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Festgenommen November 23, 2012, 9:41

Posted by Lila in Presseschau.
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Auch in deutschen Zeitungen steht, wer fuer den Anschlag in Tel Aviv (war das wirklich erst vorgestern?) verantwortlich ist.

Die Festgenommen gehören demnach einer Palästinenserzelle aus Beit Lakija an, die Verbindungen zur Hamas und dem Islamischen Dschihad habe.

Die Festgenommenen hätten auch gestanden, einen arabischen Israeli aus Taibeh bei Tel Aviv für den Anschlag rekrutiert zu haben. Dieser habe die Bombe in dem Bus versteckt und dann dafür gesorgt, dass sie per Handy ausgelöst wurde.

Ich bin froh, dass sie festgenommen sind und weitere Plaene nicht mehr ausfuehren koennen. Bestimmt ist den deutschen Journalisten ein Detail nicht aufgefallen, das ich fuer wichtig halte, und deswegen haben sie es weggelassen. Israelische Zeitungen bringen es natuerlich.

The Shin Bet said Thursday that the terrorist, an Israeli citizen who previously lived in the West Bank and was allowed to settle in Tayibe under the family reunification law, was recruited by a terror cell from the village of Beit Liqya, near Ramallah.

The terror cell members used a car belonging to the suspect’s employer to transport the explosive device into Tel Aviv. The employer, an east Jerusalem resident, had no knowledge of the plan.

Ja, es gibt ein Gesetz zur Familienzusammenfuehrung, und in diesem Falle hat Israel sich einen Terroristen damit eingehandelt.

Und Terroristen haben absolut keine Skrupel, ihre eigenen Leute in ihre Aktivitaeten mit reinzuziehen. Dass der Besitzer des Autos beliebig viel Aerger haette bekommen koennen, war ihnen offenbar voellig egal.

Update: die Leute in Taibe sind stinksauer. “Das ist keiner von uns, der kommt gar nicht aus Taibe, der hat nur hier eingeheiratet, wir sind gegen Terror”, sagen sie.  Der Reporter ist uebrigens auch israelischer Araber – ein weiteres bedauernswerter Opfer des Rassismus im Apartheidsstaat Israel, der begabte junge Menschen dazu verdammt, im Schweisse ihres Angesichts mit Mikrophon  vor der Kamera zu stehen. Schlimm!

Und der Mann im orangen Pulli ist Arzt, der gegen Terror und fuer friedliches Zusammenleben ist. Er sagt, der Terrorist hat seine Erziehung in einem palaestinensischen Dorf erhalten. Die Jugend aus Taibe studiert an israelischen Universitaeten und lernt andere Dinge. Und das will er klarstellen.

Kommentare

1. Paul - November 23, 2012, 10:49

Danke für diese wichtige und sehr aufschlussreiche Hintergrundinformation.
Ganz im Vorbeigehen wird noch etwas anderes im Sinne der Hams “geregelt”. Jedenfalls besteht die Gefahr, dass das Zusammenleben zwischen Israelis und israelischen Arabern, dadurch nicht einfacher wird.
An einer Zwietracht ist nur der Hamas gelegen.
Unabhängig von dem Bombenschaden ist das für mich der “Kollateralschaden”.

Herzlich Paul

Gott schütze Dich und Deine Familie.
Gott schütze Israel.

2. Lila - November 23, 2012, 10:57

Ja, genau das meinte ich.

3. Silke - November 23, 2012, 11:29

zusätzlich habe ich irgendwo gestern gesehen, daß irgendein mit dem Anschlag Verbandelter getönt hat, sie bräuchten jetzt keine Selbstmörder mehr, sie würden die Technik für die Fernzündung beherrschen.

Hat mich a bisserl erstaunt, schließlich sind die irakischen Fernzünder schon seit langen Jahren “erfolgreich” tätig. Was meinte er also, irgendeine neue Technik, die in Eurer Screenerei nicht vorgesehen ist?

Und was das “eingefangen” anlangt – wenn ich israelischer Verfassungsschützer wäre, würde ich all die, die da pro Gaza getönt haben, ab sofort im Visier haben und unter Missachtung sämtlicher Datenschutzregeln überwachen. Ich glaube nämlich nicht, daß nur nicht-bellende Hunde beißen.

4. Silke - November 23, 2012, 11:54

Deutschlandfunk-Nachrichten – heute 10:00

Die Reihenfolge, in der die informieren, wird sich mir auf ewig nicht erschließen, erst die Wirkung, dann die Ursache oder gar kein Zusammenhang, nur wieder mal unerträgliche Einschränkungen durch die Israelis? Was soll ich mir als sonst nix Hören/Lesen Hörer dabei denken? Die Leute werden bezahlt dafür, so’n Zeugs zu schreiben.

Und hier habe ich noch ne Bewerberin für die einschlägige Namensliste – Verenkotte hielt sich in Grenzen, doch Bettina Marx ließ es krachen. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kommentar/1927500/
(Bild.de flickt übrigens heute Mursi schwerstens am Zeug. Es liest sich, als habe er sich seine Vermittlung bestens entlohnen lassen.)

Israel schränkt Zugang zu Tempelberg ein

Die israelischen Behörden haben den Zugang zum Tempelberg in Jerusalem für die Palästinenser eingeschränkt. Wie die Polizei mitteilte, dürfen nur Männer über 40 Jahre mit entsprechenden Ausweispapieren sowie Frauen den Bereich im Osten der Stadt betreten. Auf dem Tempelberg befindet sich mit der Al-Aksa-Moschee eines der wichtigsten islamischen Heiligtümer. Gestern Abend wurden im Westjordanland im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag in Tel Aviv mehrere Palästinenser festgenommen, darunter der mutmaßliche Attentäter. Nach Angaben des israelischen Inlandsgeheimdienstes legten alle ein Geständnis ab.

5. vered - November 23, 2012, 11:57

Was mich bei derlei Nachrichten immer ärgert: Die Gruppe habe Verbindungen, die Festgenommenen hätten gestanden, er habe die Bombe im Bus versteckt ” etc. So gibt der deutsche Zeitungsfritze Meldungen aus israelischer Quelle wider. Melden aber Palästinenser etwas, dann heisst es : Die Israelis haben (nicht hätten!) den Grenzübergang geschlossen, der Verdächtige wurde verhaftet (nicht sei worden) etc. Wenn Israelis etwas melden, könnte es eventuell so sein, was Palästinenser schreiiben oder sagen, ist genau so. Hirnwäsche vom Feinsten!

Silke - November 23, 2012, 12:13

vered

Hirnwäsche vom Feinsten!

Genau!!!

6. Festnahme « grenzgaenge - November 23, 2012, 12:49

[…] dieser Woche. Der Hintergrund dieser Geschichte: Der Attentäter fällt unter das Gesetz zur Familienzusammenführung in Israel. Wir sehen, wie Palästinenser dieses Gesetz missbrauchen und jede humanitäre Geste […]

7. vered - November 23, 2012, 15:27

Silke: Steter Tropfen höhlt den Kopf (des Tropf)s.

8. Paul - November 23, 2012, 16:57

#5 vered, gut beobachtet! Ja, so ist es. Das ist verdeckte, unterschwellige Propaganda, die sehr wirkungsvoll ist.
Propaganda und Reklame haben beide zum Ziel dem Adressaten eine Einsicht zu vermitteln, aufzudrängen.

Vor langen Jahren habe ich mal eine Untersuchung dazu gesehen oder gelesen. Wie gesagt, es ist lange her. In Zeiten als noch in Kinos mit Dias Reklame gemacht wurde. Versuchsweise wurden Bilder so kurz eingeblendet, dass der Besucher sie nicht bewusst wahrnehmen, sehen konnte. Hinterher wurde von Psychologen festgestellt, das diese Bilder tief ins Bewußtsein gedrungen waren. Tiefer als die wirklich visuell wahrgenommenen. Soweit ich mich erinnere wurden diese Bilder in den laufenden Spielfilm “eingeblendet”. Eine faszinierende kostengünstige Form der Werbung. Diese wurde verboten. Diese Einflussnahme wurde als unzulässig eingestuft.

Inzwischen gibt es andere Formen der “verdeckten” Reklame. Zum Beispiel die Anordnung der Ware in den Verkaufsregalen. Billiges ganz unten. Teures in durchschnittlicher Augenhöhe. Da gibt es viele Methoden.

Was es in der Reklame gibt, wird auch in der Propaganda gemacht. Verdeckte Propagandakriegsführung. Dazu gehört nicht nur die Reihung der Meldungen, sondern bei uns in D auch die permanente Täter-Opfer-Umkehrung zu Gunsten der Palästinenser.
Neulich hat mich eine Überschrift aufgeregt:
“Hamas provoziert mit Raketen, Israel bombt Gaza.”
In diesen wenigen Worten ist soviel Desinformation verborgen, dass Du Mühe hast alles aufzudröseln. Klingt doch für “OttO Normalverbraucher” wie eine sachliche Information?

Was Du schilderst gehört auch dazu, lieber vered. Ich gestehe dass ich dies noch nicht bemerkt habe, obwohl ich schon sehr aufmerksam lese.

Die “Früchte” dieses Propagandkrieges werden bei uns in jeder Umfrage deutlich. Da hat Israel überhaupt keine Chance.

9. Hein - November 23, 2012, 17:15

Ich habe mich wegen der falschen Berichterstattung im Deutschlandfunk (“Radio Ramallah”) schon häufiger per Mail beschwert. Inzwischen erhalte ich nur noch eine Bestätigungs-Mail, dass die Nachricht eingegangen ist, aber keine Antwort.

10. anti3anti - November 23, 2012, 19:02

Wenn es Israel nicht gefällt, kann es die Familienzusammenführung aussetzen!

11. vered - November 25, 2012, 21:15

@ Paul 8: Wie sehr du Recht hast mit deiner Definition von Propaganda und Reklame! Es gibt wirklich einen “gemeinsamen Nenner”. An sich habe ich weder gegen Reklame noch gegen Propaganda etwas – so lange nämlich, wie Beides offen betrieben wird. Aber die verdeckten, unterschwelligen Techniken – die sind infam. Ich habe in meinem Blog einen Eintrag über unlautere Methoden der Preisgestaltung in Supermarktketten – funktioniert ähnlich wie die Platzierung von Artikeln auf Augenhöhe oder unten, von der du schreibst. Sobald hier etwas mehr Ruhe einkehrt (insch alla), will ich der Sache etweas gründlicher nachgehen und vielleicht auch darüber schreiben.
Die Propagandatricks halte ich für noch viel gefährlicher, besonders die „Tröpfelmethode“ (steter Tropfen höhlt den Kopf), über lange Zeit konsequent angewendet. Die Palästinenser haben sich mit der Zeit zu Meistern in diesem Fach entwickelt., sie investieren unglaublich viel in diese Art von PR. Eine Untersuchung darüber ergäbe mindestens eine Diss, wahrscheinlich birgt sie aber Material für mehrere Doktorhüte. Ein weites Feld.

Silke - November 25, 2012, 21:28

Die Palästinenser haben den ungeheuren Vorteil, daß sie weitestgehend unüberprüft und unwidersprochen lügen können.

Mein Paradebeispiel dafür, daß so etwas funktioniert, ist, daß Goebbels sich einmal (oder mehrmals) erdreistet hat, von WIR Zerschossenen des WK1 zu sprechen und damit offenbar Wirkung erzielte. Sein deformierter Fuß hatte nix mit Krieg zu tun, rundum gar nix, dennoch habe ich nix gelesen, daß er sich damit zur Witzfigur machte. Weil er damit dem Leid vieler Ausdruck verlieh? die lieber verlogenen Ausdruck wollten als gar keinen?

Spricht die Unterdrückungsrhetorik der Palästinenser vielleicht zu allen, die tagein, tagaus vor nicht sehr kompetenten Vorgesetzten den Bückling machen müssen?


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