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Das Lied vom buckligen Männlein Oktober 12, 2009, 1:40

Posted by Lila in Kibbutz, Kinder, Katzen.
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Will ich auf mein Sofa gehn,

eine Decke häkeln –

liegt ein bucklig Männlein da,

tut sich schon drauf räkeln.

blanket

Will ich an mein Nähzeug gehn,

will ein bißchen nähen –

liegt ein bucklig Männlein da,

läßt mich nicht dran gehen.

crochet

Will ich in mein Badzimmer gehn,

waschen mich am Becken,

liegt ein bucklig Männlein da,

fängt an, sich zu lecken.

bad

Will ich in die Küche gehen,

Schränke neu sortieren,

sitzt ein bucklig Männlein da

fest auf allen Vieren.

DSCF0006

Will ich an den Wäschekorb,

Socken zu rauszufischen,

liegt ein bucklig Männlein da

und fängt an zu zischen.

basket

Will ich an meine Bücher gehen,

will ein bißchen lesen –

springt ein bucklig Männlein vor

wie ein wilder Besen.

books

Will ich auf mein Klöchen gehn,

brauch ich etwas Frieden –

kommt ein bucklig Männlein nach,

will Verstecken spielen.

klo

Will ich an mein Bügelbrett,

Handtücher zu  falten –

liegen zwei bucklig Männlein dort,

mich davon abzuhalten.

laundry

Will ich an die Mikrowelle,

Schnitzel aufzuwärmen,

liegt ein bucklig Männlein da,

tut für Schnitzel schwärmen.

micro

Will ich in mein Bettchen gehen

verdienter  Ruhe pflegen,

liegt ein bucklig Männlein da,

ohne sich zu regen.

bett

„Liebe Menschen, ach ich bitt,

störet meine Ruhe nit.“

(„Und bringt auch etwas Kotelett mit,

das Trockenfutter schmeckt wie Kitt“).

Kommentare»

1. Teresa - Oktober 12, 2009, 3:02

Danke für den lustigen Katzenreim !

2. zimtapfel - Oktober 12, 2009, 8:01

Großartig! 😆

Am besten gefällt mir das Bild mit dem Bücherregal. „Alles meins!“ sagt dieser Blick. 🙂

3. willow - Oktober 12, 2009, 9:04

Wundervoll! Was für ein lustiger Start in die Arbeitswoche…

4. Karen - Oktober 12, 2009, 9:49

Oh, so toll! 🙂
(Und in ein Blog gehört ja schliesslich Katzencontent! 😉 )

5. april - Oktober 12, 2009, 14:01

Lila geht unter die Poeten 🙂 Eine nette Schmunzelsache, aber sooo haarige Beine? ;-))

6. Lila - Oktober 12, 2009, 15:34

Na, für haarige Beine sind die deutschen Frauen doch bekannt – und auch, daß sie die Hosen anhaben 😀

7. Mikado - Oktober 12, 2009, 16:42

Glückliche Kater! Dürfen selbst im Feministinnen-Haushalt noch „richtige“ Männer sein. 🙂

8. Lila - Oktober 12, 2009, 16:50

Ha. Die sind doch alle enteiert, gehen auf allen Vieren und fressen der Feministin aus der Hand. Ganz ganz üble Verhältnisse.

9. heplev - Oktober 12, 2009, 18:59

Fressen der Feministin aus der Hand? Nur nichts einbilden: Du bist für sie Personal!
Ich erinnere mich allerdings an meine erste Katze. Die habe ich immer und überall hin mitgenommen, so auch einmal zu Freunden, bei denen ich übernachtete. Irgendwann fragte der Freund mich, wo die Katze sei.
Ich: In deinem Arbeitszimmer.
Er: Nö, da komme ich gerade her. Nirgendwo zu sehen.
Ich: Lass mal sehen.
Hingegangen, umgesehen, nichts zu sehen. Hoch geguckt – da lag die Süße in der Ablage und ließ es sich gut gehen!

10. Kolkrabe - Oktober 12, 2009, 21:05

Es soll ja Feministinnen geben, denen auch richtige Männer aus der Hand fressen.

11. Marlin - Oktober 12, 2009, 21:22

Das war echt köstlich, Lila. 😀 Habe mich sehr amüsiert.

12. Anne - Oktober 13, 2009, 1:39

Wunderbar und was für süße Knuffelchen sie doch sind! Unsere Kater müssen immer unbedingt auf unseren Tastaturen liegen, wenn wir sie benutzen wollen – sonst nicht. Und so geht es rund – genau wie bei Dir! Wollen wir Zeitung lesen, wer hilft uns? Natürlich unsere Katerchen, indem sie herzhafte Sprungübungen machen und z:B: Guido Westerwelle voll ins Gesicht springen und sich dann darauf setzen und putzen…

Sie sind ja einfach unwiderstehlich, aber eifersüchtige oder beachtungssüchtige kleine Biester, nicht? Deine Serie ist jedenfalls total toll!

13. april - Oktober 13, 2009, 20:05

;-)) Das bist du doch nicht 😉

14. Lila - Oktober 13, 2009, 21:03

Das ist mein lyrisches Ich 😛

15. graphodino - Oktober 14, 2009, 14:42

Das ist ja phantastisch!!! Das erinnert sogar bisschen an Busch (ich meine: Wilhelm, muahaha).

Ich habe mir übrigens die schwarzen Gestalten – d. h. ihre Fotos natürlich – schon vor geraumer Zeit mal „geleast“; nur so für mich (ich habe ’ne ganze Sammlung von so Abbildern aus Blogs zusammen geklaut), zum Schmachten, der ich doch katerlos darbe, ach…

16. willow - Oktober 14, 2009, 20:35

Also frei nach Loriot: „Ein Leben ohne Katze ist zwar vorstellbar – aber völlig sinnlos…“

17. Marlin - Oktober 16, 2009, 20:59

Da geh ich mit, Willow. Aber ein Mops.. ich weiß nicht… 😉


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