jump to navigation

Ich bin gerade etwas sprachlos, August 6, 2010, 18:23

Posted by Lila in Presseschau.
trackback

was man nicht alles in deutschen Tageszeitungen veröffentlichen darf.

Zusammen mit zwei Freundinnen bin ich in einem afrikanischen Tücherladen [in Paris] und bewundere die vielen Stoffe. Der Ladenbesitzer nickt uns zu. Er ist vielleicht fünfzig, etwas rundlich, trägt eine bunte Stoffkappe und hat ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Wir lächeln zurück.

Während ich mir den Kikoi um die Hüften wickle, spricht Maya mit dem Ladenbesitzer. „Er ist jüdischer Marokkaner!“, übersetzt sie. Sofort frage ich ihn: „Wie ist das Verhältnis zwischen jüdischen und muslimischen Marokkanern?“ Lächelnd hält er den Daumen hoch. „Sehr gut. Sehr gut. Wir sind alle Brüder. Ich bin Marokkaner, hundert Prozent Marokkaner“, erklärt er in gebrochenem Englisch. Ich erfahre, dass seine Vorfahren damals vor der spanischen Inquisition nach Marokko geflohen sind. Ich würde gerne weiterfragen. Dazu kommt es aber nicht.

So weit, so gut. Es ist zwar seltsam, daß die beiden edlen jungen Frauen (eine Deutsche, eine deutsche Türkin) lächeln und der Jude nur breit grinsen kann, aber lassen wir es dahingehen. Oh, und auch daß die Türkin „sofort“ eine Frage nach seiner Herkunft und seinem Verhältnis zu Moslems stellt – hm, ein bißchen unhöflich, denn wofür muß der Mann sich vor seinen Kunden rechtfertigen?, aber nehmen wir an, es ist Interesse.

Was der Besitzer erzählt, erinnert Maya an eine Theorie, die wir kürzlich in einem Comic über Palästina lasen: Nicht die Religion, sondern die ethnische Herkunft von „weißen“ Israeliten sei Grund für die rassistische Politik Israels. Juden aus Nordafrika seien unvoreingenommener gegenüber Palästinensern. „Wären alle in Israel so wie der Verkäufer, könnte man dort in Frieden leben“, sagt Maya zu mir.

Auf die Idee, daß Theorien aus Comics vielleicht nicht die reinste Quelle sind, aus der Wissen fließen kann, kommen die beiden arroganten Mädel nicht.  Sie unterhalten sich auf Deutsch und tauschen ihre Meinung aus.

Wobei ich nur anmerken möchte: es gibt auch die genau umgekehrte These, durch Wahlergebnisse eher gestützt (1977!), daß Juden aus orientalischen Ländern wesentlich skeptischer Arabern gegenüber sind, während „weiße Israeliten“ oft mit den Klischees vom edlen Wilden an den Konflikt herangehen und manchmal naive Vorstellungen davon haben, wie man ihn beenden kann.

Ich kann über sämtliche „weißen“ Kibbuzniks der Gründergeneration nur sagen, daß sie Araber mit absoluter Bewunderung und Sympathie betrachteten, Arabisch lernten, sich für Rechte arabischer Frauen, Kinder und Nachbarn einsetzten, und daß sie der festen Meinung waren, mit etwas gutem Willen könnte man wohl zusammenleben. Es ist mir schon öfter passiert, daß ich ältere Araber im Norden treffe, und die bei Nennung des Kibbuz sagen: ach, ich erinnere mich an die Marika! die hat meiner Frau damals geholfen, eine Ausbildungsstelle zu finden, und dann bei der Geschäftsgründung. Das war eine feine Frau! oder so ähnlich.

Die linken Parteien in Israel sind meist von Ashkenazim bevölkert, mir fällt gerade kein Meretz-Politiker ein, der nicht ashkanasischer Herkunft wäre (zumindest für die Generationen, für die das noch von Bedeutung war – in der jungen Generation ist es nicht mehr auszumachen, wer was ist, weil alle sich miteinander verheiratet haben – charakteristisch für rassistische Gesellschaften, nicht wahr….). Beim Likud dagegen sind besonders viele orientalische Mitglieder und langsam auch Spitzenpolitiker. Hm. Die Comic-Theorie hält also ihr Wasser nicht sehr gut. Lest andere Comics, Mädels!

Beim Schlagwort „Israel“ richtet sich der Verkäufer auf. „Israel?“ Eben noch freundlich, ist er nun angespannt. Er möchte eine Übersetzung, Maya kommt dieser Bitte nach. Er antwortet sichtlich erbost. Ich verstehe nicht viel Französisch, aber genug: Die Araber hätten so viel Land und die Juden wollten nur ein bisschen Platz zum Leben.

Und was ist daran sachlich falsch? Erstens kann ich gut verstehen, daß es den Mann nervös macht, wenn zwei Frauen, eine davon verschleierte Moslemin, über Israel reden, in einer Sprache, die er nicht versteht. Und wenn man sich die Karte mal anguckt und bedenkt, daß hier immer Juden gelebt haben, ist nicht von der Hand zu weisen, daß im Rahmen der Neuverteilung ehemaliger Kolonien und Mandatsgebiete auch die Juden einen Anspruch anzumelden hatten. Eine Karte zeigt wieder mal, daß sie dabei keineswegs schrappig waren.

Man kann Israel darauf kaum finden, so winzig ist es. Drumherum: arabische oder moslemische Staaten. Kein Grund also, gleich pampig zu werden, Mädels.

„Es ist das Heimatland der Palästinenser“, entgegne ich. „Keiner darf sie dort verjagen.“

Was auch niemand vorhat. In der Unabhängigkeitserklärung Israels, die ich ja schon x-mal verlinkt habe, wird das Recht aller Bürger, in ihrer Heimat zu leben, ausdrücklich garantiert. Daß in dem darauffolgenden Krieg, den die Nachbarn am folgenden Tag anzettelten, Menschen ihr Heim verloren, ist tragisch, aber leider für Kriege typisch. Es ist gewissermaßen das Risiko, das man eingeht, wenn man einen Krieg anfängt. Das sollte man zumindest bedenken.

Und Heimatland der Palästinenser? Schon, es kommt nur darauf an, wie man Palästinenser definiert. Die heutige Sprachregelung, mit der nur Araber als Palästinenser gelten, ist sehr modern – ja jünger als ich (und ich bin zwar kein spring chicken mehr, aber mit dem Alter, den zB das Wort „Jude“ oder „Judäa“ hat, kann ich trotzdem nicht konkurrieren!). Jeder regelmäßige Leser meines Blogs weiß, daß mein geschätzter Schwiegervater als Palestinian geboren wurde – nämlich als Palestinian Jew.

Es gab Palestinian Arabs und Palestinian Jews, die im Mandatsgebiet lebten. Und manche von ihnen lebten schon Generationen hier, andere, sowohl Juden als auch Araber, wanderten aus anderen Gegenden ein. Seit dem 18., 19. Jahrhundert hat die Gegend hier, die ja damals zum großen Osmanischen Reich gehörte, viele Einwanderungswellen gesehen. So einfach ist es also nicht. Und wenn man vergleicht, wer zuerst hier ist – nun, auch die Kanaaniter werden wohl nicht die ersten gewesen sein. Aber die Idee, daß die palestinian Arabs die ersten hier waren, kann man wohl nicht ernstnehmen, so populär sie auch sein mag. Aber selbst wenn es so wäre – was spräche gegen ein friedliches Zusammenleben, wie wir es im Moment praktizieren?

Und wie geht die dramatische Szene weiter?

„Nein, ich möchte alles wissen“, fordert der Verkäufer sie dann auf. Einmal sagt er etwas auf Französisch, woraufhin Maya entrüstet und schnell antwortet. Nun schaltet sich auch Mathilde ein, legt mir ihre Hand auf den Rücken. Wir sollten lieber gehen. Wir machen uns auf den Weg zum Ausgang.

Will ich mein Kikoi immer noch haben? Der Verkäufer sieht mein Grübeln und nimmt mir die Tüte aus der Hand. „No problem, no problem“, wiederholt er. Während er das Tuch aus der Tüte nimmt, sagt Maya zu mir: „Toll, jetzt sind wir Antisemiten.“

Toll, wirklich. Der Mann hat zu ihr gesagt, auf Französisch, daß das antisemitische Reden sind. Da ist Maya entrüstet und beleidigt. Nein nein, das ist kein Antisemitismus, ganz bestimmt nicht! Das sind doch nur die Fakten, oder, über die weißen Israeliten und ihren Rassismus?

Mich trifft das tief. „Sag ihm, ich habe kein Problem“, raunze ich. „Er hat anscheinend eines.“ Kritisch kuckt mich der Verkäufer an. Dann lacht er freundlich, auf einmal wäre es ganz leicht, zu der friedlichen Stimmung von vorhin zurückzukehren.

Auch die Türkin ist nun gekränkt. Die Antisemitismuskeule! Empörend! Das kann nur Problem des Juden sein. Daß die Mädchen, statt ihren Stoff zu kaufen und wieder zu gehen, eine Diskussion angefangen haben und dem armen Mann dabei sämtliche Klischees über Israel aufgehalst haben, das ist nicht etwa ihr Problem – nein nein, das ist das Problem des Juden.

Aber ich will das Thema Palästina nicht so schnell zu den Akten legen und bitte Maya um eine letzte Übersetzung: „Kein Land auf dem Blut eines anderen.“ Der Verkäufer lacht und sagt: „inschallah, inschallah.“

In der Tat Inshallah. Weder auf dem Blut der Opfer von Hebron (das war der erste Akt der Aggression zwischen Juden und Arabern – für Leute, die davon noch nie gehört haben: das war 1929, fast 20 Jahre vor der Gründung des Staats Israel – und das Massaker wurde durch die Verbreitung von Gerüchten ausgelöst, die Juden würden Araber töten – immer Gerüchte, Gerüchte als Rechtfertigung!). Noch auf dem Blut von Ilan Halimi, dem jungen Juden, der in Paris in tagelangen Qualen leiden mußte, bis seine moslemischen Kidnapper ihn ermordeten. Daß Juden ein bißchen „angespannt“ reagieren, ist vor diesem Hintergrund sogar fast ein bißchen verständlich, oder?

Später sitzen wir auf einer Wiese. Ich lege das große Kikoi-Tuch um meine Schultern. Es fängt an zu regnen. Das Tuch wird nass. Es ist schwer.

Ach ja, die türkischen Mädels haben es schwer. Was für ein gedankenschwerer Schluß. Das war aber wirklich eine bewegende Geschichte.

Allerdings beruhigt es mich doch wiederum, daß die Leserschaft zu großen Teilen so billige, kaum verhüllte rassistische Propaganda nicht abkauft. Interessanterweise kommt begeisterte Zustimmung größtenteils von türkisch oder arabisch benamsten Kommentatoren. Es wird wohl die Islamophobie mancher „weißen Teutonen“ sein, die ihnen nicht erlaubt, diese Art Text ernstzunehmen.

Warum ich überhaupt was dazu geschrieben habe? Nun, ich wundere mich, warum die taz solchen sewel überhaupt veröffentlicht. Meint sie, wenn man nur genügend Pamperlacke wirft, bleibt am Ende was hängen? Und als Einblick in den Müll, der anscheinend in manchen deutsch sozialisierten türkischen Köpfen herumschwirrt, ist der Text ebenso erhellend wie erschreckend.

(Ich verdanke den Hinweis auf dieses Machwerk der Kommentatorin Silke bei Lozowick, der Eintrag selbst ist auch interessant, wie stets. Leider hat Silke sich zu mir in mein Mini-Blögchen  noch nicht verirrt… schade.)

Kommentare»

1. hans - August 6, 2010, 19:10

Meine Schwiegereltern wurden 1958 aus Marokko vertrieben,vorher waren sie Jahrhunderte lang die Dhimmis der Araber. Könnten sie den Artikel lesen sie würden sich im Grabe umdrehen.
Frau Küpre Yücel zeigt mit dem Finger auf uns Juden,
drei ihrer Finger zeigen auf sie selbst

bin auch geschockt mal schauen ob die meinen obigen kommentar veröffentlichen. Trotzdem wünsche ich allen schabbat schalom.

2. iolanthe - August 6, 2010, 21:50

Schön, dass du den Artikel aufgreifst. Ich musste auch heftig schlucken, als ich ihn gelesen habe, hätte aber nie so ruhig und ausführlich antworten können.

Die Autorin hat übrigens auch ein eigenes Blog, falls du direkt mit ihr diskutieren möchtest;
http://ein-fremdwoerterbuch.blogspot.com/2010/08/die-weissen-israeliten.html

3. Karl Eduard - August 7, 2010, 10:40

Na, das fällt wohl unter Meinungs- und Pressefreiheit. Jeder darf Dummheiten und Lügen verbreiten, außer dieser einen bestimmten und natürlich, wenn kein Volk verhetzt wird, auf weiße Israeliten Jagd zu machen. Aber keine Angst, das deutsche Volk ist bereits verhetzt, es muß nur noch den Unterschied zwischen schwarzen Juden und weißen begreifen und wichtig ist auch, wie erkennt man, ob ein weißer Israelit Negerblut (Böser Dobby, böser, böser Dobby! Dobby wird sich dafür die Hände bügeln!) in den Adern hat und mindert das seine Aggressivität?

4. mibu - August 7, 2010, 11:15

Tja, nach einigem Grübeln: soll man solche Ergüsse nicht veröffentlichen ? Vielleicht im Gegenteil: ist doch irgendwie recht hilfreich zu erkennen, dass jemand, der für ein akademisches Studium zwischen London und Hamburg pendelt, dennoch nicht vor dem Glauben gefeit ist, die Welt drehe sich um den Nabel seiner Meinung …
Davon abgesehen, …
Womöglich ist es das größte Hindernis, mit dem die Palästinenser auf dem Weg zu einem eigenen Staat zu kämpfen haben: jede Menge falscher Freunde.

5. willow - August 7, 2010, 12:41

Nun mibu, wenn sich in einem der Sprachrohre der deutschen Gedanken die rassisch/völkischen Grundlagen des Judenproblems thematisiert werden, dann ist der Weg nicht mehr weit bis zum offenen Hass gegen AshkeNazi-Chasaren, die du ansonsten (noch!) hauptsächlich bei bekennenden Nationalsozialisten findest…

6. mibu - August 7, 2010, 14:29

willow, „…, wenn sich in einem der Sprachrohre der deutschen Gedanken die rassisch/völkischen Grundlagen des Judenproblems thematisiert werden“ … was wollen Sie damit sagen ? Ging es in dem zurecht kritisierten Artikel darum ? Oder hängen Sie’s bewusst möglichst hoch, um ihre Empöhrung möglichst weit aufdrehen zu können ?
Es ist meines Erachtens ein Kennzeichen eher links-liberaler Medien, dass sie verschiedene Meinungen zu Wort kommen lassen und diese zur Diskussion stellen. So gesehen, bietet die Veröffentlichung des Artikels durchaus gewisse interessante Einblicke, die anders wohl schwieriger zu vermitteln wären.
Vorurteile und Rassismus zu bekämpfen indem man deren Erscheinungsformen konsequent unter den Teppich kehrt oder lediglich schulmeisterlich von oben herunter doziert, was man darf und was nicht, halte ich für einen falschen Ansatz.

7. mibu - August 7, 2010, 15:00

Ob sich Frau Yücel bewusst ist, in welchen Fettnapf sie getreten ist ? Marokko hat seit vielen Jahren ein eher gutes Verhältnis zu Israel, womöglich das beste aller arabischen Staaten. Die marokkanische Gesellschaft ist recht vielgestaltig und Königshaus und Regierung sind schon länger bestrebt dem Rechnung zu tragen. Ob es um die Kultur(en) der Berber geht oder die Beziehungen verschiedener Religionen oder Frauenrechte, in all diesen Bereichen hat sich viel getan. Muslimische Fundamentalisten, die diese Fortschritte gefährden, können sich einer recht konsequenten Verfolgung sicher sein.

8. grenzgaenge - August 7, 2010, 21:01

@Lila: Ehrlich gesagt wundere ich mich absolut nicht mehr darüber was in deutschen Tageszeitungen veröffentlicht wird. Das Prinzip scheint mir klar zu sein: Je dümmer und platter die Story um so mehr Leserinnen und Leser. Das steigert die Auflage. Es zählt doch nichts anderes mehr. Leider.

9. Massin - August 7, 2010, 22:27

shalom ,

@Hans ich zitiere dich :«Meine Schwiegereltern wurden 1958 aus Marokko vertrieben,vorher waren sie Jahrhunderte lang die Dhimmis der Araber.»

► wenn man solche Aussagen nicht als Luege bezeischnen kann, dann soll man es als reine Propaganda bezeichnen und die grosse faelschung der Geschichte, die ich jemals gehoert habe.

zu erst Marokko ist kein arabische Land sondern Lander Der Amazigher bekannt als Berber .. und Berber sind die Ureinwohner von ganz nord´Afrika darunter Marokko darunter sing Agnositiker, muslims, Christen und natuerlich auch Juden .. sind sind zu hause und waren gegensatz was du gerade sagst ueberhaupt nicht als Dimmis betracht denn sie sind Berber also die Ureinwohner .. aber eben mit Judische Religion .

dann hier noch ein vor ein paare Monaten ein Judische Marokkaner, der In Isreal lebt und als eindeutig zeuge wiederliegt als was du gerade behauptst , angefangen von der angeblische vertreiben der Maroknanische Juden von Marokko bis zu historische Fakten die folgendes sagen dass die damalige zionistische Elite hat die Marokkanische Koenig Mohammed der 5 gebieten, administative Hifle damit die Marokkanische Juden nach Isreal immigrieren .. und der arrugement die damals verwendet wuerde ist die Ekonomische also wirtschaftliche zu mal in diese Zeit ging es in Marokko wirtschaftlich sehr schlecht .. Armut uzw ..

und hier noch das brizante video der Interview der wiederliegt als beweis Matriale alle Luegen der du gerade ueber unser Land Marokko Lander der Berber (darunter auch mit judische Konfusion) :

1- Teil

2-Teil :

3-Teil

Kein wort zu hoeren von was du behauptetst ganz am gegenteil !der alt man wiederspricht als was du hier behauptest ..

und das die Marokkanische Juden sind alle berber soll man bitte zueruck an der excellent Buch der isrealitische Historiker Shlamon Sand der hat bewiessen dass die Juden von marokko sind aller berber mit judische Religion ..

zum Schluss Marokko hat nie Juden vertrieben , sondern stelle sie ein als Berater der koenig wie halt Andre Azoulay Berater der Koenig Hassan II und seine sohne aktuel Koenig von marokkao Mohamed 6

also Ich bitte euch kein Demagogie und Luege ueber unsere Land Marokko Symbole der Tolerance der Imazighen !

Mazal Tov ! und Sei Ihr alle Wilkommen bei uns
aus Imazighen Land Marokko

10. Lila - August 7, 2010, 22:53

Mibu, wenn ich im ersten Satz das Wort „darf“ benutze, dann nicht aus Verwunderung über Meinungsvielfalt – sondern Niveau. Selbstverständlich kann jeder seine Meinung sagen, auch wenn die Israel-Kritik schon zum Allgemeinplatz geworden ist. Aber auf so dumpfem Niveau, das erlebt man nicht jeden Tag.

Und rassistisch ist die Grundannahme der Story auch. Wenn ich in Kfar Yasif einkaufen gehe, fordere ich von der Kassiererin auch nicht „sofort“ Rechenschaft über Afghanistan oder Saudi-Arabien. Nur weil das auch Moslems oder Araber sind. Was bitte hat ein marokkanischer Jude in Paris mit der Siedlungspolitik der israelischen Regierung zu tun?

Ein paar schlecht erzogene junge Frauen benehmen sich einem Geschäftsmann gegenüber daneben, weil sie mit seiner ethnischen Herkunft Probleme haben, und hängen das noch an die große Glocke. Das hat mit Meinungsäußerung nichts zu tun, das ist ein Perpetuum mobile der Vorurteile. Die Mädels hinterfragen ihr Verhalten dem Mann gegenüber nicht mal. Sie machen ihn für Dinge haftbar, mit denen er nichts zu tun hat. Er lebt nicht in Ariel, sondern in Paris.

Erkenntnisgewinn der Geschichte geht gegen Null. Die jungen Frauen kamen mit festgelegten Meinungen in den Laden rein, und so gingen sie auch wieder raus. Und da wundere ich mich eben, daß die taz das hat durchgehen lassen.

Grenzgänger, ich glaube nicht, daß das die Auflage steigert. Die Kommentare der meisten Leser zeigen, daß sie ebenfalls extrem genervt sind von so dümmlichem Geschreibsel. Die taz ist schließlich kein Boulevardblatt, das mit reißerischen Geschichten die Auflagen steigert. Ich hätte vom Redakteur erwartet, daß er einen Text auf so niedrigem Reflexionsniveau nicht annimmt.

Aber daß Zeitungen Käufer und Abonnenten brauchen, ist ebenfalls nicht neu, das hat immer schon gezählt. Das finde ich auch nicht verwerflich. Auch ich will für meine Arbeit bezahlt werden.

11. Lila - August 7, 2010, 23:19

Mehr Zeit habe ich gerade nicht, aber ein paar (jüdische) Links zum Thema Juden und Marokko:

Jewish Virtual Library http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/anti-semitism/morocjews.html

(Die Aussagen von Said Ghallab stimmen mit manchem überein, was mir ältere marokkanische Juden erzählt haben, aber nicht alle – und die positive Haltung von König Hassan wurde bei seinem Tode mit großer Anteilnahme der aus Marokko stammenden Israelis gewürdigt).

Zur heutigen Haltung Juden gegenüber zitiert Elder of Zion eine Studie, die Einstellungen Juden, Israel und dem Holocaust gegenüber in verschiedenen arabischen Ländern (gut, sagen wir arabisch-sprechenden Ländern) vergleicht:

http://elderofziyon.blogspot.com/2010/08/arabs-resent-holocaust-movies-and-more.html

Diese wirklich lesenswerte und erschreckende Studie zeigt, daß die anti-israelische Haltung in Marokko besonders ausgeprägt ist. Das hat mich überrascht, und ich würde auch gern andere Studien sehen, denn tatsächlich hat Marokko Israel über eine gemäßigte Haltung eingenommen. Allerdings kann es einen großen Abstand zwischen Regierung und Volk geben, ich weiß es nicht. Falls andere Studien über Marokko existieren, her mit den Links 🙂 denn diese scheint doch sehr pessimistisch.

Der Artikel in HaGalil jedenfalls weist in eine andere Richtung.
http://www.hagalil.com/schweiz/rundschau/inhalt/marokko.htm

Ich war vor Ewigkeiten in Marokko und habe sehr positive Erinnerungen. Niemand will Marokko was am Zeug flicken, Massin. Aber es hat Feindseligkeiten Juden gegenüber gegeben, und die uralte jüdische Gemeinde in Marokko ist dramatisch geschrumpft. Das hat Gründe. Sie sind wohl ziemlich vielfältig. Insgesamt ist Marokko bestimmt eher ein positives Beispiel für das Zusammenleben von Juden und Moslems, zumindest im Vergleich mit anderen arabischsprachigen Ländern.

Daß in den letzten Jahren der Islamismus anscheinend auch dort Fuß faßt, ist sehr schade.

12. willow - August 8, 2010, 8:55
13. mibu - August 8, 2010, 14:47

Lila, ich habe mir mal die Blog-Seite der Autoring näher angesehen. Sie studiert Politikwissenschaften und ist wohl schon länger recht engagiert. Deshalb will ich mit dem Vorwurf des Rassismus zunächst mal lieber etwas vorsichtig sein. Andererseits legt der Artikel ihr, wahrscheinlich auch von Vorurteilen geprägte Befangenheit offen. In gewisser Weise liefert sie mit ihrem Artikel einen Beleg, dass Bildung nicht zwangsläufig zum Abbau von Vorurteilen beiträgt. U.U. werden sie sogar verstärkt, weil Wissen nicht dazu angewandt wird, eigene Sichtweisen zu reflektieren, sondern lediglich eine subjektive Sichtweise zu rationalisieren. Die Kritiklosigkeit gegenüber subjektiven Erfahrungen und ihrer Rationalisierung wird zum zweitenmal dadurch belegt, dass sie einen scheinbar seriösen Comik als Referenz für eine ziemlich krude Hypothese heranzieht. Welchen sie tatsächlich meint, erfährt man auf ihrer Blogseite. Ich frage mich dabei sofort, welche Standards von Wissenschaftlichkeit und Kritik werden eigentlich an den jeweiligen Hochschulen und insbesondere im Fachbereich Politik vermittelt !
Bezeichnenderweise erschien der Artikel bei der TAZ unter der Rubrik Kolumne, deren Beiträge sich weniger auf tagesaktuelle Ereignisse beziehen müssen und eben auch persönliche Erlebnisse und Erfahrungen berichten können. Insofern sehe ich auch keinen Grund, der TAZ deswegen Vorhaltungen wegen des Niveaus zu machen.
Das Benehmen der Damen ist schon recht speziell, bin etwas versucht zu sagen, ziemlich deutsch …

14. yael1 - August 8, 2010, 15:33

Ich kannte den Artikel schon. Meinen Kommentar dazu wurde nicht veröffentlicht, auch ganz typisch TAZ.

hans - August 8, 2010, 15:53

Hallo Massin,
es liegt mir fern hier zu lügen oder dein Land schlecht zu machen tut mir leid wollte niemanden beleidigen.Und das mit Araber ist auch ein Fehler sorry.
Fakt ist, ich gebe nur weiter was ich in langen Gesprächen mit den Schwiegereltern erfahren habe und sicher ist,gelogen wurde nicht warum sollten sie, auch sind sie nicht freiwillig von dort gegangen, hatten viel zu verlieren und haben es auch.Auf jeden Fall hatten sie grosses Misstrauen gegenüber der Arabischen Welt,diplomatisch ausgedrückt.

Das König Hassan freundlich gegenüber den Juden war stimmt zwar aber wie Lila schreibt es kann einen Abstand zwischen Regierung. (Königshaus) und Volk geben.Sicher traf das auch für dein Land zu.Sicher hat die damalige jüdische Elite mehr Toleranz erfahren als zb der jüdische Schumacher. Siehe auch Lilas Link Jewish Virtual Library für mehr Informationen.

In meinen Aussagen kann ich keine Geschichtsfälschung sehen wie du behauptest.Es freut mich das wir willkommen sind wie du schreibst, leider kann ich das von einigen deiner Marokkanischen Landsleuten in Südfrankreich nicht behaupten als wir dort Ferien machten ( mein Frau spricht perfekt marokkanisch) haben wir uns als Jüdisch zu erkennen gegeben, nach negativen Reaktionen haben wir dies lieber nicht mehr getan und meine Frau spricht gerne marokkanisch. Ähnliches könnte ich dir aber auch aus D berichten.
Aber was mache ich mir Sorgen, um jüdische Angelegenheiten du berufst dich doch auf Schlomo Sand, ginge es nach seiner Anschauung sind meine Verwandten und ich also keine richtigen Juden.
Eigentlich geht mich alles garnichts an !

hans - August 8, 2010, 16:56

danke willow für diesen Link,
einiges in diesem Beitrag entspricht schon den Angaben meiner Augenzeugen.
der Ha Galil Artikel weiter oben bei Lila ist meines Erachtens etwas weissgewaschen schon die Formulierung“ Es kam sogar zu Ausschreitungen und eigentlichen Pogromen gegen die jüdische Bevölkerung “ macht mich stutzig.Was versteht man unter eigentlichen Pogromen.Das es Tote gab wurde auch verschwiegen.

15. Thomas Eppinger - August 8, 2010, 18:01

@Lila: Danke, du hast alles gesagt, was dazu zu sagen ist!

Ich habe mir erlaubt, in meinem Kommentar auf der taz Seite diesen Text zu verlinken. Ich hoffe, du hast nichts dagegen. Falls der Kommentar überhaupt freigeschaltet wird.

16. zimtapfel - August 8, 2010, 18:38

@mibu: Ich habe auch mal Politiwissenschaften studiert und kann dir daher aus eigener Erfahrung versichern, das das Studium dieses Fachs in keinster Weise vor Rassismus, Antisemitismus und anderen vorurteilsbehafteten Einstellungen schützt. Im Gegenteil gehört gerade unter Studierenden dieser Fachrichtung häufig Israel-Bashing geradezu zum guten Ton. Leider.

17. Silke - August 8, 2010, 18:45

Liebe Lila,
bitte sag das nicht
Leider hat Silke sich zu mir in mein Mini-Blögchen noch nicht verirrt… schade
Du bist eines meiner ganz besonders schlechten Gewissen und ganz oben auf der Liste der Blogs, die ich ganz ehrlich und ganz schrecklich gern auch regelmäßig „heimsuchen“ würde, aber da ich gemerkt habe, daß ich als Deutsche in englischen threads eine Seltenheit bin, habe ich mich darauf konzentriert – eine komplett lahme Entschuldigung und ist auch nicht als solche gedacht
vermutlich bist Du sogar mit daran schuld, daß ich vom Lesen zum Einmischen übergegangen bin, weil ich den Schock, den Du mir mit dem Video von dem Polizeiauto verpaßt hast, das von Steinewerfern angegriffen wurde, bis heute nicht verarbeitet habe.
Seitdem habe ich zu meiner Freude entdeckt, daß ich ein Talent fürs Absurde habe, mit dem sich Unholden ab und zu wenigstens etwas Luft absaugen läßt
doch etwas hat sich geändert, seit ich zuletzt bei Dir war, ich habe gelernt, RSS-Feeds zu nutzen und zumindest lesend wirst Du mir jetzt nicht mehr durchflutschen – ich hoffe, Du zitterst schon vor Angst 😉

Hier ist mit der Bitte um Vergebung, was ich als meinen bisher gelungensten Musenkuss ansehe:

„No matter how you boo and bray
ISRAEL is here to stay“

Ansonsten hoffe ich inständig, daß Liza’s „fieser jüdischer Siedler“ Deiner Aufmerksamkeit nicht entgangen ist …

voll ehrlich gemeinter guter Vorsätze – bis zum nächsten Mal
Silke

18. Silke - August 8, 2010, 18:50

ooops

ich sehe gerade mit einem Auge, daß Ihr das Thema weiter gespannt habt – „mein“ blog zum Thema ist der hier – oft zu speziell für mich, aber wenn nicht, eine echte Perle
– bataween und Sylvia (kommentiert bei Yaacov) planen übrigens irgendetwas für den 20. August, also wer da was zu bieten hat, dürfte offene Ohren finden. Falls es Sprachschwierigkeiten gibt, die Google translate nicht behebt, ich bin Rentnerin 😉

http://jewishrefugees.blogspot.com/

19. grenzgaenge - August 8, 2010, 19:27

Nu. Auch so etwas gibt es auf SPON zu lesen. Vor allem Teil III (Hebräisch für Anfänger) finde ich lustig.

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,617711,00.html

20. grenzgaenge - August 8, 2010, 19:28

P.S. Hat „mein Rebbe“ schon bei Dir angerufen ? Rebbe und Family machen gerade Jeruschalyim unsicher …

21. yael1 - August 8, 2010, 19:30

@zimptapfel, das kann ich aus meinen Erfahrungen des Studiums bestätigen.

22. mibu - August 8, 2010, 23:50

TAZ immerhin:
„Wir Israelkritiker“ – Der nahe Osten wird zur Projektionsfläche, Kommentar von Lars Rensmann

23. Massin - August 9, 2010, 0:18

shalom liebe Lila ,

Die fakten eben sind das Marokko als Amazigher Land (Berber Land) hat niemals Juden vertrieben und missgehandelt wie es Hans faelchlich mit seine schwer Vorwurfe gegen mein Land geloggen hat.

Alle Historische Fakten wiederlegen Hans’Behauptungen zu diese Thema

Nun zu Marokko vom 2010 :

Es gibt ein flug die Casablanca mit Tel Aviv ein bis zwei mal in der Woche : Marokkaner die in Isreal leben oder Isrealische Buerger kommen als Touristen in Marokko, ich bezweile dass die isrealitische Behoerden haette sowas zugelassen, wenn nur gringiste gefahr fuer die Isralitische Touristen gaebe .. das ist also ein Zeischen das die Isrealitische Buerger sind willkomen in Marokko als Marokkaner oder als Touristen .. und sogar zur info in hotel gibt es isrealitische Zeitungen fuer eben die isrealtische Gaeste ..

zur info auch es gibt isrealitische Firmen in Marokko in Elektrotechnik breich und vorallem in Agragrbreich ..und die wirtschatliche Zussamen arbeit zwischen Marokkaner in Marokko und Isreal zaehlt zu den groessten .. auch wenn man es selten hoert.

Die Koenig Mohamed 6 hat letzt jahre die preisdent die judische Gemeinschaft in USA mit die groestte koeniglische Bezeichung angekroent ..

Es gibt berberische Vereine die sich im Kulutrale bereich zussamenarbeiten vorallem in Region von Nord Marokko Rif region .. das ist kein politische sondern reine kulturelle zussamen arbeit fuer die judische berbrische Kuluture wiederlebung ..

Nun ich muss sagen es gibt wegen der gezwungen arabersierung der Marokkanische Politik und der Gesschalft eine anti-isrealitische presentiement vorallem in politische Frage in Nahe Ost .. wegen der stark arabische peraegung der aktuel regierung von Abas al FAsi
und der propagande von Medien sei von Marokko aber auch von Al JAzeera .. das ist ein Gerhin waesche fuer ein Konflikt die uns MArokkaner gar nicht angeht .. also stimt schon das die meinsten marokkaner sind fuer frei Palestina und gegen die isrealitische Politik der Regierung aber niemals gegen juden .. und man muss ein strich ligne ziehen sonst waere auch die isrealitische Frieden Partei die gegen die isrealitische Politik auch antisemit, was total schwachsinn ist..

wir haben sind fuer ein Frieden in der Nahost Region aber nicht weiters ,, das Konflikt ist weit genung und wir haben eingene Problem eingene Aprtheid (sprache apreited und politische) die wir friendlich kaempfen .. fuer mehr rechte fuer die berberische marrokanische Mehrheit .. das ist was uns sehr beschaeft .. Nahoste konflikt sind wir ehe als zuschauer .. und wir sind streng gengen Gewalt auf beide seiten isrealitsche aber auch palitinaitsche Seite..

Das ist eine objektive Sicht aus Marokko die beschreibt die Realitaet weit her von die illusion die Hans versucht aus unrecht zu mein LAnd Marokko hier zu verkaufen

Mazal Tov !
aus Imazighen Land Marokko

24. Yoav Sapir - August 9, 2010, 2:38

„mir fällt gerade kein Meretz-Politiker ein, der nicht ashkanasischer Herkunft wäre“

Ran Cohen! :-/

25. Yoav Sapir - August 9, 2010, 2:45

Und außerdem: Wer liest denn noch bitteschön die taz… Dafür ist die Zeit, die uns auf dieser Welt geschenkt worden ist, doch viel zu kurz.

26. willow - August 9, 2010, 8:50

@Yoav Sapir

Nun, immerhin ist die TAZ ja das Hofblatt der selbsternannten „neuen urbanen Eliten“… 😉

Wie auch der von Mibu erwähnte Artikel zeigt, bringen die auch durchaus mal Beiträge, die so nicht in anderen deutschen Medien erscheinen würden

http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/wir-israelkritiker/

http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/in-reichweite-der-raketen/

aber im Rahmen dieser Debattenreihe Israel auch unsäglich dumme und bösartige Beiträge – wobei letztere wohl eher den Geschmack von Zeitungsmachern und Leserschaft treffen, die Auswahl von Leserbriefen ist ja in keinen der „traditionellen“ Medien objektiv.

@Massin

Wenn -wie sie schreiben- die Juden in Marokko niemals vertrieben und missgehandelt wurden, wie erklären sie sich dann die Tatsache, daß fast alle Juden das Land verlassen haben, in dem sie ein so wunderbares Leben hatten?

Könnte es nicht sein, daß die ehemaligen Juden des Orient ihre Lebensbedingungen in mehrheitlich muslimischen Ländern völlig anders empfinden als die Angehörigen der „Mehrheitsbevölkerung“? Blöder Vergleich, aber auch die farbigen Bewohner der amerikanischen Südstaaten empfanden ihre Lebenssituation völlig anders als ihre „weißen“ Südstaaten-Mitbürger…

27. Massin - August 9, 2010, 12:18

Shalom willow

@Willow :

Die Antworte auf Ihre Frage lautet ganz einfach : wirtschaftlische und politische Grunde :

zur infos nicht nur die marokkanische Juden haben Marokko freiweillig aus wirtschaftliche Gruende ( schlecht wirtschaft aussichten wegen die Krise in damalige zeit in Marokko), sondern auch alles andere berber

beispiel : ich komme aus ein Region wo mehr als 80% jawohl 80% der ureinwohner (100% berber) sind freiwillig nach Deutschland, Holland , Belgiene geflohen sind ..

warum? weil einfach sie leben in der wirtschaftliche Misère (armut )
die der damahlige politische Situation in Marokko absichtlig die Rebelle Regionen bestraft wurde .. und da die Juden sind auch berber mussten in der selbe wirtschaftliche Situation, die alle andere berber lebten, auch leben ..
zur info die dahamlige Juden waren spitzen handwerker , haendler , Juweillier (kei diamanten eben aber nur Gold und Bronze die als Geld damals bentuzt wuerden), schneider .. sie waren also darauf hingewissen auf die kaufkraft der andere berber die waren nur Landwirtschftler , und da mehre jahren trockheit und Krankreiten sprich epidmien ,dazu noch kommt die politische durck der dahamlige regierung der war ein procoloniale regierung (pro-Frankreich von Marchal Layoute, und pro-Spanien von Franco), diese Regime war gegen das die mehrheit der Berber auch die Macht und die wirtschaftschaetez der LAnd teilt, und sie wuerde also starkt politische und vorallem wirtschaftlich isoliert und in der Ecke verdaerngt ..

Konsequenz : Massen Immigration der Berber :

die judische berber : nach Isreal aber auch nach Kanada und Europa , USA , in Kanada sind hingefahren die reiche judische berber, in Isreal und frankreich die armste judische berber

und die muslimische und christlische berber : nach Deutschland, Holland, Belgien ,Frankreich und auch skandivaische laender

das sind die historische Fakten, die besten historiker in Princton oder Harvard oder in Sorbone oder auch in Oxford universtiye herausgefundne haben ..

Die Situation ist vergleichbar mit der mehrheit Einwohner von Italien, die aus der Zone von sueden stammen ,, Sizilien meine ich .. die meinsten Immigranten die nach USA gefluechtet sind, also warum sind die aus Napoli und Sizilien ..und nicht eben aus Toscana oder Sud Tirole ?

einfach aus zwei Gruende : die schlecht wirtschaftliche Lage in der dahamlige zeit armut der 20 und 30 jahren ..uzw

natuerlich auch gewahlt aber reine historische gesehen war nur neben fakotr entscheiden war ist die wirtschaftliche schwere Situtation der Italinaner von suenden im vergleich mit der wirtschaftliche Situation der Nord Italien…

ganz nahe auch zu unser Zeit , jede von uns weiss die massen immigration von Deutsche Osis nach West Deutschland nach dem Mauer Fall, das war kein politische immigration sondern reine wirtschaftliche Immigration, ostliche Doerfer und Staeten sind fast nur noch von alte Menschen bewohnt , da die jungen sind nach die alte west bundeslaender gefolhen um ein neue wirtschaftliche Zukunft zu suchen bzw. zu versicheren .. und die Stastik sprichen fuer sich .. in diese Thema ..

fuer Marokko es gabe historische Hinweise womit soll Politiker aus Isreal gebitten der dahamlige Koenig Mohamed 5 , dass er nicht verhinderen soll, die massenimmigration von judische Marokkaner nach Isreal,

und das besteatigt die von mir oben gepostet video , es geht um ein Isrelitische Staatbuerger, der lebt jetzt in Isreal und er ist judische Marokkaner, er hat diese historische Zeit erlebt und erzahelt es in die ganz Details .. bitte hier noch mal die 3teilige Stueck

1- Teil

2-Teil :

3-Teil

Nun das ist eben klare und sehr bekannte historische Fakten !

Mazal Tov !

Massin

28. Claudio Casula - August 9, 2010, 17:45

„Wobei ich nur anmerken möchte: es gibt auch die genau umgekehrte These, durch Wahlergebnisse eher gestützt (1977!), daß Juden aus orientalischen Ländern wesentlich skeptischer Arabern gegenüber sind, während „weiße Israeliten“ oft mit den Klischees vom edlen Wilden an den Konflikt herangehen und manchmal naive Vorstellungen davon haben, wie man ihn beenden kann.“

Genau das habe ich auch gedacht, als ich den Schmarrn las. Zeigt aber mal wieder, dass sich allzu oft Leute zum Thema äußern, die einfach keinen blassen Schimmer haben. Ihre Kenntnisse stehen im reziproken Verhältnis zur Leidenschaft. Allerdings nur in dieser Frage. Habe noch niemanden getroffen, der sich von Herzen derart über irgendeinen anderen Fleck auf unserem Globus geäußert hätte.

29. Inon - August 10, 2010, 12:57

Habe gerade ein interview mit der Autorin der Kolumne gelesen und diese interessante Antwort gefunden:
TAZ: Was sagen Sie zu dem Vorwurf, dass Muslime die Christenverfolgung in vielen muslimischen Ländern nicht öffentlich anprangern?

Kübra Yücel: Ich lebe hier in Deutschland. Natürlich finde ich es schrecklich, was in einigen Ländern geschieht und vielen anderen Muslimen geht das mit Sicherheit genauso. Aber unser Lebensmittelpunkt ist hier, wir sind nicht verantwortlich für die Verbrechen, die anderswo geschehen.

http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/seit-dem-mord-reden-wir-offener/

Gruß
Inon

30. Silke - August 10, 2010, 15:07

der Link zur Taz funktioniert gerade nicht, aber das hier haut mir auch so die Kinnlade aus’m Gelenk:
Aber unser Lebensmittelpunkt ist hier, wir sind nicht verantwortlich für die Verbrechen, die anderswo geschehen.

aber einen Marokkaner in Paris wegen Israel anmachen ist OK? da ist Madam dann auf einmal sehr „verantwortlich“ für „Verbrechen“, die anderswo geschehen? ganz im Gegensatz natürlich dazu, wenn ihre Glaubensbrüder in Afghanistan sich verstärkt aufs Abschlachten von Zivilisten konzentrieren, da iss et Mädelche dann wieder ganz „distanziert“, gelle?

hans - August 10, 2010, 21:06

massin,
noch eine kurze Antwort ,
bitte lese in Ruhe die beigefügten Berichte durch.
Der erste ist von der Gesellschaft für bedrohte Völker die mir ja wirklich neutral zu sein scheinen, auch dort wird von Vorfällen berichtet ( 1948 Oqjda Djerda Pogrom mit Opfern) die belegt sind.

der zweite Bericht ist über jüdische Flüchtlinge aus arabischen Ländern wobei auch Marokko nicht ausgepart wird.

Der dritte Bericht von Nadav Sabr von der Zeitung Ha Aretz erklärt und beschreibt ein wenig die Beweggründe von Moslems über den Verzicht die Realitäten ,auch historische nicht zu akzeptieren oder einfach umzudrehen.So zum Beispiel wenn ein Mufti Sabri behaupten kann es gäbe keine Überreste vom Tempel in Jerusalem und die Westmauer als heiliger Ort der Juden sei erfunden und hätten keine historischen Bindungen in Jerusalem .
Du wiederholst öfters ich sei ein Lügner und Demagoge ,das nehme ich dir nicht übel,was ich dir übelnehme ist das nicht wahrhaben wollen einer gewissen Realität.Da stehst du mit Mufti Sabri auf einer Ebene

Hans

http://www.gfbv.it/3dossier/eu-min/jud-mar.html
http://www.nahost-politik.de/araber/jerusalem.htm
http://zionismus.info/antizionismus/arabisch-7.htm

31. Martin - August 11, 2010, 12:07

Tja. Mit der unsäglich schleimig-larmoyanten, dabei sich noch schlechte Geschichtchen aus dem Ärmel saugenden Frau Kübra Yücel ist die eh schon in weiten Stellen ekelhafte taz nochmal eine ganze Kante schlechter geworden.
Hätte vorher nicht gedacht, das jemand Daniel „Dumm“bax noch auf der Schleimspur überholen kann.

32. Chajms Sicht » Die A* Frage - August 14, 2010, 23:58

[…] möchte und transportiert zum anderen eine recht krude These zum Nahostkonflikt (bei Lila eine nette Replik entdeckt). Warum das Iii-bäh ist, einen jüdischen Marokkaner, jüdischen Deutschen, […]

33. Der lutherische Palästinenser aus dem „Heiligen Land“… « himmel und erde - August 18, 2010, 18:03

[…] waren, dem regionalen Mandatsgebiet entsprechend. Siehe z.B.  in diesem  Beitrag dieses Zitat: Und Heimatland der Palästinenser? Schon, es kommt nur darauf an, wie man […]

34. Verbrochenes · Nüchtern und gelassen - August 23, 2010, 19:04

[…] nachdem sie sich gerade selbst explizit als Rassistin geoutet hat. Und während man noch fassungslos darauf guckt, was diese Zeitung alles veröffentlichen mag, legt alle paar Tage ein weiterer Kommentator nach. […]


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s