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Generationen kommen, Generationen vergehen… Januar 29, 2011, 22:22

Posted by Lila in Kibbutz, Kinder, Katzen.
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… manche Bücher bleiben bestehen.

 

Ich habe einen genüßlichen Shabat-Nachmittag damit verbracht, meinen Töchtern den ersten Band der unsterblichen Serie über die Krankenschwester Susanne Barden (ja, so wurde die Sue-Barton-Serie verdeutscht) vorzulesen. Beim Aufräumen habe ich die alten Bücher gefunden und den Mädchen davon erzählt, und Tertia hat sich sogar drangegeben und angefangen zu lesen. Aber ein ganzes Buch auf Deutsch lesen… ach Mama, willst du nicht wenigstens mal den Anfang… und eh ich mich´s versah, steckte ich schon wieder ganz tief drin in der Geschichte. Die Mädchen, die sich nicht viel versprochen hatten von dem alten Buch, waren genauso begeistert wie ich.

 

Tatsächlich, diese Bücher bestehen die Prüfung der Zeit. Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem meine Mutter mit mir in der Buchhandlung Fischer stand und begeistert sagte: die Bücher kauf ich dir, die habe ich als Mädchen geliebt! Und ohne mich auch nur zu fragen, kaufte sie die ersten zwei Bände. Ich zog ein langes Gesicht und war überzeugt davon, daß ich jetzt was ganz Doofes in der Hand hatte. Und ich hätte meine Mutter am liebsten geärgert und die Bücher ignoriert. Eine Serie über eine Krankenschwester! Aber das ging dann doch nicht. Nachdem ich die ersten beiden Bücher in Windeseile eingeatmet hatte, mußten alle anderen Bände auch her, und dann die Carol-Page-Serie derselben Autorin, über den Werdegang einer Schauspielerin.

 

Das muß 1976 gewesen sein oder 1977. Ich habe die Serie so oft gelesen, daß ich sie fast auswendig kann. Und ich freue mich, daß sie nicht enttäuscht. Meine Töchter haben genauso über die Wortwechsel zwischen Susy und ihren Freundinnen gekichert, mitgebibbert, ob sie ihre Hauben kriegen oder nicht, und spekuliert, ob das gestrenge Fräulein Cameron ein Drache oder eine strenge, aber faire Lehrerin ist. Sie haben mir das heilige Versprechen abgeknöpft, morgen weiter vorzulesen. Ich muß nun schwer an mich halten, um nicht allein weiterzulesen.

 

Keiner hat behauptet, daß das Dasein als Eltern ein reines Vergnügen ist, und das ist es nicht. Sorgen, Ausgaben und ständiger Geschwisterstreit (gibt es ein schönes Wort wie bickering auch im Deutschen?) lassen die Nerven dauerhaft zerfransen. Aber das Schicksal entschädigt einen auch, und eine Entschädigung für die Beschwerlichkeiten des Elterndaseins ist das Glück, ein schönes Erlebnis eine Generation weitertragen zu dürfen. Gerade mit Büchern ist mir das ja oft nicht ganz vergönnt (obwohl ich den Kindern viele hebräische Übersetzungen meiner Lieblingsbücher geschenkt habe und mich auch freue, daß sie sowohl eigene Entdeckungen machen als auch in Y.s lesenden Spuren wandeln).

 

Aber heute war es richtig schön. Morgen werden die Mädchen Connies Geheimnis erfahren. Mal sehen, wie ihnen das gefällt…

Kommentare»

1. mibu - Januar 29, 2011, 23:26

bickering, LEO meint Gezänk, Zankerei …
ich hätte spontan Gekeife, Keiferei, Gekiffel gesagt.

2. Lila - Januar 29, 2011, 23:44

Zergeln oder Kabbeln… Ja, sowas Nerviges, Dauerhaftes auf kleiner Flamme. Triezen sich gegenseitig bis aufs Blut, aber immer so, daß sie es den Eltern gegenüber jederzeit als „nicht so gemeint“ ausgeben können… 👿

3. Anne - Januar 29, 2011, 23:49

Ich neige zur ‚Kabbelei‘ – das gab’s auch ständig zwischen meiner Schwester und mir; dabei hingen und hängen wir aneinander mit totaler Liebe.
Susanne Barden habe ich auch verschlungen, so ca 15 Jahre vor Dir. Schade, dass die Bücher mit der heutigen Realität, zumindest in deutschen Krankenhäusern, praktisch nichts mehr gemein haben. Wo immer ich auch in den letzten Jahren den Betrieb kennenlernte – und das war in reichlich vielen Krankenhäusern – ist die Arbeit so verdichtet, dass die Schwestern nur noch durch die Korridore rennen, um das Nötigste zu schaffen. Zeit für liebevolle Zuwendung für Patienten war da immer die absolute Ausnahme. Es war alles eine brutale Hetzerei, was ich so sehen konnte, selbst in unserem früher ganz gemütlichen kleinen ländlichen Kreiskrankenhaus.

4. willow - Januar 29, 2011, 23:55

„Ja, sowas Nerviges, Dauerhaftes auf kleiner Flamme. Triezen sich gegenseitig bis aufs Blut, aber immer so, daß sie es den Eltern gegenüber jederzeit als „nicht so gemeint“ ausgeben können…“

Heute war F´s großer Tag – und sein böser großer Bruder D. hat sich richtig vorbildlich benommen, Dor. und ich waren schwer begeistert – es geht! Wunder über Wunder…

5. Smilla - Januar 30, 2011, 0:19

Schön, dass die Susanne-Barden-Bücher Anklang finden. Ich habe sie sehr gemocht und war überrascht, zu erfahren, dass sie aus den 20er-Jahren sind, so zeitlos fand ich sie.

6. hans - Januar 30, 2011, 1:01

manche Bücher bleiben bestehen.

und es ist schön das manche von diesen unseren lebensweg lange mitbegleiten sind sie doch ein teil im kreislauf des lebens

findet sich für meine sammlung in der familie keinen nachfolger bin ich nicht besorgt,
ich weiss meine schätze sind nicht verloren.

irgendwann irgendwo sitzt dann jemand in einem alten antiquariat (nur hier gibt es diesen sonderbar wunderbaren buchgeruch)über meine bücher gebeugt und wundert sich vielleicht über die eingeklebten seltsamen künstler exlibris im buchdeckel mit den hebräischen schriftzeichen.

das erlebe ich nicht mehr habe aber gewissheit meine bücher sind weiter ein teil im kreislauf der sammler und den nachfolgenden ergeht es mit meinen schätzchen ähnlich wie ich gefühlt hatte.

„es gibt keine liste von büchern, die man unbedingt gelesen haben müßte und ohne welche kein heil und keine bildung ist! aber es gibt für jeden einzelnen Menschen eine beträchtliche zahl von büchern, in welchen gerade er, dieser eine, befriedigung und genuß erleben kann“

h hesse

7. Lila - Januar 30, 2011, 1:10

Ich habe Krankenschwestern immer bewundert, und ich habe einige unvergeßliche kennengelernt. Kompetent und mitfühlend, dabei von einer absolut beruhigenden, zuverlässigen Ausstrahlung. Schade, daß vor lauter Sparerei das Pflegepersonal brutal an seine Grenzen und darüber hinaus getrieben wird. Damit vergeht man sich auch an den Kranken.

Am großartigsten waren vielleicht die Schwestern der Frühgeborenenstation. Wer so eine Arbeit leistet, da kann man wirklich nur den Hut vor ziehen. Warum unsere Gesellschaft diese Arbeit nicht höher vergütet als so manchen anderen Job, das verstehe ich nicht.

Und die Susanne-Barden-Bücher sind wirklich ausgezeichnet. Das Hereinwachsen in einen Beruf und die persönliche Entwicklung sind wunderbar geschildert, übrigens auch die Ehekrise nach der Traumhochzeit. Sie zieht sich über Monate hinweg und ich finde sie nach wie vor überzeugend geschrieben. Im Gegensatz zu den meisten Ehemännern aus Mädchenbüchern, die ziemlich blaß daherkommen, hat Bill richtige Konturen. Und auch Kit, die unverheiratet glückliche beste Freundin, ist eine sehr lebendige Figur.

Ich hoffe, sie werden irgendwann noch mal neu aufgelegt, damit eine neue Generation ihren Spaß dran hat. Es ist durchaus denkbar, daß manche Leserin Susys wegen Krankenschwester geworden ist…

Ich freu mich schon auf die Szene mit der Seifenschüssel und dem durchweichten Pfannkuchen… da werden meine Mädchen Spaß haben. 😀

8. Jack - Januar 30, 2011, 9:57

Bücher, Bücher, ich hör’ nur Bücher. Ja klar, oft schön und gut, aber wie sieht’s hiermit aus?
DVD collection and tv
Die DVD-Sammlung ist (hüstel hüstel, nett formuliert) unzureichend. Oohhh, regt mich das auf, wenn da auch noch ungeniert ’DVD Collection’ drunter steht. Augenblick bitte, ich atme lieber mal schnell und tief durch. So, schon besser.

Na ja, ich hab’s zwar schon mal erwähnt, aber ich tu’s dem ernüchternden Anlaß bzw. Anblick zuliebe noch einmal, denn es ist doch immer wieder erstaunlich, wie subjektiv man die Dinge betrachten kann. So wie in diesem bedrückenden Fall eine ’Collection’.
Dabei würde eigentlich gar nicht viel fehlen (ein guter Wille reicht), wenn dort z.B. die ersten beiden Staffeln der mehrfach prämierten Serie „Mad Men“ formvollendet einsortiert wären. Dabei hab’ ich mir hier vor noch nicht allzu langer Zeit im Rahmen des von Lila (nicht von mir) erzählten Harry Potter-Kinobesuches so viel Mühe gegeben, diese fantastische Serie anzupreisen. Offenbar alles vergebliche Müh’, es ist so schade.
Aber die Hoffnung bleibt, auch wenn ich (gerne) aufdringlich bin.

Noch schnell ein letzter Versuch – die vom Zeitraum her (immerhin gibt’s vier Staffeln à 13 Folgen à 45 Minuten) unglaublich lange und dadurch erst mögliche intensive Charakterisierung von Menschen bzw. eines so interessanten Protagonisten ist für Fernseh- und Filmverhältnisse fast revolutionierend und bisher kaum dagewesen. So wie ein richtig gutes und geliebtes Buch!
🙂

9. mibu - Januar 30, 2011, 11:17

„Am großartigsten waren vielleicht die Schwestern der Frühgeborenenstation. Wer so eine Arbeit leistet, da kann man wirklich nur den Hut vor ziehen. Warum unsere Gesellschaft diese Arbeit nicht höher vergütet als so manchen anderen Job, das verstehe ich nicht.“

Vielleicht, weil das Thema Gesundheit ein sehr langer Hebel ist und es bestimmte Interessengruppen geschafft haben diesen Hebel in den letzten Jahren immer konsequenter für ihre Interessen einzusetzen. Wenn man zufälliger Weise gelegentlich mitbekommt, wohin das Geld fliesst, wundert man sich jedenfalls weniger über steigende Kassenbeiträge.

Was in unserer Gesellschaft in Forschung und Entwicklung investiert wir schlägt sich als Dividende so gut wie gar nicht in einer besseren Gesundheitsversorgung sondern in enormen Gewinnen nieder. Unsere Politiker machen sich dabei längst genauso zu Marionetten von Kartellen wie im Bereich Energie – und zwar freiwillig. Deswegen ist ja das Gequake von der freien Marktwirtschaft so lustig, es gibt sie ja gerade in diesen Bereichen nicht etwa zu Schutz der Patienten sondern zum Schutz der Branchen die sich daran eine goldene Nase verdienen gar nicht. Sie würde auch gar nicht funktionieren, weil in keinem anderen Bereich solche Beträge für Patentverfolgungen ausgegeben werden wie dort. Patente sind zeitliche Monopole. Darum haben Anwälte gar kein Interesse, an diesen Zuständen irgendetwas zu verändern. Wenn man nun noch berücksichtigt, dass Juristen in sämtlichen unserer Parlamente überrepäsentiert sind, wird klar, warum sich daran auch nix ändern kann. Ähnliches gilt für die Finanzwirtschaft, die daran kräftig mitverdient und ebenso bestens in diesem System vernetzt ist. Aus rechtsstaatlicher Sicht ist das alles in Ordnung – im wesentlichen, weil es keine Gesetze gibt, die dem Missbrauch einen Riegel vorschieben. Unser Wettbewerbs- und Kartellrecht ist ein Witz.

Dass es in Staaten wie Tunesien oder Ägypten knallt hat nicht nur damit zu tun, dass demokratische Entscheidungsprozesse und Staatskonzepte aufgrund der Dominanz des Islam nicht historisch wachsen konnten. Um Investoren aus westlichen Ländern anzulocken z.T. aber auch weil entsprechende Gesetze noch aus Kolonialzeiten bestehen, haben sich diese Länder an westliche Rechtsstandards gerade in diesen monopolistischen Bereichen angepasst – nur dass dort die sozialen Unterschiede noch viel schärfer sind als bei uns.

10. mibu - Januar 30, 2011, 13:10

„Aber ein ganzes Buch auf Deutsch lesen…“

Verstehen Deine Töchter gesprochenes Deutsch besser als geschriebenes ? Oder liegt es an der Schrift ?

11. hans - Januar 30, 2011, 14:31

3@ anne
Schade, dass die Bücher mit der heutigen Realität, zumindest in deutschen Krankenhäusern, praktisch nichts mehr gemein haben

und bringe ich als sani einen notfallpatienten zum ungünstigen zeitpunkt kann so eine krankenschwester schnell zur „schwester rabiata“ mutieren und mich überrollen.
ich werde dann schnell nervös und zappelig wie ein tintenfisch und versprühe ätzenende bemerkungen mit deren hilfe ich den rückzug anordne.

daher ist es beruhigend, das zu hause eine gute bibliothek und wie in meinem fall wie oben in 6 schon beschrieben eine kleine exlibrissammlung wartet,wen wundert es, (mit jüdischen künstlern) da kann ich mich einlullen.
sind um mich also blätter von orlik,steiner-prag.lilien,budko,fingesten ist es mein KIT, mein persönliches kriseninterventionsteam.

einige wenige blätter sind vom eigner marco
birnholz, einem wiener sammler.ende der 30er emigrierte er in die usa, seine riesige sammlung musste er zurücklassen, sie wurde raubgut,nach dem krieg hatte er schwer zu kämpfen, hat nur einen teil zurückbekommen.
aber das ist ein anderes immer noch aktuelles kapitel:

http://www.david.juden.at/buchbesprechungen/66-70/68-gruber.htm
einige blätter sind vom ungarischen künstler endre vadasz, er ist vermutlich 1945 im gehetto von budapest umgekommen.

silke schrieb hier mal das bestimmte literatur bei ihr negative schwingungen aulöse und lieber darauf verzichte würde.so geht es mir auch bei dem betrachten dieser arbeiten.ich betrachte ja auch gleichzeitig jüdische schicksale.

aber im gegensatz dazu möchte ich es speziell in diesem fall nicht missen!

12. hans - Januar 30, 2011, 14:52

lila,
habe etwas über bücher geschrieben komme aber nicht durch,
gilt für mich etwa die gelbe karte?

13. Anne - Januar 30, 2011, 15:09

Ja, da werden sie bestimmt lachen müssen!
Kennst Du eigentlich auch die Bücher von Berte Bratt? Die mochte ich auch so gerne wie die Barden-Bücher.

14. hans - Januar 30, 2011, 17:38

8 hans
versteh mich nicht falsch,
ich bin total verunsichert!

15. hans - Januar 30, 2011, 17:59

bücher bücher bücher…….

scheint ja alles i.o. zu sein aber falls meine ergüsse hier zu peinlich sein sollten bitte sagen.
(zumindest jack)

für silke hätte ich noch einen einfühlsamen essay von jan schütte über isaak bashevis singer in amerika.
die dort spielenden geschichten mag ich am liebsten an ihm!

http://www.janschuette.de/d/isin_ess.html

16. yael1 - Januar 30, 2011, 19:29

„Schade, dass die Bücher mit der heutigen Realität, zumindest in deutschen Krankenhäusern, praktisch nichts mehr gemein haben.“

Hatten Sie es jemals, Anne? Ich bin froh, dass ich mir das Krankenhaus nicht mehr antun muss.

17. Smilla - Januar 30, 2011, 19:47

„Ich freu mich schon auf die Szene mit der Seifenschüssel und dem durchweichten Pfannkuchen… da werden meine Mädchen Spaß haben“

Lila, die Szene, wo sich Susy den Unterrock auszieht, um herauszufinden,warum Fräulein Cameron immer Unterröcke vorblitzen sieht, werden sie auch mögen. 🙂

Ich finde auch, dass die Bücher von der Charakterzeichnung untypisch realistisch für die Entstehungszeit sind – ganz anders als Nesthäkchen und Trotzkopf und alle braven Mädels, die dann irgendwann ihren Prinzen heiraten und alles ist fortan Liebe und Grießschmarrn.

18. Jack - Januar 30, 2011, 20:52

hans,
Isaac B. Singer ist klasse, hatte ich alles voll durchgezogen, ‚damals‘ in herrlich-ruhigen Zeiten ohne viel Multimedia. Tja, nichts ist so beständig wie die Veränderung (wie gerade auch politisch aktuell in zu sehen ist).
Aber die folgende Verbindung ist mir dann doch noch schnell ein belangloses, aber nicht gänzlich völlig unwichtiges Anliegen. Denn nichts geht über ein ordentliches Halbwissen.
Isaac heißt nämlich auch die Person, die W. Allen in seinem Meisterwerk „Manhattan“ an der Seite von Diane Keaton spielt,

und Manhattan (samt NYC) spielt bekanntlich auch eine entscheidende Rolle im Leben des Isaac B. Singer.
’Hast das gewußt? Ist doch interessant, oder?
🙂

19. Sharon - Januar 31, 2011, 0:00

„Was in unserer Gesellschaft in Forschung und Entwicklung investiert wir schlägt sich als Dividende so gut wie gar nicht in einer besseren Gesundheitsversorgung sondern in enormen Gewinnen nieder.“

Da bin ich absolut nicht deiner Meinung.

Schau einmal nach, wie die Überlebensrate bei Kreibs – und sei es auch nur für 5 oder 10 Jahre – in den 70er Jahren war und wie sie heute ist.

In den 70er Jahren war Krebs ein Todesurteil. Heute wird es langsam eine heilbare Krankheit – dank der Forschung, die so viel Gewinn macht.

Mein Cousin hatte Krebs und ist erst 10 Jahre später daran gestorben: Zeit genug, um seine Kinder noch fast bis zum Erwachsenen-Alter zu bringen. Ich finde, das macht einen Riesen-Unterschied.

20. Silke - Januar 31, 2011, 1:50

hans – 15

danke für den Link, ich fühle mich kolossal verwöhnt – danke!!!!!!! – irgendwann wird mir was einfallen, womit ich dich auch beglücken kann, aber ich bin so verflixt anglofixiert und da weiß ich halt nie, ob die übersetzungen was taugen.

ich bin mal an nem Ostersonntag oder -montag vom Pferd gefallen und habe mir den Arm gebrochen, hing richtig rechtwinklig weg. (bin auch nie wieder auf so’n Gaul gestiegen). Jedenfalls war im Städtischen Krankenhaus Hochbetrieb, ein Blindarm nach dem anderen. Ich lag da im Flur auf meiner Pritsche und harrte der Dinge und ab und zu fragte mich ein vorbeieilender Weißkittel, wann ich zuletzt gegessen hätte. Immer dasselbe und nie eine Erklärung oder ein tröstendes Wort. DAS waren noch Zeiten (1966) – ich hoffe, so gruselig ist es heute nicht mehr.

21. yael1 - Januar 31, 2011, 1:51

Aus welchen Jahren stammen denn diese Bücher? Ich höre zum ersten Mal davon, daher entschuldigt meine Unwissenheit.

22. Roithamer - Januar 31, 2011, 11:53

Bickering. Bei uns sagt man Gekabbele.

23. Lila - Januar 31, 2011, 12:14

Ich habe eine deutsche Neuauflage, die aus den 70ern stammt.

Aus dem Wikipedia-Eintrag über Helen Dore Boylston:

1936 veröffentlichte Boylston das erste ihrer sieben Sue-Barton-Bücher: Sue Barton: Student Nurse (deutsch: Susanne Barden, Hinaus ins Leben). Die Bücher verfolgten den Lebensweg einer rothaarigen Krankenschwester in ihrer Ausbildung, Heirat, Mutterschaft, während sie zugleich versuchte, ihre Unabhängigkeit zu wahren. Die Bücher waren überaus erfolgreich, verkauften sich in Millionen-Auflagen auf Englisch und in Übersetzungen und sind auch heute noch lieferbar.
Als die Figur Sue Barton in Sue Barton: Superintendent Nurse (deutsch: Susanne Barden, Weite Wege) mit Bill Barry verheiratet war und ihr erstes Kind erwartete, erschuf Boylston eine neue Buchreihe um eine neue Figur, diesmal die Schauspielerin Carol Page. Später kehrte sie zu Sue Barton zurück und veröffentlichte 1949 und 1952 die letzten beiden Bände Sue Barton: Neighborhood Nurse und Sue Barton: Staff Nurse (deutsch: Susanne Barden, Reifen und Wirken).

http://de.wikipedia.org/wiki/Helen_Dore_Boylston

24. mibu - Januar 31, 2011, 15:13

„… dank der Forschung, die so viel Gewinn macht.“

Forschung macht keinen Gewinn ausser jenem der Erkenntnis und in erfolgreichen Fällen in deren Anwendung. Kaufmännisch steht sie zunächst auf der Kostenseite.

Das deutsche Krebsforschungszentrum wird zu 90% vom Bund und zu 10% vom Land Baden-Württemberg finanziert. Es existiert, weil kein Unternehmen bereit wäre, solche Kosten für diese Art der Forschung zu riskieren.

Zumal einzelne Krankheiten und prinzipielle Heilungschancen noch kein repräsentatives Bild von der Qualität eines Gesundheitsversorgungssystems geben.

25. Yael - Januar 31, 2011, 16:27

Danke. Ich habe damals nur einen Backfischroman gelesen und das was die Reihe „Goldköpfchen“ (Westimport, ansonsten gab es das bei und ja nicht).

26. Silke - Januar 31, 2011, 16:52

Roithamer – 22
ich kenne Gezacker

Lila – 23
auch noch nie von Sue Barton gehört, daher eine Frage: gibt es längere Passagen zu Blitz und Krieg in den Büchern i.e Zeitdokumente dazu?

27. Smilla - Januar 31, 2011, 17:37

Helen Dore Boylston war selbst 1915 mit ihrer Krankenschwesternausbildung fertig und hat im 1. WK Soldaten gepflegt. Nach dem Krieg blieb sie in Europa, arbeitete teils fürs Rote Kreuz und führte ein recht abenteuerliches Leben. In den 30ern ließ sie sich wieder in den USA nieder, wo sie in den 30iern und bis in die frühen 50er die „Sue Barton“-Bücher schrieb. Sie war übrigens eng mit Rose Wilder Lane, der Tochter von Laura Ingalls Wilder (die „Little House“-Autorin) befreundet – beide recht unkonventionelle Frauen.

28. hans - Februar 1, 2011, 0:12

18@ jack
mich faszinieren die bizarren und oft absurden liebes und beziehungsgeflechte in singers geschichten-

8@jack

ja ja ja jack ,es geht nichts über die feine optische ästhetik einer formvollendet einsortierten langen plastikreihe von dvd`s.

die mad men’s sollen es dann richten.

ein verrat am kulturgut buch, das doch würdig bei lila präsentiert wird.

in japan werden die sumo ringer bei den frauen als ästhetisch anziehend befunden,

es sei dir also verziehen!

29. Jack - Februar 1, 2011, 2:21

„montag vom Pferd gefallen und habe mir den Arm gebrochen, hing richtig rechtwinklig weg. (bin auch nie wieder auf so’n Gaul gestiegen).“

Das kenn’ ich, Silke. Mir hingen auch schon beide Unterarme rechtwinklig Richtung Boden, beide Ellenbogen waren auch schon durch – halt das volle Ego-Programm eines passionierten Motorradrennfahrers. Wichtig hierbei: Sobald man glaubt auch nur einigermaßen gesund zu sein, gleich wieder draufsteigen! Sonst wär’ ja alles für die Katz gewesen. Also Silke, gute Besserung und laß den Gaul nicht allzu lange warten.
hans, was meinst Du dazu? Stimmt doch (zumindest unter Männern oder Möchtegern-), oder?

Apropos Bücher (ohne Ende),
das hier könnt’ glatt von mir sein.
http://www.rowohlt.de/buch/Markus_Flohr_Wo_samstags_immer_Sonntag_ist.2911708.html
🙂

30. Silke - Februar 1, 2011, 16:49

Jack

zu spät – meine Pferde-Erfahrung liegt 40 Jahre zurück und das Ganze war sowieso irgendwie Mitläufer…ooops-reitertum von mir – ich hätte nie nie in die Kreise gepaßt.

Ich bin ein Stubenhocker-Bücherwurm mit gelegentlichen Anfällen von Lust aufs Streunen.

Außerdem, um gut zu reiten, muß man dominieren können und das ist mir zuwider, selbst Pflegehunde vergessen bei mir in kürzester Zeit ihre guten Manieren, weil ich mich nun mal unbehaglich fühle, wenn ich mit nem anderen nicht via „ist es Dir recht so?“ oder möchtest Du lieber um die andere Ecke kommunizieren kann – und das ist pures Gift fürs Hundeglück.

31. hans - Februar 1, 2011, 17:25

29@ jack
ich lass mich von dir nicht aus der reserve locken,

was richtige kerle sind entscheiden letztendlich die frauen!! (siehe sumo ringer 28@ hans )
so bekommt jeder mann eine chance.

es liegt wohl immer noch am geklauten apfel.


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