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Gedenken März 9, 2008, 7:57

Posted by Lila in Land und Leute.
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Heute mußte Y. früher zur Arbeit, um sich vor Arbeitsbeginn mit seinem Kollegen und Freund zu treffen, der danach wegfährt. Heute ist nämlich die jährliche Gedenkfeier für die Opfer des Anschlags auf einen  Linienbus, in dem seine Schwiegereltern saßen. Der Schwiegervater ist dabei gestorben, die Schwiegermutter ist aus einem Fenster gesprungen und hat überlebt. Ich kann mich noch an sie erinnern, sie ist vor etwa zehn Jahren gestorben, Überlebende des Holocaust und des Terrors. Der Anschlag war 1978. Es war ein Blutbad, 35 Tote. Auf dem Weg nach Tel Aviv kommt man an der Gedenkstätte vorbei.

Ein Blick auf diese Seite zeigt, daß kaum ein Jahr seit 1920 vergangen ist, in dem keine Terroropfer zu beklagen sind (nur für die Jahre 1923, 1928 und 1930-33 steht die Zahl auf Null).  Auch in den 50er Jahren, lange vor der Folge des arabischen Angriffskriegs, der Besatzung. Wie es funktioniert, daß ein Volk fast 100 Jahre unter pausenlosen brutalen Angriffen auf seine Zivilisten leidet und trotzdem als Aggressor Nummer Eins wahrgenommen wird, ist wohl eine Frage für den Psychologen. Mir fällt auf Anhieb kein anderes Volk ein, das über so lange Zeit hinweg so erbarmungslos angegriffen wird – immer unter anderen Vorwänden. Und das dann als „Spirale der Gewalt“ bezeichnet wird und somit implizit abgesegnet wird.

Für die Familien der Toten und Überlebenden ist jeder Tag ein Gedenktag. Und in der Tat dürfte es kaum einen Tag im Jahr geben, an dem sich nicht gerade ein Terroranschlag jährt.

Kommentare»

1. Joinsen - März 9, 2008, 14:53

Der zweite Link ist der gleiche wie der erste.


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