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Anna Rau, Tel Aviv November 22, 2012, 19:33

Posted by Lila in Bloggen, Presseschau.
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Wie ist mir ihre Bericht vorher entgangen? Y. hat Anna Rau im Radio gehoert. Ja, die Tochter von. Dass die Tochter eines der groessten Freunde Israels in Deutschland in Tel Aviv studiert, freut mich zu hoeren. Wie schoen sie schreibt und die Israelis beobachtet. Klar, die geben sich auch gern vor einer Deutschen einen Tick gelassener, als sie vielleicht in Wirklichkeit sind – und ich habe ja schon zu Zeiten des Libanonkriegs II festgestellt, dass auch die Deutschen in Haifa zu der Zeit mit bewundernswerter Gelassenheit reagiert  haben. Was auch in den Medien registriert wurde.

Eine junge Frau, die ich damals kannte, war mit ihrem Mann, einem Austausch-Wissenschaftler am Technion, und ihren zwei kleinen Kindern in Haifa. Sie sagte mir: „wenn der Alarm kommt, geh ich mit den Jungens ins Treppenhaus, halte sie fest im Arm und denke an meine Oma“.

Also, das ist wohl auch eine persoenliche Sache, ob man eher mit Panik oder kuehlem Kopf reagiert, und ich finde, auch Anna klingt nicht panisch. Keine Ahnung, wie ich reagieren wuerde.

Jedenfalls werde ich mal gucken, wo ich noch mehr von Anna Rau finde.

Kommentare

1. Silke - November 22, 2012, 20:50

George McDonald Fraser schreibt in seinem Bericht über die Burma Campaign Quartered safe out of here einiges über Angst. Eine Story ist mir im Gedächtnis geblieben.

Da standen sie rum und wußten daß es gleich los gehen würde und in bester Absicht kam ihr junger Leutnant vorbei und sagte etwas wie „wird schon gutgehen“ oder „kopf hoch“ und da empfand Fraser, der vorher noch ganz und gar im Routine-Modus gewesen war auf einmal eine Scheiß-Angst –

als ich Anna Rau las, mußte ich an die Story denken und vermuten, daß vielleicht die Mehrzahl der Israelis in der Öffentlichkeit zumindest wissen, daß so tun als ob einen nix aus der Ruhe bringen könne, gar nich um kümmern, also, einfach so tun als sei es business as usual alltägliche Routine die beste Strategie ist, um die Gefühle vom Purzelbaum schlagen abzuhalten.

2. Rika - November 22, 2012, 22:50

Ich war sehr überrascht, ihren Bericht ausgerechnet im Tagesspiegel zu lesen…
Und, ja, er hat auch mich ziemlich stark angesprochen.
Einige Erinnerungen kamen wieder hoch an die sms’s und Briefe meines Erstgeborenen, der als Volontär in Israel war ähnlich verunsichert und gleichzeitig unbekümmert (mir fehlt gerade ds passende Wort) auf den Ausbruch der AlAksa-Intifada reagierte …. was ja harmlos war im Vergleich zum ständigen Alarm und Raketenbeschuss, von dem Anna Rau betroffen war.

Es ist gut, wenn „normale Menschen“ berichten und wir nicht nur auf Claus Kleber, Dietmas Ossenberg und Herrn Schneider angewiesen sind… Frau Putz ganz zu vergessen…. und ebenso Frau Slomka, die gerade das heute-journal moderiert…. mehr muss ich nicht sagen!

3. Paul - November 23, 2012, 11:26

Nein, Rika, mehr musst Du nicht sagen. Das reicht. Dieses dämliche, hintergründige Dauergrinsen bei Slomka, Illner und Will, treiben mich auf die „Barrikaden“. (An welcher Schule haben sie das gelernt?)

Ab Januar müssen wir das auch noch Zwangsfinanzieren.

Wie wäre es denn mal mit einem Flashmob: ‚Alle werfen auf ein stilles Kommando zur gleiche Zeit ihre Fernseher aus dem Fenster.‘😈
Ich bin dabei.

Silke - November 23, 2012, 11:59

Fernseher aus dem Fenster werfen …

und was soll ich machen? Ich habe schon seit mehr als einem Jahrzehnt keinen mehr – und mittlerweile sind auch die beiden letzten Sendungen, um die es mir leid war und die öfter mal online guckte, aus dem Programm genommen (Nachtstudio + Philosophisches Quartett). Ich hätte nix dagegen, daß die mir die Zugänge zu ihren FERNSEH-Mediatheken sperren und mich weiter nur Rundfunkgebühr zahlen lassen.

Doch nö, ab Januar verdreifachen sich meine diesbezüglichen Zwangsbeiträge. Ich bin ja im Prinzip sehr für öffentlich-rechtliches, doch so ganz ohne Wahl- und damit Protestmöglichkeiten …

Vermutlich werde ich denen wenigstens die Einzugsermächtigung weg nehmen. Das erhöht dann deren Kosten und sichert hoffentlich Arbeitsplätze.

4. um - November 23, 2012, 16:31

@Silke
Einzugsermächtung widerrufen, Zahlung verweigern. Mal sehen, was passiert. Warum sollte ich für etwas zahlen, das ich gar nicht will?

Silke - November 23, 2012, 19:46

um

Mahngebühren sind das was passieren wird und ich glaube kaum, daß meine Rechtsschutzversicherung das abdeckt – ich halte die Augen offen, ob irgendeiner ne schlaue Idee hat – bis jetzt sehe ich nix.


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