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Drei Dinge November 11, 2012, 17:22

Posted by Lila in Persönliches.
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beschaeftigen uns heute: der Vorfall in den Golanhoehen, als zum dritten Mal innerhalb von zehn Tagen ein Geschoss aus Syrien faellt (und diesmal reagiert Israel mit einem einzigen, exakt NEBEN den Abschussort geschossenen Artilleriegeschoss, klassischer Warnschuss… obwohl von der WELT bombastisch als Gegenschlag bezeichnet), die unertraegliche Lage im Sueden, wo Haeuser und Fabriken beschaedigt und Menschen verletzt werden, und die verletzten Soldaten – besonders der schwerstverletzte, dem Splitter aus beiden Augen und dem Kopf und allen Gliedmassen operiert wurde, und der immer noch zwischen Leben und Tod schwebt (natuerlich auch die anderen Verletzten).

Der Rest, Petraeus‘ und das bemerkenswerte Timing seines Ruecktritts, die Bewegung der Gruenen in Richtung Buergerlichkeit, das sind alles interessante Themen, aber im Moment bin ich dafuer nicht richtig kopffrei.

Journalisten spekulieren, dass es noch keine dramatischen Schritte geben wird. Die Regierung verlaesst sich auf Kipat Barzel, und sie schaetzt wohlrealistisch ein, dass die 84 Raketen, die allein heute runtergegangen sind, in den Augen der sog. internationalen Gesellschaft keine Rechtfertigung zum Eingreifen sind. Wir sind ja schliesslich nicht die Tuerkei, deren territoriale Unverletzlichkeit ein hoher Wert ist.

Ehud Yaari meint, die Hamas geht bis scharf an die Grenze dessen, was Israel auf internationalen Druck noch ertragen muss. Eine wunderbare Situation fuer die Israelis, die wieder mal im Luftschutzraum sitzen. Aber so sieht es aus. Und wieder mal haelt Israel sich im Vergleich zu anderen Laendern in aehnlichen Situationen sehr zurueck. (Ich frage ja immer noch, welches Land seine Buerger  jemals ueber mehr als zehn Jahre hinweg von einem wesentlich schwaecheren Gegner beschiesssen liess… ohne diesem gegenueber seine ganze Kraft einzusetzen.)

Kurz, ein miserabler Tag. Obwohl es draussen malerisch regnet, ich heute wieder geniessen konnte, dass wir „draussen“ leben und ich jeden Mittag mit Quarta gemuetlich essen kann, obwohl ich ein interessantes Buch entdeckt habe, ueber das ich gern schreiben moechte (Home life in Germany)… aber es ist doch ein Tag voller Spannung und Trauer und Sorge.

Kommentare

1. grenzgaenge - November 11, 2012, 17:54

Ja, die Situation scheint wirklich bedrohlich zu sein. Ich schaue gerade israelisches (Internet) TV. Wie sich Bilder wiederholen. Aber der heutige Tag scheint eine andere Qualität zu haben, selbst im Nahen Osten. Aus meiner Sicht kann Israel gar nicht mehr anders, als militärisch zu agieren/reagieren. Wobei es nicht vorteilhaft ist, nur zu reagieren, ohne die Situation zu bestimmen. Wie lange kann sich eine Demokratie diesen Terror gefallen lassen ?

2. Fremde Feder: Drei Dinge … « grenzgaenge - November 11, 2012, 17:56

[…] beschaeftigen uns heute: der Vorfall in den Golanhoehen, als zum dritten Mal innerhalb von zehn Tagen ein Geschoss aus Syrien faellt (und diesmal reagiert Israel mit einem einzigen, exakt NEBEN den Abschussort geschossenen Artilleriegeschoss, klassischer Warnschuss… obwohl von der WELT bombastisch als Gegenschlag bezeichnet), die unertraegliche Lage im Sueden, wo Haeuser und Fabriken beschaedigt und Menschen verletzt werden, und die verletzten Soldaten – besonders der schwerstverletzte, dem Splitter aus beiden Augen und dem Kopf und allen Gliedmassen operiert wurde, und der immer noch zwischen Leben und Tod schwebt (natuerlich auch die anderen Verletzten). […]

3. Zitate « abseits vom mainstream – heplev - November 25, 2012, 9:18

[…] Die Regierung verlaesst sich auf Kipat Barzel, und sie schaetzt wohlrealistisch ein, dass die 84 Raketen, die allein heute runtergegangen sind, in den Augen der sog. internationalen Gesellschaft keine Rechtfertigung zum Eingreifen sind. Wir sind ja schliesslich nicht die Tuerkei, deren territoriale Unverletzlichkeit ein hoher Wert ist. Lila, Letters from Rungholt, 12.11.12 […]


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