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Woran erkennt man, September 20, 2012, 23:51

Posted by Lila in Presseschau.
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daß ein arabischer Knesset-Abgeordneter lügt? Er bewegt die Lippen.

„The UN has to step in and do something, before this turns into the war of Gog and Magog,“ MK Talab El-Sana (United Arab List-Ta’al) warned Thursday.

The film, he said, „Is sacrilege and an abomination. It dealt a massive blow to the very soul of over a billion Muslims worldwide. This was nothing but a despicable flick intended to ignite hatred and even more Islamophobia in the West.“

El-Sana, Spaßvogel. Ohne die gewaltsamen Reaktionen der Moslems hätte kein Hähnchen nach dem Machwerk gekräht. Um „Islamophobia“ zu schüren, reicht es vollkommen aus, Bilder randalierender und mordlustiger Moslems zu sehen. Bessere Arbeit als die kann kein Film leisten.

The film’s creator, El-Sana added, „Is playing with fire. He isn’t aware of the significance of Prophet Mohammad in the Muslim identity.“

El-Sana, nichts kapiert. Die Macher des Films wußten schon, wie wichtig der Prophet ist – sonst hätten sie sich ein anderes Thema gesucht.

The Arab MK further blasted „Zionist elements“ for encouraging Islamophobia and antagonism towards Islam, to serve political interests.

„The West is responsible for demonizing Muslims and Islam,“ he stated.

Klar, die bösen Zionisten haben den Film bestimmt aus ihrem Spezial-Fonds für Propaganda finanziert. Und wieder mal kann er sich nicht vorstellen, daß keiner die Moslems dämonisieren könnte, wenn sie nicht so dämonisch entfesselt reagierten. Ein solcher Film über die Amish oder Bahai hätte niemandem zu Amish-phobia oder Bahaiophobia getrieben,

MK Ahmad Tibi (United Arab List-Ta’al) stressed that „The reaction over the film cannot be brutal or violent. Nothing justifies murder. The rules of Islam are very clear and they forbid the kind of violent outburst like we saw in Benghazi.

„Violent behavior only serves the interests of the creators of this heinous film. A moderate response or ignoring it completely is the only worthy response,“ he said.

Achmed – wo er recht hat, hat er recht. Sollte er mir etwa meine schöne Theorie kaputtmachen? Aber nein, er hat ja noch nicht zu Ende gesprochen.

However, Tibi blamed Israel for „Fostering intolerance for religious values and allowing the burning of mosques.“

Hat er wohl schon wieder vergessen, daß es nach den Brandanschlägen gegen Moscheen eine allgemeine Verdammung dieser Vorfälle gab, daß Präsident Peres persönlich hinfuhr, um seine Solidarität mit den moslemischen Bürgern auszudrücken, und daß Schuldige zur Rechenschaft gezogen werden? Hingegen kann ich mich nicht erinnern, daß nach der Schändung des Josefsgrabs oder der Verwüstungen der Synagogen im Gazastreifen irgendein arabischer Politiker das verurteilt hätte.

Die Existenz des Waqf und die religiöse Freiheit aller Religionen in Israel ist an ihm wohl spurlos vorübergegangen. Warum haben die Bahai in Israel ihr Zentrum?

Sheikh Kamal Khatib, deputy of the Northern Islamic Movement added: „We cannot demand that the Israeli government punish the Israeli filmmakers, because the government itself is responsible for the desecration of mosques and for passing racists laws.

Immer derselbe verlogene Mist. Den rassistischen Gesetzen hat der Gute wohl seine politische Karriere zu verdanken?

„It is very regrettable that millions of dollars were given in the United States to the production of a film that offends Prophet Mohammad, especially when (the US) says it wants peace with the Muslim nation. This movie proves it’s a lie.“

Millionen von Dollar, bestimmt aus Obamas Portokasse, sind in diesen oscar-reifen Film geflossen, der natürlich an allen amerikanischen Schulen zum Lehrplan gehört. Ist ein Regierungsprojekt, nicht wahr? Daß arme Pakistanis auf der Straße nicht wissen, wie in Demokratien Meinungsfreiheit funktioniert, sei ihnen nachgesehen. Aber ein israelischer Politiker, der dieselbe täglich selbst in Anspruch nimmt?

The senior cleric added that „It is an absolute disgrace that Jews, Israelis and Christians participated in this film… We had defeated and will be victorious over anyone who attempts to offend the Prophet.“

Israelis haben in dem Film mitgewirkt? Bar Rafaeli, Ayelet Zorer und Lior Ashkenazi? Und ich hab wieder nichts davon mitgekriegt.

High Arab Monitoring Committee Chairman Mohammad Zeidan leveled harsh criticism at the film as well, saying „Its only purpose is to spread corruption and incite more tension in the United States, Israel and other countries. It aimed to spark religious riots and it did.“

Ja, wie wäre es denn mal, auf eine Provokation NICHT anzuspringen? Muß man denn wie der Pavlosche Hund mit Tollwut sofort loslegen? Und garantiert haben die Macher des Films sofort an Israel gedacht.

„The United States has to prevent the screening of films that offend Muslins and Christians. If it greenlights such things it is done intentionally and in collaboration with the Israeli Mossad.

Ja ja, der Mossad, der ist ja alles gewesen, der hat Kennedy ermorden lassen, Marilyn Monroe auch, das WTC gesprengt und Wildschweine und Haie abgerichtet…

Ich sage es – die lügen, wenn sie den Mund aufmachen. Und das zu jedem Thema. Sie sitzen in der Knesset, gewählte Volksvertreter des Staats Israel, und lügen sich selbst und der Welt die Hucke voll. Pfui Teufel.

Fairerweise muß ich nun wohl auch die letzten Worte zitieren:

„It’s important that we respond to such incidents but it has to be a civilized reaction and a non-violent one.“

Und ich würde hinzufügen: vor allem ehrlich zu reagieren würde gar nicht schaden.

PS: Ebenfalls der Fairneß halber möchte ich hinzufügen, daß ich es für richtig halte, sich an ein Gericht zu wenden, wie El Sana und Kollegen es getan haben. Wohl gemerkt die Begründung für ihren Antrag, den Film für israelische Nutzer von Youtube zu sperren:

The Arab leaders said in the petition that the movie, which ridicules the Prophet Mohammed, is racist and disrespectful of Muslim beliefs, and therefore is in violation of Israeli laws.

Ganz recht. Sie kennen die israelischen Gesetze also durchaus. Trotzdem behaupten sie der Presse gegenüber genau das Gegenteil. Wenn das nicht lügnerisch und doppelzüngig ist, weiß ich nicht, was sonst.

Sie haben einen Ausbruch der Gewalt drohend heraufbeschworen, jedoch nicht dazu aufgerufen. Hoffen wir, daß es nicht zu Szenen wie in anderen Ländern kommt. Wir haben schon so genug Ärger.

Kommentare»

1. unermuedlich - September 21, 2012, 6:52

Wie wahr! Auch über die deutschen Medien kann man sich nur wundern. Heute sollen in Deutschland an vielen Orten (z.B. Freiburg) Demonstrationen gegen den Film „Die Unschuld der Muslime“ stattfinden. Der Deutschlandfunk ist ein Beispiel für den Meinungsvielfalt erdrückenden Mainstream: Zuerst wird erzählt wie verletzend, lächerlich, schlecht, hasserfüllt, falsch dieser Film ist (der hauptsächlich die Gewaltbereitschaft Mohammeds visualisiert), um anschließend über die weltweit gewalttätigen Muslime zu berichten. Wie man diesen Widerspruch intellektuell unter einen Hut bringt, ist mir ein Rätsel.

2. Vered - September 21, 2012, 7:42

Eine kleine Frage: Haben El Sana und Tibi den Film gesehen, gegen den sie so wortgewaltig losziehen? Was, nicht gesehen?? Eie kommt es denn, dass ….??

3. Lila - September 21, 2012, 7:50

Irgendwo, vielleicht in den Kommentaren bei Ynet?, habe ich gelesen, daß überhaupt nur 2000 Leute die Ausschnitte bei Youtube gesehen hatten, bevor die Welle der Empörung losbrach. Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß all die empörten Billionen Moslems alle Computer und Internet zuhause haben, um sich den Grund für ihre Empörung zu Gemüte zu führen (warum auch, wenn der ihre Gefühle so verletzt?) Es reicht vollkommen aus, wenn irgendwelche religiösen Führer zur Empörung aufrufen, eine eigene Meinung braucht man sich dann nicht zu machen.

Wieso fragt eigentlich niemand die arabischen Knesset-Abgeordneten, warum sie nicht gegen die Ausstrahlung des lügnerischen Films „Die Augen von Zahra“ protestiert haben? Sie wissen ja, daß es eine Lüge ist – sonst hätten sie in ihrer Position ja offiziell gegen das Stehlen von Augen palästinensischer Kinder vorgehen können. Das haben sie nicht getan, und die einzige Erklärung dafür ist, daß sie wissen, es ist eine glatte Lüge. Sonst wären sie moralisch gezwungen gewesen, etwas dagegen zu tun. Nun, haben sie über diese Propaganda-Lüge auch nur einen Schweißtropfen der Empörung vergossen? Nein, natürlich nicht. Sie sind nur so empfindsam, wenn es um ihre eigenen „Werte“ geht.

Echt widerlich.

4. flx - September 21, 2012, 8:58

Hatte Chanin auch etwas dazu zu sagen? 😀

5. Lila - September 21, 2012, 9:05

Sie ist in letzter Zeit still geworden…

Ich weiß nicht, ob ich davon erzählt habe. Chanin wurde mal in einer israelischen Satire-Blödel-Sendung verspottet, die eigentlich eher arabische Politiker aufspießt, weil sie mit Bibi, Barak & Co normalerweise voll ausgelastet ist. Chanin hat dagegen protestiert, öffentlich, in der Knesset. Ihr Protest wurde natürlich wieder lächerlich gemacht. Der Macher der Sendung, Lior Schlein, lud sie mehrmals in die Sendung ein. Nein, sie wollte nicht.

Irgendwann ließ sie sich breitschlagen. Sie war aber sehr nervös und hatte Angst, sich lächerlich zu machen oder aggressiv angegangen zu werden. In ihrer Unsicherheit wurde sie fast sympathisch – sie hat dann von Schlein einen Not-Knopf bekommen, wo sie draufdrücken konnte, wenn sie das Gefühl hatte, die anwesenden Scherz-Profis sind unfair. Daraufhin wurden dann peinliche Szenen dieser Schauspieler und stand up comedians enthüllt. Chanin hat tatsächlich ein paarmal auf den Knopf gedrückt, woraufhin dann ihre Angreifer lächerlich gemacht wurden. Irgendwann entspannte sie sich geradezu.

Wer glaubt, daß sie härter angegangen wurde als jüdische Politiker, der irrt. Unvergessen, mit welchem Hochgenuß sich dieselben Teilnehmer auf Arie Eldad stürzten. Der allerdings kann austeilen, daß es nur so eine Art hat. Wenn er irgendwann mal genug hat von der Politik, kann er gleich bei Channel 2 anfangen, da bin ich sicher.

Es ist lange her, daß arabische Politiker Teil der Alltagskultur waren – gerade Tibi war eigentlich jahrelang ein Lieblingskind des israelischen Fernsehens und fand dort sehr oft eine Bühne. Er hatte dadurch, daß er als Arzt so hochgeschätzt war, lange einen Sympathie-Bonus. Ich weiß nicht, ob es nur eine urbane Legende ist, aber es wird immer behauptet, viele Siedlerfrauen wollten bei ihm entbinden, weil er ein so ausgezeichneter Geburtshelfer war. Ein Arztbonus ist ja immer gut für einen Politiker.

Eigentlich ist es ein Verlust, daß arabische Politiker sich automatisch gegen Israel positionieren, egal worum es geht. Damit werden sie so vorhersehbar, daß sie sich selbst in die Irrelevanz manövrieren. Man weiß einfach immer schon, was sie sagen werden. Jede Kritik an den Zuständen in arabischen Ländern verkneifen sie sich, in Israel sehen sie nur Rassismus und Intoleranz und Unterdrückung, Zwischentöne gibt es nicht, Selbstkritik erst recht nicht. Dabei könnten sie ja durchaus mal überlegen, was sie eigentlich selbst für Fehler gemacht haben. Wäre ja mal ein Ansatz.

Interessanterweise gibt es gar nicht wenige Araber in Israel, die aus allen möglichen Gründen zionistische Parteien wählen. Ein Araber hat mir mal erklärt, wieso er Avoda wählt. Er meinte, die arabischen Politiker in Israel beschäftigen sich mehr mit den Palästinensern und den Gebieten als mit ihrer Klientel. Ob das immer noch so ist, weiß ich nicht. Das Wahlverhalten israelischer Araber ist aber sehr spannened und komplex. Es gibt sogar arabische Likudniks, wieso auch immer.

Ich habe ja schon öfter von der Wahl zwischen Bibi und Peres erzählt, nach dem Mord an Rabin. Warum hat Bibi die Wahl gewonnen? Weil die Araber nicht zur Wahl gegangen sind, unter anderem. Ich habe damals meinen Kollegen und Freund Walid gefragt, ob er zur Wahl geht. Walid meinte, nein, er kann natürlich nicht Bibi wählen, aber auch Peres nicht, wegen „Früchte des Zorns“. Ich habe gesagt: aber Walid, wenn alle so denken, gewinnt Bibi! Und er hat gesagt: dann soll Bibi eben gewinnen, wir können Peres nicht wählen. Und Peres wurde nicht gewählt.

Ich frage mich oft, ob das den damaligen Wahlverweigerern nicht leid getan hat… sie hätten die Folgen der Ermordung Rabins abfangen können. Peres war auch ein viel erfahrener Mann als Bibi, der ja in seiner ersten Amtszeit keine wirkliche Linie hatte. Vielleicht wäre doch noch was zu retten gewesen.

Es gibt Leute, die erforschen sowas, Sammy Samoocha zum Beispiel.

6. flx - September 21, 2012, 18:00

Das letzte Mal, als ich etwas von ihr gehört habe, war bei den Palästina-Tagen in München. Anscheinend hat sie da irgendwas von einem faschistischen Israel fabuliert und der Nettigkeiten mehr.

Ich weiß nicht, ob du es schon mal erwähnt hattest, aber an diese Sendung erinnere ich mich gut. Noch lustiger fand ich allerdings besagte Reaktion auf Zuabis Protest von Lior Shlein.

Das war schon ganz groß. Bemerkenswert auch, dass der zweite Vorschlag, wenn man bei youtube Chanin Zuabi eingibt, schon Mazav Ha’Uma ist 😀

Nun, bei Ahmad Tibi weiß ich auch nicht. Ich erinnere mich noch an diese bewegende Rede in der Knesset und darauf ein Interview mit Yair Lapid (melech!) bei dem er mir sehr, sehr sympathisch war. Aber das ist dann eben nur die eine Seite, die man zu hören bekommt. Anderntags sind sie dann auf der Marmara oder halten ein Pläuschchen mit Nasrallah. Eine Doppelzüngigkeit ist da nicht von der Hand zu weisen.

Zu den Arabern, die zionistische Parteien wählen, fallen mir gleich drei Sachen ein.
1. die Geschichte einer israelischen Araberin, die mit ihrer Familie in den Gebieten unterwegs war. Dort wurde eine Brandbombe auf ihr Auto geworfen, während sie darin waren. Sie riefen, dass sie auch Araber sein,aber niemand wollte helfen, außer den anrückenden israelischen Soldaten. Ich glaube, sie war danach engagiert im Likud.

2. Vor nicht allzu langer Zeit war auch die Geschichte einer christlichen, israelischen Araberin im Fernsehen, deren Söhne alle zur Armee gehen und die überzeugt sind, dass sie etwas von diesem Land bekommen und daher auch etwas zurückgeben müssen. Vielleicht hast du sie auch im Fernsehen gesehen. Der Vorname war Anetta, aber auf den Nachnamen komme ich nicht.

3. Neulich war ein Artikel in Israel Ha’Yom über den ranghöchsten arabischen Offizier in Zahal, der auch überzeugter Zionist ist.

Ich denke, es kommt nur darauf an, was man schon früh an Erfahrungen sammelt. Sowohl mit Juden, als auch mit seinen „arabischen Brüdern“. Ist doch klar, wenn ich sehe, dass Araber ohne mit der Wimper zu zucken auf Araber schießen, ich vom Staat Israel hingegen aber alles bekomme, was ich brauche, nämlich Sicherheit, Freiheit und weitestgehend Gleichheit, warum sollte ich dann nicht dort mein Glück suchen, als in einem Kampf, der ermüdend und einfach nur sinnlos ist.

7. Lila - September 21, 2012, 18:17

Es ist bestimmt nicht einfach für israelische Araber. Sie hängen zwischen allen Stühlen. Es gibt viele Vorurteile gegen sie. Neulich habe ich ein Interview gesehen mit einem israelischen Araber, der aus voller Überzeugung zur Armee gegangen ist und sich dort sehr bewährt hat. Trotzdem haben ihn die anderen Soldaten nicht ganz akzeptiert. Bis zu einer gewissen Grenze – ja. Aber er hat sich nie ganz dazugehörig gefühlt. Das ist bitter und dürfte eigentlich nicht sein.

Bei Caracal hat eine Araberin gedient, Elinor Joseph. Sie ist bestimmt schon entlassen – aber ihre Kameraden und Kameradinnen haben heute den Anschlag verhindert.

Es gibt viele, viele israelische Araber, die als Ärzte, Lehrer, Geschäftsleute, Sozialarbeiter, Ingenieure, Juristen, Künstler und Wissenschaftler das Ihre dazutun, damit der Staat Israel über Wasser bleibt. Sie haben Freiheit, Sicherheit und in vieler Hinsicht auch Gleichheit – aber sie bleiben eine Minderheit. Das ist nicht immer einfach, deswegen sind viele Erleichterungen, die sie bekommen, gerechtfertigt.

Ich bemühe mich, in meinem persönlichen Leben dazu beizutragen, daß sie Erfolg haben. Ich habe einen arabischen Hausarzt gewählt, wir kaufen in arabischen Orten ein, auch große Käufe. Wenn ich kann, wähle ich arabische Handwerker. Y. und ich arbeiten mit Arabern. Ich unterrichte Araber. Für uns ist Kontakt mit Arabern eine tägliche Normalität. Das ist mir wichtig, deswegen liebe ich den Galil. Ich gehe in Ausstellungen arabischer Künstler, sie interessieren mich.

Der Tibi ist mir ein Rätsel. Er ist intelligent, er ist humorvoll, er hat menschliche Wärme. Er hat mehrmals sehr kluge und einsichtsvolle Dinge gesagt. Er hätte das Zeug zu einem, der wirklich viel überbrücken könnte. Doch dann kommen immer wieder diese Phrasen.

Er ist ein ganz anderes Kaliber als Chanin, die auf mich einen, räusper, dümmlichen Eindruck macht. Ein nervöses Huhn. Man merkt ihr auch an, sorry, daß sie unter ihrem Status als unverheiratete Frau leidet. Ich weiß aus ihrer Umgebung, wie übel das für eine Frau ist, in ihrem Alter noch bei den Eltern zu leben. Sie wirbt um Anerkennung durch diese ständige Balestina-Propaganda, in der sich legitime Anliegen und dumme Phrasen unerträglich vermischen.

Vielleicht bin ich schlecht informiert, aber ich habe nie gehört, daß sie sich für irgendwas engagiert hätte außer für Gaza und die Palästinenser. Als ob ihre Nachbarn in Nazareth nicht ihre eigenen Probleme hätten – oder auch andere Populationen in Israel. Wer hindert arabische Abgeordnete der Knesset eigentlich daran, sich für Themen außer der Besatzung einzusetzen? Wann habe ich das letzte Mal einen klugen, wichtigen Beitrag zu irgendeinem Thema von einem arabischen Abgeordneten gehört, der keine leere Phrasendrescherei war, reine Verleumdung des Staats, in dem sie immerhin im Parlament sitzen?

8. Vered - September 21, 2012, 20:20

@Lila Zur Situation der Araber in Israel hat Claudio Casula in „Spirit of Entebbe“ einen lesenswerten Eintrag gebracht:“Leben in der zionistischen Hölle“ (26. Juni 2012) Hier der Anfang:

Zugegeben: Ich möchte nicht unbedingt Araber in Israel sein. Okay, sehr viel lieber zwar als ein Kopte in Ägypten, ein Wahutu in Burundi oder ein Eritreer in Äthiopien, ein Papua in Indonesien oder ein Bengale in Ostpakistan, ein Biafraner in Nigeria oder ein Südsudanese im Sudan etc.; lieber auch als ein Angolaner in den neuen Bundesländern. Aber, nein: Ich möchte kein Araber in Israel sein – wegen der schwierigen Identität, wegen möglicher beruflicher Benachteiligungen, wegen des Misstrauens, das einem Araber von einem Großteil der jüdischen Israelis entgegengebracht wird.
So oder ähnlich werden auch die Araber in Israel empfinden. Aber was sie noch viel weniger sein wollen: Araber in Palästina.

Fortsetzung unter http://spiritofentebbe.wordpress.com/2012/06/26/leben-in-der-zionistischen-holle/

9. Lila - September 21, 2012, 20:53

Oh ja. Und viele Araber wissen das ganz genau. Wer Mut hat, auf die Opferrolle zu verzichten, der sagt das auch offen.


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