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Augen auf den Golan März 24, 2013, 11:06

Posted by Lila in Presseschau.
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Gestern das bereits erwähnte Feuer auf den Jeep,  heute auf eine Patrouille zu Fuß. Diesmal hat Israel zurückgeschossen. Bei der Entscheidung zwischen ignorieren und reagieren balanciert man auf einer dünnen Linie. Wir wollen weder als ungefährliches Opfer oder Zielscheibe von Provokationen gesehen werden (kann man sich in dieser Nachbarschaft ohne Beißhemmung einfach nicht leisten), noch leichtsinnig eine Eskalation in Gang bringen. Ich muß mich darauf verlassen, daß die Menschen, die diese Entscheidungen fällen, wissen, was sie tun.

Interessant auch, ob weitere syrische Verwundete wieder aufgenommen würden, sollten sie sich in Grenznähe begeben und um Hilfe bitten. Bisher hat Israel das zweimal gemacht und die Verwundeten behandelt. Sollten sich die Zwischenfälle häufen, wird das vermutlich nicht mehr der Fall sein, allein schon aus Vorsicht.

Bisher hat es keine Verwundeten gegeben, weder bei den Syrern noch bei uns. Wenn chalila das erste Mal jemand bei einem Schußwechsel verletzt wird, wird es vermutlich kritisch.

Übrigens hat Israel eine Beschwerde bei der UNO eingereicht – korrekt, wenn auch vermutlich vollkommen nutzlos.

 

PS. Ich habe Secundus angerufen – er ist unterwegs auf die Golanhöhen, aber noch nicht angekommen. Irgendwie klingt das Wort „Golanhöhen“ ganz anders als zu Primus´ Zeiten….

Kommentare»

1. Silke - März 24, 2013, 20:41

Ich muß mich darauf verlassen, daß die Menschen, die diese Entscheidungen fällen, wissen, was sie tun.

… und bitte bitte sollte einem eine Fehleinschätzung unterlaufen – was der Himmel und alle guten Geister und vor allem Fortuna verhindern mögen – dann einmal, bitte bitte ein einziges Mal nicht auf ihn oder sie mit Gebrüll.

Was Secundus anlangt, außer „mein Herz ist rein“ oder „Vaterunser“ habe ich nix an Gebeten parat, aber daß er auf dem Weg ist, macht die Sache noch persönlicher, als ich es ohnehin nehme.

Es ist vielleicht irrational und/oder übertrieben aber ich empfinde nun mal jeden Angriff auf Israel als Angriff auf meinen Kulturkreis (wie so’n alter Kreuzfahrer, nur mehr multireligiös?), also mich, den ich trotz oder wegen allem Rumgemeckere für sehr sehr schützenswert halte.

Heute hieß es in den Nachrichten, der, der sich bisher „dem Westen“ als Repräsentant der „guten“ syrischen Revolution präsentiert hat, sei im Protest zurückgetreten.

Ulrich Leidholdt hat vor ein paar Tagen zu Syrien so kommentiert (wäre er nur einmal in Sachen Israel bzw. deren Nachbarn …)

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kommentar/2046488/

Syrien zwei Jahre nach Beginn des Aufstands gegen Assad: ein beispiellos aussichtsloser Konflikt. Eine gekaperte Revolution der von staatlicher Willkür Gegängelten, die vom friedlichen Aufstand zum Bürgerkrieg mit zunehmend terroristischer Prägung auf allen Seiten wurde. Syrien – ein fast schon gescheiterter Staat.

… und die Tatsache, daß die syrischen Assad-Gegner sich am Anfang, als das Helfen wohl noch hätte helfen können, jede Einmischung verbaten, hat heute niemand mehr, den ich höre, auf der Latte.

2. Silke - März 24, 2013, 20:42

PS: „wir“ sind schuld, ganz allein, „die“ können unmöglich je etwas vermasseln, ohne daß „wir“ schuld sind (how patronizing) – das ist, grob gesagt, die Art von Solidarität, die ich mit Israel empfinde.


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