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Oha, Februar 15, 2008, 13:46

Posted by Lila in Land und Leute.
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hier hat gerade die Erde ein bißchen gewackelt. Letzte Woche war ein kleines Erdbeben, das haben wir verschlafen. Dieses hier haben wir alle mitgekriegt. Fieses Gefühl.

Ynet berichtet.

At 12:36 on Friday afternoon an earthquake registering 5.3 on the Richter Scale was felt by residents across Israel. The trembling lasted for 19 seconds and shook structures in many major towns and cities. The quake’s epicenter was located 15 kilometers (10 miles) northeast of Tyre Lebanon, or 70 km (45 miles) northeast of Haifa.

The earthquake also shook Beirut, other parts of Lebanon and the Syrian capital of Damascus.

Ist das nicht verrückt? Wir sind so nah beieinander, daß wir Regenwetter und Erdbeben miteinander teilen. Wäre es nicht nett, wenn wir auch sonst miteinander auskämen?

Kommentare»

1. Marlin - Februar 15, 2008, 20:52

Ja, wäre es.

Kannst Du das Gefühl noch etwas beschreiben? Würde mich interessieren.

2. Lila - Februar 15, 2008, 22:20

Das letzte Mal, so vor zwei Jahren, war es richtig eklig. Da war ich allein zuhaus, es war ganz still. Und auf einmal zitterte das Haus, so ein leiser Schauer, und alles fing an zu vibrieren. Nicht richtig zu klappern, aber Glastüren, Geschirr, alles geriet irgendwie in Schwingung. Es war besonders gespenstisch, weil ich allein war und es so still war. Und es war schnell vorbei, aber ich war richtig erschrocken. Quarta war wohl im ersten Schuljahr und hat einen großen Schrecken gekriegt in der Schule, weil sie dachte, bestimmt steht das Haus nicht mehr…

Heute war es nicht so schlimm, weil wir fast alle zuhause waren. Ich ging gerade mit dem Wäschekorb durchs Haus und hätte es gar nicht bemerkt, aber Secundus war in der Küche und rief: re´idat adama! Erdbeben! Er war barfuß und spürte den Fußboden wackeln. Ich sah die Wasserflasche auf dem Schreibtisch an und sah, daß das Wasser richtig wackelte. Es war so schnell vorbei, daß ich es selbst körperlich diesmal nicht spürte, weil ich in Bewegung war.

Es ist fies, weil es so ungewöhnlich ist. Die freundliche Illusion, daß die Erde fest unter unseren Füßen ist und der Himmel uns schon nicht auf den Kopf fallen wird, vibriert eben mal ein bißchen…

Was hier passiert, wenn der heftige Erdstoß kommt, den uns der syrisch-afrikanische Graben eigentlich demnächst bescheren sollte – keine Ahnung. Y. meint, der Kibbuz ist auf einem dicken Felsbrocken gebaut, der kommt so schnell nicht ins Rutschen, wackelt vielleicht, aber mehr nicht. Schön und gut, aber erstens: weiß der Brocken das auch? Und zweitens: und wenn wir gerade woanders sind?

Meine größte Angst sind die Gasleitungen – die halten bestimmt nicht viel aus.

Lieber nicht dran denken! (Hier der Link zu Earth Quake Watchs Bericht und Karte).

3. willow - Februar 16, 2008, 0:35

20 Sekunden bei 5.3 …. weiah! Ich sage schon lange, daß der olle Moses einen an der Waffel gehabt hat – kein Erdöl, blödes Klima, Erdbeben… 🙂

4. David - Februar 16, 2008, 21:34

Hier war das Beben schon deutlich zu spueren. Im Haus gerieten einige Dinge in Bewegung, alles beglietet von einem tiefen Grollen aus dem Inneren des Huegels, als ob riesige Felsen aneinander reiben.
Beeindruckend. Ob das auch wieder so ein hinterlistiger Plan Israels war, um die Al Aqsa Mosqe kaputt zu machen? Wir werden es sicher bald erfahren?

Grosses Beben? Schwer zu sagen. Am Dead Sea Rift ist sowas wohl schon ueberfaellig. Meine Lieblingskatastrophenvostellung ist aber der Ausbruch des gigantischen Stratovulkans in Yellowstone. Das duerfte so ziemlich alles – buchstaeblich – in den Schatten stellen.

5. Lila - Februar 16, 2008, 22:03

Ja was dachtest Du denn?

The 5.3-magnitute earthquake that jolted Israel on Friday shook open a large hole on the Temple Mount plaza, near the Dome of the Rock.

Al-Aqsa mosque officials belonging to the Islamic Movement’s Northern Branch covered the hole with wooden planks following afternoon prayers.

The officials, who also said the quake caused cracks in several local residential buildings, said the hole was a meter deep, two meters long and meter and a half wide.

The Islamic Movement blamed Israel for the hole, saying Israel is digging tunnels in the area that undermine the stability in the area of the Al-Aqsa mosque. The organization urged Islamic states to take action to stop Israeli excavations in the area.

The earthquake shook Israel early Friday afternoon and was felt mostly in the Coastal Plain.

Aber wie kommt es, daß sie uns nicht auch beschuldigen, das Erdbeben ausgelöst zu haben? Sie lassen nach, unsere chevremanim.

6. Marlin - Februar 17, 2008, 0:49

Allah, schmeiß wenigstens etwas Hirn vom Himmel …

😛

7. Hendrik - Februar 21, 2008, 11:58

Natürlich sind die Israelis Schuld am Erdbeben. Und laut Haaretz weiß die Shas sogar welche Israelis: Die Schwulen und Lesben!

http://www.haaretz.com/hasen/spages/956334.html

Hach Shas, wenn man mit ihnen nichts zu tun hat, könnte man sagen: Immer was zu lachen!

Liebe Grüße,

Hendrik

8. Lila - Februar 21, 2008, 12:05

Ja, da haben wir auch teuflisch gekichert. Es sind ja nicht die Schwulen und Lesben direkt, sondern die liberale Gesetzgebung in Israel.

Wie dann allerdings die großen Erdbeben hier in den letzten Jahrhunderten erklärt werden…. das übersteigt wohl selbst Eli Yishais Erklärungstalente.

Putzige Typen, allerdings. Gut, daß niemandem was passiert ist, sonst würde einem das Lachen im Halse steckenbleiben, so wie nach dem entsetzlichen Unglück in Jerusalem vor ein paar Jahren. Da stürzte eine marode Hochzeits-Halle ein und viele Menschen kamen ums Leben. Irgendwelche durchgedrehten Rabbiner meinten, kein Wunder – da hätten ja Männer und Frauen zusammen getanzt. (Daß ihre eigenen Kollegen aktiv an diesen Greueln beteiligt sind durch Vollziehen der Trauzeremonie… verlieren wir kein Wort darüber). Damals habe ich mich richtig geärgert drüber, war ein großer öffentlicher Aufschrei deswegen.

Ja ja.

9. grenzgaenge - Februar 21, 2008, 15:42

ich verfolge die geschichte von schas auch mit interesse. allerdings finde ich das weniger lustig, eher unendlich traurig. auch weil ich eine ganz andere form von juedischem leben geniessen darf. eine offene und liberale variante, eine richtige einheitsgemeinde die voellig verschiedene menschen integriert.

10. Lila - Februar 21, 2008, 21:59

Shas ist für uns wirklich nur skurril, ich sehe sie nicht als repräsentativ für irgendwas an. Überall gibt es schräge Typen.

11. David - Februar 21, 2008, 22:45

Nicht repraesentativ? Fahr mal zu nachtschlafener Zeit irgendwo Taxi.


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