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Bekannt? November 24, 2012, 23:10

Posted by Lila in Presseschau.
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Wird sowas auch bei Euch im Fernsehen gezeigt, oder bewahrt man Euch vor den Auswuechsen fanatischer Hirne? Das ist die Familie eines Kollegen von Jabari. Ich sehe vor allem krasse Kindesmisshandlung.

Bei Youtube bezweifeln Kommentatoren die Uebersetzung, aber soweit ich verstehen kann (und ich habe schon einen ganz netten Passiv-Wortschatz im Arabischen, spreche es aber leider nicht), ist sie korrekt.

Und jetzt, liebe Palaestina-Freunde, bitte ich um konkrete Vorschlaege, was man diesen reizenden Menschen als Kompromiss anbieten koennte. Ideen?

Kommentare

1. Dorothea - November 24, 2012, 23:32

Krasse Kindesmisshandlung – das kannst Du laut sagen. Eine Kultur des Todes.

2. Jakobo - November 24, 2012, 23:32

Es ist nicht das erste mal dass man solche aussagen in einem video sieht.

J

3. Silke - November 24, 2012, 23:55

der moral philosopher im BBC Moral Maze sagte, daß sei alles die Schuld von Israel’s Mangel an Phantasie.

von Tony Blair’s Schwägerin (wie hieß sie nur) gibt es ebenfalls ein Kindesmissbrauchsvideo irgendwo auf YouTube.

Manche Kinder haben einfach Pech bei der Auswahl ihrer Eltern gehabt.

All die Kinder in dem Gaza-Zaun-Video zum Beispiel … Was wenn in ihrem Mob ein „Ernsthafter“ ist und wirklich was passiert?

4. Jakobo - November 25, 2012, 0:32

„All die Kinder in dem Gaza-Zaun-Video zum Beispiel … Was wenn in ihrem Mob ein “Ernsthafter” ist und wirklich was passiert?“

mich wundert es das bei dem video niemand den einen anspricht der sich mit dem ruecken zum zaun hinstellt.. ich meine es ist doch klar was der will, oder? und wenn sich der rest anders verhalten haette oder wenn weniger soldaten da gewesen waeren dann haette es einen bauern mit rueckenschuss mehr gegeben und alles schoen gefilmt.

Silke - November 25, 2012, 1:33

Jakobo

ich habe mich auf die Soldaten konzentriert und versucht zu fühlen, wie ich mich fühlen würde.

Ich mache sowas, um meine Wut auf die Hinterher-alles-Wisser, die natürlich nie nimmer nich einen Fog of Battle Fehler begehen würden, am Kochen zu halten.

Im Fall von dem Video benimmt sich die angreifende Menge derartig clownsmäßig, daß ich mir vorstelle, es ist wahnsinnig schwierig, das Gefühl, daß man da jetzt eigentlich mit nem Ochsenziemer reingehen müßte, im Zaum zu halten und statt dessen das Gefühl wachzuhalten, daß man sich hier einer sehr sehr realen Gefahr gegenüber sieht.

PS: Ich wünschte mir, es würde Sitte, daß im deutschen Radio Hamas sagt routinemäßig begleitet wird von die Meldung ist unbestätigt. Nu sind ein Toter und 20 Verletzte in der Welt und wenn die IDF fertig ist mit’m wasserfest machen, interessiert sich keine Sau mehr dafür.

Und in der Zwischenzeit plärren dann noch all die PR-Experten, daß Israel schlechte Öffentlichkeitsarbeit machen würde. Ja was denn? Sollen sie ihre Infos auf Pallywood-Niveau runterfahren?????

5. Nordwind - November 25, 2012, 5:32

Wenn man nichts zu verlieren hat …

6. Arthur - November 25, 2012, 9:16

Die schauen aber nicht sehr begeistert aus, diese Kinder, besonders der letzte Junge. Nach dem, wie die Frau da das Baby behandelt, scheinen die mit ihren „zukünftigen Märtyrern“ nicht sehr zart umzugehen. na ja, wahrscheinlich sollen sie sich schon sehr früh daran gewöhnen, dass diese Erde ein Jammertal ist, aus dem man am besten so schnell wie möglich entflieht…

7. frontalière - November 25, 2012, 12:36

Mit solchen Leuten ist natürlich eine Politik des Friedens nicht möglich.

Aber mit verlaub, das ist, so fürchte ich nicht allein ein muslimisches oder palästinensisches Problem, sondern ein Problem von Fantismus, vor allem religiösen Fanatismus, generell. Religiösen Fanatismus findet man nicht nur unter Muslimen, sondern auch unter Christen (ich weiss wovon ich rede) und auch unter Juden (und unter anderen Religionen auch).
Leider, so scheint es, dass der Glaube an G_tt verbindet und die Religionen sind geeignet Menschen zu trennen, jedenfalls dann, wenn die Überzeugung man wüsste ALLEIN die Wahrheit das eigene Denken beherrscht.
Ich möchte nicht glauben, dass die in dem Video vertretene Auffassung eine generell palästinensische Auffassung ist. Die westliche Welt ist ja auch nicht von der Baader-Meinhoff-Bande geprägt gewesen.
Trotzdem, natürlich können solche Menschen Friedensprozesse erheblich stören und, da es sich um VER-Rückte handelt, sind sie unseren Vernunftsgründen auch nicht zugänglich.
Ich frage mich oft, wie dieser Fanatismus entsteht. Gibt es dafür einen Nährboden, den man austrocknen kann?
Nach meiner Wahrnehmung gibt es Faktoren, die die Entstehung von Fanatismus zu begünstigen scheinen, Armut, Fehlende Anerkennung, Unterdrückung (empfundene reicht), und ein religiöser Nährboden, der zu der Überzeugung führt, man selbst habe allein die Wahrheit.

Eine Lösung habe ich naturgemäß auch nicht, zu wenig verstehe ich was solche Menschen bewegt…

8. Lila - November 25, 2012, 12:45

Aber ja, religioeser Fanatismus, egal von welcher Religion er ausgeht, ist ein Pulverfass. Doch sind mir Auswuechse wie systematische Abrichtung von Kleinkindern zu Hass und Terror von anderen Religionen unbekannt. Zumindest nicht in unserer Zeit.

Es mag hier oder da durchaus Morde und Terror geben, die aus anderen Religionen erwachsen – wo durchgedrehte Glaeubige zu Gewalt greifen, Unrecht begehen, andere verletzen oder gefaehrden. Aber in solchem Ausmass, so durchorganisiert und institutionalisiert wie zB bei der Hamas im Gazastreifen?

Da faellt mir kein anderes Beispiel ein. Was auch gut so ist, denn wenn es zwei von der Sorte und Groessenordnung gaebe, dann waere Armageddon nah…

frontalière - November 25, 2012, 12:59

Ja, Du hast Recht, in dieser Form kenne ich das derzeit auch nicht von anderen Gruppierungen. Die Instrumetalisierung von Kindern ist schon eine besonders hässliche Form des Fanatismus. Eine Fratze gerade zu.

9. Lila - November 25, 2012, 13:09

Das – und die systematische Ermordung Unschuldiger durch Sprengsaetze, die mit rostigen Naegeln, Stahlkugeln und Dreck vermischt sind. Wer auf die Idee kommen kann, ueber Jahre und Monate hinweg seine Parteigaenger mit solchen Dingern auf Eisdielen, Busse, Restaurants und Falafelstaende loszulassen, der steht fuer mich ausserhalb jeder menschlichen Zivlisation.

Die Terrorwelle, hat mich bekehrt und mich gelehrt, worum es der anderen Seite geht. Um sinnlose, blutige, schmerzhafte Zerstoerung, nicht um konstruktive Zusammenarbeit. Ein Angebot ums andere wird ausgeschlagen, und statt dessen auf Terror gesetzt.

Und damit das nie aufhoert, werden schon die Allerjuengsten darauf gedrillt, den Tod zu lieben und als hoechstes aller Ziele ein Selbstmordattentat anzustreben, in dem sie moeglichst viele Juden mitnehmen.

Jedoch die Leser des Tagesspiegels beharren darauf, den Konflikt aequidistant zu lesen. Man sollte meinen, die Massstaebe waeren ihnen allesamt abhanden gekommen.

http://www.tagesspiegel.de/politik/eine-frage-des-standpunkts-wer-hat-schuld-am-nahostkonflikt-/7433820.html

Silke - November 25, 2012, 14:51

7 + 8

Aber ja, religioeser Fanatismus, egal von welcher Religion er ausgeht, ist ein Pulverfass.

Jeglicher Glaube, daß Ei des Kolumbus gefunden zu haben, ist ein Pulverfass. Was von dem geliefert werden muss, ist das Versprechen der Lösung aller Probleme, so man ihn (den Glauben und hoffentlich nie wieder den Guru) nur endlich endlich machen lasse und die Wirklichkeit ausblende. Was ist schon die Wirklichkeit, diese Domäne von Hausfrauen und Handwerkern und anderen Intelligenzbehinderten.

Wer sich derzeit die Mühe macht, mal bei den free-market-fundamentalists vorbeizuschauen, wird sehen, daß auch da die stramme Fokussierung auf was Allein-Seligmachendes hervorragend funktioniert und vermutlich sogar Religiöse aller Schattierungen zu einigen vermag.
——–
Da es möglich war, mit Nazi-Deutschen Frieden zu schließen, nehme ich an, es geht auch mit solchen Verwirrten. Doch der Frieden kam für „uns“ erst nach langandauernder ziemlich unbarmherziger physischer Wirklichkeitsvermittlung – zwar brach die Moral der Bevölkerung unter der Bombardierung nicht zusammen, wie von den Alliierten gehofft. Doch ich würde gern mal genau untersucht bekommen, wie müde Mütter 1945 waren. 1. erinnere ich Frauen so und 2. wechselten die unter Testosteron-Überschuss funktionierenden Jungmannen u.U. nur unter Mutters eisernem Befehl zum Fringsen und Schwarzmarkten. Denn daß die weniger widerständig gestimmt sein sollen als die Iraker scheint mir wenig wahrscheinlich.


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