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Diesmal eine Grad-Rakete, Februar 24, 2011, 6:30

Posted by Lila in Uncategorized.
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und diesmal mitten in Beer Sheva. Ich hoffe, unsere Freunde in Beer Sheva haben nichts abgekriegt. Wieder einmal war es reines Glück, daß die Bewohner des betroffenen Hauses  „nur“ einen Schock erlitten (mehrere Kinder darunter), denn die Rakete fiel in den Hof und nicht auf das Haus selbst. Sonst wäre, chas ve chalila, der Schaden noch schlimmer gewesen.

 

Die Luftwaffe hat umgehend zurückgeschlagen, laut Ynet hat sie das Hauptquartier der Terrorgruppe beschossen, die die Grad gefeuert haben.

 

Es wird langsam ungemütlich im Süden. Die nächste Eskalation bleibt hoffentlich aus. Wenn die Palästinenser nicht schießen, schießt auch Israel nicht.

Kommentare»

1. Paul - Februar 24, 2011, 7:57

KARAMBA MIR KOCHT DER BLUT,
wenn ich solche Nachrichten höre,lese,sehe.
Kann den diese PEST nicht ausgerottet werden.
Verzeihung für diesen emotionalen Ausbruch, aber das war am frühen Morgen, als erste Nachricht wohl ‚zu viel des Guten‘.

Was bleibt davon in unseren Nachrichten übrig? ‚Bestenfalls‘ der Bericht über einen Angriff der Israelischen Armee auf ein Wohngebiet der Plästinenser. Eventuell einen Kindergarten, ein Krankenhaus, aber nmindestens ein Wohnhaus mit lauter unschuldigen Bewohnern. Wenn es ‚gut ‚ läuft sieht man blutende Kinder, besser noch tote, die mit Vorwürfen in die Kameras gehalten werden.
So bilden sich dann die Menschen in Deutschland und anderswo Ihre Meinung. Da ist es kein Wunder, dass das Ansehen der Israelis, nimm Alles in Allem, in der Welt so schlecht ist.
Auch die verlogendste Propaganda zeigt mal Ihre Wirkung. Es ist zum k…
Entschuldigung,aber das musste jetzt mal raus.
KARAMBA MIR KOCHT DER BLUT!

2. Paul - Februar 24, 2011, 8:08

Da ich nicht wusste, wo Beer Sheva liegt habe ich mir das auf der Karte angesehen und einen Schreck bekommen. Die Stadt liegt nach meiner Schätzung 50-60km vom Gaza Streife entfernt.
Das ist dann aber nicht so eine selbstgebastelte Rakete sein.
Wo haben denn die Plästinenser diese Raketen her. Lila, als am Thema interessierter weiß auch ich Selbstverständliches nicht.
Was wissen da erst die Anderen?

3. Lila - Februar 24, 2011, 8:18

Nicht ganz so weit, würde ich sagen – zwischen 30 und 40 km, würde ich schätzen. Immer noch weit genug.

JPost zum Thema

Blogeintrag This Ongoing War

und natürlich Ruth

4. willow - Februar 24, 2011, 10:37

@Paul

„Das ist dann aber nicht so eine selbstgebastelte Rakete sein.“

Richtig. Aber versuche mal, das unseren „Qualitätsjournalisten zu erklären.

Grad-Raketen gibt es in mehreren Ausführungen, es handelt sich um eine Weiterentwicklung der sowjetischen Raketen, die im 2.Weltkrieg als „Stalinorgeln“ berühmt-berüchtigt waren.

Seitdem gibt es aber etliche Weiterentwicklungen, die „normalen“ Grads, die z.B. gelegentlich in Ashkelon und Ashdot einschlagen sind vermutlich iranische Produkte, „höherwertige“ Modelle mit einer Reichweite bis Beersheba kommen angeblich aus China.

Mit einen Sprengkopf von 20 – 25Kg handelt es sich keineswegs um Silvesterknaller…

5. Paul - Februar 24, 2011, 19:24

Lila,
vielen Dank für Deinen Link zu Ruth.
Diese Schilderung ist mir ordentlich unter die Haut gegangen.
Habe auch Deinen Kommentar bei Ruth gesehen. Wollte ihr auch ein paar tröstende Worte schreiben. Leider bin ich aus irgendeinem Grund nicht angenommen worden.

Habe inzwischen auch die Bilder vom Einschlagort gesehen. Wenn hier in Deutschland einmal sowas passieren würde, ich wünsche mir das nicht, dann würde man aber schlagartig Eure Situation anders bewerten. Darauf nehme ich jede Wette an.
Außerdem müsste dann die halbe Stadt sich in psychologische Betreuung begeben.

Soeben habe ich einen Artikel in der BZ von Schupenius gelesen. Der ‚passt‘ so richtig zu meinem Tag des Zorns und der ist heute. Es geht um die Aufführung des Film’s
„Im Tal der Wölfe – Plästina“.
Ein ganz schlimmes Machwerk, voller Hetze und Verleumdung gegen Israel. Es gibt wohl in unserem Rechtsstaat keine Möglichkeit die Aufführung des Film’s in Berlin zu verhindern. Auch die hiesige Jüdische Gemeinde hat protestiert. Leider ebenfalls erfolglos.
Das passiert im Lande der Shoa. Ich kann garnicht soviel essen, wie ich….
Aber ein überdimensionales Holocaustdenkmal, dass auch die Jüdische Gemeinde nicht brauchte, nicht haben wollte, wird gebaut. Völlig sinnlos, ohne jede Aussage, wie ich meine. Aber ansonsten kein Verständnis für Israel. So sind wir Deutschen.
Ich höre mal auf, sonst gehen meine Emotionen noch mit mir durch.
Ach Deine Emotionen kann ich gut verstehen. Deine Friedfertigkeit kann ich nur bewundern. Das könnte ich nicht. Aber, ich gebe zu, bei aller Sympatie und allem Mit-leiden, ich sitze hier in der ersten Reihe und lebe nicht, wie Du, mittendrin.
Gott möge Dich und Deine Familie, besonders Primus und Secundus behüten und beschützen.
Paul

6. Lila - Februar 24, 2011, 19:26

Danke, lieber Paul. Ohne Gebete geht es nicht. Danke dafür.

7. Silke - Februar 24, 2011, 22:15

Paul – 2

Beersheva ist mir ein Begriff, weil es eine Israelin gibt, die Krimis mit einer Journalistin aus Beersheva als Heldin schreibt

Shulamit Lapid ist ihr Name und der erste heißt Lokalausgabe und ich mag die Heldin sehr und die Lockerheit, mit der da der Irakkrieg durchgestanden wird, haut einen schon um.

Ich muß allerdings bekennen, daß mich der Krimi am Krimi weniger interessiert, als die Lokalbeschreibungen i.e. wenn ein Autor den Krimi benutzt, um sozusagen Beer Sheba’s alltäglichsten Alltag rüberzubringen, dann gefällt mir das und wenn er drauf verzichtet, möglichst drastisch Grausames zu schildern. Ich stehe nicht auf HorrorPorn. Doch Shulamit Lapid bin ich verfallen. Und jedesmal wenn ich die Augen nicht rechtzeitig abwende, schmökere ich wieder ein paar Seiten in Harry Kemelmann’s Rabbi Serie, obwohl die in der für mich nu total fremden Welt Amerika stattfindet.


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