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Nichts Neues, wieder mal Juni 28, 2009, 9:56

Posted by Lila in Bloggen.
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Mein Wochenplan für nächstes Jahr formt sich langsam – es wird nicht weniger hektisch als dieses Jahr, eher mehr. Wenn ich mir angucke, was ich alles lehren muß und wie viel davon und wie viel Arbeit es sein wird, die Kurse so zu gestalten, wie ich es mir vorstelle – dann kann ich mir nicht vorstellen, wie ich das schaffen soll. Doch bis Ende Oktober habe ich ja Zeit, vorzuarbeiten. Noch ist das alte Semester aber nicht zu Ende, vom Blockseminar ganz zu schweigen, das mir nächste Woche dräut. Wenn ich erst mal drin bin, ist es okay, aber bis dahin habe ich das Gefühl, ich muß einen riesigen Stein rollen. Bergauf.

Irgendwie schaffe ich es nicht, Materialien zu recyceln – wie immer man das auch konjugieren will. Jedesmal, wenn ich ein Thema beackert habe und sogar halbwegs zufrieden war mit dem Ergebnis, denke ich: so, das hab ich jetzt. Ich speichere die ganze Serie samt Hintergrundmaterial, bibliographischen Listen und Notizen auf der externen Festplatte ab. Und nehme mir vor: wenn ich das nächste Mal was zum Thema machen will, dann habe ich es schon fertig! Dann muß ich mich nicht wieder unter Tage begeben mit dem Helm und der Lampe und dem Hämmerchen.

Aber nichts da. Wenn dann das nächste Mal kommt,  dann ist alles vorher Erarbeitete und Gelagerte  irrelevant und nicht gut genug und nicht interessant genug. Die Bilder kann ich vielleicht nutzen, aber ich arbeite das ganze Thema neu auf und ab. Ich kann die Kollegen nicht verstehen, die immer noch dieselben Sachen lehren wie zu meiner Studentenzeit. Ich gucke die Stundenpläne an und staune. Das würde ich nicht aushalten, jedes Jahr ein bißchen anders gedreht, aber immer mehr oder weniger – dasselbe.  Wie soll ich die Studenten interessieren, wenn ich selbst mich langweile? Das geht nicht.

Ich streue meine Themen auch sehr breit, eigentlich breiter, als sonst üblich ist. Ich arbeite gern in Gruppen, die sich aus allen möglichen Disziplinen zusammensetzen, und in denen man ein bißchen rumspinnen kann. Einerseits mach ich ganz solide Einführungen, andererseits etwas wagemutige Querschnitte.  Ich traue mir inzwischen ziemlich viel zu. Na ja, hat ja lange genug gedauert.  Es ist aber alles sehr viel Arbeit.

Inzwischen schmerzt meine rechte Hand (trotz Verzicht auf Maus und optimale Nutzung der Tatstatur) und ich laufe nur noch mit so einem albernen Handschuh rum. Hilft aber wirklich ein bißchen.

Was sonst in der Welt geschieht, ignoriere ich im Moment. Mein Primus war übers Wochenende hier, wir hatten einen Familiengeburtstag (Y.s Bruder), es war eine kleine Pause, aber heute geht die Arbeit weiter.  Keine Ahnung, wann ich ma wieder den Mut haben werde, mich darum zu kümmern, was außerhalb meiner vier Wände vorgeht. Ich glaube, die Katzen wissen mehr darüber als ich…

Kommentare»

1. Piet - Juni 28, 2009, 13:27

Moin Lila,

Tastatur und Sehnenscheidenentzündung sind wirklich eine unangenehme Kombination. Mir hat der Stützhandschuh dort leider nicht geholfen, eher im Gegenteil, das mag aber individuell verschieden sein. Was ich dir zum Ausprobieren aber empfehlen kann, sind Quark-Umschläge! Die ziehen nämlich die angesammelte Flüssigkeit aus den Gelenken und kühlen zusätzlich, helfen bei Entzündungsgeschichten, solange es keine offenen Wunden gibt, immer sehr gut. Also Auftragen und Küchentuch drum, billiger als Voltaren&Co isses allemal.

Schone dich, gute Besserung,
Piet

2. david - Juni 28, 2009, 19:32

Hand in Schlaufe legen, ruhig stellen, einhaendig tippen. Voltaren und Ultraschall wie vom Arzt verschrieben. Nach 3 Wochen laesst der Schmerz nach, wenn es sich nicht um CTS handelt. Wenn es CTS ist, dann hilft es nichts.

Dann dann kannst du auch Quark verwenden.
Viele Inder verwenden uebrigens erfolgreich Kuhdung bei solchen Entzuendungen. Also wenn Quark wieder erwarten nicht helfen sollte, dann wuerde ich Kuhdung-Umschlaege empfehlen. Ist _noch_ billiger als Quark&Voltaren&Co

3. Lila - Juni 28, 2009, 19:41

Leider kann ich nicht einhändig tippen. Und ich tippe ja nicht nur, ich verschiebe Bilder etc. Dafür brauche ich beide Hände. Ich stütze den rechten Ellbogen auf ein Kissen und arbeite weiter. Kann mir nicht leisten, langsamer zu arbeiten oder nachzulassen.

Das mit dem Kuhdung und Quark klingt einleuchtend. Erinnert mich an die Kinder-Redewendung קאקי בלבן … sehr appetitlich.

4. david - Juni 28, 2009, 20:11

קאקי בלבן, gut, dass Liah solche Woerter noch nicht nach Hause bringt, ansonsten kann ich mich wegen dem taeglich recht haeufigen Windelwechseln schon was darunter vorstellen.


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