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Ganz ehrlich? Mai 3, 2011, 17:13

Posted by Lila in Presseschau.
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Die Klage der islamischen Religionsexperten läßt mich kalt.

Die Seebestattung des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden durch die US-Armee stößt in der islamischen Welt auf Kritik. Ranghohe muslimische Geistliche verwiesen darauf, dass im Islam mit wenigen Ausnahmen nur eine Erdbestattung zulässig sei.

Wißt ihr was, Jungs? Das nächste Mal, wenn sich ein Vollidiot an einem Falafelstand oder in einer Eisdiele in die Luft jagt – dann macht doch mal ein bißchen Terz, daß Mord-und-Selbstzerfetzung-per-Bombe im Islam nicht zulässig ist.

Ich habe euch kein einziges Mal dagegen protestieren gehört, und darum lassen mich die heutigen Klagen schlicht kalt.

Kommentare»

1. Christian - Mai 3, 2011, 17:20

Großartiger Kommentar! Danke!

2. Silke - Mai 3, 2011, 17:30

nach allem, was ich gestern so vorbeirauschen sah, singen deutsch-namige Islamgelehrte das gleiche Lied – verkommene Bande alle miteinander, hocken alle im gleichen Pool, führen sich auf, als würden sie nicht ab und an die Erde mit den Füßen berühren um nicht zu sagen, den berühmten Ort besuchen, wo selbst der Kaiser zu Fuß …

und die idiotischen Medien überschlagen sich darin, diesen Nullitäten ein Podium zu bieten.

3. Malte S. Sembten - Mai 3, 2011, 17:44

… dass … mit wenigen Ausnahmen nur eine Erdbestattung zulässig sei.

So what? Bin Ladens Seebestattung war halt einer von den seltenen Ausnahmefällen.

Immerhin haben die Amis die islamische Vorschrift beachtet, den Toten innerhalb von 24 Stunden unter die Oberfläche wovon auch immer zu bringen. Schon das ist mehr, als Bin Laden verdient hat.

Im übrigen ist die Pulverisierung durch Bomben bei Ungläubigen wie auch Muslimen ebenso wenig eine „zulässige“ Bestattungsart. Worauf aber von den Attentätern wenig Rücksicht genommen wird. Von der Neigung mancher Muslime (etwa im Gaza-Streifen) zur Schändung der Leichen ihrer ermordeten „Feinde“ einmal ganz abgesehen.

4. Lila - Mai 3, 2011, 17:48

Und die Schändung der lebenden Feinde? Hat jemand gegen die Mißhandlung von Lara Logan protestiert?

Gegen die Hinrichtung von David Pearl? Dessen Leiche wurde in zehn Teilen zurückgegeben – das ist auch gegen jüdisches Recht. Wo ist Ron Arad begraben?

An den Opfern haben diese Heinis kein Interesse, nur am Täter. Wie viele der 9-11 Ermordeten konnten nicht begraben werden?

Daß diese Proteste so in den Medien wiedergegeben werden ohne jeden Kommentar – ekelhaft.

5. grenzgaenge - Mai 3, 2011, 17:50

Sehr schön geschrieben, Lila. Ich bin schon ziemlich *erstaunt* darüber wieviel Mitleid Herr bin Laden, gerade in Deutschland, erfährt. Vielleicht fehlt da noch die Erfahrung von Selbstmordattentaten. Aber nein: diese Attentate würden natürlich Israel in die Schuhe geschoben. „Besatzung“ und solcher Dreck. Da ist dann die Kette von Antijudaismus, über den Antisemitismus, bis zum Antizionismus komplett. Drei Verkleidungen der selben Art von Judenhass. Mich würde interessieren welchen Grad an Zustimmung die Aussage der islamischen „Religionsgelehrten“ in Deutschland (und Europa) findet. Vielleicht ist es besser das Ergebnis dieser fiktiven Umfrage nicht zu kennen. Ist es nicht schön das Islam Frieden bedeutet ? Sorry, mir wird gerade schlecht !!!

6. um - Mai 3, 2011, 17:57

Einfacher und deutlicher kann man es nicht sagen.

7. J.T. - Mai 3, 2011, 18:35

Lila,
ich bewundere immer aufs neue Ihre Kommentare.
Kurz. Knackig. Punkt.
Da habe ich noch „Potential“….

Grüße aus Berlin

8. Silke - Mai 3, 2011, 18:37

Malte

ich habe gelesen, er wurde gewaschen, in Tücher gehüllt und dann in einem beschwerten Sack versenkt. Also nehme ich an, er ist auf den Boden gesunken und der ist doch wohl auch mitten im asiatischen Meer aus Erde. 😉

Außerdem hat ein Militäroffizieller Texte aus dem Koran gelesen und ein arabisch Sprechender hat übersetzt – ich frage mich, wie viele der von ihr Ermordeten Al-Kaida wohl so viel Zeremoniell hat zukommen lassen.

Im Iraq soll übrigens ne Spezialität der örtlichen Al-Kaida gewesen sein, ihren Opfern bei lebendigem Leib die Beine mit ner Kettensäge abzuschneiden.
Ich kann mir nicht helfen, wenn Soldaten auf so einen Hinrichtungsort stoßen, gestehe ich ihnen schon a bisserl Emotionalität zu. In dem Fall, an den ich mich aus Bing West‘ No True Glory (beide Kämpfe um Falluja) erinnere, hatte das Folterhaus Nachbarschaft satt, so daß alle hören konnten, was abging. Und doch haben die Scheichs erst die Seite gewechselt, als sie sicher sein konnten, daß die Amis gewinnen würden. So stark und wirksam war der Al-Kaida-Terror und dessen Boss hat’s nun erwischt.

Danke Navy Seals!

9. aristobulus - Mai 3, 2011, 18:54

Wer etwas sucht, findet etwas, denn irgendwas passt immer irgendwem nicht. Wehe, es handelt sich obendrein um die verletzten Gefühle der arabischen Straße. Es passt leider verdammt genau zur heutigen Unkultur der Hysterie -> http://fm4.orf.at/stories/1682240/, was der offizielle nein der am lautesten rufende Islam so darüber rauslässt: Immer in Krise befindlich sein, rufen, spontan beleidigt sein, theatralisieren, irgendwo mitmarschieren und dann fünfzehn Sekunden lang berühmt sein.

Wer hat islamischerseits protestiert, als zwei Israelis, die sich mit dem Auto verirrt hatten, 2000 in Ramallah in einem Polizeigebäude (!) von der Menge gelyncht wurden? Nein, die Dortigen fühlten sich zu sehr als permanent beleidigte Opfer, von Israel und dem Westen Tag und Nacht gedemütigt, sodass dann alles erlaubt ist.

Wo findet sich eigentlich die Kritik liberal eingestellter Moslems an dieser Art, dieser hysterischen, narzisstischen und grundaggressiven Prinzensöhne-Triumphtränen-Haltung? Ich lese/höre nie eine.

10. aristobulus - Mai 3, 2011, 19:40

Silke, Fallujah, aber ja!, das muss ich glatt verdrängt haben, was da passierte über lange Zeit. Da war dieser Herr Muktada al-Sonstwie, der permanent vor Ingrimm schäumend jedermann umbrachte und umbringen ließ, und ich weiß auch noch, dass sie dort einen toten US-Soldaten mit dem Auto triumphal durch die Stadt schleiften (es sträubt sich alles, das nur hinzuschreiben). Da war die Zivilisation weg, nichts mehr davon übrig, nur noch Blutrausch ohne Grenzen (siehe Eugen Sorg: Die Lust am Bösen, 2011).

Hat nur irgend ein Einziger innerhalb der islamischen Welt religiöse Bedenken angemeldet, einen wohl Christen als Leiche noch so zu behandeln?

Das war kein Terrorist, das war einfach irgend ein US-Soldat. Herr bin Laden war ein Terrorist und man hat sich jetzt wohl bemüht für DEN noch möglichst etwas Koranisches zu lesen, als er tot war, und ihn schnell auf dem Meeresgrund (in Erde, wie Du schriebst) zu begraben. Aber die regen sich jetzt auf und sind mal wieder aggressiv/beleidigt/Opfer?
Wer kann das verstehen; das ist doch bloß Schmierentheater.

11. Rudolf - Mai 3, 2011, 19:54

Vielen Dank für diesen interessanten Artikel.

Als ich gehört habe, dass die Leiche ins Meer geworfen wurde, fiel mir gleich auf, dass das eine Art des Begräbnisses ist, die Moslems, wie übrigens auch bei Juden, nicht zulässig ist.

Warum haben sie das wohl gemacht?

Die einfachste Art der Entsorgung war es kaum. Die ganze Aktion fand ja an Land, ziemlich weit vom Meer entfernt statt. Sie mussten die Leiche extra auf ein Schiff bringen, um sie dann im Meer zu versenken. Eine Erd-Bestattung wäre logistisch wahrscheinlich einfacher gewesen.

Warum also der Aufwand? Damit es kein Grab gibt, das zur Pilgerstätte werden könnte? Oder einfach nur um „denen“ eines auszuwischen?

Von mir aus gesehen wäre das nicht unbedingt nötig gewesen…

Übrigens haben viele Moslems die Attentate vom 11.9.2001 verurteilt. Abgesehen davon sind dabei auch nicht wenige Moslems umgekommen.

12. boxi - Mai 3, 2011, 20:00

ich wäre nie auf diese worte gekommen, finde sie aber großartig.

13. Janina - Mai 3, 2011, 20:17

Danke. Großartig.

14. yael1 - Mai 3, 2011, 20:21

Ich kann mich Lila auch nur anschließen.

15. Silke - Mai 3, 2011, 20:38

aristobulus

Zarkawi hieß der leckere Knabe im Irak und es gab seinerzeit Stimmen, die meinten, das sei aber nicht der wahre Osama, der hause nur so, weil Osama ihn nicht im Griff habe und dafür könne nun Osama aber wirklich nix, das könne man Osama nicht anlasten usw usw
http://en.wikipedia.org/wiki/Abu_Musab_al-Zarqawi

ja und das stückweise Hinrichten mit der Kettensäge war bei denen wohl sehr beliebt. An das durch die Straßen schleifen erinnere ich mich nur aus Somalia.

aber Zeter und Mordio schreien und Schrecklichstes ankündigen, wenn ein Ungläubiger den Koran mit bloßen Händen berührt.

Nebenbei Tom Holland schreibt in Millenium daß irgendein Andaluse sein privates Betkämmerlein von nem byzantinischen Künstler mit Mosaiken bestücken ließ – der hatte also keine Bedenken privat da zu beten, wo die Hände eines Infidel zugange gewesen waren – was die derzeit treiben, ist Wahnsinn pur und wir nehmen jede noch so groteske Übertreibung ernst und entschuldigen uns

It is a long-established truth that everyone in the West is born into guilt while everyone else is born into innocence.

mehr habe ich noch nicht gelesen, aber der Satz gefällt mir

http://standpointmag.co.uk/the-outsider-may-11-douglas-murray-western-scapegoat-kashmir-gaddafi

manchmal denke ich, es ist ne Neigung zum Masochismus, die die Leutchen da ausleben.

16. anti3anti - Mai 3, 2011, 20:45
17. boxi - Mai 3, 2011, 20:47

was mir gerade dazu eingefallen ist. haben die islamexperten / geistliche sich selbst zu wort gemeldet oder liegt es nun einfach daran, dass journalisten sie explizit danach gefragt hätten.
andersherum könnte man sich so vielleicht aber auch fragen, ob die journalisten bei entsprechenden anschlägen ebenso islam. geistliche befragen und deren meinung dazu äußern. vermutlich würde es sogar sehr viele geben, die sowas nicht für richtig hielten, was ja auch ein zeichen an alle anderen menschen wäre. vielleicht will man diese meinung aber auch gar nicht wissen, weil es manchen so vielleicht auch lieber ist.
der gedanke kam mir nur gerade…

18. aristobulus - Mai 3, 2011, 23:00

Silke, Masochismus, aber einer der Stärke und des Stolzes und Parties der Verblendung. Ich kann da nur wieder Eugen Sorg nennen („Die Lust am Bösen“), e war lang durchs IRK in Krisengebieten und dann dort Korrespondent, glaubte lang an den Montesquieu’schen guten Kern im Menschen, bis er im Jugoslawienkrieg lernen musste, das anders zu sehen.
Hm. Masochismus, ddurch den dich Stolz & Ehre speisen, je mehr, je lieber. Und dieser Todeskult, den die zelebrieren.
Als ich vor Jahren noch fernsah (das muss noch in den Achtzigern gewesen sein), war da mal ein kurzer Ausschnitt aus den besetzten Gebieten. Da trugen die Menge einen, den die Israelis erschossen hatten, zum Friedhof. Nein, sie trugen ihn nicht!, der glitt und schaukelte auf dem Brett ganz furchtbar wie ein Korken auf kochendem Wasser. Die Menge brüllte und sie warfen den Eingehüllten fast von der Bahre, hoch und runter gings, exstatisch verzerrte Gesichter und die Glieder zuckten, die des Eingehüllten auch. Mir wurde schlecht.
Der Filmausschnitt war ganz kurz, vielleicht schämte sich beim Sender einer, dass er durch die Übertragung dieser kochenden Feier des Märtyrertums irgend jemandes Stolz & Ehre verletzen könne

Das war lang vor der sog. Intifada mit ihrem da schon manifesten Todeskult. Den haben die ca. jetzt in der zweiten Generation aufgesogen, oder länger.

19. aristobulus - Mai 3, 2011, 23:02

pardon für die Schreibfehler: Masochismus, durch den sich Stolz & Ehre speisen usf. muss es heißen

20. aristobulus - Mai 3, 2011, 23:14

Boxi:
Wenn ich Dich richtig verstehe, möchtest Du, dass jemand einen islamischen Geistlichen mal fragt, ob sie das alles für richtig halten.
Meine Beobachtung ist: Dass sie meist ausweichen, abwiegeln oder nichts sagen. Aber vielleicht übersieht/überliest man es auch, weil wenn dann viel zu leise und weil darüber so sehr ungern gesprochen wird?

Übrigens grad gestern habe ich dort -> http://www.dasbiber.at/content/interview-mit-fuat-sanac_biber?destination=node%2F16866 in einer fast anders ähnlichen Sache (fehlende Distanzierung eines islamischen Vorsitzenden vom Antisemitismus seiner Dachorganisation) mal so angefragt. Bis jetzt keine Antwort.

21. …der werfe den ersten Stein. « Nichtigkeiten - Mai 4, 2011, 0:01

[…] Letters from Rungholt: Klage islamischer Experten über Bestattung […]

22. Roithamer - Mai 4, 2011, 5:30

Hauptsache, er ist weg.

23. grenzgaenge - Mai 4, 2011, 17:13

Wer ? Der erste Stein ?

24. uwanni - Mai 4, 2011, 22:17

Ich bin leicht irritiert.
Wurde uns nicht immer eingetrichtert, dass Terrorismus gar nichts mit dem Islam zu tun hat. Dass Bin Laden den Islam missbraucht, geradezu vergewaltigt. Dass also Bin Laden gar kein Muslim ist.
Die verehrten Religionsexperten sollten sich also darüber beschweren, dass eine islamische Bestattung dieses Menschen, eine Beleidigung des Islam ist.

25. grenzgaenge - Mai 8, 2011, 23:30
26. Islamische Bestattungsexperten | American Viewer - Mai 14, 2011, 21:45

[…] Lila sagt folgende wahre Worte: Wißt ihr was, Jungs? Das nächste Mal, wenn sich ein Vollidiot an einem Falafelstand oder in einer Eisdiele in die Luft jagt – dann macht doch mal ein bißchen Terz, daß Mord-und-Selbstzerfetzung-per-Bombe im Islam nicht zulässig ist. Ich habe euch kein einziges Mal dagegen protestieren gehört, und darum lassen mich die heutigen Klagen schlicht kalt. […]


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