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Reumütig März 25, 2013, 15:39

Posted by Lila in Muzika israelit.
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Die marokkanischen Nachbarn von gegenüber halten im Garten ein wahnsinnig lautes Karaoke-Seder-Aufwärm-Fest. Das Leben in einer marokkanischen Großfamilie hat auch Schattenseiten… stellen die Töchter fest, die ja ganz gern marokkanisches Essen hätten.

Eines der Lieder als Kostprobe.

Jetzt stellt Euch das als Familien-Karaoke vor.

Kommentare»

1. Silke - März 25, 2013, 15:58

… schick die Töchter nach Deutschland, hier ist das Video Gema-zensiert

2. Klaus Fuhrmann - März 25, 2013, 16:29

Ich hätte mir das Lied ja gern angehört; leider bekomme ich nur eine Mitteilung ’steht in Deutschland nicht zur Verfügung, da von GEMA nicht freigegeben,‘ etc. etc. Gibt es wohl irgendeine technische Möglichkeit wie ich trotzdem in den Genuß der Musik kommen kann?
Danke und herzliche Grüße,
Klaus Fuhrmann

3. Hein - März 25, 2013, 17:58

Ja, die gibt es. http://www.hidemyass.com/
Dort die Youtube Adresse eingeben und ein wenig warten. Viel Glück!
Nebenbei: Wie kommen die anderen Länder nur ohne die Segnungen der GEMA aus?

4. Piet - März 25, 2013, 18:42

Mit dem YouTube Unblocker–PlugIn zeigt er zwar die eingebetteten Videos i.d.R. auch nicht an; das Video auf der YouTube-Seite selbst aber (<a href="Video-Adresse kopieren und in einem neuen Tab öffnen) klappt i.d.R. aber tadellos. 😉

5. Silke - März 25, 2013, 19:01

tja, wäre interessant zu hören, was die Künstler dazu sagen und was der Rest der Menschheit alldorten …

man müßte halt wissen, wie die anderen dafür sorgen, daß Künstler für ihr Zeugs bezahlt werden

Daß die Netzelite noch immer kein System für einen ZwangsTipjar entwickelt hat, rechne ich denen als Armutszeugnis an, denn so sehr mich GEMA nervt, daß Künstler möglichst unabhängig von Mäzenen (staatlichen sowohl wie privaten) Einkommen vorzugsweise a living wage erzielen können, halte ich schon für sehr wünschenswert.

6. Silke - März 25, 2013, 19:14

PS zu GEMA

im Netz ist das ja noch harmlos und umgehbar, doch im richtigen Leben hilft es eben, vermutlich unbeabsichtigt, die Reviere der Platzhirsche zu beschützen, denn, nehmen wir mal an, irgendein begabter Klampfist wollte sich ein Publikum schaffen indem er durch die Lokale zieht. Kaum ein Wirt der hiesigen Touri-Kneipen wird ihn lassen, denn er riskiert allemal sich total verheddert im Gestrüpp der GEMA wiederzufinden, und daß er sich mit einem solch nicht-angemeldeten ungenehmigten Konzertchen für seine vielleicht 10 oder 20 Gäste den Ärger nicht einhandeln will, ist ja irgendwie verständlich nicht wahr?

——

viel spannender wird’s jedoch mit der GEZ – vielleicht gibt die Neuregelung dem jetzt aufgestockten Personal die Möglichkeit mal bei den Mietwuchernestern reinzugucken – das ist jedenfalls die leise Hoffnung, die mich beim Zahlen meiner rabiat gestiegenen Gebühren tröstet.

7. willow - März 25, 2013, 21:23

mit Hilfe von ProxTube geht es …

https://proxtube.com/

8. willow - März 25, 2013, 21:30

Davon abgesehen jammern auch deine Töchter auf hohem Niveau: sie leben in einem Land, in dem sie sich problemlos von echten marokkanischen Eingeborenen in die Geheimnisse der marokkanischen Küche (und etlicher anderer Küchen mehr) einführen lassen können und auch völlig problemlos die spezielleren Zutaten bekommen … du ahnst nicht, wie sehr ich dich darum beneide.

Hier ist es schon mit Aufwand verbunden, halbwegs richtig arabisch essen zu gehen – in meinem Bundesland gibt es exakt *ein* arabisches Restaurant, einen netten Syrer … zum Glück ein paar mehr von diesen typischen „Gemüseläden“ – aber irgendwie scheinen wir, speziell D., bestimmte arabische Begriffe verdächtig aussprechen 😉

9. Piet - März 25, 2013, 21:43

Nunja (@Silke). Dass Künstler adäquat bezahlt werden sollen, ist gar keine Frage. Aber: Früher war die GEMA als Schutzmechanismus der Künstler gegenüber den Verlagen entwickelt worden (es gibt für Künstler übrigens auch andere Verwertungsgesellschaften). Heute ist es die Geißel im Machtkampf der Verlage mit Google/YouTube, auf Kosten der (im Wesentlichen deutschen) Verbraucher, seit Jahren! Da werden z.T. Titel geblockt, die die Künstler selbst eingestellt haben: Bizarrer geht es kaum. Sollen die Konzerne das bitte unter sich ausmachen, aber ohne mich. Soll heißen: Wenn ich denen vorgaukeln muss, einen Titel von den Staaten aus anzugucken statt von zu Hause, ist das schon nervig genug (s. das Beispiel hier, das ist doch total bekloppt), aber ich tue das ganz sicher nicht mit schlechtem Gewissen.

10. avra - März 25, 2013, 22:19

den clip finde ich ja witzig, unfreiwillig mit lauter musik beschallt zu werden wiederum nicht. und karaoke ist besonders schlimm.
man beachte die kath-knäuel in den hamsterbacken der männer, wie überhaupt das grünzeug welches über boden u. inventar verstreut ist ; )

mindestens genau so leidenschaftlich, aber wesentlich beruhigender:

das lissabon konzert ist eines ihrer schönsten u. berührensten..

11. Jack - März 26, 2013, 2:11

Dich zeig ich an, 3. Und die 4. Und auch die 6.
Hein, Piet und willow.

12. willow - März 26, 2013, 10:37

Da würde mich jetzt der konkrete Vorwurf interessieren … 😉

Wie sagen sie so schön „ProxTube hilft beim Umgehen der Videosperren (GEMA & ähnliche) auf YouTube und das völlig legal.“

13. Silke - März 26, 2013, 12:51

Piet

ich bin ja voll und ganz Deiner Meinung, daß dieser öffentliche Zoff hochgradig unwürdig ist –

erinnerst Du Dich an die Story, wo sie das Video mit dem israelischen Ringer? auf’m Siegertreppchen geblockt haben, weil ihr beknackter Computer die israelische Hymne als Gema-pflichtig spezifierte?

Gleich am Anfang meiner Karriere als Lokalreporterin hat man mich davor gewarnt, je zu erwähnen, daß da irgendwo Musik incl. Radio dudelte. EineR Vorgänger-in hatte das nämlich unglücklicherweise getan und die Gema-Lokalzeitungsdurchforster hatten es gelesen und den Verein übelst abkassiert … und das war in Vorinternetzeiten, die mußten da also in irgendwelchen Kabuffs hocken und alle einschlägigen und uneinschlägigen Lokalzeitungen täglich angeliefert bekommen.

Schlechtes Gewissen, wenn ich es umgehe? i wo denn, schlechtes Gewissen würde ich den Gema-Kontrolleur in der Strandkneipe in bezug auf den hoffentlich es mal wieder tuenden Klampfisten belügen?

Ich doch nicht …

Doch Du solltest Deinen Zorn unbedingt CK zu Gehör bringen, jenem CK, der überzeugt ist, daß wann immer Private die Dinge in die Hand nehmen (Google ist doch noch privat oder?) alles läuft wie geschmiert und jeglicher bürokratischer Irrsinn sich in Luft auflöst.

14. Piet - März 26, 2013, 15:40

@Silke: Mit zunehmender Größe, glaube ich, schwindet die Unterscheidbarkeit von Unternehmen und Behörden. 😉

@Jack: Ich liebe dich auch. 😀

15. Silke - März 26, 2013, 17:54

Piet

das mußt Du CK beibringen, mir nicht – hier ist übrigens ein schönes Beispiel dafür, wozu Behörden fähig sind, so sie nur wollen – Hätten das Private auf die Beine stellen wollen, die wären vermutlich heute noch dabei auszuhandeln, wer was zahlt …

… als er Horowitz‘ Rückkehr nach Russland 1986 organisierte. Horowitz, der gern jeden Tag dasselbe aß, wäre nicht nach Russland zurückgekehrt, hätte Gelb ihm nicht garantiert, dass er jeden Abend seine frische Seezunge aus Dover bekommt. Versprechen war leicht, den Fisch zu finden fast unmöglich. Gelb nahm die Hilfe des amerikanischen Botschafters in Anspruch, der mit dem britischen Botschafter sprach, der dafür sorgte, dass die Seezunge aus London eingeflogen wurde. Amerikanische Botschaftsangehörige, mit T-Shirts auf denen ‚Luftbrücke Dover Seezunge‘ stand, holten sie vom Moskauer Flughafen ab. Der italienische Botschafter lieferte den frischen Spargel für Horowitz. Ein Aufgebot von Marines war abgeordnet, den Horowitz‘ Steinway zu bewachen.

http://www.perlentaucher.de/magazinrundschau/2013-03-25.html#a37185

16. Silke - März 26, 2013, 22:11

OT – nur mal so zur Untermalung, warum ich ein Vorurteil gegen Die Bessere Leut pflege:

In the past the Israeli army has sometimes successfully turned nonviolent protest to violence, which it clearly prefers.

http://www.nybooks.com/blogs/nyrblog/2013/mar/22/hope-hebron/


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