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Reaktionen Februar 5, 2008, 0:36

Posted by Lila in Land und Leute, Presseschau.
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Ynet zeigt ein Bild und auch einen Video von der Freude im Gazastreifen. Blumen und Süßigkeiten werden verteilt – dafür und für Waffen reicht es immer. Sie bestätigen damit auf zynische Art und Weise unseren zynischen Ausspruch, daß wir sie nur auf eine Art und Weise zufriedenstellen, ja glücklich machen können – indem wir sterben. Solange wir uns so hartnäckig weigern, uns töten zu lassen, ist der Konflikt wohl wirklich unlösbar.

gaza-sweets.jpg

Das ist für mich Barbarei. Die Feierlaune, das zufriedene Lächeln auf den Gesichtern.

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Und es markiert für mich einer der größten symbolischen Unterschiede zwischen der zivilisierten Welt und der unzivilisierten, tut mir leid, so politisch unkorrekt das klingt. Wer den Tod einer unschuldigen Zivilistin beim Einkaufen als Sieg bejubelt, ist erstens ein Feigling. Und zweitens ein Barbar.

(Natürlich, natürlich meine ich nicht alle Palästinenser. Der Graben geht da mitten durch, wie viele auf jeder Seite stehen, vermag ich nicht zu beurteilen. Doch behüte mich der Himmel vor Generalisierungen, Haß und Bitterkeit, die sind von Übel.)

Außerdem aber lasse man sich diese Sätze mal auf der Zunge vergehen:

Zu dem Anschlag bekannte sich eine militante Gruppe mit Verbindungen zur Fatah-Partei des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas. In einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AP erklärten die Al-Aksa-Märtyrerbrigaden, sie hätten die „Märtyreraktion“ gemeinsam mit der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) ausgeführt.

 

Nochmal langsam zum Mitschreiben: eine militante Gruppe mit Verbindungen zur Fatah-Partei des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas. Der nette, silberhaarige Opa, mit dem wir Frieden machen sollen, auf dessen Versprechungen wir bauen sollen und dem wir die Sorge für unsere Sicherheit übertragen sollen. Derselbe.

 

Al-Aksa-Sprecher Abu Fuad sagte, die beiden Attentäter seien über Ägypten nach Israel gelangt, nachdem der Grenzzaun vom Gazastreifen nach Ägypten am 23. Januar von Mitgliedern der Hamas eingerissen wurde. Damit sei die seit einem Monat geplante Aktion möglich geworden.

Jedes weitere Wort zum Thema „warum Israel Grenzen zwischen sich und den Palästinensern sehen will“ ist wohl überflüssig, oder? (Zur Erläuterung: die 230 km lange Grenze zwischen Israel und Ägypten ist ungesichert. Trotz Patrouillen der Grenzpolizei dringen immer wieder Leute ein.)

Mahmud Habbasch, ein Minister in Abbas‘ Regierung, verurteilte den Anschlag ebenfalls, beschuldigte aber Israel, mit seinen Angriffen auf Extremisten im Gazastreifen eine Atmosphäre der Gewalt zu schaffen. Damit trage Israel Verantwortung für die Eskalation der Lage.

Aber selbstverständlich, wann hätte Israel mal nicht die 100%ige Verantwortung getragen? Unser Grotten-Olmert mag ja schon schwach sein im Übernehmen von Verantwortung für seine Taten, aber er sieht im Vergleich zu den Palästinensern geradezu wie ein Über-Ich-Freak aus.

In Gaza sagte Hamas-Sprecher Ajman Tahan, er wisse nicht, ob seine Organisation an dem Anschlag beteiligt gewesen sei. Er bezeichnete die Tat jedoch als gerechtfertigt.

Ja ja, auf jeden Fall. Ist doch klar. Solange Zionisten sterben, war die Aktion ein Erfolg. Ich meine, wenn ich so einen Ausspruch erfunden hätte, würde ich mich dem Vorwurf der üblen Nachrede aussetzen…

In der JPost findet sich ein Video mit ähnlichen Sprüchen. Es interessiert mich wirklich, ob sowas auch in Deutschland gesendet wird, obwohl es doch mit der Wahrnehmung der Palästinenser als friedlicher Opfer kollidiert – oder ob man aus irgendwelchen Gründen darauf verzichtet, diese liebgewonnene Illusion zu zerstören….

In Ynet lese ich auch ein Interview mit dem Polizisten, der den zweiten Selbstmordattentäter erschoß, bevor er mit seiner Hand an den Gürtel langen und den Sprengsatz auslösen konnte. Ich nehme an, das kommt in den deutschen Nachrichten nicht vor (wer will sich schon den Rosenmontag kaputtmachen lassen? — immer auf die Jecken!!!) – aber hier kam eine Aufnahme, die zeigt, wie es zuging.

Die beiden Attentäter waren wohl etwas paddelig, haben sie sich denn nicht klargemacht, daß einer verletzt wird, wenn er zu nah am anderen steht? Der von seinem Kumpel verletzte verhinderte Shahid lag am Boden, den Gürtel noch um die Hüften, da kamen schon Bürger und Sanitäter, um ihm zu helfen. Als sie den Gürtel entdeckten, warnten sie sofort alle Umstehenden.

Die Polizei versuchte, die Leute zu entfernen, aber einige Sanitäter wollten die blutend am Boden liegenden Opfer nicht alleinlassen. (Wann hätte sich ein Israeli je eine Anweisung geben lassen, ohne lautstark zu widersprechen?) Während die Umgebung noch geräumt wurde, versuchte der verletzte Attentäter verzweifelt, seinen Sprengsatz zu zünden. Bevor es ihm gelang, erschoß ihn ein Polizist.

Beim BBC gibts ein Video des Ablaufs. Als Y. diese Bilder sah, meinte er, „es wird sich bestimmt wieder jemand finden, der diese Schüsse als Beweis für Israels Brutalität ins Feld führen wird“. Ich wollte schon erwidern, daß niemand so blöd sein kann, aber dann erinnere ich mich an mindestens 150 Beispiele gleichzeitig, in denen israelische Not- oder Gegenwehr sehr ungnädig aufgenommen wurde (inklusive Entebbe!) und schloß den Mund wieder. Wer solche Reaktionen findet, soll sie mir bitte im Interesse meiner seelischen Gesundheit vorenthalten. Danke.

Wenn keine Gefahr für Umstehende besteht, wird natürlich nicht geschossen, sondern der Attentäter im Krankenhaus gesundgepflegt, wie die von mir schon öfter erzählte Geschichte vom Anschlag auf der Megiddo-Kreuzung beweist. Er wurde mittels Roboter hochgehoben und aus der Ferne sein Sprengsatz unschädlich gemacht (den er wohl nicht auf dem Körper trug).

Dann kam er ins Krankenhaus in Afula, wo auch Opfer von Anschlägen lagen, und wurde gesundgepflegt. Er war so keck, dem Team von jüdischen und arabischen Ärzten zu danken, das ihn gerettet hatte, und zu verkünden, das Leben sei doch schön. Allerdings.

War es für die arme Frau bestimmt auch, die heute begraben wird.

Wollen wir nur hoffen, daß die düsteren Prophezeiungen nicht wahr werden und der Süden nun nicht weiteres Leid erfahren muß. Ebensowenig wie der Norden. (Von Osten und Westen kann bei einem so schmalen Handtuch wohl kaum die Rede sein.)

Das Schlußwort überlasse ich meiner Blog-Neuentdeckung Gila.

Kommentare»

1. chris - Februar 5, 2008, 1:15

In Ynet lese ich auch ein Interview mit dem Polizisten, der den zweiten Selbstmordattentäter erschoß, bevor er mit seiner Hand an den Gürtel langen und den Sprengsatz auslösen konnte. Ich nehme an, das kommt in den deutschen Nachrichten nicht vor (wer will sich schon den Rosenmontag kaputtmachen lassen? — immer auf die Jecken!!!) – aber hier kam eine Aufnahme, die zeigt, wie es zuging.

Das Interview habe ich nicht gesehen, der Bericht kam aber im Fernsehen, wobei man den verletzten Attentäter sah, mit dem Kommentar, dass er erschossen worden wäre (was zumindest bei mir kurze Zeit Verwirrung auslöste).

Und ja, Recht hast du: ich habe schon den ersten Kommentar gehört, warum er erschossen wurde. (Hier eine Darstellung im deutschen Fernsehen: http://plus7.arte.tv/de/detailPage/1697660,CmC=1895884,scheduleId=1890544.html )

2. jakobo - Februar 5, 2008, 1:59

Also den Bericht auf ARD fand ich eher neutral.

Es wird da aber auch berichtet das es wohl unstimmigkeiten
zwischen dem bekennervideo und den beiden attentätern
gibt woraus sie schließen dass noch jemand in israel sein
muss. Weist du da was darüber?

Jakobo

3. Christian - Februar 5, 2008, 2:16

[quote]Es interessiert mich wirklich, ob sowas auch in Deutschland gesendet wird, obwohl es doch mit der Wahrnehmung der Palästinenser als friedlicher Opfer kollidiert – oder ob man aus irgendwelchen Gründen darauf verzichtet, diese liebgewonnene Illusion zu zerstören….[/quote]

In der 20-Uhr-Tagesschau waren heute sowohl die Sprüche als auch die ekelhafte Freude der Palästinenser zu sehen. Beim Zusehen wurde ich unglaublich wütend.

4. Piet - Februar 5, 2008, 2:18

Doch doch, darüber wurde in den Tagesthemen berichtet, dass Schlimmeres verhindert werden konnte. (Auch über die Salutschüsse und verteilten Süßigkeiten in Palästina, was ja nichts Neues ist…).

Das mit dem dritten Attentäter hatte mich aber auch etwas verwirrt…

5. chris - Februar 5, 2008, 3:30

Hoppla, das könnte missverständlich sein:

Und ja, Recht hast du: ich habe schon den ersten Kommentar gehört, warum er erschossen wurde. (Hier eine Darstellung im deutschen Fernsehen

Den Kommentar habe ich privat gehört, der hat nichts mit der Darstellung von Arte zu tun.

6. Thatcher - Februar 5, 2008, 5:26

Auf keinen Fall sollte Israel jetzt auf eine angemessene und harte Reaktion verzichten. Gut gemeinte Milde reizt diese Hunde nur, es noch bunter zu treiben – genau das ist es auch, was in den europäischen Städten schief läuft. Alle Friedenshoffnungen mit dem Barbarenpack sind vergebens; auch die sogenannten „Gemäßigten“ sind für das Verhalten ihrer Nichtgemäßigten zur Verantwortung zu ziehen. Wobei an ihren Reaktionen auch deutlich wird, worin ihre „Gemäßigtheit“ besteht: einig in bezug auf die Ziele, nur feige in bezug auf die Mittel. Distanzierung findet nicht statt, dazu sitzt der Hass bei 99% einfach zu tief, und das hat gar nichts mit dem Verhalten von Israelis oder dem Westen zu tun, sondern liegt ausschließlich an der totalitären faschistischen Hassideologie, die Islam heißt und weltweit für eine Religion gehalten wird. Ich würde eine Flasche vom besten Sekt köpfen, wenn Israel Gaza endlich einäschert, wie es das schon lange verdient. Ist es das eine Prozent, das wirklich anders denkt, denn wirklich wert, dass man dafür 99 Prozent tödliche Fanatiker einfach gewähren, fortwährend morden und die Morde auch noch feiern lässt?

Übrigens fallt ihr leider auf Mahmud Abbas herein. Dieser weißhaarige Onkel ist genausowenig an Frieden interessiert wie Arafat es war. Mir fällt schon lange auf, dass in unseren Medien immer wieder solche onkelhaften Typen die arabische Sichtweise präsentieren dürfen, damit die Araber sympathischer rüberkommen. In Wirklichkeit ist es eine auf westliche Wahrnehmungsmuster zugeschnittene Propaganda, die exakt das Gleiche sagt wie eh und je. Nix Neues unter der Sonne. Abbas hat seine „Doktor“-Arbeit über die Leugnung des Holocaust geschrieben, und einen großen Teil der EU-Milliarden“hilfe“ hat er über irgendwelche Kanäle der Hamas in die Hände gespielt, nicht zuletzt um diese „gesegnete Operation“ durchzuführen. Er und seine Fatah unterscheiden sich nur im Auftreten, nicht im Denken und in ihren Zielen von Hanije und Konsorten. Good Arab – Bad Arab, weltweit. Israel kann ganz allein entscheiden, wann damit Schluss sein soll – die Waffen dazu hat es.

7. jakobo - Februar 5, 2008, 11:16

„Ich würde eine Flasche vom besten Sekt köpfen, wenn Israel Gaza
endlich einäschert, wie es das schon lange verdient“

Super, kannst ja auch Blumen und süßigkeiten verteilen.

8. Lila - Februar 5, 2008, 11:27

Ja, Thatcher, ich würde auch sagen, „einäschern“ ist eine etwas, äh, geschmacklose Formulierung?

Ich sehe nur eine Lösung: den Gazastreifen den Ägyptern zur Verwaltung geben, wie er das ja bis 1967 war. (Die Palästinenser dort wissen auch selbst, daß zwischen ihnen und ihren ägyptischen Vettern kein bedeutender ethnischer Unterschied besteht…) Und dann endlich die Grenze zwischen Ägypten und Israel dichtmachen. Dicht wie die Grenzen zu Jordanien und Syrien und dem Libanon.

Was drüberschießen kann man dann immer noch, klar. Aber ich glaube, die Ägypter würden dafür nur ungern zur Verantwortung gezogen. Sie würden in Gaza vermutlich ganz andere Saiten aufziehen als wir. Und ich bin mir irgendwie sicher, daß wir lange auf eine UN-Resolution zu dem Thema warten könnten….

9. jakobo - Februar 5, 2008, 11:32

„Aber ich glaube, die Ägypter würden dafür nur ungern zur Verantwortung gezogen“

Das wollte ich auch gerade sagen, Lila. Wieso sollten die
so blöd sein und sich auf sowas einlassen? Die wissen das
das nur tsures für sie bringen würde.

Jakobo

10. Lila - Februar 5, 2008, 11:45

Hier ist übrigens das ganze Interview mit Zahhar, ganz interessant.

http://www.economist.com/world/africa/displaystory.cfm?story_id=10609550

He certainly would not now “accept the reality” of Israel, as some of his senior colleagues have hinted. It may, instead, become “an eternal issue”, he says, looking ahead to a distant future when, “like your European Union”, the Arab nation will form one state across its historic lands, joining up with other Muslim nations such as Turkey. “We [Palestinians] were never an independent state in history,” he notes. “We were part of an Arab state and an Islamic state.”

11. Fassungslos und Traurigkeit « die meschuggene mischpoke - Februar 5, 2008, 11:46
12. Lila - Februar 5, 2008, 11:48

Die JPost fordert ebenfalls eine sichere Grenze zu Ägypten – angesichts der Massen von Waffen und Sprengstoff, die dort unter- und oberirdisch geschmuggelt werden, wohl keine abgehobene Forderung.

Shin Bet (Israel Security Service) head Yuval Diskin told the same cabinet meeting that during the 12 days that Gaza-Egypt border was wide open, Hamas brought in significant numbers of long-range rockets and anti-tank and anti-aircraft missiles. This flow of weaponry into Gaza was already constant, through smuggling tunnels and other means. The destroyed border only added to the seriousness of the problem.

Accordingly, the urgent task is both for Israel to complete the missing sections of the West Bank security fence and seal its border with Egypt and, critically too, for Egypt to seal its border with Gaza.

We cannot go back to the status quo ante, where weapons and money flowed into and terrorists flowed into and out of Gaza courtesy of Egypt’s blind eye. It is completely irresponsible for Egypt to allow Hamas to strengthen itself in Gaza, even aside from Israel’s interests and Egypt’s responsibilities toward the peace process that the US has been trying to launch. Hamas, after all, is allied to the Muslim Brotherhood, which Egypt has ruthlessly suppressed for years.

Ynet zum gleichen Thema:

Which fence should be built first, the security fence south of Hebron or the border fence between Israel and Egypt? Both of them are old, neglected, and well known vulnerabilities in Israel’s soft belly.

Der Kommentator ärgert sich zu Recht über die internen Streitigkeiten, die dazu führen, daß die Grenzen offen bleiben. Wo kein Schutzzaun besteht, kommt es zu Terroranschlägen. Auch einmal im Jahr ist einmal zu viel.

Jakobo, was die Ägypter dazu bringen könnte? Nun, internationaler Druck z.B. Wer ist daran interessiert, Ruhe in den Gaza-Karton zu bringen?

13. grenzgaenge - Februar 5, 2008, 13:46

heute gilt ja wohl die zweithoechste alarmstufe im sueden israels weil noch ein zweites paar von terroristen unterwegs sein soll. ich hoffe sehr das sie rechtzeitig unschaedlich gemacht werden.

14. grenzgaenge - Februar 5, 2008, 13:48
15. Lila - Februar 5, 2008, 14:46

Und Qassams fallen auch munter weiter.

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3502864,00.html

One rocket struck the warehouse of a kitchen manufacturing factory in the western Negev town, while the other landed in the parking lot of a nearby plant.

Glück gehabt, daß niemandem außer Schock was passiert ist. Wobei auch ein Schock lange nachwirken kann.

16. Thatcher - Februar 5, 2008, 17:23

Ich möchte euch ungern eure Friedenshoffnungen zerstören, aber ich glaube nicht, dass eine Annexion des Gazastreifens und eine Schließung der Grenze zu Ägypten, falls sie erfolgen sollten, eine Lösung darstellen. Die Hamas hat ganz offensichtlich mit ägyptischen Behörden kooperiert, als die Grenze offen war. Wer weiß, wer da schon alles mit unter der Decke steckt? Und wenn die Hamas dann doch wieder Raketen nach Israel rüberschießt, weil sie sich das erstens nicht wird nehmen lassen und die Ägypter es zweitens auch nicht werden verhindern können, dann dürfte Israel ein größeres Problem haben als jetzt, denn gegen den Gazastreifen kann man sich noch zur Wehr setzen, und sei es durch Vergeltungsmaßnahmen. Wenn man allerdings Ägypten, einen souveränen UNO-Staat, zum Gegner hat, würde man sich das in Jerusalem wohl zweimal überlegen, oder?

Ich fürchte, ihr müsst akzeptieren, dass ihr in keinem arabischen Land einen wirklichen Partner habt. Friedensvertrag hin oder her; die MB-Opposition macht den Herrschenden schon jetzt die Hölle heiß, und die müssen allerhand Zugeständnisse machen. Ihr und die Araber seid Feinde, und ich stehe auf der Seite Israels und empfehle eine harte, ja grausame militärische Reaktion, bevor es zu spät ist und die Hunde wieder nichts gelernt haben. Würde es sich Ariel Scharon gefallen lassen haben, dass der westliche Negev täglich mit Kassams beregnet wird? Würde er nicht dafür gesorgt haben, dass Israels militärische Drohungen ernst genommen würden? Nur der Stärkere überlebt diesen Kampf.

17. Piet - Februar 5, 2008, 17:27

@ Thatcher:
Ist es das eine Prozent, das wirklich anders denkt, denn wirklich wert, dass man dafür 99 Prozent tödliche Fanatiker einfach gewähren, fortwährend morden und die Morde auch noch feiern lässt?

Über das „Einäschern“ wurde ja schon, und über die absurden Zahlen will ich nicht streiten. Aber auch nur ein einziges Menschenleben in seiner Wertigkeit aufzurechnen lehne ich kategorisch ab, weil es mit meinem Verständnis von Menschenwürde nicht vereinbar ist.

18. Katzenelson - Februar 5, 2008, 17:44

Hier kann man zusehen, wie der zweite Attentäter elimiert wurde: http://www.haaretz.com/hasen/spages/951124.html

Und hier ein Artikel aus dessen erstem Teil man u.a verstehen kann, wie das Attentat in Dimona ungefähr hätte anders ausgehen sollen, wäre es auch dabei nach ca. 20 Minuten zur nächsten Explosion gekommen: http://www.haaretz.com/hasen/spages/951023.html

19. Lila - Februar 5, 2008, 17:57

Thatcher – wen meinst Du mir „Ihr“? Die Israelis an und für sich? Meine Leser und mich? Oder ist das ein rhetorisches Ihr?

Ich kann zwar im pluralis majestatis angesprochen werden, aber nicht antworten, zumindest nicht in so einer wichtigen Frage. Trotzdem nehme ich an, daß ich für gar nicht so wenige Menschen hier spreche.

Wann hast Du das letzte Mal von mir gehört, daß ich irgendwelche Hoffnungen auf Frieden hege? Kein Mensch glaubt noch daran, daß wir mit irgendeinem palästinensischen Würdenträger, wie er auch hieße, einen Friedensschluß erleben wie mit König Hussein. Das war Frieden (auch wenn wir uns über sein Volk keine Illusionen machen brauchen) – und er hat sich bewährt.

Die Zusammenarbeit an der Grenze klappt, und als ein jordanischer Soldat ausflippte und eine Gruppe kleiner Mädchen beschoß, war das ein gräßlicher Zwischenfall – aber der König übernahm persönlich die Verantwortung, kam über die Grenze und ging in die Häuser aller trauernden Eltern dieser Mädchen. (An der Stelle, wo das passiert ist, Naharaim, ist ein Garten zur Erinnerung angelegt.) So einen Partner hätten wir nur zu gern auch bei den Palästinensern! Aber siehst Du ihn? Ich sehe ihn nicht.

Das einzige, was ich von den Palästinensern erwarte, ist, daß sie sich eines gottverdammten Tages mal um ihre eigenen Probleme kümmern, statt zu versuchen, mir welche zu verursachen. Wie Golda sagte: der Tag, an dem die Palästinenser ihre Kinder mehr lieben als sie mich hassen, ist der Tag, an dem friedliches (also gewaltfreies) Nebeneinanderherleben möglich wird.

Frieden nicht als empathische Vision in Schiller-Proportionen, sondern einfach als stabiler Status quo. Kein ehrgeizigeres Ziel im Hause Nudnik.

Und was Ariel Sharon gegen den Raketenbeschuß getan HÄTTE? Du darfst ruhig fragen, was er dagegen getant HAT. Der Beschuß mit Qassamraketen ist 7 Jahre alt. Mit Katyusharaketen wird der Norden seit… hm, so ziemlich seit Menschengedenken beschossen. Zu Zeiten Sharons rollte die große Terrorwelle, die jeden Tag Beerdigungen brachte.

Was hat Sharon getan? Sharon war ein Fuchs, kein Eiferer. Er war ein Pragmatiker. Er hat sich auf die vitalen Bedrohungen konzentriert, und hat die Räumung Gazas angeleiert.

Als junger Mann wäre er vermutlich „mit dem Maschinschen drüberjebrassselt“ (weiches S, bitte) (und L auch), was auch der Grund war, weswegen er jahrelang eine Außenseiterrolle in der Politik einnahm. Nach dem Tode seiner Frau, seiner langen politischen Aus-Zeit , hatte er sich tatsächlich verändert.

Er hat von uns erwartet, daß wir das aushalten. Daß wir mit der Bedrohung und dem Sterben leben. Auch wenn es in den deutschen Medien immer „Vergeltungsschlag“ heißt, es ging Sharon nicht um Vergeltung, sondern um die Erhaltung unserer Abschreckung und Verhinderung weiterer Morde. Und wenn es hundertmal so dargestellt wird, als würde Israel blind vor Wut zuschlagen – dem ist nicht so. Und gut, daß dem nicht so ist. Hätten wir es getan, stünde in Gaza kein Stein mehr auf dem anderen.

Es ist schon auffällig, daß ein von äußerem Druck so arg gebeuteltes Land wie Israel keine Wüteriche wählt, sondern eher Füchse. Manchmal ist der Fuchs zu foxy, Barak und Bibi zum Beispiel, die sich in den Schlingen ihrer eigenen Beredsamkeit verfingen und A versprachen, B anfingen und C durchführten. Trotzdem: Sharon bekam eine zweite Chance, Rabin bekam sie, Peres auch – und weder für Bibi noch Barak sollte man den politischen Totenschein ausstellen.

Olmert ist kein Fuchs, sondern vielleicht ein Frettchen – aber auch er entspricht nicht dem Typ des Schlagetot.

Ich weiß nicht, Thatcher, wieso Du so wild darauf bist, daß wir anderleuts Vernichtungsphantasien ausspielen.

Und daß wir in keinem arabischen Land einen Partner haben, stimmt nicht ganz. Es gibt durchaus arabische Staaten, die kein Interesse an einer islamistischen Diktatur haben und die am Westen interessiert ist. Das Problem ist ihre Doppelzüngigkeit, mit der sie dem Westen huldigen und von Kompromißbereitschaft reden,ohne wirklich etwas dafür zu tun. Was natürlich auch mit dem feurigen Israel-Haß ihrer Völker zu tun hat.

Und wenn sie sonst nichts wissen – daß Israel der Feind ist, wissen sie alle, die arabischen Staaten und die islamischen auch.

Wo gebe ich mich da also Illusionen hin??

Wir müssen einen Punkt erreichen, an dem die Palästinenser sich mit unserer Existenz abfinden und sich in einem Vertrag ausdrücklich als „saturiert“ bezeichnen. Damit wäre endlich der anti-zionistischen Propaganda der Boden entzogen und die Welt könnte sich anderen Problemen zuwenden.

Israel versucht seit Jahrzehnten, den Punkt zu finden, an dem
a) die Palästinenser sich für saturiert erklären, weitere Ansprüche aufgeben und auf Gewalt verzichten und gleichzeitig
b) unser Überleben nicht gefährdet ist.

Dieser Punkt ist nicht mit Gewalt zu erreichen, sonden nur mit Klugheit und Abwägen.

Du willst doch nicht im Ernst von mir erwarten, daß wir uns dazu hergeben, wie Saddam Hussein großflächig Wohngebiete zu bombardieren? Bis wohin würdest Du unsere Bomber denn schicken? Es gibt eine ganze Menge Araber, weißt Du…? Sollen wir die alle erledigen, oder hast Du noch jemanden dafür eingeplant?? Und was ist mit den nicht-arabischen Moslems???

Nein nein, Du kannst es nicht ernstgemeint haben mit der grausamen Reaktion.

Und zur Grenze: wenn wir die Grenze zwischen Israel und Ägypten gesichert haben, ist sie ganz einfach zu patrouillieren, so wie unser vielgeschmähter Schutzzaun. Egal wer dahinter sitzt. Im Moment ist die Grenze grün bzw braun, also Wüste, man braucht eigentlich nur rüberzumarschieren. Beduinen aus der Gegend führen einen rüber, durch Täler, wo kein Jeep hinkommt.

Die Ägypter müssen sich überlegen, was sie nun eigentlich wollen. Da haben wir nur begrenzten Einfluß drauf. Was wir wollen, ist wohl klar: je weniger Palästinenser rüberkommen, desto weniger Chancen, vom Einkaufen nie wiederzukommen, weil ein Trottel glaubt, auf dem Weg zu seinen 72 Jungfrauen mich mitnehmen zu müssen.

20. Katzenelson - Februar 5, 2008, 18:05

Frieden ist ein Luxus, den wir uns auf Kosten der Sicherheit nicht leisten können. Und dennoch, als könnte dies überhaupt ein Widerspruch nun sein, gibt es niemanden als die IDF & IAF, die den Friedensnobelpreis alljährlich mehr verdienen als alle anderen und zumeist recht kümmerlichen Kandidaten rundum.

Viva Israel: Am Yisrael Chai!

21. Lila - Februar 5, 2008, 18:10

Chai chai ve-kayam!

22. grenzgaenge - Februar 5, 2008, 18:39

@thatcher: wen meinst du mit „eure“ friedenshoffnungen ?

also ich persoenlich habe da schon laengst jede hoffnung aufgegeben und schreibe das auch immer wieder.

ich weiss nicht ob es im israelischen diskurs so einfach ist zwischen leuten zu unterscheiden die friedenshoffnungen hegen und solchen die diese hoffnung aufgegeben haben. ich sehe oft eine mischung aus hoffnung und resignation.

es gibt auch leute die grundsaetzlich gegen jeden frieden sind wie immer er auch aussieht, die sich mit dem „einaeschern“ gut anfreunden koennten. aber das ist in israel eine kleine minderheit.

die meisten meiner freunde in israel stehen in der mitte: sie wuerden viel, sehr viel fuer einen echten frieden geben. auch das westjordanland.

nur sehen sie das es auf der anderen seite keinen partner gibt. es ist resignation eingekehrt, die hoffnung ist in den winterschlaf gefallen. was nicht heisst das sie nicht wieder erwachen kann.

die meisten freunde schicken ihre kinder nicht gerne zur idf, haben angst um ihre kinder.

ich denke an eine gute freundin die am anfang der dienstzeit ihres sohnes bei jedem klingeln des handys zusammengezuckt ist. das mit dem zusammenzucken hat sich aeusserlich gelegt, die angst ist geblieben. wen wundert es ?

wenn ich einem saekularen israelischen freund „schabbat schalom“ wuensche kommt oft die antwort zurueck: „bitte erst schalom. dann werde ich auch noch religioes“.

🙂

23. Lila - Februar 5, 2008, 18:49

Da fällt mir automatisch das Lied von Kaveret ein, Medina ktana, kleines Land. Warte, das such ich und stell es hier rein. Ein uralter Hit, aber immer noch gültig. „Wir leben, wir sterben, dann sehen wir weiter“.

24. Thatcher - Februar 5, 2008, 19:08

„Frieden“, das ist so ein Standardwort. Es rutscht mir eher unbeabsichtigt heraus. Ich meine damit folgendes: Es gibt militärische Zyniker im Pentagon, die sich das Wort ganz abgewöhnt haben und statt dessen nur noch von „strategischer Stabilität“ sprechen. Ich sollte mir das auch angewöhnen, denn genau das ist das Äußerste, was ihr (damit meine ich alle Israelis; auch so etwas, was mir ganz unbewusst entwischt) erreichen könnt. Ihr werdet keine internationalen Beziehungen bekommen, keine Sicherheit, keinen Schüleraustausch, keine Blumen und keine Süßigkeiten. Israel kann allerhöchstens die Abwesenheit von Terroranschlägen erreichen. Und dass ein Staat, der von seinen Bürgern verlangt, nicht das Recht auf Leben in ihre eigenen Hände zu nehmen, die verdammte Pflicht hat, ihr Leben zu schützen, liegt auf der Hand. Sonst delegitimiert sich der Staat selbst, und eines Tages entsteht eine Bürgerwehr aus wütenden Baruch Goldsteins, die nicht einmal illegitim wäre.

25. jakobo - Februar 5, 2008, 19:21

@ Thattcher:
Ich finde es etwas lächerlich wie du die ganze zeit von „ihr“
redest. Is das noch wem anders aufgefallen?

Ach ja.. Lila schrieb:
„Und es markiert für mich einer der größten symbolischen Unterschiede zwischen der zivilisierten Welt und der unzivilisierten, tut mir leid“

Und der Unterschied besteht aber definitiv NICHT aus Sekt
oder Süßigkeiten. Ich glaube da verwechselst du etwas,
Thatcher

Jakobo

26. Lila - Februar 5, 2008, 19:25

Ja, dann meinen wir ja dasselbe, strategische Stabilität reicht mir auch. Natürlich wäre es schön, wenn wir irgendwann mal gegen die Palästinenser Fußball spielen – aber das ist im Moment wirklich nicht vordringlich.

Vordringlich ist, daß die ununterbrochene Gewalt aufhört, der die Palästinenser nie abgeschworen haben und nach der sie geradezu süchtig sind. Abwesenheit von Terroranschlägen, Abwesenheit von Grenzverletzungen, Abwesenheit von Drohungen, Abwesenheit von Entführungen, Abwesenheit von Messerstechern an der Grenze, Abwesenheit von feindlichen Handlungen – das verlangt Israel seit Jahrzehnten und kriegt es nicht für Geld und gute Worte, nicht mit Aktion Schutzwall, Regenbogen oder Früchte des Zorns.

Unser Staat verlangt von uns, das Recht nicht in die eigenen Hände zu nehmen, und ich freue mich, daß es endlich mal jemandem auffällt, wie verschwindend wenige Baruch Goldsteins es gibt – so wenige, daß man sie alle drei beim Namen nennen kann! Der Staat hat auch die Pflicht, unser Leben zu schützen und kann es nicht.

Y. sagt immer, unser Staat verlangt sehr viel, kann aber sehr wenig geben. Schon immer sind Soldaten sinnlos gestorben – das war 2006 nichts Neues. Auch in Jenin sind israelische Soldaten gestorben, in riskanten Operationen, die das Leben der palästinensischen Zivilisten schonen sollten. Die Amerikaner hätten wohl die Luftwaffe geschickt, die Russen bestimmt, die Franzosen wohl auch.

Es sterben ganze Familien in Bussen und Restaurants, und der Staat kann uns nicht schützen. Wir bezahlen Gebühren und Preisaufschläge, weil Geschäftsinhaber und die Uni die Kosten für die Wachleute nicht mehr aufbringen können, die überall, oft mit russischem Akzent, murmeln: Tasche auf, bitte. Ja, und wer das Pech hat, von Metallstückchen gespickt weiterleben zu müssen, muß sich dann mit der Nationalen Versicherungsanstalt um jeden Grush streiten.

Zu vielen Beerdigungen und Krankenbetten kommt kein Politiker, kein offizieller Vertreter. Sharon hat nie auf die bitteren Fragen der Brüder von Keren Zer Aviv geantwortet, er ist nicht zu ihrem Begräbnis gekommen, nichts. Das ist eben das Risiko, mit dem wir leben.

(Keren, ihr Mann, ihre Schwiegermutter, ihr kleiner Sohn und ihre Tochter kamen in Haifa um – ihre Familie stellte Sharon öffentlich ein paar schwierige Fragen, auf die er nicht antwortete.)

Nein, wer hat je behauptet, es wäre leicht, hier zu leben??? Eine Bürgerwehr aus wütenden Goldsteins sehe ich trotzdem nicht am Horizont.

Bestimmt stimmst auch Du Dan Shiftan zu, wenn er sagt, daß wir überhaupt noch normal funktionieren, ist das achte Weltwunder? Ich finde, da hat Dan einfach Recht, und es ist nett, wenn es mal jemandem auffällt.

Ich sehe gerade, daß Ehud Barak große Reden schwingt und meint, er kann hokuspokus alle Probleme lösen. Der Mann wittert Wahlkampf…

27. grenzgaenge - Februar 5, 2008, 20:09

„Unser Staat verlangt von uns, das Recht nicht in die eigenen Hände zu nehmen“

stimmt, lila, ich moechte nicht wissen was in deutschland bei einer aehnlichen entwicklung los waere.

das interessante ist eigentlich das die meisten israelis ihr land um keinen preis der welt verlassen wuerden, trotz allem. oder wegen allem ? und das israel menschen die nicht dort geboren worden sind geradezu aufsaugt … (nicht nur grenzgaenger). israel ist nicht irgendein land, ein land mehr auf dem globus, fuer mich ist es ein stueck meiner seele geworden. aber das laesst sich schwer beschreiben, ich glaube dieses gefuehl kennt man erst wenn man in israel war, auch zu schwierigen zeiten, dort freunde hat. kaum verschwindet die kueste israels aus dem flugzeugfenster – schon fangen die entzugserscheinungen an. trotz allem oder gerade deswegen.

28. Thatcher - Februar 5, 2008, 20:24

Ich bezweifle ernsthaft, dass Euer Staat Euch wirklich nicht schützen kann. Mir scheint es eher so, als wolle er es gar nicht – und, was noch bedenklicher ist, als hätten die Israelis selbst etwas dagegen, wirksam beschützt zu werden. Ihr habt eine hervorragende Armee, die aber viel zu vorsichtig vorgeht und aus Vorsicht, bloß keinen „unschuldigen“ Feind zuviel zu töten, ihre Soldaten verheizt – warum schickt Israel die Luftwaffe so selten? Euer Land gleicht einem schwerbewaffneten griechischen Hopliten, der sich, in Mäßigungsideologie befangen, nicht traut, das Schwert zu nehmen, und dafür umso tapferer mit dem Taschenmesser kämpft. Ist das „normal“ im Sinne Dan Schiftans?

Die Luftwaffe könnte Euren Söhnen das Leben retten – sie tut es nicht, und mir scheint es manchmal, als ob ihr das weniger schlimm findet, als Feinde zu töten. Findet ihr denn das Leben eurer Söhne weniger schützenswert als das der todeswütigen Feinde? DAS finde ich fragwürdig. Die Amerikaner, die Franzosen, die Russen, die Japaner, sogar die Deutschen würden exakt so verfahren – weil sie lieber vernünftig sind, als übermoralisch. Israel tut es nicht. Andere Länder würden es sich einfach nicht bieten lassen, so vorgeführt zu werden – erst recht um den „Preis“, die imaginäre weiße Weste zu verlieren.

Wer ist denn letzten Endes verantwortlich dafür, dass so viele israelische Zivilisten und Soldaten sterben? Auf die Politik, die nicht die Eier in der Hose hat, das zu tun, was getan werden muss, kann man leicht schimpfen. Man vergisst dabei allerdings, dass sich die Politiker in der Demokratie exakt so verhalten, wie es die Bürger wollen. Ich will zwar auch nicht unbedingt 1000 Baruch Goldsteins sehen, aber etwas mehr Wehrgeist, das könnte Israel schon vertragen. Dies wäre auch im Sinne Eurer Söhne. Ich bin sicher, dass es auch die Feinde stärker beeindrucken würde als dieses dauernde Nicht-Reagieren, Zu-schwach-und-zu-spät-Reagieren, Sich-selbst-Mäßigen, Es-nicht-übertreiben-Wollen und Bei-sich-selbst-die-Schuld-Suchen, das sie doch nur noch mehr zu ihren Barbareien ermuntert. Sie denken eben um 180° anders als ihr, und das könnt ihr nur ändern, indem ihr euer Denken ändert.

Ihr müsst meine Einschätzung nicht teilen. Es soll nur ein Denkanstoß sein.

29. Lila - Februar 5, 2008, 21:00

Thatcher, genau darum wird hier im Moment gestritten, denn die Regierung, die wir im Moment haben, würde tatsächlich nichts tun, um uns zu schützen – und zwar noch extremer als jede Regierung vor ihr.

Unsere Lage ist in der Tat absurd. Wir wenden viel weniger Gewalt an als jede andere Armee in vergleichbarer Lage, werden international deswegen trotzdem noch geächtet und zahlen für unsere halbherzigen Aktionen einen grausam hohen Preis an Menschenleben.

Während die andere Seite lustig Menschen nachschiebt und zum Abschuß freigibt, weil sie gern Märtyrer sind und das Leben nicht achten. Sie ballern in Wohngebieten, drücken kleinen Kindern Gewehre in die Hand, erschießen eine schwangere Frau und ihre kleinen Töchter aus nächster Nähe und schmeißen ihre politischen Gegner aus Hochhäusern. Und die Leute von Pax Christi schluchzen vor Empathie und halten Mahnwachen gegen Israel. Und die UN läßt Resolutionen gegen uns los.

Und ich raufe mir die Haare.

Wir kennen alle dieses Elend.

Aber Thatcher, gegen Terrororganisationen (und die Hamas ist eindeutig eine, und wenn sie hundertmal regiert, das macht es ja nur noch schlimmer) kann man nicht so vorgehen wie in konventionellen Kriegen.

Und nein, wir sind nicht die Russen in Tschetschenien, die unbekümmert um die Weltmeinung gehaust haben.

Zu Anfang der Intifada gab es den Slogan „laßt die Armee siegen“, aber die Armee konnte die Terroristen nicht besiegen. Denn die sind Zivilisten. Und alle Zivilisten sind Kombattanten. Man kann nicht jeden erschießen, der zu Fuß über die Grenze kommt. Deswegen der Zaun.

Was tun???

Heute sind in Sderot sechs Leute verletzt worden, http://www.haaretz.com/hasen/spages/951447.html und die Armee hat sechs Terroristen im Gazastreifen „unschädlich gemacht“ („chissul“ heißt das auf Ivrit). http://www.haaretz.com/hasen/spages/951391.html

Viele Israelis sehen deswegen die Lösung in defensiven Maßnahmen,
http://www.haaretz.com/hasen/spages/951379.html
und ich auch ich halte sichere, dichte Grenzen für unabdingbar.

Ich war auch für den Krieg 2006, da war die Grenze desen überschritten, was sich ein Land bieten lassen kann. Und auch ich hatte Angst vor der Bodenoffensive, habe gehofft, Halutz hat Recht und es geht auch ohne.

Aber wir konnten die Hisbollah nicht schlagen, ohne noch viel mehr Zivilisten zu töten, es waren so schon zu viele. Ein HQ im Wohnviertel, was machst Du da??? Konkret, was machst Du?

Israel hat Flugblätter abgeworfen, Bürgermeister angerufen und gewarnt, bevor Wohngebiete bombardiert wurden.

Und die UN hat den Krieg gestoppt, bevor es zu einer eindeutigen Entscheidung kam. Der Krieg hätte schneller und wohl auch heftiger geführt werden müssen.

Aber wie macht man das gegen Leute wie Hisbollah und Hamas, mit den ZDF-Reportern im Nacken und der UN-Resolution schon am seidenen Fädchen? Und dabei die konkrete Sorge vor der Eskalation durch Atomwaffen, die im nächsten Jahrzehnt wohl ansteht.

Ach, und unsere Zivilisten. Die verrotteten Bunker, die vielen privaten Hilfen, das Gefühl, vom Staat im Stich gelassen zu werden.

Welches Land hat ähnlich verknäuelte Probleme? Da kann man gar nicht gegen an bloggen.

30. grenzgaenge - Februar 5, 2008, 21:14

liebe lila,

es ist wirklich ein problem dagegen an-zu-bloggen. die situation in israel ist das eine, die oeffentliche meinung das andere. ich denke die entscheidende frage ist auf wen sich israel letztlich verlassen kann.

etwa auf europa das den juden die schoa noch nicht verziehen hat und deshalb freudig die hamas und andere terrororganisationen in ihrem „freiheits“kampf gegen israel unsterstuetzt ?

auf die un mit einer klar definierten mehrheit aus staaten die israel vernichten wollen ?

im moment sehe ich als einzigen verbuendeten die usa. man kann sich nicht 100% auf die usa verlassen. aber mir scheint das es der einzige wirklich verbuendete im militaerischen sinne ist den israel zur verfuegung hat.

(die meinung der linken, gutmenschlichen heuchler die gegen den irak krieg wettern und die irakische zivilbevoelkerung den islamisten ausliefern sollte da keine rolle spielen. auf die deutschen linken konnte sich israel noch nie verlassen. wenn es denn so etwas wie verbuendete gab waren die im konserativen spektrum zu suchen. die linken fahren dann doch lieber zu palaestina-solidaritaetskongressen. leute die ihre meinung aendern – wie joschka fischer – sind da eher die ausnahme und werden dann als dankeschoen in ihren parteien isoliert. ich finde es sehr gut das joschka fischer das im ersten teil seiner erinnerungen so deutlich formuliert hat.)

viele gruesse,
der grenzgaenger

31. Thatcher - Februar 5, 2008, 22:05

Ist der Inhalt der Genfer Konvention, die bis heute mit der Haager Landkriegsordnung die einzigen verbindlichen Dokumente sind, die einen Krieg regeln, denn schon so weit vergessen? Wenn ich mich korrekt erinnere (mein Wehrdienst liegt schon 10 Jahre zurück), dann müsste man sich als kämpfender Staat gar keinen Kopf machen und könnte munter dreinschlagen.

Ein Haus oder ein Wohngebiet, aus dem heraus Kriegshandlungen (und bei Raketenabschüssen gegen ein anderes Land handelt es sich um solche) begangen werden, ist ein legales Ziel und darf zerstört werden, ganz egal ob sich dort Zivilisten aufhalten. Ein Staat, dem am Leben seiner Zivilisten gelegen ist, wird deshalb niemals zulassen, dass sie sich in Frontnähe aufhalten. Und wer aus dem Ausland kommt, um sich einem Regime als „menschlicher Schutzschild“ anzudienen, muss auch mit den Konsequenzen leben – es besteht auf der Gegenseite nicht die geringste Verpflichtung, derartige Subjekte zu schonen.

Die Unterscheidung zwischen Soldaten und Zivilisten entspricht auch nicht der Genfer Konvention. Darin ist die Rede vielmehr von Kombattanten und Nichtkombattanten. Ein Kombattant ist jeder, der an Kampfhandlungen teilnimmt. Nun gibt es legale Kombattanten, das sind Soldaten der Kampftruppe und sogenannte „Freischärler“, die keine Uniform, aber militärische Abzeichen tragen und die Waffen offen tragen. Alles andere, was kämpft, sind illegale Kombattanten. Die Regel ist: Kombattanten dürfen getötet werden, reguläre aber nur im Kampf; nach dessen Beendigung genießen sie Schutz und dürfen weder gefoltert noch liquidiert werden. Sie müssen von der gefangennehmenden Macht versorgt und menschenwürdig beherbergt werden. Illegale Kombattanten, und das sind z.B. auch solche, die Schutzzeichen wie das Rote Kreuz missbrauchen, indem sie aus Krankenwagen heraus operieren (hierfür steht der Begriff „Heimtücke“), genießen diesen Schutz nicht und dürfen liquidiert werden. Genauso verhält es sich mit Terroristen. Sie müssen nicht geschont werden. Ganz schlechte Karten also für „Zivilisten“ gleich welcher Art, die sich an Kampfhandlungen beteiligen oder auch nur in der Nähe aufhalten.

Was die Genfer Konvention nicht regelt, weil das zu ihrer Zeit einfach noch nicht geahnt werden konnte, ist der massive Einfluss von Medien in Kriegszonen. Hier besteht dringender Klärungsbedarf, der aber wegen der Araber nicht angegangen wird. Solange aber keine Klärung erfolgt, ist auch militärische Gewalt gegen offensichtlich parteiische Pressevertreter (islamische „embedded journalists“) oder Propagandasender nicht explizit verboten, also legal. Warum Staaten die Propaganda-Dreckschleudern, die unverhohlen zum Hass gegen ihre eigenen Völker aufstacheln, nicht wirksamer stilllegen, müssen sie selbst wissen. Ich verstehe das nicht.

Man kann also nicht sagen, dass die Genfer Konvention eine kämpfende Nation über die Maßen behindert. Die ist da ganz klar – wer irregulär kämpft, hat nach der G.K. nichts zu lachen. Das Problem ist eher, dass man der UN zu großen Einfluss in Konflikten eingeräumt hat, womit die Regelungen der G.K. teilweise unwirksam geworden sind.

Die UN ist aber ganz offensichtlich nicht neutral im Nahostkonflikt – was auch kein Wunder ist, da man bei ihrer Gründung leichtfertig arabische Staaten mit aufgenommen hat, ohne die Probleme vorherzusehen, die es mit sich bringen würde. Es ist mir schleierhaft, wie die Meinungsbildner noch der Sicht anhängen können, nur die UN dürfe legal Krieg führen. Wenn das so wäre, dann gäbe es gar keine souveränen Staaten mehr. Wenn ein Staat angegriffen wird, darf er sich wehren. Punkt. Die UN ist parteiisch und nicht ernstzunehmen. Wenn in den USA konservative Leute wie John Bolton mehr zu sagen hätten, würde der UNO der Stecker gezogen. Ich werde den Tag preisen, an dem das geschieht.

Aber das liebe Öl, und die lieben saudischen Freunde, die es zwar liefern, aber leider nur im Paket mit Erpressung, Terrorismus und Imperialismus, sind zur Zeit wohl noch wichtiger, und so werden erst Israel und Serbien, dann die europäischen Staaten einer nach dem anderen an den unersättlichen Islam verfüttert werden. Mir wird langsam unwohl auf diesem Planeten.

32. Jean-Marc - Februar 5, 2008, 22:12

Zur Untermalung der von Lila geschilderten Zustände:

http://www.youtube.com/watch?v=zMW2sDCEEno

33. Manfred - Februar 5, 2008, 23:12

@ Thatcher,

Du hast völlig recht, dass es völkerrechtlich legal wäre, wenn Israel sämtliche Palästinensergebiete dem Erdboden gleichmachen würde. So wie es auch legal gewesen wäre, im Südlibanon so zu verfahren. (Und erst recht wäre es legal, feindliche Propagandasender auszuschalten; die NATO selber hat das ja praktiziert, als sie das Fernsehzentrum von Belgrad bombardierte.)

Das wird aber nicht geschehen (und deswegen kannst Du Deinen Sekt getrost anderweitig versüppeln), und zwar aus zwei Gründen: Zum einen WOLLEN sie es nicht, weil das Ergebnis sich ungeachtet der juristischen Legalität von dem eines Völkermordes nicht unterscheiden würde. Das werden sie nicht machen, und wenn die Hamas 100 Jahre bombt. Sie werden – und das spricht eindeutig FÜR sie – den Krieg auf der niedrigstmöglichen Eskalationsstufe weiterführen und hoffen, dass er sich irgendwann erledigt. (Schön wäre nur, wenn man das in Europa endlich zur Kenntnis nehmen würde, das Israel sich maximal zurückhält; stattdessen gibt es Leute wie Blüm, die vom „hemmungslosen Vernichtungskrieg“ faseln.)

Zum anderen KÖNNEN sie es nicht, selbst wenn die Lage so verzeifelt wäre, dass sie es WOLLTEN und MÜSSTEN. Denn das wäre genau die Situation, in der der Westen Israel in den Rücken fallen und zu wahrscheinlich lebensbedrohenden Isolations- und Boykottmaßnahmen greifen würde; erinnere Dich, dass Deutschland und Großbritannien 2002 bereits ein Waffenembargo verhängt haben, obwohl Israel offensichtlich im Recht war.

Und nun stell Dir vor, was geschehen würde, wenn Israel, um es mit Deinen Worten zu sagen, „Gaza einäschern“ würde. Im Westen fragt doch keiner nach dem Völkerrecht, das einer kriegführenden Macht weitgehende Rechte einräumt; bei uns steht doch schon das Wort „Feind“ auf dem Index. In Europa denken zwei Drittel der Menschen in solchen Dingen völlig weltfremd, und in Amerika mindestens die Hälfte. Nein, es geht nicht.

34. Schuld sind natürlich immer die Juden « Telegehirn - Februar 5, 2008, 23:27

[…] Die palästinensischen Reaktionen waren eindeutig und typisch: Salutschüsse, Jubelszenen und verteilte Süßigkeiten. Dazu jede Menge stolze Verwandte, die zu weiteren Anschlägen aufriefen. Lila liegt mit ihrer […]

35. Georg - Februar 6, 2008, 3:30

„Und es markiert für mich einer der größten symbolischen Unterschiede zwischen der zivilisierten Welt und der unzivilisierten, tut mir leid, so politisch unkorrekt das klingt. Wer den Tod einer unschuldigen Zivilistin beim Einkaufen als Sieg bejubelt, ist erstens ein Feigling. Und zweitens ein Barbar.“

Meine Rede! Das sage ich schon mein Leben lang.
Und solche Barbaren findest du in allen Ländern zu allen Zeiten: In den USA, wo die beiden Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki bis heute von einigen als Heldentaten gefeiert werden oder in China, das die Vernichtung der tibetanischen Kultur als Fortschritt feiert und Gescdhichtsfälschung betreibt. Nur so als Beispiel, meine ich.
Es steht die Frage im Raum, was man mit Barbaren machen bzw. wie man mit ihnen umgehen soll. Bildung alleine verhindert keine Barbarei.
Ist es nicht der Hass, der zur Barbarei führt? In Deutschland gibt es linke und rechte Antisemiten (oder neudeutsch: Antizionisten), die hassen – und so wie ich es sehe, haben diese Leute allesamt persönliche psychische Defizite.
Eine Art Evolution des Humanismus hat es über Jahrhunderte gegeben, doch mit zunehmender Bevölkerungsdichte ist sie irgendwie rückläufig. Aber ob’s allein daran liegt, weiß ich auch nicht, jedenfalls steigt die Zahl der Zivilistionslosen Menschen hier in Deutschland meiner subjektiven Beobachtung nach stetig an.

36. E. - Februar 6, 2008, 3:34

Thatcher, angenommen, Israel naehme nur noch die Genfer Konvention zum Massstab seiner Handlungen und jagte jedes Gebaeude in die Luft, in dem sich Terroristen befinden, egal, hinter wie vielen Unbeteiligten die sich verstecken. Angenommen, es wuerde tatsaechlich so zurueckschlagen, wie es technisch koennte, ginge zwei, drei Mal mit dem Bomber drueber, und Ruhe ist. – Gaebe es Israel dann noch? Richtig, meine ich, nicht nur auf der Landkarte.

Die israelische Armee besteht ja nicht aus Soeldnertruppen, die man von der zivilen Gesellschaft abschottet, bis sie weiterziehen zum naechsten Kriegsschauplatz. Sie besteht aus jungen Frauen und Maennern, die nach Ende der Dienstzeit nach Hause gehen, studieren, arbeiten, Kinder aufziehen, kurz: die Gesellschaft bilden. Die Uniform koennen sie dafuer ablegen. Ihre Erlebnisse und Erfahrungen nicht. Wie sich eine Gesellschaft entwickelt, die ihren Mitgliedern einen Gegner vorgibt, den sie nicht als Menschen zu sehen haben, sondern nur als Feind, den es grundsaetzlich niederzumachen gilt, das kann man im Gaza-Streifen beobachten. Es ist die Dysfunktionalste, die ich je gesehen habe.

37. Thatcher - Februar 6, 2008, 5:48

Ich habe mich gestern noch darüber informiert. Einen reinen Bomber besitzt die israelische Luftwaffe gar nicht. Nur Jagdbomber vom Typ F-15 und F-16, die aber für richtige Flächenbombardements gar nicht geeignet sind.

Selbst wenn die Israelis ihre Kriegsmaschine auf die Gebiete loslassen und alles kurz und klein bomben würden, besteht nicht zu befürchten, dass sie auf das Niveau ihrer Feinde herabsinken. Denn auch wenn sie Krieg führen, ist ihr Leitbild Frieden, oder meinethalben „strategische Stabilität“. Wenn sie töten, oder es auch nur erwägen, dann bleibt immer ein irgendwie belastetes Gewissen. Das merkt man schon in diesem Thread hier. Sie sind mit einem kleinen Land zufrieden, in dem sie in Ruhe leben können, und das ist wahrlich nicht zuviel verlangt.

Ihre Feinde dagegen betrachten den totalen Krieg als immerwährenden Gottesdienst, die Juden als „schlimmer als das Vieh“ (8:55) und ihre Ermordung als verdienstvoll, und sie fiebern ihrem eigenen Märtyrertod entgegen, nach dem sie all das, was der Islam auf Erden verbietet, endlich genießen dürfen (Wein, Gärten, Musik, Reichtümer, 72 willige Sexsklavinnen etc.). Und sie sind selbstverständlich nicht mit einem Flicken Landes zufrieden – nein, Allah verlangt, das ganze Universum im Blut der Ungläubigen zu baden, um es ihm, bzw. seinen irdischen Stellvertretern untertan zu machen. Zu diesem Zweck erziehen und indoktrinieren sie ihre für diesseitige Zwecke viel zu zahlreichen Kinder ab frühester Jugend, lassen ihre Töchter durch Söhne bewachen und bei Ungehorsam abschlachten, und erzeugen einen sadistischen Spaß daran, Blut zu vergießen. Selbst wenn Menschen mit einer Art Gewissen oder der Fähigkeit zu Liebe und Empathie auf die Welt kommen – nach Durchlaufen einer islamischen Erziehung ist so etwas definitiv nicht mehr vorhanden. Perfektionierte Mordmaschinen von Anfang an.

Wie um alles in der Welt könnten Juden so tief sinken?

Die Israelis sollten sich, wenn ihnen ihre weiße Weste dann doch so lieb ist, lieber fragen, was denn einst auf ihren Grabsteinen stehen soll. Falls sie überhaupt in Gräbern enden; bei dem Hass, der ihnen blüht, wenn die islamischen Monster triumphieren, kann man ja nicht ausschließen, dass sie die Juden bei lebendigem Leibe auffressen.

38. Thatcher - Februar 6, 2008, 5:50

Ich habe mich gestern noch darüber informiert. Einen reinen Bomber besitzt die israelische Luftwaffe gar nicht. Nur Jagdbomber vom Typ F-15 und F-16, die aber für richtige Flächenbombardements gar nicht geeignet sind.

Selbst wenn die Israelis ihre Kriegsmaschine auf die Gebiete loslassen und alles kurz und klein bomben würden, besteht nicht zu befürchten, dass sie auf das Niveau ihrer Feinde herabsinken. Denn auch wenn sie Krieg führen, ist ihr Leitbild Frieden, oder meinethalben „strategische Stabilität“. Wenn sie töten, oder es auch nur erwägen, dann bleibt immer ein irgendwie belastetes Gewissen. Das merkt man schon in diesem Thread hier. Sie sind mit einem kleinen Land zufrieden, in dem sie in Ruhe leben können, und das ist wahrlich nicht zuviel verlangt.

Ihre Feinde dagegen betrachten den totalen Krieg als immerwährenden Gottesdienst, die Juden als „schlimmer als das Vieh“ (8:55) und ihre Ermordung als verdienstvoll, und sie fiebern ihrem eigenen Märtyrertod entgegen, nach dem sie all das, was der Islam auf Erden verbietet, endlich genießen dürfen (Wein, Gärten, Musik, Reichtümer, 72 willige Sklavinnen etc.). Und sie sind selbstverständlich nicht mit einem Flicken Landes zufrieden – nein, Allah verlangt, das ganze Universum im Blut der Ungläubigen zu baden, um es ihm, bzw. seinen irdischen Stellvertretern untertan zu machen. Zu diesem Zweck erziehen und indoktrinieren sie ihre für diesseitige Zwecke viel zu zahlreichen Kinder ab frühester Jugend, lassen ihre Töchter durch Söhne bewachen und bei Ungehorsam abschlachten, und erzeugen einen sadistischen Spaß daran, Blut zu vergießen. Selbst wenn Menschen mit einer Art Gewissen oder der Fähigkeit zu Liebe und Empathie auf die Welt kommen – nach Durchlaufen einer islamischen Erziehung ist so etwas definitiv nicht mehr vorhanden. Perfektionierte Mordmaschinen von Anfang an.

Wie um alles in der Welt könnten Juden so tief sinken?

Die Israelis sollten sich, wenn ihnen ihre weiße Weste dann doch so lieb ist, lieber fragen, was denn einst auf ihren Grabsteinen stehen soll. Falls sie überhaupt in Gräbern enden; bei dem Hass, der ihnen blüht, wenn die islamischen Monster triumphieren, kann man ja nicht ausschließen, dass sie die Juden bei lebendigem Leibe auffressen.

39. Lila - Februar 6, 2008, 6:02

Thatcher, was die Gefahr durch extremen Islam angeht, über dessen aggressiven, expansionistischen, totalitären Charakter wohl weitestgehend Einigkeit besteht (sie sagen es ja alles selbst, man braucht nicht lange rumzuinterpretieren) – da sitzen wir alle in einem Boot. Glaub nicht, daß nur der „yahud“ gehaßt wird, auch die Hedonisten, Atheisten und Christen des Westens sind Ketzer und damit als Opfer gebrandmarkt, ebenso alle Moslems, die nicht nach den Regeln der Scharia leben.

Es ist nur eine Frage der Zeit.

Und was auf Israels Grabstein stehen wird? Sag ich doch schon seit Jahren. „Oh Pardon, die wollten Israel ja tatsächlich vernichten“. Wollen wir hoffen, daß es nicht dazu kommt. Ich bin sehr froh, daß Israel nichts von dem Größen- und Vernichtungswahn hat, der ihm immer nachgesagt wird.

Wirklich, ich kapiere auch nach so vielen Jahren des Lesens von Links zB bei Telepolis nicht, was im Kopf der Leute vorgeht, die Israel so verteufeln, als wollte es sich den ganzen Nahen Osten unter den Nagel reißen und ganze Völkerscharen vernichten. Wie sind wir in diesen schlechten Ruf gekommen?

Sag mir keiner, „die Siedlungen, die Besatzung“, denn das hat vor 67 angefangen und beides steht in keinem Verhältnis zueinander. Wir sind einfach nicht cool. Wie die Palästinenser es geschafft haben, zum Inbegriff des Cool zu werden und so viel Sympathien auf sich zu vereinigen, während sie nicht einen Tag lang auf Gewalt verzichtet haben und nie etwas für irgendjemanden getan haben, nicht mal für sich selbst – ich ziehe den Hut. Eine reife Leistung.

Wenn ich die Bekennervideos sehe, mit den Palästinensertüchern, und denke dann an all die jungen Mädchen, die mit demselben Tuch in deutschen Schulhöfen und Eisdielen und Einkaufspassagen rumlaufen, wird mir fast schlecht. Kinder, wenn ihr schon nicht wißt, was ihr tut – habt ihr keine Eltern?

40. Lila - Februar 6, 2008, 6:13

Oh, und da fällt mir nochwas ein.

Vor ein paar Jahren habe ich mal eine Reportage gelesen über eine bestimmte Gruppe von Neueinwanderern aus der früheren Sowjetunion – russische Offiziere, die in Tschetschenien gekämpft hatten und nun heiß darauf waren, ihre Fähigkeiten in der israelischen Armee unter Beweis zu stellen. Von der Ausbildung und Professionalität bestimmt erstklassige Soldaten. Aber Zahal hat sie nicht genommen? Warum nicht. Wegen der Mentalität. Sie wollten diese hochpolierten Tötungsmaschinen nicht haben.

Die Reportage erzählte vom Frust dieser Männer, die immer wieder zitternd vor Tatendrang riefen, laßt uns das machen, wir wissen, wie man mit Abschaum umgeht. Und die Leute vonZahal, die meinten, nein nein, wir wollen keine Leute, die Worte wie Abschaum benutzen.

Wobei es natürlich nicht immer so gut funktioniert, solche Leute rauszufiltern. In jeder Armee finden sich auch Leute, für die der Gegenüber Abschaum ist und die sich dementsprechend aufführen. Wir haben ja sogar Neonazis in Israel, „Gelächter des Schicksals“ sagt man hier zu Ironie des Schicksals.

Aber Zahal tut alles, um deren Zahl gering zu halten und bleut allen Neurekruten den ethischen Code ein, den Assa Kasher geschrieben hat.

41. Thatcher - Februar 6, 2008, 6:38

Lila, Du irrst Dich. In dieser Frage herrscht bei uns in Europa mitnichten Einigkeit. Die Tatsachen liegen zwar für jeden ersichtlich auf dem Tisch, und umso wichtiger wäre es, den Menschen der freien Welt (europäische Staaten, USA + Kanada + ein paar lateinamerikanische Länder, Südkorea + Japan, Australien + Neuseeland), die noch nicht begriffen haben, welches Monster sie da großgezüchtet haben, endlich klarzumachen, was ihnen blühen wird, wenn sie diesen Lindwurm nicht endlich mit vereinten Kräften erledigen. Unfassbar ist, dass man etwa in Deutschland jeden kahlrasierten Schulversager, der doch wie alle Jugendlichen nur eine Peer-Group sucht, ernsthaft für gefährlicher hält als die Millionen eingewanderten moslemischen Unruhestifter. Man will ganz einfach diese Zusammenhänge nicht zur Kenntnis nehmen, denn es kann nicht sein, was nicht sein darf. Medial induzierter Massenirrsinn, wenn man mich fragt.

Ich halte die Situation Europas zwar für äußerst prekär und, selbst wenn es die Mehrheit doch noch begreifen sollte, ohne Krieg nicht mehr für lösbar, aber wenigstens diesen sollte man um das Heimatland noch führen. Leider sind wir da wohl schon zu dekadent und fügen uns lieber, lassen uns buchstäblich von denen aufs Gesicht scheißen.

By the way: einen der oberen Kommentare von mir bitte löschen.

42. Thatcher - Februar 6, 2008, 7:14

Woran es liegt, dass Israel in Europa, speziell Deutschland, so eine schlechte Presse hat? Meine bescheidene Meinung dazu:

Derartige Ressentiments bestehen in Deutschland vor allem bei den Linken seit über 100 Jahren. Die Nazis haben das mitnichten erfunden, sondern nur zum ultimativen rassischen Feindbild aufgeblasen und konnten sich dann sicher sein, dass die Linken mit Feuereifer darauf anspringen – ein Grund mehr, warum die Zuschreibung Nazis = Rechts für falsch halte.

Die Linke redet zwar dauernd von „kritischem Bewußtsein“, „kritischer Theorie“, „kritischem Hinterfragen“, aber versteht dabei immer nur das Anpissen ihres Hassobjektes, der bürgerlichen Gesellschaft und der Menschen, die es aus eigener Leistung zu etwas gebracht haben. (Dafür sind die Juden, die ja ganz früher nicht Handwerker u.Ä. werden durften und also Händler wurden, bis heute ein Sinnbild und damit eine prima Projektionsfigur.) Wirkliches kritisches Bewusstsein äußert sich dagegen immer in der Fähigkeit zur Selbstkritik, in der Beurteilung der eigenen Ideen und der eigenen Lebensweise. Und das können die roten Jungs und Mädels ganz einfach nicht! Wer an „der Revolution“, dem „Antifaschismus“ oder der „Heterogenisierung, quasi Verdünnung Deutschlands“ herummeckert, der fliegt genauso raus wie der Katholik, der am Papst oder der Jungfräulichen Empfängnis, oder der Moslem, der am Djihad oder der Scharia herummeckert. Folglich hat sich an der quasireligiösen Haltung der Linken seit voraufgeklärten Zeiten rein nichts geändert.

Und jetzt kommt das Wichtigste: Umfragen im Milieu europäischer Journalisten und Meinungsbildner haben ergeben, dass fast 80% derjenigen, deren Ergüsse wir Europäer täglich erzwungenermaßen konsumieren, mit linken Parteien (Sozialdemokraten, Sozialisten und Grünen) sympathisieren. Die Menschen werden dadurch indoktriniert, wenn das Fernsehen oder die Zeitung immer die gleichen Stereotypen repetieren; kaum jemand hat die Zeit und die Geduld, sich, etwa in Blogs wie Deinem, eine objektive Meinung zu verschaffen. Ich erkenne das an meinen eigenen Familienmitgliedern: auch wenn die größtenteils stramm katholisch sind, reden sie schon alle die gleichen Phrasen und kommen nicht hinter die Wahrheit. Es funktioniert genauso wie das Goebbels-Ministerium, ist nur subtiler und hat keine zentrale Postanschrift.

Wie soll ein Kind dahinter kommen, dass ein Palästinensertuch für eine bluttriefende Ideologie steht, wenn 1.) das Fernsehen täglich die Palästinenser als arme Opfer verkauft und Solidarität mit ihnen somit als „gutes Werk“, 2.) der etablierte Kleidercode an der Schule die Kopfwindeln für „cool“ erklärt (sie stehen bei uns sogar in ernsthaften Modekatalogen drin!) und jeden ausstößt, der das anders sieht, und 3.) auch die Eltern Palituch tragen und sich dabei noch toll vorkommen?

Die Europäer haben sich entschlossen, das Christentum aufzugeben. Es wird nicht wiederkommen, und ich trauere dem auch nicht wirklich nach. Nur – sie sind weiterhin religiös (im Sinne von: leichtgläubig, nach ethischen Codes verlangend, Idole verehrend) geblieben, und diese Sinnlücke haben die Medien mit ihrer halt- und wertelosen, aber totalitären Pseudoreligion perfekt gefüllt. Nun kommen in der zweiten Welle die Moslems und werden das Hilfskonstrukt langsam durch den Islam ersetzen, wobei ihnen wiederum die Medienvertreter behilflich sein werden, von denen der größere Teil die Beseitigung der „weißen“ (und damit ihrer Meinung nach für alle Übel der Welt, wie die Kreuzzüge, die Sklaverei, den Faschismus und den Klimawandel, verantwortlichen) europäischen Kultur wünschen. Widerstandskräfte dagegen dürfte kaum noch ein Europäer aufbringen. Möglicherweise gilt das inzwischen sogar für die Amerikaner, wobei bei denen die islamische Invasion und Landnahme noch nicht so unumkehrbar geworden ist wie in Europa.

43. Lila - Februar 6, 2008, 7:27

Löschen – welche Nummer? Schick ne Mail, und ich lösche.

44. Georg - Februar 6, 2008, 7:57

Sorry, aber „Thatcher“ ist krank. Sätze wie Europa habe das Christentum aufgegeben usw., zeugen von einer schwierigen Persönlichkeit.
Oder: Viel Rauch um nichts.

45. Thatcher - Februar 6, 2008, 8:20

Danke für die Ferndiagnose, Herr Mrozek, aber ich fühle mich gesund. Ich weiß, wovon ich schreibe. Man kann das Christentum auch aufgeben, indem man es verfälscht und deformiert und die Menschen damit wehrlos macht. So glauben sie weiterhin, Christen zu sein, und sind doch nur arme manipulierte Schweine. Vielleicht ist es sogar besser für sie, wenn sie gar nicht mitbekommen, dass ihnen gerade ihr Land unter den Füßen enteignet und der Scharia unterworfen wird. Würde ja nur zu unnötigem Stress und zu so unschönen Sachen wie Bürgerkrieg führen.

46. Lila - Februar 6, 2008, 8:54

Thatcher, auch ich wage zu bezweifeln, daß Deutschland soeben enteignet und der Scharia unterworfen wird. Das Thema hatten wir schon ein paarmal. Es dürfte nicht so einfach sein für Islamisten, deutsche Strukturen zu unterwandern und z.B. zum Bürgermeister gewählt zu werden oder Schlüsselpositionen in irgendeiner Institution zu erreichen. Und ohne die kann man Deutschland nicht unterwerfen.

Selbst bei den Nazis, die ja von innen kamen, hat es eine Weile gedauert, bis sie alles „gleichgeschaltet“ hatten, und das war noch vor dem Einbau der demokratischen Sicherungen, die Deutschland heute hat.

Auf Großbritannien, das den Kniefall schon eifrigst einstudiert, könnte Deine Prophezeiung in 15 Jahren zutreffen – sowohl dort als auch in Frankreich ist ein großer Teil des Elektorats moslemisch und damit politisch bedeutsam. Dazu kommt die Last des Weißen Mannes.

Ich habe da für Deutschland keine Befürchtungen. Ich würde auch unterscheiden zwischen dem Unmut der deutschen Antizionisten und ihren Meinungen zu Nahost, und der deutschen „Leitkultur“. Ich glaube, die lassen sie sich nicht sehr gern nehmen. Ich vermute da mehr eine doppelte Wahrnehmung: derselbe radikale Araber ist ein armes Opferlamm, so er in Jenin lebt, oder ein brandgefährlicher Gewalttäter, so er in Neukölln lebt.

Nein, ich glaube, so leicht lassen sich Deutsche dann doch den Teppich nicht unter den Füßen wegziehen. Und daß es noch immer Leute gibt, die glauben, mit dem radikalen Islam ließe sich in Frieden leben? Nun, wenn wir in Israel es lange genug versucht haben, wo wir es doch wirklich hätten besser wissen sollen, wie sollen wir es dann Deutschen vorwerfen?

Nichts in der westlichen Erziehung und Kultur bereitet einen darauf vor, sich solchen Gegnern gegenüberzusehen. (Außer vielleicht ein paar durchgeknallten Computerspielen 😉 ). Es ist nicht leicht, überhaupt zu kapieren, daß da nichts mit Kompromiß etc zu erreichen ist. Wir sind so auf das demokratische Spiel geeicht und auf das Akzeptieren von Niederlagen, wenn diese fair herbeigeführt worden sind – wir tun uns schwer mit der Erkenntnis, daß es andere gibt, für die das nicht gilt. Für die Kant keine Gültigkeit hat und die keineswegs alle Menschen als gleich ansehen oder anderen dasselbe Recht einräumen wie sich selbst.

Ich glaube, wenn diese Erkenntnis allgemein dämmert, wird man sich auch wehren.

Die Vermischung mit Themen wie Jugendgewalt, die in den deutschen Medien stattfindet, halte ich in diesem Zusammenhang eher für verharmlosend, mindestens für irreführend.

Also, ich sehe nicht, wie man einem hedonistischen, säkularen, demokratisch sozialisierten Volk wie den Deutschen die Scharia aufs Auge drücken könnte. Wenn das schon in arabischen Ländern nur mit Druck, Gewalt und Mord möglich ist. Nein, Schützenfest, Maiball und Fasteloovend lassen sich die Leute nicht nehmen, da gehts ans Eingemachte.

Ich halte die Idee von der islamischen Eroberung der Welt für nichts weiter als eine aufgeblasene Machtphantasie von Leuten, die selbst nichts auf die Beine bringen und das dann überkompensieren – und diese Phantasie dann einsetzen, um dumme Kerle dazu zu bringen, sinnlose Gewalttaten zu begehen. Schlimm genug, aber eine echte Bedrohung, außer durch Terror, sehe ich nicht.

Und wenn die Deutschen Terror auf einer Skala erführen wie die Israelis, würde sich mancher wundern, was für einen harten Kern sie haben. Ich habe die Deutschen im Sommer 2006 in Israel gesehen, Studenten im Ulpan und deutsche Gastfamilien. Die konnten besser damit umgehen als viele andere.

Zu Zeiten des Golfkriegs 1991 waren es, außer amerikanischen Juden, vor allem treue deutsche Freunde, die nach Israel zu Besuch kamen.

Nein nein, ich glaube, da traust Du den Moslems zu viel und den Deutschen zu wenig zu.

47. Thatcher - Februar 6, 2008, 9:41

Jedenfalls sollte man sie nicht unterschätzen. Sie haben eine enorm schlagkräftige, klandestin operierende Führung. Ich gäbe was drum, annehmen zu können, dass unsere „Elite“ auch so clever vorgehen würde bei der Verteidigung wie die Muslimbrüderelite bei der Unterwanderung. Die Klein- und Großkriminellen, die Gewaltdroher und die Einschüchterer sind da nur die Fußtruppen – nicht geeignet für Führungsaufgaben, aber eben unverzichtbar für die Aufgabe. Du könntest mal nach „Muslim Brotherhood Project“ suchen.

Das Thema Islamisierung wird in der deutschen Presse nicht mit dem Thema Jugendgewalt vermischt. Fakt ist, dass die Gewalt islamischer Jugendlicher gegen wehrlose Deutsche (Kinder, Alte, Behinderte, Frauen) abnorm hoch und teilweise rassistisch und demütigend ist. Fakt ist, dass es nur eine Facette des Großkomplexes „Islamisierung“ ist, genau wie Moscheenbau, Minaretthöhe, Frauenrechte, Kopftuch und Islamunterricht. Es werden immer nur höchstens diese Details diskutiert, niemals das Ganze in seiner Gesamtheit. Daher können die Leute nicht den Zusammenhang der einzelnen Facetten erkennen, und den Hintergrund, dass der Islam eben nicht eine „Religion des Friedens“, sondern eine der entgrenzten Gewalt, des rücksichtslosen Dominanzstrebens und der Demütigung ist, macht ihnen auch niemand klar. Der Politik kann es nur recht sein, wenn niemand aufmuckt – je länger die Deutschen stillhalten, desto länger bleibt auch der Scheinfrieden gewahrt, von dem sie profitieren.

Die Hessenwahl war so eine Art Machtprobe, wieviel Einfluss die islamkritische Szene bereits hat. Fatal war, dass Koch das Thema ganz offensichtlich zu Wahlkampfzwecken aus dem Hut gezaubert hat, und die Wähler somit nicht die Wahl zwischen Gut und Schlecht, sondern nur die zwischen Pest (eine sehr linke und naive SPD) und Cholera (eine einsichtige, aber weitgehend machtlose CDU) hatten. Dazu kam die stark persönlich diffamierende Kampagne gegen Koch, die von fast allen Medien mitgetragen wurde und die ihn mindestens 5% gekostet hat. Und so kam es, dass er zwar am Ende doch knapp in Führung lag, aber dennoch effektiv verloren und die islamkritische Szene einen herben Rückschlag eingefahren hat.

Interessant ist eine aktuelle Entwicklung in Köln-Kalk: Ein junger Marokkaner wurde zum Straßenräuber, doch das Opfer wehrte sich und stach ihn nieder. Der Junge starb. Die Staatsanwaltschaft erklärt, kein Verfahren einleiten zu wollen, da offensichtlich Notwehr vorliege. Die Familie des Toten veranstaltet eine Mahnwache. Diese wird binnen Tagen von islamischen Scharfmachern gekapert, von denen sich die Angehörigen inzwischen distanziert haben. Das wehrhafte Raubopfer wird mit dem Tod bedroht und muss untertauchen, von „Willkürjustiz“ und „Rassismus“ ist schnell die Rede. Daraufhin versuchten einige unverbesserliche linke Antifas, den Protest für sich zu instrumentalisieren – und bekamen prompt als „Scheißdeutsche“, „Nazischweine“ und Ähnliches was aufs Maul. Nicht, dass ich ihnen das missgönnt hätte, aber die Konsequenz zeigt, worum es sich hier handelt: Kognitive Dissonanz. Sie schlossen daraus nicht etwa, dass der Moslemmob generell alles hasst, was weiß und ungläubig ist, sondern, dass es wohl „Vermittlungsprobleme“ gegeben habe. Diese Linken halten nicht nur den Jenin-Moslem, sondern auch den Neukölln- oder Köln-Kalk-Moslem für „unschuldige Opfer weißen Rassismus“. Und dass man bei Widerstreben lieber „Vermittlungsprobleme“ als schwerwiegende sachliche Fehler diagnostiziert, kenne ich auch aus höchsten Kreisen der Politik. Wenn es ein Problem zwischen der eigenen Ideologie und der Realität gibt, dann verliert bei diesen Leuten immer die Realität.

Vermutlich werden uns die Moslems gar nicht „Schützenfest, Maiball und Fasteloovend“ nehmen wollen. Das ist höchstens noch Folklore; daran hängt – außer vielleicht beim kleinen, aber feinen Düsseldorfer Karneval – nicht mehr die ursprüngliche Weltanschauung und Wehrhaftigkeit. Vermutlich werden sie uns sogar den demokratischen Zinnober, der ja doch nichts an den Vorgängen ändern kann, erstmal noch lassen.

Warum sollten sie das abschaffen, solange sich an den tatsächlichen Herrschafts- und faktischen Rechtsverhältnissen (de iure sind vor dem Staat zwar alle gleich, aber de facto werden nur solche Straftaten verfolgt und bestraft, die von weißen Deutschen begangen werden) nichts ändert. Der Endzustand dieses schleichenden Prozesses wird exakt das sein, was die Scharia für uns Ungläubige vorsieht.

48. toni weiler - Februar 6, 2008, 14:38

es wendet sich vielleicht die deutsche öffentliche berichterstattung.
ich bin ein linker und kenne die political dingsbums dieser kreise.
ausländer sind gut , per se und vor allem die richtigen,die unterdrückten völker.
ideologie , kein interesse an den wirklichen menschen!
ich kämpfe schon lange in den sozialen brennpunkten,in denen ich jeweils wohne.
habe in einem haus mit überwiegend sudanesen(halb-arabisch/halb-schwarz)gelebt,mit noch paar deutschen halbkriminellen.
ich habe allen beigebracht,was zivilisation heißt.
dabei war ich am anfang auch schroff.
nur durch ANGEMESSENE härte werden die überhaupt mal zugänglich.
erst mal zeigen,dass ich dagegen halte,dann sozialtherapie nach grüner art.
kurz, ihr israelis, lasst euch nicht beirren in eurer verteidigung,
seht zu,wie ihr irgendwie durchkommt,(eure eigenen fehler kennt ihr selbst am besten), bleibt vorhanden,ich brauche euch.
schade,dass wir euch vertrieben(understatement) haben,wir waren gross mit Euch!
toni weiler,philosemit,mainz,germany

49. toni weiler - Februar 6, 2008, 14:52

es wendet sich vielleicht die deutsche öffentliche berichterstattung.
ich bin ein linker und kenne die political dingsbums dieser kreise.
ausländer sind gut , per se und vor allem die richtigen,die unterdrückten völker.
ideologie , kein interesse an den wirklichen menschen!
ich kämpfe schon lange in den sozialen brennpunkten,in denen ich jeweils wohne.
habe in einem haus mit überwiegend sudanesen(halb-arabisch/halb-schwarz)gelebt,mit noch paar deutschen halbkriminellen.
ich habe allen beigebracht,was zivilisation heißt.
dabei war ich am anfang auch schroff.
nur durch ANGEMESSENE härte werden die überhaupt mal zugänglich.
erst mal zeigen,dass ich dagegen halte,dann sozialtherapie nach grüner art.
kurz, ihr israelis, lasst euch nicht beirren in eurer verteidigung,
seht zu,wie ihr irgendwie durchkommt,(eure eigenen fehler kennt ihr selbst am besten), bleibt vorhanden,ich brauche euch.
schade,dass wir euch vertrieben(understatement) haben,wir waren gross mit Euch!
toni weiler,philosemit,mainz,germany irgendeinen jüdischen spruch muss ich noch ablassen,es drängt mich einfach:
ok,ich weiss nicht,was bei euch „ich liebe euch“ heisst.
wo kommt nur diese symbiose zwischen uns her?
da fällt mir noch ein,dass ich unbedingt noch hr. hendrik m. broder lobend erwähnen wollte.
he does a good job.oj oj oj oj,
the new jiddish is american.

50. cajarore - Februar 6, 2008, 15:29

Ich verfolge die diskussion hier mit grossem interesse, schon, weil ich wirklich wenig ahnung von der ganzen politik im nahen osten, gaza und israel habe (leider).
Hier kommt es bei nachrichten und reportagen über den gaza-streifen ja meist so rüber (nach meiner auffassung wenigstens), als wenn die israelis den hermetisch abgeriegelt haben, die palestinenser dort hunger und durst leiden, und dann sozusagen nach ägypten „ausgebrochen“ sind, um sich mit dem nötigsten zu versorgen.
Ein kleines – und wahrscheinlich unwichtiges – detail, das mir jetzt auffällt…. Blumen? verteilt an alle möglichen leute aus freude über den selbstmordanschlag?
Mir will grade nicht in den kopf, das menschen „hunger leiden“, aber massenweise blumen haben…
Aber das ist – wie auch die freude über einen getöteten unschuldigen supermarkteinkäufer – etwas, was ich wohl nicht wirklich verstehen kann/muss….

51. Katzenelson - Februar 6, 2008, 15:35

The one and only who can make me cry: http://katzenelson.wordpress.com/2008/02/06/god-i-love-her/

Take a break!

52. Verbrochenes · Pallywood streikt again - Februar 8, 2008, 4:19

[…] die Palästinenser den jüngsten Selbstmordanschlag in Israel, bei dem eine Frau ermordet wurde, feiern. Das Argument, das Bild sei eine “Familienszene”, hat aber spannende Implikationen. […]


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