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Wer den Artikel nicht anklickt,… November 11, 2012, 16:16

Posted by Lila in Presseschau, Qassamticker (incl. Gradraketen).
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… der liest den folgenden Text:

Die Situation entlang der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen eskaliert mittlerweile beinahe alle zwei Wochen. Bei jüngsten Auseinandersetzungen wurden sechs Palästinenser getötet – auch Zivilisten, beklagt die Hamas-Regierung. Doch Israel spricht von Vergeltung.

Kein Sterbenswoertchen von der enormen Menge Raketen, die seit Wochen, Monaten und Jahren auf Israel niedergeht. Der Artikel selbst erwaehnt es nicht konkreter, keine Zahlen werden erwaehnt. Jedoch faellt diese Formulierung ins Auge:

Aber was will die israelische Politik genau tun? Die Nachrichten aus Jerusalem melden, heute Früh seien palästinensische Geschosse in der Umgebung der Städte Ashdod und Ashkelon sowie im immer stark betroffenen Landkreis von Eshkol eingeschlagen.

Ja, was will die Regierung tun? Und „immer stark betroffen“ klingt ungefaehr so, als waere es Naturgesetz, dass in Suedisrael staendig Raketen einschlagen, die ein normales Leben unmoeglich machen. In Muenchen gibt es Foehn, in Salzburg Schnuerlregen, in London dicken Nebel, und na ja, in Eshkol eben Geschosse. Die Eskalation im ersten Satz geschieht ja auch ganz von allein. „Es kommte nur so“, wuerde Tjorven sagen.

Ashkelon und Beer Sheva sind unter Beschuss. Das sind fuer Israel recht grosse Staedte. Schule faellt aus, Familien sitzen in Luftschutzraeumen, ein Ende ist nicht abzusehen.

Doch Israel sprach von Vergeltung.

 

Kommentare»

1. Tiberius - November 11, 2012, 16:29

Das ist so bescheuert, dass ich schon lange nicht mehr mitkomme. Die öffentliche Aufmerksamkeit gilt anscheinend nur der ersten, zehnten, hundersten und tausendsten Rakete und allen weiteren Zehnerpotenzen. Die palestinensische Seite bewegt sich da schon in ruhigen Höhen. Vielleicht, wenn Israel nicht so sparsam mit Reaktionen wäre, könnte es da auch hinkommen. Viel schlechter kann das Medienecho wohl kaum werden.

2. Silke - November 11, 2012, 16:34

tja Vergeltung – das ist eben das Alttestamentarische an Israel – da kann man nix machen – das ist eben so die Mentalität in der Gegend, das ist Teil der authentischen Identität dieser sehr komplexen Bevölkerung – sarc off

Wie ging noch mal das Gedicht mit „sich im Balkan die Köpfe einschlagen“ oder aufeinander treffen oder war’s gar nicht Balkan? Wer kann die Zeile, die in mir rumsaust, aber keine zusätzlichen Stichwörter ausspucken will? Platen sagte es noch in mir, doch ebenfalls ergebnislos.

3. Stoff für’s Hirn « abseits vom mainstream – heplev - November 11, 2012, 16:39

[…] perfekt sachliche und objektive Hamas-Berichterstattung, findet Rika. Und hat vollkommen Recht. Und auch Lila hat wieder ein typisches Beispiel der Verlogenheit der deutschen […]

4. Hein - November 11, 2012, 16:41

In den Nachrichten wird auch immer zuerst von Angriffen Israels gesprochen, danach kommt der Satz, dass Beschuss vom Gazastreifen vorausgegangen ist. Der Eindruck ist stets, dass Israel angefangen habe.
Ähnlich geht es zu, wenn es um Wohnungsbau in Ostjerusalem geht. Der lapidare Nachsatz lautet: „Die Siedlungspolitik Israels gilt als größtes Friedenshindernis.“ Nicht der Beschuss aus Gaza, nicht die Hetze in palästinensischen Schulbüchern, nicht die Hamas – Charta, die Israel jedes Existenzrecht abspricht.
Das deutsche und auch das europäische Publikum wird stets falsch informiert. Am 9. November heißt es aber: „Nie wieder!“

5. Robert - November 11, 2012, 16:43

Wer sich über solch einen Bericht der ARD nicht fremdschämt, bei dem hat die Propaganda ihr Ziel erreicht: Israel ist der Täter, die Palis sind die Opfer. Der Jude, der bis heute Verschmähte und der Deutsche, der bis heute Dumme, der an Lügen glaubt und die Wahrheit missachtet, weil es Damals und Heute „uncool“ ist Juden ein Recht auf Schutz und Unversehrtheit zu gönnen.

Weil die Mehrzahl der Deutschen so denkt, nicht alle trauen sich es offen zu sagen(das war auch Damals so), kann(könnte – ich bin es nicht) man wirklich froh sein ein Bürger des Israelischen Staates zu sein: Trotz Gefahr, aber auf der guten Seite zu stehen! Das sage ich, der in Deutschland lebt, der erkennt was um sich vorgeht und wie jeder nur sein Eigenen Vorteil sucht. Deutsches Denken eben. 😦

6. shagy - November 11, 2012, 17:10

1. Kann mir mal jemand erklären warum im Gaza Streifen keine UN-Friedenstruppen stehen und die Terroristen daran hindern Israelisches Staatsgebiet zu beschiessen?

2. Israel hat ein Recht auf Verteidigung wie jeder Staat der angegriffen wird, warum wird mit zweierlei maß gemessen?

7. Lila - November 11, 2012, 17:27

Ich warte auch noch eine Erklaerung – vielleicht hat ja jemand eine?

8. willow - November 11, 2012, 18:24

@6. shagy

Der Gedanken mit den UN-Truppen klingt ja zu verführerisch – würde jedoch (siehe Beispiel Libanon) nur dazu führen, daß die mit Raketen, Mörsern und Panzerfäusten feuernden Terroristen zusätzlich zur eigenen Zivilbevölkerung einen weiteren Schutzschild hätten … Angriffe auf Israel hat noch *keine* UN-Schutztruppe verhindert, nicht auf dem Sinai, nicht auf dem Golan, nicht im Libanon – warum sollte dies im Gazastreifen anders sein?

9. Silke - November 11, 2012, 18:48

Der Gaza-Streifen hat doch UNRWA – was Besseres zur Friedenssicherung kann’s doch nicht geben, denn die haben doch, so viel ich weiß, Schulen und Sommercamps und da kommen doch hinten garantiert nur friedfertige Menschen raus.

sarc off.

10. Silke - November 11, 2012, 18:50

PS:
wer UNRWA hat steht schließlich amtlich beglaubigt weit über den UNHCR-Betreuten und somit gelten für den deren Regeln nich

11. grenzgaenge - November 11, 2012, 19:09

United Nothing Truppen würden das Problem eher verschärfen. Da käme zur Korruption und Unfähigkeit der Autonomiebehörde auch noch die Korruption und Unfähigkeit der United Nothing-Terror(!)truppen. Wann, bitte, hat die UN auch nur ein Menschenleben im Nahen Osten gerettet ? Wann, bitte, stand die United Nothing jemals auf der Seite Israels ?

12. Lila - November 11, 2012, 19:12

Sie sollen ja gar nicht auf Israels Seite stehen. Fairness, Objektivitaet und eine Erfuellung ihres Auftrags wuerde mir glatt reichen.

13. grenzgaenge - November 11, 2012, 19:25

Nun, liebste Lila, da habe ich höhere Ansprüche. Aber ich befürchte, selbst die „Erfüllung ihres Auftrages“ ist eine Illusion.

14. shagy - November 11, 2012, 19:41

@ Silke & grenzgaenge & Lila
also mal ganz nüchtern:
Ihr seid masslos von der UN enttäuscht, was ich gut verstehen kann,
Aussagen wie: “ Wann, bitte, stand die United Nothing jemals auf der Seite Israels ?“ unterstreichen das.

Aber welche Lösungen seht ihr denn als betroffene?
Sollen eure Soldaten wieder einmarschieren, hat die letzte Aktion (gegossenes Blei) wirklich erfolg gehabt? Wie lange war den „Ruhe“?

Eine dauerhafte Bestzung von Gaza wäre eine Option- aber das wäre auch sehr verlustreich- und die folgen in euerer Region nicht
absehbar.

Deshalb finde ich Lilas Einruf gut-
Danke Lila

15. Lila - November 11, 2012, 19:42

Das nennst Du einen hohen Anspruch, wenn Du eine unparteiische Seite parteiisch sehen willst? Dann hast Du ja gar kein REcht, Dich daruer aufzuregen, wenn die UNO auf Seiten der Araber ist. Denn wenn wir erstmal dafuer sind, dass sie auf EINER Seite ist, dann ist es auch egal, auf WELCEHER sie ist.

Das waere ungefaehr so sehr nach meinem Sinne wie ein Fussballspiel, in dem der Schiedsrichter einseitig fuer eine Mannschaft ist.

16. grenzgaenge - November 11, 2012, 19:53

Nun, Lila, ich glaube, es gäbe auch für United Nothing gute Gründe sich einseitig auf die Seite Israels zu stellen. Unter anderem könnte das Gequatsche von Menschenrechten, das United Nothing immer wieder von sich gibt, dann mit Leben gefüllt werden. Israel ist nämlich der einzige Staat in dieser Region, der Menschenrechte garantiert. Wäre es nicht sinnvoll, sich einseitig auf die Seite der einzigen Demokratie im Nahen Osten zu stellen ?

17. Lila - November 11, 2012, 19:55

Shagy, bitte schreib mir oder Silke nicht Grenzgaengers unsachliche Aussage an.

Ich bin nicht von der UN enttaeuscht, da ich nicht die geringsten Erwartungen gehegt habe. Sie hat Israel immer wieder daran gehindert, einen Krieg bis zu einem entscheidenden Punkt zu fuehren, weswegen es immer wieder neue Kriege gab.

Es reicht, sich die irrsinnige Menge von UN-Resolutionen anzusehen, um zu begreifen, dass da ein paar Masstaebe gaenzlich aus dem Gleichgewicht geraten sind. Und wenn man sich dann noch anguckt, wer welche Gremien besetzt, und dass Israel aufgrund seiner Nicht/Aufnahme in eine regionale Gruppe (die natuerlich von Israels reizenden Nachbarn sabotiert wird) dort eine sehr schwache Stellung hat, dann weiss man eigentlich alles, was ueber die UNO zu wissen gibt.

Wie sie in Deutschland diesen mythischen hohen Status als erhabene, hochmoralische Instanz erworben hat, obwohl ein Haufen korrupter Diktaturen unverhaeltnismaessig viel Einfluss und Spielraum hat, das habe ich noch nie begriffen.

Enttaeuschung? Nein. Der Raeuber Hotzenplotz erweckt mehr Zutrauen in meiner Brust.

18. grenzgaenge - November 11, 2012, 19:56

@shagy: Es ist endlos. Wie oft, Lila, haben wir die Debatte schon geführt ? Lila ist, mit guten Gründen, gegen eine erneute Annektion des Gaza-Streifens. Ich bin, hoffe ich, mit guten Gründen für eine erneute Annektion des Gaza-Streifens. Ich denke, die Situation ist so vertrackt, dass es kein „richtig“ oder „falsch“ gibt.

19. grenzgaenge - November 11, 2012, 19:59

@Kommentar 17: Da sind wir ganz exakt einer Meinung, Lila.
Soll ich jetzt die Sektflasche köpfen ?

„Ich bin nicht von der UN enttaeuscht, da ich nicht die geringsten Erwartungen gehegt habe. Sie hat Israel immer wieder daran gehindert, einen Krieg bis zu einem entscheidenden Punkt zu fuehren, weswegen es immer wieder neue Kriege gab.“

20. Lila bringt es auf den Punkt « grenzgaenge - November 11, 2012, 20:00

[…] Ich bin nicht von der UN enttaeuscht, da ich nicht die geringsten Erwartungen gehegt habe. Sie hat Israel immer wieder daran gehindert, einen Krieg bis zu einem entscheidenden Punkt zu fuehren, weswegen es immer wieder neue Kriege gab. […]

21. Lila - November 11, 2012, 20:02

Und was schon mal ein guter Anfang waere: wenn die europaeischen und amerikanischen Regierungen und NGOs, die Unsummen in den Gazastreifen schuetten, egal was dort vorgeht, und damit seit Jahr und Tag ganz falsche Botschaften senden, diese Gelder mit Bedingungen geben. Naemlich zB: kein Beschuss mehr.

Bisher hat die Welt die Palaestinenser wie verzogene Kinder behandelt, von denen man normales, zivilisiertes Verhalten einfach nicht erwarten kann. Die bedingungslose und masslose Unterstuetzung, die sie immer bekommen haben, signalisiert ihnen, dass das Leben israelischer Zivilisten nichts wert ist. Und danach handeln sie.

Wie waere es, mal zur Abwechslung statt auf Israel auf die Palaestinenser ein bissen Druck auszuueben? Nichts Brutales, nur eine klare Ansage: kein Terror mehr, sonst versiegen die Gelder.

Das waere nicht nur fuer uns gut, sondern auch fuer die ganz normalen palaestinensischen Geschaeftsleute und Landwirte und Unternehmer und Famileneltern, die ihren Alltag nicht mehr von Raketenbanden tyrannisieren lassen wollen.

Aber sag das mal Pax Christi. Die meinen, sie tun den Palaestinensern einen Gefallen, wenn sie Terror rechtfertigen, Ausreden dafuer erfinden, Terror gutheissen.

Die Welt tut den Palaestinensern damit einen Baerendienst. Uns sowieso.

Aber das waere schon mal ein schoener Anfang.

Jedoch: das wuerde kein Politiker wagen. Den Palaestinensern mal ein paar Takte zum Thema Terror sagen? Vergiss es.

Statt dessen fliessen die Gelder weiter, die Felder verdorren, die Raketen fliegen, und den Schulkindern im Gazastreifen bescheren die Terroristen ein Waffenlabor in der Besenkammer.

22. Lila - November 11, 2012, 20:10

Eine Annektion des Gazastreifens? Ja bist Du wahnsinnig? Und was dann? Sollen wir wieder jede Woche Soldaten begraben, die in Sprengfallen so zerfetzt wurden, dass ihre Freunde sie mit Teeloeffeln gesucht haben? Hast Du die Bilder von den Soldaten vergessen, die auf Knien den Sand durchsieben, damit irgendwas begraben werden kann?

Wie wuerde eine Annektion die Situation beruhigen oder loesen? Warum wollten die Aegypter den Gazastreifen nicht? Und dann sollen wir ihn wieder nehmen?

Nie und nimmer.

Das koennen wir auch gar nicht.

Wir sind so schon Sklaven der Notwendigkeit, uns zu verteidigen. Was willst Du uns sonst noch aufbuckeln?

Wir aechzen so schon unter dem Krieg, der nie zu Ende gegangen ist, und unter der Last der Jahre des fast unbezahlten Diensts in der Armee. Challas.

23. flx - November 11, 2012, 20:40

Welche guten Gründe soll es denn für eine Annexion des Gazastreifens geben? Das ist so ziemlich das bescheuertste, was ich je gehört habe.

24. willow - November 11, 2012, 21:06

naja … flx, wie läßt sich eigentlich ihrer Meinung nach der Beschuß Israels beenden? Nur mal so gefragt …

25. grenzgaenge - November 11, 2012, 21:16

Oh, es gibt gute Gründe für die Annexion des Gazastreifens. Der beste Grund ist – schlicht und einfach – die Rückschau darauf, was passiert ist, seitdem der Gazastreifen geräumt wurde. Seitdem ist Gaza nämlich nichts anderes als die Abschussrampe für palästinensischen Terror. Soll dieser Zustand erhalten werden ?

Silke - November 11, 2012, 21:28

Ich bin ganz entschieden der Meinung, daß die UN UNparteiisch sein sollte.

26. shagy - November 11, 2012, 21:28

@21 Lila
genau so- „Roß und Reiter“ beim Namen nennen…
ich versuche des öfteren bei Diskussionen in meinem Umfeld
genau darauf hinzuweisen- aber es gibt nur sehr wenige die die wirklichen zusammenhänge zwischen z.B. islamismus und Faschismus begreifen wollen.
Wer alles durch eine „Humanistische Brille“ sieht ist eben der Überzeugung „alles wird gut“ und was wir hier in Deutschland gerade
mit der Aufarbeitung der Rechten Terroristen erleben ist so was von daneben da fehlen mir die Worte.
Ich wünsche Euch viel Weisheit und gute Ideen-
shalom

Silke - November 11, 2012, 21:34

Lila

die UNO ist eben auch die WHO oder die WIPO um nur zwei zu nennen, deren Wirken ich hie und da a bisserl Aufmerksamkeit geschenkt habe.

Die WHO weil mich das Thema Seuchen sehr interessiert und die WIPO weil ich mit denen bzw. einem Teil davon zusammengearbeitet habe.

Bei der UNO haben sich Dinge aufs Unerfreulichste miteinander verknäult. Wann immer ich mir vorstelle, jemand wolle versuchen, da das Unsinnige bis Haarsträubende bis eindeutig Bösartige vom Wünschenswerten zu trennen, schwinden mir die Sinne.

Silke - November 11, 2012, 21:39

Manchmal lese ich, was z.B. eine einzelne Patrone kostet und dann soll ich das mit der Armut einschl. Obesity Crisis unter einen Hut bringen – da bin ich überfordert.

Deren Öberste waren gut genug organisiert, um Gilad Shalit unerreichbar versteckt zu halten, sollen aber unfähig sein, die Bombenbastler vom tödlichen Ballern abzuhalten?

27. Ludwig - November 12, 2012, 0:09

Solange es keine greifbaren Fortschritte in Richtung Zweistaatenlösung gibt, kann auch der Status von Gaza nicht endgültig geklärt werden und weder NATO noch UNO wären bereit dort Truppen hinzuschicken. Das ist das Dilemma des unseligen Verhandlungsrahmens „Nichts ist vereinbart, bis alles vereinbart ist.“

Bis dahin werden sich Israel, die Hamas und die anderen Terrorgruppen weiter bekämpfen. Oder irgendwann nach anderen Lösungen suchen. Die Chancen für eine langfristige Waffenruhe sind jetzt grundsätzlich besser, nachdem die Hamas mit Assad gebrochen hat und nun offenbar mit Katar zusammenarbeitet, das seinerseits mit den USA verbündet ist und die syrischen Rebellen mit Waffen beliefert. Das Risiko einer regionalen Eskalation ist natürlich auch gewachsen, seit die Moslembruderschaft, also die „Mutterorganisation“ der Hamas, die Präsidentschaftswahlen in Ägypten gewonnen hat.

Übrigens: An den syrischen Grenzen mit der Türkei, Jordanien und Libanon hat es ähnliche Schusswechsel wie im Golan schon vor Monaten gegeben. Ist natürlich hochspekulativ, aber möglicherweise könnte die Präsenz von UNO-Truppen an der Grenze zu Israel dazu beigetragen haben, dass dort seit beinahe 40 Jahren nicht geschossen wurde. Wäre ja immerhin vorstellbar.

28. flx - November 12, 2012, 0:43

naja… willow, vielleicht schauen Sie mal nach, was das Wort „Annexion“ bedeutet und ob das für Israel Sinn hätte. Wer meint, dass es jemals eine israelische Regierung geben wird, die den Gazastreifen annektiert, dem ist nicht mehr zu helfen.

29. willow - November 12, 2012, 9:37

Punkt für sie, flx – eine „Annexion“ im strengen Wortsinne ist wohl auszuschließen … aber oben wurde Annexion eher (fälschlicherweise) als Synonym für „Einmarsch“ verwendet – wobei wir bei meiner Frage wären:

flx, wie läßt sich eigentlich ihrer Meinung nach der Beschuß Israels beenden? Nur mal so gefragt …

30. grenzgaenge - November 12, 2012, 12:46

Ich schliesse mich der Frage von Willow an. Wenn ich die Websites israelischer Zeitungen lese, scheint mir diese Frage doch drängend zu sein.

31. flx - November 12, 2012, 20:32

Eine „Annexion“ in jedem Wortsinne ist wohl auszuschließen.
Vorab, ich habe nie behauptet eine Lösung für dieses Problem zu haben. Ich würde vermutlich darauf setzen, die Luftschläge zu verstärken. Was sollte denn das Ziel einer Bodenoffensive sein? Eine Besetzung kann man sich allein schon finanziell gar nicht leisten und dann erst noch die Verluste von Soldaten, was sich wiederrum auf die gesamte Moral auswirkt. Es sollte klar sein, dass man die Hamas nicht mit einem Militärschlag zerschlagen kann.


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