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So viel zum „Waffenstillstand“ Juni 24, 2008, 7:31

Posted by Lila in Land und Leute.
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A mortar fired by Palestinian gunmen in Gaza Wednesday night landed in Israel’s western Negev region.

The shell landed in an open area in close proximity to a community, but no injuries or damage were reported.

Wednesday ist ein Fehler, letzte Nacht, von Montag auf Dienstag. Näheres auch hier.


Und wie reagieren wir nun? Wie der zahnlose Löwe, nehme ich mal an, der sich so schämt, keine Zähne zu haben, daß er nicht mal brüllt.

Und wie fühlen sich die Leute im Süden damit? Daß zwar offiziell Waffenstillstand herrscht, Israel die wirtschaftliche Blockade (die ja ohnehin löchrig war) aufhebt, die Kontrollpunkte öffnet, und weiterhin die Palästinenser Mörsergranaten schicken? Und wer weiß, was sie morgen schicken?

Ich nehme an, sie sind nicht überrascht. Aber soll das jetzt so weitergehen?

Später: die Antwort ist JA, so soll es nun weitergehen.

Residents of Israel’s south were rattled to hear the ‚Color Red‘ rocket alert sirens blare throughout their towns twice on Tuesday afternoon as Palestinian terror groups launched three Qassam rockets from Gaza. The Islamic Jihad claimed responsibility for the attack.

One of the rockers landed in the backyard of a house in Sderot, damaging the structure. No injuries were reported, though two women were treated for shock. The second rocket landed in an open area in the Sha’ar Hanegev Regional Council.

Half an hour later, the rocket alert system was activated two more times. The third rocket landed in the Sderot industrial zone. One man was evacuated to the Barzilai Medical Center in Ashkelon after feeling pain in his ears.

„This is a blatant and unequivocal violation of the understandings reached as part of the truce,“ Prime Minister Ehud Olmert said in response.

Kommentare»

1. Miriam Woelke - Juni 24, 2008, 10:19

B“H

Ja, es soll so weitergehen.

Oder hatte jemand etwas anderes erwartet ?

2. Lila - Juni 24, 2008, 10:37

Die Palästinenser müssen wirklich froh sein, daß sie so dämliche Feinde wie uns gefunden haben. So gut hat es nicht jeder!

3. Miriam Woelke - Juni 24, 2008, 11:22

B“H

Ich kann mi gut vorstellen, wie man sich in Gaza eins in Faeustchen lacht. 🙂

Traurig, aber wahr.

4. Mikado - Juni 24, 2008, 12:43

Und was geht in Berlin?

„Eklat auf der Nahost-Konferenz: US-Außenministerin Rice hat die Eröffnungsrede des Chefs der Arabischen Liga, Amr Mussa, brüsk unterbrochen. Dessen Forderungen nach einem internationalen Kurswechsel in Bezug auf die Hamas wies sie zurück.“

The same procedure as every time!

„Unterdessen hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) den Palästinensern 15 Millionen Euro für den Aufbau staatlicher Strukturen zugesagt. Das Geld soll für konkrete Projekte bei der Polizeiausbildung und im Bereich Justiz in diesem und im kommenden Jahr bereitgestellt werden, sagte Steinmeier.“

http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/ausland/artikel/693/182129/

5. Marlin - Juni 24, 2008, 15:01

Jap. 15 Millionen für die Taschen den-Hals-nicht-vollkriegender Korrupter, oder für fanatische Idioten. Oder Leute, die beides sind. Ein paar Tausender werden für die genannten Bereiche wohl drin sein.

6. grenzgaenge - Juni 24, 2008, 15:30

mensch, lila, es ist ungeimlich.ich stimme dir zu. nicht zu 99%. aber zu 100%. irgend etwas muss da schief gelaufen sein. gerade in dieser frage. unglaublich, unheimlich.

7. grenzgaenge - Juni 24, 2008, 16:33

ich finde es gut und mutig das frau rice dem chef der arabischen liga klar gemacht hat wo sein platz ist.

eine neuorientierung in der hamas frage waere dumm und ein falsches politisches signal.

auch wenn die europaer es anders sehen.

auf der anderen seite ist die position der europaer in diesem spiel aber auch nicht wirklich wichtig.

natuerlich weiss man im nahen osten das europa so zahnlos ist wie die uno.

was die 15 milionen euro angeht passt dieser betrag wunderbar in die deutsche nahostpolitik.

mit 15 millionen euro lassen sich viele nette terrorwerkzeuge einkaufen und es lassen sich ein paar geheimdienste gruenden.

ich unterstelle dem deutschen aussenminister keine boshaftigkeit.

ich stelle aber fest das er aus der vergangenheit nicht gelernt hat.

haette herr steinmeier sich ueber die aera arafat kundig gemacht wuerde er die 15 millionen euro nicht so zum fenster herauswerfen.

um es zu betonen: es geht mir nicht um das geld.

es geht mir darum das nach den erfahrungen der letzten jahre eines klar sein sollte: das geld wird die beduerftigen nicht erreichen.

es wird in die tasche korrupter beamter fliessen, es wird fuer neue waffen ausgegeben werden, fuer neue unterdrueckungssysteme innerhalb der gebiete.

das alles ist nicht neu. die aera arafat gibt ein beispiel.

seit dem tode arafats hat sich in den autonomiegebieten nichts geaendert. schon gar nicht zum guten.

es gibt kein land der welt das so viel entwicklungshilfe bekommen haette. das ergebnis ist gleich null.

auf der anderen seite stehen die worte von frau merkel. solidaritaet mit israel.

ist es solidaritaet den terror gegen suedisrael mitzufinanzieren ? ich unterstelle frau merkel nicht dies zu wollen.

aber 15 millionen euro (deren verwendung nicht kontrolliert wird) reichen fuer einige raketen. die menschen im sueden israels werden es zur kenntnis nehmen.

nein, es waere besser gewesen das geld gleich in die muellvebrennunganlage zu schuetten. da wuerde es keine gefahr bilden und vielleicht noch umweltfreundliche energie durch abwaerme erzeugen.

8. migdalit - Juni 24, 2008, 17:21

Leider keine Überraschung auch wenn ich gehofft hatte dass die Western Negev Residents eine etwas längere Atempause kriegen …

eine Möglichkeit (wenn auch wohl eher zu Public Diplomacy Zwecken) wäre noch der Hamas ein letztes Ultimatum zur Auslieferung der Terroristen zu liefern mit dem Hinweis dass Israel sonst den Waffenstillstand als nichtig erachtet. Damit würde man zumindest dem Rest der Welt zeigen, dass man den offiziellen und üblichen Weg gegangen ist, die Hamas aber eben nicht …

9. Lila - Juni 24, 2008, 20:06

Ein typischer Tag im Nahen Osten. Die Palästinenser brechen ein Abkommen, schießen, und kriegen Geld von den Europäern als Lohn für die Waffenruhe.

So leicht möcht ich mir mein Geld auch mal verdienen.

10. Rika - Juni 24, 2008, 21:16

Und dazu Frau Gersters dramatisch mitleidiger Ton : „Uns geht das Geld aus!“
http://himmelunderde.wordpress.com/2008/06/24/uns-geht-das-geld-aus/

11. Rika - Juni 24, 2008, 21:20

Oh, das tut mir leid, merke gerade, dass der link die „falsche Sendung bringt“!
vielleicht geht dieser?http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/525258?inPopup=true

12. Rika - Juni 24, 2008, 21:21
13. Verbrochenes · Waffeneinsatz gefährdet Waffenruhe - Juni 24, 2008, 21:48

[…] in Israel fühlt sich das dann so […]

14. Mikado - Juni 24, 2008, 22:20

Uiiii, jetzt wird’s inflationär:

„Berliner Konferenz sagt 242 Millionen Dollar für Palästinenser zu“, meint swissinfo.ch

Die Deutsche Welle meldet unisono:

„Funktionierende Polizei und Justiz in Palästina sind Voraussetzung für eine Zwei-Staaten-Lösung in Nahost. Auf der Nahost-Konferenz in Berlin wurden dafür 242 Millionen Dollar in Aussicht gestellt.“

Wobei die ebenfalls schweizer NZZ berichtet:
„150 Millionen Euro für die Palästinenser“

Und die SZ erhöht dann doch wieder um schlappe 6 Millionen:

„Ranghohe Vertreter aus mehr als 40 Staaten sagten rund 156 Millionen Euro Hilfen für Infrastruktur, Ausbildung und Ausrüstung zu.“

Gruß
Mikado

15. baerbelplan - Juni 25, 2008, 2:14

Auf SPON ist man da recht ehrlich:

„Ein Bekenntnis zu Palästina auf der Berliner Nahost-Konferenz“

Darum geht es also. Und Israel bekommt sein „Existenzrecht“ zugesprochen. Wie immer halt.

„Die Gelder sollen unter anderem dazu dienen, die etwa 6000 bis 7000 palästinensischen Zivilpolizisten verstärkt zu trainieren, baufällige Polizeistationen zu renovieren und in eine bessere Ausstattung der Polizisten fließen. Auch Staatsanwaltschaften und Gerichte sollen davon profitieren.“

Nichts neues also, aber davon kein Wort. Abfeiern darauf, wie bahnbrechend es mal wieder abgeht.

„Die Staatengemeinschaft werde eine Versöhnung zwischen den moderaten Palästinensern im Westjordanland und der Hamas erst unterstützen, wenn als Grundlage dafür zumindest die internationalen Vereinbarungen beachtet würden, die die Palästinenser unterzeichnet hätten.“

Ob die Autoren selbst bemerkt haben, was (angeblich) Condolezza Rice damit gesagt hat, wenn sie die Palästinenser in hier „Hamas“ und da „Moderate“ einteilt? wenn sie „moderat“ sagt, heißt das, dass sie weiß, dass beide Seiten einen gemeinsamen Nenner haben (den Hass auf Israel). Nur dass die einen eben wissen, wie man sich benehmen muss. Rice kennt offensichtlich ihre Pappenheimer, die Journalisten, die´s übernommen haben, offensichtlich nicht.
Wenn sie in diesem Zusammenhang auch noch das „Bekenntnis zu Palästina feiern“ spricht das Bände.

Ich will ja nicht böswillig sein, aber es hat in diesem Zusammenhang bestimmt einen Grund, dass das hier am Ende des Artikels steht, quasi als richtungsweisender Ausblick:

„Mussa verlangte dagegen einen Kurswechsel. Die inner-palästinensische Annäherung sei Voraussetzung für den Frieden. Die internationale Gemeinschaft müsse ihr Veto dagegen aufgeben. „Dafür sind wir alle verantwortlich“, betonte er.“

SPON ist immer wieder doof.

16. grenzgaenge - Juni 25, 2008, 7:17

Die israelische Facebook-Gruppe mit dem Namen „The petition for the release of Gilad Shalit” (Die Petition zur Freilassung Gilad Shalits), die circa 4500 Mitglieder zählt, hat für eine gemeinsame weltweite Aktion aller Treffpunkte und Blogs im Internet (Facebook, MSN etc.) Werbung gemacht. Die Aktion sieht vor, dass alle Nutzer, die Solidarität mit dem vor genau zwei Jahren entführten Soldaten Gilad Shalit ausdrücken wollen, am Mittwoch ihr Profilfoto in das Bild Gilad Shalits ändern. Genau am 25.6.2006 wurde Shalit entführt. Die Gruppe sagt, dass Shalit einer von ihnen ist und dass er einen Platz bei ihnen hat. Eine frühere Soldatin sagte, dass es ihre Pflicht sei, diese Aktion zu unterstützen: „Wenn Du selber ein Soldat bist, dann möchtest Du die Regierung hinter Dir haben. Wenn Du Dein Bild änderst, regst Du andere Menschen zum Denken an.“ Gery Klein, Student, sagte: „Es ist kein Anfang und kein Ende, es ist die Fortsetzung eines Kampfes.“

support@bloglines.com Mon, 23 Jun 2008 18:49:58 GMT

http://www.bloglines.com/blog/JNS?id=2461

17. Was man so als Waffenruhe verkauft und wer sie bricht « abseits vom mainstream - heplev - Juni 25, 2008, 17:32

[…] hat Lila von Letters from Rungholt am frühen Morgen den Mörserangriff und fragt sich, warum Israel so genannte Blockade weiter […]


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