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Ein Golani-Soldat… Juni 1, 2012, 12:05

Posted by Lila in Presseschau.
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… starb in den frühen Morgenstunden, als ein Terrorist vom Islamischen Djihad bei Kissufim über die Grenze nach Israel eindrang. Sein Plan: einen Soldaten entführen. Ohne Gilad Shalit fehlt dem Islamischen Djihad und den Al-Quds-Brigaden wohl eine Trumpfkarte. Nun, die Golani-Soldaten, die gerade an der Grenze stationiert sind, hielten ihn auf, es kam zu einem Schußwechsel, der Terrorist wurde getötet und er verletzte einen jungen Sanitäter so schwer, daß er starb. Der Golani-Sanitäter hat einen georgischen Namen, er war erst 21 Jahre alt und kam aus Ashkelon, einer Stadt im Süden, die oft aus dem Gazastreifen beschossen wurde. Heute wird er beerdigt.

(Quelle: Ynet)

Ich weiß, europäische Ausgewogenheit verlangt es, den Tod des Terroristen genauso zu bedauern wie den Tod des jungen Mannes, der seinen Wehrdienst erfüllt. In der Tat ist es schade um jedes einzelne Menschenleben. Aber wer hier nicht zwischen Angreifer und Angegriffenen unterscheiden kann, nicht zwischen haßerfüllten Fanatikern, die jede noch so selbstmörderische Aktion unternehmen, um Israel Schaden zuzufügen, und Soldaten, die lieber was anderes täten als an der Grenze Wache schieben, und es doch tun, weil sonst jeder haßerfüllte Fanatiker über die Grenze kommen kann… nun, wer den Unterschied nicht sieht, dem kann ich auch nicht helfen. Welchen Grund außer blindem Haß hat ein Mann aus dem Gazastreifen, einen israelischen Soldaten kidnappen zu wollen? Im Gazastreifen ist kein Israeli mehr. Israel hat letzte Woche wieder, wie jede Woche, Tonnen von Hilfsgütern geschickt und wartet nur darauf, daß solche Aktionen wie letzte Nacht aufhören, damit endlich normale Zustände an der Südgrenze herrschen.

Als Reaktion auf den Tod ihres Mannes haben die Palästinenser natürlich, suprise surprise, eine Rakete auf die Zivilisten im Süden abgefeuert.

Es tut mir bitter leid um Netanel Moshiashvili. Es hätte ohne weiteres einer meiner Jungens sein können. Ich mag mir nicht ausmalen, was seine Familie durchmacht.

Kommentare»

1. Silke - Juni 1, 2012, 13:14

ich denke Treppenwitz hat’s dieser Tage dokumentiert.
http://www.treppenwitz.com/2012/05/their-longing-and-ours.html

Wenn ich an den toten Netanel denke, wünsche ich mir innigst, es gäbe ein Jenseits mit allem drin, was er sich je für sein Leben im Diesseits erträumt haben mag und daß er für seine Eltern sichtbar sein möge.

Was den vermutlich ebenfalls jungen Palästinenser anlangt, möge ein Wunder geschehen, das sie von diesem sich im Tod suhlen wollen Wahn befreit. Bis das geschieht, je mehr kampfunfähig sind, desto besser für die, die das Leben dem Tod vorziehen, und zwar auf beiden Seiten der Grenze.

2. Lila - Juni 1, 2012, 13:28

Eine sehr gute Idee, die jeweiligen Nationalhymnen zu vergleichen.

Und die vermutlich herzzerreißendste Aufnahme der Hatikva:

3. A.mOr - Juni 1, 2012, 14:14

Netanel Moshiashvili – E M R

4. heplev - Juni 1, 2012, 14:15

>>Israel hat letzte Woche wieder, wie jede Woche, Tonnen von Hilfsgütern geschickt<<
Nicht "Tonnen" sonder "tausende Tonnen" – COGAT veröffentlicht die Zahlen detailliert Woche für Woche (finde den Link im Moment leider nicht, aber der IDF-Blog hat z.B. auch wöchentliche Auflistungen: http://www.idfblog.com/2012/05/22/infographic-last-week-31736-tons-of-goods-and-gas-entered-gaza/). Die IDF-Sprechereinheit twittert fast jeden Tag, wie viel am Vortag über die Grenze in den Gazastreifen gebracht wurde (ohne Details): https://twitter.com/#!/IDFSpokesperson
Bei mir gibt es Zusammenfassungen zu humanitären Leistungen, wozu ich auch die Informationen zu den Lieferungen zähle:
http://heplev.wordpress.com/erste-sahne-andere-2/humanitares/

5. Silke - Juni 1, 2012, 15:06

heplev

ich habe nicht den geringsten Zweifel, daß die Leute in Gaza gut ja überversorgt sind (man erinnere sich an das Geschrei wegen obesity crisis von irgendwelchen NGOs).

Doch zu den veröffenlichten Zahlen fehlt mir was. Sie sind so abstrakt, ich kann mir nichts drunter vorstellen. Wieviel kg/Tonnen entfallen auf meine Person pro Woche incl. Straßenbeläge und was weiß ich sonst noch z.B. Wieviel flogen die Rosinenbomber nach Berlin pro Person? Beides sind nur Vorschläge, doch ich glaube, damit die Daten Wirkung entfalten können, müßten sie in irgendwelche Größen im Rahmen der „normal“menschlichen Vorstellungskraft gebracht werden.

6. Karl Eduard - Juni 1, 2012, 15:10

„Europäische Ausgewogenheit“? Wohl kaum. Eher ist das ein Ergebnis von Gehirnwäsche, daß nicht mehr zwischen Mördern und Soldaten unterschieden wird. Diese Ausgewogenheit gibt es wahrscheinlich nur im heutigen Deutschland, wo der Schutz des Kinderschänders auch über dem Schutz der Kinder steht. Und der Kriminelle beklagt wird, der der Polizistenkugel erlegen ist. Nur, müssen wir uns doch fragen, warum denken die meisten Leute heute so völlig bescheuert? Daß die nicht mehr Opfer von Tätern und Recht von Unrecht unterscheiden können.

7. Marlies - Juni 1, 2012, 15:34

Mein Mitgefühl gilt der israelischen Familie, die um ihren ermordeten Sohn trauert – und nein, ich trauere nicht um den Mörder. Er ist losgezogen, um schreckliche Verbrechen zu begehen. Er hat einem jungen Menschen vorsätzlich das Leben genommen und starb, weil verhindert werden musste, dass er noch mehr Morde begehen kann – denn das hätte er getan, wenn man ihn nicht gehindert hätte

8. grenzgaenge - Juni 1, 2012, 15:35

Ein „zweiter Gilad Shalit“ ? Nicht auszumalen. Ich hoffe, das die israelische Armee in aller Härte gegen die palästinensischen Terrornester in Gaza vorgeht.

9. Ein zweiter Gilad Shalit ? « grenzgaenge - Juni 1, 2012, 15:48

[…] Ein Golani Soldat starb in den frühen Morgenstunden, als ein Terrorist vom Islamischen Djihad bei Kissufim über die Grenze nach Israel eindrang. Sein Plan: einen Soldaten entführen. Ohne Gilad Shalit fehlt dem Islamischen Djihad und den Al-Quds-Brigaden wohl eine Trumpfkarte. Nun, die Golani-Soldaten, die gerade an der Grenze stationiert sind, hielten ihn auf, es kam zu einem Schußwechsel, der Terrorist wurde getötet und er verletzte einen jungen Sanitäter so schwer, daß er starb. Der Golani-Sanitäter hat einen georgischen Namen, er war erst 21 Jahre alt und kam aus Ashkelon, einer Stadt im Süden, die oft aus dem Gazastreifen beschossen wurde. Heute wird er beerdigt. […]

10. Marlin - Juni 1, 2012, 23:51

Ehre dem toten Soldaten und den Leuten der Golani. Mögen sie weiterhin wachsam sein. Und möglichst ohne Verluste die Mörder kaltstellen.


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