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Aus der Schlafpause November 21, 2012, 14:35

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wird nichts, ich sitze wieder auf der Couch fest, und ich sehe die Bilder aus Tel Aviv, und ich kann es nicht mehr ertragen. Das Wasser geht bis zur Seele, wie man auf Hebraeisch sagt, ha maim megiim ad nafesh.

Was mir das Herz bricht: die Maenner mit dem Besen und der Kehrschaufel und dem gruenen Auto, die mit Elan die Strasse saubermachen. Verdammt, es ist so ungerecht.

Seit Generationen schwingt das juedische Volk den Besen, fegt die Scherben auf, kratzt das Blut weg, versorgt die Verletzten (auch die Taeter, natuerlich), begraebt seine Toten und sagt Kaddish, sorgt dafuer, dass der Verkehr nicht stehenbleibt, dass der naechste durch die Strasse laufen oder gehen kann, auf der vorhin noch weinende Verletzte lagen. Weint nicht, das Leben geht weiter, kommt, die Strasse ist schon wieder sauber, wir machen das schon, sagen die raschen, energischen Bewegungen. Kein Grund zu verzweifeln!

Die Leute in Tel Aviv sagen: ja, wir wussten nicht, ist es eine Rakete oder ein pigua. Tja, es haette beides sein koennen, und wer weiss, was als naechstes kommt?

Es ist genug, es ist genug, sagt mein Herz. Israel hat niemandem was weggenommen, was immer die Palaestinenser erzaehlen von gestohlenem Land. Das Land ist mehrmals gestohlen worden, unter anderem den Juden, aber Israel ist ganz legal gegruendet worden wie viele andere Staaten im Nahen Osten. Von denen alle anderen arabisch sind. Dutzende. Israel hat nie was anderes getan, als sich gegen drohende Vernichtung zu wehren. Damit allerdings hatte Israel alle Haende voll zu tun.

In Jerusalem wird jetzt Yosef Partok begraben, der 19jaehrige, ein Junge aus einer frommen Familie, der erste von acht Geschwistern, der zur Armee ging und stolz darauf war, zu einer kaempfenden Einheit zu gehoeren. Die Leute aus Emanuel erinneren sich gut, wie er ums Dorf gerannt ist, um sein Profil in die Hoehe zu treiben. Ich weine um den Jungen.

Auch um den Toten aus dem Beduinendorf, der gestern von den Raketen getoetet wurde. Ein junger Familienvater. Was fuer ein bitterer Abschied fuer diese kleine Gemeinschaft im Sueden.

Waehrend Yosefs Eltern und Geschwister vor dem Grab stehen, in Tel Aviv die Strasse wieder sauber ist, in Beer Sheva die Sirene heult und in einem anderen Ort die Familie ein Dankgebet sagt, deren Haus total zerstoert, aber deren Leben durch den Schutzraum gerettet wurde – waehrenddessen sitze ich auf meiner Couch und kann die Traenen gar nicht mehr stoppen.

Es ist genug, es ist genug. Ich gehoere nicht dazu, ich bin aus einer anderen Welt gekommen und sehe mit Entsetzen, was das juedische Volk alles als selbstverstaendlich ansieht und wegsteckt. Dass die Menschen hier noch so nett, so menschlich und liebesfaehig sind, ist vermutlich ein Gottesbeweis – wie kann ein Volk, dessen grundlegendes Beduerfnis nach Ruhe und Frieden ueber Jahrhunderte hinweg immer wieder brutal zerstoert wird, ueberhaupt aufstehen und weitermachen?

Es wuerde mich nicht wundern, wenn sich in Tel Aviv jetzt alle auf den Boden setzen wuerden und wie ich vor Ueberforderung und Ratlosigkeit einfach nur noch vor sich hin starren wuerden. Statt dessen wieseln Uniformierte herum und eine junge Frau sammelt Besitztuemer aus dem Bus auf und andere begutachten den Ort der Explosion, um Rueckschluesse auf den Sprengsatz schliessen zu koennen. Und alle haengen am Handy und rufen alle Verwandten an und sagen: macht euch keine Sorgen, mir ist nichts passiert. Und gleich fahren die Busse wieder.

Wie machen die das? Wie bleibt man dem Leben so treu?

Wie viel Geld und Sorgfalt und Planung und Begabung ist in die Luftschutzraeume geflossen, in denen ganze Familien am Leben bleiben, auch wenn das ganze Haus wegbricht. Wie viel Muehe machen sich die Piloten, wirklich nur militaerisch wichtige Ziele zu beschiessen – andere haetten einfach einen Bombenteppich gelegt und fertig. Wie obsessiv haben ein paar Nerds und Ingenieure an Iron Dome gebastelt, damit man die Buerger schuetzen kann vor dem staendigen Beschuss und nicht in den Krieg ziehen muss.

Ja, jetzt kommt wieder die Nachricht, die auch ihr hoeren werdet – die Luftwaffe arbeitet wieder, und einige Journalisten werden den gesamte Kontext ausblenden, und nur auf die von der Hamas in die Hoelle gezwungenen zivilen Opfer blicken. Von denen die meisten noch leben koennten, wenn Hamas keine Raketen aus Wohngebieten elf Jahre lang auf Israel gefeuert haetten, oder aber auch Defensivmassnahmen ergriffen haetten. Doch das wisst ihr eh.

Aber ich weine hier zum Himmel und sage: genug, genug. Warum hat ein Volk, das so viel Energie in Wissenschaft, Medizin, Innovationen, Kunst, Literatur und Musik steckt, das Familie ueber alles stellt und den Wert des menschlichen Lebens ehrt, das immer pragmatische Loesungen sucht und gern stundenlang diskutieren kann, ohne zu streiten, das niemanden bekehren, umdrehen, vertreiben oder dominieren will – warum hat es so ein schweres Leben?

Der Einzige, der mich troesten kann (ausser dem treuen Leo, der weiss, wann ich ihn brauche), ist der Koenig David. Wie lange ist es her, 3000 Jahre? Alle anderen Voelker, die damals gesungen und gelebt haben, sind vergangen. Das juedische Volk hat sich durchgeschlagen, durch unerhoerte Haerten. Heute ist gar nichts, damit verglichen. Letztendlich hat Shomer Yisrael seine Hand ueber sein Volk gehalten. Aber einfach? Einfach war es nicht und ist es nicht.

Herzenswunsch November 21, 2012, 13:17

Posted by Lila in Muzika israelit.
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Shlomo Artzi, Mehr brauchen wir nicht

Gib uns Regen zur rechten Zeit, im Fruehling verstreu Blumen, und lass ihn nach Hause kommen – mehr brauchen wir nicht

Morgen soll es regnen.

(Wie oft habe ich das Lied schon hier reingestellt – ich habe nie so gut gewusst wie heute, was es bedeutet).

 

Bei einer Tasse Caro-Kaffee November 21, 2012, 12:38

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Vorhin kam ich von der Arbeit (kurzer Tag) und war so muede, dass ich dachte – genug, seit einer Woche schlaf ich hoechstens zwei Stunden pro Nacht, und auch die  nur aus reiner Erschoepfung, und bevor ich mich jetzt dem Garten zuwende,ess ich einen Happen, trink eine Tasse Caro-Kaffee wie in Kinderzeiten, schnapp mir die puscheligste Decke von allen und leg mich im Arbeitszimmer aufs Ohr.

Nur einen Moment Nachrichten vorher, um zu hoeren, was fuer Fortschritte Hillary macht.

Und dann das. Von der ersten zoegernden Mitteilung bis zum vollentwickelten pigua-Modus dauert es nur Minuten. Der Terrorist muss den Sprengsatz zurueckgelassen haben – pigua mit’an. Jetzt sucht die Polizei einen pummeligen Attentaeter mit gemustertem Pullover, arabische Sender sprechen von einer Frau. Jeder, der je in Tel Aviv war, kennt natuerlich Sha’ul ha Melech. Gegenueber vom Museum, bei der Kiriya,

Im Hamas-Fernsehen wird gejubelt, gesungen und getanzt. Was fuer ein Sieg! Welcher Heldenmut! Bewundernswert. So viele Zivilisten wie nur moeglich dahinmaehen, so sieht der Kampf eines Heldenvolks aus, um der Welt zu zeigen, dass es einen Staat verdient hat.

Allerdings, sie haben es angekuendigt.

Wohlgemerkt, sie verdanken die Gelegenheiten zu diesen Taten der Tatsache, dass es hier keine Apartheid gibt und Araber sich ueberall frei bewegen koennen.

Wir haben solche Angriffe oefter miterlebt, als wir denken koennen. Seit den Araberaufstaenden der 20er Jahren kennt das Volk Israel, das damals noch keinen Staat Israel hatte, das Leid, das der Terror bringt.

In israelischen Krankenhaeusern werden uebrigens wie immer Patienten aus den palaestinensischen Gebieten behandelt, auch aus dem Gazastreifen. Teilweise bezahlen Stiftungen wie die Peres-Stiftung ihre Behandlung.

Aber die Trolle, die mir den Blog jedesmal verpesten, wenn er irgendwo erwaehnt wurde, finden natuerlich, die Palaestinenser sind die friedfertigen Edelmenschen und die Israelis sind die blutgierigen Barbaren.

Mein Caro-Kaffee wird kalt, und mein Herz auch. Waffenstillstand?

(Gott sei Dank: keine Schwerverletzten – bisher zumindest klingt es relativ gut, vermutlich war der Sprengsatz klein. Bestimmt laufen sie sich gerade erst warm. Oder es war eine pivate Intitiative. Ich fahre IMMER mit oeffentlichen Verkehrsmitteln und habe nicht vor, damit aufzuhoeren. Ich habe mich auch mitten in der Terrorwelle taeglich in Haifa in den Bus gesetzt und werde das auch weiterhin tun.)

Israelische Kinderstube November 20, 2012, 21:16

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Danke, Matzav Israel. Sein Sohn hat als Kind „pigua“ gespielt, Terrorangriff – hat Strassenszenen mit Lego nachgebaut, alles umgestuerzt unter „pigua, pigua“-Rufen.

Wer nur die koerperlichen Verletzungen zaehlt, der taeuscht sich und andere. Die Kinder im Sueden kennen kein Leben ohne Sirene und panische Angst.

Wie haben wir das so viele Jahre dulden koennen? 2003 fiel die erste Grad-Rakete auf Ashkelon.

Nachrichtengucken mit Y. November 20, 2012, 21:09

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Bilder aller heute zerstoerten Haeuser.

Ich: Mein Gott, was fuer ein Glueck, dass alle in den Schutzraeumen sassen und niemand ums Leben gekommen ist.

Er: Faellt dir auf, dass ueberall die Klos kaputtgegangen sind? Die zeigen wohl alle nach Sueden.

Keine Fluchtmoeglichkeit November 20, 2012, 20:20

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Die FAZ:

„Die Mehrheit der Getöteten sind Zivilisten“, sagt Junes. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch die palästinensische Menschenrechtsgruppe PCHR. Nach ihrer Zählung wurden bis Dienstagmittag 23 Kinder und 12 Frauen getötet. Siebzig der insgesamt 105 Toten gehörten demnach der Zivilbevölkerung an. Unter den 805 Verletzten seien 786 Zivilisten gewesen: 223 Kinder und 130 Frauen. Die unabhängigen Menschenrechtler, die sich in der Vergangenheit auch nicht scheuten, die regierende Islamistenorganisation Hamas zu kritisieren, bemühen sich, jedem Todesfall nachzugehen.

Dazu Elder of Zion:

Remember: PCHR only counts a person as a „militant“ if he is, in their opinion, actively engaging in military activities at the time of his death.

Since the first couple of days of the fighting, Hamas has refused to admit any casualties among its members. (Islamic Jihad right now says seven of its members were killed.)

This is exactly what happened during Cast Lead. Hamas hushed up every single terrorist death during the war, and only in the months afterwards did they slowly document on their websites the „martyrs“ and the dates they were killed. In the end, hundreds of people that the PCHR called „civilians“ were found out to have been terrorists. 

Sprich: wenn ein Terrorist in der Badewanne liegt oder sein Kaesebrot isst, dann ist er Zivilist. Ja wenn die Rakete, die er soeben abgeschossen hat, ausser Sichtweite ist, nicht mehr zu sehen ist, dann ist er Zivilist.

One thing is certain: the vast majority of those killed in Gaza so far have been males of fighting age. This in an area where men between 16-40 take up perhaps only 18% of the population (men between 15-64 are about   27%.)

It will again  take months to figure out the real truth about casualties. But don’t trust the initial statistics – as we’ve seen, they are historically skewed.

Gar nicht erwaehnt werden in deutschen Medien die Toten durch fehlgezuendete, im Gazastreifen runtergefallene Raketen und durch Sekundaer-Explosionen von Waffendepots mitten in Wohnvierteln, die durch die angesammelte Menge Sprengstoff viel mehr Schaden anrichten als die israelische Bombe.

Wie schon Silke sagte (war auch mein erster Gedanke): praktischerweise rechnet man Israel ALLE palaestinensischen Toten an, also auch die erschossenen verdaechtigten „Kollaborateure“.

Und wir schauen mit Grausen die zerstoerten Haeuser in Askelon und Rishon an und sagen: Gott sei Dank, dass wir Schutzraeume und Sirenen haben – sonst waeren ganze Familien ausgeloescht. Die zaehlt natuerlich keiner.

Ofra Haza November 20, 2012, 19:11

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Das Lied zu Hana Seneshs Text „Gang nach Caesarea“ (Eli, eli – Mein Gott, mein Gott)

Am Meer entlang

Sie fehlt.

Gehet hin in alle Welt… November 20, 2012, 18:33

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… und sagt allen: Lest Yaacov. Er bloggt selten, aber nur Perlen. Sein heutiger Eintrag charakterisiert nicht nur Twitter-Eintraege zum Thema Israel-Palaestinenser, sondern liefert auch eine Typologie vieler Kommentatoren hier auf Rungholt. Nur Hamas-Terroristen hab ich hier noch nie gehabt, aber die naiven Menschen ohne historisches Bewusstsein und Wissen und die pflichtbewusst linken Underdog-Cheerleader… die kommen mir sehr bekannt vor.

Coole Anekdote November 20, 2012, 18:26

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hier gefunden, von hier verlinkt.

Warum Iron Dome so schwer verkaeuflich ist:

Back in mid-June, during the great Paris weapons show, the Rafael pavilion was absolutely the busiest around, and everybody wanted to look at the new, exciting, Iron Dome system, the greatest achievement in rocket defense ever. But by the end of the show, Rafael hadn’t made a single sale. The Arrow sold well, other systems did great – Iron Dome wasn’t moving. So they contacted their big clients, the serious ones, and asked what gives.

And those clients told them no one except Israel has any use for these things. Because in any normal, sane country, if some hooligans were to start targeting civilians with rockets – the army would go and kill them.

Stefanie sagt’s November 20, 2012, 17:18

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im Tagesspiegel.

So kann man es auch nennen November 20, 2012, 13:48

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Israel hat einen 90taegigen Waffenstillstand angeboten, die Palaestinenser haben abgelehnt.

In der Sprache der Tagesschau heisst das:

Niemand gibt nach.

Manchmal moechte ich einfach nur noch Lark Rise to Candleford lesen, meine Kueche putzen, mein Basilikum und die Katzen  und ein paar Familiemitglieder streicheln, und ansonsten meine Arbeit tun. Und mich nicht mehr darum kuemmern muessen, was in meiner alten Heimat ueber meine neue erzaehlt wird.

Oh, ich wuenschte, es waere mir einfach egal. Aber das ist es nicht.

Und ich habe den Verdacht, nicht nur in Bezug auf Israel werdet Ihr in Deutschland sehr oft selektiv mit Informationen gefuettert.

Ich bin geruehrt November 20, 2012, 11:31

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Ein Sheikh aus den Drusendoerfern bei Haifa ist in den Sueden gefahren und laedt in herzlichen Worten die Bewohner des Suedens ein, umsonst in Galilaea Urlaub zu machen. Mit seinem arabischen Akzent und seiner traditionellen drusischen Tracht steht er mitten in Beer Sheva und verspricht gutes Essen, Gaestezimmer und ruhige Umgebung.

Die Drusen. Ich sag es doch immer – die Drusen.

Von allen Seiten November 20, 2012, 5:08

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Wer spricht davon?

Im Libanon hat die libanesische Armee zwei Raketen entdeckt und unchaedlich gemacht, die auf eine militaerische Station auf der israelischen Seite gerichtet waren. Ich danke den Libanesen fuer ihr Pflichtgefuehl und bin sehr besorgt, was wird, wenn die Hisbollah den Libanon „uebernimmt“. Mir ist klar, dass jederzeit Beschuss aus dem Libanon kommen kann. Auf den Hermon oder Nahariya. Ich weiss gar nicht mehr, wie das war, als ich mich sicher gefuehlt habe. Muss verdammt lang her sein – so lang, dat ich mich kaum erinnre kan.

Und wer spricht davon? Den Angriffen aus dem Sinai?

Und davon – den „Fehlschuessen“ aus Syrien?

Und dann noch die ganz normalen Angriffe auf Zivilsten. Sind ja nur Siedler – die haben schon irgendwie ein Recht auf Leben, aber hm, na ja, weniger.

Rundherum Feindseligkeit und Bedrohung. In den Augen mancher wohl ein Beweis fuer die angeborene Abscheulichkeit Israels und der Juden. Oder aber: alles Einbildung, wer kann schon wirklich bedroht sein, wenn wir es sebst nicht sind?

Ich sollte versuchen zu schlafen. Aber es ist Zeit aufzustehen. Vielleicht sehe ich die Welt heller, wenn die Sonne aufgeht? Ueber den Huegeln des Libanon, die ich sehen kann?

Zum Thema Proportionalitaet November 20, 2012, 4:57

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Ich mach’s mir leicht – hier ein paar Lese-Links, die alles sagen, was ich zum leidlichen Thema body count zu sagen habe.

Petra Marquardt ueber Tote und Todesursachen in Gaza:

You won’t see much in the news about this, but according to the IDF – which of course monitors all rocket launches from Gaza – about 10 percent of the rockets that Hamas shoots in the hope that they will kill and maim Israeli civilians crash back into Gaza. Inevitably, some of these rockets will kill and maim Gazans – after all, as we hear so often, Gaza is one of the most densely populated areas in the world.

But by now, almost 100 Hamas rockets have crashed in Gaza. Needless to say, the damage and casualties these rockets are causing are usually blamed on Israel. That was also the case when the body of a young boy was brought to a Gaza hospital just when Egypt’s Prime Minister was visiting there last week. The dramatic images were widely distributed by the media – but ultimately, it turned out that the dead boy whom CNN presented as “a symbol of civilian casualties” was the victim of a crashed Hamas rocket.

The blogger Elder of Ziyon was the first to point out  that the available evidence in this case didn’t justify the claim that the boy had been killed by an Israeli airstrike. In the meantime, a few media sites have corrected their related stories. However, this will probably remain an exceptional case, and most of the damage and casualties caused by crashed Hamas rockets in Gaza will likely be blamed on Israel.
Und R.C. Schneider, der die richtigen Worte findet:

Der Aufschrei der Welt angesichts der Bilder, die auch wir dann, aber auch schon jetzt liefern und liefern müssen, weil dies unsere journalistische Verpflichtung ist, ist garantiert. Und verständlich.

Nur, was ich nicht verstehe: Warum ist der Aufschrei der Welt soviel leiser, wenn er denn existiert, wenn Tag für Tag für Tag Raketen auf Zivilisten in Israel abgefeuert werden und das nicht erst seit gestern, warum ist der Aufschrei nicht groß, daß Organisationen wie Hamas, Islamischer Jihad, Hizbollah im Libanon usw. zivile Wohngegenden wählen, um von dort aus ihre Raketen auf den Feind abzufeuern und damit “Kollateralschaden” zu provozieren, denn sie w o l l e n ja, daß es zivile Opfer gibt, damit diese Bilder um die Welt gehen und die Welt dann aufschreit.

Und ein paar offene Worte an Proportionalitaets-Juenger, wenn man sie mal an den eigenen Taten misst:
NONE OF the international media considered the huge disparity between the number civilian casualties in Libya and Kosovo compared to zero NATO casualties worth mentioning. The question of proportionality simply did not arise.By contrast, in the current Israel-Gaza conflict, reporters have been quick to accusingly blazon repeatedly that only 3 Israelis have been killed to date, compared to 61 Gazans, and on this account they charge Israel with a disproportionate response.How then does one explain this selective focus on body count, and how should one interpret the dismal lack of understanding that every one of the 12,000 rockets fired into civilian areas of Israel during the past three years was intended to kill and maim as many as possible? Rockets were fired towards schools deliberately at 8 a.m. when the kids were on their way to classes, and only by the grace of the Almighty did they not succeed in these mass murder attempts.

Moreover the manner in which the rockets are fired into civilian Israeli areas from the midst of populated civilian areas constitutes a double war crime. This procedure ensures that responsive attacks on the rocket launchers cannot be achieved without tragically incurring collateral civilian casualties.

Nachts-gedacht November 20, 2012, 4:56

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Ist es moeglich? Ich kann doch tatsaechlich nicht schlafen, obwohl ich es brauchen koennte. Seit Mittwoch ersetze ich Schlaf durch Bloggen-beim-Fernsehen oder Fernsehen-beim-Bloggen, sehr gesund kann das nicht sein.

Eine Studentin in meinem Alter kam vor der Stunde zu mir und sagte: ich moechte mein Telefon anlassen, ausnahmsweise, weil mein Sohn.… Und ich sagte: Im Sueden? Und sie: Ja. Und bevor er sein Telefon abgeben muss, will er noch mal anrufen. Und ich: meiner hat seins gestern abgegeben. Welche Einheit ist deiner? Sie: Shirion. Ich: meiner Nahal, und eine Tochter in Nevatim. Sie sah genauso fertig aus wie ich.

Sie ist fast die einzige juedische Studentin im Kurs. Die anderen sind Drusen, Beduinen, Moslems, Christen. Eine der nettesten Gruppen, die ich je hatte – erwachsen, erfahrene Lehrer, hellwach, interessant. Ich frage mich: hat hier jemand Verwandte im Gazastreifen? sind die Verwandten so offen, zugewandt, intelligent, nachdenklich wie sie? Aber ich kann das Thema nicht ansprechen – vielleicht spaeter, vielleicht, wenn wir wieder mehr Platz fuer Empathie haben. Ich suche sicheres Terrain, bin zu verletzlich heute, wir sind es alle. Ich suche Gemeinsamkeiten, keine Graeben.

Ich habe ueber Kinderzeichnungen gesprochen und hatte als Beispiel dafuer, wie ein Kind die Grundformen erwirbt, ein uraltes Bild von Secundus in der Praesentation, wie er als Zweijaehriger vor seinem Blatt Papier sitzt, Wachskreide mit der ganzen Hand umfasst und ernsthaft vor sich hin schaut. Natuerlich wusste niemand, dass das Beispielkind mein Junge ist, der jetzt in seinen ollen Stiefeln irgendwo im Sueden rumstiefelt. Die Beispielbilder in der Praesentation habe ich als Studentin gesammelt – auf jedem Bild steht unten Name und Datum, und alle damaligen Kinder sind heute – in der Armee, oder kurz danach.

Man hat manchmal so Szenen, wo man sich denkt: wo ist der Regisseur, der auf die Idee gekommen ist? Wenn das ein Film waere, wuerde man sagen: puh, sentimental, lass das weg, das Zusammentreffen ist zu gestellt. Sowas passiert nicht. Aber natuerlich passiert sowas dauernd.

Nun, im Moment laeuft die Suche nach einer politischen Loesung auf Hochtouren, und ich bin mehr als dankbar dafuer. Ich denke mir natuerlich: Guido, warum bist du nicht vor zwei Wochen gekommen, als wir schon mental am Anschlag waren? dann haette das alles nicht passieren muessen. Wo war Ban Ki Moon vor zwei, drei Wochen? Wo, als der thailaendische Arbeiter so schwer verletzt wurde? Wo, als die vier Soldaten von nun-tet-Waffen verletzt wurden, auf israelischem Grund und Boden?

Aber ich muss auch sagen: wir haben nicht genug getan. Beim Autofahren heute haben wir, was wir sonst nie tun, Radio gehoert (fuer mich ist das Auto im Moment einfach nur Radio mit Raedern). Die Berichte waren interessant, dann sang Georges Moustaki, und immer wieder unterbrach eine samtweiche weibliche Stimme Bericht oder Lied und sagte an: Alarm soeben in…. Und dann folgte eine Liste von Ortsnamen. Kibbuzim, Moshavim, Doerfer. Kernige, landwirtschaftliche Namen.

Und mir fiel es wie Schuld aufs Herz. Wie lange schon werden die Bewohner dieser Orte beschossen? Bis Mittwoch hat niemand ihre Namen und Alarme durchgesagt. Vielleicht hiess es gegen Ende der Nachrichten: Heute fielen in der Gegend von Eshkol drei Katyusha-Raketen, niemand wurde verletzt und kein Sachschaden angerichtet. Ja ich hab es oft genug im Ticker hingeschrieben, aber wenn ich keine Zeit hatte oder keine Lust, dann eben nicht.

Aber die Moshavnikim und Kibbuznikim und Bewohner von Ofakim und Netivot und Beer Sheva, die mussten, ob Zeit oder Lust oder gar nichts, alles stehen und liegen lassen, in die Schutzraeume rasen, sich um die Kinder in der Schule und die Eltern und Geschwister und Partner sorgen, haben die es rechtzeitig geschafft?, und auf den BUMM warten und die Entwarnung.

Die Medien haben auch bei uns das Thema eher runtergespielt.

Und unsere Politiker? Vielleicht habe ich leicht reden, aber in meinem Herzen glaube ich, dass auch sie mehr haetten tun koennen. Ich begreife, warum Netanyahu zum Thema Iran einen riesigen internationalen Wirbel gemacht hat – er hat gute Gruende dafuer, und es kann gut sein, dass in 40 oder 80 Jahren rueckblickend das seine grosse historische Leistung sein wird – zu verhindern, dass Atomwaffen in Haende gelangen, die sie wirklich einsetzen wuerden und nicht nur als Abschreckung im Magazin halten. Ich will das nicht kleinreden, nicht nur wir werden, wenn er Erfolg hat, ihm danken muessen, sondern auch viele andere Staaten.

(Und selbstverstaendlich hat der Iran seine Finger schon lange im Spiel.)

Ich kann auch verstehen, dass er nicht zwei Themen gleichzeitig auf der Weltbuehne hochjagen konnte. Und er ist es  ja nicht allein, er hat ein Kabinett, wir haben ein Parlament, wir haben Filme, die ueberall gesehen werden, und Buecher. Keiner, weder Grossmann noch Yoshua noch Oz, weder die Regisseure der vielen Libanon-Trauma-Regisseure, und auch wir Blogger nicht – keiner von uns ist der Welt an die Gurgel gesprungen und hat gerufen: solange die Leute in Nir Am nicht ruhig schlafen koennen, geben wir keine Ruhe!

Wir haben es nciht mal probiert. Haetten wir es geschafft, Ban Ki Moon, Westerwelle, alle Schoenen und Maechtigen dieser Welt, hierher zu locken? Natuerlich lag die Kraft des Eroeffnungsschusses in der Ueberraschung. Aber waere es nicht moeglich gewesen, NACH dem Startschuss letzten Mittwoch mit Donnerhall weitere Luftschlaege anzudrohen? So wie jetzt mit der Bodenoffensive gedroht wird? Die Luftschlaege haben ihren Sinn – Hunderte, ja Tausende von Abschussrampen, Waffen-Werkstaetten, Ihr wisst es selbst, die „Bank der Ziele“. Ihren Sinn, aber auch ihren Preis.

Haette jemand ernstgenommen, wenn Netanyahu richtige Brandbriefe geschrieben haette? sich Bill Clinton oder weiss ich wen als Sonderberater erbeten haette, um dem Beschuss ein Ende zu bereiten?

Haben wir wirklich alles probiert? Alles, alles, alles? Ich sehe das Sterben und frage mich. Koennte ich Bibi fragen, Lieberman fragen, Ron Prosor fragen, sie wuerden vermutlich sagen: du hast ja gar keine Ahnung, was wir alles probiert haben, keiner hat auch nur mit der Wimper gezuckt, glaub es ruhig, wir haetten bestimmt nicht angefangen, wenn es anders gewesen waere.

Trotzdem muessen wir uns diese Frage stellen: wo waren wir, als die Kinder von Kibbuz Re’im geweint haben? Worueber haben wir gesprochen? Ueber soziale Gerechtigkeit, ueber die Anlage in Natanz, ueber Balkan Beat Box? Dann haben wir es versaeumt, ein wirklich wichtiges Thema ueber alle Daecher zu schreien.

Ein weiteres Versaeumnis, das mir heute zu Bewusstsein kam, als ich Irit Linur und Kobi Ariel im Radio zuhoerte. Sie stimmten ueberein, dass wir ideale Brueckenbauer zwischen Israel und der arabischen Welt „zur Hand“ haben, wir es aber nicht geschafft haben, diese auch in Bewegung zu setzen, zu aktivieren. Sie verweigern sich, sie wollen nicht, sie tun das Gegenteil. Ahmed Tibi und andere arabische Politiker in Israel, die beide Gesellschaften und ihre Codes von innen kennen, die die Beduerfnisse, Verletzungen, Aengste und roten Linien jeder der Seiten kennen, waeren praedestiniert fuer Vermittlung. Linur und Ariel drueckten Frustration ueber Tibis Verweigerung und seinen Hass auf Israel aus – aber ich muss immer weiter denken, mich immer fragen: und was haetten wir dazu tun koennen?

Was waere gewesen, wenn zu Zeiten, als Tibi ganz gut verwurzelt war im israelischen Mainstream, der Premierminister (egal welcher, es gab schon vor Bibi ein paar davon) ihn angeheuert haette fuer den Posten eines Ministers fuer regionale Verstaendigung? Das Kabinett enthaelt so bedeutungsvolle Posten wie „Minister fuer die Entwicklung des Negev und Galiaeas“ und „Minister fuer die Verbesserung des Oeffentlichen Diensts“. Excuse me, koennte man nicht ein paar dieser Posten zusammenlegen, die wohldotierten Stellverteter-Posten streichen, und statt dessen einem Mann wie Tibi Verantwortung, einen Stab Mitarbeiter und eine Buehne bieten? Heute ist es zu spaet, die Entfremdung sitzt zu tief, wir haetten das schon machen muessen, als die Intifada II Rueckhalt in der arabischen Bevoelkerung fand.

So ein Minister, der sich nicht scheut, auszusprechen, warum er nicht nach Ramallah ausgewandert ist, und was er an Israel schaetzt, zB das Recht, auszusprechen, was er NICHT schaetzt, und der israelische Interessen so erklaeren kann, dass ach ein Jordanier, Gazaner oder Saudi sie versteht – das waere fuer uns alle ein Gewinn gewesen.

Vermutlich wuerde ich, wenn ich Netanyahu waere, den neulich erwaehnten Aatef anrufen, ihn zu einem Gespraech einladen, und ihm einen Posten anbieten. Klar, die Araber wuerden ihn vermutlich als Verraeter ansehen und ihn nicht anhoeren wollen. Aber immerhin wuerde hinter einem solchen Mann Israel mit seinem ganzen Aufgebot an nicht-verbalen Kommunikations-Mitteln stehen. Zu ueberlegen waere es. Ist Westerwelle tatsaechlich besser geeignet als ein Beduine aus dem Sueden Israels, zwischen Israel und der Hamas zu vermitteln?

Wir verpassen da eine Gelegenheit, fuerchte ich.

Kurz, ich kann mir nicht ersparen, mich zu fragen, ob wir wirklich alles getan haben, um uns selbst und anderen Leid und groesseres Leid und noch groesseres Leid zu ersparen.

Ein Exempel November 19, 2012, 14:59

Posted by Lila in Kunst.
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fuer ein Dia aus meinem Unterricht – da in den Kommentaren danach gefragt wurde und ich leider in den Kommentaren Bilder nur verlinken, nicht aber hochladen kann:

 

So sieht das bei in Powerpoint aus, wenn ich daran arbeite. Ich lade nach der Stunde, d.h., jetzt, die Praesentation auf die Kurs-Website. Oft schaffe ich es auch schon vorher, dann freuen sich die Studenten mit Laptop, weil sie gleich meinen Vortrag in die Praesentation reinschreiben koennen. Aber wenn ich dann was aendere im Laufe der Stunde oder was weglasse – das ist doof, deswegen lad ich sie  meist hinterher hoch.

Die Studenten schreiben mit und stellen Fragen. Mittelalter ist eine ungeheure Menge Stoff, die die Studenten mit nichts verbinden koennen, was sie vorher kannten. Es ist fuer sie das schwierigste Fach ueberhaupt, ausser fuer die Christen natuerlich, die tun sich leicht und halten Evangelisten und Apostel auseinander, Paulus und Petrus, die zwei Naturen Jesu und so weiter. Die Juden und Moslems kriegen die Krise bei diesen Feinheiten, und wenn sie sich gerade gemerkt haben, dass der Evangelist Yochanan – John – Johannes als Adler dargestellt wird, dann komm ich mit einer Ausnahme, und die muessen sie sich dann auch merken.

Ich mache schon so Schaubilder und Ueberblicksbilder, aber Texte stell ich nicht rein. Hoechstens ein paar Merkworte.

 

 

Kaiser Justinians Kirchenbauprogramm – der ist naechste Woche dran.

 

Es gibt eine auch Buecherliste, aber viele Studenten gucken nicht rein, sondern pinnen sich das Zeug aus Wikipedia ab. Und das ist auch meist ganz solides Material, was da steht, nur sage ich ihnen, sie muessen ueberpruefen, ob es stimmt. Manchmal schmuggeln Scherzbolde Unfug in Wikipedia rein. Der bleibt zwar nur zwei Stunden drin, aber wenn man die gerade erwischt…?

Besser sind Internetseiten von Universitaeten und Museen, noch besser spezielle akademische dabases und Journale.

Aber sehr viele verlassen sich auf das, was ich ihnen erzaehle. Ich mach es einfacher als Buecher, wo meist viel zu viel Material drinsteht. Es ist fuer mich der arbeitsintensivste Kurs ueberhaupt, weil ich jedes Jahr versuche, ihn noch verstaendlicher, logischer, in sich stimmiger zu machen. Aber das Material ist so vielfaeltig und heterogen – 1000 Jahre Kunst zwischen Irland und Jerusalem. Kein leichtes Spiel.

Unertraegliche Spannung November 19, 2012, 14:17

Posted by Lila in Persönliches, Presseschau.
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So steht’s in Ynet:

Israel is ready for a ground invasion in the Gaza Strip but prefers a diplomatic solution, a senior official close to Prime Minister Benjamin Netanyahu said on Monday.

„We would prefer to see a diplomatic solution that would guarantee the peace for Israel’s population in the south. If that is possible, then a ground operation would no longer be required,“ the official told Reuters. „But if diplomacy fails, we may well have no alternative but to send in ground forces.“

Mein Secundus ist schon da, er hat gestern angerufen und gesagt, er hat sein Handy abgegeben und kann uns nicht sagen, wo er ist – als ob wir das nicht wuessten, wo kann er schon sein? Und wenn’s geht, meldet er sich wieder. Oh, und dass wir uns keine Sorgen machen sollen.

Aber abgesehen von Secundus – was ist richtig? Eine Bodenoffensive ist schrecklich. Und auch eine Bodenoffensive bringt nicht immer das gewuenschte Ergebnis. Was aber bringt dem Sueden Ruhe? (Sueden – der Begriff erweitert sich ein bisschen, aber fuer uns ist ja Haifa im Sueden). Was unterbindet den Raketenbeschuss sicher und dauerhaft, ohne den Gazastreifen in einen Friedhof zu verwandeln?

Wer weiss eine Antwort?

In weniger als acht Stunden November 19, 2012, 3:49

Posted by Lila in Persönliches.
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steh ich auf dem Podium, mit der Fernbedienung fuer meine slide show in der Hand, und weihe die Studenten in die Anfangsgruende spaetroemischer, fruehchristlicher und byzantinischer Elfenbeinschnitzerei ein.

Ich glaube, ich werde einen solchen Bloedsinn erzaehlen…. schlimmer noch als sonst.

80 LKWs November 18, 2012, 18:53

Posted by Lila in Presseschau.
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mit Lebensmitteln und Medikamenten hat Israel heute in den Gazastreifen geschickt. Den Strom (der in Ashkelon produziert wird, das staendig unter Beschuss steht) haben wir auch nicht abgedreht.

35 Diplomaten und 26 Kranke verlassen den Gazastreifen – die Kranken werden in Israel behandelt. Bestimmt auch Verletzte – wie schrecklich ist es, so zwischen die Raeder zu geraten – bis sich der verhasste Feind um einen kuemmern muss. (Auch Secundus behandelt ja zu 50% Palaestinenser.)

Auch die PA unterstuetzt den Gazastreifen – das ist schoen. 20 LKWs und ein medizinisches Team.

Maan hat die Meldung auch.

„The ICRC is helping the Gazan ministry of health and our partners in the Red Cross and Red Crescent Movement take care of the wounded,“ said Juan-Pedro Schaerer, who heads the local ICRC delegation.

„Despite difficult security conditions, the Palestine Red Crescent Society and the Magen David Adom in Israel are working round the clock to treat casualties and evacuate them to hospitals,“ he added.

Wieder sind es die Mediziner, die einen winzigen Schimmer von Menschlichkeit und Hilfe ohne Ansehen der Person ins Bild bringen.

Wortlos November 18, 2012, 18:22

Posted by Lila in Kinder, Land und Leute.
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Viele Bilder von der Mobilisierung.

In jeder Generation seit der Gruendung Israels.