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Frage an Leser Februar 24, 2008, 8:26

Posted by Lila in Bloggen.
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Wer von euch kann eigentlich blind tippen? Gelernt, sich selbst beigebracht, nie gelernt, eigene Methode entwickelt? Lohnt es sich, blind tippen zu lernen?

Hat sich eure Handschrift durch das vermehrte Tippen verändert?

Meine Antworten: ich hab es mir als Studentin selbst beigebracht, weil ich alle Arbeiten getippt einreichen mußte. Ich habe mir ein Programm aus dem Internet runtergeladen und gelernt, fürs englische Keyboard. Später dann für die deutsche und hebräische Tastatur. Ich habe es nicht geschafft, meine Kinder zu überzeugen, daß blind Tippen eine der nützlichsten Fähigkeiten ist, die man erwerben kann. Ich tippe inzwischen recht schnell, muß eigentlich mal die Geschwindigkeit überprüfen. Interessanterweise passe ich mich sofort der Sprache an, die ich tippe – ich stelle meine Tastatur jedesmal um und wechsle in die andere Sprache über. Reine Gewohnheit.

Meine Handschrift, an der ich jahrelang gefeilt habe, ist den Bach runtergegangen. Leider.

Kommentare»

1. Herr Rau - Februar 24, 2008, 9:57

Ich kann ansatzweise blind tippen – selbst beigebracht, mit einem sehr geeigneten Computerprogramm. Aber ich bin nicht konsequent geblieben, schreibe manchmal blind, manchmal nicht, wäre mit etwas Übung aber schnell wieder drin. Es lohnt sich.

Meine Handschrift hat sich nicht geändert. Ich schreibe immer noch meist mit Füller, wenn auch nicht viel, und unverändert schön.

2. Indica - Februar 24, 2008, 11:01

Ich tippe blind, meine Finger scheinen aber bei den Apostrophen rechts oben und den >en links unten manchmal etwas kurz. Hab ich mir im Studium mit viel Vergnügen nach VHS-Unterlagen mal selbst auf meiner guten alten „Gabriele“ beigebracht. Wild hackend, ersetzte sozusagen den Sandsack.

Ja, Zehnfingertippen ist sicher eine der nützlichsten Kulturtechniken überhaupt – und so befriedigend wie Fensterputzen: Man sieht sofort, wie viel passiert.

Da ich bei der Arbeit vieles mitschreibe, hat meine Handschrift nicht gelitten. Nur das Briefeschreiben ist weitestgehend den Bach runtergegangen. Aber deine Briefe habe ich natürlich alle noch! 🙂

3. beer7 - Februar 24, 2008, 11:21

ich hab’s mir noch vor dem Abitur selber beigebracht, mit einem Heftchen, das mir irgendwie in die Finger fiel. An meiner Handschrift habe ich nie gearbeitet, aber sie hat tatsaechlich auch sehr gelitten dadurch, dass ich kaum noch von Hand schreibe.

4. Georg - Februar 24, 2008, 11:37

Handelsschule sowie Höhere Handelsschule mit strenger alter Lehrerin = ich konnte es mal sehr gut, heute aber nicht mehr. Dafür ist Steno hängen geblieben (lesen kann ich’s noch gut).
Tja, die Handschrift, wie bei dir hat sie gelitten. Mensch, früher konnte ich seitenweise mühelos schreiben, heute ist alles, was ich schreibe, ein paar Notizen – und wenn’s mal mehr wird, tut die Hand schneller weh und ist die Schrift schlecht.
Aber vielleicht ist das Teil der natürlichen Evolution? 😉

5. Piet - Februar 24, 2008, 12:42

Ich habe ein Programm (Ten Thumbs) zum Lernen noch immer auf dem Rechner, bin aber nie weit gekommen. Mangelnde Disziplin, müsste ich mir wohl ins Stammbuch schreiben, oder, was es ja eigentlich heißt: Mangelnde Motivation.

Während ich jetzt tippe, zähle ich die zum Einsatz kommenden Finger: 8-9, und bin ehrlich erstaunt, dass es so viele sind! 😉 Halbblinde Schreibweise würde ich es wohl nennen. Ich könnte die Tastatur nicht aufmalen, weiß aber beim Tippen ganz genau, wo die Tasten liegen. Blind jedoch haue ich zu oft daneben. Das ärgert mich tatsächlich, denn nicht das Tippen hält mich auf, sondern (wenn ich denn zitiere, z.B.) den Text an der richtigen Stelle wiederzufinden.

Wie schnell ich tippe, ist bei mir eher eine Frage der Körperhaltung (und der verwendeten Tastatur), geht aber i.d.R. recht fix! Wohingegen die Handschrift, jaja… :´-( Ich versuche, regelmäßig mit der Hand zu schreiben, um eine der schönsten Kulturtechniken nicht den Bach runtergehen zu lassen, benutze auch zumeist Bleistift oder Füllfederhalter, aber ich merke denn doch, wenn ich viel getippt habe.

Immerhin habe ich mir wieder abgewöhnt, Dinge wie Einkaufszettel nebenbei zu tippen, zu übertragen und auf’m Handy mitzunehmen (auch dafür gibt’s nette Widgets: Bluetooth an, ‚übertragen‘ klicken, fertig; ich spiele ja ganz gerne mit solchen Dingen), sondern benutze wieder meine gute, altmodische Zettelsammlung! 🙂

So, jetzt gehe ich brav meine 2×6 Kreuzchen machen, dann zum Fußi und dann in der Kneipe zum Wahlkrimi gucken (Prognose: keine Mehrheit für schwarz/gelb (falls die FDP überhaupt rein kommt), noch für rot/grün, mit den Linken will keiner, große Koalition will auch keiner und schwarz-grün will nur die CDU (weil vermutlich die FDP oder ein paar Sitze fehlen…)) und schauen, ob’s auch hier „hessische Verhältnisse“ gibt.

6. Mia - Februar 24, 2008, 14:19

Ich hab ein Wirtschaftsabitur, da war Tastaturschreiben Teil des Lehrplans. Ich tippe also mehrheitlich blind, beherrsche aber nur die schweizer-deutsche (die ist nicht gleich wie die deutsche) und die englische Tastatur. Wenn ich hebräisch schreiben möchte, muss ich jeden Buchstaben mühsam suchen gehen.

Meine Handschrift hat sich schon ein bisschen verändert. Momentan schreibe ich zwar wieder viel von Hand – Skripts an der Uni beispielsweise – aber die Handschrift ist nicht mehr so schön regelmässig wie sie früher war.

Und ich schreibe und bekomme kaum mehr handgeschriebene Briefe. Das finde ich schon sehr schade.

7. Liisa - Februar 24, 2008, 14:52

Ich hab es mir auch selbst anhand eines entsprechenden Heftes beigebracht und die Vorteile liegen klar auf der Hand. Mit der Hand schreibe ich eigentlich nur noch kurze Notizen, Geburtstagskarten o.ä. Die Handschrift an sich hat glaube ich nicht groß gelitten aber die Hand fängt meist früher an zu „muckern“ als sie das früher getan hat.

8. Urs Müller - Februar 24, 2008, 15:00

Ich kenne Leute, die schreiben mit zwei, drei Fingern fast ebenso schnell, wie andere mit zehn Fingern.
Selber schreibe ich seit dem Schreibmaschinen-Zeitalter (mechanische!), wo es uns in der Ausbildung beigebracht wurde, blind mit zehn Fingern. Heute allerdings nur noch auf dem PC mit Standard-Tastatur. Auf dem Mac muss ich zwischendurch wieder etwas runtergucken, weil gewisse Tasten speziell belegt sind.
Aber ich denke, die Jungen schreiben doch heute nur noch mit dem Daumen… oder ist der SMS Wahnsinn noch nicht bis Israel gedrungen?

9. Claudia - Februar 24, 2008, 15:06

Auch ich tippe blind, habe es vorzeiten in einem Kurs der Handelsschule gelernt. Meine Handschrift war, wenn ich nicht gerade Kalligraphie mache, immer mäßig und ist über die Jahre nicht schöner geworden; ich glaube aber nicht, daß das mit der Tipperei zusammenhängt.
Mir macht Tippen Spaß, und es ist eine Freude, wie flott man am Computer schreiben und Geschriebenes verbessern kann. Andererseits ist es auch eine Freude, mal einige Seiten mit der Feder in einer besonders schönen Schrift zu schreiben – das brauche ich gelegentlich zur Abwechslung. Nebenbei, seit ich fast nur noch die Feder benutze, hat sich meine Alltags-Handschrift etwas verbessert.

10. april - Februar 24, 2008, 15:20

Ich habe in der Schule 10-Finger-Schreiben gelernt, aber zum Blindschreiben sind wir nie gekommen. Das kannich also nur so halbwegs. Leider mache ich auch viele Buchstabenverdreher beim schnellen Tippen.
Da ich der Meinung bin, dass dies in den heutigen Zeiten zu den Grundfähigkeiten gehört, habe ich meine beiden Söhne animiert, es zu lernen. Sie haben das mit einem Computerprogramm gemacht und tippen heute in atemberaubender Geschwindigkeit blind.
Meine Handschrift hat nicht gelitten (wenn sie denn schlechter werden könnte 😉 Ich schreibe nach wie vor gerne und relativ oft mit der Hand.

11. dasmiest - Februar 24, 2008, 17:28

Ich hab’s mir auch selbst beigebracht aus einem Buch – noch auf einer richtigen Schreibmaschine!

Ich bin auch froh, es zu können und bin sicher, die Söhne werden es früher oder später lernen müssen, da hilft nix.

Die Handschrift ist nicht merklich schlechter geworden, auch wenn ich heute viel seltener mit der Hand lange Texte schreibe.

12. Noga - Februar 24, 2008, 17:31

Ich hatte Maschinenschreiben als Schulfach drei Jahre in der Mittelstufe. Nach dem ersten Jahr waren wir alle fit im Zehn-Finger-System, danach ging es um das Gestalten von kaufmännischen Schriftstücken. Heute gibt es das Fach gar nicht mehr. Computerbdingt läuft das heute unter „Informationsverarbeitung und Bürokommunikation“.
Wie meine mittelprächtige Handschrift wäre, wenn ich Maschinenschreiben nicht an der Schule gehabt hätte, weiß ich nicht. Da fehlt mir der Vergleich.

13. iolanthe - Februar 24, 2008, 18:23

Ich habe während meiner Schulzeit an einem Maschineschreibenkurs teilgenommen und tippe seit dem blind im 10-Fingersystem. Was ich sehr praktisch finde. Leider hatte ich keine Lust mehr, als es an die Zahlenreihen ging, deswegen kann ich die nicht blind. Was wiederum oft unpraktisch ist 😉
Ich kann das allerdings nur auf deutscher Tastatur. Wobei die englische ja nicht sooo erheblich anders ist. Das geht dann also immer noch schnell, wenn auch mit etwas mehr Korrekturen…
Die Buchstabendreher, vor allem beim „ch“ werde ich leider nicht los…

Meine Handschrift… Ich war mal auf dem Weg zu einer sehr schönen Handschrift, aber so richtig stabilisiert hat sich die leider nicht. Obwohl ich fast ausschließlich und auch gar nicht so wenig mit Füller schreibe. Wenn ich jetzt einigermaßen konzentriert und langsam schreibe, bin ich mit meiner Handschrift zufrieden. Notizen und Mitschriften sehen aber leider schrecklich aus.

14. Violine - Februar 24, 2008, 18:54

Ich kann blind tippen, reine Übungssache.
Und die Handschrift ist nicht schlechter geworden. Ich selbst finde sie nicht sonderlich, aber andere loben sie allenthalben.

15. niels | zeineku.de - Februar 24, 2008, 20:48

Wer von euch kann eigentlich blind tippen?

Ich. 🙂

Gelernt, sich selbst beigebracht, nie gelernt, eigene Methode entwickelt?

Gelernt als Schüler bei einem VHS-Kurs. Der Dozent war ein greiser „Stenographie- und Tastschreibenlehrer“, der uns auch wortwörtlich blind schreiben ließ. Licht aus und nach Dikatat schreiben. Ulkige Sache, aber sehr erfolgreich.

Lohnt es sich, blind tippen zu lernen?

Unbedingt. Ich bin wesentlich schneller als alle mir bekannten Nichtblindschreiber.

Hat sich eure Handschrift durch das vermehrte Tippen verändert?

Würde ich nicht sagen. Ich muss trotzdem noch einiges mit der Hand schreiben.

16. grenzgaenge - Februar 24, 2008, 21:45

also ich schreibe immer noch mit 2-3 fingern und nicht mal blind. ich glaube mein steno habe ich auch verlernt. wozu braucht man das heute noch ??

17. Lila - Februar 24, 2008, 22:01

Zum Mitschreiben bei Vorlesungen oder in Sitzungen. Wenn man einen Vortrag hört und hinterher ne Frage stellen will. Wenn man einfach schnell was hinschreiben will – ich kenne Leute, die sich Briefe in Steno schreiben. Ich hätte das immer gern gekonnt. Statt mit der Hand schreiben, nur eben schnell. Außerdem kann es niemand sonst lesen, weil alle denken, man braucht es eh nicht 😉

18. wortteufel - Februar 24, 2008, 22:29

Am Anfang der Ausbildung mussten alle Azubis einen Tippkurs belegen. Zwanzig Doppelstunden in der Tippschule.

Ich tippe schnell, blind und bin jeden Tag dafür dankbar 😉

Meine Handschrift ist noch genauso schön, wie vorher… Nur tut mir die Hand nach spätestens einer A4-Seite per Hand geschrieben weh. Mehr, als beim Tippen.

19. Claudio - Februar 24, 2008, 22:32

Klar, blind tippen kann ja heute praktisch jeder. Und schön schnell bin ich darin eigentlich auch. Aber Steno wäre schon äusserst praktisch, wenn man das könnte. Dann wäre man in der Vorlesung schneller beim Mitschreiben, wie die Lila ja auch sagt.

20. zuppi - Februar 24, 2008, 23:44

Ich gebe meine Text-Elaborate seit Jahren lieber an einen Schreibdienst,auf meinem Arbeitsplatz wimmelt es nur so von Zetteln,Notizen und handschriftlichen Scripten.Die Tastatur ist mein Feind,das war schon zu Schreibmaschinenzeiten so,das wird sich wohl auch nicht mehr ändern.

21. bosch - Februar 25, 2008, 0:20

Tippe auch blind. Habe es vor vielen Jahren mal vor Beginn meiner Ausbildung an einer VHS gelernt. Hatte mich zuerst gesträubt dagegen und das Blindtippen erst später in meinen Alltag integriert: ich hatte irgendwann ein furchtbares Sekretariat, welches viele Tippfehler verursachte. Bänder besprechen und Korrekturlesen dauerte irgendwann länger als das Selbertippen.

Meine Handschrift kann sich noch sehen lassen (schreibe fast alle Blogbeiträge mit der Hand, meistens unterwegs).

22. noamitsou - Februar 25, 2008, 1:17

Wenn ich das alles hier so lese, bin ich wohl der technische Amateur, was das Tippen betrifft 😉
10-Finger-System? Kann ich leider nicht. Ich tippe stattdessen mit zwei Fingern, das aber dafür sehr schnell. Und mittlerweile geht es größtenteils auch blind. Das kam mit den Jahren einfach so aus dem Tippgefühl heraus.

Was die Handschrift betrifft, hat sich nichts verändert. Sie ist eigentlich genauso schön wie früher. Nur beim schnellen Mitschreiben (wie oben erwähnt) leidet die Schönheit unter der Schnelligkeit.
Und ich schreibe seltener per Hand, weil es am PC bei langen Geschichten oder Arbeiten einfach praktischer ist, schnell mal was umzustellen oder zu verbessern.
Briefe werden aber nach wie vor per Hand verfasst. Soviel Zeit muss sein 🙂

23. Jo - Februar 25, 2008, 1:19

das macht nichts, wenn die kinder es jetzt nicht lernen wollen. wenn sie merken, dass sie es brauchen koennen, lernen sie es auch schnell. man muss ja eigentlich nur die grundposition kennen, alles andere findet sich. wenig aufwand, grosser nutzen.

24. Hendrik - Februar 25, 2008, 1:37

Den Blindflug mit 14 in der Volkshochschule gelernt. Weil meine Handschrift so schlecht war, dass niemand meine Texte oder Briefe lesen konnte. Inzwischen schreibe ich aber eher blind mit 7-8 Fingern. Die Handschrift blieb schlecht und wurde eigentlich nur durch die Vorlesungsmitschreiberei im Studium noch schlimmer. Wie meine Profs meine 16 seitige, in vier Stunden per Hand geschriebene Abschlussprüfung entziffern konnten, ist mir ein Rätsel.

25. Heimo - Februar 25, 2008, 5:21

.. die Gemeinde der Blindtipper scheint groß zu sein & auch ich gehöre dazu – automatisch übertragen sich die Gedanken in das Instrument, das Ergebnis sieht man ohne lästiges Hin-& Hergegucke sofort auf dem Bildschirm, bzw. Blatt – aber ich kenne auch viele hartnäckige 2-Fingertipper, sogar Profi-Programmierer, die das Tastenfeld mit Habicht-Blick zwar beherrschen, aber den Blick habe sie nicht frei für das Ergebnis- er zappelt ständig zwischen Tastatur & Bildschirm hin & her – diese virtuose Halbfertigkeit des relativ schnellen Einfingersystems – wie eine schlechte Angewohnheit – verhindert dann meist, daß sie jemals noch sich auf das wirklich überlegene 10-Finger-Blindschreiben einlassen, das ja auch eine lästige Übungs- & Trainingsphase verlangt. –

Ja blind schreiben lohnt sich extrem, wenn man viel Zeit mit Tipparbeit verbringt.
.. aber natürlich wer die kleine Hürde des Erlernens scheuen, hat auch immer jede Menge Gegenargumente parat: “Es geht doch auch so! – das hab ich schon immer so gemacht”
Aber natürlich geht es auch so – es soll ja niemand diskriminiert wegen, wegen seiner Schreibmethode..

PS: meine immer schneller niedergekritzelte Handschrift wurde irgendwann selbst für mich unleserlich, daß schon seit Jahren ich grundsätzlich nur in Druckbuchstaben schreibe…

26. Damien - Februar 25, 2008, 10:25

Ich hab das 10-Finger-System an der Höheren Handelsschule gelernt und einigermaßen beibehalten. Freue mich regelmäßig, wenn wieder mal jemand sagt „Mensch, kannst Du aber schnell tippen und Du guckst ja nicht mal hin dabei“. Meine Handschrift ist nicht schlechter geworden davon, aber mir tut auch schnell die Hand weh, wenn ich einen längeren Text mit der Hand schreiben will. Was ich ganz schade finde, ist, wie wenig handgeschriebene Briefe ich noch bekomme (eigentlich nur noch von Mama und Papa) – ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass ich genauso wenige selber noch von Hand schreibe. Geht halt heute alles per e-mail. Was praktisch ist, aber einiges verloren gehen ließ, wie schönes Briefpapier, schöne Handschriften, Tinte, etc. Aber das kann man ja wenigstens durch schöne Postkarten ab und an ausgleichen.

27. capillarubra - Februar 26, 2008, 12:34

Ich habe irgendwann mal angefangen, das Zehn-Finger-System zu lernen. Dann ist mir jedoch aufgefallen, dass ich sowieso schneller tippe als ich mir einen sinnvollen Text ausdenken kann. Außerdem gehöre ich zu der Generation, die mit dem Computer aufgewachsen ist, und kann inzwischen auch mit meinem über die Jahre herangewachsenen Vier-Finger-System fast blind tippen.
Aber die Handschrift, die ist wichtig, für die Mitschriften in der Uni. In meinem Fach ist das immer noch so, dass die Vorlesenden an die Tafel und die Studenten fleißig abschreiben. Meine Handschrift ist in den letzten Jahren deshalb eher besser als schlechter geworden.

28. Sascha - Februar 26, 2008, 18:41

Es ist faszinierend zu sehen, wieviele Leute hier blind tippen können. Trotz Informatiker kann ich’s nicht – bin mit ca. vier Fingern aber dennoch recht flott.
Die Handschrift hat sich durch Nicht-Benutzung entsprechend zurückentwickelt und ist schwer lesbar. Mitschreiben in der Uni viel entsprechend schwer. Ursache und Wirkung? …

29. locojustloco - März 5, 2008, 13:09

Ich tippe blind, mit einer Art achteinhalb-Finger-System aus eigener Fertigung. Und ich bin nicht in der Lage, von einer deutschen (QUERTZ) auf eine französische (AZERTY) Tastatur umzusteigen, da geht dann alles durcheinander. Lieber stelle ich die Tastatur um und behaupte dem Computer gegenüber, die AZERTY wäre eine QUERTZ. Er glaubts, ich glaubs, und so verstehn wir uns.

Die Handschrift hat bei mir gelitten – nicht unter der Computertipperei, sondern unter dem Mitschreiben in der Uni, mit Kugelschreiber noch dazu, weil diese dämlichen Federhalter immer wieder ungefragt ihre Tinte in die Gegend tropften und somit nicht transportfähig waren. Es gibt keine besseren Handschriftversauer als Kugelschreiber.
Seit einiger Zeit verweigere ich mich dem Kuli-Wahn (außer beim Fahrtenbuch im Auto), und die Handschrift gewinnt wieder Form. Nur die Kinder behaupten, sie nicht lesen zu können: „du schreibst zu deutsch!“


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