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Was Nasrallah sagt November 25, 2012, 12:28

Posted by Lila in Presseschau.
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Hezbollah leader Sheikh Hassan Nasrallah gave a pre-recorded video speech to celebrate the end of the Ashura holiday in Lebanon, saying „if only a few Fajr-5 rockets shook Israel, how would it deal with thousands of rockets falling on Tel Aviv as well as other cities if it should venture to attack Lebanon.“

Nasrallah added that the fight with Israel is from Kiryat Shmona (one of the northernmost Israeli communities) to Eilat (the southernmost Israeli city). He then turned to Arab nations asking them to arm and fund terror organizations in the Gaza Strip.

Ein religioeses Fest wird wieder zu einer Propaganda-Gelegenheit umfunktioniert – sage mir keiner, Religion und Politik haetten nichts miteinander zu tun. Israel wird bedroht fuer den Fall, dass es den Libanon „angreift“ – nach arabischer Auffassung ist eine Gegenwehr Israels ein „Angriff“. (Eine Auffassung, die ja auch von manchen westlichen Medien und der UNO geteilt wird, die Israels Klagen ueber Angriffe aus dem Gazastreifen unbeantwortet liess.)

Ganz Israel ist ihm ein Dorn im Auge, von Kiriyat Shmona bis Eilat – also nicht gerade zu territorialen Kompromissen bereit. Und er ruft zur Unterstuetzung von Terrororganisationen auf – solche wie die Hamas, die ja jetzt energisch bestreiten, der Verzicht auf Wiederbewaffnung waere Teil des Waffenstillstands-Abkommens.

Alles das wird frueher oder spaeter zu einer weiteren Runde fuehren. Und nicht wegen Israels Blutrunst oder dem Wunsch der Israelis nach einem Wahlkampf-Spektakel auf Leichenbergen, wie es uns netterweise nachgesagt wird. Sondern einfach, weil Hamas, Hisbollah und ihre Kollegen eine Welt mit Israel nicht ertragen koennen.

Ansätze zum Frieden, die sogenannten friedlichen Lösungen und die internationalen Konferenzen zur Lösung der Palästinafrage stehen sämtlichst im Widerspruch zu den Auffassungen der Islamischen Widerstandsbewegung. Denn auf irgendeinen Teil Palästinas zu verzichten bedeutet, auf einen Teil der Religion zu verzichten; der Nationalismus der Islamischen Widerstandsbewegung ist Bestandteil ihres Glaubens. (…) Für die Palästina-Frage gibt es keine andere Lösung als den Djihad. Die Initiativen, Vorschläge und Internationalen Konferenzen sind reine Zeitverschwendung und eine Praxis der Sinnlosigkeit. Das palästinensische Volk aber ist zu edel, um seine Zukunft, seine Rechte und sein Schicksal einem sinnlosen Spiel zu unterwerfen.

So viel zum Thema „Israel muesste doch nur…“.

Israel kann da leider gar nichts machen. Solange es existiert und solange moerderische Organisationen wie die Hamas existieren, sieht Israel sich dem Jihad gegenueber.

Was fuer eine gigantische Verschwendung an Menschenleben und Menschenkraft.

 

Kommentare

1. Stefanie - November 25, 2012, 13:36

Die weitere Runde ist programmiert. Darüber sind sich ja auch alle im Klaren.

Gegossenes Blei hatte damals Raketen mit einer Reichweite von 40 km im Visier. Mit dieser Reichweite war die Grenze überschritten. Dieses Mal betrug die Reichweite schon 70 km. Bei gegossenes Blei konnte Israel sicher sein, keine anderen Nachbarn werden einschreiten und das die Verhältnisse zu denen werden sich nicht ändern. Dieses Mal bestand die Sorge – was ja wohl auch mit ausschlaggebend war, dass es keine Bodenoffensive gab – dass Jordanien und Ägypten dann die „Friedensverträge“ kündigen.

Wie die außenpolitische Lage bei der nächsten Runde aussehen wird, kann wohl niemand vorhersagen. Was mir aber als sicher scheint, die Raketen dann werden wohl über 100 km Reichweite haben und vermutlich auch präziser sein. Ich sehe nichts, dass Waffenschmuggel verhindern kann. Selbst wenn die USA die Ägypter dazu bekommen sollte, den Waffenschmuggel wirklich unterbinden zu wollen, können die doch gar nicht.

Ich kann nicht mehr erinnern, wie es nach gegossenes Blei genau weiterging. War da für einige Wochen Ruhe?


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