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Erblasten September 17, 2009, 18:58

Posted by Lila in Kibbutz, Kinder, Katzen.
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Quarta spielt schon seit ein paar Jahren Mandoline – vielleicht erinnert sich jemand daran, wie es dazu gekommen ist. Seit dem ersten Schuljahr lernt sie in der Schule Blockflöte.  Die Musiklehrerin des Kibbuz, Rochkele, hat die Kinder dann vor zwei Jahren gefragt, ob sie lieber Mandoline, Geige oder Klavier spielen wollen. Quarta hat gemeint, Geige.  Daraufhin hat Y. sein väterliches Veto eingelegt und gesagt: in diesem Haus ist nur Platz für einen – entweder ich oder eine Geige. Daraufhin hat Quarta also Mandoline gelernt (wie schon ihre Brüder und ihr Onkel vor ihr – Violinphobie ist erblich).

Jetzt sind wieder zwei Jahre vergangen, und die Zeit für das dritte Instrument ist gekommen. Geige oder Klavier? Gitarre. Also hat Quarta jetzt Gitarrenunterricht genommen. Sie hat sich wohl einen etwas jugendlicheren Gitarrenlehrer vorgestellt als Nechemia, den wir vor einer Woche zum ersten Mal gesehen haben.  Nechemia ist aus dem Nachbarkibbuz, in der Gegend für sein Gitarrenspiel bekannt und außerdem ehemaliger  Schulkamerad meines Schwiegervaters. Soweit ein netter Mann, aber Quarta kam heute empört aus ihrer zweiten Gitarrenstunde. „Mama, der Nechemia verlangt zu viel! Er meint, ich muß das alles ganz leicht lernen, weil doch Großvater Paul so ein begabter Musiker war! Das ist unfair!“

Wenn man bedenkt, daß Paul ihr Urgroßvater war, ist es in der Tat etwas viel verlangt. Das arme Kind hat ja auch von mir genetische Anteile, und die sind stock-unmusikalisch. Aber Nechemia glaubt wohl an die Kraft der Vererbung. Immerhin, nicht jeder hat einen Gitarrenlehrer, der einen mit dem Urgroßvater vergleicht.

Kommentare»

1. willow - September 17, 2009, 20:05

Das arme Kind! Aber Quarta wird sich da schon durchschlagen… Gitarre! 😉

2. Manfred - September 18, 2009, 20:03

Ich habe einmal versucht, Gitarre zu lernen. Am Ende fiel mir nur noch der Vers von Wolf Biermann ein:

„Gitarre!
Sechsfingrige Folter!
Sechszüngige Schlange!
Sechs Schüsse MPi!“

Aber Quarta ist ja noch jung, da lernt sich so etwas leichter.

3. arabrabenna - September 22, 2009, 23:05

Nach langer zeit mal wieder was von dir gelesen! Du schreibst so herzerfrischend! Ich kann mir das alles sehr schön bildlich vorstellen! Die Sache mit der Geige kann ich etwas nachvollziehen, da unser 3. sich darin auch geübt hat. Solange er den ersten Lehrer hatte ging es ganz gut, aber der hörte leider auf. Als nächstes war dann Schlagzeug dran und inzwischen ist er bei der Soundtechnik angelangt für die er ein sehr gutes Gehör und Händchen hat! Wir haben noch eine köstliche Kassettenaufnahme von Kinderzeiten, wo zwei unserer Kinder in den Anfangsstadien ihrer Spielkünste etwas zum Besten geben. Wir lachen immer Tränen, da es gratis noch diverse eigene Ansagen gibt.


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