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Angucken! Januar 14, 2011, 18:24

Posted by Lila in Kibbutz, Kinder, Katzen, Land und Leute, Presseschau.
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Ich habe mit Neugier die Video-Serie im SPon über Israel angeklickt, aber schnell (beim 3. Teil…) wurde mir klar: die Autoren sind mit vorgefaßten Meinungen nach Israel gefahren und haben dieselben natürlich bestätigt bekommen.

Wenn zB eine palästinensische Familie in Ost-Jerusalem aus ihrem Haus geklagt wird und Juden einziehen, könnte man ja mal angesichts der Rechtstaatlichkeit des Staats Israel auf die Idee kommen, daß es sich vielleicht tatsächlich um einen rechtlichen Anspruch handelt. Bekanntlich war Ost-Jerusalem jahrzehntelang von den Jordaniern besetzt, und auch zu anderen Zeiten sind Juden aus Häusern vertrieben worden. Ist es nicht wenigstens der Erwähnung wert, daß sich oft komplizierte Besitzverhältnisse ergeben? Und daß es in Israel ein funktionierendes legales System gibt? Okay, Trickser gibt es immer wieder, aaaber…. Und warum sind jüdische Bewohner von Ost-Jerusalem automatisch Siedler? Die Sprachregelung allein schon zeigt, daß die beiden Journalisten mit beiden Beinen auf dem Boden des „palästinensischen Narrativs“ stehen.

Die weiteren Filmchen zeigen mir schon an den Titeln, daß kein Interesse an einer fairen Präsentation besteht: „Siedler-Wahn“ – es kann also nichts anderes als Wahn sein, wenn Juden in Judäa leben wollen? Könnte man dann nicht auch ein Kapitel „Palästinenser-Wahn“ nennen und dezent darauf hinweisen, wie künstlich und neu diese ganze palästinensische Identität ist, daß Palästina kein arabisches Wort ist und kein Volk bezeichnet (Araber können das P ja nicht mal aussprechen und sagen deswegen Falestin – oder Balestine, wenn sie Englisch sprechen), und daß manche Ansprüche der Palästinenser eindeutig wahnhafte Züge zeigen (zB, daß die Klagemauer moslemisch ist). Aber nein, nur das schöne Narrativ in seiner Geschlossenheit nicht angreifen. Am Ende käme noch jemand auf den Gedanken, daß Israel auch Rechte verteidigt.

Jedoch ein Film sticht hervor, und das verdanken wir nicht den beiden Jungspunden mit dem Mikrophon und der Kamera, sondern einer bezaubernden Frau, die zu kennen ich mich rühmen kann. Selbstverständlich Hannah aus Hazorea, die in den Jahren, als ich in der VHS der Kibbuzim unterrichtet habe, treu in meinen Stunden saß. Hazorea ist ein wunderbarer Kibbuz – noch ein richtiger Kibbuz, wo das Essen im Speisesaal umsonst ist und noch Voluntäre arbeiten. Hazorea – dort ist die Lebensgefährtin meines Schwiegervaters großgeworden, vor vielen Jahren. Hazorea ist von seinen Jeckes geprägt und wahrlich sehenswert.

 

Hannah und ihre Altersgenossen in anderen Kibbuzim sind Menschen, wie man sie sonst nirgends findet. Für sich selbst ganz anspruchslos, hochgebildet und intelligent, mit einer gesunden Mischung aus bodenständigem Pragmatismus und idealistischem Trotz-allem-Glauben an das Gute im Menschen, sehr fleißig und mit riesiger Neugier auf andere – es ist einfach ein Privileg, diese „Vatikim“ (Kibbuzniks der Gründergeneration) kennen zu dürfen.

Die Autoren scheinen sich nicht gefragt zu haben, ob die Nachkommen dieser klugen und herzlichen Frau tatsächlich zu Monstern mutiert sind, die mit Wonne Palästinenser vertreiben, unterdrücken und knechten. Oder ob das Nahost-Narrativ nicht doch ein paar Facetten mehr aufweist als ihre Videoserie: „Hebron: Ex-Soldaten prangern Apartheid an“ und „Palästinensische Dörfer: gewaltfreier Widerstand mit Todesfolge“. Da sind die Rollen fest verteilt, nur keine Überraschungen. Man hätte ja auch titeln können: „Jenin: Soldaten im Kampf gegen Terrororganisationen“ oder „Palästinensische Dörfer: Hetze schon im Kindergarten“, aber bitte, das wäre ja grauenhaft, wenn jede Münze zwei Seite hätte! Nein nein.

(Mit Entsetzen nehme ich außerdem zur Kenntnis, daß diese Deutschen der Meinung sind, zehn Monate Sommer im Jahr sind ein Vergnügen!)

Na gut, der Clip über Tel Aviv zeigt menschliche Israelis… und erwähnt nebenher, daß „die Bedrohung durch Terroranschläge zurückgegangen ist“, als wäre das ein Naturphänomen. Jungs, fragt doch mal, WIESO die zurückgegangen ist … aber auf diese Idee kommen sie gar nicht.

Tja, wie gesagt, der Deutsche fühlt sich von seinen Medien umfassend und ausgewogen informiert *hüstel*…

Jedoch – die Bilder sind schön, und Hannah und Hazorea wirklich wirklich wirklich wunderbar. Angucken und Sehnsucht kriegen!

Kommentare»

1. Silke - Januar 14, 2011, 19:46

Leon Wieseltier von der TNR fiel mir das erste Mal auf, als er eine herzwärmende Kolumne für Ariel Sharon schrieb, nachdem jener ins Koma entglitten war. Wann immer mir jemand durch aus dem Rahmen fallend, auffällt, „folge“ ich ihm oder ihr ne Weile. Vermutlich irgendwann Anfang 2010 oder so schrieb Wieseltier ganz entsetzt, daß ein israelisches Gericht ein Haus in Jerusalem, das von einer hochkultivierten palästinensischen Familie bewohnt worden war, Juden zugesprochen hatten und es sich bei diesen Juden um kulturell nicht satisfaktionsfähige handelte. So wie ich den Text verstand, war also Wieseltier der Meinung, daß die Gerichte die bevorzugte Haltung des kleinen Fingers mit in Betracht ziehen sollten.

Und das von nem Ami – ich bin bis heute nicht über die Ent-Täuschung hinweg.

2. Bernd Dahlenburg - Januar 14, 2011, 21:37

Und warum sind jüdische Bewohner von Ost-Jerusalem automatisch Siedler? Die Sprachregelung allein schon zeigt, daß die beiden Journalisten mit beiden Beinen auf dem Boden des „palästinensischen Narrativs“ stehen.

———
Ja.

Ein immer wieder gern praktizierter semantischer Trick, ganz abgesehen davon, dass ich noch nie gehört habe, dass jemand in einer Stadt! siedelt.

Es muss auch nicht unbedingt wieder darauf hingewiesen werden, dass z.B. Obama unmittelbar nach Amtsantritt noch schwadronierte, Jerusalem sei die unteilbare Hauptstadt Israels. Fragt sich nur, (was) wer ihn in den Wochen danach zum Umschwenken bewegte.

Muss wohl die jüdische Lobby in Washington gewesen sein 😉

Na ja. Wir ahnten damals schon, dass es sich um ein Lippenbekenntnis handelte.

———–
P.S. (off Topic): was hier nicht unbedingt hingehört, aber der Fairness halber erwähnt werden könnte: Obama hat in Tucson (Arizona) gestern meistens die richtigen Worte gefunden, als er davon sprach, dass der Anschlag auf Gifford nicht zum Anlass für Hasstiraden in beidenpolitischen Lagern mutieren dürfte.

Ergo: Obama sollte sich mehr auf Innenpolitik konzentrieren und die Außenpolitik erfahrenen und glaubwürdigen Leuten überlassen.

3. yenz - Januar 14, 2011, 22:23

Ja ja deutsche Medien, in der Vorweihnachts Zeit hat die ARD im Frühstücksfernsehen die Serie „Von Nazarth nach Betlehem“ ausgestrahl.

In der ersten Volge haben sie von den Bösen Checkpoints berichtet und von Nazareth. In welchen zusammen hang beides stand blieb mir sehr sehr schleierhaft – Diese Sendung kann man leider ohne zögern als Anti Israelische Propaganda bezeichnen. Den morgendlichen Fernsehzuschauern wurde der Eindruck vermittelt dass die Christlichen Arabern in Nazareth hinter Checkpoints und Mauer und nicht in Israel leben.

Leider konnte ich die Sendung nicht mehr in der ARDmediathek finden.

4. yenz - Januar 14, 2011, 22:30
5. boxi - Januar 15, 2011, 1:35

selbst ich muss behaupten, dass so manche filme eher tendenziös sind. das ist schade, denn somit wird jede kritik (die man meines achtens auch zumindest teilweise teilen kann (z.b. der siedlungspolitik/grenzzaun)) zunichte gemacht.
von dem effekt der stimmungsmache in der bevölkerung ganz zu schweigen.

6. Silke - Januar 15, 2011, 18:06

ja boxi, da hast Du natürlich vollkommen recht, der Grenzzaun muß kritisiert werden, daß die Keyboards nur so qualmen.

Wie können es die Israelis nur wagen anzunehmen, daß sie Jihadisten so einfach ihr Menschenrecht auf 72 Jungfrauen verweigern könnten. Ein Skandal ist das, ein Riesenskandal.

hier mehr info zu den berühmten 72 – enjoy!
http://www.newyorker.com/humor/2007/01/29/070129sh_shouts_martin

7. Stefanie - Januar 15, 2011, 18:42

– da Du die Serie ja nicht bis zum Ende schautest, ich tat es heute Vormittag:

In diesem Video spezial Israel von Spiegel online kommt dann ein Teil mit einem Bericht über christliche Besucher in Israel. Dass diese sich im Jordan noch einmal taufen ließen. Tenor des Berichtest, Israel nimmt billigend in Kauf, dass diese ganze Menschen bei der Taufe vergiftet werden könnten, weil das Wasser im Jordan so verdreckt sei. Der Jordan würde durch den Nahostkonflikt vernichtet. Und nichts weiter über diese Christen.

Die Macher schlossen unzweifelhaft nicht an die Brunnenvergiftungs-Verschwörungstheorien an. So etwas zu behaupten, wäre dann doch abwegig. Aber bei diesen einseitigen Berichten – bis auf der aus dem Kibbutz und hinterher der Öko Bericht, der dann aber doch wieder negativ für Israel abschloss – war ja wirklich alles so grob einseitig, dass es einem automatisch die Brunnenvergiftungsstorries im Zusammenhang mit dem Bericht über die Christen in den Kopf schoss.

8. Jack - Januar 15, 2011, 20:07

Freu’ Dich schon mal auf den neusten SPIEGEL.
Neues Futter für Dich. Erwarte weiteres Engagemant
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,ausg-4792,00.html
🙂

9. Lila - Januar 15, 2011, 20:24

Och, da sag ich nur: oderint dum metuant 😀

10. willow - Januar 15, 2011, 21:28

@7. Stefanie

Ganz im Gegnteil, gerade diese Taufsache hat arg etwas von „Brunnenvergiften“…

Am Jordan gibt es eine sehr stark frequentierte Taufstelle sehr nah am See Genezaret/Kinneret – die Israeli sorgen dafür, daß dor genug richtig sauberes Wasser zur Verfügung steht, war letztens dort, es sieht fast kitschig aus, so sehr „heile Welt“. Dann gibt es noch zwei weitere Taufstellen, die Stelle, von der vor allem Orthodoxe/Ostkirchler annehmen, es wär die richtige Stelle und dann noch die Stelle, von der die Archäologen im Moment annehmen es wär die richtige Stelle. An beiden Stellen herrscht fast ganzjährig „Badeverbot“, nur zu besonderen Anlässen wird für ein für Taufen geeignete Wasserqualität zur Verfügung gestellt – Wasser ist knapp. Daraus dem bösen Juden einen Strick zu drehen… ich glaube in diesem Zusammenhang nicht mehr an Zufälle.

11. grenzgaenge - Januar 16, 2011, 4:16

@Lila: Schau mal welchen (reizenden) Titel der neue Spiegel hat:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,ausg-4792,00.html

„Titelgeschichten
Die Mordkommandos des Mossad
SPIEGEL-Gespräch mit Said Dschalili, Generalsekretär des iranischen Nationalen Sicherheitsrats
Protokoll eines Attentats“

Vor allem das Gespräch mit dem, natürlich völlig unabhängigen, Herrn Dschalili,ist doch wirklich köstlich, oder ?

*SPON eben*

12. grenzgaenge - Januar 16, 2011, 4:19

Oh, ich sehe Jack war schneller. Ich sitze, im Moment, so wenig am PC das ich gar nicht beim „Kommentar-Wett-Lesen“ mithalten kann. Nu, macht nix.
Schawua Tov – trotz allem !

13. SPON – wieder einmal ! « grenzgaenge - Januar 16, 2011, 12:57

[…] wir bei Lila lesen können scheint der SPON/Spiegel Titel einen Vorlauf gehabt zu haben […]

14. boxi - Januar 16, 2011, 13:31

@silke… jede tat kann man teilweise kritisieren, wer jede kritik für falsch hält, kann gleich seine eigene diktatur ausrufen. denn zu eine demokratie gehören auch unterschiedliche ansichten und vorallem das anerkennen dieser meinungen.
und nein, ich finde den grenzzaun nicht falsch, trotzdem gibt es auch sachen die man vielleicht besser hätte machen können.

zu dme aktuellen spiegel.. man muss beim spiegel nicht viel wert auf den titel legen, jedes 2. titelbild ist rein fachlich unter aller sau, nur bemerken es immer die wenigsten, bzw. nur die, die sich mit diesem thema beschäftigen… trotzdem ist sowas natürlich nicht gut.
aber abwarten was die geschichte bringt.

@grenzgaenge.. natürlich ist so ein gespräch nicht unabhängig, trotzdem ist es vermutlich interessant. die frage ist halt, ob es der spiegel auch einordnet, oder dies dem leser überlässt. vermutlich letzteres.:(

15. yael1 - Januar 16, 2011, 18:22

Ich weiß schon, warum ich mir das Geld für den Spiegel seit Jahren spare. 😀

16. markusoliver - Januar 17, 2011, 9:06

Am Ende käme noch jemand auf den Gedanken, daß Israel auch Rechte verteidigt.

Um Gottes Willen, schreib‘ das doch besser gleich! Dann hat der Spiegel natürlich jedes Recht (!), gegen Israel zu hetzen. Schließlich verteidigt es „Rechte“, hehe.

17. markusoliver - Januar 17, 2011, 9:09

(Mit Entsetzen nehme ich außerdem zur Kenntnis, daß diese Deutschen der Meinung sind, zehn Monate Sommer im Jahr sind ein Vergnügen!)

Bis auf den Staub, der durch jeden Spalt kriecht, ist er es auch! Lila, kennst Du den Winter in Deutschland? Weisst Du wie ätzend der Herbst ist? Ich hätte nichts lieber als 10 Monate Sommer im Jahr, nichts lieber!

18. Silke - Januar 17, 2011, 11:10

Herbst
September – goldener Oktober – die schönste Jahreszeit – Früchte ohne Ende und zu wissen, daß bald der November kommt, es ist also jetzt oder lange nicht …

19. Robert - Januar 17, 2011, 14:00

Diese Oma aus dem Kibbuz hat immerhin eingestanden, dass die Trennung der Kinder von ihren Eltern (die sie nur ca. drei Stunden am Tag sehen durften) ein Fehler war. Was für eine schlaue Frau.
Ich bin heilfroh, dass diese sozialistischen Experimente der Menschenveredlung nun langsam ein Ende gefunden haben (wenigstens in Israel, in Nordkorea leider noch nicht), und dass man in Tel Aviv sich ausgelassen der Lebensfreude hingibt. Denn die Strandpartys dort sind besser als ein Mittagessen für umsonst.
Und zehn Monate Sommer in Tel Aviv sind gewiss besser auszuhalten als zehn Monate Winter in Deutschland. Das mag ja gerne ein Vorurteil sein, aber es geht mir nicht gut, wenn ich wochenlang keine Sonne sehe.

20. Lila - Januar 17, 2011, 15:08

Robert, bist du sicher, daß Du weißt, wovon Du sprichst? Ich verbitte mir den Vergleich von Kibbuzerziehung mit Nordkorea.

Die Leute haben damals geschuftet und in Armut gelebt, und die drei Stunden mit ihren Kindern, die sie hatten, haben sie vollkommen den Kindern gewidmet. Ich glaube nicht, daß es sehr viele Kinder gibt, die drei Stunden reine quality time mit ihren Eltern haben.

Mein Mann ist so aufgewachsen, und er hat sich absolut nicht ungeliebt gefühlt. Im Gegenteil.

Ich habe schon viel über Kibbuzerziehung geschrieben und finde es ehrlich gesagt ziemlich unerträglich, wenn Leute, die anscheinend noch nie einen Kibbuz von innen gesehen haben, sich ein Urteil anmaßen.

Damals wie heute ist ein Kibbuz kinder- und familienzentriert. Und die Kinder spüren, daß sie in einer kinderlieben Umgebung spüren, egal, wo ihr Bett steht. Auch zur Zeit der lina meshutefet hatten Kinder dort eine schönere Kindheit als viele, viele vernachlässigte oder ungeliebte oder unterdrückte Kinder. Ganz bestimmt eine schönere Kindheit als so manches heutige Kind neurotischer Eltern, die es wie ein Statussymbol oder einen zerbrechlichen Schatz oder ein Weltwunder bestaunen.

Ich weiß nicht, wie oft ich schon hinschreiben mußte, daß Kinderhäuser im Kibbuz weder rumänischen Waisenhäusern noch sonst irgendwelchen Horror-Einrichtungen ähnelten… :roll:…

21. Silke - Januar 17, 2011, 15:45

Lila
gab es in Kibbuzen Schlüsselkinder?

http://de.wikipedia.org/wiki/Schlüsselkind

22. yael1 - Januar 17, 2011, 15:47

Ich fürchte eher, das weiß jemand nicht, was Erziehung in Nordkorea und in Israel sozialistisch bezüglich der Kibbutzim bedeutet.

23. Silke - Januar 17, 2011, 15:49

Lila
damit Du allen etwas bieten kannst, hier erzählt Tony Judt vom Kibbutz
bitte nimm zur Kenntnis, daß ich mir jedes Adjektiv verkniffen habe

http://www.nybooks.com/blogs/nyrblog/2010/jan/18/kibbutz/

24. yael1 - Januar 17, 2011, 16:00

SPIEGEL online, des deutschen Nachrichtenmagazins Portal im Weltnetz, hat ein Videospezial zusammengestellt, das ein Israel zeigen soll, “ein einzigartiges Land”. Diese drei Worte dürften dabei auch schon die einzigen gewesen sein, die der Wahrheit entsprechen.

http://www.tw24.info/?p=2681

25. yael1 - Januar 17, 2011, 16:05

Ich habe im Kibbutz kein Schlüsselkind gesehen, im Gegenteil, die Kinder waren nie allein und wurden sehr umsorgt. Also man sollte es schon selber erlebt haben, bevor man darüber urteilt (nicht du Silke).

26. Lila - Januar 17, 2011, 16:06

Danke, das fand ich sehr interessant. Und ich finde davon einiges wieder, das ich erkenne, wenn es auch andere Zeiten waren. Aber der stolze Provinzialismus und bei manchen eine gewisse spirituelle Leere oder hm, Hilflosigkeit spirituellen Bedürfnissen gegenüber, das ist genau beobachtet.

Ich müßte eigentlich mal mehr darüber schreiben. Im Kibbuz laufen die verschiedensten Typen herum, er wird zunehmend heterogener und insgesamt sind Kibbuzniks keine Sozialisten mehr, wenn auch der eine oder andere übriggeblieben sein mag.

27. Lila - Januar 17, 2011, 16:14

Yael, ich habe genau dieses Video-Dingens doch oben verlinkt – oder gibt es noch eins? Ich bin verwirrt.

Selbstverständlich gibt es im Kibbuz keine Schlüsselkinder. Erstens gibt es keine Schlüssel, alle Türen sind offen. Zweitens haben bis vor kurzem, bis urbane Rund-um-die-Uhr-für-Arbeit-verfügbar-Sklaverei auch in die Kibbuzim Zugang fand, alle Kibbuzniks dafür gesorgt, daß sie um vier oder spätestens um fünf zuhause waren. Wegen der Kinder.

Um vier ist der ganze Kibbuz voll mit Eltern, die ihre Kinder aus dem Kinderhaus abholen und sich ihnen ganz und gar widmen.

Ich habe wirklich nie eine Gesellschaft gesehen, die so konsequent um zwei Achsen organisiert ist: Arbeit und Familie. Wohlgemerkt: Arbeit, nicht Geld oder Karriere, sondern Arbeit.

Heutzutage, wie gesagt, müssen auch Kibbuzniks bis später arbeiten. Deswegen haben manche Kinderhäuser länger auf, oder junge Mädchen kümmern sich um die Kinder, bis die Eltern sie holen können. Das ist besonders so bei Eltern aus der Stadt,die ihre Kinder in Kibbuz-Kinderhäusern haben. Kibbuzeltern haben Nachbarn, Oma oder Freunde, die die Kinder übernehmen können. Kibbuzkinder rennen sowieso den ganzen Nachmittag mit Freunden rum, und ich hatte praktisch jeden Tag anderleuts Kinder zu Besuch oder meine waren bei anderen.

Aber Schlüsselkinder, hm, nein, die gibt es nicht, soweit ich weiß.

Wobei ich sagen muß, daß ich es als Kind genossen habe, als Erste nach Hause zu kommen und allein zu sein,bis die anderen kommen. Ich war immer schon gern allein. Später haben wir der Reihe nach gekocht, d.h., einen Tag in der Woche habe ich für alle gekocht, wenn ich als Erste nach Hause kam, da war ich aber schon größer. Das habe ich als sehr schön in Erinnerung.

Meine Töchter müssen einen Tag in der Woche die Tür aufschließen, weil ich nicht da bin, und ich glaube nicht, daß das so schlimm ist.

Im Kibbuz müßten sie nicht aufschließen, weil da nie abgeschlossen war… und das vermisse ich.

28. yael1 - Januar 17, 2011, 16:25

„Yael, ich habe genau dieses Video-Dingens doch oben verlinkt – oder gibt es noch eins? Ich bin verwirrt.“

Den Kommentar von tw24 wollte ich vor allem posten.

29. Silke - Januar 17, 2011, 16:50

spirituell
und
Identität

zwei Begriffe, die sich mir partout nicht erschließen wollen.

In Toynbee’s a study of history (4 Bände auf Deutsch) habe ich vor Jahrezehnten das Wort Transzendenz gelernt, von dessen Bedeutung fange ich an den Zipfel einer gewissen Ahnung zu haben. Ursprünglich habe ich es mir so gemerkt, erst war der Gott ein Tier, dann hatte er das Tier als Symbol und so entmaterialisierte sich das immer weiter (lt. Toynbee).

Am meisten verwirrt mich, daß Mangel an Spirituellem und Unwissen um die eigene Identität irgendwie was Defizitäres mit sich bringen.

Aber das ist vermutlich das Defizitäre an mir, daß ich dieses Gefühl eines Mangels, das ich DESWEGEN haben müßte, überhaupt nicht finden kann.

30. Lila - Januar 17, 2011, 17:23

Gut, dann erklär ich es mal.

Ich spreche hier selbstverständlich nur von den säkularen Kibbuzim.

Die Kibbuzbewegung hat sich scharf von der Diaspora-Vergangenheit abgesetzt, sowohl was Bürgerlichkeit angeht als auch was Bindung an jüdische Tradition angeht. Der religiöse Aspekt des Judentums wurde weggelassen, statt dessen der ethnische betont, und die Bibel wurde als literarisches Werk gelesen bzw als Grundlage der Geschichte des jüdischen Volks behandelt. Auch heute ist das in Kibbuzim noch so.

Seit sie sich für Wochenend-Tourismus geöffnet haben, müssen sie auf Kashrut etc achten, aber fast alle Kibbuzniks kümmern sich nicht darum. Wurst und Käse werden zusammen serviert. Die meisten Häuser haben keine Mesusa, die Amtsräume etc erst recht nicht. Jüdische Feiern im Kibbuz sind agrarische Feiern, Jahreszeit-Feiern. Gebetet wird nicht, religiöse TRaditionen sind unwichtig.

Ich kenne ein paar etwas traditioneller Kibbuzniks, die von außen reingeheiratet haben, und sie haben es nicht leicht.

Das ist ähnlich wie in den meisten westlichen Staaten, die ja auch säkularisiert sind im Alltagsleben – nicht jede katholische Familie in D. hat Weihwasserbehälter oder ein Kruzifix in der Wohnung hängen. Oder?

Manchen Kibbuzniks fehlt also was, und sie gehen auf die Suche. Manche suchen in östlichen exotischen Religionen einen Ersatz, andere suchen das Judentum. Und ein kleiner, aber deutlicher Teil findet zum Judentum zurück, dann aber zum strengen Judentum.

Es ist schwierig, das Deutschen und Christen zu erklären – denn Frömmigkeit und Tradition im Judentum drücken sich viel mehr in der alltäglichen Lebenspraxis aus. Wer also tshuva macht und religiös wird, der kann im Kibbuz nicht mehr essen, der kann dort nicht mehr einkaufen, den stört die mangelnde Frömmigkeit.

Wer religiös ist, kleidet sich anders, er bleibt am Wochenende zuhause, schickt die Kinder zu anderen Schulen, liest andere Bücher – sein Alltag sieht anders aus. Er selbst sieht anders aus. Tshuva verändert das Leben, das Verhältnis zum Elternhaus, zu alten Freunden.

Ich kenne mehrere Familien, mit einem Vater einer Tshuva-Kandidatin waren wir sehr gut befreundet, während seine Tochter diesen Schritt tat. Er war Holocaust-Überlebender (als Kind) und überzeugter Atheist. Er hat mir erzählt, daß seine Kinder oft nach Gottes Existenz gefragt haben, er hat das aber immer abgetan und hätte nie geglaubt, daß seine Älteste mal richtig fromm werden würde.

Nicht nur Kibbuzniks machen tshuva, aber ich habe den Eindruck, daß es Menschen gibt, denen als Antwort auf die Frage nach Gott ein Witz oder eine wegwerfende Bemerkung nicht reichen. (Aus unserem alten Kibbuz fallen mir auf Anhieb sieben Leute ein, die als Erwachsene Tshuva gemacht haben – Y. kennt bestimmt noch mehr.)

Nicht jeder Mensch hat religiöse Gefühle, nehme ich mal an, aber wer sie hat, der wird sie im Kibbuz nicht ausdrücken können.

Ich weiß nicht, ob Toynbee Recht hat – es ist reine Interpretationssache, als was man Höhlenmalerei oder Elfenbeinfigürchen von fülligen Frauen ansieht.

Aber ich würde, gänzlich untheoretisch, allein auf Lebenserfahrung fußend, sagen: ein Grundbedürfnis des Menschen ist Sinn, eine Erklärung für die verwirrend vielen Erlebnisse, Eindrücke, Fragen. Diese Sinnstruktur kann, muß aber nicht religiös sein. Da Religion eng mit organisierten Religionen assoziiert sind, ziehe ich ein gänzlich vages Wort wie Spiritualität vor – das Organ, mit dem man Transzendenz wahrnimmt und erfährt.

Mein Mann ist Kibbuznik ohne spirituelle Bedürfnisse. Die Tochter unserer Freunde Kibbuznikit mit spirituellen Bedürfnissen. Sie mußte sich die Antwort außerhalb vom Kibbuz suchen.

Ich weiß nicht, wie sich Kinder aus religiösen Kibbuzim religiös entwickeln. Tshuva müssen sie nicht machen, weil sie aus religiösen Elternhäusern kommen. Ob sie im Gegenzug manchmal Sheela machen, also sich von der religiösen Praxis abwenden? Wäre mal ein Forschungsthema.

Entschuldigung, ich bin mit einem Bein in der Küche, bestimmt miserabel erklärt, was ich meinte…

31. yael1 - Januar 17, 2011, 20:06

Religiöse Kibbutzim sind auch immer anders. Ich war in einem wo es z.B. kein Problem gab, als Frau Hosen zu tragen oder es gab keine Trennung zwischen Männlein und Weiblein in der Kantine. Also auch da muss man differenzieren.

32. Silke - Januar 17, 2011, 20:55

Lila

Du hast sehr sehr sehr gut erklärt

wenn Du oft dradio hören würdest, würdest Du verstehen, warum mir Begriffe wie spirituell und Identität so unverständlich sind. Weil sie nix aussagen und im Ungreifbaren herumschweben.
Ich habe bestimmt länger als ein Jahr gebraucht, bis ich raus hatte, welchen Bedeutungsumfang dialektisch heutzutage hat. Warum das so viel genauere zwiespältig aussortiert wurde zusammen mit der (weitgehend) eigentlichen Bedeutung von dialektisch, ist mir unklar. Es heißt auch nicht mehr schwierig oder verwickelt, sondern komplex, auch so ein Wort dessen Bedeutungsumfang mir noch nicht klar ist.

Bei einem Beispiel habe ich mal vor Jahren relativ schnell kapiert, was sich abspielt. Da kam progressiv in Mode und dafür wurden fortschreitend und fortschrittlich aussortiert. Ich nehme an, das ist der Fortschritt.

Das woran ich mich bei Toynbee erinnere, war anhand griechischer Götterbilder verklickert, aber wenn ich das so sage, kann’s auch mein VHS-Kunstgeschichtelehrer gewesen sein.

33. Silke - Januar 17, 2011, 21:00

OT
Elder of Ziyon hat ein Post, wo ein Lynch-Versuch fehlgeschlagen ist und jede Menge Kameraleute bereit standen und Agenturen deren Bilder für vermutlich ordentlich Kohle gekauft haben

Der Spiegel hat eine Rezension zu Daniel Blatman Todesmärsche

und die IDF hat einen Twitter, daß das erste unter IDF-Schutz in Haiti zur Welt gekommene Baby heute Geburtstag hat.

für mich ergeben die 3 Meldungen ein Ganzes …

34. Jack - Januar 18, 2011, 2:05

Also,
die Kibbuzbewegung find’ ich ja nun mit am interessantesten in Israel, bitte nicht sinnlos drauf herumhacken (das‘ nicht fair). Und schon gar nicht so ’ner ollen Sozialismuskeule. Nicht daß ich den gut find’, aber wie schrieb Giordano-Ralph eins so (oder so ähnlich) schön: ’Der einzige Sozialismus der funktioniert, weil er auf Freiwilligkeit basiert.’ Das trifft die Sache doch ganz gut, kann man nicht meckern und ganz gut mit leben.

Wer nun aber komischerweise Nordkorea dazupackt, hat ja scheinbar nicht gerade besonders viel begriffen, wollt‘ das wohl auch nicht. So ein Pech. Na, kann passieren in unser schnell(l)ebigen Zeit.
Obwohl, wer Nordkorea gerne braucht bzw. als bittere Zutat einfach mal mit in den Topf wirft, dem empfehle ich Claude Lanzmanns Autobiographie ’Der Patagonische Hase’.

Dort schreibt der gute Claude ein richtig schön langes Kapitel über dieses Land samt Leuten, überaus interessant und natürlich auch zum Schmunzeln. Sonst hält man das dort wohl auch nicht aus. Eine Postkarte liegt auch bei, konnt’ ich aber nicht lesen. Claude auch nicht.

35. arabrabenna - Januar 18, 2011, 19:28

robert, ich rate dir dringend, dich mal eingehendst mit nordkorea zu beschäftigen! wird deinen horizont enorm erweitern.

36. yael1 - Januar 19, 2011, 16:20

Ulrich Sahm:

„Spiegel“ schürt Antisemitismus

Als konkreter Anlass für diese Titelgeschichte muss das Geständnis des Iraners Madschid Dschamali Fasch im iranischen Fernsehen herhalten. Inwieweit der Mann die Wahrheit sagt, schauspielert oder unter Folter gebrochen wurde, bleibt offen. Er behauptet, vom Mossad angeheuert und trainiert worden zu sein, um iranische Atomforscher zu ermorden. Diese obskure Geschichte benutzt der „Spiegel“, um das ganze Sündenregister des jüdischen Staates aufzukochen.

Natürlich wäre nichts dagegen einzuwenden, wenn ein Husarenstück des Mossad dokumentiert würde. Aber den „Spiegel“-Redakteuren geht es um etwas ganz anderes. Sie stellen die goldene Regel der Notwehr als Zitat aus dem Talmud vor: „Wenn jemand kommt, um dich zu töten, stehe auf und töte ihn zuerst“, um dann „Die Rache der Mossad-Attentate des israelischen Geheimdienstes“, so der Titel, anzuprangern.

Die Festnahme des Holocaustarchitekten Adolf Eichmann in Argentinien, um ihn in Israel vor Gericht zu stellen, wird als Paradebeispiel präsentiert. Die klassische alttestamentliche Formel, „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ wird bemüht, um die legendäre Rachsucht der Juden zu unterstreichen und gar eine reine Mordlust zu konstruieren. „Mord um Mord“ wird dem Bibelvers angefügt – und geflissentlich unterschlagen, dass der alte biblische Grundsatz Grundlage unseres modernen deutschen Strafrechts ist. Oder muss man den Herren „Spiegel“-Redakteuren da Unwissenheit unterstellen?

http://www.israelnetz.com/themen/nachrichten/artikel-nachrichten/datum/2011/01/18/spiegel-schuert-antisemitismus/

37. Lila - Januar 19, 2011, 16:50

Ich editier Deinen Beitrag mal so, daß man ihn als Zitat erkennen kann, samt Link zum fraglichen Artikel.

38. yael1 - Januar 19, 2011, 16:59

Danke.

39. Silke - Januar 19, 2011, 17:45

die ganz große Perfidie des Spiegels ist, daß das deutsche Auge um Auge, Mord um Mord in der englischen Version auf An eye for an eye verkürzt wurde. Ich habe gar nicht so viel Eimer, wie ich dafür brauche.

http://www.spiegel.de/international/world/0,1518,739908,00.html

40. Wolfgang Schulz - Januar 19, 2011, 19:11

Nun, die Deutschen haben wenig gute Informationsquellen und wer ist denn von uns hier schon mal vor Ort gewesen? Deswegen finde ich es gut, dass es blogs wie Deines gibt, wo man mehr und aus 1.Hand erfährt was so los ist!
Todda rabba dafür!

LG Zeew

41. Robert - Januar 31, 2011, 12:45

Ich habe Israel nicht mit Nordkorea verglichen, im Gegenteil versuchte ich auszudrücken, dass ich heilfroh bin, dass Israel und andere Staaten mittlerweile nicht mehr drauf aus sind, der Welt zu zeigen, was der beste Sozialismus ist.
Und dass die Zeiten damals hart waren, das weiß ich auch (wenn auch nicht aus eigener Erfahrung, aber wieso muss man denn alles aus eigener Erfahrung wissen). Zum Teil waren sie damals hart, weil es furhtbare gesellschaftliche Experimente gab. Vielleicht war das unvermeidbar, aber, und das finde ich so toll, vielerorts ist diese Zeit vorbei. Dafür bin ich sehr dankbar.

42. willow - Januar 31, 2011, 14:53

Hmmm Robert, auch wenn Israel mal politisch recht „links“ war – im Kibbuz lebte immer nur eine verschwindend kleine Minderheit der Bevölkerung… vor allem aber: die machten das freiwillig, konnten auch aussteigen, wenn ihnen das Leben in der Kommune nicht mehr zusagte – diese Möglichkeit hatten und haben die Menschen im „real existierenden Sozialismus“ nie!

43. Silke - Januar 31, 2011, 17:03

Robert – 41

lass Dir versichern, daß heutzutage nicht ALLES besser ist, manches ist es, anderes, ist schlechter, sogar in unseren Gefilden. Irrtümer, Entgleisungen, Übertreibungen erkennt jede Zeit erst später, wenn die ihr nachfolgenden Jugendlichen selbige entdecken oder wenn ein paar kluge Geister aufwachen und den Mut haben „wie konnten wir nur“ zu sagen.

Und ein Rat von einer, die ne Menge aus eigener Erfahrung kennt. Zeit allein ist kein Beurteilungskriterium, Du mußt schon Ort dazunehmen, sonst verhedderst Du Dich unweigerlich in bestenfalls Geschmacklosigkeiten wie die Nennung in einem Atemzug von Nordkorea und dem frühen Israel.

In dem Zusammenhang unser Abteilungsleiter hat uns einmal ganz stolz und ausführlich von einem ihn besonders beeindruckt habenden letztem state of the art Managementkurs berichtet. Als ich mir das Abstract dazu, es war so ein Superradgebilde/zeichnung zur Hilfestellung bei der Erhöhung der Effizienz, näher ansah, fiel mir, Feldenkrais-Verehrerin die ich bin, daß die Orientierung im Raum vollkommen fehlte. Der Chef blickte betroffen und ratlos, als ich ihn fragte, was denn die Gurus dazu zu sagen gehabt hätten.

i.e. eine hochgelobt Kultur im ortlosen Raum – mit dem im Hinterkopf gelesen, erkennt man übrigens ganz ganz ganz viele kluge Punditrien erstaunlich unbekleidet vor.

44. jakobo - Januar 31, 2011, 18:24

Das beste Spiegelzitat habt ihr natuerlich vergessen 😉

„Berlin – Das Jahr 2011 ist noch jung, aber es ist bereits um zwei Mossad-Mythen reicher. Anfang Januar versetzte ein Geier die saudi-arabischen Behörden in Wallung. Der Vogel war nahe der Stadt Hail aufgegriffen worden, um seinen Fuß trug er eine israelische Kennung. Das Tier wurde verhaftet – als mutmaßlicher Spion im Auftrag des israelischen Geheimdienstes Mossad.“

Der Geier ist wirklciuh schon eine legende 😉 Wer sowas mit Geiern machen kann.. was wird der dann erst mit.. sagen wir… eichhoernchen machen???

J

45. Robert - Februar 2, 2011, 12:40

Und was erst mit Flöhen, die ‚der‘ dann anderen Menschen ins Ohr setzt?.


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