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Zwei Monate Kindle Januar 30, 2013, 1:04

Posted by Lila in Persönliches, Rat und Tat, Uncategorized.
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und ich kann mich Cronenburg Wort fuer Wort nur anschliessen. Nachdem ich hier vor einiger Zeit mal nachgefragt hatte, was meine geschaetzten Leser zu E-Book-Readern einfaellt, und ich so viele Empfehlungen bekommen habe, habe ich mir erstmal die Kindle-App fuers Telefon und Kindle for PC runtergeladen. Die Auswahl an Buechern ist gut, und im Laufe der Jahre wird sie bestimmt noch viel besser werden. Ich kann auch Buecher von anderen Seiten runterladen und auf dem Laptop lesen. Manchmal muss ich sie dafuer mit Calibre in ein Kindle-kompatibles Format umwandeln, ist kein Problem.

Seitdem konnte ich mit grossem Vergnuegen auf dem Laptop und unterwegs auf dem Smartphone-Bildschirm lesen. Beides ist nicht ideal – ein Laptop lieg beim Einschlaf-Lesen doch nicht so bequem in der Hand (die Katzen setzen sich auch gern drauf), und das Telephon auf die Dauer doch ein bisschen klein. Also war klar, dass ich mir das „echte“ Modell anschaffe.

Ich hab es mir selbst zu Weihnachten geschenkt – tatsaechlich habe ich dieses Jahr mich selbst am besten beschenkt, denn es hiess ja „Weihnachten ohne Geschenke“, und ich hab ein etwas schlechtes Gewissen, dass ich nun ausgerechnet mir selbst das schoenste Geschenk gemacht habe. Nach langem Ueberlegen habe ich mich fuer das billigste Modell entschieden, denn es bietet mir genau das, was ich brauche, und der Preisunterschied kommt mir sehr gross vor. Ich will ja kein Tablet, ich will auch nicht ins Internet damit, will weder Musik hoeren noch Filme gucken – sondern einfach nur lesen. Lesen, lesen, lesen.

Seit ich mich erinnern kann, war ich eigentlich nur mit Buch unterwegs. Meine Mutter erzaehlt oft, dass sie mit mir eine lange Bahnfahrt gemacht hat, als ich drei Jahre alt war, und dass ich alle meine Bilderbuecher auswendig wusste, besonders mein Lieblingsbuechlein vom Schlaufuchs (was gaeb ich darum, das noch mal in der Hand zu haben – es ist untergegangen, als meine Kindheit unterging, bei der Trennung meiner Eltern). Die Leute im Abteil glaubten damals, ich kann schon lesen.

pixiebuch schlaufuchs

Daran erinnere ich mich nicht mehr, an den Schlaufuchs, aber meine Mutter hat uns schon vor der Schulzeit das Lesen beigebracht. Sie las damals ein Buch ueber die Vorzuege, die es fuer Kinder hat, wenn sie frueh lesen koennen, und da waren so Wortkaertchen dabei. Perfekt war die Methode nicht, aber sie muss gereicht haben, denn ich kann mich zwar noch genau an den Prozess des Schreibenlernens in der Schule erinnern, aber nicht ans Lesenlernen. Das konnte ich schon. Unsere Fibel war uebrigens „Wunderbare Sachen“ mit schoenen Texten von Ursula Woelfel und noch schoeneren Bildern von Lilo Fromm. Ich habe diese Fibel geliebt und jedes Bild weckt in mir heute noch Erinnerungen – Heiner und das Vogelhaus, das haben wir vor Weihnachten gelesen, jedes Kind hatte eine Kerze auf dem Tisch und wir haben vor dem Unterricht gesungen. Ein Lied vor dem Unterricht gab es uebrigens jeden Morgen, das war schoen, aber nur im Advent gab es Kerzen…

Ich habe seit meiner Kindheit immer, immer ein Buch dabei. Ach, ich weiss noch, meine Reise zu Freunden in Passau, da kam ich mit einer riesigen Tasche an, sechzehn Buecher fuer eine Woche. Und dann habe ich bei Heiner Henke antiquarisch noch eingekauft. Keine Ahnung, wie ich die Rueckfahrt mit der Bahn geschafft habe, mit kiloweise Buechern im Gepaeck… Weswegen ich Reclam-Ausgaben immer geschaetzt habe, weil man die so prima in die Handtasche stecken kann. Seit ich alle meine Reclam-Buecher mit Umschlaegen versehen habe (gern aus National-Geographic-Photographien, das Papier eignet sich ideal dafuer), muss ich nicht mal das relativ fiese Gelb ertragen.

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Ich weiss noch aus meiner Schulzeit, wie mich die Mitschuelerin genervt hat, die mit grossen Augen zusah, wie ich im Schulbus mit einem schoenen Eichendorff in der Hand neben ihr sass, und sie mich fragte: „waaas, lieste ne Lektuere?“ Denn sie kannte Reclam natuerlich nur aus dem Unterricht, das war fuer sie kein Buch, sondern eine Schullektuere. Aber ich lese nun mal nach wie vor sehr gern 18. und 19. Jahrhundert. Und Reclam hat mir immer gut gedient. Solide Ausgaben guter Literatur.

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Jedoch selbst bei Reclam-Buechern setzt mir die Tasche natuerliche Grenzen. Mehr als drei, vier oder fuenf… zur Auswahl kann auch ich nicht mitschleppen. Aber ich brauche Buecher, ueberall.

Ich weiss noch, wie meine Kommilitonen in Deutschland, alle so sophisticated, auf mich herabgeblickt haben, weil ich einfach schmoekere und Personen sympathisch oder unsympathisch finde und auch Fachliteratur wie Romane lese. Alles so uncool und unwissenschaftlich. Aber fuer mich ist Lady Bertram lebendig, ich hoffe bei jedem Lesen fuer Anna Karenina, dass sie diesmal der Katastrophe entgeht. Wenn ich ein Buch ueber Illuminationen lese, dann werden Julia Aniciana und der Moench Eadfith genauso lebendig fuer mich wie Lady Bertram und Maditas Kindermaedchen Alva.  Oh, und Tante Schorlemmer und die kleine Wienke. Ich habe einfach gern Buecher um mich herum.

Hans Fallada erzaehlt in seinen Erinnerungen von seiner Schwester Itzenplitz, die sich beim Kochen am Kochbuch festliest und beim Kofferpacken an den Zeitungen, in die sie die Schuhe einwickeln will. So geht’s mir auch mein Leben lang, alles Gedruckte lockt mich, und ich bedaure sehr, dass ich nicht spontan Buecher kaufen kann. Selbst Amazon-Bestellungen muss ich mir zu meiner Mutter schicken lassen, weil sie nicht nach Israel liefern, die Doofen. Und sehr viel Antiquariatbuecher bestelle ich. Das muss dann alles mitgeschleppt werden im Flieger. Sehr laestig.

Y. sagt schon seit Jahren, dass das Haus voll ist und ich an mich halten soll. Er hat ja Recht, aber verglichen mit anderen Leuten, deren Blogs ich lese oder die ich besuche, habe ich ueberhaupt nicht viele Buecher. Und neue gar nicht. Na ja, kaum. Mir fehlt viel neue Literatur, die lese ich dann bei meiner Mutter, zuhause habe ich in den letzten Jahren fast nur Fachliteratur hinzugefuegt. Und davon vieles, was ich auf dem Kindle weniger geniessen koennte.

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Es war also eine gute Entscheidung, in den letzten Jahren ueberwiegend in Fachliteratur zu investieren, denn in meinem Fach sind viele illustrierte Werke, die sich fuer den Kindle nicht eignen. Dafuer macht mir’s der Kindle einfacher, Literatur, die nur von Worten lebt, zu lesen. Vielleicht hole ich dann irgendwann mal auf, was ich in den Jahren hier versaeumt habe? Denn runterladen kann ich natuerlich, egal wo ich bin – kein Porto, keine Wartezeiten, kein Bibbern beim Einchecken, ob ich im erlaubten Bereich bin oder wieder mal…

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Mit dem Kindle erweitert sich die Anzahl der Buecher in der Handtasche ins fast Unerschoepfliche. Ich habe mir auch schnell eine Huelle gehaekelt, damit er nicht verkratzt. Denn ich schleppe ihn ueberall, ueberall mit hin.

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Selbst wenn ich vom Bus zur Taxi-Haltestelle tappe, halte ich ihn in der Hand und lese. Ich kann ihn mit einer Hand halten. Umblaettern ist einfach, sowohl mit der linken als auch der rechten Hand. Wenn ich nicht die olle Lesebrille rauskramen will, die ich ja leider seit zwei Jahren brauche, dann stelle ich die Schrift auf groesser. Das Schriftbild ist deutlich, der Bildschirm ermuedet die Augen nicht (Laptop und Telefon leider sehr wohl). Die matte Oberflaeche sehe ich gar nicht mehr. Es passiert beim Lesen auf dem Kindle, was auch bei einem Buch passiert: das Material verschwindet, nur das Leseerlebnis bleibt uebrig. Sammeltaxi und Stress bleiben zurueck, und ich bin in den endlosen Gaengen von Moria oder in Tizians Atelier. Je nachdem, was mich gerade lockt.

Ich wusste ja schon, seit ich Euch im Mai gefragt habe, dass mir so ein Ding gefallen wuerde. Gerade die Leseratten waren die groessten Fuersprecher der E-book-reader. Und gerade sie haetten abgeraten, wenn die Technologie das Leseerlebnis, den Genuss, beeintraechtigt haetten. Dass ich auf den Kindle, also ein Amazon-Mainstream-Produkt, gekommen bin, liegt daran, dass ich wenig wagemutig bin, es gern einfach habe, und natuerlich auch an Amazons schlauer Kundenbindung. Ich bin seit Jahr und Tag Amazon-Kundin, und nachdem ich mir durch die kostenlosen Apps schon eine kleine Bibliothek aufgebaut hatte, kam mir Kindle am heimeligsten vor. Mein Schwager hat gelacht, dass ich so willig nach dem Koeder geschnappt habe, aber ich bin zufrieden.

Die Synchronisierung ist nicht perfekt. Auf dem Laptop habe ich meine Kindle-Buecherei in viele schoene Sammlungen aufgeteilt. Die wurde beim Synchronisieren nicht uebernommen, und ich musste auf dem Kindle noch mal alle Sammlungen neu aufbauen. Ob ich das optimieren koennte, weiss ich nicht – es hat mich nicht so doll gestoert, dass ich nun recherchiert haette, wie ich es aendern kann.

Meine drei Kindle-Stationen (Laptop, Telefon, Kindle) synchronisieren sich und wissen immer, welche Seite ich zuletzt gelesen habe – wenn ich das Buch zum ersten Mal lese. Beim zweiten Lesen versteht der Kindle nur, dass ich zur letzten Seite gekommen bin. Um die Seiten-Synchronisierung wieder auf Null zu setzen, muss ich auf meine Kindle-Seite bei Amazon gehen und fuer jedes gelesene Buch einzeln die Einstellung aendern. Es waere bequemer, wenn ich diese Verwaltungs-Seite direkt auf dem Geraet haette und nicht nur auf der Webseite. Aber geschenkt, das ist kein grosses Problem.

Wenn ich Buecher mit Ortsangaben lese, benutze ich Kindle auf dem Laptop. Denn dann kann ich gleich in Google Earth nachgucken, worueber ich gerade gelesen habe, und Buch und Schauplatz verlinken. Ich kopiere in Google Earth das Zitat aus dem Buch an den Schauplatz, und beim Wiederlesen kann ich virtuell reisen. Manchmal denke ich, das muesste ich eigenlich als Google-Maps oeffentlich machen, so viele schoene kleine Erlebnisse habe ich, wenn ich die Landschaften oder Gebaeude angucke.

Anmerkungen in die Kindle-Buecher schreibe ich nur auf dem Laptop, denn die kleine Bildschirm-Tastatur auf dem Kindle ist ziemlich muehsam zu bedienen. Aber die Anmerkungen werden synchronisiert, und das reicht mir. Es tut  mir nicht leid, dass ich das einfachste Modell gekauft habe – waere eine Tastatur dabei, dann waere es schon nicht mehr die ideale Groesse. Gerade das Spartanische gefaellt mir daran.

Ich habe noch nicht probiert, wie das mit dem Ausleihen funktioniert. Als Premium-Kundin oder wie das heisst habe ich diese Moeglichkeit, ein Buch pro Monat fuer einen Monat auszuleihen. Was ich sehr stark nutze, sind die Leseproben. Wenn ich eine Biographie ueber Michelangelo suche, dann kann ich mir von allen in Frage kommenden Buechern Leseproben runterladen, meist die Inhaltsangabe und ungefaehr das erste Kapitel. Dann habe ich schon einen ganz guten Eindruck davon, wie das Buch geschrieben ist, und ob ich den Rest auch haben will. Klar, ich koennte auch bis nach Haifa in die sehr gute UB fahren, aber es ist doch bequemer, mich auf der Couch zu luemmeln und meine Leseproben genau zu ueberdenken.

Die Buecher, die taeglich bei Amazon fuer nichts angeboten werden, taugen allerdings nicht viel. Natuerlich, die gesamte Literatur vor dem 20. Jahrhundert gibt es umsonst, und das ist wunderbar. Ich habe zu meiner Freude jetzt vieles auf dem Kindle, was ich auch im Regal habe, und wuerde am liebsten beides aneinander koppeln – wenn ich ein Buch kaufe, dann gleich mit Zugriff auf die Kindle-Ausgabe. Aber bei den Klassikern funktioniert das umsonst. Ich habe beim Stoebern auch alte Kinderbuecher entdeckt, die ich nicht kannte. Eine echte Entdeckung war die Familie Pfaeffling – zum ersten Mal nicht-perfekte Eltern in einem Kinderbuch, das vor den 50er Jahren erschienen ist. Eine manchmal griesgraemige oder ungerechte Mutter, ein aufbrausender Vater.  Ohne Kindle waere ich auf solche Buecher gar nicht gestossen, aber ich freue mich, dass ich sie gefunden habe. Anne of Green Gables in englischer Ausgabe – eine Wiederbegegnung mit einer Heldin meiner Kindheit.

Aber was nicht Klassik ist und umsonst bei Amazon auf der Liste steht, ist nicht verlockend. Das muss es auch  nicht sein. Ich suche keine Schnaeppchen, sondern gute Buecher. Meine Tante, die mir im Laufe meines Lebens zahllose Buecher geschenkt hat, deren Haus von Buechern und Bildern foermlich aus den Naehten platzt, hat den Kindle mit Misstrauen betrachtet, weil sie glaubt, dass das ein Geraet fuer Leute ist, die nicht „richtig“ lesen, sondern kurzlebigen Schrott konsumieren. Als ob Menschen auf der Suche nach kurzlebigem Schrott nicht lieber den Fernseher anstellten. Jedoch im Amazon-Bauchladen fuer lau findet sich auch kurzlebiger Schrott. Qualitaet hat ihren Preis. Und Autoren wollen auch leben.

Unterwegs und vorm Einschlafen lese ich eigentlich immer. Wie schlaeft man ohne Buch ein? Das geht doch gar nicht.  Jahrelang hat Y. mir nachts das Buch aus den Haenden genommen und das Licht ausgemacht, wenn mich der Schlaf beim Lesen ueberwaeltigt hatte – inzwischen ist es kein Buch mehr, sondern meist der Kindle. Er fuehlt sich angenehm an, und das alte Problem, wie man ein Buch mit einer Hand haelt und umblaettert, waehrend man auf der Seite liegt, ist geloest. Besonders in kalten Naechten, wenn man am liebsten ganz und gar unter die warmen Decken kriechen moechte. Mit dem Kindle kann ich tatsaechlich auch dicke Buecher lesen, bis die Schrift vor meinen Augen verschwimmt und ich das Buch mit in den Traum nehme. Weil ich ja sehr unter Einschlafproblemen leide, ist das ideal fuer mich. Statt an meine endlosen Reihen von Emails zu denken oder an auf uns gerichtete Raketen-Sprengkoepfe, sehe ich die Eltern Drendorf vor mir oder reise durchs 14. Jahrhundert.

Das war eine sehr gute Anschaffung. Nachteile habe ich noch nicht entdeckt. Ich bin spaet auf diesen Zug aufgesprungen, und neulich habe ich irgendwo gelesen, dass die Zeit des E-book-readers ohnehin vorbei ist, weil alle Welt Tablets will. Ich nicht. Ich will nicht abgelenkt werden – alle Welt lenkt mich ab. Ich will nur lesen.

Kommentare»

1. Silke - Januar 30, 2013, 1:36

Bunte Blätter – Schwarz auf Weiß

oder

was LolaLola,
lebenssatt und altersweise geworden (?)
heute im Blauen Engel vortragen würde

Ein unsichtbarer Schimmer
Ein, weiß ich, was ich such,
lockt in den Seiten immer
von einem neuen Buch.

Wie liegts in meinen Händen
mit ach so sanftem Druck.
Ich möchte nichts verschwenden.
Ich habe nie genug.

Denn wenn sich meine Augen
bei einem vis-à-vis
ganz tief hinein dann saugen,
was sprechen dann sie?

Ich bin von Kopf bis Fuß
auf Bücher eingestellt.
Denn das ist meine Welt
und sonst gar nichts.

Das ist, was soll ich machen,
ist meine Natur.
Ich will halt lesen nur
und sonst gar nichts.

Texte umschwirrn mich
wie Motten um das Licht
und wenn sie mich fesseln,
ja dafür kann ich nicht.

Ihr werdet mir verzeihen
Ihr müßt es schon verstehen.
Es lockt mich stets von Neuem
Lesen ist so schön.

Friedrich Hollaender,
umgedichtet von Silke

2. Silke - Januar 30, 2013, 1:42

was Dein Urteil über neues Kostenloses bei amazon anlangt – Shimonafromthepalace will eine Serie von Kindle-Büchern schreiben, ob kostenlos weiß ich nicht, aber erwarten kann ich’s dennoch kaum. (falls ich’s richtig verstanden habe Israel ab 1948 mit nem heart throb als Helden)

3. Georg - Januar 30, 2013, 2:27

Liebe Lila, das ist alles richtig, was du schreibst, technisch ist das Kindl eine echte Alternative zum Buch. Auch bei mir stehen genauso viele Ikearegale inkl. Einzeln erhältliche Aufbauten, um es noch höher zu machen, damit die Bücher platzsparend untergebracht werden können. Neulich habe ich sogar überlegt, alle Bücher zu verschenken, da ich mittlerweile fast nichts mehr nachschlage, und wenn ich etwas wissen will, dann google ich es. Was sollen die Bücher bei mir verstauben – außerdem, wer sich von vielen liebgewordenen Dingen trennt, wird frei im Sein.
 
Nun gut, neue Bücher lese ich trotzdem nur auf Papier, es ist mir einfach lieber, ich kann sie mit in die Badewanne nehmen, im Sommer an den Strand vom Rhein, kein Wasser, kein Sand können ihnen etwas anhaben. Ich habe einen Tablet-Computer (übrigens empfehle ich eine gute Hülle dafür: http://kraftvergeudung.blogspot.de/2013/01/tablet-schutzhulle.html ), den ich aber nur zum Surfen benutze. Nun komme ich aber zum Punkt meiner Kritik am Kindl; diese lange Einleitung soll dir nur sagen, dass ich weiß, worüber ich schreibe.
 
Jedes Buch, das du liest, wird von Amazon oder anderen Geschäften registriert, du bekommst ein Profil – und jetzt mal rein theoretisch: wärst du ein junger Mensch mit 20 Jahren, würde nach und nach dein Leben anhand deines Gelesenen wie ein offenes Buch für fremde Menschen offen liegen. Heute weiß ich nicht, wer morgen unser Profil betrachtet und wofür er es benutzen kann.
 
Vielleicht werden in 20 oder 30 Jahren Arbeitgeber anhand dieses Lese- und Konsumprofiles eine Einstellung abhängig machen. Vielleicht wird das Profil bei einer möglichen Gerichtsverhandlung das Urteil oder nur die Einschätzung für das Urteil beeinflussen. Vielleicht wird es noch viel mehr andere Situationen geben, die mein über Jahre erlangtes Profil benutzen werden, ohne dass ich davon etwas weiß. Das möchte ich nicht, deshalb kaufe ich meine Bücher immer noch im Buchladen oder auf echten Märkten und nicht oder nur sehr selten online.
 
Wie gesagt, dies ist NUR MEINE Sicht der Dinge, ich kann verstehen, dass man den Komfort des Kindl nutzen möchte, und sicher bist du alt genug, dass es für dein Leben keine Gefahr durch Missbrauch deines Profiles mehr geben wird – es ist von mir eine Haltungsfrage nur für mich selber. Vielleicht habe ich auch Unrecht, reagiere hysterisch auf die neuen Medien oder ordne sonst etwas falsch ein, jedenfalls wünsche ich dir trotz all meiner Kritik viel Freude mit deinem neuen E-Reader!

4. Lila - Januar 30, 2013, 5:49

Badewanne ist ein Argument, Datenkrake ebenso. Vermutlich wuerde ich, wenn ich noch in Berlin oder einer anderen Stadt mit richtig guten Buchlaeden und Antiquariaten lebte, auch keinen E-reader vermissen…

Facebook, Google und Amazon gemeinsam koennen jedenfalls die Weltherrschaft uebernehmen 😦

5. ben - Januar 30, 2013, 6:57

Hi Lila
Erstmal Glueckwunsch zu Deinem Kindle. Wer bereit ist, Abstriche zu machen, wird den Vorteil der immer gleich schweren Bibliothek erkennen 😉
Ich wuerde es nicht ganz so pessimistisch wie Georg sehen, da es immer darauf ankommt, wo und wie man seine Spuren hinterlaesst. Mein Kindle ist z.B. nicht registriert. Und wenn man ehrlich ist, welche Informationen erhaelt man, wenn man weiss, das ich Anna Karenina sich gedownloaded habe? Was sagt das aus?
ich wuerde mir vielmehr Gedanken machen, bei Facebook, Twitter auszutreten (oder gar nicht erst einzutreten), da kann man doch wirklich viele Informationenen abgreifen.

6. Hadassa - Januar 30, 2013, 8:13

Was für eine wunderbare Liebeserklärumg an das Lesen (und Kindle) !

7. Annette Bergmann - Januar 30, 2013, 9:16

Das ist doch schön – genauso geht’s mir auch! (und das mit den Karten mache ich auch, allerdings auf dem iPad. Ich habe mittlerweile eine viel bessere Vorstellung davon, wie es z.B. in London aussieht). Ich bin kein Premium-Kunde, und was ich bis jetzt an den Angeboten der Leihbibliothek gesehen habe, war zum allergrößten Teil Schrott. Was ich SEHR empfehlen kann: die Onleihe der deutschen Bibliotheken. Ich bin vor 15 Monaten extra nach Köln gefahren und habe mich da als Nutzer registriert. Du kannst dann mit deiner Benutzernummer und deinem Passwort Bücher elektronisch ausleihen, 14 Tage lang, danach ist der Zugriff micht mehr möglich. Geht leider auf dem Kindle nicht, aber auf dem iPad, Telefon und Laptop schon (keine Synchronisation, so wie bei Kindle). Bonn hat nur einen Bruchteil der Bücher von Köln, deshalb hab ich meine Kölner Karte im Oktober auch noch mal verlängert. Eine tolle Sache. LG, A P.S. Weil ich ja nie was zurück höre – Du liest die emails schon, oder?

8. Wolfram - Januar 30, 2013, 11:02

Ich würde immer einen Leseapparat von einem anderen Hersteller als meinem Buchhändler vorziehen – dann hat der Buchhändler es nämlich etwas schwerer, mir die Bücher wieder aus dem Regal zu nehmen. Amazon hat schon Kunden die Bücher von der Platte geholt, bzw. aus dem Kindle gelöscht, weil angeblich sie keine Leserechte mehr daran hatten.

9. Monika - Januar 30, 2013, 11:15

Ich liebäugle immer noch, hab mich noch nicht durchgerungen. Deinen Tipp „Kindle für PC“ finde ich klasse. Das kannte ich noch nicht. Möglicherweise wird das für mich auch der Einstieg.

Wobei ich halt auf dem Gerät Pdf lesen können möchte.

10. Franka - Januar 30, 2013, 11:17

Das mit dem Argument ‚Datenkrake‘ lass ich nicht gelten bei Bloggern. Dann müsste man ganz aus dem Internet verschwinden und dürfte es überhaupt nicht nutzen. Auch bei G.-Suchen wird alles gespeichert.

Ich habe den K. jetzt auch ein Jahr und möchte ihn nicht mehr missen. Allerdings betrachte ich ihn nur als Ergänzung. Sachbücher mit Abbildungen würde ich nie auf dem Kindle lesen wollen und Bücher, in denen ich vieles anmerken möchte oder unterstreichen, mit denen ich arbeiten möchte, auch nicht. Das ist doch beim eReader ziemlich unkomfortabel und ‚Textstellen anmerken‘ ist nur begrenzt möglich. (Ich sehe schon, ich schreibe am besten selber einen Beitrag.) Herumblättern ist auch nicht so leicht wie im Papierbuch.

Was die kostenlosen anbetrifft: die Klassiker sind leider oft schlechte Übersetzungen voller Fehler und die neueren … 95% Schrott. Ich hab’s ausprobiert. Das ist nicht gut für die, die ihr Buch mal für einen Tag kostenlos anbieten, um bekannt zu werden. Sie verschwinden unter dem ganzen Abfall.
Aber ich denke, es wird den Buchmarkt revolutionieren (noch ein Thema), denn jetzt kann jeder mit relativ wenig Mühe ein Buch bei A. anbieten. Ob das so gut ist, weiß ich nicht …
Dennoch: nie ohne meinen Kindle. Ich habe ihn immer dabei und habe dort auch meine selbst zusammengestellte Gedichtsammlung als txt-Dateien und meine Arztdaten drauf. Für Urlaub und unterwegs: unschlagbar.
Viele Grüße, Franka

11. Lila - Januar 30, 2013, 13:50

Alle Klassiker, die ich bisher umsonst runtergeladen habe, waren in der Originalsprache. Ubersetzungen kann ich also nicht beurteilen. Das sind aber oft Schwachstellen.

Gerade heute frueh auf dem Weg zur Arbeit sass ich im Sammeltaxi neben einem netten Herrn, der grosses Interesse am Kindle zeigte. Er ueberlegt sich auch, ob er sich sowas zulegen soll. Er sucht wie ich nicht-hebraeische Buecher. Da haben wir uns ueber Antiquariate in Israel ausgetauscht und bis Checkpost gequasselt, ueber Buecher und Lesen und so weiter.

Ich bin froh, dass sich Buecherwand und Kindle nicht gegenseitig ausschliessen. Das waere ja schrecklich.

12. Leser - Januar 30, 2013, 15:01

Also ich habe kürzlich ein Tablet bekommen, aber beim elektronisch lesen bin ich noch nicht so richtig auf den geschmack gekommen. Irgendwie habe ich beim elektronisch lesen nicht so viel geduld wie auf Papier. Ich habe mir zwar schon ein paar bücher auf Gutenberg heruntergeladen, aber so langfristig habe ich mich noch dafür begeistert.

Natürlich wäre die situation ganz anders, wenn ich in einem Land leben würde, wo ich nicht so einfach an meine bücher herankomme. Dann würde ich den einfachen Zugang zu elektronischen büchern sicher auch schätzen.

Bis jetzt konnte ich mich noch nicht dazu durchringen, für ein elektronisches Buch Geld auszugeben. Es kommt mir viel weniger real als ein Buch aus Fleisch und Knochen, pardon aus papier vor. Auch die Idee, Bücher in einem elektronischen Shop zu kaufen ist mir noch fremd, es sei denn, ich weiss ganz genau, was ich suche und kriege es in meiner Stadt nicht so einfach.

13. Sanníe - Januar 30, 2013, 15:40

Ich wollte nicht von Amazon abhängig sein und habe deshalb einen Kobo – seit Weihnachten das neue Modell mit Licht! Seitdem könnte ich sogar wieder unter der Bettdecke lesen. Als Bücherliebhaber war ich auch etwas skeptisch, ob mir das gefallen würde, aber ich lese seitdem mehr denn je und möchte es auch nicht mehr missen, alle meine Schätze alle dabeizuhaben.

14. kaltmamsell - Januar 30, 2013, 18:48

Ich habe auch schon in der Badewanne in meinem Kindle gelesen – meine Güte, mir ist in 40 Jahren Lesen genau einmal ein Buch ins Badewasser gefallen (vor über 20 Jahren Irvings „A Prayer for Owen Meany“), das wird sich doch vermeiden lassen.

15. rhadamanthys - Januar 30, 2013, 21:35

@ Anette
Online-Leihe mit Kindle geht mit calibre und inept plugin

Ansonsten Kindle ist nett, allerdings kauft man keine Bücher, sondern erwirbt ene persönliche Lizenz, verleihen geht nicht und vererben ist auch nicht sicher.

rhadamanthys

16. Malte S. Sembten - Januar 31, 2013, 2:30

Auch ich habe den „billigen“ 79-€-Kindle-Reader. Bin sehr zufrieden. Das Ding eignet sich hervorragend für schnell konsumierbare Lektüre auf dem Ergometer (vulgo: Trimmrad) oder im Wartezimmer. Natürlich kann man damit auch jede andere Lektüre betreiben.
Aber es ist z. B. extrem umständlich, zu Fußnoten vorzublättern. Fußnoten „auf derselben Seite“ gibt es nicht, ebenso wenig wie Seitenzahlen, weil die Textgröße und damit der Seitenumfang beliebig veränderbar ist. Es gibt auch noch andere Nachteile gegenüber gedruckten Büchern abseits bibliophiler Kriterien. Doch der technische Fortschritt wird sie rasch beseitigen.

Für schwer ausgleichbar halte den Nachteil, dass man E-Books nicht signieren lassen kann. Eine elektronische Signatur hätte nie das authentische Flair einer „echten Unterschrift“.

Gegenwärtig lese ich Tuvia Tenenboms „I Sleep in Hitler’s Room: An American Jew Visits Germany“ auf meinem Kindle. Die englische E-Book-Ausgabe habe ich gewählt, weil die deutsche Print- bzw. E-Book-Ausgabe „Allein unter Deutschen: Eine Entdeckungsreise“ € 16,99 bzw. € 14,99 kostet. Gegenüber € 4,99 für die US-amerikanische E-Book-Ausgabe. Das Buch wurde auf Englisch geschrieben, aber in der englischsprachigem Ausgabe sind die Gesprächsausschnitte mit den deutschen Interviewpartnern übersetzt. In der deutschen Übersetzung sind diese Stellen im Original belassen und folgen Teneboms Tonmitschnitten (zumindest ist das zu hoffen und anzunehmen). Rundum „original“ ist also keine der beiden Versionen.

17. Malte S. Sembten - Januar 31, 2013, 3:05

8. Wolfram – Januar 30, 2013, 11:02

Ich würde immer einen Leseapparat von einem anderen Hersteller als meinem Buchhändler vorziehen – dann hat der Buchhändler es nämlich etwas schwerer, mir die Bücher wieder aus dem Regal zu nehmen. Amazon hat schon Kunden die Bücher von der Platte geholt, bzw. aus dem Kindle gelöscht, weil angeblich sie keine Leserechte mehr daran hatten.

Das ist in der Tat ein Kriterium. Man muss allerdings die E-Bücher nicht auf dem Kindle speichern. Man kann sie auch auf einer Festplatte oder einem Memory-Stick bunkern, wo Amazon keinen Zugriff hat.

Die Löschung meiner bisherigen Kindle-Bibliothek wäre allerdings ein verkraftbarer Verlust. Meine wirklich wichtigen, wertvollen und teuren Bücher stehen immer noch im traditionellen Regal.

(Ich hätte auch lieber ein iPad statt des Kindles. Aber das iPad kostet 399 €.

Aber die Touchscreens der teureren Kindle-Geräte oder Tabloids haben gegenüber dem „kleinen“ Kindle sogar einen Nachteil: ohne die seitlich angebrachten Blättertasten kann man nur schwer einhändig lesen.)

@ Lila:

Zu Deiner gehäkelten Kindle-Hülle möchte ich Dir gratulieren! Viele Kindle-Etuis, die es in allen Preisklassen bei Amazon-Anbietern gibt (auch das meinige), lassen das Lesegerät nämlich aussehen wie eine Brieftasche. Dementsprechend wurde einer Freundin von mir das Kindle aus der Handtasche gestohlen. Zum Glück brachte jemand es ins Fundbüro. Der ehrliche Finder hatte es auf einem Rasen unweit des Klau-Ortes entdeckt. Dort hatte es Tage lang gelegen und selbst Regen unbeschadet getrotzt, nachdem der Dieb (oder die Diebin) den Irrtum erkannt und die Beute weggeworfen hatte.

18. willow - Januar 31, 2013, 9:30

Man muss allerdings die E-Bücher nicht auf dem Kindle speichern.

Man kann die e-books sogar recht einfach ohne ihren Kopierschutz archivieren …

Ich hätte auch lieber ein iPad statt des Kindles<Ich hätte auch lieber ein iPad statt des Kindles

Äpfel & Birnen … wie Lila schon Eingangs sagte, Tablets sind zwar viel vielseitiger, für das reine, „sinnliche“ Lesen jedoch kein wirklicher Ersatz.

Zu Deiner gehäkelten Kindle-Hülle möchte ich Dir gratulieren!

Allerdings! Dieses Teil finde ich richtig scharf … 😉

19. Lila - Januar 31, 2013, 9:50

Ihr scherzet gewisslich, was die Huelle angeht. Schade, dass die schoene Wolle alle ist (ein Knaeuel hat ganz knapp fuer den Kindle gereicht, fuer eine Klappe war schon nicht mehr genug da), sonst wuerde ich noch mehr davon machen und sie verschenken. Das geht wirklich schnell – eine Stunde, hoechstens zwei, und fertig.

20. Marlies - Januar 31, 2013, 13:51

Die selbstgehäkelte Hülle ist schon abgefahren – ich muss mich mit einer gekauften begnügen, weil ich zu ungeschickt zum Handarbeiten bin 😦 (Aber Hülle muss sein, weil das Teil in der grossen Tasche rumfliegt und irgendwann das Display was abbekommen würde…)
Ansonsten hast du die Sache mit den ebook-readern wunderbar auf den Punkt gebracht.
Und offenbar machen ausser uns noch ganz viele andere Leser ähnliche Erfahrungen

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/01/31/amazon-erste-anzeichen-fuer-das-ende-des-gedruckten-buchs/

btw; die Sache mit der Hülle ist eigentlich eine gute Geschäftsidee

21. Lila - Januar 31, 2013, 14:27

Etsy und Dawanda sind voll davon. Da hatte ich die Idee auch her. Aber wenn alle Stricke reissen… 🙂

22. Malte S. Sembten - Januar 31, 2013, 15:02

19. Lila – Januar 31, 2013, 9:50

Ihr scherzet gewisslich, was die Huelle angeht.

Mitnichten, holde Häklerin. Mir gefällt der Gedanke, dem geliebten Kindle selbst ein Kleid zu machen, sehr gut. Das „Standard“-Kindle-Etui, das Amazon anbietet, kostet 40,00 €. Das war mir viel zu teuer. Also habe ich bei Amazon und Ebay nach einem preisgünstigeren Etui gesucht und auch eins gefunden (3,50 €), mit dem ich sehr zufrieden bin. Aber für das Suchen habe ich länger gebraucht als Du für das Häkeln Deiner Kindle-Hülle. Und die Billig-Leselampe, die zu meinem Etui mitgeliefert wurde (50 Cent Aufpreis), konnte ich wegwerfen, da sie nicht funktionierte (btw. ein Vorteil der Tabloids: das beleuchtete Display).

Hätte eine Freundin mir eine Häkel-Hülle für mein Kindle geschenkt (vielleicht in einer mehr maskulinen Farbe), dann hätte ich viel Zeit gewonnen und mir den Ärger über die Leselampe erspart.

23. Malte S. Sembten - Januar 31, 2013, 15:25

20. Marlies – Januar 31, 2013, 13:51

deutsche-wirtschafts-nachrichten: amazon-erste-anzeichen-fuer-das-ende-des-gedruckten-buchs

Gedruckte Bücher wird es imho noch lange geben. Jedenfalls hochwertige, bibliophile Ausgaben in kleinen Auflagen. Nur die Taschenbücher werden aussterben.
Die CD hat ja auch nur die Nice-Price-LP und die Musikkassette verdrängt. Hochwertiges und teures Vinyl, dick und schwer wie die alten Schellackscheiben, gibt es noch immer (bzw. wieder).
Daher haben auch die Großverlage derzeit mehr Probleme als die Kleinverleger.
Der stationäre Buchhandel wird leider extrem dezimiert werden, fast – aber nur fast – bis zur Auslöschung.

24. Lila - Januar 31, 2013, 16:56

Gedruckte Buecher wird es weiter geben, warum auch nicht? Es gibt so viele Buecher, die sich nicht elektronisch geniessen lassen, und so viele Leser, die ihr Buch riechen wollen.

Oh, und so viele Sammler, denen nichts groessere Freude macht als der besitzesstolze Blick endlose Buecherreihen entlang :-))

Aber sag mal, da fehlt Dir eine Kindle-Huelle und Du wendest Dich nicht an mich…? Wolle in maskulinen bzw neutralen Farben hab ich eigentlich immer uebrig.

25. Krachmachermama - Januar 31, 2013, 18:33

Liebe Lila,
ich schreibe regelmäßig Mails an Amazon, wann sie endlich mal ein Amazon Israel eröffnen bzw. Amazon Deutschland um hebräisch-sprachige Literatur erweitern… jedesmal kommt zurück: Danke für die Anregung, Sie denken, der Markt dafür wäre zu klein.. Vielleicht sollten da ein paar mehr Leute mal nachfragen.
Da es aber bei Amazon für die kindle Variante etliche hebräisch sprachige Bücher und Kinderbücher gibt, überlege ich auch gerade ernsthaft,mir einen Ebookreader oder eben ein Kindle anzuschaffen. Danke für deinen Bericht!
LG, Christiane

26. Lila - Januar 31, 2013, 18:38

Bei Steimatzky gibt’s einen hebraeischen E-Book-Reader. E-writ oder so ein Kalauer-Name. Frag doch mal nach.

27. Silke - Januar 31, 2013, 19:09

Lila

und wie Du den starken Knopf auf dem Etui gemacht hast, willst Du wirklich nicht verraten?

Das Teil ließe sich nämlich noch an ganz anderen Teilen anbringen …

Ich jammere zwar, respektiere aber tränenüberströmt Dein Recht aufs geistige Eigentum …

28. Lila - Januar 31, 2013, 20:25

Ach, ganz vergessen. Morgen, wenn Licht ist, mach ich ein Bild.

Die Wolle hat nicht fuer eine Klappe gereicht, sondern genau fuer die Laenge des Kindle, vorne und hinten. Geniale Wolle, hab ich in Berlin gekauft. Also musste ich die offene Tasche irgendwie schliessen.

Faul wie ich bin, habe ich zu einem Haargummi mit Haekelblume gegriffen, das ich mal gemacht habe – ich bin doch so eine Tante, die kleinen Maedchen bunte Haargummis mit Bluemchen schenkt. Dauert ungefaehr eine Viertelstunde, so ein Bluemchen.

Auf die eine Seite der Tasche habe ich einen huebschen blauen Knopf genaeht, auf die andere Seite die Haekelblume. Zum Verschliessen muss ich nur das Haargummi (das leider nicht sehr schoen ist, sondern schrillblau) um den Knopf legen, und mein Kindle kann nicht rausfallen.

Wenn ich Zeit hab, montier ich das Gummichen ab und haekel statt dessen ein Baendchen. Das Bluemchen und den Knopf lass ich aber 🙂

29. Silke - Januar 31, 2013, 23:38

Danke Lila –

jetzt weiß ich schon, ich konnte auf dem Foto nur nicht erkennen, ob’s ein Blümchen, ein Pompönchen oder ein Quastchen oder was Unbekanntes ist.

Genial ist es in jedem Fall und nein Haargummis mit Blümchen für kleine Mädchen – wie sexistisch 😉

Ich bin ein addict für Kurzwaren und von Gold-Zack gibt es Elastic-Kordel in Gold und Silber – zum Zuschlagen beim nächsten Deutschland-Besuch? und bei amazon unter Baumarkt 😉

http://www.amazon.de/Gold-Zack-Elastic-Kordel-5mm-L/dp/B005EKJ5AM/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1359668212&sr=8-1

30. Marlies - Februar 1, 2013, 8:39

Noch was zum Thema e-books und Rechte daran.
Während man uns in Deutschland (und wohl auch in USA) erzählt, dass man mit dem Kauf eines e-book nur eine Lizenz erwirbt, die noch nicht einmal vererbt werden kann, sieht es in der Schweiz wohl anders aus mt den Rechten der Käufer.

http://www.nzz.ch/aktuell/digital/wie-man-den-kopierschutz-knackt-1.17972217

31. Malte S. Sembten - Februar 1, 2013, 15:39

24. Lila – Januar 31, 2013, 16:56

Aber sag mal, da fehlt Dir eine Kindle-Huelle und Du wendest Dich nicht an mich…? Wolle in maskulinen bzw neutralen Farben hab ich eigentlich immer uebrig.

Als mir die Kindle-Hülle fehlte, wusste ich ja noch nicht, dass Du eine Kindle-Hüllen-Häkelmeisterin bist & nach Deutschland lieferst. 🙂

30. Marlies – Februar 1, 2013, 8:39

… Während man uns in Deutschland (und wohl auch in USA) erzählt, dass man mit dem Kauf eines e-book nur eine Lizenz erwirbt, die noch nicht einmal vererbt werden kann …

Noch ein Grund, die hohen Preise nicht zu akzeptieren, die für deutschsprachige E-Books verlangt werden. Zumindest die großen Verlage verkaufen das fette Hardcover für 29,80 € und das entsprechende E-Book für 26,80 €. Oder das TB für 18,90 € und entsprechende E-Book für 16,90 €. Kleinverlage und Selfpublisher haben eine realistischere Preispolitik bei E-Büchern. Immerhin spart der Verlag den Druck, die Lagerung, den Versand, die Remittierung, die Makulierung, die Einbußen durch den Weiterverkauf (antiquarischer Buchhandel), usf.
Und der Käufer „besitzt“ die erworbenen E-Bücher noch nicht einmal!

32. Anne - Februar 1, 2013, 15:57
33. Silke - Februar 1, 2013, 23:17

gerade reingekommen – dieses Modell müßte sich doch auch auf Kindle-Format erweitern lassen, als Sonntags- bzw. Sabbatskleid sozusagen.

http://www.lionbrand.com/patterns/81111AD.html

PS hätte ich 1. einen Kindle, 2. die Notwendigkeit oder das Bedürfnis sowas draußen mit mir rumzutragen käme nur und ganz ausschließlich gehäkelt nach Lila’s Vorbild infrage


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