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Stürmisches Wetter Dezember 11, 2010, 12:39

Posted by Lila in Bilder, Kinder, Klippschliefer....
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Ja, ja, wir haben richtig kühles Wetter! Es ist so um die 15 Grad, also Strickjacken-Wetter. Meine Mädchen haben sich die Heizung angemacht, um sich aufzuwärmen – Tertia ist eine Frostbeule, der leicht kalt wird, und Quarta, der immer warm ist, rennt dauernd nach draußen, um sich vom Regen und Hagel durchnässen zu lassen, und wärmt sich dann auch an der Heizung. Um beim nächsten wilden Regenstoß wieder rauszurennen.

Die Katzen verstehen die Welt nicht mehr. Die Fensterbank vor dem Schlafzimmer, sonst das beliebteste gemütliche Plätzchen im Haus, weil es nach Süden liegt und den ganzen Tag Sonne hat, ist auf einmal fies naß und ungemütlich. In Regenpausen rennen sie durch den Garten und sind empört über die nassen Pfoten, die sie davon bekommen.

Ich kann mich an diesem Wochenende nicht sattsehen an Wolken und Wasser. Wir hoffen sehr, daß das nun bis März so weitergeht, aber wir erwarten es eigentlich nicht. In den letzten Jahren war nicht nur wenig Regen in unserer Gegend – er fiel auch so, daß er kaum zu verwerten ist, also in ein paar wenigen, sehr heftigen Regenfällen, den die ausgetrocknete Erde kaum aufsaugen kann.

Auch dieses Wochenende, das viel Niederschläge bringt (an manchen Orten bis zu einem Viertel des erwarteten jährlichen Niederschlags – eine ganze Menge!), ist zwar schön anzusehen, aber wie viel von dem Wasser wirklich im Boden gehalten werden kann oder ins Grundwasser durchsickern kann, das ist gar nicht sicher. Wir haben echte Angst, daß auch diesen Winter ein paar große, kräftige Stürme kommen, ansonsten aber wieder scharfe, trockene Winde wehen.

Aber ich genieße das schöne Wetter, so lange es anhält. Es macht mir nichts aus, auf dem Weg zur Arbeit naß zu werden, und daß unsere Terrassentüren nicht mehr ganz dicht sind, stört mich auch nicht. Wasser, Wasser Wasser.

„Unser“ Klippschliefer allerdings, der unter unserem Schlafzimmer wohnt und sich vor den Katzen kein bißchen fürchtet, ist deutlich weniger begeistert.

Kommentare»

1. Marlin - Dezember 11, 2010, 14:23

Spitze. 🙂

Klar, dass die Katzen nicht begeistert sind. Die sind ja eher Wüstenbewohner.. halbwegs.

2. yael1 - Dezember 11, 2010, 19:26

Katzen mögen leider kein Wasser.

Wie viele Katzen habt ihr denn?

Ich habe eine, die leider chronisch sehr krank ist und ich sie auf absehbare Zeit wahrscheinlich erlösen muss. Wie ich damit umgehe, weiß ich immer noch nicht.

3. Lila - Dezember 11, 2010, 19:43

Wir haben gezählte drei Katzen, gefühlte zehn, mindestens. Überall sind Katzen, ich weiß nicht, wie sie das machen! Jeder wacht morgens auf und stöhnt: Leo hat mich die ganze Nacht wachgehalten und mit der Nase dauernd an mein Kinn gestupst. Mini hat mir das beste Plätzchen im Bett geklaut und Luzifer wollte wieder um halb vier fressen!

Mini ist eine würdige alte Dame, getigert, und wir haben sie seit 14 Jahren. Ihr Bruder, der Siamese Limon, ist vor ein paar Jahren leider gestorben, tief betrauert besonders von Y., dessen soul mate er war. Mini ist reserviert, titscht den anderen Katzen gern mal eine, und war eigentlich Primus am nächsten.

Als er so unverschämt war, sich zur Armee einziehen zu lassen, statt ihr weiter Bettraum und Wärme zu schenken, hat sie sich zu Tertia verzogen. Sie spricht eigentlich nur mit Tertia.

Als die Mädchen in Deutschland waren, hat sie Y. und mich entdeckt und jeden Morgen ihre Schmuseeinheiten abgeholt. Das ist vorbei, sie ignoriert uns wieder.

Luzifer ist ein Waisenkind, das meine Freundin aus Ashdot Yaakov irgendwo aufgesammelt hat. Diese Freundin ist eine Mutter Teresa der streunenden Katzen und wir haben ihr das schwarze Kätzchen gern abgenommen. Er ist heute ein elegant daherschreitender stolzer Kater, der seine Manieren aber vergißt, wenn es darum geht, andere Katzen zu verprügeln. Sein geschlitztes Ohr zeigt, was für ein aggressiver Kerl er sein kann.

Mit Nachbars Kater Louis versteht er sich aber exzellent. Gemeinsam verhauen sie alle anderen Kater in Manot.

Leo ist unsere neuste Erwerbung – er saß als winziges Kätzchen neben einer Mülltonne in Yokneam, allein und verlassen. Y. konnte ihn da nicht lassen und brachte ihn mit. Er ist das schmusigste Tier, das ich je hatte – und ich lebe mit Katzen, seit ich ein kleines Mädchen war. Leo hatte vor fast zwei Jahren einen furchtbaren Unfall, seitdem ist er schwanzlos und ängstlich. Er würde sich nie mit anderen Katern prügeln, und er hat großen Respekt vor den beiden anderen Katzen. Er liebt mich am meisten von allen Menschen hier (hör nicht auf Y. und die Kinder, sie spinnen) und wenn er irgendwo ein benutztes Kleidungsstück von mir findet, rollt er sich sofort darauf zusammen.

Er schläft auf meinen Beinen, und ich finde mich oft morgens seltsam verkrümmt im Bett wieder, weil ich Leo nicht beim Schlafen stören wollte. Er ist ein Brocken, aber ich liebe den Kerl über die Maßen.

Es ist sehr schwer, eine Katze zu verlieren oder leiden zu sehen. Das tut mir sehr leid für Dich und Deine Mara. Wer selbst keine Beziehungen zu Katzen hat, der weiß nicht, wie wunderbar es sich mit Katzen lebt. Sie sind echte Ansprechpartner und bewegen sich immer mit vollkommener Sicherheit. Ich nehme mir manchmal geradezu ein Beispiel an ihnen. Eine Katze zeigt nie, nie Selbstzweifel.

Und wenn eine Katze mir Zuneigung zeigt, dann weiß ich, daß sie mich wirklich mag. Oder daß sie Hunger hat 🙂

4. yael1 - Dezember 11, 2010, 20:10

Ganz süße Kätzchen hast du. Ich glaube, wenn ich in Israel leben würde, würde ich auch einige mitnehmen. Dort streunen ja leider so viele herum und sind oft so abgemagert. Mir tat das immer fürcherlich leid.

„Und wenn eine Katze mir Zuneigung zeigt, dann weiß ich, daß sie mich wirklich mag. Oder daß sie Hunger hat.“

In der Tat. Meine hat noch die Angewohnheit mich tot zu „quatschen“ wenn sie etwas will oder hungrig ist. Sie miaut nicht nur, sondern gibt die seltsamsten Töne von sich. Und wenn ich mit ihr schimpfe oder ihr etwas nicht passt, schnattert sie was das Zeug hält.
Ich finde es immer wieder unglaublich, wiviel Töne Katzen auf Lager haben und wieviele unterschiedliche Kommunikationsmöglichkeiten.

Mara ist auch schon eine ältere Dame, sie ist 14 und ich hoffe, dass ich sie wenigstens bis sie 15 Jahre alt ist, haben werde.

5. Marlin - Dezember 11, 2010, 20:21

ooohhh! *schmelz*

Wieder wunderbare Fotos, Lila. 😀

Ich bin auch froh über meine, aber Sorgen machen sie mir auch. Eine haben wir schon verloren, z. Glück war ich nicht dabei, aber das war schlimm genug, als ich nach Hause kam. Und dann wollte sie unsere Dicker immer aufwecken. 😦

Danach Ersatz geholt. Mal schauen, wie lange es noch gut geht.

Yael, leider kann man dazu nichts ermutigendes sagen.
Besser, sie nicht leiden zu lassen. Aber traurig wird es werden. Tut mir leid.

6. Lila - Dezember 11, 2010, 21:19

Viele Katzibilder hier.

7. Jack - Dezember 11, 2010, 21:26

Ja,
schöne Bilder. Katzen sind einfach fantastisch.
Kennt noch jemand Kater F. Puzz?
Kater F. Puzz war öfter mal Babysitter (ja, das gibt’s) von Hadleys & Ernest Baby Mr. Bumby. Immer wieder schön zu lesen.

🙂

8. Silke - Dezember 11, 2010, 21:45

als ich noch im Dorf wohnte, war ich Anlaufstelle für alle Katzen, die mühselig und beladen waren. Entweder habe ich sie durchgekriegt oder ihnen einen gnädigen Tod verschafft.
Doch die, die ich lange hatte, wenn es bei denen so weit war, die Zeit in der ich wußte, es ist so weit, mehr noch weil sie Gewicht verloren als wegen der Diagnose des Tierarztes, war immer die Schlimmste. Wann ist der Zeitpunkt gekommen? Ein Indiz ist, wenn selbst bestes blutigstes Rindertartar nicht mehr angenommen wird, aber morgen könnte es doch vielleicht wieder anders sein usw. von Tag zu Tag immer auf ein Wunder hoffend und gleichzeitig wissend, daß hart sein jetzt gnädig sein wäre.

9. Mia - Dezember 12, 2010, 12:25

Danke für die Katzenbilder, Lila. 🙂 Sobald ich ein bisschen sesshafter bin, will ich unbedingt auch eine oder zwei oder drei.

Hier in Haifa ist das Wetter auch ganz schön stürmisch, ich jammere rum wegen der Kälte (weigere mich aber, den mobilen Heizkörper rauszusuchen) und habe gerade fünf Liter Wasser in unserem Wohnzimmer aufgewischt, das der Wind von unserem Balkon unter der Schiebetüre reingedrückt hat.

Ich mag den israelischen Winter nicht. *seufz*

10. yael1 - Dezember 12, 2010, 17:49

Es wird sehr traurig werden, ich weiß. Aber ich werde kein Tier mehr haben. Ich möchte das nicht noch einmal durchmachen.
Mit dem Tierarzt ist alles besprochen, er wird mir sagen, wann es soweit ist. Mara geht es, nachdem sie immer wieder behandelt wird, recht gut und ihr Lebenswille ist sehr groß. Solange es so bleibt, ist der Zeitpunkt noch nicht gekommen.

11. willow - Dezember 12, 2010, 20:20

Ach Lila, endlich mal wieder etwas zu euren 10 Katzen… 😉

(und ja, es ist hart, eine Katze zu verlieren… schlimm)


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