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Was ist schwerer – Oktober 25, 2009, 17:34

Posted by Lila in Persönliches.
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selbst wegfahren, traurige Menschen zurückzulassen und sich am Flughafen noch ein letztes Mal umzudrehen? Oder zurückbleiben und winken, wenn andere fahren, die man am liebsten dauernd um sich hätte?

Ich habe meine Entscheidung nie bereut, mich so weit von meiner Familie und alten Freunden niedergelassen zu haben, aber diese Abschiede nach zu kurzer Zeit für zu lange Zeit, die fallen mir immer schwerer (und leicht waren sie noch nie).  Mir fällt es schwer, ein Glas wegzuräumen, aus dem jemand getrunken hat, den ich nun Monate nicht mehr sehen werde, und ich muß mich dazu zwingen, leicht und flüssig zu sagen, daß meine Gäste schon wieder weg sind.

Kommentare»

1. grenzgaenge - Oktober 25, 2009, 17:49

oh ja, lila, das kenne ich auch. ich finde das „zurueckbleiben und winken“ viel schwieriger als das selbst wegfahren. das gefuehl von traurigkeit oder einsamkeit bleibt aber in beiden faellen (finde ich).

2. grenzgaenge - Oktober 25, 2009, 20:10

hi lila,

bekomme bitte keinen herzinfarkt wenn ich ende januar 2010 in rungholt auftauche, ok ? ich werde dir rechtzeitig die chance geben nach deutschland zu fliegen 🙂

liebe gruesse,
der grenzgaenger

3. arabrabenna - Oktober 25, 2009, 21:08

Also, liebe Menschen verabschieden ist schlimmer, als selbst zu fahren! Hatte mal für 1 Woche die Seligkeit, Sohn und Schwiegertochter zu beherbergen, die ich das letzte mal vor einem Jahr in Südafrika traf und die schon wieder weg sind. Tut schon ganz schön doll weh!

4. Jakobo - Oktober 28, 2009, 1:20

Ich weis was du meinst.. ich glaube man wird sensibler mit der zeit was abschiede betrifft also bei mir ist das zumindest so.. ich hatte eine zeit da war mir nicht bewusst ob es ein langer abschied ist oder nur ein kleines „bis später“. zumindest beim abschied selbst nicht. erst als dann der lange flug ueber den atlantik war ist es mir bewusst geworden und ich kann mich genau erinnern als ich das erste mal im flugzeug geweint habe da war ich 14 jahre alt und das lied Carrie von Europe ist über den musikkanal im flugzeug gelaufen. es ist immer noch ein ganz besonderes lied für mich. meine erste kindheitserinnerung ist vom flughafen wo ich angekommen bin. da war ich vier jahre alt. jetzt bin ich derjenige der wartet das die leute kommen und gehen und ich hab mehr das gefühl dass ich derjenige bin der den stuhl warmhalten muss und darauf achten muss dass alles an seinem platz steht damit alles so bleibt wie vor dem abschied war. und die nachrichten verfolgen muss damit man berichten kann was sich seit dem letzen mal getan hat…. manchmal komm ich mir aber auch so vor wie ein bahnhofswärter oder sowas ständiges kommen und gehen..


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