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Yossi Beilin zum Thema „Brisante Geheimdokumente“ Januar 24, 2011, 7:51

Posted by Lila in Presseschau.
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… wie der SPon, sensationsgierig wie immer, sie zu nennen beliebt. Auch unsere Medien nennen sie „secret documents“, weil die Dokumente selbst nicht bekannt waren und man natürlich rätselt, ob es tatsächlich Dachlan war, der sie weitergeleitet hat. Aber die Tatsachen, die in den Dokumenten erscheinen, sind weder geheim noch brisant.  Alles bekannt, alles alte Kamellen, alles längst in den Medien besprochen. So alte Kamellen, daß Yossi Beilin sich wundert, warum die Palästinenser nun so verlegen sind, als hätte man sie beim Ladendiebstahl erwischt, und von einer Lügenkampagne sprechen. Als wäre es eine Schande, zu Zugeständnissen bereit zu sein.

 

Beilin, einer der Väter der Genfer Initiative, sagt vollkommen zu Recht, daß bereits damals alle diese Punkte abgesprochen waren: jüdische Stadtteile Jerusalems zu Israels, arabische zu Palästina. (Ja, wenn Avri Gilad moderiert, guck ich Frühstücksfernsehen, auch um sicherzugehen, daß es über Nacht nicht irgendwo Ärger gegeben hat, wo die Söhne Dienst tun…). Beilin weist darauf hin, daß es Karten gibt, genaue Pläne, die auch die Palästinenser unterschrieben haben – palästinensische Politiker, die nach wie vor viel Einfluß haben.

 

Er erwähnt nicht seine Friedens-Rivalen vom Mifkad Leumi, die ebenfalls zu weitreichenden Übereinstimmungen gelangten. Na ja, der Mifkad war auch wesentlich weniger erfolgreich, nicht mal die Website existiert noch. Und Ami Ayalon ist wohl wieder segeln gegangen oder tauchen, in der Politik jedenfalls hat er keine großen Wellen gemacht.

 

Aber gegen Anfang des Jahrzehnts zeichneten sich durchaus Lösungen ab. Und die sind alle bekannt. Woran es letztendlich hapert? Beilin sagt, die Differenzen waren nicht sehr groß – es ging zB um Ariel, das Abu Mazen geräumt sehen wollte (und israelische Verhandlungspartner wie Amnon Lipkin Shachak, ehemaliger Generalstabschef, aus sicherheitspolitischen Gründen ebenfalls), wozu Olmert nicht bereit war. Auch von der palästinensischen Seite waren Punkte, bei denen sie nicht nachgeben wollte. Beilin klang frustriert, als er sagte, mit etwas mehr Biß und Entschlossenheit von beiden Seiten hätte man zu einem Übereinkommen gelangen können.  Der Guardian hat schon 2008 Olmerts Angebot an die Palästinenser abgedruckt.  Ich bleibe dabei – das war nicht schlecht.

 

Sowohl Israelis als auch Palästinenser erklären die bekanntgewordenen Dokumente für ungenau – die Israelis sagen, viele Details stimmen nicht, die Palästinenser sagen, sie sind erstunken und erlogen. Aber es geht ja eigentlich nicht um die Dokumente, nicht wahr (obwohl eine genaue Analyse interessant wird). Es geht ja eigentlich darum, die Verhandlungen wieder in Gang zu bringen.

 

Die Taktik der Palästinenser, ohne Verhandlungen einen Frieden zu erzwingen, unter aktiver Mitwirkung südamerikanischer Staaten und bald auch Europa (Schweden und Norwegen wären selbstverständlich bereit, einen ohne Verhandlungen ausgerufenen Staat Palästina anzuerkennen), ist originell. Die Grenzen von 1967 waren damals verletzlich und sind es immer noch. Daß Israel, seit 1948 unter praktisch pausenlosem Beschuß und nach einem militärischen Sieg 1967, nun dazu gezwungen werden soll, diese Grenzen ohne Verhandlungen zu akzeptieren, ist vermutlich historisch ohne Vorbild. Normalerweise gibt ein militärischer Sieg der siegeden Seite einen gewissen Vorsprung bei Verhandlungen. Und daß unser Wunsch nach Sicherheit gerechtfertigt ist, bedarf wohl keiner Erklärung – wir werden verbal und tätlich ständig angegriffen. Daß den Chilenen und Venezolanern das nicht gewärtig oder nicht wichtig ist, kann ich mir gut vorstellen.

 

Viele israelische Beobachter allerdings meinen, die Ausrufung dieses Staats im September können wir mit Seelenruhe erwarten. Dann nämlich stehen nicht mehr Staat gegen Nicht-Staat, sondern zwei Staaten gegeneinander. Haben die Palästinenser die Infrastruktur für einen Staat? Hoffen wir es mal. Aber was genau aus dem ganzen Schlamassel werden soll, weiß ich auch nicht.

 

Lozowick hat sich noch vor Bekanntwerden der Dokumente und der erneuten Diskussion um Zugeständnisse aller Arten Gedanken darüber gemacht und ein paar Leute befragt.

 

I have however been tapping various brains recently, asking well connected and well-informed people what they think is likely to happen over the next year or two, before or after we have our next elections.All of the people I’m referring to are better informed than most of us regular mortals. The responses fall into two rough categories. The first says we’re back at a Yitzchak Shamir moment in time, where Israel’s government is trying mostly to kick the can down the road, make no dramatic decisions, not get maneuvered into any corners, and wait for the world to change in some unforeseeable way. Before you sneer about how shortsighted that position is, keep in mind that Shamir launched this policy in the late 1980s, and close to a quarter century later, an entire generation, the reality is still recognizably similar to the one he saw.

The second school of interpretation says we’re approaching an Arik Sharon moment, when in 2004, having defeated the Second Intifada, Sharon launched the unilateral disengagement from Gaza and a corner of the West Bank, and probably would have continued it on more of the West Bank had he stayed with with us. The top story in Haaretz this morning supports this second view, when it tells about a Lieberman plan to hand over something like 50% of the West Bank to the PA, and to recognize the area as an independent Palestinian state with territorial disagreements with Israel about their mutual final borders.

Although I won’t make predictions, I admit the second plan is preferable in my mind. I would even take it further, and dismantle some of the far-flung settlements, and enable an independent Palestine with well more that 50% of the WB. The more they get up front, the less they’ll be able to whine about how they can’t do anything because they’re so cruelly occupied by the Israelis, and the more Israel will be able to demand that the rest be handed over, or not, as the result of real negotiations aimed to reach End of Conflict status – which can’t be achieved anytime soon.

 

Wir werden es abwarten müssen.

Kommentare»

1. boxi - Januar 24, 2011, 9:25

hm, die interesse kommt wohl einfach daher, dass es „offizielle dokumente“ sind, die vielleicht nur wenig neues bringen,aber manches geschehene vielleicht gut „auf den punkt“, bzw. es halt eine schriftliche quelle wäre, die manches gesagte vielleicht unterstreicht oder abschwächt.

nachdem was alles schon versucht wurde, ist die idee der palästinenster doch gar nicht soo schlecht. wie sie ja auch selbst sagen, es wären dann 2 staaten…
nur wäre die jetzige blockade so nicht mehr möglich, was jenachdem wie stark der der neue staat wäre, auch zu neuen problemen für israel führen kann.

die palästinenser wurden 1967 doch aber nicht besiegt, sondern ägypten, jordanien & syrien. zumindest diesen grund kann ich für verhandlungen nicht verstehen.

2. mibu - Januar 24, 2011, 9:37

„Daß Israel, seit 1948 unter praktisch pausenlosem Beschuß und nach einem militärischen Sieg 1967, nun dazu gezwungen werden soll, diese Grenzen ohne Verhandlungen zu akzeptieren, ist vermutlich historisch ohne Vorbild.“

Lila, ich bin dennoch der Meinung, dass dieses Argument kein starkes ist: zum einen, weil diese Grenzen gegenüber dem ursprünglichen UN-Teilungsplan bereits israelische Eroberungen einschliessen, und zum zweiten, weil Israel seine eigene Sicherheitsdoktrin durch Behauptung seiner Präzedenz einer militärischen Eroberung untergräbt. Zudem ist einiges ohne historisches Vorbild. Ich denke, dass beide Seiten gewisse von der Vergangenheit geprägte Sichtweisen besser in Zaum halten, wenn sie eine tragfähige Lösung erreichen wollen.

„Normalerweise gibt ein militärischer Sieg der siegenden Seite einen gewissen Vorsprung bei Verhandlungen.“
s.o. … würde man dies auf UN-Ebene so sehen, wäre es ein Anreiz für militärische Aggression.

3. fernand - Januar 24, 2011, 12:09

Was ich an der lautstarken, internationalen Publikation dieser Tatsachen interessant finde, ist dass es die Argumente des israelischen Rechten „אין עם מי לדבר dementiert.

Es scheint auch zu bestätigen, dass der Rückgang der Attentate in Israel tatsächlich auch den Bemühungen der Autonomiebehörede zu verdanken sind.

Pikant finde ich auch, dass seinerzeit bei den Verhandlungen mit Barak die Palästinenser die „grösstmögichen Zugeständnisse“ der Israelis abgelehnt haben. Heute lehnt eine rechte Regierung in Israel die „grössmöglichen Zugeständnisse der Palästinenser“ ab. Wie gesagt: man verpasst nie eine Gelegenheit, eine Gelegenheit zu verpassen.

Interessant finde ich auch, dass sich die palästinensichen Unterhändler ihrem eigenen Volk gegenüber desavouiert fühlen, während doch sonst Israel sich immer beschwerte, dass die Palästinenser „mit gespaltener Zunge sprechen“.

Anscheinend kann sich diese gespaltene Propaganda auch zugunsten Israels auswirken…

Ich hoffe nur, dass sich die Palästinenser nun nicht grossräumig empören und mit Attentaten jeden Friedensprozess verunmöglichen. Damit wäre niemandem gedient.

4. Silke - Januar 24, 2011, 13:41

Qaradawi hat vor kurzem verkündet, daß das Streben der Palästinenser nach einem eigenen Staat nicht umma-konform und daher pfui sei.

ein türkischer Außenminister hat ein hochgelobtes Mumbo-Jumbo-Buch mit großen Plänen zur kommenden ottomanischen Hegemonie geschrieben (NYTMagazine)

Für Hariri und/oder Sunnis sieht es nicht gut aus.

So vieles im Fluß und so viel in der Schwebe

aber nachrichtenmäßig eher Flaute, da ist jedeR dankbar, wenn sich was findet, worüber er/sie sich ausgiebigst ausmähren kann

Ich meine nicht Dich Lila oder Lozowick. Ich meine auch nicht CiFWatch, wo sie sich unermüdlich an den Schuldzuweisungen des Guardian für Israel abarbeiten. Es liest sich, wie ein seit 2 Tagen aktiv bearbeiteter Kaugummi, nicht die Leutchen von CiFWatch, die sind heroisch in ihrer Unermüdlichkeit.

5. willow - Januar 24, 2011, 16:03

@fernand

Sie übersehen -wie ich finde- die Probleme, die eine beliebige palästinensische Regierung mit der Umsetzung von eigentlich überaus vernünftigen Kompromissen hätte… was ein noch so gut gemeintes Abkommen ohne eine Unterstützung durch eine Mehrheit der Bevölkerung wert sind, das hat ja die „Oslo-Intifada“ eindrucksvoll gezeigt…

6. Paul - Januar 24, 2011, 17:09

Zu 3. ferdinand:
„Es scheint auch zu bestätigen, dass der Rückgang der Attentate in Israel tatsächlich auch den Bemühungen der Autonomiebehörede zu verdanken sind.“

Kann es nicht sein das die Attentate durch die verstärkten und erfolgreicheren Abwehrstrategien der Israelis zurückgegangen sind?

Auch die Verhinderungswirkung des Zauns darf nicht unterschätzt werden.

Zu den Friedensbemühungen:
Die Forderung, dass alle Palästinenserflüchtlinge nach Israel zurückkehren müssen, wurde bisher nicht fallen gelassen.
Solange diese Forderung bestehen bleibt, sind alle anderen „Zugeständnisse“ und „Friedensbemühungen“ nur Makulatur und Spegelfechterei.
Hatten wir das nicht vor einigen Tagen hier ausführlich erörtert?

7. Hendrik - Januar 24, 2011, 17:41

Ich möchte jetzt nicht aus der Ferne spekulieren, vor allem weil ich das Gefühl habe, dass wir wie üblich auch in diesem Fall mehr NICHT wissen, als wir etwas wissen. Erekat und Abbas mögen aus Sorge um ein Erstarken der Hamas alles Mögliche angeboten haben. Aber ich halte die Chance, dass die palästinensische Führung zu jener Zeit diese Zugeständnisse der eigenen Bevölkerung und in der restlichen Arabischen Welt hätte verkaufen können, für verschwindend gering. Wollte Israel Abbas nicht ins offene Messer laufen lassen? Wollte Abbas Israel vorführen? Da passt meiner Einschätzung nach einiges nicht zusammen. Insofern bin ich über die Veröffentlichung der Dokumente nicht unglücklich. Die Westbank ist heute deutlich weiter, die palästinensische Führung und die staatliche Struktur etwas sicherer, die Möglichkeiten für einen freien Diskussionsprozess, was man für einen Staat bereit wäre aufzugeben, etwas besser. Und davon kann auch Israel nur profitieren.

8. Malte S. Sembten - Januar 24, 2011, 17:59

Haben die Palästinenser die Infrastruktur für einen Staat? Hoffen wir es mal.

Sie haben NICHTS, was sie zum „Statebuilding“ befähigen würde. Nicht die Infrastruktur, nicht die Mentalität, nicht das Personal. Und vor allem nicht das Volk. Allein schon der palästinensische Überschuss an unausgebildeten, testosteronbetankten, im Hass und zur Gewalt erzogenen jungen Männern würde jeden palästinensischen Versuch, einen politisch und wirtschaftlich funktionierenden Staat aufzubauen, zum Scheitern bringen. Doch wem würde letztlich die Schuld an diesem Scheitern angelastet? Dreimal dürft ihr raten …: dem prosperierenden Nachbarstaat, dessen Erfolg das eigene Scheitern der Palästinenser desto schmerzlicher sichtbar machen würde. Es ist denkbar, dass ein eigener palästinensischer Chaos-Staat direkt neben Israel zu mehr Hass bei den selbstverschuldeten Verlierern führen würde als es jetzt die angebliche „Besatzungszone“ tut.

Ich weiß, das ist furchtbar pessimistisch, aber die Zeit arbeitet gegen beide – gegen Israel und gegen die Palästinenser. Aber sie arbeitet für die Hamas, die nur Chaos, Krieg, Hass und Blutvergießen will (denn das entspricht ihrer Ideologie und es garantiert ihren Anführern Macht und Wohlstand).

9. yael1 - Januar 24, 2011, 18:09

Angeblich sind die Verhandlungen an den zwei größten „Siedlungen“ in Jerusalem gescheitert, auf die die Paläst. nicht verzichten wollten.

Alles bekannt, alles alte Kamellen, alles längst in den Medien besprochen.

@Lila

in Israel? Hier habe ich davon in dieser Klarheit noch nie etwas vernommen.

10. Claas - Januar 24, 2011, 19:43

In einem weiteren SPon-Artikel (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,741279,00.html) heißt es, dass die palästinensische Führung „ernsthaft an einer Lösung interessiert“ war.
„Dennoch kann sie bei den Nahost-Friedensgesprächen keine Erfolge verbuchen, denn ihnen stehen Politiker gegenüber, die kein Interesse an einem Kompromiss haben.“
Laut SPon will Israel also keine Frieden!
Ohne Worte.

11. Silke - Januar 24, 2011, 23:08

nur mal so zum Spaß/Vergleich habe ich geguckt, was Amnesty und Human Rights Watch zu den 3 Toten in Albanien sagen. AI hat am 21.1. Untersuchung gefordert, HRW sagt nix. Dann fand ich die Nachricht, daß das Albanische Parliament ne Untersuchung beschlossen hat und zwar bei World News – wn.com – es gibt auch ein tolles Bild dazu und was zeigt das? Israeli Arabs vom Oct. 2010 – die Caption erscheint bei mir nur auf der Arikelseite, wenn ich die Maus draufhalte, aber da sieht sie jedeR, der das Bild gern größer möchte.

12. heplev - Januar 24, 2011, 23:23

Ich weiß nicht – mir scheint, auch durch die Rezeption im Westen, dass die Propagandisten aus Qatar hier einen Coup landen wollten. Ob nun Israel als völlig friedensunwillig darzustellen das Hauptziel war und die PA zu desavouieren ein schönes Nebenprodukt oder umgekehrt, ist dabei zeimlich wurscht. Hauptsache, es können Ziele verfolgt werden, die für Israel ungünstig sind.
Ich sehe da absolut keinen Versuch die „Friedensverhandlungen“ wieder in Gang zu bekommen. Ganz im Gegenteil.

13. Lila - Januar 25, 2011, 7:43

Selbstverständlich hat Al Jazeera seine ganz spezielle Agenda, nämlich den Sturz von Abu Mazen und der Fatach, und ihre Ersetzung durch die bärtigen Herren der Hamas. Israel brauchen sie nicht anzuschwärzen, Israel ist sowieso schon rabenschwarz in den Augen ihres Zielpublikums.

Was die Verhandlungen angeht: die meisten Ideen, die unter Olmert mit Abu Mazen neudeutsch „angedacht“ wurden, sind bekannt. Palästinensische Dörfer, die durch die Grenze geteilt werden, müssen einer oder der anderen Seite zugeschlagen werden. Nicht jeder Versuchsballon, der in Verhandlungen mal geäußert wird, ist auch wirklich durchführbar oder realistisch.

Die Veröffentlichung ist nicht dazu gedacht, den Friedensprozeß wieder in Gang zu bringen (obwohl, wenn sie den Mut dazu hätten, beide Seiten sie durchaus dazu verwenden könnten, nach dem Motto, ist der Ruf erst ruiniert…), sondern ihn ein für alle Mal zu beenden.

Azmi Bsharas Schwager ist wohl eins der Lecks gewesen, außerdem Dachlan, der mit der PA nicht nur ein Hühnchen, sondern eine ganze Hühnerfarm zu rupfen hat…

Außerdem würde die jetzige Regierung nie so weit gehen wie Livni zumindest gesprächsweise. Der Moment ist verpaßt, für beide Seiten. Vielleicht kommen mal andere.

Zum Thema „Übernahme der PA durch die Hamas“ gab heute früh im 7-Uhr-Segment des Frühstücksprogramms, dem einzig lohnenden im Channel 2, der kluge Guy Bechor zu bedenken, daß die Hamas entweder jetzt den Putsch versuchen kann, oder nach Errichtung eines palästinensischen Staats. Es ist für die Hamas natürlich viel einfacher, zu warten, bis die Fatach den Palästinenserstaat auf die Beine stellt, und dann sofort zu putschen. Auch international wesentlich unkomplizierter.

Als Ron Pundak protestierte und meinte, in der Westbank hat die Fatach aber einen schweren Stiefel auf den Rücken des islamistischen Bewegungen gesetzt, und Ramallah fühlt sich an wie Tel Aviv, meinte Bechor nur trocken: was mit solchen Regimes passiert, die große Anteile der Bevölkerung unterdrücken, konnten wir gerade in Tunesien betrachten. Niemand kann uns garantierten, daß wir nicht mit einem Fatach-Staat ins Bett klettern und mit mit einem Hamas-Staat aufwachen (sorry, die Metapher ist natürlich nicht von Bechor, sondern von mir).

Die Frage cui bono läßt sich also im Falle Al Jazeera ganz einfach beantworten.

ETA: Und daß eine einstmals ernstzunehmende Zeitung wie die ZEIT den Standpunkt von Al Jazeera unkritisch übernimmt, bestätigt mich wieder mal in meiner Zufriedenheit, mein Abo schon vor Jahr und Tag gekündigt zu haben.

14. yael1 - Januar 25, 2011, 8:11

Dass mit Jerusalem ist allerdings neu.

15. Naomi - Januar 25, 2011, 8:11

Ich kapiere irgendwie nicht, weshalb die Al-Jazeera-Papiere als „sensationelle Geheimnisse“ angeboten werden.

Olmert hatte bereits 2009 ausführlich in den Medien erzählt, wie die Verhandlungen abgelaufen waren und woran sein Friedensplan scheiterte (auch die SZ berichtete letztes Jahr über „geheime Details“ der Verhandlungen).
http://www.sueddeutsche.de/politik/nahost-olmert-habe-palaestinensern-ost-jerusalem-angeboten-1.1002449

2008 war zwischen Abbas und Olmert eine Einigung in fast allen Fragen erreicht worden.

[B]Olmerts Angebot 2008[/B]:
a) Fairer Landtausch für die großen Siedlungsblöcke, die bei Israel bleiben – Passage zwischen Westbank und Gazastreifen.
b) Teilung Jerusalems – Altstadt & Tempelberg unter internationaler Verwaltung von USA, Israel, PA, Saudi-Arabien, Jordanien.
c) Aufnahme von insgesamt 5.000 palästinensischen Flüchtlingen aus humanitären Gründen, verteilt über 5 Jahre.

Olmert sagte in einem Interview 2009 zur Flüchtlingsfrage: „Ich behaupte nicht, dass Abbas das akzeptiert hat. Aber mehrere Vertreter der internationalen Gemeinschaft sagten ihm wiederholt, er solle nicht mehr erwarten, und in der Flüchtlingsfrage würden sie auf der Seite Israels stehen.“
http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-48/artikel-2009-48-das-ende-israels-als-juedischer-staat.html

Und selbst WENN (laut Al-Jazeera) Abbas zwischendurch sogar mal die Jerusalemer Altstadt & den Tempelberg abgeben wollte, hat Olmert in seinem Angebot darauf eben NICHT bestanden, sondern vorgeschlagen, Altstadt & Tempelberg unter internationale Verwaltung zu stellen.

Abbas hatte 2008 (laut Al-Jazeera und Olmert) auf die Räumung der großen Siedlungsblöcke verzichtet. Dafür hätte er einen fairen Landtausch erhalten. Und Jerusalems Altstadt & Tempelberg sollten unter internationale Verwaltung kommen.

Weshalb lehnte Abbas dann trotzdem Olmerts Friedensangebot plötzlich als unzureichend ab?
Und weshalb verweigert Abbas nun schon seit zwei Jahren jede Verhandlung mit Israel?

Hat hier jemand eine Antwort darauf?

16. Lila - Januar 25, 2011, 8:31

Das ist schon fast amüsant, wie die deutschen Medien nun so tun, als wären das wer weiß wie große Geheimnisse 😛

Mindestens zweimal kamen hier im Blog bei mir Kommentare, wenn ich Olmerts Angebot erwähnte, die empört meinten: diese Angebote hat es nie gegeben, denn bei uns in der Zeitung stand nichts davon! In den internationalen oder zumindest deutschen Medien wurde das einfach totgeschwiegen. Darum kann man es jetzt als Sensation verkaufen.

Ich habe es hundertmal wiederholt: Olmert ist gewählt worden,um Frieden zu machen und Siedlungen (zumindest einen Teil davon) in Übereinstimmung mit einem Friedensvertrag zu räumen. Darum hat er auch Peretz zu seinen Verteidigungsminister gemacht, der von Militär nichts versteht, aber von sozialen Fragen (hoffen wirs zumindest 🙂 ).

Und was haben wir bekommen? Raketen, Entführung und Mord aus dem Norden, Raketen, Entführung und Mord aus dem Süden. Angriffe auf souveränes israelisches Gebiet.

Und was haben wir daraus gelernt? Daß wir in diesem Leben keinen Frieden haben werden. Weil außer uns ihn keiner will.

Ist es nicht bemerkenswert, daß Erekat gesagt hat: die Israelis wollen den palästinensischen Staat mehr, als die Palästinenser ihn wollen. Er hat Recht. Wir wollen die Zweistaatenlösung, die Palästinenser wollen eine Einstaatlösung.

Es mag sein, daß ein Teil der Dokomente „bearbeitet“ wurde, schließlich sind sie per USB-Stick von Computer der PA gezapft worden, wenn ich recht verstanden habe.

Warum Abu Mazen kalte Füße gekriegt hat? Vielleicht hat er ernstzunehmende Todesdrohungen erhalten? Vielleicht haben Hamas und Konsorten ihm klargemacht, was es für Konsequenzen hat, wenn er auch nur über bestimmte Fragen verhandelt, geschweige denn, sie praktisch angehen will.

Die religiösen Fundamentalisten hängen diese ganzen Fragen unheimlich hoch auf, als religiösen Verstoß. Sie können über Abu Mazen und alle seine Mitarbeiter das islamische Äquivalent des din rodef verhängen. Eine Art Fatwa für Verräter.

Deswegen bibbert ihnen jetzt, wie man hier sagt, der Pupik… verständlicherweise. (Pupik ist der Bauchnabel)

17. yael1 - Januar 25, 2011, 8:52

Die Schlagzeilen (es ist nur ein Beispiel) zeigt mal wieder wie in Dtl. keiner etwas gewusst haben will und wie Israel natürlich schuld hat.

„Wie Israel den Frieden verspielt hat“

http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/nahost-akten-palaestinenser-israel

Man kann eigentlich keinem raten, hier in den Journalismus zu gehen.

18. Lila - Januar 25, 2011, 8:57

Hab ich doch unter 13 schon verlinkt.

Erst totschweigen, dann zur Sensation hochpushen.

Einfach nur ekelhaft. Ich habe gerade die SuFu in meinem Blog betätigt und Dutzende von Erwähnungen der Verhandlungen 2008 gefunden. Warum das jetzt auf einmal neu sein soll – keine Ahnung.

Wer die Verhandlungen damals abgebrochen hat, war Abu Mazen. Olmert ist über seine Skandale gestolpert und gestürzt.

Ich erinnere daran, daß nach den Wahlen Livni immer noch mehr Stimmen hatte als Bibi. Sie hat die Koalitionsverhandlungen mit Shas platzen lassen, weil die von ihr Zugeständnisse haben wollte, die sie nicht geben konnte. Daraufhin hat Bibi seine Koaltion gebastelt.

Das sollte man der Fairness halber schon erwähnen.

19. yael1 - Januar 25, 2011, 9:02

Hast du ja, ich wollte nochmal die Schlagzeile hervorheben.

20. yael1 - Januar 25, 2011, 9:07

Ich erinnere daran, daß nach den Wahlen Livni immer noch mehr Stimmen hatte als Bibi. Sie hat die Koalitionsverhandlungen mit Shas platzen lassen, weil die von ihr Zugeständnisse haben wollte, die sie nicht geben konnte. Daraufhin hat Bibi seine Koaltion gebastelt.

Gut dass du das nochmal erwähnst. Man vergisst so vieles.
Es sei mir verziehen. 🙂

21. mibu - Januar 25, 2011, 9:16

„Es ist für die Hamas natürlich viel einfacher, zu warten, bis die Fatach den Palästinenserstaat auf die Beine stellt, und dann sofort zu putschen.“

Lila, gegenüber Al Jazeera und der Weltöffentlichkeit kann Hamas vielleicht verkaufen, dass die Missstände in Gaza auf Israel zurückzuführen sind. Aber ich habe irgendwie den Eindruck, dass sich Hamas keineswegs so sicher fühlen kann, wie sie sich nach aussen geben. Auch die Entwicklung im Libanon zeigt nicht gerade, dass die Palästinenser mehr Selbstbestimmung gewinnen, wenn sie sich radikalen Bewegungen anschliessen.

22. mibu - Januar 25, 2011, 9:23

zu Nr.15:
Naomi, hier gehen israelische und palästinensische Darstellungen auseinander.

Als Abbas vor einiger Zeit eine Gruppe israelischer Politiker empfing wurde bekannt, dass von israelischer Seite die Verhandlungen mit Beginn der Operation Cast Lead abgebrochen wurden, obwohl die PA an deren Fortführung interessiert war und dies angeblich mehrfach versuchte.

Was stimmt ?

23. mibu - Januar 25, 2011, 9:34

„Mindestens zweimal kamen hier im Blog bei mir Kommentare, wenn ich Olmerts Angebot erwähnte, die empört meinten: diese Angebote hat es nie gegeben, denn bei uns in der Zeitung stand nichts davon!“

Sorry, aber das ist grosser Unfug. Es wurde berichtet. Zwar wieder einmal nicht auf Seite 1 aber sowohl in der Tagesschau als auch in den Zeitungen war es, ich meine sogar über mehrere Tage Thema. Auch deshalb, weil Olmert seinen Vorschlag geheim hielt, was er anfangs auch tat. Auch deshalb, weil nicht klar war, inwieweit sich Olmert an den Vorschlägen des Nahostquartetts orientierte, etc. … Wer interessiert war, konnte sich sehr wohl informieren. Aber manche werden grundsätzlich erst wach, wenn so ein Hokuspokus wie das mit der Mavi Marmara passiert. Für einige hat das Thema naher Osten mehr mit ihrem Bedüfnis nach öffentlich wahrnehmbarer Empörung als mit Frieden oder sonst irgendetwas zu tun.

24. fernand - Januar 25, 2011, 9:53

Tatsache ist dass die Palästinensische Autonomie (in der Westbank, ich rede nicht von Hamas) in letzter Zeit offenbar stillschweigend auf Frieden gesetzt haben, und es scheint ihnen gut zu bekommen: die Wirtschaft wächst, es geht ihnen besser…

Warum soll man ihr Licht unter den Scheffel stellen, wenn sie sich endlich einmal bemühen?

Ich denke auch, dass es nicht einfach sein wird, den autonomen Palästinensischen Staat aufzubauen, weil die wirtschaft sehr stark mit der israelischen verquickt ist.

Umso mehr Interesse haben sie an gutnachbarschaftlichen Beziehungen.

Wenn die Palästinenser heute ihren Leuten sagen „Wir sind nicht für Israel, wir sind für Palästina“ oder „Wir sind nicht für Frieden, wir sind für Palästina“ dann meinen sie vielleicht genau das: Es ist in unserem ureigensten Interesse, uns endlich einmal auf den Hintern zu setzen und unseren Staat aufzubauen, und durchaus die Nachbarschaft mit den „bösen Israelis“ in einem positiven Sinne auszunützen.

Vielleicht ist die Friendslösung aber insofern ein Problem, als sich dann die UNRWA vielleicht zurückziehen würde, und die scheint schon ein massiv wichtiger Faktor in der dortigen Wirtschaft zu sein, sowohl als Arbeitgeber, als auch als Spender. Die Unrwa gibt,glaube ich ca. 600 Millionen $ pro Jahr aus.

25. Lila - Januar 25, 2011, 10:14

Und die UNRWA kann nicht anders als schädlich für die Interessen der Palästinenser angesehen werden. Weil sie ein massives Interesse daran hat, deren Status als Flüchtlinge zu perpetuieren. Abgesehen von der Ungerechtigkeit, zweierlei Maßstäbe für palästinensische Flüchtlinge und für alle anderen anzulegen. Die UNRWA erweist den Palästinensern einen einzigen riesigen Bärendienst.

Selbstverständlich ist es im palästinensischen Interesse, so wie wir lebensbejahenden Westler es nun mal sehen, einen Staat zu haben, Israel als Nachbarn zu haben, sich eine blühende Wirtschaft aufzubauen und vernünftige Schulen, Hochschulen, Krankenhäuser und öffentliche Büchereien zu haben. Niemand gönnt ihnen das mehr als wir. Ich sage das auch schon wirklich ewig und einen Tag und alle anderen Israelis, die ich kenne, ebenfalls.

Das Problem ist, daß nur ein Teil der palästinensischen Bevölkerung ebenso denkt. Es wird hier in Israel immer wieder erwähnt, wie positiv sich die Zusammenarbeit sowohl wirtschaftlich als auch in Fragen der Sicherheit verbessert hat. Selbstverständlich haben wir den Rückgang der Anschläge nicht nur guter Aufklärungsarbeit und defensiven Maßnahmen wie Zaun zu verdanken, sondern vielen Palästinensern in den Sicherheitsorganen und außerhalb, aber das betonen wir nicht zu laut, einfach um diese Menschen nicht als „mashtapim“ zu gefährden. Als Kollaborateure und Verräter.

Mibu, ich nehme an, Du hast Recht.

So, Leute, ich muß arbeiten. Leider 😦

26. Naomi - Januar 25, 2011, 10:23

Zu Nr. 22

@ Mibu –

dann lies doch mal das Interview mit Olmert aus dem Jahr 2009, das ich oben verlinkt habe. Da beschreibt Olmert nämlich ausführlich, dass Abbas die Gespräche plötzlich abbrach und (nicht nur) Olmert bis heute nicht versteht, weshalb Abbas das Friedensabkommen plötzlich ablehnte.

Olmerts Friedensplan wurde im September 2008 von Abbas abgelehnt.
Olmert war bis März 2009 israelischer Premierminister und nicht nur bis 13. September 2008.
Olmert stand also für abschließende Verhandlungen mit Abbas und die gemeinsame Unterzeichnung des Friedensabkommens zur Verfügung.

Es blieben für Abbas also genügend Monate übrig, um das Friedensabkommen zu unterzeichnen. Von daher halte ich Abbas‘ Erklärung, es wäre wegen „Cast Lead“ nicht mehr weitergegangen, schlicht für eine faule Ausrede.

„Cast Lead“ begann nämlich erst am 27. Dezember 2008.
Und wie gesagt, der Friedensplan wurde von Abbas im September 2008 abgelehnt.

27. yael1 - Januar 25, 2011, 13:41

zu 23. Und warum weiß die dt. Journaille davon nichts und tut so als wäre das alles neu? Schon komisch.

28. Bertha Dicks - Februar 10, 2011, 10:37

Ihr verliert Euch im Geschacher um Teil-Teilgebiete und verliert alles Grundsätzliche aus den Augen, wenn Ihr es je gekannt habt, – und die reale Geschichte hat immer wieder bewiesen, daß die Bibel recht hat und Volk und Staat ISRAEL quasi dafür bestraft wird, wenn es sich auf die ( Salami-)Taktik seiner (nazi-, UNO und PLO-islamischen) Feinde einlässt.
– Natürlich
schließt das keine Verhandlungen mit Arabern aus, – aber um autonome Selbstverwaltung und nicht um eine abstruse Staatlichkeit, zu der sich RUNGHOLT – hallo !- hier auch noch Sorgen um deren Infastruktur macht !
Ein ( weiteres) Gaza-/Fatahstan wird nichts als ein Heerlager für den großen Marsch auf Jerusalem und TelAviv, egal ob da nun die Hamas mit Hizbullah koordiniert führend ist oder nur auf Platz 2 läuft, – inkl solcher dann Schutzstaaten wie Venezuela, Iran, Brasilien, Schweden, Türkei zumindest als Ausbilder und Liferanten. Und von See her ist die nächste Provokation mit Schwerpunkt von Frankreich aus schon in Vorbereitung, der neue antisemitische Massenaufputschfilm für die türkisch-islamische Gemeinde mit genau d e m „Spannungsfall“, mit dem auch die NATO in den Krieg GEGEN ISRAEL, ganz nach Erdogans Nase, „hereingezogen“ werden kann.

Und da, ebenfalls nach dem israel-feindlichen Beschluss des Bundestags wie den des französischen Parlaments ( s. http://www.Gudrun-Eussner zur nächsten Gaza-Flotille !) machen sich israelische Politiker noch ernsthaft Gedanken, sich Frieden zu erkaufen durch Gebietsabgabe !
Dabei füttern sie damit den durch die UN, EU früher eingefädelt durch die KGB-arabische Propaganda von den völkerrechtlich illegal besetzten Gebieten und von einem für den UNO-rechtlich besser zu plazierenden und für links- und christlich-naive Wenigwissende zu rechtfertigenden Kampf gegen die „Zionisten“ = „jüdische Faschisten“.

ISRAEL bzw seine führenden oder lautesten Leute und mit ihnen anscheinend ein Großteil der Bevölkerung wird weiter als Lügner und Aggressor angeklagt werden, egal was es abgibt oder nicht oder evtl. auch noch wieder Truppen ( „Polizei“) der „moderat“ islam-antisemitischen Feinde mit Gewehren ausstattetg g e r a d e weil es sich bei dem Geschacher auch noch um Jerusalem verbietet oder abgewöhnt, noch irgendetwas Wahres auf nicht-taktischer Ebene laut seinen Kritikern ins Gesicht zu sagen, wie :
… Wenn Ihr etwas von uns wollt, dann
— sorgt ( mit) dafür, daß die alltägliche antisemitisch-antizionistische Propaganda abgebrochen wird und ihre über die islamische Gemeinde hinaus verankerten Stereotypen wiederrufen werden ; dafür
verzichten wir auf einen jährlich „weltweiten“ UNO-Holocaust-Gedenktag …
– – erkennt an, daß das ursprünglich jüdische Land schon heute zu über 3/4 arabischer, den Juden verbotener Staat ist, „Jordanien“ ; dafür erkennen wir weiter und trotz illegaler und illoyaler Organisationen und staatsfeindlicher Propaganda auf israelischem Boden weiter den freien Zugang an zu den durch Geschichtsverdrehung zu „islamischen Heiligkeiten“ erklärten Stätten
– – erkennt an, daß durch islamische Politik und Kooperation mit dem NS über 900.000 arabische Juden riesige Eigentümer, Grundstücke von mehrfacher Größe ISRAELs und zu 10-tausenden ihr Leben gelassen haben,- v.a. durch Schuld Frankreichs und England landeten ihre SS-islamischen Führer nicht vor dem Nürnberger Tribunal, sondern verbreiteten erfolgreich den braun-grünen Geist weiter bis über Iran und in der UNO ;
dafür verzichten wir auf das Zutrittsrecht in diese unsere Heimat(häuser) und Reparationen

– – erkennt an, daß Juden ohne Unterbrechung im zeitweise islamisch beherrschten Gebiet um Jerusalem, Hebron, …. gewohnt haben, trotz immerwährender Dezimierungen zB. in Jerusalem schon 1840 mit über 70%, und daß ein Großteil der späteren Araber des ex-osmanischen Verwaltungsgebietes Palästina erst aufgrund der durch jüdische Kultivierung gesteigerte Bewohnbar- und Fruchtbarkeit zugezogen sind, – so wie nach 1949 oder 67 zu …% zum Teil auch erst nach Samaria und Judäa ;
dafür bemühen wir uns da, wo unsere arabische oder islamische Gemeinde- und Siedlungs-Nachbarn tatsächlich friedlich sind, um Ausbildung und infrastruktuelle Versorgung, so zB. beim Wasser
– – Erkennt an, daß juden(-siedlungs-)freies Land keine Garantie für Frieden war und als Forderung einer völkisch-archaischen „Blut-und-Boden“-Philosophie wie der der Nazis entspricht, – und, neben dem Verrat am europäischen und republikanischen Recht, in seiner sachlich logischen Konsequenz auf völligen Frieden durch 100%iges Verschwinden von israelischem Siedlungsland hinausläuft ;
dafür, wenn sie auf diesem Weg bleiben liebe Völkerfamilie, daß wir der Paria unter den Nationen mit einem Völkerrecht bleiben, das sich analog dem Menschenrechte entwickelt, das uns als Volk zuvor dem Holocaust überlassen hat,
– dafür verzichten wir gerne auf die Repräsentanz auf die mit Judenhass durchdrungene UNO, verlassen uns auf Gott, unsere Waffen und Freunde der Tat
– – Erkennt an, daß durch Euer UNWRA-Flüchtlings-Aufzuchtprogramm inkl. seines welteinmalig vererbbaren ( Vermehrungs-) Flüchtlingsstatus uns mit Überrollen gedroht wird, da jetzt im Vergleich zu der Generation Abu Mazen uns 8 – 10 mal mehr kampffähige und völkisch-antisemitisch motivierte Männer gegenübestehen ( s. Tilman Tarachs BUCH ), deren islam-türk-brüderliche Indokrtrinierung zum Krieg gegen ISRAEL ihr zB. in Deutschland nun ab 18 „freiwillig selbstkontrolliert“ zulasst, was uns weitere, gut motovierte M.-Marvaras bringt . . .
— dafür garantieren wir, solang die nächsten „FREE-GAZA-„-Djihadisten nicht in Begleitung von kanonenbooten kommen, daß wir sie nicht einfach versenken werden, sondern wie gehabt Menschenleben schonend entern und umdirigieren werden
– ff… .. .. ..


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