 2013, 22:32

Haßausbrüche sind ja auch nicht vonnöten. Die subtile Verachtung, die sich im Wort „herumtreiben“ ausdrückt, reicht ja schon.

Aber meine Kinder dienen nicht in der Armee, um jemandem zu gefallen, der Nichtjuden als mindere Spezies ansieht.

9. Arthur - Juli 15, 2013, 22:43

„Kann man nichts machen. Nur verzeihen“

Oh, das klingt jetzt aber sehr nach Märtyrer. Wenn es dich ärgert, kannst du doch ruhig sagen, dass es dich ärgert. Es herrscht doch Meinungsfreiheit in diesem Land.

10. Lila - Juli 15, 2013, 23:12

Ich kann die Miriam ja eigentlich gut leiden. Und darum nehme ich an, daß sie das nicht geschrieben hätte, wenn sie wirklich darüber nachgedacht hätte, was so ein Satz bedeutet. Und darum verzeihe ich persönlich ihr den. Allerdings muß ich dafür einen Willensakt leisten. Denn meine Kinder treiben sich bei der Armee nicht herum.

Daß es nicht an Juden mangelt, die sich Nichtjuden überlegen fühlen, ist trivial. Es mangelt überhaupt nicht an Menschen, die davon ausgehen, daß die Gruppe, der sie zugehören, nun mal allen anderen überlegen ist – ob es Golfspieler, Kanadier oder Rothaarige sind. Jeder hält den Stall, aus dem er kommt, für was gaaaanz Besonderes. Selbst wir Deutschen mit unserem Sündenstolz 😀

(Ich höre auch nicht gern, wenn religiöse Juden als dossim oder yehudonim bezeichnet werden, Araber als arabushim etc. Eine arabische Studentin ist neulich von einer Kollegin „ertappt“ worden, als sie über mich herzog und mich „dieses Nazi-Weib“ nannte. Na ja… solche Äußerungen kommen eben vor. Die Welt ist arm, der Mensch ist schlecht und so.)

11. Aristobulus - Juli 16, 2013, 2:01

Lila (10), Miriam hat über lang Wache gegen allerlei Missionare geschoben, vielleicht dachte sie an die, als ihr der Ausdruck „herumtreiben“ entfuhr.

Jeder, der weiß, sas das für eine Armee ist, muss doch Hochachtung vor jedem haben, der da dient. Selbst, wenn der sich manchmal in der Kombüse herumtreibt 😉

12. Lila - Juli 16, 2013, 4:59

Meinst Du, die Ultra-Orthodoxen, die Hetzjagden auf sog. Chardakim (Charedim kaley daat – also charedische Soldaten) machen, haben Hochachtung? Da spielen sich im Moment häßliche Szenen ab und die Fronten haben sich auf beiden Seiten verhärtet. Zu diesem Zeitpunkt ist das Verhältnis zwischen denen, für die die Armee eine selbstverständliche Pflicht ist, und denen, die sie verabscheuen, ziemlich zerrüttet.

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4404947,00.html

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4402982,00.html

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4404049,00.html

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4403802,00.html

Auch sonst scheinen bei manchen Charedim die Nerven ziemlich blank zu liegen.

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4405385,00.html

Und natürlich tragen solche extremen Reaktionen dazu bei, das Bild der Charedim zu verdüstern.

13. Caruso - Juli 17, 2013, 11:11

Ich sehe die Charedim so: zwei von ihnen – mindestens fünf Meinungen:-))))) Was ich bei einem großen Teil nicht ausstehen kann, daß 1. sie aus der Religion Karikatur machen; 2. eine Religiosität die nur bestehen kann, wenn man sich von der realen Welt abwendet, ist für mich nichts wert. Mein Großvater, den ich nicht kannte, er starb 2 Jahre vor meiner Geburt, war 25 Jahre lang der hoch geachteter Ober-kantor der jüdisch-orthodoxen Gemeinde in Budapest. Das hinderte ihn nicht daran in die Oper zu gehen oder im Sommer in der Donau zu schwimmen, auch wenn Frauen dabei waren. Er war trotzdem (oder gerade deshalb?) ein frommer Mann, der aber im Leben stand. Er ist mir das beste Beispiel dafür, daß „fromm“ oder „religiös“ nicht gleich- bedeutend sein muß mit Borniertheit. Sage ich, die gottlose Jüdin.
lg
caruso

14. Lila - Juli 17, 2013, 13:25

Das erinnert mich an die Geschichte, die Arie Deri von seinem Lehrer erzählte, der alles lieber getan hätte, als Menschen zu beschämen, die sich nicht nach seinen Standards richten.

Ich glaube, der nicht sehr große Kreis gewaltbereiter Krawallmacher wirft ein sehr häßliches Licht auf alle Ultra-Orthodoxen, die das nicht verdient haben. Es gibt genügend, die nicht borniert sind. Außerdem so viele Schattierungen und verschiedene Traditionen.

15. A.mOr - Juli 17, 2013, 13:49

#14, Lila
„Ich glaube, der nicht sehr große Kreis gewaltbereiter Krawallmacher wirft ein sehr häßliches Licht auf alle Ultra-Orthodoxen, die das nicht verdient haben. Es gibt genügend, die nicht borniert sind. Außerdem so viele Schattierungen und verschiedene Traditionen.“
Und genauso kann man es einfach stehenlassen. 😉

#13, Caruso
Du nennst da alles richtig, nuja, aus „Religion Karikatur machen“ unterstütze ich nicht, finde ich nicht angemessen formuliert.
Sei an dieser Stelle trotzdem erwähnt, daß es eben die „Religiösen“ sind, die unser Judentum leben und damit jedem, der/die sich zu einem „religiöseren Weg“ (nenne ich ‚tschuwa‘) entscheidet, ein guter Anlaufpunkt -und ja- auch Vorbild sind. Es ist wichtig, daß wir unseren „Religiösen“ zur Seite stehen, denn sie bewahren uns, was andere uns nehmen wollen. Sie sind unser „Rückgrad“ und wir bald keine Juden mehr, wenn wir kein Rückgrad haben.

Allzuviele würde das sehr „erfreuen“, wir jedoch sollen uns freuen, daß wir diesen wertvollen Schatz über tausende von Jahren bewahren konnten gegen alle Widrigkeiten. B“H.
Saj gesunt.

16. A.mOr - Juli 17, 2013, 13:53

À propos, wer macht das Video da oben zu einem „private video“? Wozu?
A „permission“ what for??
Soll nicht jeder sehen dürfen, daß aramäische Frauen zu Israel stehen?

17. Piet - Juli 17, 2013, 14:38

RCS hatte ja auch einen kurzen Beitrag zu Haredim und Wehrdienst gemacht, den ich ganz sehenswert finde.

@A.mOr, #16

Das könnte mit Rechten zusammenhängen und ist nicht automatisch ein politisches Statement. 😉

18. Aristobulus - Juli 17, 2013, 18:53

A.mOr (15),
grundsätzlich hast Du damit Recht.
Wobei allerdings sehr viele Charejdim nur noch aus Grundsätzen bestehen, nicht?
Caruso schrieb von der Karikatur, die aus dem Judentum gemacht werde. Ungerecht aber wahr!, dass nur ein charejdischer Rebbe mal alle Anderen als Amalek beschimpft, und gleich geht wieder das Murren durchs Land, wie fanatisch doch die Charejdischen sind.
Wobei die Meisten, die mit ihnen zu tun hatten, ganz real in regelmäßigen Begegnungen auf der Straße oder gar in politischen Versammlungen, eine ablehnende Meinung entwickelt haben.

Ich habe meinerseits größten Respekt für die immense Bildung der meisten Charejdischen. Sehr viele sind wandelnde jüdische Gedächtnisse. Aber selber könnte ich nie wie ein Charedischer leben-. Und ich will auch so wenig wie möglich politischen Einfluss von denen – habe noch nie etwas Pluralistisches von nur einem Einzigen gehört, wenn’s um Politik ging.

19. Arthur - Juli 17, 2013, 23:10

„dass nur ein charejdischer Rebbe mal alle Anderen als Amalek beschimpft,“

Genau! Dabei weiss doch jeder, dass die Russen Zera Amalek sind, und nicht die Kippot srugot… … obwohl, vielleicht gibt es da ja eine Schnittmenge…

20. A.mOr - Juli 18, 2013, 2:36

#17, @Piet
„Das könnte mit Rechten zusammenhängen und ist nicht automatisch ein politisches Statement.
Vielleicht? 😉

#18, @Aristobulus
Ja, das ist richtig, wir können und sollten nicht die ‚charejdischen‘ als alleinige Pächter von Wahrheit sehen, aber ich würde ansonsten ganz gerne verzichten auf schmutzige Wäsche, wenn’s recht ist?, sonst denken sie noch, daß wir die Weltherrschaft nicht schaffen, weil wir nichtmal popeln schaffen ohne es von linker oder rechter Hand und welcher Finger und warum eigentlich geklärt kriegen. 😳
Aber, das fand ich doch lustig am „Life of Brian“, wir sind ja auch nur zerstückeltes Widerstandswerk gegen die Römer! Und weil wir dagegen sind, aber nicht wie, machen wir uns gegenseitig fertig und warum?
Weil wir’s können? 🙄
Absurd, gerade so einen nach tischa be-aw, einfach nur absurd!

À propos, da läuft wohl gerade ein interessanter Film: „Fill the Void“.
Da handelt’s wohl auch von den charejdischen, und deutsche Kritik wundert sich, warum der Film nicht von der Kritik der Linken Israels handelt.
Dabei geht’s dort wohl um Liebe und Kram.
Ganz einfach. Aber eben nicht, Liebe und Kram eben.

21. A.mOr - Juli 18, 2013, 14:53

#17, Piet
Aber ich kenne mich da auch wirklich nicht sehr aus, stehe nur immer öfters vor Mauern, die irgendwelche Rechtsinteressen auf youtube zB für das Land Deutschland aufstellen.
Gerade erst irgend eine Musik aus Israel: „ist in Deinem Land nicht verfügbar“ steht dann da.

In diesem Fall aber, wenn es um „Rechte“ geht, warum wird nicht entsprechend darauf verwiesen, zB „die Musik im Hintergrund aus’m Radio des Jeeps enthält womöglich durch GEMA geschützte Akkorde“, oder so?

Und Danke für den Hinweis auf das Video/Reportage von Richard C.Schneider.
Scheine ich mich ja sehr gut mit den „bösen Charejdim“ zu verstehen. Oj gewolt!

#18, Aristobulus und #13, Caruso
Es ist nicht recht, die Lebensweise der Charejdim als „Karikatur“ darzustellen!
Sie leben ein Leben nach ihrer Art und Weise, und, wie Du schon schreibst, sind oft große Gelehrte, ein Quell jüdischer Gelehrsamkeit!
Sie leben eine bestimmte Form von Judentum die auch bestimmte Herkunft hat, sie reden Jiddisch. Aber selbst damit vertreten sie längst nicht alles, was irgendwie entfernt an Aschkenasim erinnert. Und doch sind sie Juden, sie sind nicht sie, sondern wir.

Und wir sind Menschen, als solche für diesen Fall Juden. Einige von uns reden dann von „diese da!“ oder „wir würden niemals!“, grenzen sich ab, andere aus. Bis zu einem gewissen Maß ist das legitim.
Wer -zB- will Judenhasser in die Jeschiwe einladen?
Die Traditionen von misrachischer oder sefardischer Seite (zB) sind auch sehr wichtig, und bei aller Eigenheit (und während 2000/2500 Jahren verschiedener Entwicklungen) verschiedener Gruppen ist es wichtig, daß wir uns auf unsere Gemeinsamkeit besinnen: wir alle zusammen haben den Bund geschlossen mit haschem und versprochen!, wir alle zusammen sind haschem gefolgt aus missrajim hinaus nach erez Jissroel, ja, wir alle zusammen waren soweit unser eigenes Kind, unseren Erben, zu töten, weil Er es befahl. Und wir alle zusammen wurden gerettet, weil Er den Befehl aufhob und Jitzhak also leben durfte. Wie Du doch gerne sagst: keine Menschenopfer! Oder Tora: lo tirzach!

Es ist nicht recht die chareidische Lebensweise als „Karikatur“ zu bezeichnen, sie leben als echte Menschen in ihrer eigenen Lebenswelt, aber als Juden sind sie weit mehr als nur unsere Brüder und Schwestern, wie Du schon sagst, sie bringen große Gelehrte hervor, sie bringen uns an das Wort heran, wenn nicht sie, wer dann?

#14, Lila
Zwar habe ich Deinen Satz als (siehe oben, ich zitierte) „einfach so“ stehengelassen, aber angesichts der nun aufttauchenden Fragen möchte ich fragen, welche abgrenzbare Menschengruppe keine „Krawallmacher“ kennt? Die für ihren Friedenswillen bekannten Buddhisten zum Beispiel, sie kennen keine „Krawallmacher“ aus ihren Reihen?

Rhetorische Fragen gerade noch an Dich! 😉
Aber wollte ich’s doch nochmal anmerken.

22. Aristobulus - Juli 18, 2013, 16:27

Na Arthur (19), externalisiertest Du da ml kurz den inhärenten Rassismus anderer Leute? 😀 Feiner Versuch.

Es war wie folgt: EIN Rebbe sagt was Anstößiges, und gleich gelten ALLE Charejdischen als anstößig.
Erscheint wie Antisemitismus in Kleinklein, nicht?

Sie ziehen den Widerwillen freilich gern selber auf sich, weil sie ja nicht an dem guten Eindruck interessiert sind, den alle Nichtcharejdischen andauernd auf alle Anderen machen wollen.

Und sie dann zu bashen und anzupopeln ist leicht und kostet nix. Wie auch der geschätzte A.mOr schon sagte -.

23. Piet - Juli 19, 2013, 10:31

@A.mOr, #21

Ich stehe immer öfters vor Mauern, die irgendwelche Rechtsinteressen auf youtube zB für das Land Deutschland aufstellen. Gerade erst irgend eine Musik aus Israel: „ist in Deinem Land nicht verfügbar“ steht dann da.

Ja, furchtbar nervig. Von Lila hier vorgestellte Musik ist sehr häufig betroffen (gefühlt rund die Hälfte aller Stücke inzwischen). Aber ihren Streit sollen YouTube/Gema bitte unter sich ausmachen, mein Unblocker zumindest (solche PlugIns gibt es ja für fast jeden Browser) macht seinen Job inzwischen recht gut. Man muss für das jeweilige Video dann nur auf die YouTube-Seite gehen.

In diesem Fall kann es aber die News-Seite selber sein, die die Rechte irgendwelcher Beteiligter schützen muss. Hatte ich kürzlich bei einem NDR-Beitrag über Thomas Franz, den man online noch eine Woche lang anschauen konnte: Diverse Schalten (z.B. zu Ausschnitten jener Koch-Show, mit der er bekannt wurde) waren herausgeschnitten. Vermutlich, weil der NDR sonst an irgendwelche Rechteinhaber dieser Show/Köche/wasweißich hätte bezahlen müssen. Schöne neue Zeit…

Den Beitrag von RCS fand ich wirklich gut. Natürlich hätte er (wie immer) länger, ausführlicher, differenzierter sein können, das ist ja immer so. Aber ich fand, er hat die verschiedenen Seiten in ihrem jeweiligen Kontext einfühlsam und die jew. Beweggründe nachvollziehbar dargestellt. Und: Es wurde nachträglich nix herausgeschnitten. 😉

24. Culatello - Juli 19, 2013, 10:35

#22 Aristobulus

„Sie ziehen den Widerwillen freilich gern selber auf sich, weil sie ja nicht an dem guten Eindruck interessiert sind, den alle Nichtcharejdischen andauernd auf alle Anderen machen wollen.“

Wenn es nur DAS wäre.
Aber sie wollen allen anderen in ihrem Umfeld ihre Lebensweise aufzwingen – und sei es mit Gewalt.
Da wird sich auch nicht entblödet, 8jährige Mädchen auf dem Weg zur Schule zu bedrohen und anzuspucken oder Frauen, die „nicht züchtig“ gekleidet sind oder es wagen ihren Sitzplatz vorne im Bus einzunehmen zu verprügeln oder mit Steinen zu bewerfen.
Sowas erinnert mich fatal an islamistische „Bräuche“ und wird auch nicht besser dadurch, dass dieses Benehmen von jüdischen anstatt von muslimischen Frauenhassern ausgeübt wird.

25. willow - Juli 19, 2013, 12:40

Sowas erinnert mich fatal an islamistische “Bräuche”

Aber auch nur fast, immerhin werden die „Schlampen“ nicht vergewaltigt und schon gar nicht erstochen, erschossen oder gesteinigt … aber schon klar, bei islamistischen Fanatikern muß differenziert werden und es sind nur Einzelfälle, Haredim dagegen dürfen -nein müssen!- kollektiv beschimpft werden.

http://www.huffingtonpost.co.uk/2013/07/01/noor-basra-noor-sheza-pakistani-girls-murdered-honour-killing-dancing-rain-pictures_n_3527572.html

26. A.mOr - Juli 19, 2013, 13:22

#23, @Piet
Danke für den ‚Addon‘, hoffe, ich habe jetzt nicht den roten Halbmond am Hintern! Bin doch garnicht krank! Oder vielleicht muß es noch gefunden werden? 🙄
Nu, die letzte Palette an Videos (Secundus zuhaus) konnte man bis auf zwei/drei(?) nicht ansehen ohne Umweg. Du merkst es sehr feinsinnig an: „…ihren Streit sollen YouTube/Gema bitte unter sich ausmachen…“
Nuja, bei all den Rechten die da irgendwelche Firmen haben ist es schwer die Rechte von Menschen noch zu finden. Irgendwie rechtslastig.

Ja, diesen Bericht von Richard C. Schneider fand ich auch ganz gut, falls ich nichts überhörte, den letzten davor(?) „Mit der Tram durch Jerusalem“ nicht so sehr, zu sehr manipulativ, deshalb titelte ‚Spirit of Entebbe‘ auch „Endstation Schlafstätte“.

Interessant für mich dort die Araber vom „Tunnel“, ein entsetzter Herr Schneider über so schlimme hygienische Zustände, aber keiner von denen kommt darauf, daß die anwohnenden Araber doch einfach mal ihr Viertel aufräumen könnten, wo sie sich schon beklagen!, aber nein, das soll am besten Bibi persönlich mit Besen und Putzlappen machen. Na klar.
Mr C Casula erklärt’s noch spannender.

Technisch ist das Teil sicher gut gelungen.
So long.

#24, Culatello

„…oder es wagen ihren Sitzplatz vorne im Bus einzunehmen (und;) zu verprügeln…“
Belege?

„…islamistische Bräuche…“, „jüdische Frauenhasser“, öhm, geht’s noch? Schön, wenn es einem ein Feindbild so leicht macht?
Oder wie Aristobulus schreibt:
„…weil sie ja nicht an dem guten Eindruck interessiert sind, den alle [meine Ergänzung: Nichtjuden] andauernd auf alle Anderen machen wollen.“

Weitere Ergänzung: es gibt natürlich auch Nichtjuden, die nicht andauernd nur an dem guten Eindruck auf andere interessiert sind. Das sind zum Beispiel solche, die sich Juden zum Ziel ihrer Verachtung machen: „kostet nix“, wie geschätzter Aristobulus schon sagt.

27. Culatello - Juli 19, 2013, 13:28

#25willow

Dann fängt bei Dir also Gewalt gegen kleine Mädchen und Frauen erst mit dem vergewaltigen, erstechen, erschiessen und zu Tode steinigen an,
während das Verprügeln, Bespucken und mit Steinen bewerfen ohne Todesfolge unter „ist doch nur verständlich, was provozieren die auch die armen Männer“ läuft.
Bei Dir wundert mich nichts mehr.

28. A.mOr - Juli 19, 2013, 13:34

#25, willow

29. Aristobulus - Juli 23, 2013, 3:30

Tja, wenn mal ein Jude spuckt oder pöbelt oder rempelt, laufen Culatellos Menschlichkeit und Engagement zu großer Form auf.
Er sieht es gern, denke ich ;), weil er dann wieder weiß, gegen wen es gehen soll.
Es? Na was auch immer.

30. Culatello - Juli 23, 2013, 8:25

#29

„Er sieht es gern, denke ich, weil er dann wieder weiß, gegen wen es gehen soll.“

Es geht gegen die Frauen und – nein – „er“ sieht es nicht gerne.

31. Arthur - Juli 23, 2013, 12:08

…denn „er“ ist eine sie…

32. A.mOr - Juli 23, 2013, 13:31

-lo? Welch Ironie! 🙄

33. avra - Juli 23, 2013, 14:08

@aristobulus 18: „Ich habe meinerseits größten Respekt für die immense Bildung der meisten Charejdischen.“
respekt vor seinen mitmenschen sollte selbstverständlich sein, unabhängig von bildung, sozialem status, religiöser zugehörigkeit, etc.etc.
und genau diesen respekt vermisse ich bei manchen ( nicht allen) haredim gegenüber andersdenkenden u. im speziellen gegenüber frauen. nichts anderes wurde hier gesagt/ geschrieben.
weder bildung noch belesen sein, schützen vor intoleranz u. reaktionärem verhalten. dazu braucht es vor allem herzensbildung.

34. A.mOr - Juli 24, 2013, 15:11

#33 – avra
Du hast schon Recht soweit. Nur die Bildung der Charedim (zB) hat eine große Bedeutung für Juden, es ist gelebtes frommes Judentum, einer bestimmten Richtung zwar.
Das wichtigste ist „Herzensbildung“, da bin ich Deiner Meinung, obgleich ich nicht so genau den Begriff zuordnen kann. Ich sage zum Beispiel: „mein Herz ist einfach“.
Desweiteren ist noch zu hinterfragen, inwiefern Charedim nicht intolerant sein „dürfen“, wenn Intoleranz doch das „normale“ Verhalten sovieler ist?
„Müssen“ wir gerade Charedim als „Übermenschen“ begreifen, „Engel“, die keiner menschlichen Verfehlung fähig sein „dürfen“?

(Militär, Frauen … lasse ich mal, um’s abzukürzen, aus.)


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